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The JH2M

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Mad Max: Fury Road Steelbook (exklusiv bei Amazon.de) [3D Blu-ray] [Limited Edition]
Mad Max: Fury Road Steelbook (exklusiv bei Amazon.de) [3D Blu-ray] [Limited Edition]

13 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unbegreiflich!, 29. Mai 2015
Ich verstehe in keinster Weise, weshalb dieser Streifen in allen Zeitungen und auf allen Internetseiten derartig gehyped wird. Ich habe keinen der bisherigen Mad Max Filme gesehen und hätte diesen vermutlich auch keine Beachtung geschenkt, wenn mir nicht von allen Seiten eine einzigartige Erfahrung versprochen worden wäre. Einzigartig war die Erfahrung in der Tat, jedoch eher nicht auf eine positive Art.

Ich persönlich bin ein Filmfan dem v.a. gute Ideen und Drehbücher wichtig sind. Doch auch Actionfilmen bin ich nicht abgeneigt wenn sie sich von der Masse abheben und sie mich unterhalten. (z.B. The Raid). Aufgrund all der Kritiken dachte ich, dass dies bei Mad Max Fury Road der Fall wäre. Doch leider kommt die Unterhaltung den gesamten Film lang zu kurz. Ich denke zur Handlung muss ich nicht mehr viel sagen abgesehen davon, dass sie im Prinzip nicht vorhanden ist. Ich möchte nur anmerken, dass ich mich damit hätte abfinden können dass der Film eine einzige Verfolgungsjagd von A nach B ist, doch dass die Protagonisten sich bei der Hälfte des Filmes dafür entscheiden von B zurück nach A zu fahren (Spoilerwarnungen kann ich mir glaub ich sparen) löste bei mir nur einen kleineren Lachanfall aus. Dämlich! Andere solcher Lachanfälle hatte ich nur bei gelegentlichen Grunzern der männlichen Hauptperson, falls es andere Witze gegeben haben sollte sind sie mir nicht aufgefallen

Wenn nun das Drehbuch eines Filmes nur höchstens eine Seite umfasst hoffe ich für gewöhnlich, dass ich mit spektakulärer Action entschädigt werde. Action hat der Film zwar im Prinzip ohne Unterbrechung aber es fiel mir auf Dauer sehr schwer diese zu genießen, da die Bilder die von der Kamera eingefangen wurden derart wackelig und durcheinander waren, dass man kaum erkennen konnte, was überhaupt vor sich ging. Es fiel mir teilweise sehr schwer zu erkennen, wer überhaupt gerade auf welchem Fahrzeug war und sich mit wem kloppte. Untermalt wurden diese Szenen von ununterbrochen dröhnender Rockmusik sodass man das Kino mit einem schwereren Gehörschaden verließ. Ich habe zwar große Hochachtung dafür dass alle Szenen scheinbar ohne Greenscreen sondern mit "echten" Effekten gedreht wurden, das hilft mir jedoch nicht, wenn ich überhaupt nicht erkennen kann was genau dort mit "echten" Effekten vor sich geht

So, was muss noch in eine Bewertung? Schauspiel: Kaum vorhanden, auch wenn die paar Szenen in denen Schauspieler was zu tun haben wahrscheinlich nicht unbedingt schlecht gespielt sind.
Fazit: OK, die Atmosphäre des Ganzen ist schon iwie cool und wie gesagt ist das ganze schon iwie eindrucksvoll aber es ist kein gutes Zeichen, wenn ich nach einer Stunde nur noch das Ende des Films herbeigesehnt habe. Vielleicht hab ich auch nur irgendwas wichtiges verpasst oder stand unbewusst unter Drogen und hab deswegen den Überblick verloren aber ich kann den überall gepriesenen Unterhaltungsfaktor nicht nachvollziehen. Der Film ist meiner Meinung nach nur für eingefleischte Actionfans zu empfehlen die nichts dagegen haben dass es ruckelig zugeht und man nicht genau erkennt, was vor sich geht. Wer auf Handlung steht ist hier fehl am Platz. Den zweiten Stern gibt es nur für die Oldschool-Special Effekte und die einzigartige Atmosphäre. Der Hype ist für mich jedoch nicht nachvollziehbar
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 8, 2015 1:59 PM MEST


Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere
Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere
DVD ~ Sir Ian McKellen
Preis: EUR 7,99

28 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unwürdiger Abschluss, 21. Dezember 2014
In der folgenden Rezension werde ich darlegen, weshalb MIR PERSÖNLICH der abschließende Teil der Hobbit-Trilogie und der somit letzte Film der "Mittelerde-Reihe" überhaupt nicht gefallen hat. Ich kann vollkommen nachvollziehen, wenn da viele anderer Meinung sind, aber ich habe den Kinosaal gestern mehr als enttäuscht verlassen und es gibt viele Gründe warum.

ACHTUNG: MASSIVE SPOILER

Kritikpunkt 1: Die Handlung im Allgemeinen.
Vorab, ich habe sowohl alle drei Herr der Ringe Bücher als auch den Hobbit gelesen und mir ist natürlich klar, dass der Hobbit allein von der Geschichte nicht so viel hergibt wie die HDR-Trilogie. Die Handlung dieses Films war mir aus den Büchern nicht bekannt und besteht zum größten Teil scheinbar aus irgendwelchen Anhängen. Auf die literarische Korrektheit kann ich also größtenteils nicht eingehen. Mich würde es jedoch sehr wundern, wenn Tolkien eine so stumpfsinnige Geschichte verfasst hätte, wie sie in diesem Film vorliegt. Der Beginn des Films, der "Kampf" mit Smaug ist ja noch recht interessant aber wird dann leider verhältnismäßig schnell abgehandelt. Das ließ mich schon etwas beunruhigt zurück. --------Die restliche Handlung des Films kann man ebenso schnell zusammenfassen: Kurz nach Smaugs Tod tauchen alle relevanten Völker Mittelerdes auf und beginnen sich um den "Magischen Berg" (der Fachbegriff ist mir entfallen) zu kloppen...was dann auch für den Rest des Films so weitergeht. Dabei kam mir diese 200 Mio Euro teure Produktion teilweise vor wie ein Computerspiel. Zunächst ein, zwei Dialoge, dann das Erscheinen von einem oder mehreren Gegnern, welche dann in mehr oder weniger (meist eher weniger) spektakulärer Manier erledigt wurden. Dabei waren diese Dialoge teilweise so schlecht, dass ich mich wirklich fremdgeschämt habe für die Schauspieler, die diese von sich geben mussten. Schlimmstes Beispiel ist der Kampf mit den Schattenwesen zu Beginn (Ich nehme mal an das sollten die Nazgul sein) bei welchem ich teilweise lachen musste, so schlecht war dieser inszeniert. Die noch zwischendrin eingefügte Liebesgeschichte ist vollkommen überflüssig und nebenbei in ihrer Art schon oft genug dagewesen. Auch ihr abruptes Ende ist absolut vorhersehbar, und ließ mich völlig kalt. Die letzten 10 Minuten des Films kommen dann nochmal ohne Kämpfe aus, aber dazu später.

Kritikpunkt 2: Die Charaktere
Schon in den ersten beiden Hobbit-Filmen war es mir schwer gefallen, mir die Namen der verschiedenen Zwerge/ Orks zu merken, geschweige denn irgendeine Sympathie/ Empathie für diese zu entwickeln, da keiner von ihnen irgendwelche nennenswerten Charaktereigenschaften besaß. Gut, einer ist dick, einer hat einen langen Bart aber insgesamt waren sie für mich kaum zu unterscheiden. Doch noch nie waren sie so austauschbar wie in Teil 3. Die 8-12 "Nebenzwerge" (die genaue Anzahl ist mir entfallen) haben gefühlt weniger als 20 MInuten Screentime, und tun währenddessen auch kaum Beachtliches. Thorin Eichenschild macht zwar eine vom Gold bedingte "Charakterentwicklung" durch, aber diese ist dann doch recht vorhersehbar und endet genau dann wieder ohne klaren Grund, wenn es die Geschichte erfordert. Auch andere Personen ändern ihre persönlichen Ideale teils grundlos im Minutentakt (z.B. der Elbenfürst) und schaffen es nicht, meine Sympathie auf ihre Seite zu bringen. Bilbo selbst tut auch überraschend wenig, was vielleicht der Tatsache geschuldet ist, dass er in einem Kampf recht nutzlos ist und der gesamte Film im Prinzip aus Kämpfen besteht. Von der Irrelevanz eines Gandalf/Galadriel/Elrond... fang ich jetzt gar nicht erst an, geschweige denn von den verschiedenen "Ork-Bossen" (wie viele waren das jetzt überhaupt?) Der einzige wiederum, der klare Charaktereigenschaften besitzt ist der Assistent vom Bürgermeister der von Smaug zerstörten Stadt. Dieser jedoch ist dermaßen lächerlich überzeichnet und soll vermutlich das jüngere Publikum (8-14 Jahre) ansprechen. In jeder seiner Aktionen wird einem vor die Füße geworfen, wie gemein und gleichzeitig dämlich er ist, damit auch jedes Kind gleich weiß "Oh, der is ja voll gemein, und voll dumm".Das is ja eigentlich in Ordnung, aber wenn er zum 30. Mal ein Kind wegstößt ist das nur noch nervig. "Der "Charakter" Smaug war für mich im zweiten Teil noch der größte Pluspunkt, beendet in diesem Film seinen recht kurzen Auftritt mit einem wirklich schlechten Monolog...schade. Insgesamt hat mich kein Schicksal der Charaktere irgendwie irgendwie tangiert, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, in welchem Film der Tod von Hauptcharakteren mich so kaltgelassen hat wie hier...wobei v.a. der von Nebenzwerg Nr.6 unglaublich unnötig und lächerlich ist. Auch der Tod von Thorin ist unglaublich gewollt und hat mich kaum berührt; obwohl ich doch fast 8 Stunden mit ihm zu hatte. Zum Vergleich, beim Ende von der Herr der Ringe hatte ich auch beim 5. Mal Tränen in den Augen...und da starb keiner. Auf die einzelnen Schauspielerleistungen brauche ich glaube ich nicht einzugehen, da sie, auch in den wenigen Szenen, in denen sie ausnahmsweise mal nicht nur aus animierten Pixeln bestehen, nicht viel zu tun bekommen.

Kritikpunkt 3: Der Realismus
Ok, ich weiß, das mit dem Realismus ist in Fantasy-Filmen immer so ne Sache. Aber während die HDR Trilogie meist noch relativ vertretbar war,wird der Hobbit 3 doch teilweise sehr lächerlich. Da überleben Charaktere Stürze aus gut 30 Metern Höhe (es sei denn man braucht einen "Heldentod"), Legolas lässt mehrfach die Schwerkraft einfach aussetzen, ein Ork überlebt längeres Tauchen im Eiswasser, bei der kompletten Vernichtung der Stadt bleibt als Einziges das größte Gebäude der Stadt unbeschadet, scheinbar überlebt jedoch die komplette Stadt bis auf den bösen Bürgermeister...ich könnte noch eine Weile so weitermachen. Normalerweise sehe ich über etwas "Unrealismus" hinweg, aber hier musste ich teils an "dramatischen" Stellen lachen, weil sie so realitätsfern waren.

Kritikpunkt 4: Die Schlachten:
Bei einem Film, der im Prinzip nur aus einer Schlacht besteht, erwartet man natürlich, dass diese auch eine gewisse Qualität aufweist. Dabei scheitert diese hier v.a. an der FSK 12 Freigabe. Klar, die Effekte die mittlerweile möglich sind bewirken, dass es schon ganz ordentlich aussieht, wenn 2-5 Heere aufeinander losstürmen. Doch meistens bleibt es bei diesem Stürmen, denn genauere Kampfhandlungen sind oft kaum ersichtlich, da meist sehr komische Schnitte vorhanden sind, die den Zweck haben, genauere Gewaltdarstellungen zu vermeiden. Und wenn mal einer geköpft wird, dann ist es ein Ork, während des gesamten Films fiel mir kein einziges Mal auf, dass der Tod eines Menschen/Zwergs/Elben im Kampf wirklich gezeigt wurde. Ich bin jetzt kein Gewaltfanatiker, aber vielleicht lag es daran, dass mir die Schlachten in HDR irgendwie dramatischer/epischer vorkamen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass es bei den Kämpfen in HDR um die Rettung der Welt und nicht um Gold in einem Berg ging.

Kritikpunkt 5: Das Ende
Also die Adler in Die Gefährten waren cool, in Rückkehr des Königs waren sie auch angebracht. Bei Hobbit 1 hab ich mich schon sehr aufgeregt, aber als sie dann am Ende dieses Films erneut den Tag gerettet haben, war ich kurz davor, das Kino vorzeitig zu verlassen. Wenn Herr Tolkien das so geschrieben hat, dann tut es mir leid, für die Filmemacher, aber das kann doch wirklich nicht euer Ernst sein. Jedes Mal wenn s brenzlig wird kommen diese Vögel an und alles ist wieder gut. Aber auch Tolkien kann nix dafür, dass ihr Auftritt, unglaublich schlecht ist: Sie kommen angeflogen, werfen einen Bären...und pllötzlich ist die 100 Minuten währende Schlacht vorbei. Einfach so!!!
Doch das ist nicht die einzige Lücke des Endes. Was zum Beispiel passiert mit dem Stein der doch so wichtig war? Werden sich Zwerge und Elben am Ende einig? Was passiert mit den Menschen? Irgendwie is alles sofort vorbei und Bilbo macht sich auf den scheinbar völlig unbeschwerten Heimweg. Zuhause angekommen ist dann auch relativ schnell Schluss. Anstatt von Tränen in den Augen saß ich völlig ernüchtert im Kinosessel.

Kritikpunkt 6: Die Anspielungen auf Herr der Ringe
Wie schon in den beiden Vorgängern versucht Peter Jackson zwanghaft uns ständig Parallelen zu Herr der Ringe zu präsentieren, nur um die Fans zufriedenzustellen. Da zündet sich Gandalf nach der Schlacht mal wieder überflüssigerweise ne Pfeife an, da wird Aragorn kurz erwähnt ( der zu diesem Zeitpunkt jedoch noch ein Kind sein müsste, wenn überhaupt schon geboren ), da taucht Saruman auf und macht eine Bemerkung, die gleich darauf anspielt, dass er später ja noch böse wird. Diese Anspielungen dienten meiner Meinung nach nur dazu, um die krassen Herr der Ringe Fans zufriedenzustellen damit sie sagen können "Hey guck mal, des kenn ich doch"... Aber dieser Kritikpunkt nur so am Rande

Kritikpunkt 7: DIe Optik
Zum Schluss möchte ich noch auf die Optik eingehen. Ich habe den Film in 3D und der neuen High Frame Rate gesehen. Der 3D Effekt war, wie ja bei den meisten 3D Filmen wieder lächerlich gering und den Aufpreis von 2 Euro auf keinen Fall wert. Vor allem aber die neue erst beim Hobbit angewandte Technik von 48 Bildern pro Sekunde missfällt mir weiterhin. Ich weiß nicht woran das technisch gesehen genau liegt, aber mir kam der Film, wie schon die beiden Vorgänger oftmals wie ein Animationsfilm von Pixar oder Ähnlichem vor. Auch die wenigen Teile des Films, die nicht animiert waren sahen für mich teils sehr unnatürlich aus. Auch die Animationen einiger Kämpfe waren teils sehr passabel animiert, insbesondere die Aktionen von Legolas hätten auch von einem PC Game stammen können (Welches bestimmt in einem halben Jahr in den Läden steht). Doch wenn wir gerade bei der Optik sind muss ich bei aller Kritik natürlich zugeben dass man schon spektakuläre Landschaftsaufnahmen und Fernaufnahmen auf die Schlacht geboten bekommt. Doch das alleine reißt es leider auf nicht mehr raus.

Fazit: Der letzte Teil der Hobbit-Trilogie und somit krönende Abschluss der Herr der Ringe Saga blieb leider meilenweit hinter den Erwartungen zurück. Peter Jackson hat sich diesmal viel zu sehr auf CGI Effekte verlassen, anstatt eine anständige Handlung und anständige Charaktere zu präsentieren. Der Film bleibt weit hinter seinen beiden Vorgängern zurück und ist meiner Meinung nach nicht würdig, in einer Reihe mit den Herr der Ringe Filmen genannt zu werden. Dennoch vergebe ich hier noch zwei Gnadensterne, da der Film jetzt kein völliges Disaster ist. Er ist nur einfach nicht gut. Die 14 (!) Euro spar ich mir das nächste mal doch lieber für zwei gute 2D Filme ohne HFR, dafür mit richtiger Handlung auf.

Nachtrag: Dass dieser Teil nicht im Buch vorkommt war ein Fehler meinerseits, die Schlacht wird sehr wohl im Buch "Der Hobbit" beschrieben. Das ändert jedoch nichts an den oben genannten Kritikpunkten und macht den Film auch nicht besser
Kommentar Kommentare (14) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 26, 2015 5:58 PM CET


House of Cards - Die komplette zweite Season (4 Discs)
House of Cards - Die komplette zweite Season (4 Discs)
DVD ~ Kevin Spacey
Preis: EUR 19,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch in der zweiten Runde stark, 18. November 2014
Nach dem Beenden der großartigen ersten Staffel von House Of Cards wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie es mit Frank Underwoods Karriereplänen weitergeht. Würde er sich mit dem Amt des Vizepräsidenten zufriedengeben oder doch versuchen die absolute Macht über die amerikanische Politik zu erlangen...
Auch in der zweiten Staffel sind die Intrigen der einzelnen Charaktere sehr raffiniert konstruiert, wobei erst in den letzten zwei Folgen alle Fäden zusammenlaufen und die Handlung der einzelnen Episoden zu einem schlüssigen ganzen verknüpft werden. Dadurch kamen mir persönlich einige Episoden im Mittelteil etwas langweilig vor, aber am Ende der Staffel war ich doch überwältigt, da jede Folge einen wichtigen Teil des Gesamtkomplexes der Staffel bildete. Und das Ende der Staffel ist einfach überragend und ließ mich mit offenem Mund zurück.
Kevin Spacey gibt weiterhin eine großartige Performance ab, wobei besonders die dämonischen Kommentare, die der Politiker dem Zuschauer zugewandt von sich gibt, im Gedächtnis bleiben. Doch auch die anderen Schauspieler wissen zu überzeugen, wobei v.a. Robin Wright als die Mrs. Underwood und Michael Kelly als dessen Stabschef zu erwähnen sind
Fazit: Das Niveau der ersten Staffel kann die zweite Staffel auf jeden Fall halten, die Serie bleibt spannend, intelligent und in gewisser Weise informativ, falls man sich für amerikanische Politik interessiert (auch wenn ich hoffe, dass in der Realität Politiker wie Frank Underwood eher selten vorhanden sind :D)
5 von 5 Sternen


Django Unchained [Blu-ray]
Django Unchained [Blu-ray]
DVD ~ Jamie Foxx
Preis: EUR 9,99

4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brutal, aber gut, 20. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Django Unchained [Blu-ray] (Blu-ray)
Seit ich den ersten Trailer in einer Kinovorschau gesehen hatte (vor ca 2 Monaten) konnte ich es kaum noch erwarten den Film zu sehen. Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson in einem Film vereint, dazu Tarantino als Regisseur, von dessen Filmqualität ich schon viel gehört hatte (leider noch keinen Film von ihm gesehen), dazu eine interessante Thematik...*sabber... Ab jetzt wurden Tage bis zum deutsch Release gezählt und da ich von einigen Englischprofis auch schon nur Gutes gehört hatte ging es auch zwei Tage nach Release mit HÖCHSTEN Erwartungen ins Kino...

Zur Story:
Texas im Jahre 1858. Django (Jamie Foxx!) ist einer von Millionen schwarzen Sklaven, wird jedoch auf einem Sklaventransport von einem "Zahnarzt" mit deutschen Wurzeln namens Dr. King Schultz (Christoph Waltz!!!) auf recht brutale Weise gekauft. Wie die Anführungszeichen vielleicht verraten ist Schultz jedoch gar kein Zahnarzt sondern Kopfgeldjäger, der auf der Suche nach drei ehemaligen Herren von Django ist, er weiß jedoch nicht wie sie aussehen. Django soll ihm dabei helfen sie zu finden, im Gegenzug will Schultz Django dabei helfen, dessen Frau, auch eine Sklavin, zu finden, die vor langer Zeit verkauft wurde und macht Django zu einem freien Mann. Django ist dem Vorschlag, alte Feinde zu töten und zur Belohnung die Freiheit und seine Frau wiederzubekommen verständlicherweise nicht abgeneigt und willigt ein. Ihre blutige Suche führt sie zu Calvin Candie (Leonardo DiCaprio!!!!!) einem reichen Großgutbesitzer, der seine Sklaven zu brutalsten Kämpfen gegeneinander antreten lässt...
Klingt gut, ist es auch. Von Beginn an zieht die Atmosphäre einen in ihren Bann, wenn Django in Ketten gelegt durch malerische Landschaft "spaziert", dazu eine ebenso gewagte wie auch geniale musikalische Untermalung und in blutroter Schrift der Anspann... ach es ist ein Traum! Und kaum hat man es sich bequem gemacht und den ersten genialen Dialogen gelauscht fliegt einem auch schon Blut und Gehirnmasse um die Ohren, wenn auch noch in verhältnismäßig geringen Maßen. Man weiß also gleich womit man es hier zu tun bekommt, der Film ist nämlich recht brutal und man sieht es nicht immer kommen. Oftmals sieht man eine Szene als harmlos an und plötzlich ist schon wieder jemand einen Kopf kürzer, wobei die Mengen des Blutes stark variieren. So löst ein Kopftreffer teilweise kaum eine Blutung aus, zwei Szenen später jedoch wird durch einen Schultertreffer eine ganze Wand rot gestrichen. Doch das ist von Tarantino so beabsichtigt und wirkt keineswegs schlecht. Zudem wechseln sich diese Szenen vor allem mit genialen Dialogen ab wodurch der Film vor allem in der ersten Hälfte trotz aller Gewalt enorm lustig ist. Dialogtechnisch ist dieser Film so mit das Beste was ich je gesehen habe, in der ersten Hälfte trumpft vor allem Christoph Waltz auf, doch sobald Leonardo DiCaprio die Bühne betritt und sich mit Jamie Foxx zankt gerät der Österreicher ein wenig in den Hintergrund. Fast jeder Satz bringt einen entweder zum Lachen oder zum Schaudern. Ein großer Pluspunkt.
Aber jedes Drehbuch kann nicht helfen wenn die Schauspieler schlecht spielen, was bei Django unchained zum Glück nicht der Fall ist. Im Gegenteil: Die Schauspieler sind GROßARTIG. Jamie Foxx als rachsüchtiger Killer, gleichzeitig jedoch auch als liebender Ehemann spielt sehr gut steht jedoch meiner Meinung nach seinen beiden Kollegen um eine Nasenlänge nach.
Christoph Waltz liefert wieder eine gewohnt großartige Leistung ab und lässt seine Rolle aufblühen. Er dominiert die erste Hälfte und hat seinen Golden Globe als Bester Nebendarsteller auch verdient. Der einzige der Konkurrenz für ihn hätte sein können ist der dritte im Bunde:
Leonardo DiCaprio. Er spielt hier die erste böse Rolle seiner Karriere und ich finde, er könnte gerne bei den Bösen bleiben. Er verkörpert den rassistischen gemeinen Schurken großartig, seine Mimik und Gestik und vor allem sein fieses Lächeln lassen es nicht so aussehen als hätte er jemals so jemanden wie Romeo gespielt ( aber man weiß ja, dass er auch die Guten spielen kann).
Ach Ja, Samuel L. Jackson gibt es ja auch noch, der ist auch großartig und spielt einen alten Hausdiener von Candie und den rassistischsten Charakter des Films. Und das als Schwarzer. Er sorgt vor allem im Mittelteil für einige Lacher.
Appropos Rassismus, wie es halt damals Gang und Gebe war ist jedes dritte Wort das fällt das böse Wort was mit N anfängt und mit igger aufhört. Das kann einem zwar n bisschen barsch vorkommen, aber wie von Tarantino betont war das damals völlig normal und da die Rassendiskriminierung ja das zentrale Thema des Films ist geht das auch in Ordnung. Und außerdem kommt der KuKluxKlan bei Tarantino auch nicht gut weg... ich hab selten so gelacht wie in dieser Szene.
Der Film hat also großartige Schauspieler, großartige Dialpge, großartige Musik und eine sehr gute Geschichte. Dennoch bekommt der Film von mir nur 4 Sterne. Ich finde, dass der Film im Mittelteil teilweise ein paar Längen hat. Dort hängt der Spannungsbogen ein wenig durch. Außerdem besteht die letzte halbe Stunde eigentlich nur noch aus brutalstem Gemetzel das (natürlich beabsichtigt) vollkommen übertrieben ist. Das mag vielen Tarantino-Fans gefallen, mich hat es jetzt nicht so sehr angesprochen, da es sich meiner Meinung nach ziemlich wiederholt. Dennoch ist der Film auf jeden Fall ein sehr guter Start ins Kinojahr.
Fazit: Der Film vermischt eine Menge Genres, ob Drama, Komödie oder Actionfilm und hat großartige Schauspieler. Dennoch ist er teilweise ein wenig langatmig und am Ende einfach zu überzogen. Ich werde mir nach diesem Film bestimmt noch mehr Tarantinofilme ansehen. 4/5 Sternen
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 26, 2013 4:19 PM CET


James Bond 007 - Skyfall
James Bond 007 - Skyfall
DVD ~ Daniel Craig
Preis: EUR 6,99

12 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Actionfilm sonst nix, 9. November 2012
Rezension bezieht sich auf: James Bond 007 - Skyfall (DVD)
ACHTUNG DER FOLGENDE TEXT ENTHÄLT JEDE MENGE SPOILER

Mann, hatte ich mich gefreut: Ein neuer James Bond Film, den ersten den ich mir im Kino ansehen konnte, dazu ein riesiger Hype in den Medien, noch verstärkt durch den wunderschönen Filmsong von ADELE. Man munkelte es sei der beste Bond aller Zeiten, mit guter Handlung, die sich nicht nur auf Action beschränkt, es sollte psychisch und schmutzig werden... ach ja, das klang nach Wiedergutmachung für den misslungenen Ein Quantum Trost. Also gleich am Premierentag, Spätvorstellung, rein in den brechend vollen Kinosaal. Eigentlich konnte ja gar nix schiefgehen...

Naja, wie ich merkte doch. Ich muss zugeben, dass ich außer den drei Filmen mit Daniel Craig kaum Bondfilme gesehen habe (ein paar von Pierce Brosnan und Roger Moore) und werde daher auch nicht wie viele andere den "neuen" Bond mit seinen Vorgängern vergleichen. Für mich passt Daniel Craig gut in die Rolle eines Actionhelden und zu viel mehr wird er in diesem Film auch nicht. Ein Actionheld, der zufällig James Bond heißt. Man hätte ihn auch gut gegen Jason Bourne oder andere Charaktere dieses Genres eintauschen können, man hätte wahrscheinlich keinen großen Unterschied gemerkt (okay, im Gegensatz zu Bourne weiß er wenigstens wer er ist und wie er heißt). Aber immerhin fällt einmal im Film der berühmte Satz: Mein Name ist... und so weiter. Und obwohl Craig eben ein Actionschauspieler ist hält der Regisseur sein Versprechen von der Handlung, die sich nicht nur auf Action beschränkt (siehe Zeile 2). Das heißt in diesem Fall jedoch nicht, dass der Film besser wurde.

Beginnen tut der Film mit einer Verfolgungsjagd, die man so ähnlich schon aus den beiden Vorgängern kannte (dazu, was man sonst noch alles aus anderen Filmen kannte komme ich später noch) in einer belebten Stadt (Istanbul), auf verschiedenen Fahrzeugen, die schließlich auf einem Zug endet. Hat mir gut gefallen, die ersten zehn Minuten hatte ich richtig Spaß. Doch dann wird es etwas diffus. Ich weiß dass man in Bondfilmen nicht unbedingt zu viel Wert auf Realität legen sollte, aber mal davon abgesehen dass das ganze auf einem fahrenden Zug stattfindet, wird Bond dann von seiner hübschen bis jetzt namenlosen Kollegin vom Zug geschossen, da diese auf Befehl von M versucht hat den Bösewicht zu treffen aber leider nen Knick in der Pupille hatte. Bond fällt also von einer Sniper getroffen 70 Meter tief in einen Fluss, um dann noch einen Wasserfall "hinunterzugleiten". Gewagte Diagnose: Held is tot, alle können nach hause gehen. Aber nein, 10 Minuten später kehrt er mit 2 oder 3 gebrochenen Rippen zurück ohne eine Erklärung abzuliefern wie er das überlebt haben könnte. Auf diese wartet man den ganzen Film vergeblich. Naja wo war ich... ach ja, Action.
Diese erste Sequenz war die einzige die mir in Sachen Action wirklich getaugt hat, alle anderen waren meistens viel zu schnell vorbei oder schlecht inszeniert oder man kannte sie schon aus anderen Filmen (zum Beispiel Kevin allein zu Haus). Na gut, dann bauen wir eben auf die gute schmutzige Handlung. Zu Beginn geht es darum, dass eine Liste gestohlen wird auf der alle Agenten der Nato weltweit verzeichnet sind. Diese muss natürlich wiederbeschafft werden. Das gelingt natürlich vorerst nicht woraufhin der noch unbekannte Schurke damit beginnt täglich drei dieser Agenten der Exekution freizugeben bis M, die in diesem Film eine enorm wichtige Rolle einnimmt über ihre Sünden nachgedacht hat. Ich glaube damit haben wir den psychischen Teil der Handlung abgehakt. Aber Moment, ich glaube so etwas ähnliches gab es schonmal in The Dark Knight, kann sein das ich mich täusche. Aber das is wurscht, diese ENORM wichtige Liste gerät im Laufe des Films eh irgendwie in Vergessenheit.
Dafür haben wir jetzt einen tollen Schurken der einen Groll gegen M hegt. Dieser ist offenkundig schwul, trägt hässliche Anzüge und hat auch sonst ne leichte Klatsche. Ich glaube das kennen wir auch schon aus The Dark Knight, nur ist es dort besser (auch wenn Javier Bardem hier durchgehend überzeugend spielt). Auf jeden Fall hat dieser das Ziel M zu töten wofür er sogar in Kauf nimmt sich gefangen zu nehmen um dann mit enorm guter Planung aus dem elektrischen Gefängnis zu fliehen. (The Dark Knight) Dagegen kann Bond, der mal eben in zwei Minuten einen Code knackt, den nur ein paar Menschen weltweit codieren können auch zusammen mit Q nix unternehmen. Ach Ja, den haben wir ja auch noch. Dessen Inszenierung hat mir sehr gut gefallen, jung und dynamisch, nicht mehr so ein alter Kauz wie früher. Dessen Erfindungen beschränken sich zwar auf eine Pistole die nur Bond abfeuern kann (gute Idee, diese Waffe geht jedoch schon nach 15 Minuten verloren) und einem Sender (dieser rettet Bond mehr als einmal) aber dennoch fand ich seinen Auftritt gelungen. Naja, den Rest der Handlung kann man gut zusammenfassen. Bond und M flüchten in einem bekannten Bondauto in den hohen Norden um den Bösen dort in eine Falle zu locken. Sie betreten das Haus in dem Bond seine Kindheit erlebt hat... Eltern sind früh gestorben (ich glaube ich kann nicht alle Filme aufzählen in denen dieses Klischee vorkommt)...der alte Mentor ist auch anwesend der für alles eine Lösung hat... schließlich eine finale Endschlacht mit allerlei Explosionen... man kennt es ja. Während dieser Zeit kommt nie ein Zweifel an Bonds bedingungsloser Loyalität zu M auf, obwohl die ihn zum Abschuss freigegeben hat. Na klar. Wie der Schurke ums Leben kommt ist kaum erwähnenswert... Alles in allem ein Actionfilm nach dem Schema XY. Teilweise ganz unterhaltsam aber meistens recht flach mit vielen Logiklücken. Doch zum Schluss trumpft der Regisseur in Sachen Drehbuchfehler nochmal richtig auf:
Einer der wenigen Bondfilme die ich gesehen habe ist "Die Welt ist nicht genug" in diesem ist M eine Frau, Q tritt in den Ruhestand und Moneypenny führt ihre Beziehung zu Bond fort. So. Am Ende dieses Films, der ja vor den anderen angesiedelt ist, ist Q neu, Moneypenny feiert ihr Debüt ( diese überraschende Verkündigung ist fast 1 zu 1 aus The Dark Knight Rises geklaut) aber Frau M stirbt am Ende und wird zu Mann M. Häää? das kann doch irgendwie nich sein, da stimmt doch was nich. Ich weiß, dass M ganz früher ein Mann war, aber der vorletzte Film mit Pierce Brosnan zeigt diesen Drehbuchfehler ganz deutlich auf. So Ende des Films. Hab ich was vergessen? Ach Ja, es gibt auch wie in den beiden Vorgängern eine Lustbefriedigerin für Bond, die aber wie schon in den Vorgängern nach 20 Minuten verendet.
Fazit: Als Actionfilm ist dieser Bond ganz ausreichend. Doch es ist meiner Meinung nach kein James Bond. Es waren enorm viel Logiklöcher vorhanden (alle aufzuzählen würde diese Rezension NOCH viel länger machen) und einige Sachen waren schon so sehr geklaut, dass es dreist ist. Die Action war teilweise zu schlecht um die auch nicht allzu gute wirre Handlung mit austauschbaren Schauplätzen wettzumachen. Die einzige Aussrede wäre, dass einige davon eine Hommage an Christopher Nolan sein solltenOk, ein paar ganz gute Dialoge waren vorhanden aber das war es auch schon. Von mir gibt es so nur 2 Sterne. Ich persönlich hätte nix dagegen wenn beim nächsten Film Christopher Nolan Regie führt wie es das Studio auch schon vorgeschlagen hat.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 12, 2012 10:32 PM CET


Super, ich habe den Führerschein bestanden
Super, ich habe den Führerschein bestanden
von Christian Matzerath
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Vorbereitung auf die echte Prüfung..., 27. August 2012
...das ist dieses Buch auf jeden Fall nicht, wie man anhand des Covers schon vermuten könnte. Und eigentlich ist es auch kein Buch in dem Sinne, dass es lustige Storys über Fahrschüler erzählt. Es ist eigentlich ein aus ca 150 Fragen bestehender Führerscheintest. Wenn man nur die Fragen liest könnte man sogar denken, es wäre eine echte Vorbereitung auf den Führerschein, doch die Antwortmöglichkeiten beweisen einem schnell das Gegenteil. Denn diese sind so absurd, urkomisch und teilweise doch so der Wahrheit entsprechend.
Ein Beispiel: Welches Verhalten älterer Fußgänger ist am Zebrastreifen oft zu beobachten:
A: Pöbeln und Belästigen jüngerer Fußgänger
B: Jammern dass die Zeiten früher besser waren
C: Werfen von Brotkrumen auf die Straße, weil sie denken sie wären am See
Nun, was würden Sie antworten? Am Ende des Buches folgt eine Auswertung ihrer Antworten welche ermittelt, was für ein Fahrertyp sie sind (natürlich ebensowenig ernst zu nehmen wie der Rest des Buches) außerdem ist noch ein kurzer Fragebogen für Motorräder dabei. Das Lesen der Fragen trieb mir teilweise vor Lachen tränen in die Augen sodass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Das bringt mich auch zum einzigen Kritikpunkt. Denn mit diesem Verhalten, dass bestimmt auch andere Leser an den Tag legten hatte ich das Buch innerhalb von höchstens anderthalb Stunden durch. Für zehn Euro ist das natürlich ein recht kurzes Lesevergnügen. Deshalb einen Stern abzug.
Fazit: Diese Buch ist genau das richtige für Menschen die den Führerschein bestanden haben und nun mal sehen wollen, wie ihr wirkliches Fahrverhalten ist. Aber auch für alle anderen ist es grandiose Unterhaltung für zwischendurch. Von mir gibt es 4 Sterne


Der Diktator
Der Diktator
DVD ~ Megan Fox
Preis: EUR 5,99

12 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lachen bis zum Umfallen, 19. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Diktator (DVD)
Ich habe weder Borat noch Brüno gesehen und kann deshalb keinen Vergleich zu einem der beiden Filme von Sacha Baron Cohen ziehen. Doch wenn die beiden Filme genauso lustig (oder gar lustiger) sind wie sein neuestes Werk sehe ich mich gezwungen sie mir ebenfalls "reinzuziehen". Denn Der Diktator ist wirklich der Hammer.
Die Story ist an sich nichts besonderes. Aladeen Al( hier 10 arabische Nachnamen einfügen ), der Diktator des fiktiven afrikanischen Staates Wadyia (ja ich weiß nicht wie man es schreibt ;) ) muss zu einer Krisensitzung der UN nach New York reisen um dort seine sehr...eigenwillige Politik zu rechtfertigen. Doch kaum angekommen wird er gekidnappt und durch einen Doppelgänger ausgetauscht dessen Auftraggeber ganz eigene Ziele im Schilde führt. Doch Aladeen kann entkommen und versucht nun den Plan zu vereiteln, was sich als schwieriger herausstellt als erwartet...
Wer nun einen komplexen Film mit ausgeprägten Charakteren und einer wendungsreichen Handlung erwartet sollte ganz schnell den Kinosaal verlassen oder sich von diesem Produkt entfernen. Wer jedoch einfach nur 90 Minuten Spaß haben will und mit politischer Unkorrektheit einigermaßen klarkommt ist hier genau richtig. Denn von politisch unkorrektem Humor hat Der Diktator mehr als genug. Vor allem die Frauen bekommen vom streng muslimischen Diktator ihr Fett weg. Dass diese in arabischen Ländern oftmals unterdrückt werden wird in diesem Streifen... sagen wir mal öfters angesprochen. Doch auch andere Kulturen werden ordentlich veräppelt. Ich komme mit dieser Art von Humor gut klar und habe fast den ganzen Film durchgelacht (was jetzt nicht heißen soll dass ich rassistisch bin). Außerdem wird genau dadurch Kritik an diesen faschistischen Regimen, bestes Beispiel Nordkorea, geübt was bewirkt, dass man noch eine Weile über den Film nachdenkt. Wer jedoch Ziemlich beste Freunde (ebenfalls ein sehr guter/anderer Film) politisch zu unkorrekt fand sollte Der Diktator nicht mal in Erwägung ziehen.
Ich denke schauspielerische Leistung brauche ich nicht groß anzusprechen, da der gesamte Film nicht auf Schauspieler aufgebaut ist, dennoch finde ich den Protagonisten Sacha Baron Cohen großartig. Ebenso fällt keiner der Nebendarsteller negativ auf.
Fazit: Beim Diktator kann man, wenn man den Humor mag, wirklich fast den gesamten Film hindurch lachen. Dennoch wird auch ordentlich gesellschaftliche Kritik geübt, was ich persönlich sehr gut finde. Von mir gibt es 5 Sterne.


Assassin's Creed: Brotherhood [Mac Download]
Assassin's Creed: Brotherhood [Mac Download]
Preis: EUR 9,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich für Mac, 3. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Assassins Creed Reihe ist eine der erfolgreichsten und bekanntesten Spieleserien aller Zeiten (Angabe ohne Gewähr) und das Spielsystem hatte mich schon lange interessiert. Doch als langjähriger Mac Nutzer und Nichtbesitzer einer Ps3 oder Xbox kam ich nie in den Genuss, eines der Spiele selbst spielen zu dürfen. Umso größer war meine Freude, als der zweite Teil der Reihe und Brotherhood (Teil 2.33) endlich für Mac erschienen. Also sparte ich mein Geld und holte mir beide Spiele bequem als Download ( der übrigens nicht die auf Amazon angegebene Stunde sondern mindestens 5 Stunden dauert). Jetzt nachdem ich beide Spiele durchgezockt habe sehe ich mich imstande eine kleine Rezension zu verfassen, um das Produkt auch Macusern näherzubringen.
Ich denke, im Grunde ist alles über Assassins Creed schon bei den Konsolenbewertungen gesagt worden, ich möchte trotzdem darauf eingehen, was mir sooo gut an dem Spiel gefallen hat (und was nicht)

Story: Ja, die Story ist für mich normalerweise nicht sooo wichtig aber ich muss sagen, dass die der Assassins Creed Reihe sehr gut ist. Die Rahmenhandlung in der heutigen Zeit, aber auch die Geschichte um Rache und Gerechtigkeit im Italien des 15. Jahrhundert fesseln, wobei ich die "Eziostory" bei Teil 2 deutlich besser finde als bei Brotherhood. Dennoch ist das Spiel nicht zu storylastig, sodass man nicht in jeder Filmsequenz genau aufpassen muss. 5/5
Atmosphäre: Die Atmosphäre der Rennaissance ist atemberaubend schön. Egal ob man sich inmitten einer Stadt wie Venedig oder Rom aufhält oder durch die Toscana oder die Romagna reitet, man fühlt sich wie im 15.Jahrhundert. Die Städte sind sehr detailreich dargestellt, es wimmelt von Leuten die in der Stadt umherlaufen (wenn auch meistens nur zwischen zwei Punkten hin und her) und der wunderschöne Soundtrack tut den Rest. Außerdem interagiert man größtenteils mit Personen, die zur damaligen Zeit wirklich gelebt haben. 5/5
Gameplay: Das Gameplay von Assassins Creed ist zwar nicht einzigartig, aber dennoch sehr abewechslungsreich und spaßig. Im Grunde besteht es aus drei Grundelementen: Klettern, Kämpfen und sich unbemerkt an Opfer heranschleichen und sie brutal meucheln. Punkt 1 ist phänomenal. Ezio (oder auch Desmond) ergreifen jeden noch so winzigen Fenstervorsprung oder Holsbalken um sich in schwindelerregende Höhen zu hangeln oder von Haus zu Haus zu hechten. Das ist zwar nicht allzu anspruchsvoll macht aber dennoch enormen Spaß, auch wenn es teilweise schon seehr unrealistisch ist, wie Ezio einen 20 Meter Fall mit einer Hand an einem Mauervorsprung abfängt. Lustig sind auch die Kommentare der gaffenden Passanten, jeder Kenner weiß was ich meine.
Punkt 2, das Kämpfen fällt hingegen ein wenig ab. Es macht zwar Spaß, die Wachen mit mehreren Waffen spektakulär einen nach dem anderen abzuschlachten, aber das is leider auf die Dauer zu einfach. So kommt man mit ausweichen, Kontern und Medizin gut alleine (oder in Brotherhood mit seinen Assassinenschülern) gegen 10 oder mehr Wachen klar. Meiner Meinung nach waren die Kämpfe in Brotherhood etwas anspruchsvoller als im Vorgänger.
Punkt 3 ist der schwierigste Teil von Assassins Creed, aber auch der wichtigste. Man muss immer die Laufwege der Wachen im Auge haben um sie dann lautlos zu töten, anschließend das Opfer ausmachen um es unter die Erde zu bringen und dann meist spektatkulär zu fliehen. Jedes Attentat birgt andere Bedingungen und gestaltet sich sehr abwechslungsreich wobei es in Brotherhood leider nur 3 richtige Attentate in der Hauptstory gibt, in AC2 gibt es mehr als 10. Manchmal gibt es auch extreme Frustmomente wenn plötzlich eine Wache schreit "Lachuu (so hört sich dieses mir unbekannte Wort an) da ist er" und anschließend der Schriftzug "Desynchronisation" über den Bildschirm läuft...grrrrrrr. Diese drei Hauptbestandteile werden ergänzt durch etliche Nebenmissionen oder andere Gameplayelemente, es wird nie, auch nicht nach dem zweiten Mal durchspielen langweilig. Alles in allem dauert der Singleplayer beim ersten Mal spielen 12-15 Stunden (ich bin kein Prozocker) 5/5
Brotherhood finde ich insgesamt besser als AC2, das liegt zum Einen am etwas schwereren Schwierigkeitsgrad und ein klein wenig mehr Abwechslung aber vor allem am vorhandenen MULTIPLAYER.
Der ist nämlich extrem gut und anders als die Multiplayer vieler anderer Spiele. Er läuft ungefähr folgendermaßen ab: Du hast ein Ziel das du töten musst, und bist selber das Ziel von anderen Spielern. Je unauffälliger man agiert, desto mehr Punkte bekommt man und desto leichter ist es zu überleben. Es gibt noch viele weitere Details, aber die alle aufzuzählen würde wirklich zu lange dauern. 5/5
Das einzige was mir nicht gefällt ist, dass man sich um spielen zu können einen Ubisoftaccount erstellen muss und so eine permanente Onlineverbindung erforderlich ist, aber daran kommt man mittlerweise kaum mehr dran vorbei. Außerdem ist Sequenz 8 von Brotherhood in der zweiten Hälfte seeehr langweilig, vom Gameplay her gesehen (Insider wissen was ich meine)
Fazit: Diese Rezension gilt zum größten Teil für AC2 und Brotherhood, da die beiden Spiele sehr ähnlich sind. Beide Spiele sind hervorragend und machen riesigen Spaß. Ich hoffe, dass Revelations auch noch für Mac erscheinen wird, bezweifle es aber. Von mir gibt es 5 Sterne.


Der Gott des Gemetzels
Der Gott des Gemetzels
DVD ~ Jodie Foster
Wird angeboten von Topbilliger
Preis: EUR 13,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der ganz normale Wahnsinn, 12. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Gott des Gemetzels (DVD)
Eigentlich ist der Plot des Films ganz simpel: Zwei Kinder prügeln sich im Park, dabei werden dem einen Kind ZWEI (sehr wichtig ;D) Zähne ausgeschlagen. Daraufhin verabreden sich die beiden Elternpaare der Prügelknaben, um die Sache zu regeln und zu einer Lösung des eigentlich nicht sooo komplizierten Konflikts zu kommen. Doch je länger sich dieses Treffen hinzieht, desto schwerer fällt es den Erwachsenen einen Kompromiss zu finden und sie steigern sich in ein Wirrwarr aus Vorurteilen und Aggression hinein bei dem deutlich wird, dass jeder der 4 Personen gar nicht so ruhig und gefasst ist wie es am Anfang den Anschein hat...
Man merkt gleich in den ersten Minuten, dass der Film auf einem Theaterstück beruht: Das ganze spielt sich, bis auf wenige Szenen, komplett in einem Raum (im Wohnzimmer vom Elternpaar des "Opfers") ab und hat auch nur 4 Schauspieler, wenn man die kurz zu sehenden Kinder am Anfang und den Statisten, der für 2 Sekunden aus einer Wohnungstür herausschaut, nicht mitzählt. Außerdem spielt der Film in Echtzeit (wie bei "24" ;D) beruht jedoch im Gegensatz zur eben genannten Serie fast komplett auf Dialogen und kommt ohne Spezialeffekte aus. Dennoch ist der Film keine Sekunde langweilig. Von Beginn an merkt man die gespannte Stimmung die zwischen den Personen herrscht. Man merkt sofort dass die Frauen, allen voran Jodie Foster, das Treffen vorallem aus erzieherischen Gründen sehr ernst nehmen, während die Männer es eher für unnötig halten. John C Reilly als Mann von Jodie Foster versucht sich das nicht anmerken zu lassen und ist ständig bemüht, alles sehr nett zu gestalten während Christoph Waltz als Mann von Kate Winslet keinen Hehl daraus macht, dass er viel lieber in seiner erfolgreichen Anwaltskanzlei wäre von der er alle 5 Minuten auf seinem Smartphone kontaktiert wird. Das sorgt für eine Art "Running Gag" im Film und heizt die Stimmung im Laufe des Treffens noch zusätzlich auf. Je weiter das Gespräch voranschreitet desto angespannter werden die Hauptdarsteller und die freundliche Fassade beginnt langsam zu bröckeln und als Kate Winslet schließlich ein sensationell peinliches "Malheur" passiert ist es um die Höflichkeit geschehen und es beginnt ein offener Schlagabtausch. Dabei hackt eigentlich jeder mal auf jedem rum, es kommt zu sonderbaren Gesprächsthemen und der Alkohol der im Laufe des Films konsumiert wird veranlasst die Personen zu einigen irrwitzigen Aktionen. Das ganze ist zum Brüllen komisch.
Der unglaubliche Humor beruht auf 2 wesentlichen Faktoren: Den genialen Dialogen und den noch viel genialeren Schauspielerleistung. Denn in diesem Film haben die 4 Hollywoodstars (3 Oscargewinner) die Möglichkeit zu zeigen, was sie "draufhaben"- und sie haben enorm viel drauf.
Jodie Foster: Jodie Foster spielt die Mutter des Opfers, die gleich von Beginn an auf eine wesentliche Entschuldigung des "gestörten Kindes"(Zitat) aus ist. Anfangs ist sie noch sehr gefasst, gerät jedoch im Laufe des Films einem Nervenzusammenbruch sehr nahe und rastet völlig aus wobei sie einige gravierende Vorurteile gegen Männer zur Schau stellt. Keiner kann das so gut darstellen wie Jodie Foster, wobei sie manchmal sogar ein wenig Overactet. Sehr gute Vorstellung.
John C Reilly: John C Reilly war mir bisher noch kein Begriff, hat mich jedoch von Beginn an überzeugt. Er versucht immer wieder (oftmals jedoch mit falschen Mitteln) die Wogen zu glätten was er aber zum Ende hin völlig aufgibt und sein wahres Gesicht zeigt. Dieser Wechsel von Gefühlsausdrücken gelingt ihm fließend.
Kate Winslet: Ihre Rolle hat mit der von Titanic nicht viel gemeinsam (woow Überraschung!!) . Als Mutter vom Schläger ist sie noch am ehesten auf einen Kompromiss aus, gerät dann jedoch sehr mit den Ansichten von Jodie Foster aneinander und legt schließlich auch alle Gepflogenheiten des höflichen Zusammenlebens ab. Sie betrinkt sich völlig und wird sehr aggressiv was sie ÜBERRAGEND darstellt. So gut habe ich Kate noch nie spielen sehen.
Christoph Waltz: Ja, Christoph Waltz ist die unbestrittene KRÖNUNG des Films. Er macht von Anfang an klar, dass er gar nicht hier sein möchte, ist kein bisschen konstruktiv, von der ganzen Sache gelangweilt und dennoch in manchen Situationen extrem beleidigend, vor allem zu John C Reilly. Diese Rolle ist ihm wie auf den Leib geschneidert, ich habe Inglourious Basterds zwar nicht gesehen, wüsste jedoch nicht, wie seine Leistung in diesem Film zu übertreffen ist. Ganz klar der Star des Films.
Fazit: Das einzige was schade ist, ist die Länge des films, die sich auf unter 80 Minuten beläuft. Wahrscheinlich wäre es jedoch schwer gewesen, die Spannung über mehr als 90 Minuten zu halten. Mit diesem Film ist Roman Polanski ein kleines Meisterwerk geglückt, was lustig, ernst und teilweise auch gesellschaftskritisch ist. Von mir gibt es volle 5 Sterne.


Sherlock - Staffel 2 [2 DVDs]
Sherlock - Staffel 2 [2 DVDs]
DVD ~ Benedict Cumberbatch
Preis: EUR 14,49

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mindestens genau so gut wie Staffel 1, 29. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Sherlock - Staffel 2 [2 DVDs] (DVD)
Ich habe mir, wie wahrscheinlich viele andere auch, gestern Abend die dritte und letzte Folge der zweiten Staffel der Serie SHERLOCK zu Gemüte gezogen. Diese hat mich, entgültig bestätigt, dass auch die zweite Staffel der Miniserie aus England ein Meilenstein in der Seriengeschichte ist. Letztes Jahr hatte ich schon mit Begeisterung die erste Staffel gesehen und prompt auf DvD gekauft. So waren meine Erwartungen- besonders wegen dem gemeinen Cliffhanger aus Staffel 1- extrem hoch. Doch Sherlock Holmes hat mich nicht im Stich gelassen.
Zu den einzelnen Folgen:
Ein Skandal in Belgravia
Eine der beühmtesten Geschichten von Sherlock Holmes wird hier in die Gegenwart verfrachtet. Irene Adler alias The Woman ist im Besitz einiger komprimittierender Fotos eines Mitglied des Königshauses. Sherlock soll die Fotos um jeden Preis wiederbeschaffen, was sich als schwerer herausstellt als erwartet. Denn Irene Adler ist unserem Helden geistig fast ebenbürtig, dazu fällt es Holmes schwer, ihren Verführungen standzuhalten was ihn zusätzlich verwirrt.
Die Person der Irene Adler ist eine der bekanntesten Personen der Romane, da sie es als einzige schafft, Sherlock aufs Kreuz zu legen. Daher waren die Erwartungen an diesen Charakter enorm, was auch größtenteils erfüllt wurde. An der Schauspielerleistung ist nichts auszusetzen, man merkt förmlich wie es zwischen den beiden knistert.
Zu Beginn der Folge musste natürlich erst einmal der Cliffhanger aus Staffel 1 aufgelöst werden. Glauben Sie mir, auf diese geniale Auflösung kommen Sie niemals. Überhaupt ist die gesamte Folge wieder mit Überraschungen und unerwarteten Wendungen gespickt. Es sind auch wieder ein paar holmestypische Momente dabei, seine Arroganz aus Staffel 1 ist ihm geblieben, ebenso wie die kleinen Wortgefechte mit Watson und Lestrade. Zudem erkennt man einige, sehr gut an die Zeit angepasste Parallelen zur Originalgeschichte. Die Szene wie sich Holmes Zugang zu Irenes Haus verschafft ist legendär. Dennoch befinde ich diese Folge, im Gegensatz zu meinen Vorrednern als die schwächste Folge der Staffel und die einzige, die "nur" 4 Sterne verdient hätte. Warum? Ich fand die Folge besonders zu Beginn recht verwirrend und sonderbar aufgebaut.
*SPOILER* Besonders den Tod von Irene, dann doch nicht, dann stirbt sie erneut um am Ende doch nicht tot zu sein empfand ich als störend. *SPOILERENDE*
Zudem fand ich, dass der Spannungsbogen ein paar mal durchhing, was mir in den anderen beiden Folgen nicht so auffiel. Die Lösung des Handycodes war natürlich wieder genial aber mehr will ich gar nicht sagen.
Die Hunde von Baskerville:
DIE bekannteste und meistverfilmteste Geschichte des Detektivs erhielt hier eine erfrischende Generalüberholung. Henry Knights musste als Kind zusehen, wie sein Vater im Moor von einem Höllenhund zerrissen wurde. Seitdem plagen ihn Alpträume und nun bittet er Holmes um Hilfe. Dieser nimmt sich dem Fall an, überzeugt dass es keinen Höllenhund gibt. Schon bald richtet sich sein Augenmerk auf die nahegelegene Militärbasis...
In dieser Folge stimmte wieder (fast) alles. Der Beginn der Folge in der der nikotinsüchtige Holmes Henry kennenlernt ist so mit das Beste, das Benedict Cumberbatch je abgeliefert hat. Auch im weiteren Verlauf überzeugen er und Martin Freeman und laufen in Höchstform auf. Zudem ist diese Folge die lustigste der Staffel. Holmes versucht auf seine spezielle Art mit der Tatsache umzugehen, dass er Angst empfindet, wodurch er manchmal eetwaas überreagiert. Die zwangsläufigen Witze über Holmes'und Watsons "Beziehung" werden hier auch noch einmal gebracht. Der Spannungsbogen ist diesmal konstant gehalten. Es gibt einige sehr aufregende Szenen und der Plot mit der Militärsbasis ist ( meiner Meinung nach ) überraschend gut eingebracht. Auch hat diese Folge den ersten Moment in dem Holmes an sich selbst zweifelt, was ihn etwas menschlicher wirken lässt. Einzig die letzten 10 Minuten der ansonsten perfekten Folge waren meiner Meinung nach überzogen und haben mich zu sehr an einen "Tatort" erinnert.
Der Reichenbachfall:
Im Original sind die Reichenbachfäller der Ort, an dem Sherlock Holmes von Jim Moriarty ermordet wird. Der Name der Folge lässt das Herz des Kenners gespannt höher schlagen. Die Folge beginnt auch mit einem völlig niedergeschlagenen Watson der von Sherlocks Tod berichtet. Wie konnte es dazu kommen? Drei Monate früher beginnt der eigentliche Film dann. Holmes, der nach den ersten beiden Folgen endgültig zur Medienbekanntschaft aufgestiegen ist langweilt sich mal wieder. Doch dann bricht sein Erzfeind mühelos in den Tower von London ein, stiehlt dort die Krohnjuwelen und lässt sich dann ohne Gegenwehr festnehmen. Sherlock ahnt schon, dass etwas dahintersteckt. Doch was genau es ist hätte er sich niemals träumen lassen...
Die letzte Folge ist die KRÖNUNG der zweiten Staffel. Hier stimmt wirklich alles. Mit einem erst einmal seichten Beginn baut sich die Spannung nach und nach auf und die letzte halbe Stunde ist Spannung pur. Die beiden Superhirne liefern sich in dieser Folge einen erbitterten Schlagabtausch, es reiht sich Wendung an Wendung. Hierbei ein großes Lob an Andrew Scott, der den wahnsinnigen fantastisch darstellt und die Grenzen zwischen normalem Verhalten und Wahnsinn verschwimmen lässt...Toll, toll, toll. Man vermisst hier zwar ein wenig den Humor der zweiten Folge, der wird jedoch durch das ansonsten überragende Drehbuch wettgemacht. Das Ende ist dann so gemein und überraschend gesetzt (noch schlimmer als in der ersten Staffel) dass ich jetzt schon nicht mehr weiß, wie ich die Spannung bis nächstes Jahr aushalten soll. Bitte liebes BBC, beeilen Sie sich ;D
Fazit: Die zweite Staffel ist erneut überragend. Die Staffel hebt sich durch so viele Dinge von anderen Serien ab: Durch ihre Charaktere, durch ihren Humor, durch ihre Inszenierung, durch ihre Spannung... die Liste könnte noch ein wenig so weiter gehen. Wie man sieht ist die Serie verdient ein Karrieresprungbrett für Benedikt Cumberbatch, der jetzt in Dame, König, Ass Spion mitgewirkt hat, und Martin Freeman, der jetzt den kleinen Hobbit verkörpert. Ich hoffe, dass nächstes Jahr eine dritte Staffel erscheint, da ich diese Serie auf keinen Fall missen möchte. Von mir eine klare Kaufempfehlung: 5 Sterne !
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 29, 2012 7:08 PM MEST


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