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Franz "Franz"

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Farbenspiel Live - Die Tournee [Blu-ray]
Farbenspiel Live - Die Tournee [Blu-ray]
DVD ~ Helene Fischer
Preis: EUR 18,99

32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Referenz-Sound, gute Bildqualität, geniales Konzert - Kauptipp!, 5. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Heute ist Helene Fischers neueste Konzert-Bluray-Disc erschienen. Hier meine ersten Eindrücke nach zweimaligem Anschauen und Anhören:

Sound in absoluter Referenzqualität - Bravo!
(DTS-HD Master Audio Surround, abgespielt im 7.1 THX Select2 Music-Modus)

Ich muss gleich vorweg den Tontechnikern ein großes Lob aussprechen, die dieses Konzert für uns Fans mitgeschnitten und damit für die Ewigkeit archiviert haben. Denn der Mehrkanal-Soundtrack dieser Bluray ist schlichtweg genial. Die Songs klingen sehr klar und transparent. Es herrscht eine ausgezeichnete Balance zwischen hohen, mittleren und tiefen Tönen, man kann die einzelnen Instrumente gut heraushören. Da übersteuern keine Höhen und da dröhnt kein Bass - egal wie laut man die Musik hört. Helenes Stimme wurde sehr gefühlvoll in die Musik gemischt, sodass sie immer gut zu hören ist, ohne die Musik in den Hintergrund zu drängen.

Auch der Surround-Mix ist sehr gelungen. Die Musik und Helenes Gesang kommen ausschließlich von vorne - wie es sein soll. Lediglich leichte Halleffekte und das Publikum hört man von hinten - exakt wie in einem Konzert auf den vorderen Plätzen. Ganz extrem hineingezogen in diese Konzert-Atmosphäre wird man bei Atemlos". Hier intonieren die vereinten Fischer-Chöre schon während der Akustik-Version das oh-oh--oh-oh" sowie später die Helene"-Rufe derart laut, dass man das Gefühl hat, Tausende Fans würden hinter einem singen. Herrlich!

Wer also eine entsprechend hochwertige und leistungsstarke Musikanlage hat und diese auch in Konzert-Lautstärke betreiben kann, der holt sich mit dieser Bluray-Disc das Konzert-Livesound-Erlebnis 1:1 ins Heimkino. Genau genommen ist der Sound sogar besser als live. Obwohl ich bei drei Konzerten dieser Tournee live dabei sein konnte, sind mir die unterschiedlichen Sound-Konzepte der Songs erst so richtig heute zu Hause aufgefallen. So klingen manche Songs eher brav" und plätschern quasi vor sich hin. Aber es kommen immer wieder Songs mit heftiger Schlagzeug- und/oder Bass-Unterlegung sehr druckvoll daher - alles ganz knackig, präzise und glasklar. Das bringt wohltuende Abwechslung in das Konzert und verleitet einen immer wieder zum weiteren Hochdrehen der Lautstärke. Am Ende hatte ich heute mehr Ohrensausen als nach den Live-Konzerten...

Leichte Schwächen bei Bildqualität
(getestet mit FullHD-TV und FullHD-Beamer)

Nicht ganz so euphorisch wie bei Sound bin ich bei der Bewertung der Bildqualität dieser Bluray-Disc. Das Bild weist zwar ein gute Schärfe und eine gute Tiefenwirkung auf. Man kann viele Details erkennen. Allerdings überstrahlen Helenes Gesicht und Haar in manchen Passagen deutlich sichtbar. Das führt zu leichten Bildunschärfen - und das ausgerechnet bei Helene. Vermutlich sind diese Bildfehler durch die sehr hellen Spots auf Helene entstanden. Denn je heller Helene bestrahlt wird, desto dunkler erscheint im Vergleich dazu das Umfeld. So kann es schon mal passieren, dass ein Kameramann die Belichtung auf einen Durchschnittswert einstellt, was dann zwar Vorteile für Helenes Umfeld bringt, aber Helene selber nicht in ganz optimalem Licht erscheinen lässt. Jeder, der bei dieser Tournee Fotos gemacht hat, wird dieses Hell-Dunkel-Problem auf der Bühne ebenfalls bemerkt haben. Ich weiß, meine Bildkritik ist Jammern auf hohem Niveau. Aber mit etwas mehr Mühe beim Filmen wäre halt noch ein Tick mehr an Bildqualität und eine noch etwas schärfere" Helene möglich gewesen...

Helene und das Hamburger Publikum

Obwohl es hier in meiner Rezension in erster Linie um die technische Umsetzung dieser Bluray-Disc geht, muss ich an dieser Stelle doch auch etwas zum Konzert selber sagen. Helene hatte offensichtlich einen ganz starken Tag bei der Aufzeichnung. Sie war bestens bei Stimme, sichtlich mit Freude bei der Arbeit und konnte sich sichtlich über den überwältigenden Zuspruch der Fans freuen. Es gab auch Momente unübersehbarer Rührung. Helene wirkte nicht angespannt oder nervös wegen der Aufzeichnung und war auch in ihren Moderationen punktgenau. Das Hamburger Publikum war gleich von Anfang an in einer Party-Stimmung, wie ich das in dieser Intensität bisher noch nicht gesehen habe. An diesem Abend hat wirklich alles gepasst...

Fazit

Die heute erschienene Bluray-Disc bringt nun endlich Helenes eben erst zu Ende gegangen Erfolgstournee Farbenspiel" in die Wohnzimmer von uns Fans. Diese Aufzeichnung lässt uns die unvergesslichen und durch nichts zu ersetzenden Live-Erlebnisse immer wieder Revue passieren - auch wenn mit Purple rain" ein Song der Tournee auf der Bluray-Disc fehlt. Die Bildqualität der Disc ist gut, die Tonqualität sowie das Konzert an sich sind überragend. Daher gibt es von mir eine klar Kaufempfehlung!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 7, 2014 5:01 PM CET


Live at Wembley Arena (2 CD)
Live at Wembley Arena (2 CD)
Preis: EUR 14,99

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absoluter Kauftipp – Referenz-Sound mit etwas zu wenig Bassdruck, 4. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Live at Wembley Arena (2 CD) (Audio CD)
Als ich vor ein paar Wochen zufällig in der Zeitung von der bevorstehenden Veröffentlichung eines ABBA-Live-Konzerts auf CD und Vinyl las, kam große Freude bei mir auf. Denn mir war es aufgrund meines Alters damals noch nicht möglich, ein Live-Konzert von ABBA zu besuchen. Im Nachhinein gesehen ist das ewig schade. Denn ich hatte immer schon – egal bei welchem Künstler – eine Präferenz für Live-Versionen von Songs gegenüber Studio-Produktionen. Und so richtig verwöhnt waren wir ABBA-Fans ja bisher wahrlich nicht mit Live-Tonträgern…

Heute Abend war es nun soweit und ich gab mich ganz dem Genuss der beiden neuen Live at Wembley-CDs auf meiner aktuellen Stereo-Kombination hin (CD: Revox B226, AMP: Accuphase E305V, LS: Canton Vento 890.2). Gleich zu Beginn war ich – bei gehobenem Lautstärke-Pegel – beeindruckt vom sehr transparenten Klangspektrum, das unendlich viele Feinheiten des Instrumentenspiels wie des Gesanges zum Vorschein bringt. So kann man jedes Instrument einzeln heraushören, wenn man darauf achtet. Dies ist meines Erachtens der Hauptunterschied zu den ABBA-Studio-Produktionen, bei denen der Klang der einzelnen Instrumente mehr in einem kompakten und funkelnden Gesamt-Sound aufgeht.

Die Arrangements der Songs sind meist ihrem Grunde nach nicht viel anders als in den Studioversionen. Lediglich die eine oder andere kurze Instrumentaleinlage und die immer präsenten E-Gitarren machen hier einen Unterschied aus. Aber trotzdem klingt diese Live-CD für mich nicht wie eine „richtige“ Live-CD. Wie das? Irgendetwas fehlt zu einem absoluten Live-Erlebnis. Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass ich CDs ausnahmslos im Linear-Modus („TONE OFF“) anhöre. Das ergibt üblicher Weise den für mich perfekten Sound. Nicht aber bei dieser ABBA-Live-CD. Hier fehlt der Bassdruck.

Bass und Schlagzeug sind zwar zu hören, aber so im Hintergrund, dass dem Konzert die Dynamik fehlt. Band-Einsätze etwa bei „I have a dream“ bleiben blass und reißen mich einfach nicht vom Hocker. Das habe ich von den Studioalben spektakulärer in Erinnerung. Mehr und mehr komme ich im Laufe des Hörens der ersten CD zum Schluss, dass wohl jene Rezensenten hier bei Amazon Recht haben, die von einer nicht optimalen Sound-Abmischung berichten. Aber dieses Urteil war – wie sich wenig später herausstellte – verfrüht. Denn ich nutzte die „Pause“ während des Wechsels auf die zweite CD dafür, zu Versuchszwecken die „COMP“-(=Loudness)Taste am Verstärker zu drücken. Und auf einmal sah die Welt ganz anders aus bzw. höre sie sich ganz anders an:

Schlagzeug und Bass glänzten plötzlich mit jenem Punch, der so typisch für Live-Konzerte ist. Die Bandeinsätze sind jetzt richtig spektakulär und reißen mich förmlich vom Hocker. Sogar in der Magengrube sind die Basslinien nun zu spüren. Und die Bassklänge kommen – obwohl sehr weich – klar konturiert daher und reichen bis in die ganz tiefen Frequenz-Bereiche hinunter. Wunderbar! Jetzt herrscht absolutes Live-Feeling – auch wenn durch das stärkere Bassfundament nun die mittleren und höheren Frequenzen ein wenig in den Hintergrund treten. Alles in allem höre ich nun nahezu perfekten Live-Sound. Nicht viel anders – wenn auch um ein „paar“ Dezibel lauter – wird das Konzert wohl für die Besucher seinerzeit in der Wembley Arena geklungen haben. Herrlich!

Fazit:
Die neue ABBA-Live-Doppel-CD gibt das Konzert aus dem Jahr 1979 in nahezu referenzverdächtiger Qualität wieder, sofern man den Bassdruck beim Abspielen am Verstärker ein wenig nachjustiert. Das macht richtig Vorfreude auf weitere ABBA-Live-Tonträger, die hoffentlich bald erscheinen und ähnlich fantastisch klingen wie dieser Wembley-Mitschnitt aus dem Jahr 1979…
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 6, 2014 8:46 PM MEST


Audio Cassette C 90 SHX Chrom (CrO2); 10 er Pack; 90 Minuten; Made in Austria; Low Noise; Leercassette; Audio - Leerkassetten [Musikkassette]
Audio Cassette C 90 SHX Chrom (CrO2); 10 er Pack; 90 Minuten; Made in Austria; Low Noise; Leercassette; Audio - Leerkassetten [Musikkassette]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trotz leichter Schwächen vermutlich das Beste am Markt..., 18. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als Freund analogen Musikgenusses habe ich mit großem Interesse das Erscheinen der neuen Chrome Cobalt Audiokassetten am Markt registriert. Nachdem es nun die von mir zuletzt verwendeten TDK-SA Kassetten nicht mehr zu kaufen gibt, ließ ich mir von Amazon je eine 10er-Packung der Chrome Cobalt SHX Kassette in 60- und 90-Minuten-Version liefern. Zu meiner großen Überraschung sehen die 60er und die 90er Chrome Cobalt nicht gleich aus. Das beginnt schon bei der Verpackung. Während die 60er in normalen Kunststoffhüllen ausgeliefert wird, kommt die 90er in einer etwas dünneren Slim-Hülle daher. Der Einlegekarton zum Eintragen der Aufnahme-Informationen sieht bei beiden gleich aus.

Unterschiede gibt es auch beim Gehäuse. Es ist zwar in beiden Versionen transparent. Allerdings sind in der 90er auf beiden Seiten goldfärbige Folien (mit einem Sichtfenster in der Mitte) eingelegt, sodass man im Gegensatz zu 60er bei der 90er keinen vollen Blick auf das Innenleben der Kassette hat. Während die 90er völlig frei von Beschriftung ist, stehen auf der 60er zahlreiche Informationen inklusive afrikanischer Vertriebsadresse drauf. Die Laufzeit der 60er liegt bei beachtlichen 69 Minuten, während bei der 90er mit 92 Minuten kaum etwas dazu geschenkt wurde.

Wichtiger als diese Äußerlichkeiten sind allerdings für den Musikfreund die klanglichen Eigenschaften der Kassette. Im Vergleich zur TDK-SA fällt dabei auf, dass die Chrome Cobalt einen etwas höheren Aufnahmepegel benötigt. Wenn ich also mit demselben Pegel aufnehme wie bei der TDK-SA, dann fehlen beim Abspielen 3 bis 4 dB Pegel am Display. Man kann den Lautstärkeunterschied auch hören. Nach dem Einmessen meines Aufnahme-Decks Revox B215 auf die Chrome Cobalt 60 passt der Pegel und die Abhörlautstärke ist nun wie bei der TDK-SA. Die Überspielung der Langspielplatte "Prince - 1999" auf die 60er gelingt problemlos. Mir kommt allerdings vor, als ob die Chrome Cobald einen etwas weniger plastischen Klang liefert als die TDK-SA. Habe dies mehrmals mit Nachbandkontrolle direkt während der Aufnahme von der Schallplatte überprüft. Nach meiner Erfahrung hat also die TDK-SA klanglich die Nase leicht vorn - allerdings ist sie nicht mehr erhältlich.

Ein Test auch der Chrome Cobalt 90 bringt eine Überraschung: Ich gewinne den Eindruck, dass für die 60er und für 90er Chrome Cobalt nicht exakt dasselbe Bandmaterial verwendet wurde. Denn eine Probeaufnahme auf der 90er mit der Einmess-Einstellung der 60er klingt dumpf. Nach dem Neu-Einmessen des Decks auf der 90er (geht zum Glück beim Revox B215 auf Knopfdruck automatisch) sind nun auch auf der 90er ausreichend Höhen vorhanden. Allerdings trat bei der 90er während der Aufnahme ein ganz anderes Problem auf: Gegen Ende der Überspielung der LP "Kiss - Unmasked" mit Beginn des Titels "Easy as it seems" wird die Aufnahme durch ein schrilles hochfrequentes Pfeifen überlagert, das sich bis zur Unerträglichkeit steigert und zum Abbruch der Aufnahme zwingt. Ich lege eine TDK-SA ein und die Aufnahme läuft ganz normal. Ich wechsle wieder zurück auf die Chrome Cobalt 90 und das Pfeifen während der Aufnahme ist wieder da. Ich bin leider kein Techniker, um die Ursache dieser Störung erklären zu können. Jedenfalls konnte ich diesen Teil der Kiss-LP nicht überspielen. Auf die TDK-SA konnte ich dieselbe LP anschließend komplett problemlos überspielen.

Fazit:
Mit der neuen Chrome Cobalt gibt es nach dem Ende der TDK-SA nun wieder eine Chrome-Audiokassette auf dem Markt, die alles in allem recht gut klingt und auch eine sehr stabile Mechanik aufweist. Daher lasse ich mein Problem beim Aufnehmen der 90er (vielleicht lag es an einer Einstellung auf meinem Deck) mal außen vor und gebe 5 Punkte.


Audio Cassette C 60 SHX Chrom (CrO2); 10 er Pack; 60 Minuten; Made in Austria; Low Noise; Leercassette; Audio - Leerkassetten [Musikkassette]
Audio Cassette C 60 SHX Chrom (CrO2); 10 er Pack; 60 Minuten; Made in Austria; Low Noise; Leercassette; Audio - Leerkassetten [Musikkassette]
Preis: EUR 12,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trotz leichter Schwächen vermutlich das Beste am Markt..., 18. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als Freund analogen Musikgenusses habe ich mit großem Interesse das Erscheinen der neuen Chrome Cobalt Audiokassetten am Markt registriert. Nachdem es nun die von mir zuletzt verwendeten TDK-SA Kassetten nicht mehr zu kaufen gibt, ließ ich mir von Amazon je eine 10er-Packung der Chrome Cobalt SHX Kassette in 60- und 90-Minuten-Version liefern. Zu meiner großen Überraschung sehen die 60er und die 90er Chrome Cobalt nicht gleich aus. Das beginnt schon bei der Verpackung. Während die 60er in normalen Kunststoffhüllen ausgeliefert wird, kommt die 90er in einer etwas dünneren Slim-Hülle daher. Der Einlegekarton zum Eintragen der Aufnahme-Informationen sieht bei beiden gleich aus.

Unterschiede gibt es auch beim Gehäuse. Es ist zwar in beiden Versionen transparent. Allerdings sind in der 90er auf beiden Seiten goldfärbige Folien (mit einem Sichtfenster in der Mitte) eingelegt, sodass man im Gegensatz zu 60er bei der 90er keinen vollen Blick auf das Innenleben der Kassette hat. Während die 90er völlig frei von Beschriftung ist, stehen auf der 60er zahlreiche Informationen inklusive afrikanischer Vertriebsadresse drauf. Die Laufzeit der 60er liegt bei beachtlichen 69 Minuten, während bei der 90er mit 92 Minuten kaum etwas dazu geschenkt wurde.

Wichtiger als diese Äußerlichkeiten sind allerdings für den Musikfreund die klanglichen Eigenschaften der Kassette. Im Vergleich zur TDK-SA fällt dabei auf, dass die Chrome Cobalt einen etwas höheren Aufnahmepegel benötigt. Wenn ich also mit demselben Pegel aufnehme wie bei der TDK-SA, dann fehlen beim Abspielen 3 bis 4 dB Pegel am Display. Man kann den Lautstärkeunterschied auch hören. Nach dem Einmessen meines Aufnahme-Decks Revox B215 auf die Chrome Cobalt 60 passt der Pegel und die Abhörlautstärke ist nun wie bei der TDK-SA. Die Überspielung der Langspielplatte "Prince - 1999" auf die 60er gelingt problemlos. Mir kommt allerdings vor, als ob die Chrome Cobald einen etwas weniger plastischen Klang liefert als die TDK-SA. Habe dies mehrmals mit Nachbandkontrolle direkt während der Aufnahme von der Schallplatte überprüft. Nach meiner Erfahrung hat also die TDK-SA klanglich die Nase leicht vorn - allerdings ist sie nicht mehr erhältlich.

Ein Test auch der Chrome Cobalt 90 bringt eine Überraschung: Ich gewinne den Eindruck, dass für die 60er und für 90er Chrome Cobalt nicht exakt dasselbe Bandmaterial verwendet wurde. Denn eine Probeaufnahme auf der 90er mit der Einmess-Einstellung der 60er klingt dumpf. Nach dem Neu-Einmessen des Decks auf der 90er (geht zum Glück beim Revox B215 auf Knopfdruck automatisch) sind nun auch auf der 90er ausreichend Höhen vorhanden. Allerdings trat bei der 90er während der Aufnahme ein ganz anderes Problem auf: Gegen Ende der Überspielung der LP "Kiss - Unmasked" mit Beginn des Titels "Easy as it seems" wird die Aufnahme durch ein schrilles hochfrequentes Pfeifen überlagert, das sich bis zur Unerträglichkeit steigert und zum Abbruch der Aufnahme zwingt. Ich lege eine TDK-SA ein und die Aufnahme läuft ganz normal. Ich wechsle wieder zurück auf die Chrome Cobalt 90 und das Pfeifen während der Aufnahme ist wieder da. Ich bin leider kein Techniker, um die Ursache dieser Störung erklären zu können. Jedenfalls konnte ich diesen Teil der Kiss-LP nicht überspielen. Auf die TDK-SA konnte ich dieselbe LP anschließend komplett problemlos überspielen.

Fazit:
Mit der neuen Chrome Cobalt gibt es nach dem Ende der TDK-SA nun wieder eine Chrome-Audiokassette auf dem Markt, die alles in allem recht gut klingt und auch eine sehr stabile Mechanik aufweist. Daher lasse ich mein Problem beim Aufnehmen der 90er (vielleicht lag es an einer Einstellung auf meinem Deck) mal außen vor und gebe 5 Punkte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 23, 2014 12:55 PM MEST


Farbenspiel - Live aus München [Blu-ray]
Farbenspiel - Live aus München [Blu-ray]
DVD ~ Helene Fischer
Preis: EUR 19,99

37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Helenes "Farbenspiel live" perfekt in Bild und Ton - Bravo!, 16. November 2013
Nach den etwas gemischten Gefühlen beim Anhören und Anschauen der Bluray von Helenes Sommer-Events 2013 kann ich hier für alle Fans des guten Tons und des scharfen und sauberen Bildes absolute Entwarnung geben. Helenes Farbenspiel-live-Präsentation aus München liegt nahezu fehlerfrei auf Bluray vor.

Die Bildschärfe ist sehr hoch und ermöglicht einen räumlichen Eindruck vom Geschehen auf der Bühne und im Auditorium. Die Kontrastwerte sind diesmal sehr gut. Nicht einmal die meist von Scheinwerfern hell erleuchtete weiße Bluse, die Helene während des gesamten Konzertes trägt, überstrahlt am Bildschirm oder an der Leinwand (habe beides probiert). Lediglich schlecht ausgeleuchtete Zuschauer oder Hintergründe auf der Bühne wirken manchmal leicht unscharf. Kompressions-Artefakte (unnatürliche Pixel oder ähnliches) konnte ich nicht feststellen. Dafür gibt es diesmal für die Bildqualität eine glatte Eins.

Der Sound ist sehr druckvoll abgemischt. Die einzelnen Instrumente sind gut hörbar. Es entsteht kein undefinierbarer Sound-Brei sondern ein wunderschönes Miteinander der einzelnen Instrumente. Der Basspegel, der bei der Orchester-Tour viel zu hoch und bei den Sommer-Events etwas zu niedrig war, passt diesmal wieder exakt. Auch der Surround-Mix wurde sehr ordentlich gemacht. Die Musik kommt fast ausschließlich aus den beiden seitlichen Front-Lautsprechern, Helenes Stimme sehr zentral aus dem vorderen Center-Lautsprecher. Während der Songs kommt fast nichts aus den hinteren Lautsprechern (was auch richtig ist). Sobald sich allerdings das Publikum akustisch bemerkbar macht, erwachen auch die hinteren Lautsprecher aus ihrem Tiefschlaf. Der Sound dieser Bluray ist so gut abgemischt, dass man das Konzert in sehr hoher Lautstärke hören kann, ohne dass der Klang mit zunehmender Lautstärke unangenehm wird. Von meiner Seite gibt es für diesen Sound-Mix eine Eins.

Fazit

Mit der vorliegenden Bluray erhalten wir Fans einen perfekten Mitschnitt von Helenes exklusivem Konzert in München, das sie anlässlich der Vorstellung ihres neuen Studioalbums vor einem handverlesenen Publikum gegeben hat. Helene liefert uns damit allerdings nicht nur ihre sechzehn neuen Songs im großartigen Live-Sound, sondern weitere elf große Hits in teilweise extrem verfremdeter, musikalisch hoch interessanter Umsetzung. Technisch kann die Bluray mit der Aufzeichnung der Für einen Tag-Tournee mithalten und stellt damit die Bluray von den Sommer-Events in den Schatten. Danke für dieses technisch und künstlerisch gelungene Meisterwerk. Absolute Kaufempfehlung!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 27, 2013 1:39 AM CET


Cream - Royal Albert Hall [2 DVDs]
Cream - Royal Albert Hall [2 DVDs]
DVD ~ Martyn Atkins
Wird angeboten von ImLaden
Preis: EUR 10,16

20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grandioses Konzert-Finale, Referenz-Sound, mäßiges Bild, 31. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Cream - Royal Albert Hall [2 DVDs] (DVD)
Es erfüllt mich immer mit gemischten Gefühlen, wenn ich wie hier im Fall von CREAM von einer Wiedervereinigung einer legendären Gruppe nach mehr als 30 Jahren höre. Denn es besteht die Gefahr, dass der über Jahrzehnte gewachsene Mythos einer Band mit einem einzigen Konzert zerstört wird. Ich nehme es gleich vorweg: Dieser „Worst case" ist bei CREAM nicht eingetreten. Trotzdem bin ich von diesem Konzert nicht hellauf begeistert. Jack Bruce, Ginger Baker und Eric Clapton sind zwar noch immer sehr gute Musiker. Von der Energie Ihrer Jugendjahre ist aber nicht viel übrig geblieben. Vielmehr beginnen die 3 sehr bedächtig.
Die erste Hälfte des Konzertes besteht vor allem aus nicht so bekannten, ruhigeren Songs, die alle sehr sauber und in sehr gutem Zusammenspiel der 3 präsentiert werden. Leider kommt aber in dieser Phase des Konzertes nie richtig Stimmung auf. Mit Ausnahme eines einzelnen Zuhörers in den hinteren Reihen, der eine von einer Kamera erfasste kurze Tanzeinlage bietet, reißt das Dargebotene niemanden wirklich vom Hocker. Alle sitzen brav in Ihren Sesseln und waren das Ende der Songs ab, um dann höflich zu applaudieren. Ein wenig Stimmung kommt erstmals bei „Badge" auf. Diese Nummer wird aber für meine Begriffe unter ihrem Wert verkauft. Sie endet für mein Empfinden zu abrupt - noch bevor sie richtig begonnen hat.
Ein wenig leidet das Konzert auch unter den vielen Schnitten zwischen den Songs. Da die 3 offensichtlich an den 4 Konzert-Tagen unterschiedlich gekleidet auf die Bühne gekommen sind, sieht man als Zuschauer sofort, wenn die nächste Nummer an einem anderen Tage mitgeschnitten wurde als die vorangegangene. Der Regisseur blendet daher an solchen Stellen immer das Datum der Aufnahme ein. Dadurch entsteht aber der Eindruck einer Best of-Compilation, der das Konzerterlebnis ein wenig stört.
In der zweiten Halbzeit wird das Konzert deutlich rockiger, die 3 haben sich nun offensichtlich „warm" gespielt. Vor dem letzten Drittel des Konzertes muss man noch schnell DVD 2 einlegen. Und dann kann endlich Gänsehaut-Feeling aufkommen. Denn jetzt stehen die echten Superhits auf dem Programm. Den Auftakt macht „Crossroads", dann steigert sich alles in Richtung Höhepunkt „White Room". Nach einem beeindruckenden Schlagzeugsolo von Ginger Baker findet das Konzert einen würdigen Abschluss mit der Zugabe „Sunshine of your love". Vor allem diese Schlusssequenz ist es, die das Konzert in einer positiven Erinnerung erscheinen lässt.
Die technische Umsetzung der DVD ist vor allem geprägt von einer sensationellen Soundqualität. Obwohl nur 3 Musiker am Konzert beteiligt sind, entsteht ein äußerst fein akzentuiertes, aber trotzdem sehr dichtes Klangbild. Das Schlagzeug ist von Anfang bis zum Ende des Konzertes extrem präsent und erzeugt - unterstützt durch einen geschickten Surround-Mix - ständig Druck im gesamten Hörraum. Ich habe noch nie zuvor einen Konzertmitschnitt gehört, bei dem das Schlagzeug vom ersten bis zum letzten Song so markant, aber trotzdem nicht übertreiben daher kommt wie bei dieser Aufnahme. Super! Das Bassspiel von Jack Bruce hört sich ebenfalls sehr druckvoll und nuancenreich an und harmoniert ideal mit dem Schlagzeug von Ginger Baker. Für die Gitarre von Eric Clapton gilt an sich dasselbe. Wenngleich die Gitarre für meine Begriffe im Vergleich mit Schlagzeug und Bass ein wenig mehr Transparenz und Durchschlagskraft vertragen hätte. Aber das ist sicherlich Geschmackssache und ändert nichts daran, dass der Sound auf dieser DVD absolute Referenzklasse darstellt!
Etwas differenzierter muss die Bildqualität dieser DVD betrachtet werden. Durch die Ankündigung, dass das Konzert in HDTV-Qualität mitgeschnitten wurde, waren meine Erwartungen sehr hoch gesteckt. Leider ist das Bild auf dieser DVD nie 100 Prozent scharf. Zudem sind Jack Bruce und Ginger Baker vor allem in Total-Aufnahmen immer weiß überstrahlt. Das ist vermutlich eine Folge des schlechten Beleuchtungskonzeptes. Die Bühne liegt - so wie die ganze Halle an sich - fast im Dunkeln. Auch eine nicht sehr hohe, dafür aber sehr breite Videowall, die ausschließlich sich bewegende abstrakte Muster zeigt und die Bühne nach hinten begrenzt, bringt nicht viel zusätzliches Licht auf die Bühne. Dafür werden die beiden Frontakteure mit grellen weißen Spots beleuchtet. Ein fast unlösbares Problem für jede Kamera. Entweder die Gesichter sind richtig gefilmt, dann ist aber alles andere schwarz. Oder man stellt die Kamera so ein, dass man auch etwas vom Rest der Bühne sieht, dann sind aber die Musiker total überbelichtet. Eigentlich eine schwache Leistung für ein Konzert, dass in erster Linie für die Auswertung auf DVD oder Ähnlichem produziert wurde. Da habe ich schon wesentlich höherwertige Mitschnitte aus der Albert Hall gesehen. Ich denke da etwa an das Robbie Williams Konzert, das - ebenfalls in HDTV abgefilmt - ein um Klassen detailreicheres und ausgewogeneres Bild bietet. Irgendetwas muss da schief gelaufen sein beim CREAM-Mitschnitt. Schade.
Alles in allem kann ich ein positives Urteil über dieses Konzert und die Umstetzung auf DVD abgeben. Getrübt wird die Freude allerdings zum einen durch eine wenig mitreißende erste Hälfte des Konzertes und zum anderen durch die für mich enttäuschende Bildqualität.


Michael Jackson - Live in Bucharest: The Dangerous Tour
Michael Jackson - Live in Bucharest: The Dangerous Tour
DVD ~ Michael Jackson
Preis: EUR 8,99

40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gibt es denn keinen besseren Konzertmitschnitt?, 10. Oktober 2005
Die sehr unterschiedlichen Bewertungen dieser DVD (von „erste Klasse" bis „absolut mies") haben mich veranlasst, hier auch meine Eindrücke niederzuschreiben:
Grandioses Konzert
Die Performance von MJ und die gesamte Bühnenshow sind in meinen Augen wirklich erste Klasse. MJ tanzt von Anfang bis zum Ende wie von einem anderen Stern. Ich frage mich, wie man bei so viel Bewegung noch Luft zum Singen haben kann. Jeder Song wird wie eine kleine Geschichte auf der Bühne inszeniert. Das schaffte jede Menge Abwechslung. Langeweile hat da keine Chance. Die Bühnenshow kann zwar - was den Einsatz an Menschen und Material betrifft - nicht ganz mit der MJ-History-Tour 1998 mithalten (gibt es leider noch immer nicht auf DVD), zeigt MJ aber auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere. Prädikat sehenswert!
Bild auf VHS-Niveau
Leider lässt die technische Umsetzung sehr zu wünschen übrig. Das Bild dieses Konzertmitschnittes ist nie wirklich scharf oder detailreich. Im Stadion ist es sehr dunkel. Außer der Bühnenbeleuchtung und den üblichen Spots auf die Bühne gibt es praktisch kein Licht. Auch nicht kleine Lichter, die etwa die Dachkante des Stadions „nachzeichnen" oder so Ähnliches, das Atmosphäre schafft. Es herrscht eine sehr düstere Gesamtatmosphäre, die durch das matschige Bild noch verstärkt wird. Interessanter Weise beginnt dieses Konzert bei absoluter Dunkelheit. Auch das trägt zur düsteren Grundstimmung bei. Angesichts dieser schlechten Bildqualität machte ich mich auf die Suche nach meinem VHS-TV-Mitschnitt des MJ-History-Konzertes in München aus dem Jahr 1998, den diese Aufnahme hatte ich in relativ guter Erinnerung. Und siehe da, das 7 Jahre alte VHS-Band kann in Sachen Bildqualität mit dieser DVD mithalten. Wer hätte das gedacht. Eigentlich schon enttäuschend, dass eine DVD nicht besser aussieht als ein selber angefertigter alter VHS-TV-Mitschnitt.
Tonmix total verpatzt
Leider nicht viel Besseres kann ich über den Ton dieser DVD berichten. Der gesamte Soundtrack ist dominiert von einer wuchtigen Bass-Linie, die alles andere zudeckt. Man hört zwar noch das Schlagzeug heraus, aber eigentlich viel zu wenig im Vergleich zu dem, was man so von den Studio-CDs gewohnt ist. An der Stimme von MJ gibt es nicht viel auszusetzen. Diese fügt sich gut in den Soundmix ein. Was aber eindeutig fehlt, sie die anderen Instrumente. Wenn nicht gerade eine Solo-Passage ansteht, nimmt man weder ein Gitarre, noch ein Keyboard und auch keine Background-Stimmen richtig wahr. Dabei macht gerade ein ausgewogener Mix aller Instrument und Stimmen einen guten Sound aus. Was im Falle dieser DVD übrig bleibt, ist ein druckvoller Bass mit einer markanten Stimme darüber und dazwischen eine Art undefinierter „Klangbrei" der anderen Instrumente, die sich irgendwie nicht richtig durchsetzen können. Dass der Ton nur in Stereo vorliegt, tut dann eigentlich nicht mehr viel zur Sache bei. Ich habe dann auch den Sound dieser DVD mit dem 1998er-VHS-Band verglichen. Und siehe da, der Sound ist bei meinem TV-Mitschnitt des History-Konzertes eindeutig ausgewogener und besser gemixt als auf dieser DVD. Man hat also offensichtlich dazu gelernt.
Fazit
Diese DVD ist deswegen ein muss für MJ-Fans, weil sie die bisher einzige MJ-DVD mit einem Konzertmitschnitt ist. Wirklich Spaß macht das Anschauen und Anhören aber nicht. Ich bin jedenfalls überrascht, dass der bei seinen Studioalben so auf absolut perfekte technische Umsetzung bedachte MJ es offensichtlich nicht geschafft hat, seine wirklich sehenswerten Live-Performances in ordentlicher Qualität zu dokumentieren. Oder liegen die 1A-Mitschnitte etwa gar noch irgendwo in den Archiven herum um warten erst auf die kommerzielle Auswertung?
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 2, 2014 12:36 AM MEST


Police - Synchronicity Concert [Limited Edition]
Police - Synchronicity Concert [Limited Edition]
DVD ~ The Police
Preis: EUR 23,56

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Konzert, schlechte Bildqualität, super Sound, 3. Oktober 2005
Obwohl es „Police" seit über 20 Jahren nicht mehr gibt, ist nun der seinerzeitige Video-Mitschnitt der Police-Abschiedstournee 1983/84 auf DVD erschienen. Police waren trotz nahem Band-Ende an diesem Abend in Atlanta in guter Form. Der typische schlagzeug- und bass-dominierte Police-Sound wird auf der Bühne so richtig ausgelebt. Sting spielt die Rolle des „Chefs" auf der Bühne, die Kamera zeigt bei Musiker-Großaufnahmen fast immer nur ihn.
Dabei heißt aus meiner Sicht der heimliche Star des Abends Steward Copeland. Er ist es, der durch sein markantes Schlagzeug-Spiel in Verbindung mit der Stimme von Sting maßgeblich den unverkennbaren Sound von Police prägt. Schade, dass er nur sehr selten in Action im Bild zu sehen ist. Eine eher untergeordnete Rolle spielt aus meiner Sicht Andy Sumner. Er hält sich mit seiner Gitarre für meinen Geschmack zu sehr zurück, begleitet quasi seine beiden Kollegen, ohne eigene Akzente zu setzen. Vielleicht wurde er auch einfach nur am Mischpult benachteiligt. Jedenfalls kommt sein Gitarrespiel im Vergleich zu Schlagzeug und Bass nie wirklich durch. Dem Publikum gefällt das Konzert offensichtlich, denn vom Beginn bis zum Ende sieht man nur begeisterte Zuhörer.
Technisch gesehen ist diese DVD etwas zwiespältig zu sehen. Generell ist bei Konzert-Videos aus den früheren 80er Jahren immer Vorsicht geboten. Die Video-Aufnahmetechnik steckte damals noch in den Kinderschuhen. Daher gibt es leider kaum wirklich gute Video-Mitschnitte aus dieser Zeit. Vor diesem Hintergrund ist auch die technische Bewertung dieser DVD zu sehen.
Die Bildqualität des Konzert-Videos ist mäßig, bewegt sich über weite Strecken auf oder nur knapp über VHS-Niveau. Das Bild ist immer irgendwie unscharf und matschig. Feine Details sind nicht zu sehen, dem Bild fehlt jede Tiefenwirkung. Die Farben tendieren oft in Richtung Violett oder Blau. Völlig unscharf wird das Bild, wenn Bildeffekte (zB s/w) zum Einsatz kommen. Lediglich jene Kamera, die immer wieder (und sehr lange) Stings Gesicht in Großaufnahme zeigt, liefert ein halbwegs brauchbares Bild. Die DVD mag auf einem TV-Gerät noch halbwegs gut aussehen, von Beamer-Tauglichkeit kann man in diesem Fall nicht mehr sprechen. Aber mehr war vermutlich aus dem Original-Master des Konzertmitschnittes nicht herauszuholen.
Ein ganz anderes Bild vermitteln die 4 Bonus Tracks. Sie waren offensichtlich nicht im ursprünglichen Konzert-Video enthalten. Man dürfte aber irgendwo in den Archiven noch die Original-Bänder der verschiedenen Live-Kameras gefunden haben. Und die haben sich offensichtlich viel besser gehalten, als das Master des fertigen Videofilms. Denn plötzlich ist das Bild detailreicher, farbechter und sieht viel zeitgemäßer aus als im Hauptfilm. Leider hat sich offensichtlich niemand die Mühe gemacht, das Video zu diesen 4 Bonus-Titeln zu schneiden. So muss man entweder dauernd selber zwischen den 4 Blickwinkeln herum schalten oder man sieht den ganzen Song lang immer dieselbe Einstellung (zB Sting). Das nervt mit der Zeit schon ein wenig. Man hätte ja zum Beispiel für Bildkanal 1 eine Signal mit abwechselnden Bildeinstellungen abmischen und auf den 3 restlichen Kanälen jeweils einen Musiker in Großaufnahme dauernd zeigen können. Oder noch besser: Man hätte überhaupt den kompletten Konzertfilm aus den Originalbändern neu - und vielleicht weniger Sting-zentriert - abmischen können. Hier wurde eine Chance vertan. Aber die 4 Bonus Tracks sind trotzdem eine tolle Bereicherung für diese DVD!
Zum 5.1-Sound-Mix kann ich viel Positives sagen. Das Schlagzeug kommt knallhart durch, der druckvoll Bass von Sting bringt den Hörraum zum Beben. Die Stimme von Sting kommt immer sehr klar daher. Lediglich etwas mehr Power für die Gitarre hätte ich mir gewünscht. Gelungen ist auch die Einbeziehung des begeisterten Publikums. Man hört immer wieder hinten neben Raumklang erzeugenden Musikelementen auch den Beifall des Publikums und fühlt sich so in das Konzert hineingezogen. Ein wirklich gelungener Surround-Remix eines alten Konzert-Mitschnittes.
Alles in allem eine interessante DVD mit Punkteabzug für die schlechte Bildqualität des Hauptfilmes.


Abba - The Movie  (Limited Edition) [2 DVDs]
Abba - The Movie (Limited Edition) [2 DVDs]
DVD ~ Robert Hughes

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationelle DVD-Umsetzung eines Kultfilmes, 3. Oktober 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Manche Rezensenten hier im Forum geben dieser DVD Punkteabzüge, weil sie von der „dünnen" Story des Filmes „überrascht" sind. Ich denke, das ist der falsche Zugang zu diesem Film. Er war immer als eine Art ABBA-Konzertdokumentation für das Kino und nie als anspruchsvoller Film mit ABBA-Soundtrack gedacht. Daher sollte bei diesem Film die Performance von ABBA im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Und ein wenig trägt schon auch die Rahmenhandlung dazu bei, einen Eindruck von der damaligen ABBA-Hysterie in Down Under zu erhalten.
Für mich ist der Film heute wie damals Kult. Und ich bin froh, ihn endlich in perfekter DVD-Qualität in Händen zu halten. Denn die Bildqualität der DVD ist für einen fast 30 Jahre allen Film schlichtweg sensationell. Speziell die Aufnahmen bei Tageslicht sind vom Feinsten. Die Konzertmitschnitte können da wegen der eher schlechten Lichtverhältnisse und wegen des durchwegs schwarzen Hintergrundes auf der Bühne nicht ganz mithalten. Aber alles in allem liegt das Bild in ausgezeichneter Qualität und erfreulicher Weise im original Cinemascope-Format vor. Da kommt Freude auf!
Ganze Arbeit haben die Restauratoren auch bei der Aufbereitung des Tones geleistet. Was da als 5.1-Mix seinen Weg auf die DVD gefunden hat, braucht den Vergleich mit aktuellen Konzertmitschnitten absolut nicht scheuen. Feine, transparente Höhen, voller, weicher Bass, klare Stimmen. Dabei ist noch eine leichte Tonsteigerung von den Live-Aufnahmen zu den wenigen Studioaufnahmen (zB Eagle) zu erkennen. Dafür klingen die Live-Aufnahmen ein wenig rockiger. Auch die Szenen der Rahmenhandlung wurden sorgsam bearbeitet, sogar der eine oder andere direktionale Surround-Effekt ist zu hören. Super!
So soll es sein: Ein alter (Kult-)Film in perfekt restaurierter Qualität auf DVD. In diesem Fall hat sich das Warten auf jeden Fall voll ausgezahlt. KAUFTIPP für alle ABBA-Fans!


Patricia Kaas - Toute la musique ... Best of (+ Audio-CD) [2 DVDs]
Patricia Kaas - Toute la musique ... Best of (+ Audio-CD) [2 DVDs]
DVD ~ Patricia Kaas
Wird angeboten von musikdrehscheibe
Preis: EUR 13,90

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Patricia Kaas überrascht mit schlichter Inszenierung, 29. August 2005
Mit großer Spannung habe ich die neue DVD von Patricia Kaas erwartet. Hat sich die französische Ausnahmekünstlerin doch mit ihren beiden ersten DVDs „Rendez-vous" und „Ce sera nous" selbst die Latte sehr hoch gelegt. Und ich darf es gleich vorweg nehmen: Obwohl die DVD technisch die bisher beste Kaas-DVD ist, gefällt mir „Ce sera nous" insgesamt noch besser. Hier meine Eindrücke im Detail.
Songauswahl und -präsentation
Das Konzert bietet einen Mix aus alten und neuen Songs. Durch die Schwerpunkt-Setzung auf neue Songs fehlen aus meiner Sicht doch ein paar Superhits. Patricia Kaas ist an diesem Abend sehr gut in Form. Spätestens ab „Ou sont les hommes?" hat sie das Publikum fest im Griff.
Bühne, Beleuchtung, Show
Eher enttäuschend ist für mich dagegen die „Inszenierung" des Konzertes. Ein richtiges Bühnenbild oder Beleuchtungskonzept gibt es praktisch nicht. Daher erscheint die Bühne fast immer in düsterem Schwarz oder Dunkenblau. Nicht einmal die Musiker oder Patricia Kaas bringen etwas Farbe ins Spiel. Sie alle tragen ausschließlich schwarze Kleidung. Letztere wird wenigsten durchgehend von einem Spot angeleuchtet. Die Musiker dagegen müssen ihre Arbeit weitgehend im Dunklen verrichten. Es wird ein ziemlich düsteres Ambiente vermittelt. Das mag vielleicht noch ganz gut zu den eher ruhigeren Nummer am Beginn passen, aber die teilweise recht rockige zweite Hälfte des Konzertes schreit ja förmlich nach mehr Licht und Farbe auf der Bühne. Dabei hatte Patricia Kaas in der Vergangenheit immer großen Wert auf die Inszenierung ihrer Songs gelegt. Ihre Konzerte hatten immer etwas Mystisches an sich. Ich denke da speziell an „Ce sera nous". Da konnte man für 2 Stunden in eine von der Farbe Rot dominierte, orientalisch und geheimnisvoll anmutende Inszenierung eintauchen und so die Musik von Patricia Kaas noch intensiver erleben. Diesmal gibt es nur die Musik. Eigentlich ein wenig Schade.
Tonqualität
Technisch ist die neue DVD wirklich 1A. Auf der einen Seite abgrundtiefer, druckvoller Bass, auf der anderen Seite eine transparente und detailreiche Abbildung der Mittel- und Hochtöne. Durch den perfekten Surround-Mix hat man immer das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Das zunehmend begeisterte Publikum hört man sehr schön im hinteren Bereich. Auch Soundteile der Instrumente (insbesondere der Gitarren) kommen immer wieder auch von hinten. Trotzdem kommt die Musik - wie es sein soll - an sich von vorne. Viel besser geht es nicht!
Bildqualität
Auch an der Bildqualität gibt es nichts auszusetzen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen (sehr dunkle Bühne mit hellem Spot auf Kaas) gibt es hier kein Bildrauschen und auch keine Spur von Fehlern bei der Kompression. Hier ist alles scharf und detailreich, auch im sehr dunklen Hintergrund. Hier haben die Techniker ganze Arbeit geleistet.
Fazit
Ein Gesamturteil über diese DVD ist aus meiner Sicht gar nicht so einfach. Denn technisch ist die DVD das Beste, was Patricia Kaas jemals auf den Markt gebracht hat. Musikalisch gefällt mir persönlich vor allem wegen der besseren Songauswahl und der genialen Inszenierung die DVD „Ce sera nous" besser. Habe nach längerem Überlegen daher hier nur 4 Punkte als Gesamtbewertung abgegeben.
Aber für echte Fans ist die DVD vermutlich vor allem wegen der technischen Umsetzung auf Referenz-Niveau trotzdem ein Pflicht-Kauf.


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