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Rezensionen verfasst von
muffy666 "muggs_c" (Frankfurt / M.)

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Omnivium
Omnivium
Preis: EUR 18,97

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Irgendwie ZU verkopft., 26. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Omnivium (Audio CD)
Auch ich habe das ACDP (Atheist, Cynic, Death, Pestilence) des progressiven Death Metal artig durchgearbeitet und es auch hier und da mit einer Prise Hate Eternal oder meinetwegen auch neueren Corpse aufgefrischt.

Um eins vorwegzunehmen: sinnloses Skalengenudel oder zu Selbstzweck verkommenes Zurschaustellen vermeintlich "technischer" Fähigkeiten geht mir seit langem am Pötum vorbei. Will heissen: im Zweifel lieber The White Stripes als Mathcore.

Wenn also der Song im Mittelpunkt des Schaffens steht und dieser mit verzückendem technischen Aufwand bereichert wird, dann sage ich - wie etwa bei den genannten Bands - gerne: ja, oh ja. Bei Obscura geht man streckenweise weniger songdienlich voran, verfolgt aber doch meistens den roten Faden bzw. greift ihn nach einigen Ausflügen wieder auf. Dennoch sind die Songs derart mit Ideen überfrachtet, dass man durchaus sagt: weniger wäre mehr und kürzer besser gewesen.

Wenn hier schon Death ins Rennen geschmissen werden: vergleicht mal wie viele (bzw. wenig) Riffs ein Song a la Crystal Mountain hat. Am richtigen Moment sparsames Understatement walten lassen, das konnte Chuck. Und das können sonst nur ganz wenige. Auch wenn ein einzelner Song groß, gewaltig und von schier ausufernder Kreativität zu sein scheint - auf der vollen Länge macht sich Beliebigkeit breit. Das einzige, was an der Platte nachhaltig fasziniert, sind die unglaublichen Basslines von Jeroen Thesseling, der mit traumwandlerischer Sicherheit mal unisono und mal komplett off spielt, dass man den Eindruck hat, die Platte wäre ein einziges Bass-Solo. Wahnsinn.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 22, 2011 12:25 PM MEST


Aeon Flux
Aeon Flux
DVD ~ Charlize Theron
Wird angeboten von HAM GbR (Preise inkl. Mwst)
Preis: EUR 5,99

6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen OMG!, 5. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Aeon Flux (DVD)
Dieser Film ist thematisch irgendwo in der Schnittmenge The Fortress, 28 Tage / Wochen Später, Blade Runner, Demolition Man, Matrix und einem Haufen Müll angesiedelt.

Die Zukunft. Ein Virus (28 Tage) hat die Menschheit dezimiert, die sich daraufhin in eine einzige, großen Stadt zurückzieht, die von peinlichen Sauberkeitsfanatikern beherrscht wird und alles überwachen (Blade Runner, Demolition Man) und sogar die Vermehrung der Restpopulation steuern (The Fortress).

Dagegen geht eine Reihe von schwarz gekleideten "Rebellen" vor, die mehr oder weniger artistische Moves abziehen, um MG-Feuer unbeschadet passieren zu können (Matrix).

Nix neues, aber wenn wir 90 Minuten Frau Theron im enganliegenden Ganzkörperkondom anglotzen dürfen, ist das schon ok.

Da in der Einleitung bereits alle genannten Referenzen verheizt wurden, bleibt nur noch der Haufen Müll. Und den gibts für Story, Acting, "Plot Twist" - da twistet sich eher der abführende Verdauungsgang - und die selten stupiden Dialoge, die von Steven Segal-Gedächtnis-Gesichtsausdrücken kongenial supportet werden. Yay.

Ich habe ja nichts gegen charmante B-Produktionen - Highlander war schießlich auch eine - aber ditte hier jeht nu jar nich - wie der Berliner sagen würde.

Als Alternative könnte ich anregen, erst Matrix zu schauen und dann ne Runde "Mirrors Edge" zu zocken - da hat man ne gute Story, geniale Bilder und am Ende noch eine schwarzhaarige Olle, die man durch eine steril-weisse Umgebung steuern kann. Prost.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 7, 2011 4:55 PM MEST


Asylum
Asylum
Preis: EUR 9,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Standard, der aber nicht mehr begeistert, 5. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Asylum (Audio CD)
Die Überschrift sagt eigentlich schon alles: ne neue Disturbed? Aha, abgenickt und abgehakt. Während die erste Scheibe noch stilprägend für eine ganze Generation war und 10,000 Fists m.E. der kompositorische Höhepunkt der Band war, stellte sich bereits auf Indestructible gediegende Langeweile ein, der man auf Asylum wahlweise schulterzuckend oder angenervt begegnet.

Ja, Disturbed schreiben natürlich nach wie vor gute Songs, ihre Alben haben stets eine Top-Produktion, die Mischung aus Stakkato-Riffs, dem variablen Gesang, die Kontraste aus "harter Strophe" und melodiösem Refrain ziehen immer noch einen Großteil der Konkurrenz ab. ABER: es könnte noch besser gehen. Der Titelsong, The Infection oder Never Again gehen gnadenlos ins Ohr und erinnern an Großtaten wie Stricken oder I'm Alive. Erinnern - aber nicht toppen.

Der Rest bietet viel Standard-Kost auf Indestructible-Niveau und ist bestenfalls befriedigend. Etwas schwach für Disturbed-Verhältnisse, die grundsätzlich als führende Band gehandelt werden. Diesen Status sind sie aber mit Aylum leider endgültig los - vor allem wenn man sich mal reinzieht, was für ein Kreativitätsfeuerwerk etwa die alten Säcke von The Haunted auf ihrem aktuellen Output abfahren. Nee, nee, die Herren Draiman und Donegan möchten sich mal mit "Unseen" in die Ecke setzen und dann nochmal wieder kommen.


To Hell With God (Ltd.Edt.)
To Hell With God (Ltd.Edt.)
Preis: EUR 17,46

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wieder auf Kurs, 25. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: To Hell With God (Ltd.Edt.) (Audio CD)
Musste man nach dem äußerst schwachen Til Death Do Us Part zeitweilig um die Existenz der Band fürchten, steht mit To Hell With God überraschenderweise ein Nachfolger im Regal. Sehr erfreulich: die Traumbesetzung Benton, Asheim, Santolla und Owen hat sich wieder zusammengetan und dam Album den brutalsten Deicide-Sound ever verpasst.

Auch neu: Deicide verwenden deutlich tiefer gestimmte Gitarren als sonst (Standard D# bzw. C# Tuning), was einen neuen interessanten Aspekt im Sound ausmacht. Die Platte wurde traditionell mit der Ausnahme von zwei Titeln von Steve Asheim komponiert. Die zwei übrigen Stücke stammen aus der Feder von Jack Owen, die die Platte stitlistisch etwas öffnen, aber durchaus im Kontext bleiben.

Ansonsten gibts verbal die gewohnte Christen-Hatz von Oberdeibel Benton, den ich wie immer sehr unterhaltsam finde. Gesanglich liefert Benton eine herausragende Leistung ab, verzichtet jedoch im Gegensatz zu älteren Scheiben auf den total evil Doppelgesang. Schade eigentlich. Neu ist auch, dass die Platte insgesamt relativ mid-tempolastig ist, wodurch die Blat-Parts jedoch im Kontrast um so übler sägen. Insgesamt aber einen Ticken zu langsam die Scheibe. Dies wird jedoch von dem extrem brutalen Sound und den etwas stakkatohafteren Riffs recht gut kompensiert.

Was bedauerlich ist, dass es im Gegensatz zu The Stench Of Redemption keine so ausgeprägten Solo-Duelle zwischen Santolla und Owen gibt, die wirklich herausragend waren. Hier ähnelt die Gitarrenarbeit streckenweise dem klassischen Deicide-Geschrote, was zuweilen ein wenig unspektakulär kommt. Insgesamt also eine solide, aber nicht überragende Leistung von Mister B. & Co.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 2, 2011 2:15 PM CET


Equilibrium & Odd Fellows Rest
Equilibrium & Odd Fellows Rest
Preis: EUR 12,98

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Doppelpack!, 15. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium & Odd Fellows Rest (Audio CD)
Equilibrium:

Wie das so ist mit den Hochs und Tiefs im Leben, kann nach einer so starken Leistung, die die Band auf "Odd Fellows Rest" fast zwangsläufig die Ernüchterung kommen. Naja, so schlimm ist es auch nicht, aber "Equilibrium" ist ein kleiner Rückschritt. Das liegt natürlich auch daran, daß kaum eine Band wie Crowbar (da fallen einem spontan noch Solitude Aeternus und Psychotic Waltz ein) dermassen vom "Business" getreten wurde. Alleine, daß jede hier vorgestellte CD auf einem anderen Label veröffentlich wurde, ist bezeichnend.

Und so ist / war jeder Labelwechsel wieder mal ein Tiefschlag für die Band, der erst einmal verarbeitet werden musste. Dies natürlich auf Crowbar Art: erstmal fett einen Saufen und dann laut Musik machen. Daher ist die Ausrichtung von "Equilibrium" auch wieder etwas Hardcore-lastiger als der Vorgänger; der Sound ist etwas schlechter, d.h. druckloser.

Daher sind die wirklich überzeugenden Stücke leider sehr rar gesäht und es gibt neben einigen passablen Sachen mit dem Opener, dem psychedelischen "Command Of Myself" und der Coverversion "DreamWeaver" nur drei wirklich nennenswerte Songs auf dem Album.

Leider nicht so wirklich im Gleichgewicht, die Scheibe. 3/5 Sternen.

Odd Fellows Rest:

Wenn man eine Band über die Jahre verfolgt und sich wie in meinem Falle noch mal in alle CDs reinhört, hat man eine gute Gelegenheit, sich auch die Entwicklung der Recording Technik anzuschauen. Nachdem die Frühwerke von Crowbar allesamt an einer zu pappigen, gerade im Tiefbassbereich nicht wirklich überzeugenden Produktion litten, kommt diese CD (endlich) mit einem wirklich alles niederwalzenden Sound daher, der an manchen Stellen selbst bei niedriger Lautstärke verschiedene Einrichtungsgegenständen zum lustigen Mitvirbrieren animiert.

Gleich 12 Tracks minus Intro spendieren uns die "propper Kerlchen" um Kirk Windstein und steigen einmal mehr eingenwillig ins Album ein. Doomig, mega-doomig sirren die Gitarren beim gleichbetitelten Intro und faden gleich in "Planets Collide", einem der bis heute melodiösesten Songs der Bandgeschichte. Getragen vom dem super weiterentwickelten Gesang ist der Track ein echter Ohrwurm.

Aber davon nicht genug! Odd Fellows Rest ist (für Crowbar Verhältnisse) ein Album der Superlative geworden! Hier killt wirklich jeder Song, seien es die mörderischen Groove-Nummern wie etwa "1000 Years Internal War" oder "And Suffer As One" mit gnadenlos sägenden Riffs und fettem Drumming oder die etwas ruhigeren bzw. melancholischeren Nummern, die das Album ab der Hälfte
bestimmen. Hervorzuheben sind vor allem "Behind The Black Horizon" und "Scattered Pieces Lay", das erst typisch Hardcore beginnt um dann mit schwelgerischen Leads und mehrstimmigem Gesang auszuklingen. Ganz groß!

Schließlich runden der sphärische Titeltrack und "On Frozen Ground" das Album gekonnt ab, wobei letzterer wieder in das Intro einfadet, so daß man - sofern man empfohlener weise die CD auf Repeat stehen hat, gar nicht merkt, daß die CD wieder von vorne losgeht.

Bislang die stärkste musikalische Leistung der Band. Top Sound. Top Abwechselung. 5/5


Counting Our Scars
Counting Our Scars
Preis: EUR 20,73

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides Comeback, 4. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Counting Our Scars (Audio CD)
Wahnsinn! Über zehn Jahre nach der temporären Auflösung der Band im Jahre 1997 legt die Band nach dem durchwachsenen Swallow The Snake wieder ein Album im Stile der ersten beiden Platten Into Eternity und Bitterness vor.

Desultory sind zwar eine Institution des schwedischen Death Metals, haben aber weder mit der Stockholm- noch mit der Götheborg Szene stilistische Berührungspunkte. Im Gegensatz zur Konkurrenz aus der Hauptstadt haben Desultory ihre Gitarren nur minimal heruntergestimmt und pflegen im Vergleich zur Götheborg-Schule eine zwar ebenfalls melodischen Stil, doch ist dieser deutlich melancholischer.

Herausragend war und ist bei Desultory der eher thrashige Gesang und die harten und prägnaten Riffs, die teilweise abrupten Rhytmuswechsel und die getragenen Lead-Gitarren, die vormals von Stefan Pöge und nunmehr von Hakan Morberg gepflegt wurden. Die Verteilung der Gitarrenarbeit ähnelt teilweise dem Paradise Lost Gitarren Duo McIntosh / Aedy.

Stilistisch knüpft die aktuelle Platte nach der "Death n Roll" Anbierung nahtlos an die beiden Scheiben an und könnte locker Mitte Ende der Neunziger erschienen sein (ggf. sogar auch Anfang der 90er) und punktet demgegenüber mit einem modernen, klaren, aber nicht totkomprimierten Sound. Wie schon früher ist vor allem auch der Bass sehr gut herauszuhören.

Neben der Freude, dass die alten Helden wieder auferstanden sind, ist natürlich die Qualität der Songs von zentraler Bedeutug. Und da ist die Platte leider nicht gaaanz so stark wie die beiden Vorgänger. Fairerweise muss man natürlich sagen, dass man mit den alten Scheiben natürlich verklärte Erinnerungen verbindet und zum anderen die Erwartungshaltung per se unerfüllbar hoch ist.

Freuen wir uns also über eine sehr gute Platte einer Ausnahmeband, die man eigentlich schon abgeschrieben hatte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 16, 2011 9:56 AM CET


Call of Duty: Black Ops - [PC]
Call of Duty: Black Ops - [PC]
Preis: EUR 22,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alle Jahre wieder, 2. Dezember 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Seit 2007 dürfen sich COD Fans auf die jährliche Ausgabe ihres Lieblings-Franchise - dieses Jahr im siebten Aufguss - freuen. Nach dem Sprung in die Neuzeit mit MW1 hatten wir mit World At War einen polarisierenden, aber m.E. sehr guten Flashback in den good old WW2.

MW2 halte ich neben Teil 3, der nur für die Konsole erschienen und sehr hässlich war, für den schlechtesten Teil der Serie. Völlig übertriebene, gerade zu lächerliche Action, sehr unzugängliche, beliebige Karten und das Fehlen jeglicher Atmosphäre machten den Titel zu einem echten Ärgernis. Von fehlenden Dedicated Servern mal ganz zu schweigen.

Dieses Mal sind wieder TreyArch am Ruder und liefern ein etwas bodenständigeres, aber dennoch rasantes Spiel ab, das gleichermassen Traditionalisten, als auch Waffenaufsatz-Rufzeichen fixierte Hyperaktiv-Kiddies begeistern sollte.

Diese Rezi bezieht sich ausschließlich auf MP, da mir die Kampagnen seit COD2 meilenweit am Dingenskirchen vorbeigehen.

Die Grafik ist im Prinzip auf dem Niveau von MW2 und W@W, wobei interessanterweise bei gleichen Systemeinstellungen die Leistung schwächer ist - ergo: der Hardwarehunger ist ohne erkennbaren Grund gestiegen. Ein Witz, da das Spiel seit MW1 auf der gleichen Engine läuft. Allerdings ist einzuräumen, dass die Texturen und vor allem die Zahl der Objekte in den Level deutlich besser bzw. mehr geworden sind, was natürlich auf die Rechenleistung schlägt. Wie immer klare Empfehlung: die Treiber vor der Installation auf den neuesten Stand bringen.

Da jeder im Prinzip weiss worum es geht ein paar Bulletpoints zu Pros und Cons.

Positiv:

+ Relativ unverbrauchte Szenarien / Epoche (Vietnam, Kuba, Russland / Kalter Krieg)
+ Abwechslungsreiche Maps (Jungle, Häuserkampf, Industrieanlagen), die überwiegend das lästige Campen erschweren
+ Große Auswahl an "zeitgenössischen" Waffen
+ Maps wirken relativ realistisch und organisch, v.a. die mit Vegetation
+ Bewährte COD-Action
+ Dedicated Server / Serverbrowser (Filter)
+ (relativ) Unverbrauchte Online Spielmodi (Wager Matches, Gun Game)

Neutral:

o Stagnation der Serie auf hohem Niveau
o Hardwarehunger trotz nur marginaler Verbesserung der Grafik

Negativ:

- Preis: das Spiel ist streng genommen kein vollwertiger Titel. Hier wäre ein Pricing a la Episode 1, 2 von Half Life zu überdenken.
- Das Gemache mit Aufsätzen, Rufzeichen, Abschuss Serien, Skins etc. ist etwas übertrieben und gehört eher zu Fast & Furious.

Insgesamt ein netter Titel, der einem sicher den einen oder anderen Winterabend versüsst, aber nicht langfristig fesseln können wird.


On Divine Winds
On Divine Winds
Preis: EUR 28,90

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides Zweitwerk, 15. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: On Divine Winds (Audio CD)
Geben wir es zu: der Überraschungsmoment ist weg. Nachdem HOB mit Ihrem Debut geradezu aus dem Nichts, von Null auf Huntert einen Genre-Klassiker hingelegt haben, war die Erwartungshaltung natürlich ungemein hoch. Und diese wurde auch zur sagen wir mal 87% erfüllt.

Natürlich profitieren HOB nachwievor von ihren langjährigen Erfahrungen im Bereich Death Metal, von ihren Dampfwalzen-Riffs, den zähen Doom-Passagen und den niemals stumpfen Ballerorgien und vor allem von ihren Fähigkeiten als Arrangeure diese Zutaten zu packenden, mitreissenden Songs zu verbinden.

Relativ reduziert, aber nie simpel wissen die Jungs einfach, wie oft man ein Riff spielen kann, damit es zündet aber nicht langweilt. Neu im Sound ist der vermehrte Einsatz von getragenen Leads, die die Musik zum einen melodischer aber noch einen Tick melancholischer machen.

Auffallend ist, dass die Songs sowohl von der Machart aber auch von der Dramartugie des Ablaufs schon ziemlich am Debut angelehnt sind. Will heissen, langsamer Einstieg in einer ansonten schnelle Nummer, dann ein flotter Wechsel aus Mid-Tempo und D-Beat Nummern und am Ende das ganz große Pathos Kino à la Berlin (hier: To Bear The Unbearable).

Je nachdem wie gut man das findet, liegen die Alben schon ähnlich nah zusammen wie etwa die ersten beiden Unleashed Platten oder Death or Glory und Blazon Stone von Running Wild.

Das war allerdings Jammern auf höchstem Niveau. Deutlich mehr Abzüge gibts leider im Bereich Vocals, wo der höchstsympathische Martin van Drunen dieses Mal entweder nicht die Bestleistung abgerufen hat, oder ihn die Produktion nicht so scheinen lässt wie sonst. Stichwort Produktion: Drum- und Bass-Sound sind dieses Mal wieder exzellent und lassen vor allem Ed Warby mit seinem filigranen und groovy Spiel glänzen. Leider sägen - trotz erneuter Beteiligung von Meister Dan Swanö - die Gitarren nicht ganz so übel wie beim ersten Mal. Insgesamt klingen die Rhythmusgitarren etwas reduzierter und trockener, so wie die Band auch live klingt. Daher also Geschmackssache.

Auch wenn jetzt vermeintlich viel negatives gesagt wurde: Hail of Bullets sind und bleiben mit diesem Album die wohl bedeutendste Death Metal Band der Gegenwart. Bleibt zu hoffen, dass sie sich in der Zukunft vielleicht etwas mehr trauen. Und besingbare WW2 Szenarien gibts ja genug: HOB III - On bloody Shores, HOB IV - Combustion Point El Alamein... etc. ;-)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 8, 2010 10:04 AM CET


Magic & Mayhem-Tales from the Early Years
Magic & Mayhem-Tales from the Early Years
Preis: EUR 16,18

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Zeitreise., 26. September 2010
Ich zücke ja ungern die Höchstnote bei neuen Alben, weil häufig erst der berühmte "Test der Zeit" beweist, ob ein Album wirklich herausragend ist, oder nur gut. Im Falle von Amorhis haben die Songs, die allesamt 15 Jahre und älter sind, diesen Test mit Bravour bestanden. Natürlich sind Hits wie Into Hiding oder Black Winter Day oft durchgenudelt worden, aber in DIESEM Sound, mit DIESEM Sänger gewinnen die Kompositionen nochmals an Klasse.

Wie oft hat es mich in den letzten Jahren gegraust, auf Tales From The 1000 Lakes diesen gar schröcklichen Korg M1 Standard-Piano Sound zu hören. Jetzt klingen die Keys fett, die Klampfen sahnig - oder andersherum.

Was besonders heraus zu heben ist, dass Amorphis hier (endlich mal wieder) auch einen angemessenen Härtegrad auffahren, der den der Originale bisweilen übertrifft.

Wer wie ich der Ansicht ist, dass alles nach Elegy zwar gut, aber im Zweifel nicht mehr als gediegene Langeweile war, ist mit dieser Platte sehr gut bedient. Gleich nochmal auflegen und an den Gig 1993 im Frankfurter Negativ mit Haggard und Desultory zurückerinnern. Hach! :-)


Madden NFL 11 [UK Import]
Madden NFL 11 [UK Import]
Wird angeboten von gameworld121uk
Preis: EUR 24,00

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solider Titel im Madden Franchise, 22. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Madden NFL 11 [UK Import] (Videospiel)
Mit schöner Regelmässigkeit bringen EA ihre großen Sporttitel wie NHL, FIFA oder eben Madden NFL heraus. Da American Football in diesem Lande ein absolutes Schattendasein fristet, dürfte das Erscheinen dieses Titels auf breiter Front eher ignoriert werden.

Eine kleine Schar von NFL Fans - zu der ich mich ebenfalls zähle - hat jedoch den aktuellen Titel, zeitnah zur Pre-Season, heiß herbeigesehnt.

Ich spiele Madden seit 08 (PS2) und habe den 09er Titel sowohl auf PS2 als auch PS3 gespielt und natürlich Madden 10 auf der PS3, das ich bislang insgesamt als den besten Titel empfunden habe, obwohl mir die Spielgeschwindigkeit etwas zu langsam war.

Optisch ist Madden 11 nochmal deutlich besser geworden, Megastadien wie der Louisiana Superdome oder das unfassbare Cowboys Stadion sind wirklich beeindruckende Kulissen.

Die Animationen der Kerlchen sind ganz gut, man fragt sich aber schon, ob es im Jahre 2010 nicht möglich sein kann, noch weichere und realistischere Bewegungen darzustellen. Vor allem beim Kicken schiesst der Spieler scheinbar durch den Ball durch. Aber gut, das sind Kleinigkeiten.

Auf der US Seite werden die Neuerungen "Locomotion" und "Gameflow" heiss diskutiert. Für Viele ist das Spiel dadurch das beste Madden ever, andere sind höchstgeradig empört.

Was Locomotion angeht, ist es in der Tat möglich, Tackles leicht und wiederholt zu brechen. Ich habe oft mit einem Laufspiel 15 Yards gemacht und der Runningback ist auf magische Weise durch die Defense Line (ca. 5 Gegner) geflutscht. Wenn man Offense spielt, ist das natürlich ganz nett, aber es ist einfach extrem unrealistisch und ärgerlich.

Das Spiel ist in der Tat sehr offense-lastig, was dazu führt, dass ziemlich jeder Drive auch zum TD oder FG führt. Das garantiert hohe Ergebniszahlen und häufig sehr geringe Punktunterschiede. Das ist insoweit unrealistisch, da auch schwache Spieler so dauernd punkten und nicht zu Punt gezwungen werden. Im Singleplayer äußert sich diese Schwäche darin, dass man mit den Saints oder Colts schon ganz schön Mühe hat, als schwächer geratete Teams wie die Rams oder Raiders in Führung zu bleiben.

Gameflow ist im Prinzip eine ganz nette Vereinfachung des Playcalling. Durch Drücken der X Taste kann man einfach automatisch ein Spiel vom virtuellen Coach vorschlagen lassen. Wenn man so will ist Gameflow eine Verbesserung des "Ask Madden" Features. Die Spiele sind nicht immer passend. So berücksichten die vorgeschlagenen Plays zum Beispiel nicht, wenn die Zeit knapp wird und man lieber Pässe werfen sollte, weil beim Running Game die Uhr nicht stehen bleibt. Das Gute an Gameflow: man kann es einfach ausstellen.

Die Defense ist in der Tat etwas schwächer, die Steuerung der einzelnen Spieler ist aber besser. So kann man mit etwas Übung ordentlich Sacks einfahren. Das "Trimmen" der Defense vor dem Snap über die Pfeiltasten ist umständlich und wird vom Gegner durch schnelles Snappen regelmässig unterbunden. Da hilft nur schnelle Reaktion und durch.

Was ich bislang gar nicht in den Griff bekomme, ist das Punten / Kicken. Da gehen die Dinger oft out of bounds oder sind totale Schlappekicker-Schüsse.

Was mich an diesem Titel (aber auch an allen anderen Madden Titeln) jedoch regelmässig in absolute Rage bringt (bei der auch schon ein Controller draufgegangen ist, hehe), ist der Umstand, dass der Computer sozusagen "cheatet". Sobald man führt, macht der Computer erstmal beim Kick-Off Return einen TD. Er macht einen gültigen Pass bei 3rd and long über den halben Platz. Und als Bonbon gleich den TD. Er gewinnt jede Two Point Conversion und macht gerne Onside Kicks, die er natürlich recovert. Er bricht alle Tackles und rennt 20 Yards. Im Gegenzu landet man wenn man führt auf einmal keinen einzigen Pass mehr und muss Punten. Zu guter letzt lässt er immer die Uhr runterlaufen, wenn er im 2nd und 4th Quarter in der Offense ist, damit man keine Zeit mehr für einen Drive hat.

Alles legitim und regelkonform aber ärgerlich, weil zumeist unrealistisch und ganz offensichtlich beabsichtigt. Dann doch lieber gegen andere Menschen zocken.

Insgesamt ein solider Titel ohne nennenswerte Schwächen mit ein paar guten Neuerungen, die aber deutlich weniger ins Gewicht fallen, als einem verkauft wird. Steng genommen könnte man auch noch ein paar Jahre Madden 10 zocken. Da man aber ein artiger Konsument ist, kauft man sich den Titel gezwungenermassen, weil man zB Online keinen gescheiten Gegner bei den alten Titeln mehr findet...


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