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Beiträge von greg olmus
Top-Rezensenten Rang: 377
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Rezensionen verfasst von greg olmus "greg olmus"
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4.0 von 5 Sternen
Man kann konstatieren,..., 17. Mai 2013
...diese estnische Band (kein NSBM) ist schon ziemlich geil! Frostiger Black Metal skandinavischer und meist epischer Prägung (Satyricon, Khold und Burzum drängen sich als Vergleiche auf), oft strikt nach vorne, auch mal mit bathoryeskem Gestampfe, bei "Kuningad" mit (mittelprächtigen) Heroengesängen, die mehr Bathory-Kopie, als Bathory-Reminiszenz sind. Ein wenig Folkmelodien, sphärische Keyboardklänge und sehnsüchtige Akustikklampfe sind zuweilen als Interludium auch mit dabei. Der Sänger (es wird vorgetragen in Muttersprache!) gemahnt mit seinem Gekrächze etwas an Franta von Master's Hammer, wenngleich weniger kauzig, aber auch nicht derart genial. Man hat es, trotz einiger Schiefheiten, raus, wie man fesselnden BM zustandebringt (wer einwendet, Loits fügen dem Genre nichts Neues hinzu, der liegt völlig richtig - doch das Einbringen von Innovation war mit Sicherheit auch keine Intention der Band). 4 Sterne, mit Tendenz nach oben!
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4.0 von 5 Sternen
Der eigentliche Becker., 17. Mai 2013
Die eine oder andere "Familie Heinz Becker"-Serienepisode fällt etwas sehr behäbig aus, aber in den Bühnen-/ Soloprogrammen Dudenhöffers ist der Becker "verdichtet". Hier haut der Mann mit der "Batschkapp", obschon er völlig "entschleunigt" wirkt, im 20-Sekunden-Takt die schönsten Klopper raus, die sich meist aus Beckers herrlich jovial hervorgebrachten - dabei aber oft ziemlich wüsten - kleinbürgerlichen Ressentiments ergeben. Eine Miene mehr als unbedingt nötig wird dabei nur verzogen, wenn mal schnaufend Erheiterung kundgetan oder irritiert nach einem Fremdwort gesucht wird (um dann garantiert beim falschen zu landen). Über den gehegten Pfad der Political Correctness wird dabei eigentlich permanent hinweggetrampelt - wie einst Heinz Schuberts bzw. Wolfgang Menges Alfred Tetzlaff kann man das ja, in der Rolle eines persiflierten Protospießers, erstaunlich weit treiben. Der Anspruch - es ist Kabarett, keine Comedy - ergibt sich dabei nicht aus den Themen, sondern aus Dudenhöffers nuancierter, subtiler Darstellung eines halbgebildeten, aber oberschlauen, etwas resignativen, aber selbstgerechten, jedoch nicht unsympathischen (da zuweilen gewitzten) Langweilers. Dass er ein guter Schauspieler ist, steht außer Frage - aber fast schon unheimlich, wie authentisch er zum Ende des "Wiederspruch"-Programmes den Betrunkenen gibt. Da hier auch einige ältere Dudenhöffer-Sachen leicht variiert aufgewärmt wurden, vier statt fünf Sterne.
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5.0 von 5 Sternen
Zitterspinne oder Gnitze - wo sie nun mal existieren, kann man sie ja auch gleich bestimmen..., 16. Mai 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Vorweg: Dieses kleine (und recht schwere), günstige Büchlein zur Flora und Fauna in ganz Europa strotzt nur so vor Informationen, das Konzept ist wohldurchdacht und zeugt von vielen Jahren der Vertiefung des Verlages in solche Nachschlagewerke, die kompakte Form und der durchsichtige Plastikumschlag machen es zu einem idealen Reisebegleiter, aber auch zur spannenden Unterhaltung beim Durchblättern auf der Couch, wo hoffentlich, infolge angemessener Wohnungshygiene, wenig bis keine Arten zu bestimmen sind. Sollte doch mal eine Zitterspinne vorbeidackeln, wäre auch sie in diesem nur zu empfehlenden Naturführer zu finden. Das Buch ist logisch gegliedert, so gibt es z.B. einen Farbcode, der alles, was da kreucht oder rankt, in acht Kategorien unterteilt. Als da wären: Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien, Fische, Insekten und sonstige Wirbellose, Bäume und Sträucher, Blumen und Gräser - und, zu guter Letzt: Farne, Moose, Algen, Flechten, Pilze (es gibt nur eine vergleichsweise kurze Übersicht über die wichtigsten Pilze, sonst würde der Rahmen dieses Nachschlagewerkes sicher gesprengt werden). Um dies zu realisieren, sind die Seitenzahlen, die mit dem jeweils farbigen Streifen plus kleinem individuellem Piktogramm zur Kategorie unterlegt sind, in die Mitte der Seiten gerückt. So gibt es eine Zweiereinteilung auf jeder Seite, für je zwei Tiere oder Pflanzen. Auf jeden Fall wird dadurch die Übersichtlichkeit erhöht. Beim ersten Aufschlagen ist man allerdings ein wenig irritiert, dass auf jeder Doppelseite gleich vier Tiere respektive Pflanzen präsentiert werden. Somit ist alles ein wenig klein geraten, mancher wird zur Entzifferung der recht kleinen Schrift eine Lesebrille oder eine Lupe benötigen. Hierzu noch ein kleiner ein Kritikpunkt: Bei giftigen Pilzen prangt ein Totenkopfsymbol in unübersehbarer Größe, doch gerade bei den Pflanzen, wo mancher argloser als bei den oft etwas "verdächtigen" Pilzen ist, ist der Totenkopf so mikroskopisch geraten, dass er erst auf den zweiten Blick erkennbar ist. Lobend ist aber zu erwähnen, dass Giftigkeit immer auch im Text erwähnt wird. Aber: Irgendwie musste der Verlag diese Artenvielfalt und den Anspruch, kein Buch in Telefonbuchstärke herauszubringen, unter einen Hut bringen - da ist die kleine Schrift und die eine oder andere etwas klein geratene Abbildung der sinnvolle Kompromiss. Eine besondere Angelegenheit, die sicherlich vor allem Kindern Spaß machen dürfte und prinzipiell den Lerneffekt erhöht, ist der TING-Stift. Dieser Stift, der nicht beiliegt, sondern zusätzlich erworben werden muss (um die 40€ müssen investiert werden), ermöglicht, bei entsprechend gekennzeichneten Stellen im Buch, durch Antippen Geräusche, Sprache oder Musik zum Thema zu hören. In diesem Falle sind es sicher Tierlaute, Vogelgesänge usw. (ich nenne noch keinen solchen Stift mein Eigen). Doch auch ohne Stift ist dieser Naturführer beindruckend! Die Abbildungen sind mehr als zahlreich und variantenreich, die Erläuterungen zu den Tieren und Pflanzen sind erwartungsgemäß kurz und prägnant gehalten, dabei gibt es jeweils eine Unterteilung in Haupt- und Randtext. Im Haupttext wird Interessantes über die Lebensweise der Tiere erzählt. - Zum Beispiel erfährt man, dass die Jungen des Feuersalamanders noch im Bauch der Mutter aus den Eiern schlüpfen und dann lebend geboren werden; oder bei einigen Pflanzen wird auf ihre frühere Verwendung als Heilkraut hingewiesen, auf ihre Inhaltsstoffe und andere Besonderheiten. - So fällt es leichter, einen Bezug herzustellen, das Vorgestellte wird einprägsamer. Der Randtext fasst stichpunktartig wichtige Fakten zusammen. Bei den Tieren z.B: Vorkommen, Nacht-/ Tagaktivität, Brutzeit, Informationen zu Giftigkeit, Nahrung. Bei den Pflanzen: Vorkommen und Typisches/ Charakteristisches, wie Erscheinung, Unterscheidung, Geruch, etc. Die Blühpflanzen sind nach Blütenfarben; Sträucher und Bäume nach Blattformen sortiert. Dadurch kommt man schneller zu Ergebnissen bei der Bestimmung. Zudem gibt es unter dem Namen und der dazugehörigen Familie stets Angaben zur Größe (gerade bei Insekten hilfreich) und weiteres Relevantes, wie z.B. Angaben zu Zugzeiten bei Zugvögeln, Blütezeiten der Pflanzen und so fort. Eine kleine Landkarte zeigt Verbreitungsgebiete, weitere Zeichnungen/ Fotos zeigen charakteristische Unterscheidungs- oder Abgrenzungsmerkmale (hier gibt es oft kleine Erklärungstexte mit Pfeilen); so sird etwa auf die weiße Kehle des Steinmarders und die gelbliche des Baummarders hingewiesen (die sich sonst optisch nicht unterscheiden), oder eine Hilfe zur Differenzierung der verschiedenen Rabenvögel gegeben. Manchmal werden Objekte, die im Stichwortverzeichnis auftauchen, als "Randnotiz" bei einer anderen Art erwähnt, so z.B. die Gnitze. Aber auch das ist in Ordnung (und was gibt es zu diesen winzigen, aber nervigen Viechern auch schon anzumerken...). Resümee: Siehe erste Zeilen.
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4.0 von 5 Sternen
Kein Mittelalter-Rock, sondern Pesthauch-Death Metal mit lateinischen Texten., 3. Mai 2013
"Rattenfänger" ist keine weitere zum Tanz aufspielende Mittelalter-Rock-Combo. Vielmehr steht jeder der acht lateinischen Titel auf "Epistolae Obsurorum Virorum" für finsteren, fett produzierten (aber nicht überproduzierten), jeden einzelnen Knochen auf dem Rad zermalmenden Death Metal - das stimmungsvolle Intro "Coelo Affixus Sed Terris Omnibus Sparsus", welches einen in finstere Abgründe des Mittelalters führt, mal außen vor gelassen. Das Debüt dieser ukrainischen Band bietet Death Metal in seiner ursprünglichen, puristischen Form, irgendwo im Dunstkreis des schwarzen Pesthauches von Asphyx, Celtic Frost, Winter, Funebrarum und Nihilist - schwere, nach vorne walzende Riffs, oft verlangsamt man sich zu Doom, zuweilen peitscht man sich aber auch in höheres Tempo hoch, immer flankiert von gekonnten Growls "mittlerer Tiefe", die aber auch ruhig ein wenig variabler sein könnten. Die Texte sind dabei wohl durchgängig in Latein, orientiert an mittelalterlichen Lyrikern. Und zwischen den, mit sparsamen Mitteln clever spannend gestalteten Titeln erzeugen kurze, schaurig tönende Intermezzi (dunkel dräuende Elektronik, nachhallende Mönchsgesänge) die passende Atmosphäre. Eine beachtliche Oldschool-Keule, die das Rad nicht neu zusammenzimmert; aber es dreht sich hier, den Pesttotenkarren und die reine Lehre des Death Metal vorantreibend, ächzend weiter.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Große Gefühle zwischen Trümmern., 1. Mai 2013
Hans Albers als Schwarzmarktschieber, der angesichts seines kriegsversehrt heimgekehrten Sohnes sein Tun überdenken muss... In den Ruinen Berlins gedreht, versucht sich der Film vor der Kulisse unfassbarer Verheerungen mit Optimismus und beschwört den inneren wie äußeren Wiederaufbau, stimmt aber, etwa wenn Albers nachdenklich auf staubbedeckten Straßen an Mörtel von Ziegeln klopfenden Trümmmerfrauen vorbeischreitet, sein Lied "Es weht der Wind von Norden"* im Hintergrund, vor allem wehmütig. Albers' erster Film nach dem Krieg ist sicherlich keine große Filmkunst und einige sentimentale Szenen kann man - je nach persönlicher Veranlagung - als "schnulzig" abtun. Doch "Und über uns der Himmel..." ist ohne Frage ein erinnerungswürdiges Zeitdokument - und mich persönlich hat hier vieles bewegt. * "Es weht der Wind von Norden, er weht uns hin und her. Was ist aus uns geworden? Ein Häufchen Sand am Meer. Der Sturm jagt das Sandkorn weiter, dem unser Leben gleicht. Er fegt uns von der Leiter. Wir sind wie Staub, so leicht. Was soll nun werden? Es muß doch weitergehn! Noch bleibt ja Hoffnung für uns genug bestehn. Wir fangen alle von vorne an, weil dieses Dasein auch schön sein kann. Der Wind weht von allen Seiten. - Ja, lass den Wind doch wehn! Denn über uns der Himmel lässt uns nicht untergehn!"
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Aufpassen, wo man hintritt!, 19. April 2013
In den 1950er-Jahren war Jack Arnold, Regisseur von "Die unglaubliche Geschichte des Mister C.", DER Regisseur, was Science-Fiction-, Fantasy- und Horrorfilme anbelangt; meist B-Movies, von denen einige schon längst den Klassikerstatus erlangt haben. "Der Schrecken vom Amazonas" (1954), "Gefahr aus dem Weltall"/ "It came from Outer Space", oder "Tarantula" (1955) sind wohl Titel, die nicht allein Filmfreaks vertraut sein dürften. "Die unglaubliche Geschichte des Mister C." ist ein mit großem Aufwand inszenierter SF-(und auch Horror-)Film über einen Durchschnittsamerikaner, der hilflos feststellen muss, dass er schrumpft. Seine persönliche Tragödie macht bald Schlagzeilen, er avanciert zum medizinischen Sonderfall und zur Sensation, die Presse bedrängt ihn. Mr C. definiert sich zunehmends als Sonderling, als Freak, seine glückliche Ehe ist nicht mehr aufrecht zu erhalten (ein düsteres Omen, als ihm der zu groß geratene Ehering vom Finger rutscht), irgendwann ist Mister C. so klein, dass seine Umwelt für ihn zur realen Bedrohung wird... An der Oberfläche ist Arnolds Film ein SF-Film, der mit überdimensionierten Bauten die Illusion der zunehmenden Verkleinerung und der daraus resultierenden Bedrohungen darstellt - und allein als solcher funktioniert er schon vorzüglich. Die Effekte sind auch aus heutiger Sicht noch beeindruckend und wirken nur selten altbacken. Die offensichtlichen Action-Höhepunkte - Mr. C.`s Kampf mit der Katze und später mit der Spinne - sind meisterhaft umgesetzt. Und auch sein Agieren zwischen den ihn umgebenden, immer überdimensionaler werdenden Bauten und Alltagsgegenständen ist verblüffend realisiert. Einige Szenen sind hochdramatisch und immer folgt das Geschehen einer nachvollziehbaren Logik. - Was den Film aber wirklich zu etwas Besonderem macht, beruht auf dem inszenatorischen Kniff, dass wir Mister C. in seinen Gedanken begleiten. Arnold hat die Psychologie seines Protagonisten, der in einer immer feindseligeren Welt zuerst um seine menschliche Würde und später, wo die anderen Menschen nur mehr ferne Wesen sind, ums nackte Überleben kämpft, realistisch herausgearbeitet. Mister C.`s Dasein wird zusehends zu einer einzigen Tragödie voller Verluste, aber er überwindet seine Selbstzweifel und behauptet sich schließlich in seiner neuen, archaischen Welt, in der er einen primitiven Überlebenskampf ausfechten muss. SPOILER Irgendwann akzeptiert Mister C. den Verzicht auf alles, was mal für ihn von Bedeutung war und geht in seiner Rolle als einsamer aber optimistischer Pionier auf, wobei sein innerer Monolog sein Vertrauen darin betont, dass auch er eine Schöpfung Gottes ist: "To God there is no Zero. I still exist".
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4.0 von 5 Sternen
Sehenswert! Britischer Horror mit Lee und Karloff, mit Zugeständnissen an den 68er-Zeitgeist., 19. April 2013
Eine kleine Perle des britischen Horrorfilms liegt hier vor, ein sicherlich nicht allzu spektakuläres, aber atmosphärisches und mit Christopher Lee, Boris Karloff und Barbara Steele prominent besetztes Schauerstück. Vorweg: Der deutsche Filmtitel (u.a auch oben aufgeführt) ist reiner Etikettenschwindel, der Name des Vampirfürsten findet im Handlungsverlauf von "Die Hexe des Grafen Dracula" nicht einmal Erwähnung - und es ist auch kein Blutsauger anwesend, geschweige denn Dracula persönlich. "Curse of the Crimson Altar" lautet ja auch der weit passendere Originaltitel. Der Film stammt aus dem Jahre 1968, klassischer Horror muss demgemäß zuweilen dem damaligen Zeitgeist angepassten Szenen weichen... Gleich zu Beginn des Films präsentiert sich dem Hauptprotagonisten, Antiquitätenhändler Robert Manning (Mark Eden), der sich auf die Suche nach seinem verschollenen Bruder begeben hat, auf dem Anwesen des rätselhaften Mr. Morley (letzterer schön dargestellt von Karloff), eine grelle, etwas aus den Fugen geratende Party junger Leute, die in ihrer Machart beim besten Willen nicht in die Ikonographie des traditionellen britischen Gothic-Horrors einzufügen ist. Abseits vom Trubel sitzt dann, als Antipode der wilden Partygesellschaft, der stocksteife Professor Marsh (Lee), als Sinnbild von Beherrschtheit und auch Repression - und soll damit allem Anschein nach nichts Gutes verheißen. Im Subtext, als Charakterisierung von Professor Marsh, hat die - für die Handlungsentwicklung völlig überflüssige - Partyszene also ihren (sehr geringen) Sinn. Als gruselig habe ich bei "Die Hexe des Grafen Dracula" wenig bis nichts empfunden. Aber immerhin ist der Film oft stimmungs- und phantasievoll in Szene gesetzt, und mir gefielen die Darstellungen von Lee, Eden, Karloff und Virginia Wetherell (Barbara Steele, als Edens Love Interest, bekommt kaum Möglichkeit zu glänzen), sowie die Tatsache, dass die eine oder andere Handlungsentwicklung zu überraschen vermag. Gerade als man sich auf ein längeres Finale einstellt, kommt der Film dann jedoch zu schnell zu seinem Ende - und bis zuletzt ist es ein Horrorfilm, der offen lässt, ob das Übernatürliche tatsächlich existent ist. "Curse Of The Crimson Altar" ist übrigens eine Produktion des "Tigon Studios", die neben den damals schon legendären "Hammer Films" und deren kleiner, aber feiner Konkurrenz "Amicus" eher ein Schattendasein fristete.
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1.0 von 5 Sternen
Bigott und selbstentlarvend., 17. April 2013
Ich glaube Herrn Dr. Boll durchaus, dass ihn die abstoßenden Szenen von Tierfolter, die den Auftakt seines bescheidenen Horrorfilmchens bilden, anwiderten. Derartig Abscheuliches widert jeden Menschen an, der geistig halbwegs normal ist. Diese Aufnahmen aber innerhalb eines Terrorfilmes (ich schätze nicht wenige Genrevertreter durchaus) zu präsentieren, der sich einzig über provozierende Gewaltdarstellungen verkaufen soll (der Film ist ja ohne Qualitäten), dürfte wohl nur einer Intention folgen: dem Wunsch ins Gespräch zu kommen, um mehr DVDs/ Blu-rays verhökern zu können, dem Wunsch nach mehr Kasse. Es handelt sich schlicht um eine Ausbeutung des Themas - kaum fassbar, dass die PETA diese Aufnahmen hierfür (kursiv) freigab. Boll ist eben kein Künstler (wenn überhaupt nur ein leidlich kreativer Filmemacher, der selten, wie im Falle von "Rampage", auch mal nicht völlig danebenliegt), sondern ein intelligenter Kaufmann. Ruggero Deodato hatte vor vielen Jahren für seinen berüchtigten "Cannibal Holocaust" ein ganz ähnliches Ansinnen: Tiersnuff als Tabubruch, um Kasse zu machen. Nichtsdestotrotz ist "Cannibal Holocaust" in seiner Wildheit ein Kunstwerk, ein Klassiker des grenzgängerischen Filmes - ganz im Gegenteil zu "Seed". Und Deodato hat auch nicht geheuchelt, im Dienst einer guten Sache zu stehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Höchster Stuntmen-Verschleiß, 15. April 2013
Ich habe es nicht so mit Eastern, aber der hier hat mich beeindruckt: "The Raid" ist vermutlich einer konsequentesten Martial Arts-Filme überhaupt. Nach einem bedächtigem, aber sehr spannenden Auftakt wird, mit allergrößtem Finesse und archaischer Wucht, fast pausenlos aufeinander losgegangen, in engen Hochhausgängen und karg möblierten, heruntergekommenen Räumen wird regelrecht ein Inferno entfesselt. Für die Stuntmen muss am Drehort ein eigenes Hospital eingerichtet worden sein und selbst die Klofrau am Set wird einen schwarzen Gürtel bzw. den höchsten Dan in sämtlichen Kampfsportarten gehabt haben. Identifikationsfiguren gibt es im eigentlichen Sinne nicht, die Handlung ist geradlinig-simpel (zum Schluss wird es jedoch etwas wirr), aber der Film wirkt niemals dumm und besticht durch seine abwegigen, aber erstaunlichen Kampfdetails. Action, Tempo, Gewalt galore, unglaubliche Kampfchoreographie.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Dieser Fisch stinkt., 15. April 2013
In einem Satz: Die späten Police Academy- oder Eis am Stiel-Fortsetzungen sind Thomas Mann-Verfilmungen dagegen; und nur wer sich dauuml;ber amüsieren kann, wie einem Fettsack und zwanghaften Onanisten ein schlackernder Plastik-Piranha hintendrin steckt oder mal einen Blick auf wirklich misslungene Silikon-Experimente werfen möchte, ist hier im richtigen Film (ein Euphemismus), dessen Gore-Anteil im Übrigen nur etwa 10% des Vorgängers aufweist, denn das Budget war knapp und ging u.a. für Hasselhoff drauf, der nicht gänzlich unsympathisch erscheint, dem dämlichen Drehbuch aber auch nichts entgegensetzen kann.
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