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Beiträge von Ricarda Ohligs...
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Rezensionen verfasst von Ricarda Ohligschlaeger "Herzgedanke" (Dormagen)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Dieses Buch braucht auf jeden Fall seine Zeit gelesen zu werden., 20. Mai 2013
Es gibt Bücher, die möchte man einfach nicht loslassen - weil sie einen selbst nicht loslassen! "Das Lavendelzimmer" von Nina George ist so ein Buch. Bevor ich aber näher auf dieses Buch eingehe, muss ich etwas weiter ausholen. Nina George hat mich bereits 2010 mit "Die Mondspielerin" begeistert und ich habe dieses Buch nicht umsonst am "Welttag des Buches" verschenkt. Ich bin der Meinung, dass jeder es gelesen haben sollte. Es ist bis heute tief in meinem Herzen verwurzelt. Und ich bin mir sicher, dass es noch sehr viele begeisterte Leser/innen finden wird. Ist es also ein Wunder, dass ich "Das Lavendelzimmer" mit ganz besonderen Erwartungen zu lesen begann? Nein. Ganz sicher nicht. Dieses Mal hat Nina George einem Mann die Hauptrolle in ihrem Buch gegeben. Jean Perdu, ein verkorkster Buchhändlerin, der vor genau 21 Jahren von seiner großen Liebe Manon verlassen wurde nimmt uns mit auf sein Bücherschiff. Seine "Literarische Apotheke" ist alles was er noch hat, wenn man einmal von seiner Leidenschaft für Puzzles - groß wie Zimmerböden - und der Suche nach einem ganz bestimmten Schriftsteller absieht. Jeden Tag spenden seine Bücher Trost, Freude und ein kleines bisschen Hoffnung. Doch Jean selbst hat allem was die Seele streichelt schon lange abgeschworen. Er hört keine Musik mehr, weil sie ihn an Manon erinnern könnte und Trost findet er nur in "Südlichter", dem Buch dessen Autor sich hinter einem geschlossenen Pseudonym verbirgt. Oder ist es gar eine Autorin? Seit zwanzig Jahren analysiert Jean verschiedene Schreibstile, doch bisher ohne Erfolg. Wer das Buch geschrieben hat, ist ihm immer noch ein Rätsel. Rätselhaft erscheint ihm auch der junge Erfolgsautor Max Jordan, der vor seinen Fans in die Rue Montagnard geflohen ist. Und Catherine. Die ihn zum Essen einlädt, obwohl sie gar nicht kochen kann und ihm gleichfalls befiehlt Teller und Besteck mitzubringen, weil ihr Mann ihr nichts gelassen hat. Jean kommt ihrer Aufforderung nach. Und für Catherine betritt Jean Perdu auch "Das Lavendelzimmer" in dem der Schlüssel zu ihm selbst verborgen ist ... Die Botschaft des Buches ist für mich Trauer anzunehmen, aber ihr auch etwas entgegenzusetzen. Und nicht wie Jean Perdu 21 Jahre lang sein Leben zu verschwenden, denn davon kommt niemand zurück. Sei es eine große Liebe oder jemand, der viel zu früh aus dem Leben scheiden musste. Trauer ist wichtig, aber auch das Leben, das bleibt. Und manchmal braucht es ein paar Anstöße um sich aufzumachen sein altes Ich wieder zu entdecken. Nina George hat diese Botschaft mit viel Herzblut in viele wunderschöne Zeilen verpackt und ich bereue es ein bisschen, dass ich den Postit-Block erst ab der Hälfte des Buches neben mir liegen hatte, um die Seiten mit den kleinen Zetteln zu füllen. Es finden sich Zeilen für Buchliebhaber (Seite 38, erster Absatz!!), Wortliebhaber (Seite 203, Mitte) und für kleine Augenblicke des Innehaltens. Dieses Buch braucht auf jeden Fall seine Zeit gelesen zu werden. Ich musste es zwischendurch immer wieder zur Seite legen, um den Worten nachzulauschen, mir Tränchen wegzuwischen oder um der Geschichte noch ein bisschen mehr Raum zu lassen, denn sie lebt nicht nur durch den mitreißenden Schreibstil, sondern auch durch seine vielschichtigen Charaktere. Und sie lebt von der Atmosphäre die sie verströmt. Wer sich nach der Lektüre dieses Buches nicht nach Lavendel, Provence und französischem Wein sehnt, für den hat auch die "Literarische Apotheke" keine Medizin mehr.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Warmherzig, französisch und voller Überraschungen!, 17. Mai 2013
In was verliebt sich eine Frau wohl zuerst bei einem Mann? Sind es die Hände, die Augen, die Stimme oder vielleicht der knackige Anblick von hinten? Kann man das überhaupt so genau sagen? Bei Julie Tournelle trifft jedenfalls nichts von alledem zu, denn Julie verliebt sich zuerst in das Namensschild ihres neuen Nachbarn - lange bevor sie ihn das erste Mal zu sehen bekommt! Ricardo Patatras steht auf dem Schild. Dieser Name klingt für Julie nach Klasse, nach Abenteuer, Leidenschaft und wahrer Liebe und so setzt sie alles daran den geheimnisvollen Nachbarn endlich zu Gesicht zu bekommen. Dafür postiert sie sich nicht nur vor ihren Türspion, sondern versucht auch in seinem Briefkasten seine Post zu inspizieren. Dumm nur, dass sie sich dabei die Finger einklemmt und in dieser Position von Ric erwischt wird. Der charmante Nachbar jedoch hat nicht etwa direkt die Nase voll von seiner leicht verwirrten Nachbarin, nein, auch er scheint in Julie etwas ganz Besonderes zu sehen. Daraus entspinnt sich eine ganz zarte Zuneigung und dann...? Dann ändert Julie ihr Leben radikal. Offensichtlich beflügelt von den Schmetterlingen im Bauch kündigt sie ihren verhassten Job bei der Bank und freundet sich mit der alten Nachbarin Alice Roudan an, die auf dem Dach heimlich einen kleinen Gemüsegarten angelegt hat. Und zwischendurch kommt sie auf allerlei verrückte Ideen um Ric näher zu kommen. Gilles Legardinier ist mit "Julie weiß, wo die Liebe wohnt" ein wunderbar romantischer, lebensfroher und zugleich unterhaltsamer Roman gelungen, der mich ganz weit fort nach Frankreich getragen hat. Ich hatte zuweilen das Gefühl französische Chansons aus dem Buch heraus zu hören! Mit Julies Umfeld - "ihrer" Straße ist der passende Schauplatz für ihren kleinen Kosmos gewählt worden. Jeder kennt sich, bzw. glaubt sich zu kennen und doch wartet fast schon täglich eine kleine Überraschung auf Julie. Legardiniers Sprache ist zum Teil reduziert, dann wieder sehr ausgeschmückt mit Liebe zum Detail. Dabei bleibt er jedoch immer auf einem hohen Niveau ohne kitschig zu wirken. Gekonnt wird hier die richtige Stimmung für die gesamte Handlung gezaubert. Fazit: Warmherzig, französisch und voller Überraschungen! Persönliche Anmerkung: Wer den Film "Die fabelhafte Welt der Amélie" liebt, wird sich ganz schnell von diesem Buch verzaubern lassen!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Lustig mit kleinen Einschränkungen, 12. April 2013
Ein lustiges Buch über Kreißsaal, Wehenschmerz und PDA?? Ich war ja ein bisschen skeptisch als mir das Buch empfohlen wurde, aber bereits nach wenigen Seiten wusste ich: Das WIRD ein Spaß! Dr. Josephine Chaos ist das Pseudonym einer Gynäkologin, die mehrmals ungeplant schwanger wurde! Ihre vierte Schwangerschaft erlebt man in "Dann press doch selber, Frau Dokta!" hautnah mit, denn während sie über den alltäglichen Wahnsinn aus einer mittelgroßen Klinik irgendwo in Deutschland berichtet, wird ihr Bauch runder und runder. Passenderweise sind die Kapitel des Buches somit in Schwangerschaftsmonate eingeteilt und während sich Josephine überlegt wie sie ihrem Chef die nächste Schwangerschaft beichtet, hastet sie eifrig zwischen Assistenzärztin Dr. Bambi, CTG und der Stationsliege hin und her. Um unerkannt zu bleiben, versieht sie alle Kollegen mit passenden Namen. Dr. Bambi (oben bereits erwähnt), Dr. Messer und Schwester Totalausfall und viele andere runden ihren Arbeitsalltag ab, und sorgen so für mehr oder weniger Chaos. " Dann press doch selber, Frau Dokta!" ist wohl die witzigste Art sich auf die Geburt eines Kindes vorzubereiten. Und wer bereits Kinder hat, wird sich mit Sicherheit in einer der beschriebenen Geburten von Dr. Josephine Chaos wiederfinden. Und wer nach diesem Buch nicht genug hat von der Entbindungsstation kann unter [...] weiterlesen! Ächt jetzt! Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch. Manchmal war mir der Ton schon zu flappsig und es gab auch einige Wortwiederholungen (Ächt jetzt!), die mich letzten Endes nur noch nervten. Und wenn ich die Rezensionen zum Buch anschaue, dann bin ich wohl nicht ganz alleine mit meiner Meinung!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Leise Töne und eine große Überraschung, 12. April 2013
Ich liebe Bücher, die mit ihrer Art überraschen und es wundert mich nicht, dass "Und dann kam Paulette" in Frankreich wochenlang auf Platz 1 war. Kurz gefasst geht es um einen bunten Haufen Menschen, unterschiedlicherer Charaktere, die alle auf wundersame Weise zusammenfinden. Jeder von ihnen hat seine Macken, seine Sorgen und seine Vergangenheit. Trotzdem ergänzen sie sich fantastisch auf die eine oder andere Art und im Vordergrund steht demnach Nächstenliebe, gegenseitiger Respekt und die Möglichkeit IMMER etwas ändern zu können. Natürlich spielt auch der Zufall eine entscheidende Rolle in diesem "Projekt", aber trotzdem wirkt die Geschichte nicht konstruiert. Wechselnde Erzählperspektiven geben dem Gesamten noch ein bisschen mehr Schwung und Abwechslung. Gekonnt verknüpft Barbara Constantine hierbei Melancholie, Trauer, Leidenschaft und Liebe zu einem poetischen und warmherzigen Roman. Und es erwartet den Leser noch eine große Überraschung! Das Buch bietet durch seinen reduzierten Schreibstil Platz für eigene Interpretationen und sorgt auf seine ganz spezielle Art für Lacher und ebenso nachdenkliche Augenblicke!
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein ganzes halbes Jahr - wird dieses Buch mindestens nachwirken, 28. März 2013
Das Leben hat es nicht immer gut mit Louisa Clark gemeint. Als sie ihren Job in dem kleinen Café verliert, plagen ihre Familie noch größere Geldsorgen als zuvor. Da beschließt Lou, die ihr angebotene Pflegestelle anzunehmen. Seit einem schweren Unfall vor zwei Jahren sitzt Will Traynor im Rollstuhl; seine Beine kann er nicht mehr bewegen, seine Hände und Arme nur noch eingeschränkt. Will ist verbittert und abweisend; die neue Betreuerin Lou traktiert er mit Abweisung und zynischen Bemerkungen. Aber urplötzlich passiert etwas in ihnen und mit ihnen ... (Quelle: [...] ) Ein ganzes halbes Jahr - wird dieses Buch mindestens nachwirken, denn so sensibel wie Jojo Moyes über das Thema Behinderung schreibt ist es mir noch nie untergekommen. Es zeigt schonungslos und facettenreich die Probleme mit denen sich Tetraplegiker täglich auseinandersetzen müssen. Sei es die Hilfe, die sie bei der täglichen Körperhygiene benötigen oder schlammige Wege, die zu einem echten Hindernis werden können. Ich bin ganz ehrlich und habe mir über viele Dinge noch nie Gedanken gemacht. Beispielsweise dachte ich bisher immer, dass im gelähmten Bereich des Körpers keine Schmerzen spürbar sind und die Problematik mit der Regelung der Körpertemperatur war mir ebenfalls neu. Während sich jedoch viele andere Meinungen vorzugsweise auf die Liebesgeschichte zwischen Lou und Will fokussiert haben, lag mein Augenmerkt eher auf ganz anderen Dingen. Wahrscheinlich ist das auch der Grund warum ich keine Taschentücher auf den letzten Seiten benötigte. Das bedeutet natürlich nicht, dass mir die Lovestory nicht gefallen hat - ganz im Gegenteil! - aber dieses Buch hat neben der Liebesgeschichte zwischen Will und Lou viele andere tolle Gründe es zu lesen. Mich hat nämlich am meisten Lou fasziniert. Lou, die sich von einer unsicheren jungen Frau in ein selbstbewusstes und nahezu kämpferisches Wesen verwandelte, der keine Hürde zu groß ist. Lou, die ihre Meinung sagt, die weiß was sie will und sich dafür auch einsetzt. Stellt euch nach dem Lesen doch mal die Frage, ob ihr am Anfang je daran geglaubt hättet, dass sie Wills Mutter je Widerworte geben würde? "Ein ganzes halbes Jahr" beschäftigt sich aber noch mit einem anderen wichtigen Thema, auf das ich hier nicht näher eingehen möchte, da es zu viel vorweg nehmen würde. Nur sei verraten, dass ich Wills Weg nachvollziehen kann, denn sein Leben ist und bleibt ein täglicher Kampf gegen einen Körper in dem er gefangen ist und ich habe mich beim Lesen mehrmals gefragt was ich wohl in der Situation machen würde. Würde ich stärker sein als Will oder ist es gerade Wills Entscheidung, die Stärke beweist?
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Irland fürs Buchregal - einfach eine spannende Geschichte, die begeistert, 20. März 2013
Zwei Frauen, eine tragische Liebe und ein dunkles Geheimnis Nachdem mich Liz Balfour bereits in "Ich schreib dir sieben Jahre" nach Irland entführt hatte, musste ich "Emmas Geheimnis" unbedingt auch lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht! Die knapp 370 Seiten haben mich von Anfang an mitgerissen, was eindeutig am packenden Schreibstil der Autorin liegt. Sie hat mir ein kleines bisschen Irland in den trüben deutschen Winter gebracht. Wer beim Lesen nicht die Küsten und das rauhe Meer vor seinem geistigen Auge sieht, der hat offensichtlich keine Fantasie. Liz Balfour beschreibt eine junge Frau, die ihren Mann zu Grabe getragen hat. Leider ist es nicht der erste verhängnisvolle Todesfall in ihrem Leben, denn auch Mutter und Großmutter musste Kate Riley bereits verabschieden. Zu all der Tragik erwachen in Kate Fragen nach ihrer Herkunft und wie schon früher stößt sie dabei auf eine Wand des Schweigens. Ablenkung bietet ihr dabei die Freundin aus Kindertragen, die Kate zufällig über den Weg läuft: Emma. Emmas Geschichte offenbart sich mittels eines geschriebenen Briefes, der zwischen den Kapiteln für einige Rückblicke sorgt und letzten Endes in Kates Händen landet. Doch bis dahin bleibt für Kate einiges verborgen, was für Spekulationen beim Lesen und für viel Spannung sorgt. Welches Geheimnis Emma hat ahnt man eventuell schon im zweiten Drittel des Buches, aber letzten Endes geht es nicht darum. Mir zumindest nicht. Ich fand das Buch trotzdem weiterhin fesseln und szenenweise sehr ergreifend. Es geht nämlich nicht nur um "Emmas Geheimnis", sondern um neue Chancen, Freundschaften und darum sich seiner Vergangenheit zu stellen. Das Leben wäre reichlich unspektakulär, wenn wir diese Möglichkeiten nicht ergreifen würden. Und manchmal muss man dafür einfach an frühere Träume anknüpfen. Liz Balfour versprüht in "Emmas Geheimnis" so viel irischen Charme, dass ich am liebsten JETZT meine Koffer packen und mich wieder in Irland ans Meer setzen möchte. Fazit: Hier stimmt einfach alles. Die Szenerie, die Figuren, der Schreibstil und sogar das Cover. Daher empfehle ich "Emmas Geheimnis" all denen, die dem trüben Winterwetter mit Hilfe einer fesselnden Geschichte entfliehen möchten.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Es ist schon verwunderlich wie viel Magie in so eine kleines Büchlein passt, 20. März 2013
Albert Glück ist ein seltsamer Kauz. Er ist knapp über fünfzig, ein wenig trocken, penibel, und er arbeitet im Amt für Verwaltungsangelegenheiten. Formulare, Stempel, Dienstvorschriften sind seine Welt, in der er sich gut eingerichtet hat. Ganz wörtlich, denn Albert arbeitet nicht nur in dem Amt, er wohnt auch dort. Von allen unbemerkt hat er im Keller einen kleinen Raum bezogen und verbringt zufrieden seine Tage im immer gleichen Rhythmus. Doch eines Tages wird Alberts sorgsam eingehaltene Ordnung durcheinandergebracht. Auf seinem Schreibtisch landet ein Antrag, den es eigentlich gar nicht geben dürfte, denn er beantragt nichts! Albert tut alles, um diesen unseligen Antrag loszuwerden, doch vergeblich: Immer wieder kehrt er auf seinen Schreibtisch zurück. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich auf den Weg zum Antragsteller zu machen. So trifft Albert auf Anna Sugus, eine ziemlich wilde Künstlerin, die Alberts Welt ganz schön auf den Kopf stellt (Kurzbeschreibung laut amazon) Ich mag Bücher, die die Welt verändern. Dieses Buch ist so eines. Eigentlich ist die Welt heute nicht anders, als zu dem Zeitpunkt als ich das Buch noch nicht gelesen hatte und doch ist etwas geschehen. Albert Glück ist geschehen! Er hat sich einfach in mein Leben geschlichen. Zuerst ganz grau und immer nach denselben Regeln lebend und dann plötzlich immer bunter, offener und freier. Am Ende ist er sogar verliebt und hatte großartige Pläne im Kopf. Albert hat seine kleine Welt auf den Kopf gestellt. Einzig durch die magische Kraft der Liebe und eines Antrags, der eigentlich keiner ist. Ich hatte eigentlich nur eine nette Geschichte erwartet, denn was soll schon groß passieren in einem Amt? Aber Andreas Izquierdo hat mit "Das Glücksbüro" einen magischen kleinen Kosmos entwickelt, der alles verändert. Nicht nur bei Albert! Izquierdo fordert seine Leser mit etwas "Magie" auf die Dinge in Zukunft mit anderen Augen zu betrachten. Und vor allem die Menschen! Es ist schwer zu beschreiben wie er es schafft, aber es ist wohl die poetische und treffende Sprache, der Blick fürs Wesentliche und die bereits erwähnte Magie, die er seinen Lesern zuteilwerden lässt. Es ist schon verwunderlich wie viel Magie in so eine kleines Büchlein passt! Und während Albert für die ein oder anderen immer noch der langweilige Bürokrat ist, wird er für viele seiner Mitmenschen zum Superhelden, denn mit etwas Glück und Liebe ist alles zu schaffen. Das ist für mich die Botschaft des Buches und ich hoffe, dass "Das Glücksbüro" seine Botschaft noch ganz viele Leser erreichen wird!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Winkelmann versteht es mir allein beim Lesen seiner Worte Schmerzen zu bereiten, 13. März 2013
Im ersten Schnee des Winters steht eine junge Frau auf einer Eisenbrücke hoch über der Höllentalklamm. Sie ist fest entschlossen, sich in die Tiefe zu stürzen. Roman Jäger, Mitglied der Bergwacht, versucht noch sie aufzuhalten, doch vergeblich. Was ihm bleibt, ist ihr letzter Blick - ein Blick voll entsetzlicher Angst, der ihn bis in seine Träume verfolgt. Er macht sich daran, die Hintergründe dieses Selbstmords herauszufinden. Und stößt auf ein schreckliches Geheimnis, das sein Leben für immer verändern wird ... (Kurzbeschreibung der Originalausgabe) "Höllental" heißt der neue Roman von Andreas Winkelmann und verspricht laut Kurzbeschreibung wieder einmal mehr eine rasante und thrillige Story. Ich bin hin- und hergerissen, wie ich das Buch letzten Endes bewerten soll. Einerseits ist Winkelmanns Schreibstil erneut packend und spannend, aber leider nicht durchweg und andere Bücher des Autors haben mich bei Weitem mehr gefesselt. Dieses Mal überrascht er zum Finale zusätzlich mit einer unvorhersehbaren Wendung, die zeigt, dass man sehr(!) aufpassen sollte wen man zum Freund hat. DAS widerum ist mir persönlich einen Pluspunkt wert. Die Charaktere sind vielschichtig und realistisch beschrieben. Verletzlich, brutal, voller Selbstzweifel und hinterlistig - die Abwechslung ist groß. Dadurch lebt nicht nur die Handlung, sondern auch das Kopfkino. Winkelmann beschreibt die Szene des Selbstmords eindringlich, bedrohlich und voller Dramatik und glänzt später in den brutalen Sequenzen des Thrillers erneut gekonnt durch seine Fähigkeit mir allein beim Lesen seiner Worte Schmerzen zu bereiten. Schlussendlich vergebe ich vier Punkte, weil es mir ab und an ein bisschen an Spannung fehlte. Trotzdem sollte kein Thrillerfan an "Höllental" vorbeigehen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wie viel Sünde kann eine Frage (v)ertragen?, 13. März 2013
Eigentlich ist Frau Bengtsson gestorben. Bloß war ihr Tod so banal, dass Gott sich in letzter Sekunde ihrer erbarmte. Dank des göttlichen Eingreifens könnte sie ihr Vorstadtdasein als kinderlose, perfekte Ehefrau fortführen - wäre da nicht der Teufel, der sich als fürsorgliche Nachbarin der gläubigen Hausfrau annimmt. Und so seinem ewigen Erzfeind ein Schnippchen schlagen will ... Der neue Bestseller aus Schweden! Kurzbeschreibung laut droemer-knaur Ein Buch über Gott, den Teufel und die 10 Todsünden? Zugegeben ich war sehr skeptisch als ich das Buch zur Hand nahm, obwohl die Kurzbeschreibung mich bereits überzeugt hatte. Sonst hätte ich das Buch nicht bestellt. Die ersten Seiten charakterisieren eine schwedische Hausfrau, deren kleiner Luxus darin besteht täglich ausgiebig die Post zu lesen, Kaffeekränzchen mit ihren Freundinnen zu halten oder an Abendkursen teilzunehmen: Frau Bengtsson. Und ihr passiert ein Missgeschick bzw. Gott geschieht es! Denn eigentlich hätte er Frau Bengtsson in der Badewanne ertrinken lassen können, aber spontan wie Gott nun mal ist, entscheidet er sich nach genau 38 Sekunden sie doch nicht sterben zu lassen. Das bekommt der Teufel mit. Und nun wird's lustig, chaotisch und aufregend. Frau Bengtsson wartet nämlich auf weitere göttliche Zeichen, doch die bleiben aus und währenddessen schlüpft der Teufel in die gottesfürchtige Rakel, zukünftige Pastorin und Frau Bengtssons Nachbarin. Jensens Schreibstil ist sehr, sehr kurzweilig und göttlich amüsant. Ich liebe es, wenn Dinge mit Umschreibungen treffender ausgedrückt werden, als mit dem eigentlichen Begriff. Und es ist auch äußerst spannend mitzuerleben wie Frau B. ihren Plan alle Todsünden zu begehen verfolgt. Die knapp 240 Seiten habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Ich empfehle "Frau Bengtsson geht zum Teufel" allen, die einen unterhaltsamen Roman suchen, der sich mit der Frage beschäftigt wie viel Sünde eine Frau (v)ertragen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
UNGELOGEN Unterhaltung die ich sehr gerne weiterempfehle, 8. März 2013
Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht so recht wo ich anfangen soll. Als ich das Buch im letzten Jahr in der Verlagsvorschau sah, sprach mich zuerst einmal die Kurzbeschreibung an. Das Cover eher weniger. Ich bin halt eine typische Quietschfarben – Fraktionistin. Auf den ersten Seiten wusste ich aber bereits, dass es richtig war sich für dieses Buch zu entscheiden, denn Heike Abidis Schreibstil ist so vielfältig und witzig, dass ich mich nicht nur super wohl in ihrer Geschichte fühlte, sondern mich regelrecht mitreißen ließ. Ich hatte sogar manchmal ein bisschen das Gefühl die Autorin kennt mich. Sehr gut sogar! Ihre Hauptfigur Friederike mochte ich sofort. Sie ist erfrischend ehrlich zu sich selbst. Und da endet die Ehrlichkeit auch schon, denn zu allen anderen ist sie eher verschlossen was die Wahrheit betrifft. Es sei ihr an dieser Stelle verziehen, dass sie im eigentlichen Sinne nicht lügt, sondern nur die Wahrheit verschweigt, denn täte sie es würde es nicht das eine oder andere Missverständnis geben! Ich sage nur: Rüdiger. Friederike manövriert sich jedenfalls immer weiter in ein Lügengeflecht. Oder besser gesagt verstrickt, denn mit einem zweiten Blick auf das Cover stelle ich nun fest, dass der Inhalt PERFEKT zum Cover passt bzw. umgekehrt. Besser hätte man es nicht machen können. Schlussendlich begeisterte mich "Wahrheit wird völlig überbewertet" nicht nur durch den Inhalt, den Schreibstil und die Figuren, sondern auch, weil alles so wunderbar zusammenpasste. Heike Abidi hat einen riesigen Wortschatz, der von humorvoll über einfühlsam bis hin zu schonungslos ehrlich reicht. Fazit: "Wahrheit wird völlig überbewertet" ist ungelogen Unterhaltung die ich sehr gerne weiterempfehle!
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