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Rezensionen verfasst von
M. Henning "Lucius"
(REAL NAME)   

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Micro
Micro
von Michael Crichton
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Groschenheft, 22. Mai 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Micro (Gebundene Ausgabe)
Geht es noch platter? Ich glaube nicht ... Welch gewaltiger intellektuelle Abstand zwischen dem raffinierten Jurassicpark (Chaostheorie) und diesem Groschenheftchen (Theoriechaos) doch liegt! Alle handelnden Personen sind schablonenhafte Karikaturen ihrer selbst. Entweder total selbstlos und aufopfernd oder unglaublich böse ... gähn! Dagegen ist Micky Maus ein ausdifferenzierter Charakterkopf (sowieso!). Aber in welchem Universum, Herr Crichton, lassen sich Harvard-Studenten bei Anwerbeversuchen von gelben Ferraris beeindrucken? Ist das tatsächlich so in Amerika? Oder verwechseln Sie da etwas? Aber wirklich unverzeihlich sind die dümmlichen Dialoge und die konstruierte, vorhersagbare, Handlung. Damit die Handlung überhaupt so stattfinden kann, müssen sich erst einmal alle völlig unnatürlich verhalten und dann werden die "Gefahren" im Dschungel schön nacheinander abgefeiert: Zuerst die Ameisen, dann die Spinnen, dann der Hundertfüssler und dann die Vögel und dann die Wespen ... gähn. Natürlich greifen alle sofort an - und da ja sieben Hauptpersonen agieren, ist auch reichlich Schwund bei jedem Angriff vorprogrammiert. Haha ... na klar. Wie spannend. Aber jetzt kommt der literarische Erzähl-Trick: damit der geneigte Leser auch alles kapiert, faseln die Studenten unablässig über ihre Fachgebiete: Spinnen, Insektengifte, Pilze und Sporen und so weiter. Toll, so auch noch nicht gelesen ... Ich empfehle Herrn Crichton und/oder Herrn Preston mal eine (geführte) Dschungeltour, damit mal klar wird, das dort nicht alle Lebewesen übereinander herfallen und sich unablässig gegenseitig aufessen. Aber das haben sich beide wohl bisher gespart (man kann ja auch einfach nur die Fakten googlen) ... Wenn es ein Film wäre, könnte man wenigstens noch die Spezialeffekte loben, aber bei einem Buch? Was haben wir jetzt nach der Lektüre gelernt? Nur noch gute Bücher lesen! Ganz wichtig ...

Opferlämmer: Roman
Opferlämmer: Roman
von Jeffery Deaver
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Routiniert, ohne Überraschung ..., 19. September 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Opferlämmer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wenn Deaver diesem Ermittlerduo nichts Neues mehr abgewinnen kann, sollte er eine kreative Pause einlegen. Es ist ja inzwischen nicht einmal mehr spannend, da man spätestens beim zweiten Deaver-Buch weiß, das eine dargestellte Situation sich anschließend als ganz anders darstellt, weil man vorher an der "Nase" herumgeführt wurde. Das macht Deaver in diesem Buch 4-5 mal. Der Leser soll denken, die Ermittler laufen in eine Falle und kommen um, aber natürlich hat Lincoln Rhyme vorher herausgefunden, was der Täter plant. Das ist auf Dauer nicht nur ermüdend, sondern irgendwann auch gleichsam ärgerlich. Glaubt Deaver, man fällt dauernd auf den gleichen Trick herein? Man sollte seine eigenen Leser nicht unterschätzen. Wie viel gibt der Verlag eigentlich hier für seine 5-Sterne Rezensionen aus?

Verwesung
Verwesung
von Simon Beckett
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hingeschludert, 19. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Verwesung (Gebundene Ausgabe)
Trivialliteratur in seiner schlechtesten Form. Dieses Buch bevölkern Charaktere in holzschnittartiger Schlichtheit: der versoffene Filou Terry, der unterwürfige Assistent Roper, die hübsche Psychologin, die arrogante und aristokratische Koryphäe mit Hakennase ... hilfe ... als dann noch das "Monster" im Moor (kahler Schädel, hünenhaft, übermenschliche Kraft) auftaucht, könnte man fast denken man hätte eine Satire auf diese Art von Romanen in der Hand. Es ist alles so schrecklich vorhersehbar! Natürlich kommt die "unerwartete Wendung" pünktlich am Schluss ... Und am besten: es gibt auf keiner Seite eine Obduktion oder eingehendere Beschreibung einer Leiche und / oder deren Verwesungsprozesse. Das konnte der gute alte Edgar Wallace alles viel besser ... vor 60 Jahren.

Titan
Titan
von Robert Harris
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,95

3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pöbel versus Aristokratie, 21. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Titan (Gebundene Ausgabe)
Leider keine Zeitreise in die Zeit der Römischen Republik! Dafür vielfältige Platitüden und einfältige Klischees: haufenweise ehrwürdige, greise Senatoren aus der guten alten Zeit der Republik, die angeblich für Tugendhaftigkeit und Ehrbarkeit stand. Die Vertreter dieser Aristokratie sind zwar inzwischen korrupt und zahnlos, aber immerhin können sie dann doch noch einen Urahn vorweisen, der eine glorreiche Schlacht geschlagen hat. Jedenfalls weist Harris andauernd darauf hin. Aber nicht diese Ansammlung von selbstsüchtigen und gierigen Senatoren sind letztlich für den Untergang der Republik verantwortlich, sondern einzig der skrupelose Emporkömmling Caesar. So weit so einfach. Cicero will auch tatsächlich den jungen Caesar ermorden lassen! Das hat schon Groschenheft Niveau! Wirklich ärgerlich aber wird das Buch, wenn Cicero wieder einmal auf seiner Terrasse auf dem Palatin steht und unten auf dem Forum der Pöbel die Stadt anzünden will. Was anderes hat der einfache römischen Bürger in diesem Buch nämlich nicht im Sinn. Während Cicero schöne Reden hält, wird sein Gegenspieler gewählt, nur weil dieser kostenlose Brotrationen für jeden Bürger garantieren will. So was aber auch! Hochverrat an der Republik. Hölizerne Dialoge und scherenschnittartige Charaktere bevölkern dieses Buch. Es gibt für Harris nur schwarz und weiß: Caesar ist eiskalt, Clodius wahnsinnig, Pompeius ruhmsüchtig, Cato die Standhaftigkeit in Person, usw. usf. Die Liste lässt sich endlos fortsetzen. So verhalten sich Personen nur in (schlechten) Hollywood-Blockbustern. Hier wird einem die Antike nicht näher gebracht, sondern die oberflächliche Sicht eines Bestsellerautors versperrt leider die Sicht auf das Wesentliche. Es ist die alte Leier von der Überlegenheit unserer heutigen Zeit, die in diesem Buch wieder hervorgekrochen kommt: schön das wir diesen unruhigen Zeiten des Korrupten und Intriganten entkommen sind. Vielleicht auch die - britische - Sehnsucht nach einem Monarchen der dieses Chaos ordnet.
Schade. Schöner Ansatz zu Beginn, aber dann immer flacher werdend. Mehr als Urlaubslektüre für den Strand z.B. ist es nicht geworden.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 19, 2011 1:48 PM MEST


Kalte Asche
Kalte Asche
von Simon Beckett
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In der Tradition von Agatha Christie und Hercule Poirot, 30. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Kalte Asche (Gebundene Ausgabe)
Sehr schön, wie hier zum wiederholten Male die Geschichte von der isolierten Gesellschaft variiert wird, die von der Außenwelt abgeschnitten, einen Mörder aus ihrer Mitte heraus ermitteln muss. Beckett schafft es hier mühelos sich in die Tradition einer Agatha Christie und ihres Werkes einzureihen, sich zu behaupten und der Geschichte neue Seiten abzugewinnen. Sehr wohltuend auch, das die Geschichte nicht nur auf der Dummheit der handelnden Personen aufgebaut ist, oder auf den Fehlern des Täters, sondern auf den modernen wissenschaftlichen Methoden eines forensischen Anthropologen. Ein klassischer "Whodunit" - in einer geschlossenen (Insel-)Gesellschaft, in der die vom ungeliebten Festland kommenden Ermittler nicht willkommen sind und auch unter diesen Misstrauen herrscht - so kann jeder der Mörder sein. Nur nicht der, auf den alles hindeutet.
Klasse Lesespass für die, die das Schwermütige und Behäbige der deutschen und skandinavischen Krimis nicht brauchen.

Diabolus
Diabolus
von Dan Brown
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Grotesk unglaubwürdig, 21. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Diabolus (Taschenbuch)
Leider erst nach dem Kauf sah ich, das das Buch schon 1998 geschrieben wurde. Vor den beiden Welterfolgen also. In der Hoffnung also eine "frühe Perle" von Dan Browne in den Händen zu halten, begann ich zu lesen. Aber alsbald dämmerte mir, das hier der Verlag ein ansonsten unverkäufliches Machwerk - die einem wohl jeder "VHS-Hobbyschreibkursleiter" um die Ohren hauen würde - in die Läden gebracht hat. In der wahrscheinlich schon erfüllten Hoffnung, das der Name Dan Brown schon für Absatz sorgt ... Leider bin ich ja auch in diese "Falle" gestolpert.
Interessant ist allenfalls, wie alle Versatzstücke seiner späteren Erfolge auftauchen, bzw. ausprobiert werden. Der geheimnisvolle Attentäter, der Akademiker, der James Bond spielt, die hübsche Wissenschaftlerin usw. usf. wie gehabt - nur eben grottenschlecht! Die ganze Handlung ist so unglaubwürdig, das es schon weh tut ... Der Professor auf der Jagd in Spanien nach etwas von dem er gar nichts weiß ("Die Nationale Sicherheit steht auf dem Spiel"). Die Kryptographin, die ständig als die Beste der Besten, die brillanteste Wissenschaftlerin mit einem IQ von 170 beschrieben wird, aber dann die einfachsten Zusammenhänge nicht nachvollziehen kann und alles in allem ziemlich begriffsstutzig wirkt ... lauter Abziehbilder und grotesk unglaubwürdige Situationen.
Dan Browns Schulaufsätze werden wohl als nächstes Veröffentlicht, wenn er nicht schnell was neues schreibt ...

Alles Wieder Offen
Alles Wieder Offen
Preis: EUR 19,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ende offen ..., 21. Oktober 2007
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alles Wieder Offen (Audio CD)
Zuerst für die Hitstrophenmitsinger: es gibt auf dieser CD keine "Hymne". Weder "Was ist ist" noch "Dingsaller" und schon gar nicht "ZNS". Was ich Anfangs enttäuschend fand, weiß ich jetzt - nach mehrmaligen Hören - zu schätzen: ein unaufgeregtes Werk zum 28-zigsten Jübiläum. Eine Rückschau gleichsam mit Ausblick auf Zukünftiges: Alles Wieder Offen ... oder Sehnsucht ist die einzige Energie, immer noch! Von welcher Band lässt sich das noch sagen. Ich Warte ...

Wolf und Adler: Roman
Wolf und Adler: Roman
von Iris Kammerer
  Taschenbuch

25 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lahmer Abschluß, 24. Mai 2007
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wolf und Adler: Roman (Taschenbuch)
Nachdem schon der Mittelteil nicht mehr an die Qualität des ersten Teils heranreichen konnte, schleppt sich die Handlung quälend langsam von einer konsturierten Situation zur nächsten. Damit überhaupt noch etwas passiert, wird ein Grieche aus dem Hut gezaubert, der - wie könnte es auch bei Griechen anders sein - Cinna als jungen Mann missbraucht hat und ihm nun in Germanien wiederbegegnet. Spätestens an dieser Stelle bewegt sich die Geschichte auf Soap-Oper-Niveau. So auch die anderen Romanfiguren: Germanicus der strahlende Feldherr, der schon im Knabenalter wahnsinnige Caligula, die schon folkloristisch untadelige Barbarenbraut Sunja, das schlaue Barbarenmädchen Saldir. Abziebilder und Klischees ohne wirklich interessanten Facetten hinter den oberlächlichen Beschreibungen. Wenn wenigsten die Scharmützel spannend geschrieben wären. Aber hier scheint ein Schreibcomputer die Herrschaft übernommen zu haben: Arminius taucht unerwartet auf - Cinna im Blutrausch hinterher - wird aber verletzt - wird gefangengenommen - kann sich befreien - wird wieder gefangengenommen - erkennt im Feind seine Verwandten - wird zur Legion zurückgeleitet. Au weia!

Frau Kammerer hat sich bei ihrem Versuch eine Romantrilogie zu schreiben deutlichst übernommen. Schade. Hätte sie es doch nur bei ihrem Erstling bewenden lassen ...

Die letzte Legion: Roman
Die letzte Legion: Roman
von Valerio M. Manfredi
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannendes Buch, 24. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Legion: Roman (Taschenbuch)
In diesem Genre gibt es selten Literatur, eher schon "Groschenhefte" von "schreibenden Hausfrauen" (Lindsey Davis z.B.). Valerio Manfredi hebt sich wohltuend davon ab - sowohl sprachlich, als auch inhaltlich - ist aber natürlich auch keine großer Literat. Als Archäologe schreibt Manfredi flüssig und gekonnt und flechtet seine Fachkenntnisse in dem spannenden Plot schön ein. Die Novelle, als solche möchte ich sie mal bezeichnen, denn alles treibt auf ein erwartbares Ende zu, liest sich wie ein Filmdrehbuch. Flotte Verfolgungsjagden, dramatische Begegnungen, unerwartete Wendungen usw. Das macht die Geschichte enorm spannend und kurzweilig. Wer zudem noch die - historisch korrekte - damalige Zeit kennen lernen möchte, ist mit diesem Werk gut bedient. Ein Tipp von mir: wenn die Rezensionen allzu stark abweichen, einfach mal schauen, was der Rezensent sonst noch so bewertet hat.

Caesar IV
Caesar IV
Wird angeboten von Hauseinkauf - mit Sicherheit schneller Versand
Preis: EUR 14,99

33 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Daumen runter für Cäsar IV. - lang lebe Cäsar III., 6. Dezember 2006
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Caesar IV (Computerspiel)
Unglaublich! Nach 5 Jahren kommt als Nachfolger von Cäsar III endlich Cäsar IV auf dem Markt und es ist ein simplifizierter Rückschritt in allen Belangen.

Während Cäsar III (für den Mac) in den Szenarios insgesamt recht anspruchsvoll war - es seien hier nur die Stichworte "Wasserversorgung", "Handel", "Angriff", "Einheimische" genannt - ist der Nachfolger primitiv und langweilig. Es reicht heute einen funktionierenden Brunnen für die ganze Stadt zu haben, 2 Präfekturen und 2 Ingenieursposten ... das heißt die Komplexität der Stadtkonstruktion ist nur noch ein blasser Schatten der Vorgängerversion!

Auf einem (neuen) Macbook Pro (2 GHz) mit Intel-Chip läuft es außerdem wie ein "Sack Nüsse". Selbst bei einer Auflösung von 1280 x 960 Px. verdecken die aufgeklappten Menüs ständig die Szenarien: d.h. ich wähle einen Menüpunkt aus und muß dann noch das Menü wieder zuklappen um z.B. ein Haus zu bauen. Die Straßenbaufunktion ist außerdem ungenau und "hakelig". Es gibt auch keine "Magnetfunktion" mehr, die früher die Bauteile an den entsprechenden Stellen hat einrasten lassen. Ich musste Häuser schon viermal wieder löschen, damit sie endlich richtig standen!!

Zu guter letzt ist aus unerfindlichen Gründen nach dem vierten Szenario schluss gewesen: "Glückwunsch" zur bestandenen Aufgabe und bei Klick gings wieder zurück zur alten Stadt ... sehr lustig!

Hände weg von diesem unausgereiften und lieblos gemachten Spiel! Die Entwickler haben das wahrscheinlich selber noch nie gespielt!

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