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Nobody

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Vampire Academy: Schattenträume
Vampire Academy: Schattenträume
von Richelle Mead
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

5.0 von 5 Sternen Schattenträume, 23. Juni 2010
Nachdem ich schon Band 1 und 2 dieser Reihe grandios fand, habe ich nun auch zum Erscheinen des vierten Bandes endlich den dritten gelesen. Ich wurde nicht enttäuscht, sondern sehr positiv überrascht. Warum ich, wieder, fünf Sterne gebe, erkläre ich in der folgenden Rezension:

1) Der Charakter Rose
War Rose in Band 1 und 2 noch eher ein unbeschwerter Teenager, der seine Aufgaben zwar ernst nimmt, manchmal aber ein bisschen ahnungslos und ein klein wenig oberflächlich scheint, ist sie in Band 3 wirklich verantwortungsbewusst und erwachsener. Sie nimmt nicht alles auf die leichte Schulter und denkt über ihre Handlungen nach.
Außerdem fand ich es sehr schön zu lesen, dass Rose langsam beginnt, sich auch um sich selbst zu kümmern und nicht immer die Moroi in den Vordergrund stellt, wie sie es gelernt hat. Das gibt dem Roman einiges an Tiefe, da es einige Fragen aufwirft, welche Einstellung nun die Richtige ist.

2) Die Geschichte
Zuerst fand ich ja, dass sich die Geschichte, allerdings ohne langweilig zu werden, ein wenig zog, da am Anfang relativ wenig passiert, doch dann ging es richtig los. Zum einen besteht plötzlich die Möglichkeit, dass Viktor, der es auf Lissa abgesehen hat, frei kommen könnte, zum anderen sieht Rose plötzlich Geister und kann sich nicht erklären, wieso es dazu kommt.
Die Sache mit den Geistern fand ich ein wenig vorhersehbar, deshalb allerdings nicht minder spannend, da es dann doch noch einmal anders gekommen ist, als ich geglaubt hatte. Toll fand ich auch, dass Rose, obwohl sie diese einzigartigen Fähigkeiten hat, nicht als perfekt rüberkommt. Da ihr zu erst niemand glauben will, zweifelt sie selbst, und auch der Leser, an den Fähigkeiten und es ist erstmal nicht klar, ob sie sich Mason nur einbildet, oder, ob er wirklich dort ist.
Das Ende war dann wieder richtig spannend, überraschend und sehr, sehr traurig. Besonders gefallen hat mir Roses Entscheidung und der kleine Streit mit Lissa, die nicht verstehen kann, was in Rose vorgeht, obwohl man doch merkt, wie viel die beiden einander bedeuten.

3) Schreibstil
Wie Richelle Mead es immer wieder schafft all diese Gefühle in ihre Romane zu legen ohne aufgesetzt oder falsch zu wirken, finde ich sehr erstaunlich. Rose wirkt dadurch so echt und trotz ihrer Fehler sympathisch, dass es einem sehr leicht fällt, mit ihr mitzufühlen. Ich lese viel, doch es gibt nur drei Protagonisten, bei denen ich mir wirklich gewünscht habe, sie würden endlich glücklich werden und nichts Schlimmes würde mehr passieren. Rose ist eine davon.

Alles in allem ist "Schattenträume" wieder einmal ein wunderschöner, sehr nachdenklicher Vampirroman. Die Reihe wird immer besser und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band.


Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl: Das kurze zweite Leben der Bree Tanner
Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl: Das kurze zweite Leben der Bree Tanner
von Stephenie Meyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 2,5 Sterne für "Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl", 8. Juni 2010
Es stimmt ja: Ein Buch, dass ich nicht gelesen habe, kann ich nicht bewerten. Deshalb habe ich mir auf BreeTanner.com die englische Fassung angesehen und mir gedacht, dass ich mir das Buch ja auch noch kaufen kann, wenn es mir gefallen hat. Ich glaube, das wird nicht geschehen. Die ergänzende "Novelle" zum dritten Twilight-Buch "Eclipse" hat mir zwar deutlich besser gefallen als der miserable vierte Band "Breaking Dawn", aber lange nicht gut genug, um so viel Geld für diese mageren 200 Seiten auszugeben. In der folgenden Rezension werde ich erklären, warum ich so denke.

Ich beginne mit den Punkten, die ich mochte:

- Brees Charakter hat mir, obwohl ich es niemals gedacht hätte, doch gefallen, obwohl sie recht farblos gehalten ist. Sie ist eben eine blutrünstige Neuvampirin und mehr auch nicht, das allerdings irgendwie ohne zu sehr wie ein Klischee zu wirken. Ich fand Bree um einiges witziger, intelligenter und interessanter als Bella und hätte mir einen richtigen Roman über sie sicherlich gekauft. (Dazu später noch mehr.)
- Die Vampire in diesem Buch sind schon fast richtige Vampire. (Na ja, richtiger als die Cullens.) Sie sind Monster, die sich nicht um ihre Opfer scheren und bei Nacht auf die Straße gehen. Bree hat keine Schuldgefühle, wenn sie mit Diego zusammen auf die Jagd geht und den "Abschaum" von der Straße fängt, tötet und in der Bucht versenkt. Sie betrachtet sie als Beute, wie ein richtiger Vampir es tun würde. Das ist es wohl, was Stephenie Meyer mit einem Blick auf die dunkle Seite von Twilight meinte und ich finde, dass ihr das gelungen ist.
-Das mag jetzt komisch klingen, aber mir hat es auch gefallen, dass Bella und Edward eine so geringe Rolle spielen. Wenn ich über die beiden lesen will, nehme ich einen der drei ersten Twilight-Bücher zur Hand. Dieses Buch handelt fast nur von Bree und das gefiel mir ziemlich gut.

Hier kommen die Punkte, die mich ein wenig geärgert haben:

- Obwohl sich die Geschichte flüssig lesen lässt, ist sie etwas einseitig. Ich weiß, dass es sich hier um eine Novelle, die bloß einen Handlungsstrang hat, handelt, aber wie Bree von einer Etappe zur nächsten wandelt, kam mir doch ein bisschen komisch vor. Als hätte Stephenie Meyer eine Liste neben sich liegen gehabt. "So, die dummen Vampire, die Bree nicht mag zeigen ihre ganze Brutalität? - Abgehakt. Bree und Diego gehen jagen? - Abgehakt. Bree und Diego stehlen Dinge? - Abgehakt."
- Dadurch wirkt die Geschichte sehr konzipiert, als würde sich keinesfalls um eine Schreibübung, die man mal schnell anfängt ohne zu planen, handeln, sondern eher, als hätte die Autorin krampfhaft versucht ihre Geschichte düster und brutal zu machen, um auch ja diese dunkle Seite zu zeigen. Es wirkt wirklich ein bisschen verkrampft. Als hätte sie gedacht, sie müsse jetzt noch einmal einen Mord einbringen, damit das auch alles unheimlich ist. Hm.
- Über Brees Leben vor dem Vampirdasein erfährt man kaum etwas. Warum ihr Leben so schlecht war, dass sie dieses Leben gewählt hat, wird kaum erwähnt, nur, dass sie einen Streit mit ihrer Mutter hatte und gegangen ist. Ist das genug um auf ewig untot sein wollen? Ich hätte mir hier mehr Ausführung, die die Handlung auch ein weniger flach hätten wirken lassen, gewünscht.
- Der Schreibstil von Stephenie Meyer war ja nicht unbedingt großartig, aber leider scheint sie hier seit Eclipse und The Host einen großen Schritt zurück gemacht zu haben. Das ist mir auch schon bei Breaking Dawn aufgefallen. Die Sätze sind kurz, zur Beschreibung werden immer dieselben Frasen benutzt (Wie zum Beispiel die Beschreibungen von ihren Gefühlen in Diegos Gegenwart oder der Blutdurst) und hier würde ich wirklich sagen, dass es der Schreibübung gerecht wird, dort muss man schließlich nicht sorgfälltig arbeiten.
- Das Ende. Da wir eh alle wissen, was am Ende geschieht, werde ich hier spoilern. Wer das nicht lesen will, sollte jetzt aufhören, hier zu lesen.
Bree beschreibt ihren eigenen Tod in der Vergangenheitsform. Natürlich, es handelt sich um einen Fantasyroman und es kann ja sein, dass die Gute irgendwo herumsitzt und ihre Geschichte erzählt. Trotzdem: Wie kann man denn seinen eigenen Tod erzählen? Als Ich-Erzähler? Hätte man da nicht für das letzte Kapitel ins Präsens wechseln können, als hätte Bree bis zur Schlacht ihre Geschichte erzählt und wäre dort am Ende angelangt? (Man versteht, was ich meine?)
Es ist nicht weltbewegend, hat mich aber gewundert.

Alles in allem hat mir das Konzept der Geschichte zwar gefallen und das Lesen war auch recht unterhaltsam, allerdings war mir die Handlung nicht gut genug ausgebaut und die Umsetzung war auch nicht wirklich berauschend. Ich glaube, mir hätte ein richtiger Spin-Off mit Bree in der Hauptrolle besser gefallen. Ein richtiger Roman mit ein bisschen mehr Handlung. Trotzdem ist die Novelle für Fans sicherlich zu empfehlen. Allen anderen würde ich sie allerdings nicht unbedingt empfehlen.


Elfenseele - Hinter dem Augenblick
Elfenseele - Hinter dem Augenblick
von Michelle Harrison
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hinter dem Augenblick, 30. Mai 2010
Zuerst war ich nicht sicher, ob ich mir "Hinter dem Augenblick", den ersten Band der "Elfenseele"-Trilogie von Michelle Harris wirklich zulegen sollte. Das Buch war eingeschweißt und aus dem "Klappentext" auf dem Umschlag wurde man wirklich nicht schlau. Ich erwartete durch das Cover und den Trend in letzter Zeit eine Liebesgeschichte im Stil von "Twilight". Jedem, der dieselben Bedenken hat wie ich kann ich nun allerdings sagen, dass "Hinter dem Augenblick" wirklich ganz anders ist. Nun werde ich erklären, warum es für mich eines der besten Bücher, die ich in den letzten Monaten gelesen habe, ist:

- Michelle Harris hatte eine tolle Idee zu einer Geschichte und erzählt diese in einem wunderschönen Stil. Er ist nicht kompliziert, aber auch wieder nicht simpel oder einfallslos. Das Lesen macht Spaß, der Roman liest sich flüssig und es gibt auch wunderschöne Beschreibungen, die einem den Henkerswald, Elvesden Manor oder das Dorf Tickey End nahe bringen und einem das Gefühl geben, wirklich im englischen Essex zu sein. Man kann richtig in die Geschichte eintauchen. Auch die Beschreibungen der vielen unterschiedlichen Feen (Im Englischen heißen sie "Fairies", das wurde leider mit "Elfen" übersetzt...) ist sehr gelungen und vielseitig.

- Die Geschichte finde ich auch sehr schön: Die dreizehnjährige Tanya kann Feen sehen, doch ihre Gabe bringt ihr nur Ärger ein. Auch mit ihrer Mutter gerät sie deshalb aneinander und wird deshalb zu ihrer Großmutter nach Elvesden Manor geschickt, wo sie bald von Morwenna Bloom, einem Mädchen, dass vor fünfzig Jahren spurlos im Wald verschwunden ist, hört und dem ganzen zusammen mit Fabian, dem Sohn des Haushälters, auf die Spur gehen möchte.
Zwar ist die Handlung etwas locker angelegt, ein Spannungsbogen ist jedoch vorhanden und besonders kleine Details wie die Geschichte von Brunswick oder die der Tunnel haben sie aufgelockert. Was ich sehr schön fand, war, dass die vielen Handlungsstränge alle gut und logisch aufgeklärt wurden.

Eine Liebesgeschichte gibt es hier nicht, wer also eine erwartet, wird wohl enttäuscht werden.

- Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Die Hauptperson Tanya ist sehr sympathisch und es macht Spaß mit ihr mitzufiebern und ihre Geschichte zu lesen. Auch ihr Freund Fabian ist sehr sympathisch mit seinem Wissensdurst und Red hat mir auch sehr gut gefallen. Ihre Art ist einfach unverwechselbar und ich freue mich auf den zweiten Teil, in dem sie die Protagonistin ist.

- Mir haben auch die Feen in dieser Geschichte gut gefallen. Sie sind nicht freundlich und hilfsbereit, sondern in den meisten Fällen eher hinterlistig und gemein. Es gibt sie in allen Variationen (Zwerge, kleine Feen mit Flügeln etc...) und Michelle Harrison hat ihre Welt auf das Seelie-Unseelie-System aus den alten Sagen aufgebaut und sich Gründe für die Handlungen der Feen überlegt, anstatt sie einfach herumschwirren zu lassen.

Alles in Allem ist "Hinter dem Augenblick" ein sehr schöner, fast märchenhafter Roman, manchmal sehr spannend, manchmal sogar ein bisschen unheimlich und Charaktere wie Geschichte sind sehr gut durchdacht. Ich würde ihn jedem Fantasyleser empfehlen, der nicht unbedingt eine Liebesgeschichte braucht. Den zweiten Teil habe ich schon im Regal stehen und ich freue mich sehr darauf ihn zu lesen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 3, 2010 1:57 PM MEST


Das Zeichen des Vampirs
Das Zeichen des Vampirs
von Susan Hubbard
  Gebundene Ausgabe

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Zeichen des Vampirs, 23. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Zeichen des Vampirs (Gebundene Ausgabe)
Der Debutroman von Susan Hubbard "Das Zeichen des Vampirs" bekommt von mir wohlwollend zwei Sterne, da ich finde, einer wäre doch ein wenig zu hart. Trotzdem hat mir dieser Roman im Großen und Ganzen eher nicht gefallen. Warum, erkläre ich nun:

1) Die Handlung
Die Geschichte eines Mädchens, das herausfindet, das es ein Vampir ist, fand ich persönlich ziemlich interessant, doch die Umsetzung ist einfach miserabel. Es gibt keinen roten Faden in dieser Geschichte, sie fließt einfach so vor sich hin, bis sie dann irgendwann, viele zähe Seiten später, zu Ende ist. Das Ende an sich ist auch viel zu schnell abgehandelt. Es kommt aus dem Nichts und wirft mehr Fragen auf als es beantwortet. Viele Dinge, die erwähnt werden, werden im Verlauf der Handlung nicht mehr aufgegriffen (Kathleens Geist, Michaels Veränderung) und enden als lose Stränge, die hätten ausgefeilt werden können. Genauso schlimm fand ich, dass unwichtige Dinge über Seiten ausgewälzt werden und doch nie wieder Erwähnung finden. Die Gespräche zwischen Ariella und ihrem Vater zum Beispiel. *Gähn* Außerdem die Erwähnung der Society Of S, die Sache mit den Austern etc. Alles wird dem Leser vor die Füße geworfen, kaum etwas wird richtig erklärt oder ist wichtig für den Roman.

2) Logik
Ariella an sich ist ein ziemlich unlogischer Charakter. Sie wächst komplett behütet auf und bricht im Alter von zwölf Jahren mit der Entdeckung der Vampire aus dieser Rolle aus. Die Umstellung erfolgt schlagartig, sie hat nicht einmal Probleme damit. Natürlich verliebt sie sich in Michael und er in sie, doch diese kurze Beziehung wird bloß am Rande erwähnt, da Ariella ja mir nichts dir nichts ihre Heimat verlässt und eine lange Reise antritt. Als dreizehnjährige. Dass das funktioniert finde ich schon unlogisch genug, dass niemand stutzig wird, weil sie ja schon so alt aussieht, ergibt auch keinen Sinn, da es wirkt wie eine schnell hingeworfene Erklärung. Keine sehr gute übrigens. Außerdem hat die Autorin keinen Sinn für Zeit. Zum Beispiel wachsen Ariellas Haare unheimlich schnell. Am Anfang sind sie kinnlang, bald darauf reichen sie ihr den gesamten Rücken herab. Dafür gibt es, soweit ich mich erinnere, auch keine Erklärung. Genauso wenig wie für die Veränderung Kathleens. Das passiert einfach und der Leser soll es hinnehmen. Hmmmm.

3) Ethik
Zumindest im Englischen wird der Roman als "ethischer Vampirroman" beworben, ich kann mich da allerdings nicht unbedingt anschließen. Es gibt eine Szene, in der Ariella im Auto eines fremden Mannes als Vampir erwacht und den Mann tötet. Daraufhin wird gesagt, er wäre ein Verbrecher gewesen und deshalb wäre das in Ordnung. Aha? Das würde mich schon stören, wenn diese Werbung nicht gemacht werden würde, aber so finde ich es sogar lächerlich. Es ist ein ganz normaler Roman, dem ein bisschen weniger aufgezwungene Nachdenklichkeit sehr gut getan hatte. Mehr nicht.

Alles in Allem handelt es sich bei diesem Jugendroman um ein gewollt poetisches, nachdenkliches Werk ohne roten Pfaden oder jegliche Tiefe. Von der Idee her hätte ich den Roman sicherlich gemocht: Ein Mädchen erfährt, dass es ein Vampir ist und begibt sich auf eine Reise durch die USA. Leider ist der Roman durch zu viele Details und zu viele Ideen der Autorin (Dass das geht hätte ich auch nicht gedacht...), sowie teilweise mangelhafte Logik eher nicht gut umgesetzt.
Lange Passagen über unwichtige Dinge oder lange, nichtssagende Gespräche zwischen den meist charakterlosen Figuren nehmen dem Roman auch noch jegliche Spannung. Die zwei Sterne gibt es einzig und allein für den schönen Schreibstil und die guten Beschreibungen des US-amerikanischen Südens.

Vielleicht werden die Fragen ja im zweiten Band geklärt. Ich habe ihn hier rumliegen, allerdings wenig Lust ihn auch zu lesen...


Schattenreiter: Roman
Schattenreiter: Roman
von Sarah Nikolai
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schattenreiter, 18. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Schattenreiter: Roman (Taschenbuch)
"Schattenreiter", ein Roman der deutschen Autorin Sarah Nikolai, ist wie ich finde schwer zu bewerten. Es ist ein guter Unterhaltungsroman, aber mehr sollte man wirklich nicht erwarten. Hier sind meine Gründe für die Bewertung:

1) Der Schreibstil
...Ja. Ich würde sagen, der Schreibstil der Autorin ist sehr, sehr einfach. Fünf-Wort-Sätze überall, kaum ein Satz hat einen Nebensatz. Über Verbindungswörtchen wie "Und" oder "Weil" sollte die Autorin sich noch einmal informieren. Oft stolpert man über Sätze wie "Das gefiel mir nicht." oder Ähnliches, die, wenn sie einfach so allein da stehen, doch recht merkwürdig wirken. Obwohl in der Kurzbio steht, Sarah Nikolai hätte schon viele Romane verfasst, liest sich dieser Roman wie das Erstlingswerk eines Anfängers (die werden in den meisten Fällen nicht veröffentlicht). Joranis Erzählstimme klingt deshalb auch nach der eines sehr jungen Mädchens, nicht wie die einer zwanzigjährigen Frau. Desweiteren hat Sarah Nikolai Probleme einige Dinge zu beschreiben. Der starke Kentaur wird von einem Messer getroffen und geht zu Boden wie der tragische Held, kurz darauf ist die Wunde aber schon wieder geheilt. Solche Sachen.

2) Die Geschichte
Sie hätte so viel daraus machen können. Die Ansätze sind da: Die klasse Landschaft der Badlands, der Hintergrund der Indianer, der Kentaurenmythos...leider hat sie nicht so viel daraus gemacht. Die Geschichte ist oberflächlich und geht nur dann etwas in die Tiefe, wenn es unbedingt notwendig ist. Einen zweiten Handlungsstrang gibt es nicht wirklich, es geht bloß um die Liebesgeschichte zwischen Jorani und Rin, die irgendwann in die Kentaurengeschichte fließt. Irgendwo stand, dass Jorani den Urlaub macht um von ihrer Mutter, mit der sie viel streitet, wegzukommen. Habe ich persönlich jetzt nicht so viel drüber gelesen, hätte ich als untergeordneten zweiten Handlungsstrang aber gern. Da hätte sich was draus machen lassen.
Sarah Nikolai bleibt also sehr dicht an der Oberfläche und nutzt die großartigen Möglichkeiten, die ihre gute Idee ihr geschaffen hat, nicht in vollem Maße. Sogar eher so fast gar nicht. Schade.

3) Die Charaktere
Die Charaktere fand ich ganz gelungen. Jorani weißt zwar nicht viel Charakter auf und bleibt ein wenig eindimensional, aber so konnte die Autorin sie wenigstens nicht zu einer Mary-Sue machen. Man ließt gern über sie und erfährt auch einiges über sie, was sie doch ein wenig echter wirken lässt als einige andere Romanheldinnen. Zum Beispiel ihre Angst vor Pferden. Rin hingegen war zwar vom Charakter her ein ganz netter, aber ich konnte ihn mir dank der merkwürdigen Beschreibungen einfach nicht vorstellen. Auf der einen Seite wird er als muskolös beschrieben, auf der nächsten ist er es wieder nicht. Was denn nun? Er kam mir immer so ein bisschen vor wie der langhaarige, sportliche Held aus den Liebesschmonzetten vom Bahnhofstand. Aber sein Charakter und seine Herkunft waren wirklich gut gemacht.

4) Kitsch
Ich hatte es geahnt. Das Cover ist rosafarben und es handelt sich um eine Liebesgeschichte. Trotzdem hatte ich gehofft, dass sich der Kitsch, wie bei anderen guten Fantasy-Liebesromanen, ein wenig zurückhalten würde. Leider nein. Am Anfang sah ich meine Hoffnung erfüllt, da Jorani zwar von Rin schwärmte, aber sich nicht in seitenlangen Tagträumen verlor. Dann tat sie genau das aber doch. Und irgendwann haben die einfach nicht mehr aufgehört sich ständig zu küssen. Durch den immer gleichen Wortlaut ("seine Lippen schmeckten süß", "meine Lippen prickelten", "Schmetterlinge im Bauch") war das auch noch mehr als nervig zu lesen. Ich mag Liebesgeschichten, aber auf Kitsch kann ich jetzt nicht so. Das ist aber Geschmackssache.

5) Zeit? Zufall?
Wie lang ist Jorani in den USA? Zwei Wochen? Wie will man einen guten Fantasyroman samt Liebesgeschichte in nur zwei Wochen stopfen? Indem das Paar schon nach drei Tagen zusammen ist, was ich ein bisschen merkwürdig fand. Genauso war Jorani sofort mit den anderen in ihrem Alter aus der Stadt befreundet. Sowieso ging da alles ein bisschen schnell voran. Am ersten Tag trifft sie Rin bereits, am dritten sind sie zusammen, am vierten findet sie heraus, dass er ein Kentaur ist. Klasse. Und etwas unrealistisch.
Dann begegnet sie ihm auch ständig durch Zufall und zufällig rennt sie auch ständig dieser Jugendgang in die Arme. Folgen die ihr auf Schritt und Tritt oder was? Na ja.

5) Warum doch noch drei Sterne?
Mir haben besonders am Anfang die kurzen Einblicke in die Indianerwelt gefallen. Zum Beispiel fand ich schön, wie Rin den Hund begraben hat oder diese Maskottchen, die er macht. Auch die wenigen Beschreibungen der Gegend sind schön und man kriegt ein bisschen das Gefühl, wirklich dort zu sein. Desweiteren hat Sarah Nikolai wenigstens erklärt warum einige Dinge so sind wie sie sind (Joranis Name, Rins Herkunft etc.).

Ich habe den Roman einfach als puren Unterhaltungsroman ohne Tiefgang gelesen. Wem sowas gefällt, dem wird der Roman sicherlich auch gefallen, bloß der Schreibstil ist etwas auffällig. Alles in allem hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen und das ist ja das Wichtigste. Ein bisschen mehr Tiefe oder eine bessere Nutzung der vorhandenen Möglichkeiten wäre allerdings doch sehr schön gewesen.


Schattenauge
Schattenauge
von Nina Blazon
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schattenauge, 18. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Schattenauge (Gebundene Ausgabe)
"Schattenauge", der bisher neuste Roman von Nina Blazon hat mich wirklich auf ganzer Linie überzeugt. Endlich mal wieder ein Buch, das ich einfach lesen konnte ohne zwischendurch keine Lust mehr darauf zu haben. Warum genau ich so denke, erkläre ich nun: (Vorsicht, vielleicht Spoiler!)

1) Nina Blazons Schreibstil hat sich wie ich finde sehr verbessert. Schon in früheren Romanen wie "Der Kuss der Russalka" oder "Der Bund der Wölfe" hat er mir sehr gefallen, doch nun ist er wirklich richtig gut. Die namenlose Großstadt, in der die Geschichte spielt, wird durch die Beschreibungen richtig lebendig und der Stil ist so flüssig, dass man ohne Probleme immer weiter lesen kann ohne über irgendwelche holprigen Formulierungen zu stolpern. Wie in vielen Romanen zuvor schafft die Autorin es, die Geschichte lebendig werden zu lassen.

2) Die Geschichte gefällt mir auch sehr gut. Besonders gelungen fand ich, wie die Existenz der Katzenmenschen auf wirklichen Legenden aufgebaut und so gut erklärt und geschildert wurde, dass man sich fast vorstellen könnte, es würde sie tatsächlich geben. Auch schön fand ich, dass die Geschichte der Katzenmenschen nicht allein im Vordergrund stand sondern auch die Vergangenheit der einzelnen Charaktere einen Teil der Handlung eingenommen hat. Ich finde, dass "Schattenauge" trotz vieler Stellen, die für die Haupthandlung nicht sehr relevant oder nicht sehr "actionreich" waren, nie langweilig wird und immer sehr spannend bleibt, da ständig so viele kleine Geheimnisse aufgedeckt werden.

3) Die Charaktere fand ich auch sehr gelungen. Jeder, selbst die Nebencharaktere, hat gute wie schlechte Seiten und einen ausgefeilten Charakter, die Figuren wirken echt und scheinen, als könnte man ihnen auch auf der Straße begegnen. Sehr gut hat mir gefallen, dass der Roman abwechselnd von Gil aus der Ich-Perspektive und von Zoe aus der dritten Perspektive erzählt wurde, so war es möglich beide Hauptcharaktere gut kennenzulernen und ihre Handlungen zu verstehen.

Das einzige, was mich ein wenig gestört hat, war das Ende, das zwar wieder eine geniale Idee war, aber ein bisschen kurz geraten ist.

Alles in allem hat mir "Schattenauge" sehr gut gefallen. Es ist ein schöner Fantasy-Krimi mit glaubhaften Charakteren, einer detailreichen, sehr phantasievollen Geschichte, der nie langweilig wird.


Court Yard Hounds
Court Yard Hounds
Wird angeboten von Crawley Music
Preis: EUR 13,75

37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Court Yard Hounds, 15. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Court Yard Hounds (Audio CD)
Die Court Yard Hounds sind die Dixie Chicks ohne Sängerin Natalie Maines und, als ich das erste Mal von diesem Projekt gehört habe, fragte ich mich, was das wohl werden soll. Ich erwartete eine CD im Stil der Chicks, allerdings ohne die markante Stimme von Natalie Maines. Nun, da ich die CD einige Male gehört habe, muss ich sagen, dass es ganz anders gekommen ist, als geglaubt.

Emily Robison, die bei den Dixie Chicks meist nur im Hintergrund zu hören war, hat eine genau so schöne Stimme wie Natalie Maines, allerdings klingt sie weicher und passt perfekt zu den Liedern auf diesem Album. Selbst die Songs, die nicht sofort ins Ohr gehen werden durch ihre Stimme zu etwas Besonderem.

An den zwölf Liedern haben die beiden Schwestern übrigens immer mitgeschrieben, der einzige andere Mitkomponist ist Martin Strayer. Im Gegensatz zu den Alben der Chicks waren also nicht mehrere Komponisten, die die Lieder für die Band geschrieben haben, beteiligt. Jedes der Lieder hat einen sehr schönen, oft nachdenklichen Text (besonders "Skyline" oder "Fear Of Wasted Time") und die meisten Songs sind akustisch gehalten durch Gitarren, das Banjo und Streicher. Es gibt allerdings auch schnellere Lieder wie "Delight" oder "AinŽt No Son", wo eine elektrische Gitarre zum Zug kommt. Die meisten Instrumente werden von den Schwestern selbst sehr gut gespielt.

Das Debutalbum der Court Yard Hounds ist eine Ansammlung von meist entspannten, gefühlvollen Country-Pop-Songs mit guten Texten, das sicherlich für einige Zeit in meinem CD-Spieler bleiben wird. Zwar warte ich nach wie vor auf ein neues Album der Dixie Chicks, würde allerdings auch ein zweites Court Yard Hounds-Album ohne Bedenken sofort kaufen. Martie und Emily klingen nicht wie die Chicks ohne Natalie, sondern einfach wie eine ganz neue, sehr gute Band. Besonders für Liebhaber von entspannter, bewegender Country-Pop-Musik wird dieses Album gefallen, aber auch Dixie Chicks Fans sollten nicht enttäuscht werden.

1) Skyline: 10/10
2) The Coast: 10/10
3) Delight: 9/10
4) See You In Spring: 9/10
5) AinŽt No Sun: 10/10
6) Fairytale: 10/10
7) I Miss You: 9/10
8) Gracefully: 10/10
9) AprilŽs Love: 10/10
10) Then Again: 10/10
11) It DidnŽt Make A Sound: 10/10
12) Fear Of Wasted Time: 9/10
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 16, 2011 3:08 PM CET


Revolution
Revolution
Preis: EUR 6,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Revolution, 13. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Revolution (Audio CD)
Miranda Lamberts drittes Album "Revolution", aus dem Jahr 2009 ist in vieler Hinsicht eine etwas erwachsenere Fortsetzung zu dem vorangegangenen "Crazy Ex-Girlfriend" was Stil und Texte betrifft. Mir gefällt das Album zwar sehr gut, doch ich kann trotzdem nicht die volle Punktzahl geben:

Wenn man Miranda Lamberts einzigartige Stimme noch von den Vorgängeralben im Ohr hat, wird man sich hier ein wenig wundern. Vielleicht liegt es daran, dass Miranda älter geworden ist, jedenfalls klingt die Stimme anders, nicht mehr so hell und klar wie zuvor. Trotzdem sing Miranda auch hier noch sehr gut und schön.

Desweiteren ist mir aufgefallen, dass sie nicht mehr so viele ihrer Texte selbst geschrieben hat. Auf "Kerosene" hat sie doch bewiesen, dass sie es wirklich kann (Man erinnert sich an "New Strings"), wieso also lässt sie andere die Lieder für sich schreiben? Natürlich sind die Texte trotzdem sehr gut und Miranda schafft es auch sie rüberzubringen ohne das man merkt, dass sie nicht von ihr stammen. Das sehr schöne und persönliche "The House that build me" singt sie, als würde es sich wirklich um ihre eigenen Erinnerungen handeln, nicht bloß um ein Liedchen aus der Feder zweier Songwriter.

Das Album ist übrigens, wie ich finde, genauso ein Ausnahme-Country-Album wie die beiden zuvor. Weniger Pop, mehr Rock und richtiger Country. Fiddle, Banjo und Steel Guitar sind zwar, dank Übertönung durch Drums und Electric Guitar manchmal nicht mehr ganz so gut zu hören, aber doch sehr präsent, allerdings lässt die CD trotzdem keinen Kompromiss zu. Die Texte zum einen, die Stimme und auch die Art, wie die Instrumente gespielt werden sind einfach Country. Besonders akustische Songs wie "The House that build me" und "Makin Plans", aber auch langsame Stücke wie "Airstream Song" und "Virginia Bluebell" beweisen dies, während die schnelleren Stücke wie "Somewhere Trouble DonŽt Go" und "Maintain The Pain" durch Rhytmus bestechen.

Alles in allem mag "Revolution" nicht an "Crazy Ex-Girlfriend" und "Kerosene" heranreichen, ist aber doch ein sehr gutes, originelles Country-Album.

White Liar: 9/10
Only Prettier: 10/10
Dead Flowers: 9/10
Me And Your Cigarettes: 9/10
Maintain The Pain: 9/10
Airstream Song: 10/10
Makin Plans: 10/10
Time to get a Gun: 8/10
Somewhere Trouble DonŽt Go: 8/10
The House That Build Me: 10/10
Love Song: 8/10
Heart Like Mine: 9/10
Sin for a sin: 9/10
ThatŽs The Way The World Goes Round: 9/10
Virginia Bluebell: 10/10


Das Blut des Dämons
Das Blut des Dämons
von Lynn Raven
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Das Blut des Dämons", 2. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Blut des Dämons (Gebundene Ausgabe)
Auf "Das Blut des Dämons", den dritten und letzten Teil der Reihe um Dawn und Julien, habe ich ein Jahr lang gewartet und konnte es gar nicht abwarten ihn endlich in den Händen zu halten. Die beiden Vorgängerbände gehören definitiv zu meinen Lieblingsbüchern und auch das "Blut" finde ich sehr gelungen. In meinen Augen ist er ein guter Abschluss für die Reihe, trotzdem ziehe ich einen Stern ab. Warum werde ich im Folgenden erklären: (Achtung, Spoiler)

1) Der Schreibstil
In "Der Kuss des Dämons" und "Das Herz des Dämons" ist Lynn Ravens Schreibstil wunderschön und auch im "Blut" ist er sehr gut. Allerdings finde ich doch, dass er nicht ganz so schön zu lesen ist wie in den Vorgängerbänden. Besonders aufgefallen sind mir die vielen Bindestriche und ..., die manchmal mehrfach in bloß einem Satz zu finden sind und die eingeschobenen "Erklärungen", die den Lesefluss sehr gestört haben, zum Beispiel die genauen Beschreibungen von Charakteren und Settings oder die Erläuterung dessen, was in den vorigen Bänden geschehen ist. Abgesehen davon hat sich an ihrem Stil nicht viel verändert und er lässt sich im Großen und Ganzen nach wie vor gut und flüssig lesen.

2) Die Geschichte
Hier wäre es mir, wie wohl vielen, lieber gewesen, das Buch wäre etwas dünner, dafür aber dichter gewesen. Leider gibt es in dieser Geschichte immer wieder Passagen, die sich sehr langziehen und schnell Langeweile aufkommen lassen. Mir ging es mit Dawns Krankheit so: Das sie krank ist und sterben wird hat der Leser irgendwann verinnerlicht, trotzdem wird noch seitenlang beschrieben, wie schlecht es ihr geht und wie sich das äußert. Andere Dinge, wie zum Beispiel (jetzt Spoiler) ihr Wechsel und das Ende wurden viel zu schnell abgehandelt.
Die Geschichte an sich ist genial und bis auf die Längen zu Anfang auch sehr spannend, doch irgendwie kommt es mir ein wenig so vor, als wären die Schwerpunkte falsch gesetzt worden.
Die überraschenden Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte und die trotzdem nachvollziehbar sind, machen das allerdings fast schon wieder gut. Vorhersehbar ist der Roman überhaupt nicht, das hat mir sehr gut gefallen.

3) Die Charaktere
Hier gibt es für mich nur wenig zu sagen, außer: Genial. Dawn und Julien benehmen sich, wie sie es von Anfang an getan haben, auch keiner der anderen Charakter ist "out of character" und Mary-Sues gibt es hier auch nicht. Das finde ich wirklich gut.

Alles in allem ist "Das Blut des Dämons" also ein sehr lesenswerter Abschluss der Reihe, obwohl es zu Anfang des Romans manche Längen gab und die vielen Unterbrechungen durch genaue Beschreibungen oder unnötige Bindestriche manchmal den Lesefluß ein wenig stören. Trotzdem leidet und freut man sich mit den Charakteren wenn etwas geschieht und besonders das Ende ist so gut geschrieben und gelungen, dass man das Buch glücklich zuschlägt.


Betrogen: House of Night 2
Betrogen: House of Night 2
von P. C. Cast
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Betrogen", 26. März 2010
So, da ich mir im England-Urlaub die vier ersten Teile von House of Night gekauft hatte(Sonderangebot^^), habe ich mich nach dem enttäuschenden ersten Teil auch noch an den zweiten gewagt, in der Hoffnung es würde besser werden. Wurde es auch. Aber nur ein bisschen... (Achtung, vielleicht Spoiler)

- Gut finde ich nach wie vor die Idee mit dem Internat zur Ausbildung junger Vampire, leider wird diese in diesem zweiten Roman nicht weiter ausgebaut, man erhält bloß alle Informationen, die es im ersten Band schon gab, noch einmal. Die Klassenstufen hatte man schon in Teil 1 erklärt, ich hätte wirklich gern etwas Neues über das House of Night erfahren. Schade.
- Auch gut finde ich, wie Zoeys Hin-und-her-gerissenheit (gibtŽs das Wort?^^) beschrieben und geschildert wird. Zwar ist sie mit Vampir Eric zusammen, hängt aber auch noch an ihrem alten, menschlichen Freund Heath. Die Autorinnen schaffen es dem Leser nahezubringen, wie sie sich dabei fühlt und auch ihre Schuldgefühle kommen gut rüber.
- Ein weiterer gelungener Punkt, ist die Vertiefung des Charakters Neferet. (Ab jetzt Spoiler!) Was mit den "gestorbenen" Vampiren geschiet und wie man langsam Neferets andere Seite kennenlernt, fand ich sehr gelungen. Ein richtig spannender Plot-Twist. (Leider, leider der Einzige...)

Leider gab es mehr Punkte, die mich an dem Roman gestört haben:

- Da wäre zum einen der Schreibstil, der sich leider nicht verbessert hat. Noch immer werden Hauptsätze aneinander gereiht, noch immer besteht die ganze Geschichte aus simplen, kurzen Sätzen und noch immer sind Zoeys Gedanken und ihre Weise zu sprechen mehr als albern. Es scheint mir, als hätten die Casts noch immer nicht herausbekommen, wie Jugendliche wirklich sprechen, denn die Charaktere reden immer noch so kindisch wie im ersten Band. Über die ständigen Wiederholungen könnte ich mich wirklich aufregen. Alles wird doppelt und dreifach plattgewalzt, wollte man da Seiten füllen?
- Die Charaktere bleiben platt und nichtssagend. Jeder hat ein, zwei Haupteigenschaften und verhält sich nach diesem Schema: Stevie-Rae ist fröhlich und die naive, beste Freundin, die "Zwillinge" sind immer noch total verschieden und doch total gleich und sonst nichts und zu der Damien-Jack-Sache mag ich jetzt gar nichts mehr sagen. Geht noch mehr Klische? Ich glaube nicht. Die einzige, die sich verändert, ist Zoey. Und das nicht zum Guten. Wirklich, das Mädchen ist die Mary-Sue schlechthin. Kann alles, schafft alles, hat ganz tolle Ideen und ist ja eh der stärkste Vampir überhaupt und die nächste Hohepriesterin und das alles in ihrem ersten Schuljahr und zwei Wochen, nachdem sie die Schule das erste Mal betreten hat. Man möchte schreien.
- Die Geschichte an sich ist leider auch schnell abgehandelt. Wie wir es schon aus Band 1 kennen, wird es erst gegen Ende des Buches spannend, vorher passiert eigentlich eher nichts. Das Ende fand ich allerdings sehr gelungen, da wurde es dann wenigstens wirklich mal spannend, leider war es viel zu schnell vorbei. Das mit dem Spannungsbogen haben die Autorinnen noch nicht wirklich raus. Leider.

Alles in Allem ist Betrogen schon besser als Gezeichnet, aber auch nicht unbedingt gut. Es lässt sich schnell lesen, aber es zieht einen nicht in seinen Bann. Es plätschert einfach vor sich hin, bedient fast jedes Klischee was Charaktere angeht und es gibt auch nicht wirklich eine richtige Geschichte.
Ich wusste erst nicht, ob ich drei oder zwei Sterne gebe, habe mich aber für zwei entschieden, da es für mich kein Vergleich zu anderen Büchern, die ich mit drei Sternen bewertet habe, ist. Dafür sind mir die Charaktere zu platt und der Stil zu simpel.


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