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Rezensionen verfasst von
opernfan
(TOP 500 REZENSENT)   

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Symphonie Nr. 6/Ouvertüren
Symphonie Nr. 6/Ouvertüren
Preis: EUR 7,44

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer noch maßstabsetzend, 3. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Symphonie Nr. 6/Ouvertüren (Audio CD)
Die Aufnahme der 6. Symphonie gehört für mich immer noch zu den besten Beethoven-Einspielungen überhaupt - und das trotz einer nicht optimalen Klangqualität, was natürlich dem Alter der Aufnahme geschuldet ist (30er Jahre!). Aber welch poetische Interpretation hören wir, welch sublimen Orchesterklang. Selten hat man den ersten Satz so frei dahinfließend gehört. Und auch die Szene am Bach atmet scheinbar wirkliche "Landlust", wunderbar lyrisch. Das Gewitter ist hier ein passageres Ereignis, schon auch bedrohlich, aber nicht so knallig, wie heute häufig zu hören. Das ganze ist wunderbar organisch, wie aus einem Guss. Walter übertrifft hier (auch dank des Orchesters) bei weitem seine spätere Aufnahme mit dem Columbia-Symphony-Orchestra.
Wenn ich nur eine 6. Symphonie mit auf die Insel nehmen dürfte, wäre es ganz sicher diese Aufnahme hier.


Klavierkonzerte 15,23 & 24
Klavierkonzerte 15,23 & 24
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 24,53

5.0 von 5 Sternen Geheimtip, 3. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonzerte 15,23 & 24 (Audio CD)
Solomon ist vielen heute kein Begriff mehr, er musste seine Karriere bedingt durch einen Schlaganfall auch sehr früh beenden. Und hat nicht viele CDs hinterlassen, insbesondere hat er nur sehr wenig Mozart eingespielt - was angesichts der Qualität dieser Aufnahmen sehr zu bedauern ist. Sein Spiel zeichnet sich durch große Klarheit aus, es ist ein lyrischer, sehr poetischer Mozart, den wir hier hören, der mit größtmöglicher Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit erklingt - es ist jene schwierige Quadratur des Kreises bei Mozart, die ihm hier gelingt (und er erreich fast die Qualität einer Haskil): Es klingt alles leichtläufig, ohne dass es leichtgewichtig klingen würde. Solomon spielt ganz uneitel, der Schönheit der Werke verpflichtet.
Die orchestrale Begleitung ist in Ordnung, der Klang ebenso.


Streichquartette von Beethoven, Schubert und Mendelssohn
Streichquartette von Beethoven, Schubert und Mendelssohn

5.0 von 5 Sternen Wie aus der Ferne längst vergangener Zeiten, 3. Oktober 2013
Diese Aufnahmen des Busch-Quartett stammen in vielerlei Hinsicht aus einer ganz anderen Zeit, so hat man den Eindruck. Was auffällt, ist, dass seit den 30er Jahren die heutigen Quartette an technischer Raffinesse gewonnen haben. Aber an Tiefgründigkeit sind diese Aufnahmen kaum zu überbieten. Den späten Beethoven hört man oft erstaunlich gut (erstaunlich allein deswegen, weil die Quartette unfassbar komplex sind), aber so intensiv doch eher wieder selten.
So ist es vor allen Dingen die Ausdruckstiefe, die diese Aufnahmen auch heute noch unbedingt hörenswert macht. Ähnlich wie bei A. Schnabel in den Beethoven-Sonaten (der auch nicht alle Töne trifft), überhört man die kleineren technischen Mängel gerne, weil man gefangen ist von der Schönheit und dem emotionalen Ausdruck, der uns auch über 70 Jahre nach Erscheinen dieser CDs ganz unmittelbar erreicht. Und wer das Adagio des a-moll Quartetts gehört hat, der weiß vielleicht wirklich, was diese "Danksagung an die Gottheit" meinen könnte, so schön ist das gespielt (dabei ungewöhnlich langsam). Die Tonqualität ist für das Alter der Aufnahmen gut, etwas dumpf im Klang.
Insofern sind es schon eher Aufnahmen für Connaisseurs, diese aber sollten diese Aufnahmen nicht missen.


Klarinettenquintette
Klarinettenquintette
Preis: EUR 19,37

4.0 von 5 Sternen Wunderschön, allein..., 1. Oktober 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Klarinettenquintette (Audio CD)
Das Minetti-Quartett gehört zu den aufstrebenden Newcomern der sehr lebendigen Quartettszene und zeigen sich in iher inzwischen dritten CD wieder als hervorragende Musiker. Sekundiert von einem großartigen M. Schorn an der Klarinette interpretieren sie die beiden berühmten Klarinettenquintette von Brahms und Mozart ungemein klangschön, sehr auf Harmonie bedacht. Was mir etwas fehlt (gerade bei Brahms im Vergleich zu der Aufnahme mit dem Hagen-Quartett und J. Widmann), ist ein Element der Spannung als quasi-Kontrapunkt zur Harmonie. Die Klangsprache der Hagens ist etwas schroffer, akzentuierter, was dem Quintett mehr Innenspannung verleiht.
Wer das Minetti-Quartett live kennt, weiß, dass sie dort viel wagen, hier auf der CD wirken sie auf mich wie gebremst und viellicht etwas zu sehr in der Tradition verhaftet.
Herausgekommen ist eine wunderschöne Kammermusik-CD (in diese Koppelung allemal), der es vielleicht etwas an "Aufregendem" fehlt.


Klavierkonzerte 1 und 2
Klavierkonzerte 1 und 2
Preis: EUR 16,99

25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht ganz rund, 1. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonzerte 1 und 2 (Audio CD)
Eine Neueinspielung der beiden Klavierkonzerte von Brahms hat es notorisch schwer, tritt sie doch quasi gegen eine Vielzahl hervorragender Aufnahmen an (im übrigen sehr männlich dominiert). Nun also macht sich H. Grimaud, die schon früh bei Brahms aufhorchen ließ, daran, ihre Version dieser beiden "Schlachtrösser" der Öffentlichkeit zu präsentieren. Und schlägt sich nicht schlecht, aber die Erfüllung ist es dann leider auch nicht geworden.
Insbesondere in den Ecksätzen vermisse ich jetzt die Unbändigkeit, vielleicht auch die Kraft, mit der z.B. ein K. Zimerman unter Bernstein diese Werke angeht (hier hören wir eine quasi kraftvoll strömende Energie). Wir hören bei Grimaud viele schöne Stellen, aber es gelingt ihr meiner Ansicht nicht ganz, den Spannungsbogen zu halten - wobei nicht auszuschließen ist, dass hier auch das Dirigat von A. Nelsons nicht das Niveau z.B. von Bernstein in Wien erreicht. Nelsons, recht eigentlich als "Hitzkopf" bekannt, wirkt hier mitunter erstaunlich "brav" - bei insgesamt hervorragenden Orchesterleistungen.
Es gibt immer wieder ganz wundervoll gestaltete Passagen, aber in der Summe wird kein wirklich Ganzes daraus. Und dennoch sind diese Aufnahmen interessant, weil sie einen eher lyrischen Zugang zu diesen sonst oft sehr kraftvoll interpretierten Werken aufzeigen und weil Grimaud z.B. im Andante des zweiten Klavierkonzertes mit großer Klarheit und Tiefe (und welch Cello-Solo der Wiener Philharmoniker) punkten kann. Als Bereicherung des Werk-Kanon keine schlechte Aufnahme, aber im Schatten großer Vorgänger-Produktionen, von denen Zimerman/Bernstein/Wiener Philharmoniker mein Favorit wäre.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 1, 2013 11:08 PM MEST


Violinkonzert Op.53 / Trio Op.65
Violinkonzert Op.53 / Trio Op.65
Preis: EUR 19,87

5.0 von 5 Sternen Von herber Schönheit, 23. September 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzert Op.53 / Trio Op.65 (Audio CD)
Das Violinkonzert von Dvorak stand lange etwas im Schatten anderer "großer" Violinkonzerte, was sich erst in den letzten Jahren zu verändern scheint, zunehmend mehr GeigerInnen widmen sich diesem Werk, so u.a. auch J. Fischer, A.-S. Mutter hat eine Neueinspielung angekündigt.
I. Faust zeigt hier nun eine sehr beeindruckende Leistung. Mit eher herber Klangsprache, dramatisch akzentuiert, verfällt sie nie in Gefahr des reinen "Schönklangs", immer ist sie auf den Punkt präsent, dabei natürlich technisch höchst versiert. Sekundiert wird sie dabei vortrefflich (und für mich deutlich überzeugender als Zinman bei Julia Fischer) von J. Belohlavek, der diese wunderschöne Musik mit größtmöglicher Natürlichkeit erklingen läßt, ohne etwas forcieren zu müssen. Belohlavek und Faust bilden dabei eine vortreffliche "Zweiheit", sedkundiert von den Prager Philharmonikern, die das Böhmische dann eben doch im Blut respektive in den Fingern haben.
Das Trio von Dvorak ist eine weitere Bereicherung (kennt man sonst häufig nur das sog. "Dumky-Trio"), hier bildet I. Faust eine hervorragende Trio-Formation mit Melnikov am Klavier und Queyras am Cello. Und lässt uns ein in einer solch hochkarätigen Wiedergabe zu Unrecht vernachlässigtes Werk der Kammermusik hören.
Sehr zu empfehlende Dvorak-CD, neben seinen "Schlachtrössern" Cello-Konzert und die späten Symphonien.


Soile Isokoski: Scene d'amore
Soile Isokoski: Scene d'amore
Wird angeboten von text_und_toene
Preis: EUR 12,66

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Subtile Gestaltung, 19. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Soile Isokoski: Scene d'amore (Audio CD)
S. Isokoski hat ihre Karriere eher im Schatten der medialen Aufmerksamkeit gemacht - wenn man dieses Recital hört, frägt man sich unwillkürlich, warum? Wir hören hier eine Sopranistin am Zenit ihres Könnens, mit einer feinen, eher lyrischen Stimme gesegnet, die sich immer der Grenzen ihres Fachs bewußt ist (einer Schwarzkopf ähnlich) und ungemein fein differenzierend gestaltet. Die Briefszene aus Eugen Onegin ist wunderbar schwärmerisch (und ganz ohne Überspanntheit) gestaltet, als Mimi punktet sie mit subtilem Klang und inniger Gestaltung. Als Desdemona ist sie bewegend in der innigen Schlichtheit, mit der sie singt.
Vielleicht ist S. Isokoski eher eine Sängerin für Connaisseurs, die Tugenden wie Legatofähigkeit, vorbildliche technische und interpretatorische Erfassung des Notentextes besonders schätzen. Auf keinen Fall muss sie sich hinter den Sängerinnen verstecken, denen ein größeres mediales Interesse entgegentritt.


Klaviersonate KV 283 und 331 / Fantasie
Klaviersonate KV 283 und 331 / Fantasie
Preis: EUR 15,46

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen (zu) Eigenwillig, 19. September 2013
Ivo Pogorelich gehörte immer schon zu den Pianisten, die im Rahmen einer sehr individualistischen Auffassung des Künstlerseins, frei mit den jeweiligen Notentexten umging. Was in vielen Fällen trotzdem zu imposanten, innovativen Einspielungen führte (z.B. seine meiner Ansicht nach überragenden Haydn- und Scarlatti-Einspielungen). Bei Mozart geht für mich die Rechnung aber nicht ganz auf, weil er zu sehr in den musikalischen Fluß eingreift, so dass jetzt die Architektur der Sonaten gefährdet ist. Der musikalische Zusammenhang droht, verloren zu gehen, die Musik zerfällt fast. Da gibt es immer wieder faszinierende Passagen, so noch nie gehörte Ideen - und dennoch, das Große und Ganze bleibt für mich auf der Strecke. Als ob es nun doch zu sehr um den Pianisten Pogoreich und zu wenig um Mozart ginge.
Was bleibt, sind faszinierende Momente, z.B. im Alla turca, wo man förmlich die Janitscharen Musik hören kann. Und natürlich seine superbe Klangkultur, die immer wieder zu irrisierend schönen Momenten führt. Es ist eine Mozart-Platte, die Widersprüche auslöst, spannend ist. Für mich dann aber doch zu weit weg von Mozart ist.


Klaviersonaten 19 und 46
Klaviersonaten 19 und 46
Preis: EUR 8,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schlichtweg brillant, 16. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Klaviersonaten 19 und 46 (Audio CD)
Angesichts des Wiederhörens dieser CD ist mir mal wieder das Bedauern darüber gekommen, dass es um Herrn Pogorelich so still geworden ist. In seinen besten Momenten hat er schlichtweg phänomenale Aufnahmen eingespielt - so wie hier. Und man bedauert umso mehr, dass er "nur" zwei Sonaten von Haydn eingespielt hat.

Sein Haydn kennt die Strenge von Bach und zeigt Haydn als Brückenbauer hin zur Wiener Klassik und damit zu Mozart, Beethoven und auch Schubert. Pogorelich findet eine ideale Balance zwischen genau diesen zwei Welten: Formbewußtsein auf der einen Seite und spielerische Leichtigkeit (welche Läufe) auf der anderen Seite. Denn Haydn lebt vor allem von diesem Witz, wie er mit dieser Form zu spielen versteht und den Hörer immer wieder überrascht, ja fast überrumpelt. Und welch schlichte (im Sinne von rein) Schönheit hören wir in den langsamen Sätzen. Dies verbunden mit der hohen, ganz besonderen Anschlagskultur von Pogorelich, im übrigen einer der wenigen Pianisten, die man schon am ersten angeschlagenen Ton erkennen kann. Und mit diesen Farben malt er uns einen so brillanten Haydn, dass man nur staunen kann, dass er nicht viel öfter von den großen Pianisten gespielt wird. Vielleicht, weil es eines wirklich großen Pianisten bedarf, von denen es dann letztlich doch nicht allzu viele gibt.


Strauss: Vier Letzte Lieder
Strauss: Vier Letzte Lieder
Preis: EUR 7,97

2.0 von 5 Sternen Spätherbst, 15. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Strauss: Vier Letzte Lieder (Audio CD)
Ich kann - gerade auch angesichts der "erdrückenden" Konkurrenz großer Sängerinnen - die guten Kritiken für diese Aufnahme der vier letzten Lieder nicht nachvollziehen. Es mag sein, dass Frau Rothenberger ein schönes Timbre hat(te) - das alleine reicht aber bei weitem nicht aus. Denn zum einen ist Frau Rothenberger hier schon im Spätherbst ihrer einstmals wirklich zauberhaften, aber eben auch nie großen Stimme, zum anderen fehlt es ihr genau an diesem geforderten Volumen für diese Lieder. Ihre Stimme flackert oft und gerade in den langen Bögen der letzten beiden Liedern fehlt es eben an Atem und auch Stimmfarben, um den Spannungsbogen zu halten. Von den Schärfen, die sich einschleichen, gar nicht erst zu reden.
Man muss jetzt nicht an J. Norman oder K. Flagstad denken, die mit ungleich größeren und reichhaltigeren Stimmen diesen Zyklus gestaltet haben, aber auch eine Janowitz oder Schwarzkopf haben nicht nur stimmlich deutlich überzeugendere Interpretationen dieses Zyklus hinterlassen.
Besser gelungen sind die aufnahmetechnisch früheren Aufnahmen, weil hier die Stimme noch mehr dieses Silberschimmers hatte.
Aber für die vier letzten Lieder kann sich diese Aufnahme meiner Ansicht nach nicht unter die großen Aufnahmen einreihen, die - je nach Geschmack - deutlich überzeugender von J. Norman, E. Schwarzkopf, R. Fleming, A. Auger und G. Janowitz gestaltet wurden, aber auch A. Harteros und S. Isokoski haben sehr beachtenswerte Aufnahmen hinterlassen.


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