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The Flipper (bei Hannover)

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Lotus (Deluxe Version) [Explicit]
Lotus (Deluxe Version) [Explicit]

10 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sehr mäßige Song-Sammlung, 13. November 2012
Im Gegensatz zur schwankenden Produktionsqualität ist auf dem Album "Lotus" zumindest die Qualität fortwährend auf gleichem Niveau - mäßig bis mies.

Vorgänger "Bionic" war eine kommerzielle Katastrophe, für Fans vor allem enttäuschend, weil Aguileras Versprechen, ein Elektro-Album mit experimentellen, zukunftsweisenden Songs zu machen nicht nur nicht eingelöst, sondern mit Füßen getreten wurde. Banale Nummern ohne Zusammenhang, als innovativ definierte die Sängerin scheinbar, Santigold, M.I.A. und Sia zu imitieren.

"Lotus" nun ist das klassische Nachfolgealbum zum Totalflop - zügig zahlreiche Hit-Produzenten gesammelt und denen ein paar nette Nümmerchen aus den Rippen geleiert (gekauft). Schade: Selbst zuverlässige Hit-Liferanten wie Max Martin sondern hier nur zweite Wahl ab. "Let There Be Love" soll wohl Aguileras "Where Have You Been" sein, versagt im Vergleich aber völlig. Überhaupt: Ständig überschleicht den Hörer das Gefühl, er habe das doch schon einmal irgendwo gehört. "Army Of me" ist eine schwache Diskonummer, die nicht einmal Cher zum Comeback verhelfen könnte. "Circles" mit solch Textzeilen wie "Spin around in circles on my middle middle finger" und "Shut Up" mit seinen vermeintlich-lässigen "Hater, ihr könnt mich mal"-Lyrics sind banal, infantil. Für theoretisch gelungene Songs wie die Positive-Energie-Ballade "Sing for Me" und das Country-Duett "Just A fool" mit Blake Shelton zieht Aguilera leider wieder zu sehr sämtliche stimmlichen Register. Denn kann Aguilera an sich gut singen, gibt sie zu oft Kraft den Vortritt vor Gefühl (und ja, dem Autoren ist bewusst, dass sie in "Sing For Me" singt, dass ihr egal ist, wie Leute ihren Gesangsstil finden, deswegen muss ich ihn aber nicht für gut halten). "Blank Page" wäre die Vorzeigeballade auf diesem Album.

Partytauglich ist das hier sicher alles, allerdings gibt es auch hundertfach Veröffentlichungen, die nicht nur partytauglich, sondern auch gut sind. Hier wird dem Hörer eine lose Song-Sammlung serviert, die Zusammenhänge und Stilsicherheit vermissen lassen. Anders als andere Hitmaschinen wie Katy Perry und (in den USA immer noch) Britney, deren Alben zwar nicht cohensive sind, aber immerhin aus dem gleichen Guss wirken (was Christina zuletzt bei "Stripped" gelang), ist diese Scheibe hier nur eine Zusammenstellung verschiedener, wenig zündender Ideen. Vorsichtshalber schnell Pseudo-Motto draufgepinnt ("Lotus" - immerhin das Intro dazu klingt besonders, weil ausnahmsweise mal anders und interessant strukturiert), irgendwer wirds schon kaufen. Rihanna macht seit Jahren nichts anderes, aber ihre Poduzenten haben zum Beispiel das feinere Gespür für Hits - und laufen nicht nur der Konkurrenz hinterher. Kein Zufall also, dass einer der Anspieltipps, das promiskuitive "Around The World" auch klingt, als hätte Rihanna es Aguilera freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Schade, aber irgendwie bekommt die Aguilera es seit dem großartigen "Stripped" partout nicht mehr auf Albumlänge hin.


Der Gefangene
Der Gefangene
von John Grisham
  Gebundene Ausgabe

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, emotional, mitreißend - und leider wahr, 17. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Gefangene (Gebundene Ausgabe)
Das neuste Werk von einem meiner Lieblingsautoren, und soweit ichh das zu beurteilen vermag - sein Bestes. Eine wahre Geschichte (sowas zieht bei mir ja immer) über einen der größten Justizskandale ever. Zwei Männer werden nach einer Reihe von Denunziationen, schlampigster (und oft absichtlich falscher) Polizeiarbeit und ein paar kleinen, allerdings mit dem verhandelten Mord nicht zusammenhöngenden Missgeschicken in den Todestrakt gesperrt und kämpfen nun um Gerechtigkeit, wobei das Hauptaugenmerk auf Ron liegt, der mit einer sowieso tragischen Lebensgeschichte an dem Urteil "Tod" zerbricht.

Habe das Buch gestern in einem Zug weggelesen, war wirklich dankbar dafür, krank zu sein, um wirklich den gesamten Tag Zeit zu haben. EIne Geschichte, die einen echt wahnsinnig wütend macht, das ganze Justizsystem anzweifelt und nicht wirklich Symptahien für die Polizei in Oklahoma weckt. Großartig, großartig, großartig, sollte JEDER lesen, spätestens, wenn es irgendwann als Taschenbuch erscheint.


Overloaded: the Singles Collection
Overloaded: the Singles Collection
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 9,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Da fehlt noch was..., 17. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Overloaded: the Singles Collection (Audio CD)
Insgesamt ist ein Best Of ein sehr logischer Schritt, waren die Sugababes doch bisher immer stärker als Single- als als ALbumband, sprich die Singles waren oft erfolgreicher als die dazugehörigen ALben, die sich meist nicht lange in den Charts halten konnten. Für alle, die seit Beginn der sugabab'schen Karriere immer wieder mitwippen, wenn "Hole in the Head", "Overload" oder "Round Round" im Radio kommen, ist diese CD sicher empfehlenswert. Den zwei neuen Songs "Easy" und "Good To Be Gone" fehlt es aber noch an Würze, sie können nicht mit den hier versammelten 'Besten' mithalten.

Ein paar (zugegebenermaßen weniger wichtige) Songs fehlen. Ist ja nicht so, dass die Sugababes nach einer jahrzehntelangen Karriere aus einem unerschöpflichen Archiv großer und größzer Hits wählen könnten...wieso also fehlen mit "Run For Cover" und "Soul Sound" gleich zwei Singles? Die UK-Version hat wenigstens noch "Run For Cover" abbekommen (das übrigens auch wirklich sehr gut ist), obwohl auch dort mit den UK-only-Songs "New Year", "Angel With Dirty Faces" und "Follow Me Home" drei Singles fehlen. Natürlich könnte man sagen, dass sie für ein Best-of nur die besten selektiert und auf die CD gepackt haben - aber etwas mehr fürs Geld hätte man dann schon bekommen. Schön wäre als kleiner Bonus auch die Arctic-Monkeys-Cover-Version zu "I Bet You Look Good On The Danecfloor" gewesen.

Also vier Sterne für grandiose Pop-Unterhaltung.


All Good Things (Come to An End)
All Good Things (Come to An End)
Wird angeboten von CD-Blitzversand
Preis: EUR 2,05

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Typisch, 17. November 2006
Rezension bezieht sich auf: All Good Things (Come to An End) (Audio CD)
Das Lied ist wirklih großartig. Allerdings in keiner der Versionen, die offiziell erschienen sind. Hält die Album-Version dem Vergleich mit der aus Lizenzschwierigkeiten nicht veröffentlichten Version mit Chris Martin noch halbwegs stand, enttäuscht die lausige Reamon-Fature-Fassung völlig. Schlimm, dass die Mehrheit der Deutschen wohl auf die elendig glattpolierten und immergleichen Reamon-Songs abzufahren scheint, sonst hätte Nelly, beispielsweise ihre Palttenfirma, sicher nicht dieses schreckliche Feature vorgeschlagen...

Überhaupt, wieso wird der Kunde mti einer grausigen Veröffentlichungspolitik gequält? Während in den USA Say It Right die dritte Single ist, bekommen wir All Good Things, bei Maneater und Promisucous wurde ebenfalls getauscht, zwischendruch drehht Nelly ein Video zu No Hay Igual für den südamerikanischen Raum, demnächst soll schon Te BUsque in Europa erscheinen - völliges Chaos. Doch zurück zum Lied.

Das LIed ist wunderbar, eins der noch am ehesten an Nellys alten Stil erinnernden Songs auf Loose. Eine Mid-Tempo-Nummer, bei der Nelly den Hörrer sehr schnell anzustecken vermag - man bekommt es kaum nch aus dem Ohr. Ein schöner Text, defintiv eins der ebsten Werke. Bloß eben mit - wie uirsprünglich geplant - mit Chris Martin am Besten. ANsonsten bitte die ALbum-Version hören, die noch minimal besser als Radio-Edit (die ohne Reamon) ist.


Kein Titel verfügbar

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Loblied auf eine der wohl großartigsten TV-Produktionen, 21. Oktober 2006
Die Rede ist von Six Feet Under. Habe heute die fünfte, noch nicht im deutschen Free-TV gesendete, Staffel beendet - die Letzte. Und in all ihrer Genialität live erlebt, wie Fernsehgeschhichte geschrieben wird.

Es handelt von einer Bestatterfamilie, deren Oberhaupt in der ersten Folge stirbt. Langsam müssen sich beide Söhne damit abfinden, dass sie nun in einem Gewerbe arbeiten müssen, das zu keiner Zeit ihrer Wunschvorstellung einer beruflichen Zukunft entsprach und entspricht. Die Tochter des Toten, Claire, glänzt durch Identitätskrisen und geniale, künstlerische Phasen. Die Witwe hadert nicht nur mit dem Tod ihres Mannes, sondern auch mit dem Wunsch, einen perfekten Lebensherbst verbringen zu können. Dazu versucht se alles, um locker und wieder verheiratet zu werden, kann sich aber nie aus den Fesseln ihrer eigenen Persönlichkeit befreien. Eine stets übermäßig analytische Psychologenfamilie (die sich zu großen Teilen als völlig verrückt entpuppt), Attacken von Konkurrenzunternehmen und der ewige, aber für alle Beteiligten fast unschaffbare Versuch, mit sich selbst ins Reine zu kommen, machen die Serie auf hohem Niveau interessant und abwechslungsreich.

Ganz besonders ist, dass im Gegensatz zur heutigen Medienwelt nichts hektisch oder hysterisch dargestellt wird. Die Geschichte entwickelt sich vor allem anfangs eher schleppend, schnell wird die Mühe aber mit Charakteren belohnt, die man so scharf und detailliert entworfen in kaum einem anderen Fernsehformat zu finden vermag. Fast alle Figuren sind zynisch, auf ihre Weise Unikate. Nicht nur bei dem jede Folge einleitenden Todesfall beweisen die Autoren um Serienschöpfer Alan Ball schwarzen Humor und immer Fingerspitzengefühl.

Durch die Zeit, die sich die Schreiber lassen, um Geschichten zum Leben zuerwecken, entstehen intensive Momente, die sich Serien wie Desperate Housewifes oder Lost oder fast jede andere niemals erlauben könnten. Speziell in der letzten Staffel wird mit dem Tod eines Hauptcharakters und dessen extrem emotionaler Beerdigung schweres Geschütz aufgefahren - ohne jemals in KItsch oder Trash abzugleiten.

Grade daran mag es vielleicht auch liegen, dass die Serie trotz Überhäufung mit Kritikerpreisen nie so richtig durchstarten konnte. Nicht nur, dass regelmäßiges Sehen (deswegen DVD-Empfehlung!) zwingend notwendig ist, viel mehr gehen CHaraktere und Plot stets tiefer, als man es aus den üblichen Primetime-Serien gewohnt ist. Nicht selten präsentiert sich die Serie auch politisch, wenn es um Krieg, Bush, Drogen, Homosexualität und andere, schwierige Themen geht.

Ich kann die Serie nur jedem, der eine Leidenschaft für herausragende und anspruchsvollere UNterhaltung hat, unbedingt ans Herz legen. Alle fünf STaffeln sind auf DVD erhältlich und machen defintiv süchtig. Einziger Knackpunkt: Das Finale ist zwar musikalisch unglaublich genial untermalt ("Breathe Me" von Sia), jedoch so endgültig, das man, nach dem man die Serie erstmal in Herz geschlossen hat, umso enttäuschter ist, das dieser Meilenstein ein Ende finden musste.


Ein neuer Tag
Ein neuer Tag
Wird angeboten von badabing7785 zuzüglich Versandkosten (Alle Preise inkl. MwSt)
Preis: EUR 7,85

12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher mäßig, 21. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Ein neuer Tag (Audio CD)
Die Band Juli hat sicher in den letzten Jahren einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Hauptsächlich verdanken Sie das den ersten zwei Singles, "Perfekte Welle" und "Geile Zeit", die wahrscheinlich zu den deutschlanmdweit meistgespielten Titeln überhaupt zählen. Über Monate verfolgten einen diese Hits und fraßen sich in fast jeden Gehörgang. Eingängig, radiokonform, mitreißend und passend in die von Wir sind Helden losgetretene "Frontfrau mit Rockband"-Lawine.

Was man bei all der Euphorie jedoch niemals zu hören bekam: Das die Gruppe um Eva Briegel aus Wörtern Kunst machen kann, dass es sich um Verbalakrobaten handelt, die stets bemüht sind, der deutschen Sprache ihr Bestes abzuverlangen. Zwar selten peinlich, doch niemals auf einem hohen Niveau präsentierten sich die Hessener. Man riss die üblichen Emotionen ab, die auf einem Album dieser Machart nicht fehlen dürfen (Liebe, Verzweiflung, Liebem, Hass, Liebe, Liebe), und sorgte dafür, dass "Es ist Juli" ein Megaseller wurde. Hier und dort ein sprachliches Bildchen oder eine Haudrauf-Metapher eingebaut, fertig ist das Kunstprodukt.

Mit "Ein neuer Tag" präsentieren Juli nun den Nachfolger, der ernüchternd egal klingt. Zwar sind auch hier die Songs aufs kollektive Singsang beim Konzert ausgelegt, jedoch erreichen sie nie die Klasse der Vorgänger. Prinzipiell hätte aber jedes einzelne Lied auch auf dem Vorgänger sein können - nur eben als eins der schwächeren Lieder. "Ein neuer Tag" ist also kein programmatischer Titel: Wenig bis nichts neues, nur das Eva jetzt öfter höher singt (und damit nicht immer überzeugt), man bei Liedern wie "Am Besten sein" unverhohlen die Grundidee vom Held'schen "Müssen nur wollen" klaut, aber nie deren Glaubwürdigkeit erreicht, und man sich auch sonst bemüht, mit allerlei Stilmitteln die hochgelobte Dichtkunst der Judith Holofernes zu erreichen - auch wenn Juli diesen Vergleich sicher mehr als satt haben.

Die dargebotene Gefühlswelt reicht nicht über die Pubertierenden heraus. Man setzt auf Schwarzweißmalerei und - wieder - eine größtmögliche Käuferschichtenabdeckung. Selten bricht etwas rockiges heraus, oft bewegt man sich auf Klischee-Poprock allererster Güte. Mit der Single "Dieses Leben", "Zerissen" und dem endlich mal perösnlich wirkenden "Ein Gruß" zeigen Juli aber, das sie zumindest nicht verlernt haben, wofür sie bekannt geworden sind: Mitreißen. VIelleicht schaffen sie es ja mit dem driten ALbum, auch mal die ausgtretenen Songstrukturen zu verlassen und nicht mehr nur auf den größtmöglichen Erfolg zu schielen, und endlich, endlich, eine Identität zu entwickeln. BIs dahin muss es reichen, dass sie uns unterhalten.


The Dutchess
The Dutchess
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 7,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überraschend stimmig, 25. September 2006
Rezension bezieht sich auf: The Dutchess (Audio CD)
Woran erkennt man, das es einem Künstler vorrangig um hohe Chartspositionen geht? Zum einen daran, dass die Lieder möglichst simpel konstruiert werden, damit auch jeder direkt darauf anspringen kann. Zum anderen daran, dass das Album zur Hit-Single ein wilder Stilmix ist, der sich nur schwerlich klassifzieren lässt, weil der/die Verantwortliche sich ohne zu Zögern überall dort bedient, wo andere Menschen schon große Erfolge mit feierten, um wiederrum auch wirklich überall zu gefallen. "L.A.M.B," von Gwen Stefani ist so ein Album, dass völlig ohne Identität auskommt. Auch das Erstlingswerk von Paris Hilton hat alles - bloß keinen roten Faden, der das Album in irgendeiner Form besonders macht.

Fergie bedient sich auf "The Dutchess" ebenfalls querbeet an allem, was die Musikindustrie in den USA derzeit ausmacht. Zitieren die Partysongs "Fergalicious" und "Here I Come" noch sehr eindeutig die Black Eyed Peas (Will.I.Am ist zufällig bei beiden Songs gefeatured), erinnern "Clumsy" und "All That I Got (The Make Up Song)" eher an typische Mid-Tempo-R'n'B-Jams, die sowohl von den Pussycat Dolls als auch Missy Elliott sein könnten. Reggae-esker präsentieren sich "Mary Jane Shoes", dass sogar überraschend in völlig glaubwürdigen Ska abdriftet, und "Vodoo Doll", dass sich musikalisch ebenso auf einem Seeed-Album hübsch machen würde. Das Fergie bei Bedarf auch die Christina Aguilera (sehr stimmgewaltig bei "Finally"), Kelly Clarkson("Losing My Ground") und sogar die All Saints ("Velvet") machen kann, ist regelrecht beeindruckend, genau wie die überraschend gelungenen Rappassagen in vielen Songs. Trotzdem hat man immer wieder das Gefühl, soetwas ähnliches schonmal irgendwo gehört zu haben.

Trotzdem ist das Album hörenswert. Das Faszinierenste an ihrem wilden Genregehopse ist allerdings, dass es funktioniert. Vielleicht, weil sie bei jedem einzelnen Song federführend wirkte, sie mit dem überwiegenden Produzenten Will.I.Am sicher gut kann, oder einfach Talent hat. Mir pesönlich sagen zwar einige Songs nicht zu, weil sehr "weibisch", und ich hätte mir noch mehr Partysongs á la "London Bridge" gewünscht, wer aber durchgestylten, stimmlich überzeugenden Pop mag, darf jederzeit zugreifen. Black Eyed Peas-Fans erwarten schon etwas anderes als von den Alben gewohnt, werden aber freudig den Black-Music-Kracher "Hands Up" mit der gesamten Band hören.


B'day
B'day
Preis: EUR 8,73

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Langer Anlauf, dann großartig, 18. September 2006
Rezension bezieht sich auf: B'day (Audio CD)
Eine schwere Geburt kann man "B'Day" wohl nicht nennen. Direkt im Anschluss an die Dreharbeiten zu Beyoncé nächstem Film, "Dreamgirls", stürzte der Workaholic ins Studio, um in der unglaublichen Zeit von zwei Wochen das Album aufzunehmen - Grund zur Annahme, einen Schnellschuss kredenzt zu bekommen. Dem ist nur auf den ersten Blick so.

Viele mögen behaupten (ich tat es anfangs auch), dass "B'Day" eher auf zukünftige Klassiker vom Kaliber eines "Crazy In Love" verzichtet. Das interessante ist aber, dass sich gar noch mehr Klassiker als auf dem (von mir auch als absolut überbewertet empfundenen) Vorgänger "Dangerously In Love" befinden - man muss sich bloß erstmal reinhören. Richtig ist, dass das Album sehr hysterisch geworden ist, man kann quasi die gesamte Spielzeit wahlweise schreien oder singen (sofern man allein im Auto ist). Stilitisch bewegt sich Beyoncé auf dem sicheren Terrain des Black-Music-Mainstremas, vermag aber in verschiedene Genres zu springen, von 70er Soul ("Suga Mama") über Hiphopanleihen ("Upgrade U" mit Jay-Z) bis hin zur örtlichen Irrenanstalt ("Ring The Alarm"). Das die Songs deutlich weniger schnell zugänglich werden, wie bei Destiny's Child- oder früheren Beyoncé-Werken, liegt auch an zum Teil wagemutigsten Tempowechseln, deren Harmonie erst nach geraumer Zeit begreiflich wird, nämlich dann, wenn aus wirren Geräuschen und Lyrics eine Struktur entsteht. Spätestens dann kann man auch die erst recht ähnlich wirkenden Nummern "Freakum Dress" und "Green Light" differenzieren (oh wie hochgestochen!) und lieben lernen.

Erfreulich (für mich) ist, dass Madame Knowles bei ihrem zweiten Soloalbum weitgehend auf den typischen, langsamen R'n'B-Schmalz verzichtete ("eigentlich nur "Resentment" und "Kitty Kat") und durchgehend zum Mitwippen bis Abgehen einlädt - ein von mir oft bemängeltes Manko an Black-Alben. Insgesamt also eine sehr überzeugende, wenn auch gewöhnungsbedürftige Arbeit. Highlights wären "Ring The Alarm", "Irreplaceable" (defintiv ein Hit, wird 3. Single, Mid-Tempo) und "Green Light". Bisher eins der überzeugensten Werke des Herbstes, allerdings auch eins, dass vielerorts sicher schnell missfällt.


Back to Basics
Back to Basics
Preis: EUR 8,76

6 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Extrem enttäuscht, 12. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Back to Basics (Audio CD)
Eins vorweg: Ich halte den Vorgänger Stripped für eins der größten Popalben überhaupt. Back to Basics lässt da im Vergleich wirklich extrem nach. Der Ansatz, auf den Spuren der Ikonen der 20er und 30er zu wandeln, verfolgt Christina zu wenig konsequent, um ihn Ernst zu nehmen. Hier und da ein bisschen Bigband-Einsatz, häufigst aber eben doch auf Moderne und Radiokompatibilität getrimmt.

Die Lieder, die bewusst als modernere Lieder auf dem Album sind, erreichen in keiner Minute die KLasse des Vorgängers, Völlig fehlen ein Kracher wie Dirrty oder Fighter - oft wirkt das Album regelrecht verschlafen. Man wartet auf die wilde, energiegeladene Christina, die sich uns noch bei Stripped zeigte. Viele Füller und eine Gesamtspielzeit von unter 80 Minuten (also einer CD) werfen die Frage auf, ob die Veröffentlichung als Doppel-CD nicht doch nur auf Wichtigtuerei begründet liegt, zumal weder die eine, noch die andere CD klar in modern oder "nostalgisch-angehaucht" unterteilt wurde - Sinn?

Es gibt durchaus ein paar Lieder, die man hören kann. Große Momente sind aber mit der Lupe zu suchen. Der zwingende Versuch, reif und erwachsen, dabei aber auch gerne sehr lasziv zu klingen (Nasty Naughty Boy) misslingt fast immer. Ihre Stimme ist - ohne Frage - eine der besten der ALtersklasse, aber oft gleitet Christina auch in das von Mariah Carey oft gehörte "Ich-will-aber-unbedingt-zeigen-was-ich-alles-mit-meiner-Stimme"-Gesinge ab. Da geht es dann nicht mehr um den Hörgenuss, sondern vorrangig um den höchsten oder schwierigsten Ton.

Ich finde es ausgesprochen gut, wenn Künstler sich entwickeln, allerdings ist diese ganze Marylin-Masche Christina zum einen anscheinend zu Kopf gestiegen, zum anderen nicht ausreichend umgesetzt, um wirklich mehr als einen faden Beigemschhmack zu hinterlassen.

Anspieltipps: Ain't No Other Man, Hurt (allerdings nicht zu laut hören, angesprochenes Stimme zeigen wird hier leicht sehr anstrengend - Ohrenbluten möglich, ich habe euch gewarnt!)

Ordentlich gruseln: Candyman (ganz furchtbar klischee-belastet, klingt nach 50er-Jahre-Seifenwerbung), I Got Trouble (klingt nach verrasuchter Radioaufnahme, und einfach nicht gut!)

Richtig brechen musste ich aber bei: Still Dirrty - wer auch nur ansatzweise die KLasse des Vorgängers (oder irgendwas in Verbidung mit dem Vorgänger) erwartet, wird bis auf Schwerste enttäuscht.


Maneater
Maneater
Wird angeboten von cdfever
Preis: EUR 3,44

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaum zu glauben, 13. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Maneater (Audio CD)
Vom Beat bis zum ungewohnt wilden Video: Maneater belegt eindrucksvoll die Verwandlung von Nelly Furtado vom sympathischen Mädchen von nebenan zur erwachsenen, immer noch sympathischen, sich ihrer sexuellen Energie durchaus bewussten Frau. Der treibende, vom Timbaland (vor allem durch die Arbeit mit Missy Elliott bekannt)produzierte Beat geht nach vorne, gehört in die Disko. Der Text über die nymphische Männerfresserin zeigt jedoch, dass sich Nelly Furtado nicht in die Reihe der freizügigen Pop-Sternchen einzureihen vermag, die ihre Hintern in jede Kamera halten.

Eine hohe Chartsplatzierung könnte höchstens daran scheitern, dass sich die Qualität des Liedes erst nach mehrmaligem Hören wirklich offenbart. Mag der Track anfangs noch sehr monoton erscheinen, bei vielen Radiosendern etwas deplaziert wirken, stellt man schnell fest, wie mitreißend er eigentlich ist.

Für mich ein gelungenes "Comeback", ich bin sehr gespannt aufs Album. Das Video zu der ersten Auskopplung in den Staaten, "Promiscuous" vesrpricht auf jeden Fall großes - ein weiterer Ohrwurm allererster Güte.


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