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Translator (/from Germany)

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Knog LED Beleuchtung Skink
Knog LED Beleuchtung Skink
Preis: EUR 14,95 - EUR 26,02

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schickes Design, aber schlechte Haltbarkeit, 19. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Knog LED Beleuchtung Skink (Ausrüstung)
Keine Frage, das Rücklicht sieht schick aus und bietet mit seinen zahlreichen Einstellungen (die etwas umständlich durchgeklickt werden müssen) einige Möglichkeiten.
Allerdings erfordert das Einlegen der Batterien eine erstaunliche Fingerfertigkeit, da der Gummimantel von dem Plastikinnengehäuse nur mit Mühe getrennt werden kann und man immer Angst hat, dass der Gummimantel reißt.

Erträglich wäre das, wenn man es nur selten machen müsste: Mein Knog saugte nach kurzer Zeit allerdings auch im ausgeschalteten Zustand den Saft ab. Das geht mal gar nicht.


Kenwood CM 020 Kmix Kaffeemaschine mit Thermogen Brühtechnologie und Optitemp 1200 Watt, kokosnuss weiss
Kenwood CM 020 Kmix Kaffeemaschine mit Thermogen Brühtechnologie und Optitemp 1200 Watt, kokosnuss weiss

31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nett anzusehen, aber mit gravierenden Nachteilen, 14. November 2011
Pro:
+ gutes Design
+ Kaffee wird auf ideale Temperatur erhitzt
+ durch das beigelegte und wieder verwendbare Kaffeesieb ist der Kaffee deutlich schneller in der Kanne als mit Papierfiltern (die man aber auch benutzen kann)
+ Kaffee schmeckt gut

Contra:
- Größtes Manko ist m.E. die Tatsache, dass weder Kaffeekanne noch ein anderes Teil (wie z.B. der Plastikfilter) in die Spülmaschine gestellt werden darf.
- Spült man die Kanne (zwangsläufig) per Hand läuft durch einen Schlitz Wasser in den schwarzen Griff, dass dann anschließend langsam austropft. Das ist nicht pfiffig, sondern lästig.
- das oben aufgesetzte Chromgitter soll dazu dienen, die Tassen warm zu halten. Aber zum einen wird es dazu längst nicht heiß genug (die Wärme ist lediglich die, die beim Kochen des Kaffees vom Filter her aufsteigt. Zum anderen muss man den Deckel aufklappen, um Wasser und Kaffeepulver einfüllen zu können. Dann jedesmal Tassen auf- und abzuräumen, ist so unpraktisch, dass man es lässt.
- Die Qualität des Chroms ist schlecht. Es zeigen sich schon leichte Rostansätze nach kurzer Zeit.
- Keine Abschaltautomatik: Das müsste bei einer modernen Kaffeemaschine dieser Preisklasse mittlerweile zum Standard gehören.


Sigg Schraubverschluss
Sigg Schraubverschluss

2.0 von 5 Sternen Plastik zu weich, 25. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Sigg Schraubverschluss
Vor ca. einem halben Jahr kaufte ich mir als Ersatz für den "überdrehten" Originalverschluss dieses Ersatzexemplar.
Hielt das Original immerhin fast 3 Jahre, so ist dieses Ersatzteil nun schon nach einem halben Jahr - trotz vorsichtiger Behandlung - undicht: Das Plastik am Gewinde ist zu weich und leiert mit der Zeit aus. - Schade: Gute Flasche, fragwürdige Ersatzteile


Casio Collection Unisex-Armbanduhr Digital Quarz W-800H-1AVES
Casio Collection Unisex-Armbanduhr Digital Quarz W-800H-1AVES
Wird angeboten von C-PLACE
Preis: EUR 18,80

34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Patente und praktische Uhr, aber ..., 19. Juni 2010
Die Uhr erfüllt in ihrer funktionalen Schlichtheit genau das, was man von ihr erwartet mag: Neben der Uhrzeit, bei der man auch dezidiert die Sekunden ablesen kann (was vom Teeaufguss bis zum Sport sicherlich sinnvoll ist) gibt es noch einige Sonderfunktiönchen, von der mir die "Licht"-Funktion am besten gefallen hat, da man auch nachts oder im Kino flink und unauffällig dem Gott Chronos seine Huld erweisen kann. Auch dass die Batterie eine erstaunlich lange Lebensdauer haben soll, ist erfreulich. Doch die 10 anvisierten Jahre mag die Batterie vielleicht schaffen, es kommt nur nie soweit, dass man es wirklich ausprobieren kann, denn Armband machte bei mir nach pfeglicher Behandlung bereits nach gut einem Jahr schlapp: Es brach schlicht durch. Das ist schade, denn alle knapp 1,5 Jahre ein Ersatzarmband zu kaufen, schmälert den Wert dieser auf 10 Jahre angelegten Konstruktion erheblich, daher nur 3 points.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 9, 2015 5:43 PM MEST


Acer Aspire 1825PTZ-414G32n 29,5 cm (11,6 Zoll) Notebook (Intel Dual Core SU4100 1,3GHz, 4GB RAM, 320GB HDD, Intel GMA 4500MHD, Win 7 HP) rot
Acer Aspire 1825PTZ-414G32n 29,5 cm (11,6 Zoll) Notebook (Intel Dual Core SU4100 1,3GHz, 4GB RAM, 320GB HDD, Intel GMA 4500MHD, Win 7 HP) rot

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Originell und praktisch mit kleinen Schwächen, 8. Mai 2010
Vorteile:
- lange Akkulaufzeit (bis 8h)
- Gewicht noch im Rahmen (1,7 kg), also mobiltauglich
- originelle, teilweise hilfreiche Bedienung über den Touchscreen
- Doppelkernprozessor verhindert die bei Netbooks typischen, ärgerlichen Verzögerungen z.B. beim Aufrufen von Programmen. Das geht hier alles recht fix, so wie man es von einem Mittelklasse-Desktop-PC gewohnt ist. Youtube-Videos (auch die über das Acer 1825ptz ;-) ließen sich ruckelfrei in höchster Auflösung abspielen).
- voll medientauglich dank Windows-7-Medienplayer (mit einem USB-DBTV-Stick konnte ich TV-Programme problemlos aufrufen und aufnehmen )
- ausreichend Speicher: 320 GB Harddisk und 4GB Arbeitsspeicher
- Gute Ausstattung HDMI, Webcam: so kann man z.B. aus einem Café ganz bequem über Skype Anrufe mit Video tätigen
- für den Preis recht solide Verarbeitung: Scharnier ok, Tastatur vielleicht etwas schwammig im Druckpunkt, aber immerhin ist ein problemloses 10-Finger-Schreiben möglich.
- nettes kleines Feature: 2 Funktionstasten, eine frei programmierbar am linken unteren Bildschirmrand, die andere für die recovery-Funktion oberhalb der Tastatur.
- Bluetooth

Neutral
- Lautsprecher hörbar (aber den DolbySound-Aufkleber hätte man sich bei der Tonqualität auch sparen können), Lautstärke kann man nicht allzu laut aufdrehen
- zur Touchscreen: Originell ist sicherlich diese neue Form der Bedienung, bei der man mal eben flink auf den Bildschirm tippt und nicht erst mit der Maus den entsprechenden Button anwählen muss. Das ausschließliche Navigieren per Touchscreen ist jedoch schwerlich möglich: Man trifft die Buttons erst beim 3. oder 4. Versuch und das trotz genaustens kalibriertem Screen (eine automatische Kalibrierung, die auf dem Desktop angeklickt werden kann, hilft da ebensowenig wie die rein manuelle Einjustierung. Gut ist die Multitouch-Funktion, mit der man Fotos bewegen und Bildseiten auf dem 11-Zoll-Display vergrößern oder verschieben kann. Die virtuelle, eingeblendete Tastatur und auch die Handschriftfunktion kann die echte Tastatur keinesfalls ersetzen. Das wirkt eher wie ein Alibi, damit man bei umgeklappten Display noch mal eben (umständlich) eine URL eingeben oder beim Surfen ein Feld ausfüllen kann.
Fazit zum Touchscreen: Interessante, teilweise sicherlich hilfreiche Funktion, aber verbesserungswürdig.

Nachteile:
- trotz des Gewichts von 1,7 kg kein DVD-Player (Sony schafft 1,4kg MIT DVD-Player. Nach Anschluss eines externen Players (z.B. von LG hier bei Amazon für gut 30 Taler) konnte ich problemlos weitere Software aufspielen
- größter Nachteil ist sicherlich das allseits kritisierte spiegelende Display, relativ untauglich für jedwedes Arbeiten draußen, da die Reflexionen einfach zu stark sind. Den Grund für diese von vielen Herstellern verwendeten und ständig von Nutzern kritisierten Spiegeldisplays liegt wohl in den geringeren Herstellungskosten. Sinnvoll wäre es, zwei Varianten anzubieten, damit diejenigen, die gern auch mal im Garten oder draußen im Cafe das Notebook nutzen möchten eine - dann gern auch teureres - Gerät wählen könnten. Für den Innenbereich ist der Bildschirm gut.
- Die Acer-Recovery-Funktion läuft nicht! Das erging mir auch schon mit einem älteren Acer-Modell aus einer anderen Serie so.
- wie neuerdings häufig üblich, gibt es auch hier keine Recovery-DVD für das Betriebssystem!
- völlig anfälliges Gehäuse, auch hier so wie beim Display, wäre etwas weniger Spiegeloberfläche sehr nützlich. Das beigelegte Tüchlein wird man ständig benutzen müssen: Selbst mit frisch gewaschenen Händen sieht man deutlich jeden Fingerabdruck auf der glänzenden Oberfläche.
- Ist das Notebook geschlossen, soll es über einen Magneten in Position gehalten werden. Der Magnet ist dafür allerdings viel zu schwach; diese Funktion wirkt unausgereift.
- Touchpad ist zu klein und hat nur eine Taste, die - wenn man links bzw rechts drückt - zwar die entsprechende Funktion einer linken und rechten Maustaste übernimmt, aber das ist schon etwas seltsam und gewöhnungsbedürftig (die Taste selbst ist leider auch aus eher billig wirkendem Plastik gefertigt).
- Unverständlich ist, dass es keinen integrierten UMTS/3G/Simcard-Anschluss gibt. Das Gerät ist eindeutig für mobile Verwendung ausgelegt, das müsste also selbstverständlich integriert sein. In Acers Artikelbeschreibung wird diese Funktion als "optional" aufgeführt, aber ich habe noch kein Gerät dieser Serie mit 3G gefunden. Also ragt der Surf-Stick gefährlich weit aus dem Gerät. Muss nicht sein.

Fazit:
Mit der Sony-Acer-Serie ist dieses Subnotebook - besonders qualitativ - nicht zu vergleichen. Die Klagen sind aber auf hohem Niveau. Für den (momentan noch deutlich schwankenden) Preis (in blau z.B. von 629 bis 580 hier bei amazon) ist dieses Gerät mit der originellen Touchscreen-Funktion eine gute Wahl.


Schule der Gewalt: Roman
Schule der Gewalt: Roman
von Norbert Niemann
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Verworren, unglaubwürdig konstruiert, 16. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Schule der Gewalt: Roman (Taschenbuch)
Ich weiß, das sind harte Anschuldigungen "verworren, unglaubwürdig konstruiert", aber mit Schulwirklichkeit hat dieser Roman wenig zu tun und es wäre vermessen, hier eine Erklärung für Generationenkonflikt und Gewalt an Schulen zu finden.

Die langatmige Innenschau des Erzählers wirkt häufig weinerlich, streut Andeutungen ein, die wohl einen Spannungsbogen aufbauen sollen und sind - das ist ein großes Manko - an ein nebulöses "Du" adressiert, dessen Identität zwar im weiteren Verlauf zu erklären versucht wird, aber nicht überzeugt. Das "Du" ist ein vom Erzähler erfundenes, dem keine Person entspricht, ein gleichsam aus der Einsamkeit gezeugtes konstruiertes Gegenüber. Das enttäuscht. Denn wenn dieses Gegenüber nie in Erscheinung treten kann, sondern diffus vermeintliche gesellschaftliche Haltungen repräsentiert, wie sie der Schule eben in allen Gemeinplätzen immer wieder angepappt werden, so entsteht kaum Glaubwürdigkeit.

Schule ist schwer verallgemeinerbar. Schule lebt durch die Menschen, die sich dort einfinden und die ein ganz bestimmtes, sicherlich auch durch Zeitgeistströmungen beeinflusstes Klima erzeugen. Es ist ein Mikrokosmos, dem man eben auch nur mit einem Blick für's Detail gerecht wird.

Der Erzähler ist geschieden, er hat eine Tochter, diese pubertiert und löst sich von ihrem Vater. Das ist normal. Das ist nicht tragisch. Das ist sogar gut so. Hier aber dient es lediglich dazu, aus einem gesunden Ablösungsprozess einer Pubertierenden die Glaubwürdigkeit eines weiter Hassgefühls zu bezeugen, das dann letztendlich - als ein Indiz - in den abschließenden Kapiteln des Buches zur körperlichen Gewalt der Jugendlichen untereinander und gegen den Erzähler führt. Dass die Geschichte am Höhepunkt des Spannungsbogens abrupt endet, zeigt auch, dass die vorangehenden, schon unglaubwürdigen Ereignisse eben nur in etwas hätten münden können, was geradezu bizarr unglaubwürdig wäre. Gerade hier hätte aber ein gelungener Schluss, eine Aussprache, eine Klärungsversuch, der nicht unbedingt hollywoodmäßig ein Happy-end hätte darstellen müssen, noch einiges retten können.

Der Erzähler sitzt in der Klemme. Er fühlt sich der Lehrerschaft in keinster Weise zugehörig (auch hier vermag die bunte Schaar der polemisch aufgelisteten Lehrerkarikaturen die Glaubwürdigkeit nicht zu erhöhen). Den Schülern gegenüber gibt er sich als der nachgiebige, der weiche Lehrer, gründet eine Theatergruppe, raucht zusammen mit "seinen" Schülern und verliebt sich in eine der Schülerinnen. Zwischen diesen Fronten wird er nun Opfer der Schülergewalt. Warum? Sicher, an diesen "weichen" Lehrern wird oft der Schülerhass abgelassen, das ist so alt wie die Schule selbst. Aber reicht das als Erklärung? Was ist mit der Position der Schüler, was ist mit dem hierarchisch und bürokratisch organisiertem System Schule, der strukturellen Gewalt einer Beton-Lernmaschine, der Ignoranz gegenüber Schülerinteressen und Wissensdurst in Lernbereichen, die nicht auf dem Lehrplan stehen? Diese konstruktive Kritik wird ausgespart.

Der Roman jedenfalls berührt nur die zarte Seele eines verständnislosen Lehrers, der psychisch den harten Anforderungen an die Lehrerrolle nicht gewachsen ist. Damit ist er an sich ja eben kein Verlierer, sondern bewahrt sich mit seiner Sensibilität gerade die Haltung, die dem System Schule fehlt. Dass er DARAN zugrunde geht, wird nicht plausibel dargestellt. Seine Reaktionen wirken trotz aller Innenschau völlig unreflektiert. Die Position der Schüler im System Schule, die Atmosphäre einer Jugend in den 90igern des 20. Jahrhunderts, ihre Versuche eine Gegenkultur zu schaffen, werden in diesem Roman nicht verständlich.
Hier wäre vielleicht ein konsequenter Perspektivwechsel - die Lage der Dinge aus Sicht eines Schülers - hilfreich gewesen.

Sprachlich gibt es hier und da kleine Leuchtraketen, alles in allem entsteht aber kein Sog. Schade.


Karlmann: Roman
Karlmann: Roman
von Michael Kleeberg
  Gebundene Ausgabe

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wortgewandt - analytisch-entlarvend - hellsichtig - treffsicher, 31. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Karlmann: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Bewusstseinszergliederungsprosa" - dieser Ausdruck fiel bei einer Besprechung dieses Buches im Deutschlandradio. Ist es das?

5 Tage (ab 1985 jeweils ein Tag in 5 aufeinanderfolgenden Jahren) im Leben von Charlie alias Karlmann zeichnen die Entwicklung eines jungen Mannes auf und filtern diese Ereignisse, kleine wie große, durch dessen Bewusstsein, durch dessen hellsichtig entlarvendes Bewertungssystem. Das fängt bei seiner Hochzeitsfeier an, bei der wir wie mit subjektiven Kamera durch das Geschehen gleiten und die Details schon durch Charlies Sicht gedeutet aufschnappen. Es ist, als seien wir sehr präsent in seinem Kopf, mitreißend durch den schnellen Wechsel, durch visuell starke Momentaufnahmen und durch die Authentizität. Dabei - und das ist eher ein illusionsbremsender Nachteil - kippt die Erzählperspektive von der ersten Person gern einmal in ein seltsam anmutendes du, gleich so als erinnere sich Charlie an sich selbst und redet mit sich in der zweiten Person oder als übernehme die Deutungsaufgabe ein allzu aufgepfropft wirkender "allwissender Erzähler".
In den 5 Jahren - schlaglichtartig durch jeweils ein paar Stunden eines Tages beleuchtet - durchläuft Charlie eine seltsame Karriere, beginnend als start-up Yuppie, der seine Traumfrau heiratet und zu diesem Anlass einen Geschäftsführerposten in einem Autohaus von seinem Vater geschenkt bekommt endet es auf der Schattenseite: Die Traumfrau hat ihn verlassen, den Job beim Autohaus kündigt er. In diesem Schatten aber finden wir einen an seinem verletzten Ego Leidenden, einen der durch das Niemandsland haltloser Einsamkeit einer Hamburger Diskonacht taumelt und sich zu fangen versucht - und auch das ist treffsicher, authentisch umgesetzt.

Ein kleiner Auszug über das Verhalten eines potentiellen Autokäufers (und seiner Frau) in einem Hamburger Autohaus aus der Perspektive der 2. Person:
'Du hörst ihrer Auseinandersetzung zu, seinem erfolglosen Ringen mit einer Sprache, von der er glaubt, es wäre die souveräner Menschen, der er mittels einer Anstrengung und Konzentrationsleistung auch fähig sei, indem er einzelne aufgeschnappte Fremdwörter und Fachbegriffe in seine Sätze streut, die beiläufig klingen sollen, aber doch wie in Anführungszeichen in seiner Rede stehen, leicht verkantet. ... Aus einem Auto, das er steuert, fließt ihm in jeder Sekunde Lebensrechtfertigung zu.'

Zwischen all dem erklärt uns Kleeberg die Welt, stellt sich mit uns an den Rand des Geschehens und extemporiert über die Bedeutung der Sprache, die Gesetzmäßigkeiten der Liebe, den Reiz, den eine Trennung auf andere Paare ausübt, durchleuchtet das Zeitempfinden in Trennungsphasen, verdeutlicht die Machtstrukturen der modernen Gesellschaft, vergleicht die Verliebtheit mit einem Tumor und theoretisiert über die Wahrnehmung des jeweils anderen durch das eigene Selbst. Auch das trägt in sich einen Schuss Hellsichtigkeit, wenngleich es nicht immer integer wirkt, wie diese kleinen Essays in den Roman einzugliedern versucht wurden.

Übertrieben wirken die gewollt tabulosen Kapitel ausgeprägter sexueller Detailbeschreibungen. Das wirkt wie die obligatorische Sexszene in einem B-Movie (nur ohne Zensur), so als gehöre das eben zu einem guten' Roman dazu. Darüber kann man streiten.

Am besten ist Kleeberg immer dann, wenn er die Bedeutung der banalen Dinge, der Gesten und scheinbar selbstverständlichen Umgangsformen entlarvt. Er beweist damit auch, was er selbst über die Sprache schreibt oder um es platt mit Wittgenstsein zu umschreiben: Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt. Kleeberg zieht diese Grenzen am äußersten Rand des Bewusstseinshorizonts.


The Golden Notebook: Perennial Classics edition
The Golden Notebook: Perennial Classics edition
von Doris Lessing
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Have a try, it's worth it., 12. April 2000
I agree with both of the comments given above. The book can be absorbing - and for me it was, when I was about 25.

It did change my life. But you mustn't imagine that these changes are something like putting down the book, starting a new job, becoming a member in another party or trying to get in contact with a new sort of people. It is a slower change, more subtle and is based on the experiences while struggling with the book's questions.

When I look back now, I'd say that it was the emotional grip which kept me thinking about it for years on. And these thoughts based on the feelings evoked by the narrative have led to the changes. Even today I'm astonished about how intensively I experienced reading it, how enthusiastic I was reading on.

I could start giving some literary criticism, talking about language and structure (which admittedly all play a part in it), but reading the book will be rewarding only if you have somehow the same attitude, the same problems, the same view on life as the protagonists (and for this you don't necessarily have to be around 20 or 30). Then the book will have a strong influence on you, because then you'll feel an emotional grip, otherwise I think reading it would be a waste of time.

Lessing herself knew this and unlike many other authors she wisely recommended not reading it when it's not the time for it.


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