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Von Kunden verfasste Rezensionen
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The Rumproller (Limit.Edition)
The Rumproller (Limit.Edition)

5.0 von 5 Sternen Kraftvoll, aber herzlich, 19. September 2001
Rezension bezieht sich auf: The Rumproller (Limit.Edition) (Audio CD)
Beeinflusst von Clifford Brown, Fats Navarra, Dizzy Gillespie, entwickelte Lee Morgan, der aus Art Blakeys Jazz Messengers hervorging, einen kraftvollen, prononcierten Ton mit geistreicher Melodieführung.
Was Lee Morgan (Philadelphia/Pensylvania, 1938 - New York, 1972) mit anderen Hardbop-Musikern wie Horace Silver, Cannonball Adderley, John Coltrane und Max Roach verband, war die starke Betonung repetierender Blues-Motive, eines gospelartigen Ensembleklangs und eines unerbittlich mitreißenden Rhythmus.
Dies und seine rhythmische Leichtigkeit machten ihn in den 60er Jahren zu einem der größten Trompeterpersönlichkeiten des Hardbop.
In nur zwei Tagen - am 9. April und 21. April 1965 in den berühmten Rudy Van Gelder Studios/Englewood Cliffs/New Jersey - hatte Morgan sämtliche Songs mit excellenten Musikern wie Joe Henderson (Tenorsaxofon), Barry Harris (Piano), Bob Cranshaw (Bass) und den genialen Schlagzeuger Billy Higgins eingespielt.
Mit dem Album "The Rumproller" mauserte sich entgültig Lee Morgan vom Wunderkind auf der Trompete zum Trompeten-Terminator. Die beiden Eigenkompositionen Morgans ("Desert Moonlight", "Eclipso") sowie vier weitere aus den Federn von Andrew Hill ("The Rumproller"), Wayne Shorter ("Edda", "Venus Di Mildrew" als Bonustrack) und Rudy Stevenson ("The Lady", eine Balladenhymne auf Billie Holiday) greifen überzeugend auf Elemente von Rhythm & Blues oder Gospel zurück.
"The Rumproller" gehört zu den reizvollsten mittelschnellen Hardbop-Platten aller Zeiten und sämtliche sechs Songs bieten allerfeinsten Jazzgenuss für Connaisseurs.


Dream Drops
Dream Drops

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Balladen zwischen Jazz und klassischer Musik, 19. September 2001
Rezension bezieht sich auf: Dream Drops (Audio CD)
Impressionistische Balladen, die zwischen Jazz und klassischer Musik einhergehen - und man nimmt sie an, ohne zu zögern - enthält dieses 1981 entstandende Album des französischen Pianisten Michel Graillier.
Mit Ruhe und Gelassenheit, eingelassen in intimen & verhaltenen Gesprächen, spielt Michel Graillier auf dieser warm und körperreich klingenden CD neun melodiöse Eigen- bzw. Fremdkompositionen, deren Themen allesamt so wohlproportioniert gerieten wie die hervorragender Standards.
Fünf Titel („Auroville", „Keep On Kicking", „Top Dance", „Billi's Heart" und „Owl Blues") spielte Graillier, der nicht selten an den jungen Chick Corea erinnert, im Alleingang ein, bei vier weiteren Tracks sind hochkarätige Gäste wie Chet Baker auf „Dream Drop", Michel Petrucciani auf „Little Song", Jean-Francois Jenny Clarke auf „L'etranger"und Aldo Romano mit von der Partie, schaffen eine Musik von solcher Tiefe, Wärme und Schönheit, dass im Verlaufe des Hörens das ohnehin lustvolle Achten auf Details an Bedeutung verliert und man vor allem eines ist - berührt.


Nocturne
Nocturne
Preis: EUR 7,99

46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhafte Kuba-Balladen von seltener Schönheit, 17. September 2001
Rezension bezieht sich auf: Nocturne (Audio CD)
Die Songs verströmen traumhaft pulsierende Melodien und expressive Abendklänge, die sich mit dem phosphoreszierenden Licht des karibischen Meeres einherbewegen. Ein fast kammermusikalisches Miteinander zwischen Ex-Ornette-Coleman-Bassist Charlie Haden, dem kubanischen Klaviervirtuosen Gonzalo Rubalcaba und dem zu dessen Band gehörenden Ignacio Berrora (Schlagzeug, Percussion), gelegentlich unterstützt von den beiden Tenorsaxofonisten Joe Lovano und David Sánchez, Gitarrist Pat Metheny und Violinist Federico Britos Ruiz. Mit Recht hat Tieftöner Haden seine neueste Produktion „Nocturne" genannt, da es hier tatsächlich in durchweg allen Songs um Ausdrücke tiefster musikalischer Seelenzustände geht: elf Kompositionen, zwei von Haden, eine von Rubalcaba und acht weitere Aufnahmen aus der Fantasie kubanischer bzw. mexikanischer Musiker.
Der Bolero verbreitete sich Anfang des 20. Jhs. über den ganzen südamerikanischen Subkontinent. Speziell auf der kubanischen Zuckerrohrinsel formte sich diese originelle Balladenform aus Versatzstücken des Blues, Folk, Country, Bebop und Free Jazz, europäischer Klassik und afro-südamerikanischer Rhythmik. Man/frau stelle sich vor: wenn auf Kuba die Abendsonne ihre letzten feurig-roten Strahlen über die Insel ausbreitet, dann entfaltet sich in den halbdunklen Musikkneipen der Altstadt Havannas, in den Bars und auf den Veranden, wo nächtliche Hitze schrille und kurzlebige Lebenslust animiert, ein schwebend-unbestimmtes Lebensgefühl, aber eben auch dies: eine romantische Atmosphäre voller Glücksgefühl, durchwoben mit einem Anstrich erträglicher Melancholie.
In den „Nocturno"-Stücken gibt es offensichtlich keinen einzigen redseligen Moment. Der kubanische Bolero benötigt keine imposanten Portale. Seine Musik tritt mit dem ersten Takt auf, schaut sich um, nimmt Platz - und schon hat sein eigenwilliges lyrisches Ich zu erzählen begonnen.
Eben dieses von Zartkeit und exotisch-erotischem Raffinement bestimmte Lebensgefühl, das bis heute unzählige Menschen in ihren Bann schlägt, haben Charlie Haden und Gonzalo Rubalcaba mit ihren kongenialen Mitspielern einmalig auf dieser CD einzufangen vermocht. Ihnen gelingt es, in geradezu atemberaubender Art und Weise, diesen eigenen musikalischen Bolero-Kosmos zum Klingen zu bringen: schillernde Kostbarkeiten voller Wärme und Weite, dass es einem fast den Atem verschlägt. Das Gesamtergebnis ist ein vom ersten bis letzten Ton packendes Musikereignis.
Fünf Sterne ? - Zehn sind gerade gut genug !
Viva Bolero ! Viva Señores Haden & Rubalcaba !


Paris Blues (Owl Records-Serie)
Paris Blues (Owl Records-Serie)
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 51,32

20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Duo-Album von faszinierender Schönheit, 16. September 2001
Rezension bezieht sich auf: Paris Blues (Owl Records-Serie) (Audio CD)
Der Kanadier Gil Evans (Mai 1912 - März 1988), war zweifellos einer der bedeutendsten Arrangeure und Komponisten in der Jazzgeschichte, seine zahlreichen Jazzklassiker sind hinreichend bekannt. Alben wie „Birth of the Cool" (1949), „Porgy & Bess" (1958) und „Sketches of Spain" (1959) wurden erst durch seine filigranen Soundmalereien zu tonalen Goldminen des modalen Jazz und machten allein damit Miles Davis zum Jazztrompeter des Jahrhunderts.
Dennoch sind Evans' Fähigkeiten als einfühlsamer Pianist und schier grenzenloser Improvisator nur äußert selten in Erscheinung getreten. Mit dem Album „Paris Blues" begegnet man eben diesen Evans als originären Musiker: Die intimen und unglaublich schönen Zwiegespräche, die er mit dem Ausnahme-Sopransaxofonisten Steve Lacy (Juli 1934/New York) an nur zwei Tagen - am 30. November bzw. 1. Dezember 1987 - in Paris produziert hat, sind sorgsam inszenierte Kompositionen, im lyrischen Improvisationston gehalten und evozieren eine einzigartige entspannte Atmosphäre: Kostbarkeiten von melancholischer Spiritualität, zeitloser Schönheit und purer meditativer Expressivität.
Als Sopransaxofonist ist der Amerikaner Steve Lacy mit seinem spröden und verwinkelten Spiel, der außerhalb der drei schulebildenden Sopran-Richtungen von Sidney Bechet, John Coltrane und Wayne Shorter steht, einer der exponiertesten Stilisten, die der Jazz hervorgebracht hat. Jeder Ton, den Steve Lacy und Gil Evans kreiert haben, ist mit untrüglichem Fingerspitzengefühl gespielt worden. Beide Musiker suchen und finden sich in jeder Melodie. Die intensive Klangfarbenpracht, die Standards von Duke Ellington und Charles Mingus, aber ebenso Eigenkompositionen auf spezifisch eigene Art zum Leuchten bringt, dokumentiert dieses wirklich atemberaubende Album. Indem die kongenialen Musiker sich selbst zu überraschen verstehen, reißen sie den Hörer mit. Beide spinnen ein Geflecht aus Fragmenten, in dem unendlich viel Raum für die Phantasie des Hörers bleibt.
Diese außergewöhnlichen Duo-Aufnahmen sind ein absolutes Muss für jeden Jazzfan !


The Rumproller
The Rumproller
Preis: EUR 9,99

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kraftvoll, aber herzlich, 10. September 2001
Rezension bezieht sich auf: The Rumproller (Audio CD)
Beeinflusst von Clifford Brown, Fats Navarra, Dizzy Gillespie, entwickelte Lee Morgan, der aus Art Blakeys Jazz Messengers hervorging, einen kraftvollen, prononcierten Ton mit geistreicher Melodieführung.
Was Lee Morgan (Philadelphia/Pensylvania, 1938 - New York, 1972) mit anderen Hardbop-Musikern wie Horace Silver, Cannonball Adderley, John Coltrane und Max Roach verband, war die starke Betonung repetierender Blues-Motive, eines gospelartigen Ensembleklangs und eines unerbittlich mitreißenden Rhythmus.
Dies und seine rhythmische Leichtigkeit machten ihn in den 60er Jahren zu einem der größten Trompeterpersönlichkeiten des Hardbop.
In nur zwei Tagen - am 9. April und 21. April 1965 in den berühmten Rudy Van Gelder Studios/Englewood Cliffs/New Jersey - hatte Morgan sämtliche Songs mit excellenten Musikern wie Joe Henderson (Tenorsaxofon), Barry Harris (Piano), Bob Cranshaw (Bass) und den genialen Schlagzeuger Billy Higgins eingespielt.
Mit dem Album "The Rumproller" mauserte sich entgültig Lee Morgan vom Wunderkind auf der Trompete zum Trompeten-Terminator. Die beiden Eigenkompositionen Morgans ("Desert Moonlight", "Eclipso") sowie vier weitere aus den Federn von Andrew Hill ("The Rumproller"), Wayne Shorter ("Edda", "Venus Di Mildrew" als Bonustrack) und Rudy Stevenson ("The Lady", eine Balladenhymne auf Billie Holiday) greifen überzeugend auf Elemente von Rhythm & Blues oder Gospel zurück.
"The Rumproller" gehört zu den reizvollsten mittelschnellen Hardbop-Platten aller Zeiten und sämtliche sechs Songs bieten allerfeinsten Jazzgenuss für Connaisseurs.


Apasionado
Apasionado
Wird angeboten von all-my-music-rheingau
Preis: EUR 11,99

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stan Getz - Stenograf der Gefühle, 16. August 2001
Rezension bezieht sich auf: Apasionado (Audio CD)
Also Boy - stell' dir vor: Du fährst im Luxus-Jeep an der palmenverhangenen Strandstraße von Florida vorbei; viele Mädchen, deren Reichtum ihre karge Bekleidung zeigt, winken Dir zu, weil Du der Sunnyboy par exellence bist; das gleissend-gelbe Sonnenlicht durchdringt kaum die sonnengetönten Windschutzgläser und deine sündhaft-teuren OKLAY-Sonnenbrille.
Du hast den vierten cuba libre intus, stellst den CD-Wechlser an, tippst auf "Apasionado", diesen musikalischen Topos der tropical Melancholic & verhaltenen Happiness.
Wenn Du dann links in Richtung Fahrerseite deinen Arm um Jennifer Lopez legst, dann verzaubert Dich schlagartig diese fluffig-bossa-nova-durchgetränkte Latino-Musik, erinnert Dich irgendwie an die musikalische Fortsetzung der "The Girl From Ipanema"-Scheiben mit US-Gitarrist Charlie Byrd, dem Sängerpaar Joao & Astrud Gilberto etc.pp.
Die "coole" Ästhetik speziell dieses Silberlings - die zurückhaltenden Rhythmen, reichen Harmonien und der leicht distanzierte Vortrag - war teilweise vom Cool Jazz beeinflußt. Besonders Herb Alpert war ein großer Getz-Fan. - Das spürt man an dieser großartigen Produktion !
Getz, mit seinem Lyrizismus, der bittersüßen Sehnsucht seines Sounds, und seinem zurückhaltenden, aber starken Swing ist schlicht und ergreifend perfekt. Als ob er die zahlreichen Jahre seinen stets glänzenden Musikerlebens in diese CD-Session mit unendlicher Liebe und Profession hineingegeben hätte: ein Alterswerk von grandioser Reife und überschäumendem Melodienreichtum, ein Jahr vor seinem Tod aufgenommen (1927-1991).
Irgendwo las ich mal was von Tolstoi, der gesagt hat, Musik sei die Stenografie der Gefühle. Wenn das stimmt, dann war Stan Getz ein fast überirdischer Stenograf.


Kansas City 6  (2310-871)
Kansas City 6 (2310-871)
Wird angeboten von Disco100
Preis: EUR 14,95

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schlammig-erdiger Mississippi-Blues, 16. August 2001
Rezension bezieht sich auf: Kansas City 6 (2310-871) (Audio CD)
William ‚Count' Basie (New Jersey, 1904 - Florida, 1984) spielt mit seinen Mannen einen schlammig-erdigen Mississippi-Blues, dass es einem die Knochen durchschüttelt: Joe Pass (g), Niels Henning Ørsted-Pedersen (b), Willie Cook (t, spielte ansonsten im Duke Ellington Orchester), Eddie 'Cleanhead' Vinson (as/voc) und der ebenfalls legendäre Drummer Louis Bellson. Offensichtlich muss am 1. November 1981 in Las Vegas/Nevada im dortigen Aufnahmestudio die Blues-Hölle losgewesen sein. Anders lässt sich der bluesige Count Basie-Sound nicht erklären.
Dieser spezielle Kansas-City-Sound, ein bluesgrundierter Ensemblestil mit weniger dichtem Orchestersatz, sondern mehr Riffs, call-and-response-Technik und ausgedehnten Soli, geht sofort ins Blut wie Traubenzucker. Wer klassisch-ungeschnörkelten Blues mag wie Brother Jazz, der wird eh nicht mehr von diesem Knaller loskommen, wenn er/sie nur kurz hineingehört hat. Anspieltipp: "Wee Baby" und "Walking Blues".
Baron of Rhythm: Count Basie - You're the musical uncle of John Lee Hooker. Yes it is, oh yeah - yes it is !


Chet
Chet

50 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trompetenblues von gehaucht-verruchter Eleganz, 9. August 2001
Rezension bezieht sich auf: Chet (Audio CD)
Ohne Zweifel zählt Chet Baker zu den wichtigsten und einflußreichsten Musikern des modernen Jazz, besonders des Westcoast-Jazz. In der Öffentlichkeit wurde er zwar von Miles Davis überschattet, doch noch heute bewundern viele junge Musiker seine kompromißlose musikalische Individualität.
Chesney Henry ‚Chet' Baker (Yale/Oklahoma, 1929 - Amsterdam/NL, 1988) brachte sich mit seinem zarten, dünnen Ton in den Fünfziger Jahren an die Spitze vieler Jazz-Polls. Nur er vermochte jenen unverwechselbaren Trompetenton in gehaucht-verruchter Eleganz hervorzubringen. Es schien sogar, er bringe durch das Instrument seine bittersüßen Ton-Geschichten zum lyrischen Sprechen. Dies ist wohl auch bis heute der Grund dafür, warum Bakers Œuvre mehr denn je sein Publikum findet: man kann ihm tatsächlich stundenlang zuhören. Das bleibt sein eigentliches Geheimnis: die Verbindung aus Empfindung und Architektur, Lyrik und Logik.
Bakers kongeniales Zusammenspiel zeigt sich eben auch und besonders auf dieser Jahrhundertscheibe des Cool-Jazz, die nur in zwei Tagen - im Dezember 1958 und Januar 1959 - mit Ausnahmemusikern wie Herbie Mann (fl), Pepper Adams (as), Bill Evans (p), Kenny Burrell (g), Paul Chambers (b) und Connie Kay/Philly Joe Jones (dr) eingespielt wurde.
Die kühle Noblesse des Openers ‚Alone Together' setzt sich fort im Hamilton/Lewis-Klassiker ‚How High The Moon', der sich im Lyrismus von Bakers Trompetensound völlig verklärt.
Hervorragend: Die Musikalität und Glätte der Melodielinien besonders von ‚Tis Autumn' von ‚If You Could See Me Now', das prompte Ensemblespiel in ‚September Song', der feine Kontrapunkt sowie die funktionelle, ebenso antreibende wie zurückhaltende Unterstützung der Rhythmusinstrumente in ‚You'D Be So Nice To Come Home To' oder in ‚Time On My Hands'.
Nach Miles Davis hat kein Trompeter das Phänomen der Einsamkeit und der Melancholie so anrührend eingefangen wie Chet Baker.
Die CD ,Chet' ist eine besonders empfehlenswerte Platte für ruhige Mußestunden !


Nearness Of You - The Ballad Book
Nearness Of You - The Ballad Book
Preis: EUR 20,56

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stimmungsvolle Saxofonballaden vom Feinsten, 6. August 2001
Rezension bezieht sich auf: Nearness Of You - The Ballad Book (Audio CD)
Der gegenwärtig mit sieben Awards ausgezeichnete Tenorsaxofon-Star aus Philadelphia hat ein weiteres vorzügliches, stimmungsvolles Album vorgelegt. Über der grundsoliden Rhythmusbasis schwebt Breckers unvergleichlicher konstanter, majästetischer Stil, dennoch ein zutiefst sympathischer voluminöser Ton.
Im angenehmen Korsett US-amerikanischer Balladenmusik steht Michael Brecker einer hochkarätigen Equipe vor: Pianogenie Herbie Hancock, Saitenmagier Pat Metheny, Bass-Altmeister Charlie Haden und Jack DeJohnette, der wohl diffizilste und souveränste Schlagzeuger des zeitgenössischen Jazz.
Was man bei ‚The Ballad-Book' spürt: Alle Musiker plus Sängerlegende James Taylor (auf Track 2 & 5) verfügen über einen Schatz von Erfahrungen, der es ihnen ermöglicht, ‚pur' zu sein. Sie erfüllen offensichtlich Breckers Wunsch nach persönlicher Entfaltung, zeigen Mut zum Ausloten meditativer Tiefe und virtuoser Improvisationskunst: Der sensible Zuhörer erfährt, wie schön es sein kann, die Zeit in Klängen dahinfließen zu lassen.
Mit dieser CD hat sich Brecker eingereiht in die Tradition der großen ‚balladiers du saxofone' wie Coleman Hawkins, Ben Webster, Don Byas, John Coltrane, Dexter Gordon und Stan Getz. Wer behauptet, dies sei Breckers beste Platte seit Jahren, liegt zwar kaum daneben, würde aber sicherlich Methenys Anteil als Produzent unterschlagen.
Breckers flüssiges Spiel, die fast unirdische Virtuosität gehören ganz ebenso zu seinem Schaffen wie das Schillern, die Chromatik, die Dissonanzen und das Fluktuieren der Tonalität. „Ich mache Aufnahmen, die widerspiegeln, wo ich gerade stehe, und ich sorge dafür, dass ich sie selbst mag".
Diesem selbstunterworfenen Diktum auf musikalische Authenzität und künstlerische Identitätsreife kann man glauben oder nicht: Aber wie der heiße Atem und die persönliche Leidenschaft dieses Tenorsaxofonisten von Anfang bis Ende die elf Songs durchschreiten und seinem großen Vorbild John Coltrane im Genick sitzen, gehört wohl zu den aufregendsten Hörerlebnissen dieses Jahres.


Nearness Of You - The Ballad Book
Nearness Of You - The Ballad Book
Preis: EUR 20,56

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stimmungsvolle Saxofonballaden vom Feinsten, 6. August 2001
Rezension bezieht sich auf: Nearness Of You - The Ballad Book (Audio CD)
Der gegenwärtig mit sieben Awards ausgezeichnete Tenorsaxofon-Star aus Philadelphia hat ein weiteres vorzügliches, stimmungsvolles Album vorgelegt. Über der grundsoliden Rhythmusbasis schwebt Breckers unvergleichlicher konstanter, majästetischer Stil, dennoch ein zutiefst sympathischer voluminöser Ton.
Im angenehmen Korsett US-amerikanischer Balladenmusik steht Michael Brecker einer hochkarätigen Equipe vor: Pianogenie Herbie Hancock, Saitenmagier Pat Metheny, Bass-Altmeister Charlie Haden und Jack DeJohnette, der wohl diffizilste und souveränste Schlagzeuger des zeitgenössischen Jazz.
Was man bei ‚The Ballad-Book' spürt: Alle Musiker plus Sängerlegende James Taylor (auf Track 2 & 5) verfügen über einen Schatz von Erfahrungen, der es ihnen ermöglicht, ‚pur' zu sein. Sie erfüllen offensichtlich Breckers Wunsch nach persönlicher Entfaltung, zeigen Mut zum Ausloten meditativer Tiefe und virtuoser Improvisationskunst: Der sensible Zuhörer erfährt, wie schön es sein kann, die Zeit in Klängen dahinfließen zu lassen.
Mit dieser CD hat sich Brecker eingereiht in die Tradition der großen ‚balladiers du saxofone' wie Coleman Hawkins, Ben Webster, Don Byas, John Coltrane, Dexter Gordon und Stan Getz. Wer behauptet, dies sei Breckers beste Platte seit Jahren, liegt zwar kaum daneben, würde aber sicherlich Methenys Anteil als Produzent unterschlagen.
Breckers flüssiges Spiel, die fast unirdische Virtuosität gehören ganz ebenso zu seinem Schaffen wie das Schillern, die Chromatik, die Dissonanzen und das Fluktuieren der Tonalität. „Ich mache Aufnahmen, die widerspiegeln, wo ich gerade stehe, und ich sorge dafür, dass ich sie selbst mag". Diesem selbstunterworfenen Diktum auf musikalische Authenzität und künstlerische Identitätsreife kann man glauben oder nicht: Aber wie der heiße Atem und die persönliche Leidenschaft dieses Tenorsaxofonisten von Anfang bis Ende die elf Songs durchschreiten und seinem großen Vorbild John Coltrane im Genick sitzen, gehört wohl zu den aufregendsten Hörerlebnissen dieses Jahres.


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