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Rezensionen verfasst von
Spanplattenjupp

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S3, Spuk in der Bibliothek: Eine Annäherung an das Unheimliche
S3, Spuk in der Bibliothek: Eine Annäherung an das Unheimliche
Preis: EUR 2,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hätte gerne mehr Sterne gegeben, aber..., 11. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...kann das nach dem Lesen dieses Machwerkes, ich mag es gar nicht Buch nennen, kaum guten Gewissens tun. Nun, es ist das bisher erste Werk, welches ich von Oliver Susami gelesen habe, von daher bezieht sich meine Kritik auch nur auf diesen einen Eindruck und natürlich nicht auf das Gesamtwerk. Vielleicht gibt es auch Lichtblicke innerhalb der Auswahl dieses Autoren; hier scheint eine Sternstunde aber weit entfernt und ehrlich gesagt kann ich die vielen positiven Kritiken nicht ganz nachvollziehen.

Zunächst möchte ich sagen, dass ich die Idee eigentlich ganz spannend finde. Das war auch der Grund dazu, weshalb ich mich zum Kauf entschied. Eine Spukgeschichte, die spannend und interessant ist, kann durchaus unterhaltsam sein. Eigentlich lese ich sowas gerne. Und was soll ich sagen ... die Storyline als solche ist in der Tat gar nicht übel, auch scheint der Autor durchaus eine kreative Seite zu haben. Umso schlimmer, dass es mit der Umsetzung derartig gegen die Wand geht.

Also der Erzählstil des Buches ... gut, das war bekannt: es handelt sich um die schriftliche Version einer dieser pseudo-dokumentarischen Horrorfilme, in denen keine Geschichte erzählt wird, sondern man den Hauptpersonen per Kamera folgt und das Zusammenfügen einzelner Clips einen Sinn ergibt oder - in den schlechteren Filmen - auch nicht. Nur dass es hier nichts zu sehen, sondern indirekt zu hören gibt, durch das Mittel der abgeschriebenen, ungefilterte Interviews, die den entscheidenden Part der Handlung einnehmen. Das ist an sich gar keine üble Idee. Man kann das gut rüberbringen oder schlecht zusammenschustern.

Im vorliegenden Fall hat man als Leser zunächst den Eindruck, dass alles schnell gehen muss. Der Protagonist, dessen Erzählungen man folgt, bleibt weitgehend anonym, genauso wie auch alle anderen Personen, die im Laufe des Buches eine Rolle spielen, nur ganz grob umrissen werden. Man hat vage Vorstellungen und Namen, aber Zeit für Details bleibt nicht. Die Beschreibungen der Personen, was sie tun und was sie sind, fällt sehr kurz aus. Resümiert besteht das Buch zu 80% aus eben diesen Interview-Passagen...

Gut, okay. Dass der Protagonist verschiedene Leute befragt, die mal mehr und mal weniger interessante Dinge zu berichten haben, auch das mag Teil der Handlung sein. Kurzgefasst ergibt das jedoch nicht wirklich interessantes. Jeder der Befragten erzählt irgendwas, was dann letztendlich aber im Sande verläuft und sich kaum mit den anderen deckt. Es besteht zwischen Vorkommnis und Vorkommnis kaum ein Zusammenhang, geschweige denn eine zusammenhängende Logik. Ich finde die Interviews auch nicht wirklich gut gemacht ... es wird zwar darauf hingewiesen, dass einfach nur abgetippt wurde, ohne eventuelle Satzbaufehler usw. zu korrigieren, aber dafür sprechen fast alle Leute recht gleich. Der eine hat ein paar "..." und "äh's" mehr, der andere weniger, aber sonst haben alle den gleichen Sprachstil. Das hätte man, wenn man das so präsentiert, besser machen sollen. Was ebenfalls auffällt: von Interview zu Interview steigert sich die Intensität der Geschehnisse, da ist nichts durcheinander gewürfelt oder eingestreut, nein: die Befragten steigern sich und man weiss genau, dass der nächste, der zu Wort kommt, mehr zu sagen hat als der Vorgänger. Das ist unlogisch, wenn ich als Hobbydetektiv Leute befrage. Ausserdem erscheint mir die Kontaktierung von Person zu Person etwas lapidar. Da wird nicht richtig geforscht oder nachgehakt, da wird genommen, was irgendwie kommt. Warum aber stört es so, dass es so viele Facetten und Versionen gibt?

Es stört mich deswegen, weil der Autor anscheinend über viele Ideen verfügt, aber im Kehrschluss nicht in der Lage ist, diese zu Ende zu führen. Die Personen berichten irgendwelche ganz unterschiedlichen Dinge und das, was sie erzählen, hat auch Spannungspotenzial. Dieses Potenzial wird aber nicht genutzt ... es bleibt alles komplett unklar, bis der Protagonist am Ende selbst seine Erfahrung macht, die wiederum total anders ist, und dann: Buch zu Ende, Geschichte vorbei.

Tut mir leid, das sagen zu müssen, aber die Idee wurde in keiner weise schlüssig umgesetzt. Zu einem guten Buch gehört meiner Meinung nach eine schlüssige Handlung mit einem würdigen Ende. Beides ist hier aus vielerlei Gründen nicht gegeben. Man könnte nun dem Autor mangelnde Lust am Detail oder Unfähigkeit unterstellen. Möchte ich beides nicht tun, aber das Skript wirkt so. Unfertig, undurchdacht, und dann musste, weil sich die einzelnen Facetten nicht mehr klären lassen, ein Abschluss her. Ein Abschluss, der denen der eher nicht so guten Horrorfilme gerecht wird: Kamera aus und Schluss, keine Aufklärung und im Laufe der Handlung nicht mal die Auflösung einzelner Vorkommnisse.

Fazit: das Lesen ist in Ordnung, der Nachgeschmack ernüchternd. Im Endeffekt hat man es sich hier so einfach gemacht wie möglich, nämlich einfach etwas runtergeschrieben, was zwischendurch ab und an mal spannend wird, aber weder Handlung noch Sprachgebrauch haben schriftstellerisches Niveau. Jedenfalls kein "Buch" und auch kein Machwerk, das man nochmal lesen oder weiterempfehlen würde. Vielleicht war es ja wirklich nur ein Skript und der Autor schiebt den eigentlichen Roman irgendwann nochmal nach...


Julio Iglesias - Seine größten Erfolge (5CD-Box)
Julio Iglesias - Seine größten Erfolge (5CD-Box)
Wird angeboten von Shop24Direct
Preis: EUR 49,99

3.0 von 5 Sternen Musikalisch in Ordnung, Konzept könnte besser sein, 8. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer die Musik von Julio Iglesias gerne hört und einfach ein paar Lieder haben möchte, kann bei diesem Produkt natürlich kaum einen Fehler machen. Die Lieder sind alle gut remastert und klingen schön, zahlreich sind sie hier sowieso, und es sollte auch für jeden etwas dabei sein ... 70er, 80er Jahre und neuere Titel ... spanisch, englisch, deutsch ... mal flott und mal langsam ... die Bandbreite der ausgesuchten Titel ist ganz in Ordnung, dafür handelt es sich ja auch um ein Produkt der eher höheren Preisklasse ... 50 Euro für 5 CDs ist zwar vertretbar, aber meiner Meinung nach mangelt es ein wenig am Konzept.

Erstes Manko: die CD scheint kein Booklet zu haben. Zumindest war bei meiner Box keins dabei. Kenne ich von Zusammenstellung dieser Firma eigentlich anders, vielleicht hat man es bei meinem Exemplar schlicht und einfach auch nur vergessen, jedenfalls fände ich es schon blöd, sollte dies von Produktion aus so sein.

Man kann es jetzt mögen, dass alle Titel zusammenhanglos durchgeschüttelt wurden ... der eine mag es chronologisch genau, der andere hat lieber von jedem etwas. Ich persönlich habe gern irgend eine Art von Sortierung auf den CDs. Das ist hier absolut nicht vorhanden. Man hat den Eindruck, es mussten einfach ca. 100 Lieder drauf und welche, war eher nebensächlich.

Das Cover wirbt zudem mit unveröffentlichten Liedern. Dem ist natürlich nicht so. Es handelt sich um Lieder, die zum ersten Mal auf CD erschienen sind, die es aber allesamt auf Platten gibt. Klar ist es schön, diese Lieder in CD-Qualität präsentiert zu bekommen, der Aufhänger ist aber streng genommen nicht in Ordnung. Wirklich seltene Lieder oder solche, die in Deutschland bisher nicht oder nur wenig zu kaufen waren, beinhaltet diese Box meiner Meinung nach nicht. Und das ist sehr schade, da hätte man bei der Titelauswahl etwas kreativer sein können.

Die Lieder, die es erstmals auf CD gibt, hätte ich persönlich lieber im Zusammenhang gehabt. Aber sie sind nicht mal gekennzeichnet. Passt wieder zum musikalischen Chaos auf den einzelnen CDs. Wen es aber nicht stört, der bekommt ganz viele Lieder von Julio Iglesias auf einen Schlag, und die meisten sind auch gut zu hören.


Urlaub in der Apokalypse 2
Urlaub in der Apokalypse 2
von Stefan Krell
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide Unterhaltung, nette Ideen, dennoch steigerungsfähig, 8. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Urlaub in der Apokalypse 2 (Taschenbuch)
Um eines meiner eigentlichen Rezension vorweg zu nehmen: ich bin eigentlich kein passionierter Endzeit-Roman-Leser, habe in diesem Bereich bisher nicht viele Bücher gelesen und bin eher zufällig über Band 1 dieser bisher zweiteiligen Reihe gestoßen. Die Thematik war (für mich) neu und klang interessant. Ich habe den Kauf und die Lesezeit auch in keiner Weise bereut.

Auch wenn ich dem Buch "nur" drei Sterne geben möchte, so kann ich doch behaupten, dass ich beide Teile als kurzweilig empfand, der Geschichte gern gefolgt bin und zu jeder Zeit des Lesens gespannt war, wie es wohl weitergeht. Trotz überwiegendem Lesevergnügen kommen resümierend doch ein paar Störfaktoren zusammen, derer ich mich nicht erwehren kann. Positiv vorab möchte ich jedoch anbringen, dass ich die Storyline an sich relativ kreativ finde, und auch wenn ich keine umfassenden Vergleiche zwischen diesem und ähnlich thematisierten Romanen ziehen kann, so habe ich nicht den Eindruck, dass irgendwo Ideen abgeguckt wurden oder die Handlung anderswo abgekupfert ist. Der Autor liefert eine weitgehend schlüssige Story mit interessanten Ideen und gebietsübergreifenden Handlungen, abgesehen von der Hauptthematik eröffnen sich auch Nebenschauplätze, die gut eingestreut sind, so dass es nicht langweilig wird.

Weitgehend schlüssig heisst jedoch, dass - nach dem Lesen beider Teile - nicht nur Nebenfragen zum großen Teil unbeantwortet bleiben (das ist vielleicht so gewollt, für mich persönlich allerdings ein wenig schade ... so tauchen manche Personen einfach auf, andere verschwinden, und deren Herkunft oder Verbleib und Verhältnis zueinander wird auch im Laufe der Handlung nicht weiter aufgeklärt), sondern sich dem Leser auch kleinere Logikfehler aufdrängen, die die Handlung hätte relativieren können, dies aber nicht tut. Zum Beispiel wird nicht ganz klar, warum die ausgehungerten Infizierten einerseits auf der Jagd nach Beute sind und somit Opfer weitgehend auffressen müssten, andererseits aber gefühlt alle Gebissenen mit eher kleinen Verletzungen davon kommen, zunächst überleben und erst nach Inkubationszeit selbst mutieren. Ansonsten hält der Autor sich, soweit bei der Thematik möglich, relativ nah an der Realität, was ich auch sehr angenehm und der Geschichte zuträglich finde.

Zu guter letzt aber zum eigentlichen "Knackpunkt": trotz interessanter Handlung wirkt das Buch stellenweise langatmig. Dies ist mir beim zweiten Teil noch mehr aufgefallen als beim ersten. Die Gedankengänge der jeweils erzählenden Personen sind zwar soweit schlüssig, zerstören aber oft, gerade in spannenden Passagen, in denen in "Echtzeit" viel auf einmal passiert, die Spannung total. Während der Zombieüberfalle sinniert die jeweilige Person schonmal spontan über vergangene Ereignisse, Erlebnisse, oder fachsimpelt im gehobenen Schreibstil mit sich selber, anstatt dass die gefährliche Szenerie durch "Action am laufenden Band" hervorgehoben wird. Anstatt dieser Ausführungen würde man sich lieber mehr Tatsachen, die die Person in just jenem Moment erlebt, wünschen, anstatt seitenweise innere Gespräche zu lesen. Was aber noch schlimmer ist: diese Selbstgespräche bestehen ganz oft aus Wiederholungen und Wiederholungen. Im zweiten Band ist es noch schlimmer, so dass man fast den Eindruck hat, der Autor möchte mit allen Mitteln verhindern, dass man irgend eine Kleinigkeit aus dem ersten Teil nicht mehr in Erinnerungen haben könnte. Aber spätestens nach der dritten oder vierten gleichen Wiederholung nervt es nur noch. Das finde ich dann letztendlich sehr schade, denn würde man diese Wiederholungen streichen und statt dessen die Handlung ein klein wenig detallierter Beschreiben oder ausweiten, dann hätte man eine richtig interessante Handlung ohne Spannungslücken.

Nichts desto trotz schöne Bücher, die es sich zu lesen lohnt, und sollte es einen Teil 3 geben, würde ich mich über eine Steigerung des vorhandenen Potenzials freuen.


Mireille Mathieu Nol
Mireille Mathieu Nol
Preis: EUR 18,99

7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich bin wirklich sehr traurig..., 22. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mireille Mathieu Nol (Audio CD)
...dass ich für diese CD nicht mehr als 2 Sterne geben möchte. Als "Fan" von Mireille Mathieu kaufe und verfolge ich natürlich jede aktuelle Veröffentlichung und freue mich auch über jedes neue Projekt, dass entweder aus altem oder neuem Material entsteht. Deshalb schicke ich eines vorweg: die Originalaufnahmen der Weihnachtslieder von 1968, die auf dieser CD mit der Ausnahme von "Petit Papa Noel" zu hören sind, sind alle wunderbar aufgearbeitet und in guter Qualität zu hören. Auch Lieder, die eigentlich nicht zum direkten Weihnachtsrepertoire gehören, wie "Un million d'enfants" oder "Le village oublié", finde ich ganz prima und als Bonus-Tracks absolut schön, nur warum will man uns diese CD als Neuheit verkaufen?! Es handelt sich bis auf eine einzige Ausnahme um Aufnahmen aus den 70er Jahren. Und mittlerweile um die vierte oder fünfte Neuauflage dieser Lieder.

Ich sage es nicht gerne, aber ich bin echauffiert ... das Cover ist im Grunde genommen wunderschön designt und auch aufwändig gestaltet. Leider findet man nur ein vollkommen dahinretuschiertes Coverbild vor und in den Innenseiten Bildaufnahmen aus den 70er Jahren, die - zugegeben - ganz hübsch sind, aber die keinerlei Bezug auf ein "aktuelles" Album haben. Aber halt ... da gibt es ja den neuen Titel ...

"La colombe de Noel" ist ein schönes Lied, das wirklich neu ist und das auch gut klingt. Gesang, Text und Arrangement kommen gut durch ... nur leider versinkt es irgendwie im Einheitsbrei der alten Lieder aus den 60er Jahren, weil alles zusammenhanglos mit drauf geklatscht worden ist, ohne die (bewusste) Reihenfolge des Ursprungsalbums einzuhalten bzw. die nicht zugehörigen Lieder als solche Bonus-Titel zu kennzeichnen. Für mich klingt das Hören somit sehr befremdlich. Hier wurde vom Titelsong abgesehen nicht ein einziges Lied neu aufgenommen, und das ist für eine Sängerin vom Format von Mireille Mathieu doch schon traurig.

Um zum Ende zu kommen, warum gebe ich dem wirklich recht hochwertigen Digipack-Album nur zwei Sterne? Der letzte Titel "Petit Papa Noel" ist als "Vérsion inédite" gekennzeichnet ... heisst so viel wie "bisher unveröffentlicht" ... natürlich schlägt das Fan-Herz höher, aber hier bekommt man tatsächlich einen Abklatsch des Liedes, das vorliegend halb aus den Aufnahmen von 1968 und halb aus irgend welchen ganz schlecht aufgenommenen Neuaufnahmen (oder einer Fernseh-Version?) besteht. Mireilles Stimme - toll eingesetzt, aber schlecht aufgenommen - klingt absolut blechern und schlecht eingefügt. Das ist keine "Vérsion inédite", sondern einfach nur eine Zusammenschusterei. So etwas verzeihe ich keiner kommerziellen CD und dazu kommt, dass nicht eine wirkliche - mögliche - Rarität für uns Fans veröffentlicht wurde, sondern lediglich ein neues Lied bzw. ein Lied erstmals auf CD (die Version mit Tino Rossi). Keine wirkliche Neuveröffentlichung, keine Innovation, keine der Studioaufnahmen, die noch in Frage kämen ("Écoute ce cri", "Noel à Jérusalem", "Le Noel de la rue").

Schade, Chance vertan. Das Album wirkt für einen langjährigen Fan sehr künstlich und zusammengeschustert. Wer schon eine Weihnachts-CD von Mireille besitzt und nicht unbedingt der Sammler aller Ausgaben ist, braucht die neue nicht wirklich.


Weit weg (Remastered 2014)
Weit weg (Remastered 2014)
Preis: EUR 9,29

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Oh mein Gott..., 3. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Weit weg (Remastered 2014) (MP3-Download)
... also auch wenn ich bisher noch keinen großen Überblick über das bisherige künstlerische Schaffen von Clueso habe (und auch nicht sicher bin, ob ich das wirklich will), so fällt mir die Rezension dieses Albums - leider - ziemlich leicht. Ich habe Clueso in einem Interview gesehen und fand ihn ganz sympathisch, daraufhin bekam ich vorliegende CD geschenkt ... gebraucht und mit dem Hinweis, dass diejenige, welche sie damals kaufte, sie nicht mehr benötige ...

Nun ja, was soll ich sagen ... konzeptionell scheint die CD interessant, Coverdesign ist relativ aufwändig - aber die Lieder ... das ist aus meiner Sicht einfach nur Chill-Musik mit teilweise absolut unverständlich dahingenuschelten Texten, die sich irgendwie reimen. Ja bitte, was soll das denn? Artikulation gleich null. irgendwie keine betonte Silbe, die so ausgesprochen wird, wie sie es will ... die Texte sind teilweise im Rückschluss ja gar nicht übel, wenn auch manchmal etwas plump gereimt, aber wieso muss ich erst das Booklet zur Hand nehmen und die Texte mitlesen, um alles verstehen zu können? Das ist aus meiner Sichtweise heraus ganz übel - ich meine, "Deutsche Sprache - schwere Sprache" in allen Ehren, aber hier wird etwas zu billig rumgekaspert. Die Lieder wären bestimmt schön, würde man ihnen ein wenig Feinschliff verpassen und sie nicht ohne Gebiss im Mund vortragen - so wie vorliegend ist es für mich persönlich absolut verzichtbar, eher sogar abschreckend, weil Clueso, glaube ich, die deutsche Sprache beherrscht und hier irgendwie nur lallt. Schade!


Pilotfolge - Gute alte Zeit
Pilotfolge - Gute alte Zeit
DVD
Preis: EUR 2,49

11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Für mich leider sehr enttäuschend und fast verzichtbar..., 30. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich finde ich es sehr schade, dass ich dieser Serie nur zwei Sterne zugestehen kann, weil ich mich darauf gefreut habe und meine Erwartungen in diesem Genre sowieso nicht all zu hoch gesteckt sind. Literarischen Hochglanz habe ich von den Drehbüchern nicht erwartet. Gefreut habe ich mich auf gute und spannende Unterhaltung ohne zu viel Drumrum - eben eine interessante, nachvollziehbare Story, ein paar Gruselmomente, anschließende Erwartung auf die nächste Folge. Vor allem auch nachhaltige Eindrücke und Verbindungsmöglichkeiten zu TWD. Aber ich möchte ehrlich bleiben und nichts loben, das mich nicht überzeugt. Die zwei Sterne gebe ich gerne, aber mehr ist nicht drin...

Ich habe "The Walking Dead" gesehen und ich finde nicht - auch wenn diese Prequel-Serie leicht kostengünstiger gehalten ist - dass Effekte billig wirken oder die Schauspieler an sich schlecht sind. Klar waren bei TWD die Straßenzüge länger, die Protagonisten durchlaufen innerhalb kurzer Zeit lange, wirklich sehr gut hergerichtete Schauplätze und das alles wurde sehr glaubwürdig inszeniert und war mit Sicherheit maximaler Aufwand an Kulisse. Das habe ich von diesem Prequel nicht erwartet und das wäre auch nicht nötig gewesen. Die Maske hat gute Arbeit geleistet, hier sieht nichts billig aus, und die Schauspieler ... na gut, man darf sie natürlich nicht unbedingt mit den Protagonisten von TWD vergleichen, weil man erstens diese viel länger kennt und sich an sie gewöhnt hat und ich sie zweitens für ziemlich gute Schauspieler halte ... jedenfalls spielt auch hier in FTWD kein Schauspieler wirklich übel oder so schlecht, dass es peinlich wäre. Die Charakter haben leider kaum die Möglichkeit, aus schauspielerischer Sicht heraus Kompetenz zu entwickeln. Der gutaussehende Drogensüchtige Sohn z. B. wird in seine Rolle geworfen, schlägt sich auch ganz gut, wirkt aber so, als könnte er sich nicht wirklich mit diesem Problem identifizieren. Er kommt einfach nicht wie ein Drogensüchtiger rüber. Genauso die Eltern, die vielleicht andere Rollen super gespielt hätten, aber hier eher in Trivia versinken und das ganze Märtyrium nur sehr gestelzt angehen können. Mal sehen, ob das noch kommen kann - an den Schauspielern direkt liegt es meiner Meinung nach nicht. Von daher richtet sich meine Kritik eher gegen andere Eindrücke.

Absurd ist allerdings, dass nun Stimmen laut werden, die meinen, dass man die beiden Serien nicht miteinander vergleichen sollte ... monatelang wurde uns durch Ankündigungen und Werbung suggeriert, dass hier die GROSSE Story davor und dahinter zum Tragen kommt, und jetzt soll man aber plötzlich bloß nicht vergleichen, keine Verbindungen herstellen und bloß auch keine logischen Schlußfolgerungen erwarten. Ja wie bitte? Wozu ist die Serie denn dann gut? Für mich klingt derlei schon übelst nach Abklatsch und sieht nach Aufspringen auf den gerade gut laufenden TWD-Zug aus, was legitim ist und gar nicht verkehrt ... aber ohne dabei Substanz liefern zu wollen?!

Ich finde die Story insgesamt erschreckend unkreativ und langweilig umgesetzt. Die Gruselmomente sind rar und ich habe mich selbst ein wenig darüber gewundert - man kommt kaum ans Nachdenken, man empfindet überhaupt nichts mit den Akteuren (teils wegen abstruser und zu vieler Probleme, die mit den Zombies absolut nichts zu tun haben - Lückenfüller? Teils auch wegen absolut nicht nachvollziehbaren Handungen und Geschehnissen, die der Story einfach nicht zuträglich sind.)

Sehr bedauerlich finde ich, dass der "Ausbruch" der Seuche vollkommen im Unklaren bleibt und man lediglich anhand dieser sowieso schon problembelasteten Menschen, die sich ca. 70% der Zeit um ganz andere Dinge sorgen, nachzuvollziehen hat. Die restlichen 30% sind zu wenig und zu lethargisch-einfallslos dahergebracht. Man hätte die Chance gehabt, hier Ideen einfließen zu lassen, aber alles, was man hier sieht, war zuvor schon in Filmen/Büchern/TWD zu sehen. Gewünscht hätte ich mir hier den Schwerpunkt mehr auf dem eigentlichen Problem bzw. dem Inhalt der Serie, und auch darüber, dass nicht nur 4 Personen die Misere erleben, sondern man eine allgemein, globale Fiktion schafft oder wenigstens aus der Sichtweise verschiedener Familien heraus an die Sache ran geht. Damit hätte man die Folgen erstens interessanter und zweitens auch viel länger füllen können. Warum hier überstürzt diese Problemfamilie innerhalb einer Staffel die komplette Apokalypse über sich ergehen lassen muss, erschließt sich mir nicht. Die Handlung plätschert einerseits total schleppend und nervig dahin, andererseits bricht die Zombieseuche aber direkt voll aus, und spätestens ab der 3. Folge ist jede Spannung weg, weil jeder Zuschauer weiss, was kommt, nur die Familie nicht. Und die zieht und zieht die Zeit ... hier wird bis jetzt nichts wirklich interessantes geliefert.

Ganz blöd finde ich die Aussage des Produzenten, dass die Serie keine Auflösung liefern wird. Ja nun, warum denn nicht? Wofür gucken wir das denn? Das animiert mich regelrecht dazu, die kommenden Folgen nur noch sehr stiefmütterlich zu behandeln. Ich habe ja eine Vermutung: da JEDER Verstorbene zum Zombie mutiert, selbst wenn er einen natürlichen Tod erfährt, und weil auch die erste Szene von FTWD in einer von drogenabhängigen Menschen für Sex genutzten Kirche spielt, handelt es sich sicherlich in der Fiktion der Autoren um gar keine Seuche in diesem SInne, sondern mehr um eine Apokalypse mit religiösen Zusammenhang, so wie es in manchen ähnlichen Filmen auch schon der Fall gewesen ist. "Die Strafe Gottes". Vielleicht möchte man dieses Szenario nicht all zu sehr heraushängen lassen, weil es zu abgedroschen ist, aber noch hätte man ja die Möglichkeit, auf eine andere Story umzuschwenken. Auch das wird aber wohl nicht passieren.

Meine Befürchtung ist, dass die Autoren sich auch zukünftig scheuen, Klarheit in ihre Fiktion zu bringen und die Handlung damit interessant zu halten. Bestimmt wird es noch 2, 3 Staffeln geben, aber wenn es storymäßig so beschränkt bleibt, schalten wir doch alle ab und es gibt wieder eine nichtige Endstaffel ohne richtiges oder mit sehr blödem Ende. Eine Geschichte ohne Inhalt überzeugt dann eben doch nur wenige. Schade schade, dass niemand mehr Mut hat, eine Idee klar zu vertreten und damit zwar sicherlich zu polarisieren, aber wenigstens die meisten am Ball zu halten!

Fazit: die Idee zur Serie finde ich prima, die Umsetzung enttäuscht mich bisher sehr.


American Horror Story: Coven (Die komplette dritte Season) [4 DVDs]
American Horror Story: Coven (Die komplette dritte Season) [4 DVDs]
DVD ~ Jessica Lange
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber teilweise simpel, 16. August 2015
Ich habe diese DVD-Box auf Grund der interessant klingenden Beschreibung auf dem DVD-Cover gekauft - weder diese noch andere Staffeln der Serie hatte ich vorher gesehen, geschweige denn großartig davon gehört. Meine Erwartungshaltung war auch auf Grund der recht guten Darstellerliste eher hoch, auch wenn die meisten Serien - noch dazu aus Amerika - oft nicht meinen Erwartungen gerecht werden. Serien wie "Buffy" oder andere Geisterserien konnten mich bisher eigentlich nicht überzeugen.

Anders hier: von Kleinigkeiten abgesehen, beginnt die Serie durchaus spannend. Interessante Charaktere werden eingeführt und zumeist gut verkörpert, allen voran ist hier Kathy Bates zu nennen, aber auch die anderen Rollen sind passend besetzt und gut gespielt. Man setzt auf ein bunt zusammengewürfeltes Treiben, bei dem jeder Zuschauer ganz sicher seine Lieblingsfiguren auswählen kann. Man scheut auch keine schwierigen Themen: Rassismus insbesondere. Die Geschichte beginnt durchaus interessant mit dem Zeug zu einem Mystery-Thriller, doch leider ...

... flaut die Story etwa ab der zweiten Hälfte deutlich ab. Ereignisse werden zunehmend unspannender (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel), die Charaktere sind alle bekannt und wiederholen eigentlich nur noch ihr bisheriges Verhalten. Es fehlen die innovativen Ideen, die man zwar an der ein anderen Stelle noch erkennen kann, die aber weit hinter dem Möglichen zurück bleiben und oft zeitlich zu kurz kommen. Das ist u. a. ein paar Umständen geschuldet, die die Story nicht unbedingt glaubwürdiger und besser machen: es wird nie klar, über welche Mächte und Fähigkeiten die Hexen eigentlich verfügen, bei manchen Personen bleibt das "Vorhandensein" sogar komplett unaufgedeckt und irgendwie "sinnlos". Man weiss nicht, wo die Person herkommt, was sie kann und was sie will. Die Hexen sind sterblich und werden getötet, dann wiedererweckt, dann vergraben, dann wiedergefunden ... ein bisschen viel des Hin- und Hers. Besser wäre es gewesen, auch wenn man einige der Personen im Laufe der Serie lieb gewinnt, irgendwann mal klar Schiff zu machen und den ein oder anderen Protagonisten auch tatsächlich sterben zu lassen - passiert nicht.

Erst in den letzten zwei Folgen wird so nach und nach dezimiert und dann auch ziemlich rasant. Das macht das Ende leider ziemlich vorhersehbar und langweilig, da sämtliche Protagonisten innerhalb einer einzigen Folge sterben und ihnen dazu nur sehr wenig Zeit zugestanden wird. Auch fand ich die ganze Serie bis zu den letzten Folgen gut gedreht, gut getrickst und gut umgesetzt ... die letzte Folge erinnert mich dann aber doch wieder an "Buffy" und man verlässt den ganz gut aufgebauten Spannungsbogen irgendwie enttäuscht. Zumindest ging es mir so. Dass gerade die letzte Folge wie ein lächerlicher Musik-Clip beginnt, das hat mich dann doch sehr enttäuscht ... gut, vielleicht kennt irgend jemand diese Sängerin (ich jetzt nicht, soll aber nicht wertend sein) ... aber in eine Hexenstory, die ich versucht habe, ernst zu nehmen, passt das nicht.

Weil die Serie - bis auf den Musikclip - wirklich nie billig wirkt, die Schauspieler eine gute Leistung abliefern und resümierend doch gute und spannende Ideen der Autoren vorhanden waren, gebe ich drei Sterne. Mit einem angemesseneren Ende wäre mehr drin gewesen...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 30, 2016 9:58 PM MEST


Glanzlichter
Glanzlichter
Preis: EUR 5,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschende Zusammenstellung, 16. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Glanzlichter (Audio CD)
Zweifellos war es mal wieder Zeit für eine neue CD-Veröffentlichung mit Liedern von Katja Ebstein. Der Preis ist im Low Budget-Bereich angesiedelt, wie für diese Serie üblich, leider ist die CD aber für alle, die schon mehr als zwei andere CDs von Katja Ebstein im Regal stehen haben, absolut entbehrlich. Es handelt es sich lediglich um eine willkürliche Mixtour aus Hits und unbekannten Songs, es fehlt aber jegliches Highlight. Kein Lied, das noch nicht auf CD erschienen ist und auch kein Lied, dass es nicht derzeit aktuell auch auf anderen CDs zu kaufen gäbe. Chance vertan, wirklich interessant ist dieses Produkt nicht!


Live Olympia 67/69
Live Olympia 67/69
Preis: EUR 14,98

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar nostalgische Zeitreise, 13. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live Olympia 67/69 (Audio CD)
Liveaufnahmen von Mireille Mathieu - bisher war das absolut unverständlicher Weise für jede Plattenfirma fast ein "Tabu", welches nun endlich gebrochen wurde. Mir absolut unverständlich daher, weil Mireille Mathieu nicht nur eine perfekte Live-Künstlerin mit hervorragender Stimme ist, sondern sie in 50-jähriger Karriere umjubelte und tausendfach besuchte Konzerte in aller Herren Länder gegeben hat, von denen zwar einige auf Vinyl, aber keines jemals auf CD herausgebracht wurde. Gleich zwei fabelhafte Konzertmitschnitte aus den 60er Jahren, nämlich ihre ersten beiden großen Solo-Programme von 1967 und 1969, sind nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

Neben den großen Erfolgen dieser Epoche präsentierte Mireille ebenso ihre seinerzeit neuen französischen Chansons, von denen in Deutschland die Mehrzahl weniger bekannt ist. Als einer der erfolgreichsten Chanson-Stars Frankreichs schon zu dieser Zeit, bekommt die damals noch junge Mireille musikalisch die Unterstützung eines großen Orchesters. Dazu gibt es als besondere Highlights für uns Fans, die wir alle Studioaufnahmen schon haben, auch solche Titel, die es als kommerzielle Produktionen nie gab. Dazu zählen z. B. die wunderbare gefühlvolle Ballade "Celui qui m'aimera", die Persiflagen "Mon copain Pierrot" und "Pierre, Paul et Compagnie" und einige andere mehr. Aufnahme um Aufnahme sind super remastert worden und bilden ein wertvolles Zeitdokument für jeden Mathieu-Fan.

Zudem ist das hochwertige Digipack mit einem mehrseitigen Booklet ausgestattet, das die damaligen Konzertplakate und mehrere Plattencover zeigt. Insgesamt eine Veröffentlichung, an der es einfach nichts zu meckern gibt und die musikalisch wie optisch kaum Wünsche offen lässt!


Liebe Lebt: das Beste Von Mireille Mathieu
Liebe Lebt: das Beste Von Mireille Mathieu
Preis: EUR 20,78

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Offenbarung, aber ein hübsches Chaos, 4. November 2014
Ich habe lange überlegt, wie ich diese neue Doppel-CD, die wieder - einmal mehr - nur die großen Erfolge und das Beste beinhaltet, einordnen soll. Als Rückblick im Bezug auf das anstehende 50-jährige Bühnenjubiläum von Mireille Mathieu kann ich das Konzept dieser willkürlichen Mixtour nur als eher schwach bezeichnen. Weniger schwer tue ich mich aber, die CD nach dem Gesichtspunkt einer "normalen" Best-of-CD zu bewerten und dabei den Schwerpunkt auf die Musik und das Design zu legen, denn davon wird man eigentlich nicht enttäuscht.

Die CD ist, wie auch die vorherigen, relativ eindeutig auf das Publikum von Florian Silbereisen und Carmen Nebel zugeschnitten. Das ist nicht neu, da Mireille seit jeher in Deutschland zum großen Teil auf Unterhaltungsmusik beschränkt wird. Sie beinhaltet ausnahmslos alte Aufnahmen, die ältere Herrschaften von früher kennen oder die ähnlich leicht verdaubare Kost sind. Als kleiner Wink mit dem Zaunpfahl, dass Mireille noch immer singt, gibt es auch jeweils einen Titel aus den letzten Schlageralben von 2007, 2009 und 2013 dazu. Wer also die großen Hits haben möchte oder solche Titel, die welche hätten werden können, der wird nicht enttäuscht. Eingängige Melodien, gefällige Arrangements und Mireille in musikalischer Hochform - das wird durchaus geboten. Insgesamt ein hübscher Streifzug durch die Schlagerkarriere, denn es finden sich auch unbekanntere Titel mit auf den CDs, die die Fans zwar kennen, die dem Neuling oder Gelegenheitshörer aber durchaus unbekannt sein und gefallen könnten. Von daher erfüllt die Titelauswahl ihren Zweck, denn mit neuen Aufnahmen hat aber sowieso niemand gerechnet, nachdem es erst im letzten Jahr ein komplett neues Album gab.

Für Fans und Sammler bietet die Box musikalisch aber erschreckend wenig neues, bedenkt man das riesige Repertoire und die vielen, vielen Möglichkeiten, eine CD auch für Sammler interessant zu machen, die schon alles bisher dagewesene im Schrank stehen haben. Für Ariola, die seit 1968 alle Mathieu-Aufnahmen in Deutschland herausbringt, Diese kommen bei diesem Produkt eindeutig zu kurz. Zwar wird uns das ganze als "persönliche Auswahl der Lieblingslieder von Mireille selbst" verkauft, was tatsächlich daran ist, weiss man aber natürlich nicht. Im Grunde sind die meisten Titel schon dagewesen, auch mehrfach auf CD, und lediglich drei Schlager finden sich erstmals auf CD. Diese Lieder sind einfach - wie auch der Rest - ohne ersichtlichen Zusammenhang mit reingewürfelt worden und nicht mal als CD-Erstveröffentlichungen gekennzeichnet (warum eigentlich nicht, wenn man doch sonst mit jeder Nichtigkeit zu werben versucht?). Der englische Song "Dear Madame" von 1970 ist zwar sehr hübsch und gefällt mir, wirkt jedoch willkürlich zwischen die Schlager gepackt fehl am Platze. Die einzige Rarität auf der CD - "Walzer d'amour" - ist bisher in der deutschen Version unveröffentlicht gewesen. Aber auch hier findet sich kein Hinweis auf die Herkunft oder die Erstveröffentlichung, statt dessen verschwindet das Lied hinter "Akropolis adieu" irgendwo auf CD 2. Warum Ariola hier nicht auf den Werbeeffekt von sog. Raritäten setzt, ist mir nicht begreiflich. Eine weitere verpasste Chance ist, dass man uns Fans nicht mal ein einziges der neuen französischen Chansons anbietet - dafür war vielleicht kein Platz mehr, denn "Tarata-Ting, Tarata-Tong" musste ja noch mit drauf!

Aus redaktioneller Sicht hat sich Ariola ebenfalls keine unnötige Mehrarbeit gemacht. Das Booklet ist zwar liebevoll gestaltet und mit vielen Fotos versehen, die zumindest ich bis dato noch nicht kannte bzw. hatte, die Biographie liest sich allerdings wie ein Werbetext und beinhaltet zwar all zu viel des Lobes und der Beweihräucherung (die ich Mireille von Herzen gönne), aber wenige wirkliche interessante Fakten. Immer die selben Floskeln und Erzählungen, die sich um die Karriere von Mireille Mathieu ranken, werden aufgeführt, Hintergrundrecherche war aber offensichtlich weder angedacht noch erwünscht. Eine derartig lange und umfangreiche Karriere würdig zu resumieren, das funktioniert eindeutig anders, aber auch hier gilt: hübsches Produkt und durchaus nett für die Augen! Man will ja nicht zu viel verlangen.

Was mich am meisten stört ist die Tatsache, dass die CD und die DVD-Box, die beide design- und betitelungstechnisch eindeutig zusammengehören, in Repertoire und sonstigem Inhalt aber in keiner Weise aufeinander abgestimmt sind, geschweige denn, ergänzend wirken. Für ein 5-Sterne-Produkt fehlt die Liebe zu einem stimmigen Gesamtkonzept mit entsprechend aufeinander abgestimmten Ausgaben. Schade!


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