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Rezensionen verfasst von
Dr. Markus Reimer (Deggendorf)

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100 Kennzahlen Innovationsmanagement
100 Kennzahlen Innovationsmanagement
von Klaus Reichert
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Inhalt fast top, Form definitiv ein Flop, 16. März 2014
Bei diesem Werk muss ich ausnahmsweise mit dem Format beginnen:
Das Buch ist eher ein Büchlein, und zwar ein winziges. Zwar spielt die Form eines Buches bei mir grundsätzlich keine Rolle, aber in diesem Fall ist das Format und damit einhergehend die Schrift so klein, dass es einfach einer Extrawürdigung (und zwar keiner positiven) bedarf. Damit sind eineinhalb Punkteabzug begründet; niemand braucht dieses Buch als Nachschlagewerk permanent bei sich in derJackentasche. Dazu ist der Inhalt zu komplex.

Womit wir beim Inhalt wären:
Der Autor Klaus Reichert (der eigenartiger Weise auf dem Buchumschlag nirgends namentlich erwähnt wird) hat viele Kennzahlen gesammelt, die aber nicht unbedingt direkt mit dem Thema Innovation zu tun haben müssen; die aber irgendwie immer das allumfassende Thema Innovation berühren. Denn wenn von Innovation in einem Unternehmen gesprochen wird, dann kann es sich nicht um einen isolierten Bereich des Unternehmens handeln. Reicherts Einleitung geht deswegen genau in diese Richtung des "ganzheitlichen" Ansatzes. Er kategorisiert seine 100 Kennzahlen in verschiedene Unternehmensbereiche, aber hier nur für die Theorie, um dem Anspruch des Nachschlagewerkes gerecht zu werden. In der Praxis sind die Bereiche ineinander verwoben. Als großen Rahmen greift er auf die bewährte Einteilung in Managementsystemen zurück: strategisch und operativ. Das ist sinnvoll. Ebenso bietet er für jede kurz beschriebene Kennzahl Bewertungskritierien auf, in dem er die möglichen Vor-, aber auch Nachteile aus seiner Sicht benennt.
Was mir besonders gefällt, sind seine expliziten Hinweise darauf, dass jede Organisation "seine" Kennzahlen bestimmen muss und dass dabei die Qualität/Sinnhaftigkeit weit vor der Quantität stehen muss; dass die Zeiträume der initiierten Prozesse und deren Betrachtungen immer mehr verkürzt werden müssen; dass eine hohe Flexibilität in jeder Organisation vorhanden sein muss, um sich der permanent ändernden Umwelt anpassen zu können.
Es gibt aber auch inhaltlich einige kleine Kritikpunkte:
Ein wenig befremdlich finde ich, dass der Autor bei der Definition von "Innovationsmanagement" auf wikipedia zurückgreift. Dabei lässt er außer Acht, dass "Innovation" in der gängigen Literatur eben nicht gleich gesetzt wird mit "Idee". Jedoch muss fairerweise dazu gesagt werden, dass der - wenn auch sehr knappe - Text dazu alles richtig stellt. Wünschenswert wäre auch gewesen, dass die vielen Kennzahlen etwas ausführlicher beschrieben worden wären. Je Kennzahl eine (kleine!) Seite ist einfach sehr wenig. Hier wurde das Prinzip des "weniger ist mehr" aus meiner Sicht überstrapaziert. Und damit zusammenhängend: Vielleicht hätten es nicht 100 Kennzahlen sein müssen; dann müsste man sich nicht manchmal die Frage stellen: " Ist das jetzt wirklich eine "Kennzahl Innovationsmanagement""?


Innovation Stuntmen: Menschen, die unsere Welt neu erfinden
Innovation Stuntmen: Menschen, die unsere Welt neu erfinden
von Stefan Scheer
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich: Innovation jenseits von Edison, Apple und 3M ..., 25. Februar 2014
Menschen, die unsere Welt neu erfinden - so lautet der Untertitel dieses außergewöhnlichen Buches. Es ist völlig anders als die meisten Innovationsbücher und nicht zuletzt deswegen so geradezu erfrischend! Es macht richtiggehend Spaß, die Menschen kennenzulernen, die interessante Ideen haben, daran glauben und diese dann konsequent, trotz vieler Hürden und Widrigkeiten umsetzen. Und dabei geht es nicht vorrangig darum, mit diesen neuen Ideen möglichst viel Umsatz zu generieren: Es geht vor allem darum, eben "unsere Welt neu zu erfinden". Und da staunt man als in dieser Welt Lebender! Was nicht alles möglich ist ...
Dass die sehr interessant und spannend formulierten Kurzbiografien mit begleitendem Fotomaterial auf einen selbst höchst inspirierend wirken, ist sicher beabsichtigt - aber eher unterschwellig, also nicht "postulativ" umgesetzt. Das macht dieses Buch sehr sympathisch.
Was das Buch von allen anderen Innovationsbüchern am meisten abhebt, ist der fehlende Rückgriff auf die abgedroschenen Beispiele "Apple", "Google", "3M" oder historisch "Edison", gerne auch noch Mister Staubsauger "Dyson". Diese vielzitierten und damit mittlerweile langweiligen Beispiele fehlen hier allesamt. Das ist schön! Hier werden neun Menschen mit ihren Ideen vorgestellt, die mir so nicht bekannt waren - und das ist meines Erachtens der enorme Mehrwert dieses Buches. Hier gibt es tatsächlich Neues zu lesen.
Aus diesen Gründen gebe ich sehr gerne die volle Punktzahl und hoffe zugleich, dass dieses Buch eine Fortsetzung mit weiteren (nicht bekannten) Innovation Stuntmen findet.


Wo gute Ideen herkommen: Eine kurze Geschichte der Innovation
Wo gute Ideen herkommen: Eine kurze Geschichte der Innovation
von Steven Johnson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen Geschichte der Innovation: unfassbar faszinierend!, 8. Januar 2014
Steven Johnson ist ein Meisterwerk gelungen!
Ich habe das Buch leider erst vor Kurzem wahrgenommen; dann bestellt ... und verschlungen!
Johnson vollführt einen Parforceritt durch die verschiedensten Wissens- und Wissenschaftsgebiete in völlig verschiedenen Zeithorizonten und trifft dennoch immer punktgenau und begründet das Thema Innovation. Nichts klingt weit hergeholt, wenn der Autor seine Thesen destilliert und kristallisiert - auch wenn man als Leser (nur zunächst!) öfter mal nicht weiß, wohin seine Argumentation führen soll: Beispiel "Kleiber-Gesetz" - unfassbar faszinierend!
Johnson stellt sieben Voraussetzungen für Innovationen vor, begründet diese durch viele nachvollziehbare und zumeist auch bekannte Beispiele und lässt immer wieder einen verblüfften Leser zurück.
Er räumt auch auf mit vielen vorherrschenden Meinungen zu Innovationen: Beispiel "Einsames Genie hat Geistesblitz"; dass dies eher mehr als selten der Fall ist, wird nicht nur durch ihn selbst, sondern auch durch viele von ihm zitierte, aber wenig bekannte Untersuchungen belegt. Und der Autor versteht es dabei eine Sprache zu verwenden (ein Lob auch dem Übersetzer!), die zu lesen einfach richtig Spaß macht.
Dieses Buch ist allen zu empfehlen, die an dem Thema Innovation interessiert sind, aber auch allen anderen, die faszinierende Zusammenhänge quer über viele Wissensgebiete hinweg kennenlernen wollen.
Ist das Buch auch für "Innovationskundige" interessant?
Uneingeschränkt: Ja! Was Johnson in diesem Buch zusammengetragen und kombiniert hat, findet sich meines Wissens nach in dieser Art in keinem anderen Buch über Innovation.
Ich habe selten ein so faszinierendes und spannendes Werk gelesen!


Homers letzter Satz: Die Simpsons und die Mathematik
Homers letzter Satz: Die Simpsons und die Mathematik
von Simon Singh
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,50

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ausgezeichnet" ...um es mit Burns zu sagen!, 30. Dezember 2013
Simon Singh gelingen in seinem Buch mehrere Dinge gleichzeitig: Er gibt zum einen einen Einblick hinter die Kulissen der Simpsons dadurch, als dass er sich um die Biografien der Macher der Simpsons kümmert. Aus diesen Biografien heraus findet er die Wege und Übergänge in die versteckte Mathematik in den Simpsons-Folgen. Das ist ausgezeichnet! Denn als Simpsons-Fan war mir weder dieser mathematische Background der Macher, noch die vielen Andeutungen und Hinweise auf die Mathematik in den Folgen in dieser Ausprägung bewusst.
Jedoch ist das nur ein Teil des Buches. Der andere Teil ist dann wiederum, dass die mathematischen Beispiele aus den Simpsons-Folgen als Aufhänger dafür benutzt werden, um in die Materie fundiert einzusteigen. Besonders gut ist dies aus meiner Sicht zum Beispiel für Fermats letzten Satz gelungen.
Singh springt immer nachvollziehbar hin und her zwischen der (reinen) Mathematik an sich und der Darstellung dieser bei den Simpsons. So schafft er es, das Thema immer interessant zu halten, auch für Nicht-Mathematiker - und ich bin beileibe kein Mathematiker!
Weiterhin flechtet Singh einige mathematische Spielereien, mathematische Witze und Anekdoten ein, so dass trotz theoretischem Inhalt der Unterhaltungswert stets enorm hoch bleibt. Das ist einfach klasse gemacht.
Formal ist das Buch übersichtlich in überschaubare Kapitel gegliedert, die Themenschwerpunkte sind immer klar erkennbar und die Sprache des Autors (oder die des Übersetzers) ist richtig gut lesbar/verständlich.
Fazit: So macht Mathematik auch denen Spaß, die eigentlich keinen Spaß an Mathematik haben.
"Ausgezeichnet!"


Like a Virgin: Erfolgsgeheimnisse eines Multimilliardärs
Like a Virgin: Erfolgsgeheimnisse eines Multimilliardärs
von Richard Branson
  Broschiert
Preis: EUR 24,90

5.0 von 5 Sternen Plädoyers für Unternehmer, die Persönlichkeiten sein wollen, 21. Dezember 2013
Richard Branson kennt man - überall auf der Welt. Das kommt nicht von ungefähr. Er nimmt sich selbst nicht, dafür aber alles andere um so mehr ernst. Das stellt er in diesem Buch sehr gut dar. Das Buch passt irgendwie zu Branson, denn es ist irgendwie unorganisiert, aber trotzdem stimmig. So stellt das Buch fast schon sinnbildlich das Leben und das Imperium Bransons dar. Die Themen folgen keinem gewissen Schema, aber durch konkrete Fragestellungen am Anfang eines jeden Kapitels, weiß man immer woran man ist - auch wenn man vielleicht gerade nicht weiß, wo man ist.
Die Inhalte sind alle nicht neu, denn man weiß um viele dieser und/oder seiner Erfolgsrezepte. Man kann sie folgendermaßen zusammenfassen: An aller oberster Stelle steht der Kundenservice - egal in welcher Branche. Excellenter Kundenservice lässt sich aber nur gewährleisten, wenn die, die ihn erbringen, bis in die Haarspitzen für ihr Unternehmen und für ihr Tun im Unternehmen motiviert sind: die Mitarbeiter. Und deswegen stehen die Mitarbeiter noch über der obersten Stelle. Und zu schaffen ist dies alles nur über den Spaß, den man ernsthaft für die Sache haben muss. Der steht dann nochmals über allem.
Und ganz vorne und oben steht der, der für den Spaß an der ganzen Sache verantwortlich ist: Richard Branson.
Liest man sein Buch, in dem seine Lebenseinstellung und seine daraus ableitbaren (Führungs-)Prinzipien gut dargestellt werden, dann kann man nicht umhin, fasziniert zu sein. Letztendlich spürt man den Drang, dieses von Branson vorgelebte Konzept selbst umsetzen zu wollen; als außergewöhnliche Persönlichkeit, die einfach Menschen liebt - seien es nun Mitarbeiter oder Kunden. Insofern kann man aus diesem Buch viele Plädoyers für ein besseres Unternehmertum herausziehen.
Fazit: Für Unternehmer und Führungskräfte unbedingt zu empfehlen (trotz des völlig missratenen deutschen Untertitels).


Mindfuck: Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können
Mindfuck: Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können
von Petra Bock
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Aufgeschäumtes Altbekanntes - mit Reißertitel, 18. Dezember 2013
Die Autorin verspricht zu Beginn Ihres Buches neu zu Entdeckendes, neue Erkenntnisse, die das Leben der Leser/ihrer KlientInnen in der Praxis verändern würde. Zitat: "Doch dazu hatte ich zunächst einige Rätsel zu lösen. Ich beschloss, die Aufgabe wie eine Entdeckerin auf einem bisher unbekannten Kontinent anzugehen ...". Eine vielversprechende Metapher.
Das Ergebnis ist dann so einfach, wie noch viel weniger neu: Man nennt es Erziehung und Sozialisation. Hier entstehen viele Denk- und Handlungsmuster, die zum einen Teil sinnvoll und zum anderen Teil sicher auch einschränkend sind. In Studiengängen der Geistes- und Sozialwissenschaften werden diese Themen in den ersten Semestern abgehandelt. Fundierte Literatur dazu gibt es haufenweise. Hier brauchte man sich also ganz sicher auf keinen unbekannten Kontinent zu begeben.
Und wie sollen einschränkende Denk- und Handlungsweisen nun überwunden werden? Die Autorin meint dazu, dass man, in dem man sich derer bewusst wird, sie auch bewusst ausklammern und/oder umgehen kann: daran denken und dann einfach anders machen...
Nun ja.
Im Großen und Ganzen ist das der Inhalt des Buches.
Die Ausschmückung des Inhalts durch wenig aussagekräftige Aufzählungen, Wiederholungen oder zum Teil sehr banale Praxisbeispiele (z.B.: ein Geschäftsmann nimmt sich vor, in Pension viele seiner Träume zu verwirklichen. Doch dann stirbt ein Freund mit 45 und plötzlich will der Geschäftsmann seine Träume doch gleich verwirklichen ...) macht das Buch nicht minder oberflächlich.
Fazit:
Ich denke, dass dieses Thema, so wie hier von Petra Bock aufbereitet, sich als Motivationsimpuls für Vorträge sehr gut eignet und Menschen unmittelbar und direkt vor Ort bewegen und berühren kann. Das Buch kann das leider nicht.


Der digitale Tsunami: Das Innovators Dilemma der traditionellen Medienunternehmen oder wie Google, Amazon, Apple & Co. den Medienmarkt auf den Kopf stellen
Der digitale Tsunami: Das Innovators Dilemma der traditionellen Medienunternehmen oder wie Google, Amazon, Apple & Co. den Medienmarkt auf den Kopf stellen
von Nicolas Clasen
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,95

5.0 von 5 Sternen Für die Branche ein "Brandbuch"!, 11. Dezember 2013
Das Buch wurde mir geschenkt und ich komme nicht aus der Medienbranche. Das ist insofern wichtig, weil ich der Meinung bin, dass für dieses Werk eine Affinität zur Medienbranche vorhanden sein sollte.
Nicolas Clasen hat mit seinem Buch aber etwas Bewundernswertes geschafft: Er hat das berühmte Innovator's Dilemma in eine gerade jetzt in diesem Moment stattfindende disruptive Innovationsphase/-revoulution übertragen. Man kann es jetzt gerade in der Realtität miterleben. Und wenn man dazu Clasens Buch als eine Art Begleitleküre zur Realität nimmt, dann versteht man das Zögern, das Herumtasten, das Verharren, das Ablehnen, das Euphorische, das Zaudern, kurzum: die völlige Verunsicherung der Medienbranche.
Als Zuschauer und nicht direkt Betroffener ein wunderbares Anschauungsbeispiel.
Als Betroffener in/aus der Medienbranche ist das sicher weniger wunderbar. Denn der Autor gibt nicht an und kann auch nicht genau angeben, was nun zu tun ist, um in der Zukunft Erfolg zu haben ("Glaskugel"). Das Buch als Betroffener deswegen nicht zu lesen wäre aus meiner eher unbedarften Sicht aber ein fataler Fehler. Für die Branche hat nach meiner Meinung Clasen eine Art "Brandbuch" geschrieben, in dem er erstens die aktuelle Situation der Medienbranche schonungslos darstellt, zweitens die bereits stattfindenden Veränderungen benennt und belegt und drittens einige grundsätzliche Handlungsempfehlungen gibt.
Er hat sehr viel Wert auf eine fundierte Recherche gelegt, auf deren Ergebnisse er dann Zusammenhänge darstellt und - durchaus auch für den Laien verständlich - erläutert. Insofern ist dieses Buch dann auch wieder für den Medienunkundigen geeignet. Der zusätzliche Lerneffekt bei mir war nun, dass ich viele mir nicht geläufige, aber immer wieder gehörte Begriffe einordnen kann und jetzt weiß, was sich dahinter verbirgt.

Insgesamt: Ich hätte das Buch nicht gekauft, weil es nicht mein Metier ist. Im Nachhinein bin ich froh, es geschenkt bekommen zu haben, weil ich durch das Buch des Medienexperten Clasen Zusammenhänge in einer faszinierenden Branche kennengelernt habe, die mir anders nicht klar geworden wären. Und nun bin ich gespannt, wie sich die Realität weiterentwickelt - im großen Rahmen des Innovator's Dilemma.


paradoxes denken: Theoretische und praktische Irritationen des Denkens
paradoxes denken: Theoretische und praktische Irritationen des Denkens
von Frank Kannetzky
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen High-End-Gedanken zum Thema Paradoxien, 3. Dezember 2013
Kannetzkys Paradoxes Denken ist alles andere als ein Unterhaltungs- und Staun-Buch. Wer sich intensiv und fundamental mit dem faszinierenden Thema Paradoxien beschäftigen will, der ist bei diesem Buch bestens bedient. Der Autor geht verschiedenen Paradoxien nach und auf den Grund. Er zerlegt sie, stellt Zusammenhänge her und scheut sich dann eben nicht, auf für den unbedarften Leser schwer nachvollziehbare Abstraktionsebenen zu gehen. So stellt er sich dem berühmten Gefangenendilemma auf sage und schreibe über 50 eng beschriebenen Seiten und leuchtet dieses in allen Facetten aus. Obwohl es ein wissenschaftliches Buch ist, schafft es Kannetzky aber auch immer wieder durch interessante und augenzwinkernde Fragestellungen und Überschriften den Leser zu packen. Und: Er lässt die von ihm dargestellten und erläuterten Paradoxien nie einfach nur stehen, sondern er beschäftigt sich immer mit erläuternden Lösungsansätzen. Tatsächlich am besten gefällt mir dabei sein Abschlusskapitel "Wozu Paradoxien?". Wer über diese Überschrift nachdenkt, merkt sofort, dass hier etwas nicht stimmt. Und so ist es auch!
Für mich ist dieses Buch das zentrale Werk über Paradoxien im deutschsprachigen Raum. Leider ist es mittlerweile nur noch schwierig zu erwerben und wenn, dann teuer. Trotzdem: Wer sich mit dem Thema Paradoxien fundiert und nicht nur staunend auseinandersetzen will, sollte das Geld für dieses umfangreiche und anspruchsvolle Werk mit seinen vielen Literaturhinweisen investieren.


Foreverly
Foreverly
Preis: EUR 14,25

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausnahmekünstler x Ausnahmekünstlerin = Ausnahmekünstler ins Quadrat, 26. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Foreverly (Audio CD)
Ich bewerte in der Regel keine Musikalben, aber hier mache ich dann doch mal eine Ausnahme.

Billie Joe Armstrong halte ich für einen absoluten Ausnahmemusiker, der nicht nur fantastische Songs schreiben und einspielen, sondern vor allem auch performen kann. Wer ihn schon einmal live auf einer Bühne erlebt hat, weiß wovon ich spreche.
Wenn dieser nun wiederum mit einer weiteren Ausnahmekünstlerin zusammen Musik macht, dann kann das gewaltig schief gehen, weil zwei Welten aufeinanderprallen.
Oder es kann ein Meisterwerk werden.
Zweiteres ist nun hier der Fall. Die Lieder der Everly Brothers werden so authentisch, gefühlvoll und harmonisch gesungen und instrumentiert, dass es kaum zu glauben ist, dass die beiden das zum ersten Mal machen.
Ganz im Stil der Originale singen sie alle Lieder gemeinsam, also ohne Soloparts. Das könnte langweilig klingen; tut es aber nicht. Armstrong und Jones geleiten ihre Zuhörer mit ihren perfekt zueinander passenden Stimmen durch das Album wie auf einer Wolke.

Natürlich darf noch die Frage gestellt werden, ob dieses Album auch für den klassischen Green Day-Fan geeignet ist. Ich bin großer Green Day-, aber eben vor allem BJ Armstrong-Fan und ich sage subjektiv: Ja.
Trotzdem rate ich jedem Green Day-Fan, erst einmal in die Platte reinzuhören; oder sich die Everly-Brothers ins Gedächtnis zu rufen... und dann erst zu entscheiden. Sicher ist sicher!

Ich gebe uneingeschränkte fünf Punkte für die Beiden; verbunden mit der Hoffnung, dass sie vielleicht mal eigene Lieder gemeinsam schreiben und singen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 10, 2013 4:11 PM CET


Ich denke, also spinn ich: Warum wir uns oft anders verhalten, als wir wollen
Ich denke, also spinn ich: Warum wir uns oft anders verhalten, als wir wollen
von Jochen Mai
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein erwartetes wildes Schmöker-Sammelsurium, 19. November 2013
Die beiden Autoren haben mit diesem Buch einen ganzen Garten mit Denkfehlern und psychologischen Phänomenen jenseits des logischen und rationalen Denkens angelegt. Dass dabei auch viel Wildwuchs vorhanden ist, ist nach meiner Ansicht erwartbar! Niemand kann bei einem Buch mit dem Titel "Ich denke, also spinn ich" ein wissenschaftliches Buch erwarten. Und so schlendern die beiden Autoren durch ihren üppigen Dschungel, pflücken hier etwas und säen dort etwas und als Leser spaziert man dann durch die einzelnen Abschnitte und staunt hier ein wenig und staunt da ein wenig; aber nie besonders viel, weil einfach Vieles schon bekannt ist oder weil man zum Teil auch nicht so richtig in der Lage ist, die konkrete Aussage als wertvoll zu erachten. Da aber der Buchtitel und die Sprache in ihrer sehr saloppen Art gut zusammenpassen, überrascht das nicht weiter.
Und so ist dieses Buch viel weniger ein Sachbuch, als viel mehr ein Unterhaltungsbuch, mit dem einen oder anderen Aha-Effekt. Nach meiner Einschätzung hätte man sicher einige Abschnitte einfach weglassen und dafür bei anderen ein wenig intensiver nachhaken können. So bleibt am Schluss der Eindruck, dass die beiden Autoren erfolgreich versucht haben, Quantität vor Qualität zu stellen. Und deswegen betrachte ich das Buch nicht so sehr zum Lesen, sondern mehr zum Schmökern geeignet.
Schade ist, dass hier inhaltliches Potenzial nicht besser genutzt wurde. Aufgrund des nicht geringen Unterhaltungswerts gebe ich aber gerade noch vier Punkte.


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