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PS

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Black Light
Black Light
Preis: EUR 19,18

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der vielleicht beste Gitarrist der Welt..., 7. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Black Light (Audio CD)
John McLaughlin ist wie guter Wein: Je mehr er reift, je älter er wird, desto besser wird er. Sein Gitarrenspiel ist inzwischen so gut, dass es mich immer wieder erstaunt, wie er dieses Niveau nicht nur halten, sondern von Platte zu Platte zu steigern in der Lage ist. Seine Soli sind von einer dermaßen zwingenden Logik und Klarheit, ihre Struktur und ihr Aufbau sind tonal und rhythmisch von einer solchen Perfektion, dass es fast schon unheimlich ist, wie ein Musiker das spielen kann. Gleichzeitig sprüht McLaughlin vor Ideen und Spielfreude.

Auch die Kompositionen sind vom Allerfeinsten, schöne, komplexe Themen, überraschende Wechsel, für John eine fast schon selbstverständliche rhythmische Vertracktheit - und trotzdem melodisch, schön zu hören, nicht zu anstrengend für's Ohr. Okay, ein gewisses Musikverständnis und die Bereitschaft zuzuhören muss man schon mitbringen, aber man kann sich auch an der Musik erfreuen, ohne sie vollständig zu durchdringen bzw. zu verstehen, was John und seine 4th Dimension so alles anstellen. Mir als Nichtmusiker ist das sowieso nicht möglich. Ich erfasse die Musik konzentriert aber intuitiv, staune nur noch, was die vier Musiker da abziehen und entdecke immer wieder Neues beim Zuhören, obwohl ich die Platte seit dem Kauf ständig rauf und runter höre. (Genau genommen den MP3-Download, die CD ist momentan nicht lieferbar.)

Wie gesagt ist "Black Light" für mich eine weitere Steigerung gegenüber den schon hervorragenden Vorgängern "To the One" und "Now Here This". Die Besetzung ist in den Jahren gleich geblieben, aber alle Musiker haben sich individuell und im Spiel miteinander gesteigert. Neben John fällt mir hier v.a. Ranjit Barot an den Drums auf, der bei gewohnter irrwitziger Virtuosität und Spielfreude inzwischen auch leisere Töne findet, ohne an Brillianz zu verlieren, wie z.B. in der akustischen Hommage an Paco de Lucia, "El Hombre Que Sabia". Aber auch Gary Husband an Keyboards und Drums sowie Etienne M'Bappe am Bass werden von Platte zu Platte besser - und das Zusammenspiel der Vier ist so traumwandlerisch sicher, dass es fast klingt, als würden sie diese hochkomplexe Musik aus dem Ärmel schütteln und dabei noch vor Spielfreude und -witz nur so sprühen! Das klingt alles so unfassbar leicht und locker...

Musikalisch ist das Fusion vom Allerfeinsten, wobei McLaughlin hier (nach eigener Angabe und hörbar) viele Elemente aus seiner musikalischen Vergangenheit einfließen lässt: Jazz, Rock (die lassen es stellenweise richtig krachen!), indische Elemente (Ranjit Barot ist dabaei sehr wertvoll) und ganz fein auch immer wieder ein wenig Blues. Auch die häufiger verwendeten elektronischen Elemente (Synthi, Drum-Computer etc.) sind geschickt eingesetzt und in die Musik integriert. (Das Genre der MP3s wird übrigens mit "New Age" angegeben.)

Bis auf das langsame "Gaza City" und das ruhige "Being You Being Me" enthält "Black Light" überwiegend schnelle Power-Stücke, auch das akustische "El Hombre Que Sabia" hat bei aller Melancholie und Trauer für John's verstorbenen Freund Paco Tempo und Verspieltheit. Der Sound der gesamten Platte ist ebenfalls hervorragend, auch John's häufig kritisierter Gitarrensound gefällt mir hier außerordentlich gut.

Einzelne Stücke herauszuheben ist mir schlicht nicht möglich, denn sie sind wirklich alle hervorragend. Es beginnt mit zwei absoluten Power-Krachern ("Here Come the Jiis" und "Clap Your Hand), in denen die gesamte Band abgeht, als wären das die letzten Stücke, die sie in ihrem Leben spielen, wobei die Gitarrensoli die Sahnehäubchen sind. Zur Abkühlung folgt das wunderschöne und für McLaughlin ungewöhnlich melancholische "Being You Being Me", woraufhin "Panditji" mit seiner gelungenen Mischung aus elektronischen und indischen Zwischentönen den Zuhörer wieder auf das Power-Niveau anhebt - mit einem rockig abgehenden Solo von John und einem geilen Piano-Solo Husband's als weiteren Kontrasten, die nie die Homogenität des Stückes zerstören.

"360 Flip" beginnt mit elektronischem Synthi-Sound, bevor ein McLaughlin-typisch vertracktes, aber wiederum untypisch mächtiges Thema kommt, über das in der Folge - abgelöst von den Electronics, angereichert mit Männerchor (!) und indischem Konokol-Scat - improvisiert wird. Es folgen die bereits erwähnten "El Hombre Que Sabia" und "Gaza City", woraufhin "Kiki" noch einmal alles auffährt, was die Band an Energie und Abwechslungsreichtum zu bieten hat, nochmal getoppt mit Blues-Rock-Elementen, passend rockigen Gitarren- und Synthesizer-Soli, schnellen Breaks in feinster Jazzrock-Manier, die mit indischen Einflüssen verziert sind, bis am Schluss Schlagzeug- und Konokol-Soli über zwei rockigen Power-Akkorden abgehen und das Stück mit dem Eingangsthema als Zwiegespräch von Gitarre und Bass endet. Was ein Finale!
Kommentar Kommentare (24) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 23, 2016 8:04 PM CET


Pinball
Pinball
Preis: EUR 17,99

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Jazz eines Jazz-Genies, 20. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pinball (Audio CD)
Es gibt Musik, da bin ich einfach nur überwältigt - diese CD gehört definitiv dazu! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, so viel gibt es über "Pinball" zu sagen. Was Marius Neset und seine Mitmusiker hier bieten ist hochkomplexer Jazz, der eine dermaßene Fülle an Informationen liefert, dass man die Scheibe wahrscheinlich hundert mal hören kann und trotzdem immer noch Neues entdeckt.

Ich hatte zuerst gedacht, die Rezension damit zu beginnen, was diese Musik nicht ist, das wäre vielleicht einfacher. Aber eigentlich fällt mir hierzu nur eines ein: Sie ist etwas für ZUHÖRER, also wer Fahrstuhlmusik sucht, ist hier sicher falsch. Und sicher werden auch Traditionalisten unter den Jazz-Hörern hier zumindest überrascht sein. Aber das war's auch schon, ansonsten vereinigt sie fast Unvereinbares:

Fantastische Kompositionen, komplex und innovativ einerseits, andererseits wird improvisiert, als gäbe es kein morgen. Stilistisch sind alle möglichen Anleihen verarbeitet, von Folklore über World, fast klassisch anmutende Themen, manchmal regelrecht an Kinderlieder erinnernde fröhlich perlende Melodien.

Zu den Musikern kann ich nur sagen: Mein Gott, sind die gut! Neset ist mit seinen noch nicht einmal 30 Jahren ein dermaßen kompletter Tenor-Saxofonist, oder wie John Fordham im Guardian schrieb: "...combines Brecker’s power and Jan Garbarek’s tonal delicacy." Wobei ich den Vergleich mit Garbarek nicht besonders mag, denn mit Garbarek's quäkendem Ton hat Neset nichts gemein: Er hat imho einfach nur einen sehr melodischen aber kräftigen, raumfüllenden Ton.

Ivo Neame (Piano, Hammond B3, CP 80, clavinet) und Jim Hart an Marimba und Vibrafon bilden die melodisch-rhythmische Einheit, über und mit der sich Neset's Sax entfalten kann. Sie agieren auf allen Ebenen, mal den (meist Poly-)Rhythmusteppich unterstützend, mal Melodie-unterstützend oder Kontrapunkte liefernd. Vor allem die häufig frech und witzig gespielte Marimba gefällt mir außerordentlich, aber auch die Tasten sind auffällig unauffällig in das komplexe tonale Gebilde integriert, was hervorragend passt und als großes Kompliment zu verstehen ist.

Ganz besonders gefällt mir auch die Kombination aus Petter Eldh an seinem wunderbar schnarrenden, knarrenden und brummenden akustischen Bass, der einen irrsinnigen Groove hinlegt, in Verbindung mit dem komplexen Schlagzeug-Geflecht von Anton Eger. Letzterer hat eine ganz eigene Spielweise, weniger mit den Becken spielend, als gemeinhin im Jazz üblich, auch wenig Snare, aber mit seinen Trommeln ein nicht minder groovendes hochkomplexes Rhythmus-Fundament bauend. Dabei ist er ebenfalls dermaßen gut ins Ensemble integriert, dass er teilweise (z. B. beim Beginn von "Police") wie ein Melodie-Instrument mitspielt.

Insgesamt tragen alle Musiker zu diesem für die CD typischen melodisch-rhythmisch verflochtenen Gruppenklang bei, mit immer wieder wechselnden Anteilen. Und das auf einem dermaßen hohen Niveau, dass ich mich des öfteren Frage, wie man so etwas überhaupt spielen kann. Und manchmal geht richtig die Post ab! Insgesamt eine hoch energetische Musik also. Trotzdem ist das nicht völlig schräg oder gar atonal, das sind richtig schöne Melodien, zwar komplex aber schön.

Die Platte hat wirklich einen ganz eigenen Stil. Rhythmisch ist das wie gesagt unheimlich dicht und insgesamt reichlich komplex, polyrhythmisch und was weiß ich noch. Interessanterweise mischt Neset alle möglichen Nicht-Jazz-Stile mit dazu: Klassische, kanon-artige Elemente, manchmal fast Kinderlied-ähnliche Melodien. Wenn man sich die CD das erste Mal anhört, passiert immer etwas Neues und meistens das, was man nicht erwartet.

Und trotzdem klingt das alles ganz leicht, fast schon verspielt. Bestes Beispiel ist vielleicht das Titelstück: Man kann sich fast vorstellen, wie die Flipperkugel verspielt hin und her springt - aber Basis ist ein rhythmisch dermaßen vertracktes, ganz komplexes Stück, eine z. T. fast schon ausgearbeitete und durcharrangierte komplizierte Komposition. Und dann improvisieren die Kollegen munter drüber, lassen bildlich die Kugel noch weiter springen. Wie gesagt, klingt alles ganz leicht, melodisch, nett - und ist in Wirklichkeit sowas von musikalisch abgefahren!

Oder "Police": Das Stück beginnt durchkomponiert, wobei man den Eindruck hat, jedes Instrument spielt seine eigene Melodie und seinen eigenen Rhythmus - und trotzdem klingt das auch hier ganz verspielt und melodisch, nie atonal, eher wie Kindergarten als Polizei. Nach 100 Sekunden geht ein Sax-Solo über flockenleichtem Bass-/Schlagzeug-Teppich ab, der sich aber dermaßen energetisch bewegt und schließlich mit Piano und Marimba zum furiosen Ende des Solo's führt. Nach gut 3 Minuten plötzlich ein Break, das Tempo wird nur halb so schnell, es bleibt aber rhythmisch komplex, diesmal für ein absolut geniales und witziges Marimba-Solo. Tempo-Steigerung, zur letzten halben Minute kommt das Sax dazu, die Eingangs-Thematik wird in wildem Tempo aufgenommen, alles wirbelt durcheinender - dann ist nach gut 6 Minuten Schluss.

"World Song Pt. 1" beginnt mit sich in Poly-Rhythmik steigerndem Klatschen, hat tatsächlich eine Weltmusik-haft angehauchte Melodik, ist aber ähnlich komplex wie die oben beschrieben Stücke. Marius Neset ist ein dermaßen guter Komponist, dieses erste Stück ist fast durchkomponiert, aber man merkt es kaum, so abwechslungsreich ist das. Fast schon klassisch, kurzes Thema aus 3 Tönen, wird variiert, entwickelt sich zur Melodie, wird weiter entwickelt usw. Und das alles begleitet von sich wiederum verändernden Themen und überlagernden Rhythmen, die Instrumente wechseln teilweise von Melodie/Lead zu Begleitung, Drums und Bass weben einen traumhaft komplexen und doch groovenden Teppich. Und dann klingt das Thema noch irgendwie nach World/Folk. Ergänzt mit Violine, Cello und Flöte ist das Stück andererseits fast schon orchestral, ein wenig wie ein Satz einer Sinfonie. Das Stück endet mit einer wunderschönen, ruhigen Melodie, erst Klavier mit Begleitung, dann leise gespielt von einer gezupften Violine. Das ist dann auch der Übergang zum "World Song Pt. 2", der ist etwas ruhiger, wunderschön melodisch, aber nicht langsam, superschöner fließender Beginn, tolles Marimba-Solo.

Es ist wohl verständlich, dass nicht jedes Stück im Rahmen dieser Rezension so ausführlich beschrieben werden kann - Wert wären sie es. Daher nur in aller Kürze zu den restlichen Stücken:

"Odes of You" ist ausnahmsweise mal durchgängig langsam und ruhig - aber wer einen geraden Rhythmus erwartet, wird enttäuscht. ;o) Ebenso ruhig ist die nach "Police" folgende Improvisation von Cello und Sax. "Theatre of Magic" ist wieder schneller, etwas mehr fließend als z. B. "Police", aber auf keinen Fall einfache Rhythmen erwarten, insgesamt jedoch schön melodisch, tolles Outro.

"Aberhonddu" gehört wieder zu den ruhigeren Stücken, fast kammermusikalisch, ohne Schlagzeug. "Jaguar" bringt auf 3 Minuten gekürzt fast alles, was diese Platte ausmacht, ist aber von der Komposition her einfach "nur" ein wunderschönes Thema, mehfach variiert, dann wird improvisiert. Die folgende "Music for Drums and Saxophone" ist eine kleine rhythmische Spielerei.

"Summer Dance" ist ähnlich "Theatre of Magic" eher fließend, klingt fast schon nach keltischem Folk, steigert sich immer mehr über tollem Rhythmus aus Marimba, Piano, Bass und Drums, Break zum ruhigen Mittelteil, den das Sax-Solo jedoch ganz schnell wieder auf Tempo bringt, die Band "tanzt" immer mehr - ein wunderbar leichtes, fröhliches Stück. Die Platte endet dann mit der knapp 2-Minütigen (Saxophon-)"Hymn of the World" - ruhig, melodisch, Sax-Overdub, klingt ein bisserl wie Waldhörner auf dem Alpengipfel zum Sonnenuntergang. :-)

Fazit: Sehr interessante Definition von Jazz-Musik, einerseits so gar nicht typisch Jazz, andererseits geht es kaum noch jazziger. Marius Neset erweitert das Spektrum dieser Musik gewaltig, tonal wie rhythmisch - sehr innovativ!


Doppelkonzert
Doppelkonzert
Preis: EUR 10,99

5.0 von 5 Sternen Chamäleon Chick, 29. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Doppelkonzert (Audio CD)
Als nicht ausgewiesener Klassik-Kenner bin ich auf der Suche nach Aufnahmen von Chick Core auf diese CD gestoßen - sprich vom Jazz her. Zwar kenne ich einige Klavierkonzerte von Mozart, diese Doppelkonzert für 2 Klaviere war mir allerdings bis dato unbekannt. Von daher kann ich es nicht mit anderen Aufnahmen vergleichen und nehme mir die Freiheit einfach zu sagen: Es gefällt mir ausgesprochen gut. Wunderbar leichtfüßig, wie man Mozart kennt. Beide Pianisten sind für mich die perfekte Besetzung, da jeder auf seine Weise in der Lage ist das umzusetzen.

Als intensiver Jazz-Hörer und begeisterter Corea-Fan erstaunt mich immer wieder, welche Bandbreite Chick besitzt. Interessant sind auch die Unterschiede zwischen Gulda und Corea: Ersterer hat einen glasklaren, fast harten Anschlag, letzterer klingt weicher. Wobei ich Chick hier Absicht unterstellen mag, da er auch anders spielt - auf anderen Aufnahmen und kurzzeitig aufblitzend auch hier -, interessanterweise bei Duos häufig das Gegenteil seines Partners (Hiromi, Gary Burton z.B.).

Die beiden Duo-Stücke (je eine Komposition von Corea und Gulda) enthalten viel Improvisation, sind aber nicht rein improvisiert. Das sind tolle Stücke, es macht richtig Spaß den beiden ungleichen und doch so ähnlichen Partnern zuzuhören. Technisch spielen beide auf einem so hohen Niveau, dass man das hier gar nicht mehr erwähnen muss...


Sublim II
Sublim II
Wird angeboten von Medienvertrieb & Verlag
Preis: EUR 15,00

5.0 von 5 Sternen Angelika Coltrane, 28. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sublim II (Audio CD)
Angelika Niescier ist eine wirklich tolle Saxophonistin, sie erinnert in ihrer Spielweise tatsächlich an Coltrane, auch wenn sie Altsax spielt. Die Musik ist sehr abwechslungsreich und im SInne des Wortes kunstvoll. Sie ist eine tolle Komponistin, alles ist sehr eigenwillig, melodisch und rhythmisch komplex, richtig guter Jazz!

Ich habe bereits die Sublim III, die erste ist bestellt. Schade finde ich nur, dass diese tolle Musikerin nicht einem größeren Publikum bekannt ist, noch nicht mal im Jazz und für dessen Verhältnisse. Das ist Musik zum Zuhören, erforschen, hineintauchen, nix für das schnelle Ohr. Vielleicht deshalb...


Five Trios
Five Trios
Wird angeboten von samurai media JPN402
Preis: EUR 362,77

5.0 von 5 Sternen Fünf Traum-Trios vom Meister, 11. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Five Trios (Audio CD)
Ich habe lange überlegt, ob ich mir die CD kaufen soll: Über 120 Euro für 6 CDs, lohnt sich das? Auch wenn es vom meiner Meinung nach perfektesten Musiker ist, der alles spielen kann, ein genialer Improvisator ist und dazu ein kompositorisches Erbe hinterlassen wird, das dem eines Mozart ebenbürtig ist? Dann las ich im Web einen Kommentar eines US-Kritikers - und schlug zu.

Ich war sehr überrascht: Die Scheiben sind noch besser als erhofft und extrem abwechslungsreich. Meine Befürchtung, dass es nach 6 CDs Klaviertrio einfach langweilig wird, ist noch nicht mal ansatzweise eingetreten. Chick spielt in den 5 Besetzungen (die 6. CD sind weitere Stücke der Besetzungen der 1., 3. und 4. CD) sowohl elektrisch als auch im reinen Piano Trio, es sind Live- und Studio-Aufnahmen dabei.

Wer jemals wissen wollte, was für eine musikalische und klangliche Bandbreite ein Piano-/Keyboard-Trio abdecken kann, erhält hier eine Lehrstunde. Doch der Reihe nach...

CD1 ("Dr. Joe") ist eine Widmung an Joe Henderson, aufgenommen in Chick's Mad Hatter East Studio. Neben ihm sind John Patitucci und Antonio Sanchez von der Partie, die vorher in dieser Besetzung noch nie gespielt haben. Meiner Kenntnis nach sind es alles neue bzw. noch nicht veröffentlichte Stücke. "For two days we laughed a lot" schreibt Chick. Dabei ist eine perfekte Session enstanden: obergeile Musiker mit einer genialen Mischung aus elektrisch und akustisch, tolle neue Stücke - grandios. Sanchez ist für mich sowieso einer der besten und einfühlsamsten Drummer, Patitucci spielt E- und Kontrabass und ist auf beiden einfach nur perfekt, auch Chick spielt Piano und Keyboards - man hat das Gefühl, die drei spielen schon seit Jahren zusammen, es ist einfach unglaublich!

CD2 nennt sich "From Miles" und ist eine Live-Aufnahme mit Jack DeJohnette und Eddie Gomez am Bass. Alle drei haben mit Miles Davis gespielt und haben sich bei dem offensichtlich recht spontanen Auftritt auf Stücke von Miles bzw. die er gespielt hat geeinigt. Ich bin kein Fan von DeJohnette, er spielt mir zu "flächig", zu wenig Groove. Auch Gomez geht hier recht "experimentell" zu Werke. In der Dosierung mit nur 5 Stücken und ohne ausufernde Improvisationen ist das hier aber insgesamt richtig gut, bietet genau die richtige Abwechslung im Gesamtkontext der 5 CDs. Und Chick ist souverän wie immer...

CD3 ("Chillin' in Chelan") wurde bei einem Open Air aufgenommen und ist ähnlich perfekt wie die erste: Christian McBride und Jeff Ballard sind der Oberhammer, absolut genial das Verständnis aller Drei, obwohl Bassist und Drummer vorher noch nie zusammen gespielt hatten. Und Chick ist mal wieder der Ober-Meister am Flügel. Diesmal ein rein akustisches Trio, sie spielen bekannte Stücke, trotzdem kein bisschen langweilig.

CD4 heißt "Boston Three Party", weil sie in Chick's Heimatstadt bei einem Konzert am Berklee Performance Center aufgenommen wurde. SIe ist etwas ganz Besonderes und geht weit über das gewohnte Trio-Klangbild hinaus. Diesmal spielt neben Eddie Gomez mit Airto Moreira an Drums und Percussion ein Weggefährte aus ersten "Return to Forever"-Tagen mit. Chick schreibt zu Recht in den liner notes: "This turned out to be one of the wilder pairings of bass and drums I've tried." Die Mischung ist absolut genial: Moreira experimentiert (auch mit Gesang) und bringt eine Menge Farbe und Abwechslung in die Musik, Gomez groovt und swingt, was das Zeug hält, Chick spielt viel E-Piano um die alten RtF-Sachen bringen zu können. Heraus kommt eine grandiose elektrisch-akustische Mischung, alte Stücke wie "500 Miles High" und "Sometime Ago - La Fiesta" werden supertoll interpretiert, man erkennt sie kaum wieder.

CD5 ist wieder eine Session im Mad Hatter East namens "Brrokly, Paris to Clearwater" mit zwei jungen Musikern (2007 in den frühen Zwanzigern), die Corea nur per CD und YouTube ausgesucht hatte: Hadrian Feraud am E-Bass und Richie Barshay am Schlagzeug. Nette Notiz hierzu aus den liner notes: "This was the biggest 'generation gap' I had tried for a rhythm section, next to playing with my wild and talented grandsons ... (five and three years old)." Auch hier wieder eine 2-Tage-Session und für mich völlig unerklärlich wie Musiker, die vorher noch nie zusammen gespielt haben, 9 Stücke (davon 8 neue von Chick!) einspielen können und dabei klingen, als spielten sie schon seit Jahren zusammen. Die CD ist hoch interessant, kompositorisch, klanglich und spielerisch teilweise fast experimentell und sehr abgefahren. Corea spielt viel elektronisch, Feraud ist auch mit jungen Jahren unvergleichlich gut, Barshay hält fantastisch mit. Tolle Scheibe!

Die 6. Scheibe schließlich enthält alles andere als Reste - ich sage nur "50% Manteca" sowie zwei sehr witzige Interpretationen eines ewigen Klassikers: "Spain in the Main" und "Spain Drumdendum" mit einem Drum-/Percussion-Trio von Corea, McBride und Ballard.

Es ist absolut unverständlich für mich, warum "Five Trios" nur in Japan erschienen ist. Für mich ist es eine der besten Aufnahmen, die Chick je herausgebracht hat.

Wer also etwas ganz Besonders in seiner Sammlung haben möchte und für herausragende Musik mal nicht auf's Geld schaut, ist mit dieser Box bestens bedient.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 18, 2015 7:22 AM CET


Rhumba Flamenco (UK Import)
Rhumba Flamenco (UK Import)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastischer Flamenco-Jazz, 10. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Rhumba Flamenco (UK Import) (Audio CD)
Warum diese Doppel-CD nur über Chick's Webseite veröffentlicht wurde und daher nun als teures Sammler-Stück durch die Angebote geistert, erschließt sich mir nicht. Für mich ist das eine der besten Corea-Scheiben - und ich habe einige aus seiner sehr umfangreichen Diskografie.

Das Zusammenspiel von Corea mit den besten Musikern aus Paco de Lucia's Band kreiert eine begeisternde Mischung aus Flamenco und Jazz. Hier stimmt einfach alles: die Kompositionen (wenn auch keine neuen), das Zusammenspiel aller Musiker, das man fast schon als traumwandlerisch sicher bezeichnen kann, die Interaktion, ihr Verständnis und aufeinander Eingehen - creme de la creme.

Ich kann und will auch keinen der Musiker hervorheben, vielleicht nur mangels Produktbeschreibung die Nennung der Namen: Carlos Benavent (Bass), Tom Brechtlein (Drums), Rubem Dantas (Percussion), Jorge Pardo (Sopran Sax, Flöte), Gayle Moran Corea (Vocals bei 1 und 4). Stücke und weitere Infos findet man u. a. hier: [...]

Ich habe die beiden CD's noch für knapp 80 Euro bekommen und sie sind mir jeden Cent Wert. Hier stimmt einfach alles, was man Jazz-lastiger Musikliebhaber erwarten kann, wenn man ein Faible für Flamenco hat. Auch oder gerade weil die typische Flamenco-Gitarre fehlt: Dadurch geht es mehr Richtung Jazz und wie Chick das Fehlen derselben kompensiert ist der Hammer und absolut hörenswert! Und noch einmel: Das Zusammenspiel der Musiker, das Hören und Reagieren aufeinander ist kaum zu toppen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 9, 2014 4:42 PM MEST


Solo Piano Portraits
Solo Piano Portraits
Preis: EUR 12,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebenswerk auf 88 Tasten, 10. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Solo Piano Portraits (Audio CD)
Ich sollte vorausschicken, dass ich Chick Corea für einen der vollkommensten Musiker dieser Zeit halte: Fantastischer Komponist genauso wie Improvisierer, elektrich wie akustisch Spitze, beherrscht praktisch alle Stile perfekt, von Fusion über tradtional Jazz bis zu Klassik oder gar selbstkomponierten Klavierkonzerten. Chick bekommt man im Oktett, als Trio, in verschiedenen Duos, alle möglichen Band-Formationen, Latin, Spanish Heart / Flamenco, akustisch, voll elekrifiziert abgehend - und nun am Solo Piano.

Ich habe selten eine kurzweiligere Darbietung von 135 Minuten am Piano gehört. Man merkt es schon an den 44 einzelnen Stücken (inkl. Chick's Announcements), aber es ist auch der Bogen, den er musikalisch spannt, seine Interaktion mit dem Publikum - und nicht zuletzt natürlich sein unvergleichliches Klavierspiel.

Hier steht mehr die Improvisation und Interpretation im Vordergrund als Chick's Kompositionen. Trotzdem hat das Album eine Struktur: Es beginnt mit "Portraits" von ihm geschätzter Musiker und Komponisten. Schon hier reicht die Spanne von Jazz (Bill Evans, Monk, Bud Powell) über Flamenco (Paco de Lucia) und Soul-Pop (Stevie Wonder) bis zur Klassik (Scriabin, Bartok). Dann folgt eine Auswahl aus Chick's Children Songs. ("These are portraits of children.") Schließlich portraitiert er frei improvisiert Konzertbesucher - "like a painter".

Vor allem der letzte Teil (10 kurze Stücke) gefällt mir überaus gut, man kann sich die Menschen fast vorstellen. Und gemessen an den Publikums-Reaktionen scheint er die Portraitierten sehr gut zu treffen...

Ganz zu Beginn gibt es noch eine Improvisation: Corea fängt einfach an zu spielen und kommt dann zu „How Deep is the Ocean”. Er erklärt danach: „Yeah, I don’t know where that came from. I think I still have that tune…” Die Improvisation ist quasi atonal und trotzdem kontrapunktisch gesetzt. Man achte auf das Zusammenspiel linke Hand (eher Basslinien) und rechte Hand (hohe Melodien): Das ist für mich schwer zu verstehen, wie man so etwas improvisieren kann. Das könnte man notieren und hätte eine perfekte Komposition.

An diesem Beispiel mag man sehen, wie hochmusikalisch und künstlerisch die Musik ist - und gleichzeitig klingt alles so locker, einfach und verspielt. Man hat das Gefühl, da geht Mr. Corea jetzt einfach mal her, setzt sich ans Klavier („Yes, nice piano!”), überlegt sich vorher vielleicht ein wenig, was er machen möchte, oder lässt sich tatsächlich einfach treiben, wie er sagt - und packt sein ganzes Können, seine Erfahrung, seine Musikalität, eigentlich sich selbst in sein Spiel und legt los. Wie geil ist das denn?

Wie vielleicht nicht zu überlesen bin ich reichlich begeistert von Künstler und Platte… ;o)


The Vigil
The Vigil
Preis: EUR 12,98

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolute Spitzenklasse, ein Meisterwerk des Jazz!!!, 8. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Vigil (Audio CD)
Was der gute Chick mit seinen inzwischen 72 Jahren hier abliefert ist kaum noch zu überbieten: Jazz mit Fusion-Einschlag allerfeinster Güte, bei dem wirklich alles passt! Ich habe die CD teilweise mehrfach hintereinander gehört und habe es in den letzten Wochen nicht geschafft, dass sie mir auch nur ansatzweise langweilig wird.

Hier ist wirklich alles dabei, was gute Musik ausmacht: fantastische, nie langweilige Kompositionen, komplex und doch mit schönen Melodien, rhythmisch ausgefuchst bis ins letzte und trotzdem alles ganz easy und locker dargebracht, als würden Chick und seine jungen Kollegen das einfach so aus dem Ärmel schütteln, so mal nebenbei in ner Session.

Wie gesagt sind die Stücke nicht nach Schema F, sondern die wirklich schönen Themen werden von den Solisten umspielt, teilweise auseinandergebochen, es wechseln sich durchkomponierte Passagen mit Improvisationen ab, wobei letztere auch mal in irren Unisono-Läufen enden können.

Das sind alles wahre Meister ihres Fachs, und Chick hat gut daran getan, junge aber etablierte Kollegen in die Band zu holen. Man hat den Eindruck, dass die mehr als alles geben, voller Ehrfurcht und Freude dabei sind, mit dem großen Meister spielen zu dürfen - und doch schwebt über allem besagte Leichtigkeit gepaart mit einer fast schon überirdischen Perfektion und Spielfreude. Und nein, das widerspricht sich nicht! ;-)

Der Opener "Galaxy 32 Star 4" kommt in bester RTF-Fusion-Tradition daher, mit einem tollen Solo des jungen Gitarristen Charles Altura mit sehr ungewöhnlichen Harmonien und Läufen (nix DiMeola-Genudel). Mein Lieblings-Stück ist "Planet Chia", wunderbar leicht und akustisch, leichte Spanish-/Latin-Einschlag, wobei das echt schwer ist, hier etwas hervorzuheben, ohne alle anderen durchweg hervorragenden Stücke schlecht machen zu wollen - nennen wir es persönlichen Geschmack. Beide Werke haben übrigens jeweils die oben erwähnten langen Unisono-Passagen als Schluss, fast schon klassisch durchkomponiert.

"Portals to Forever" ist von Aufbau und Komposition her der Hammer: Mit komplex verschachteltem Fusion-Rhythmus recht elektrisch beginnend, geht es weiter mit ständig wechselnden Soli, Thema, wieder Soli, den schon bekannten Unisono-Melodien, zwischendrin mal entspannter 4/4-Jazz mit Piano-Solo, an dessen Ende wieder alle gemeinsam spielen - und am Schluss noch einmal ein komplett neuer Part, fast schon ein eigenes Stück, in Form eines traumhaft stimmungsvollen Outros der gesamten Band, das langsam ins Nichts entgleitet.

Das wieder mehr akustisch-majestätisch-leichte "Royalty", "Outside of Space" mit Corea's Frau Gayle Moran als Sängerin, die John-Coltrane-Gedächtnis-Improvisation "Pledge for Peace" (live) mit Stanley Clarke am akustischen Bass statt "Wunderkind" Hadrien Feraud am elektrischen und Ravi Coltrane statt Tim Garland am Sax (letzterer spielt übrigens auf allen anderen Stücken mit einem fantastisch klaren, hellen, fast schon perlenden Ton), das rassig-dreckige Jazz-Rock geprägte und doch tief jazzige "Legacy" mit einem hier fast noch breiter ausgebreiteten Rhythmus-Teppich als auf dem Rest der CD des Drummers Marcus Gilmore, sowie schließlich das federleichten live eingespielten Latin-Jazz-Stück namens "Hot House" hört euch bitte selbst an: Unbedingt kaufen, die Scheibe ist es wirklich wert!

Der Begleittext hier bei Amazon ist übrigens schlichtweg falsch: Das sind alles neue Kompositionen von Chick und kein "Mix aus Corea-Klassikern und neuen Originalen".
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 22, 2013 1:40 PM CET


Lucidity
Lucidity
Wird angeboten von musicjapan-jp
Preis: EUR 19,00

5.0 von 5 Sternen Moderner Big Band Jazz vom Feinsten, 3. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lucidity (Audio CD)
Das ist eine ganz tolle Vorstellung, die das Swizz Jazz Orchestra da liefert! Der Titel ist Programm, die Musik strahlt eine ungewöhnliche Klarheit aus, ist melodiös und gut hörbar, trotz aller Komplexität. Da werden Melodien und Themen mehrschichtig aufgebaut, sich steigernd zum Haupt-Thema, Rhythmen teils überlagert, teils gewechselt, ohne die Harmonien bzw. die Harmonie des Ganzen zu verlieren; Soli werden vom Orchester untermalt, die Steigerung zum Höhepunkt unterstützt.

Als Ergebnis klingt die Musik nie langweilig, man entdeckt ständig neue Facetten und Farben - und trotzdem ist sie weder aufdringlich noch disharmonisch. Dadurch werden auch dem Jazz weniger gewogene Hörer nicht abgeschreckt, obwohl die Musik beileibe nicht seicht ist, vielleicht sogar trotz aller Dynamik Fahrstuhl-geeignet, wenn auch ganz sicher kein Fahrstuhl-Jazz. (Auch nicht der Remix von "Figment", der ist richtig gut - und ich mag normalerweise Remixe nicht...) Die ganze Tiefe und Vielschichtigkeit der Stücke erschließt sich allerdings nur dem gewogenen Hörer, der bereit ist, zuzuhören, zu folgen und sich verzaubern zu lassen.

Bitte nicht missverstehen: Das SJO geht trotzdem richtig gut ab, hat Groove und Drive. Ich war erst skeptisch, weil bei dieser CD der prominente Gast oder Komponist als Aufmacher fehlt. Das hat sich jedoch sehr schnell gelegt, denn Musical Director Bert Joris kennt seinen Klangkörper wie kein Anderer und zaubert regelrecht mit seinen hochkarätigen Musikern. Chapeau!

Da es auf Amazon noch keine Produktbeschreibung gibt, erlaube ich mir, die von Mons Records zu posten, v.a. da ich mich ihr zu 100% anschließen kann:
"Mit ihrer siebenten CD „Lucidity“ präsentiert das SJO nun sieben überragende Kompositionen ihres Pianisten und Komponisten Philip Henzi, die sich fast filmisch zu einem Gesamtwerk zusammensetzen. Jedes seiner Stücke basiert auf einem Traum und/oder einem imaginären Bild – und erzählt, jedes für sich und doch auch Bezug nehmend aufeinander, seine eigene Geschichte. Zusammen entwickeln sie einen ganz eigenen musikalischen Fluss, wachsen aneinander und machen uns Zuhörer neugierig auf das, was wohl als nächstes geschehen soll...
Und um in cineastischen Jargon zu bleiben – Philip Henzi ist das perfekte Drehbuch gelungen und feuert damit seinen Regisseur und Bandleader Bert Joris mit seiner Starbesetzung des SJO zur Höchstleistung an. Einen Oscar für das Gesamtwerk!"

(siehe [...])


Überjam Deux
Überjam Deux
Preis: EUR 17,27

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Für Fahrstuhl-Fahrer, 27. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Überjam Deux (Audio CD)
Sco, was ist nur aus Dir geworden! Hast Du es wirklich so nötig, Geld zu verdienen auf Deine alten Tage? Du bist doch ein hervorragender Gitarrist mit Witz und Groove, wie Du noch vor gar nicht langer Zeit mit Medeski, Martin & Wood bewiesen hast. Schade...

Habe nach dem Kauf erst mal reingehört und nach dem 3. Stück entnervt und gelangweilt aufgegeben. Ich habe es dann noch 2 Mal versucht und sie ganz gehört, aber es wurde nicht besser. Vielleicht ist das einfach keine Musik für mich, aber ich fahr nun mal nicht gern Fahrstuhl. Da werden teilweise sogar Disco-Beats verwendet und Handclapping: alle mal mitklatschen (*schauder*)! Hintergrund-Mucke mit ner netten Gitarre, schön 4/4 mit Beat auf 2 und 4 - tut keinem weh, hat aber auch null Substanz. Für mehr taugt das seichte Zeugs nicht. Und dann diese schreckliche rhythm Guitar - und leider reißt's auch John Medeski nicht raus.

Meine Playlist hat eben zufälligerweise den Hexentanz von Michael Wollny vor "Endless Summer" und "Cracked Ice" (schon die Titel hätten mich stutzig machen müssen ;) gespielt: Das war kein Niveu-Abstieg, das war freier Fall!

Es gibt 2 Punkte für die gute Gitarre, aber mehr ist einfach nicht drin...


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