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Rezensionen verfasst von
GeorgK "georgk4"

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Tequila Sunrise [Blu-ray]
Tequila Sunrise [Blu-ray]
DVD ~ Mel Gibson
Preis: EUR 7,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen 18 Minuten lang kein HD..., 27. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tequila Sunrise [Blu-ray] (Blu-ray)
"Tequila Surise" war zu seiner Zeit ein durchaus erfolgreicher Film, und in den Hauptrollen sind mit Pfeiffer und Gibson zwei echte 80er-Ikonen in ihrer besten Zeit zu bewundern (Russell zähle ich jetzt mal nicht dazu, obwohl er unter den drei Hauptdastellern hier die beste Leistung bietet). Trotzdem ist der Film seitdem in der Versenkung verschwunden, manche sprechen sogar von einem „forgotten gem“. Nun, ich wüde eher sagen, dass ein gnädiges Schicksal hier den Mantel des Vergessens über den Film gebreitet hat. Robert Towne hat zwar als Schreiber viele Erfolge gefeiert (z.B. „Chinatown“), als Regisseur aber nur vier Filme gedreht, und wenn „Tequila Sunrise“ repräsentativ für sein Talent hinter der Kamera ist, dann ist das auch gut so. Es passt einfach hinten und vorne nichts zusammen: die Szenen wirken gestückelt und gestellt (man hört praktisch an jedem Szenenbeginn das „aaaaaand - action!“), die Schauspieler agieren verloren, es ist kaum einmal etwas wie eine echte Motivation spürbar etc. etc. Schlüsselszenen werden teils vollständig ausgelassen (vielleicht sind sie auch nur so danebengeangen, dass man sie vorsorglich geschnitten hat - wert weiss). Der Film ist zwar kein totales „train wreck of a movie“, aber den eigentlichen Zweck eines Filmes - nämlich den Zuschauer in eine fiktive Welt hineinzuziehen und mitleben zu lassen - erreicht er nie. Mit Ausnahme des reines Schauwertes hält sich daher die Unterhaltung beim Betrachten des Films in Grenzen.
Nachdem die Bewertung eines Filmes letztlich aber ohnehin reine Geschmackssache ist, möchte ich mich ausführlicher zur Bildqualität der BluRay auslassen:
An der Kamera stand immerhin Conrad L. Hall. Er wurde als Directpr of Photography ganze zehnmal für den Oscar nominiert (u.a. auch für „T.S.“), dreimal hat er die Auszeichnung auch gewonnen - man kann ihn also guten Gewissens als Hollywood-Legende bezeichnen. Bei „Tequila Sunrise“ war es ihm offenbar wichtig, unter möglichst „natürlicher“ Beleuchtung zu arbeiten (auch besonders in Innenräumen und nachts), was zwangsläufig ein Arbeiten mit offener Blende und eingeschränktem Schärfebereich bedingt. Allerding haben z.B. auch sonnige Aussenaufnahmen nicht wirklich das letzte Quäntchen an Bildschärfe, wobei ich aber davon ausgehe, dass das eine bewusste Entscheidung Halls war, um dem Film eine durchgehend „homogene“ Bildwirkung zu geben. In Summe sind die Aufnahmen natürlich von hoher handwerklicher und ästhetischer Qualität, wobei der Schwerpunkt definitiv nicht auf Effekt gelegt ist.
In der BluRay-Umsetzung wirkt der Film erst einmal so, wie man sich einen 80er-Jahre Film vorstellt. Das damalige Filmmaterial hat ja (nachträglich) nicht den besten Ruf, und war in manchen Bereichen qualitativ sogar hinter die 70er-Jahre Filme von Eastman/Kodak zurückgefallen. Insoferne sind die meisten Filme aus den 80ern nicht gerade Augenweiden auf BluRay, und „Tequila Sunrise“ bewegt sich hier grob im Mittelfeld.
Etwas sonderbar wirkt allerdings manchmal die Farbgebung. Sonnige Aussenaufnahme sind schön bunt und wirken so, wie jeder Hobbyfotograf die Farben aus jener Zeit noch in Erinnerung hat. Dagegen sind z.B. die Aufnahmen im abendlichen Restaurant alle sehr stark in Richtung neutral (bis kühl) gefiltert, was der Atmosphäre entgegenarbeitet und etwas befremdend wirkt. Möglicherweise wurde das erst beim BluRay-Mastering gemacht, ich habe aber keinen Vergleich zum Original. Die sehr gedämpften Farben sprechen aber eher für eine nachträglich Filterung.
Zwei Artefakte, die zeigen, dass man die Möglichkeiten der Technik nicht ganz ausgelotet hat: erstens ist das Filmkorn/-rauschen deutlicht vertikal gestreckt (evtl. hat der Scan eine unsymmetrische Auflösung), zweites - und recht störend - zeigt der Film durchgehend einen leicht „zittrigen“ Bildstand; dieser Effekt entsteht durch Ungenauigkeiten im Filmstransport, könnte aber nachträglich im Rahmen der Digitalisierung anstandslos beseitigt werden.

Eigenartig wird die ganze Geschichte aber dann bei ca. 1h und 33min. Von einer Szene zur nächsten fällt das Bild schlagartig auf DVD-Qualität ab, und erholt sich die nächsten 18 Minuten, also bis zum Filmende, nicht mehr davon. Das liegt nun definitv nicht am Originalmaterial, denn man kann z.B. am groben Farbrauschen, Tonwerttreppen etc. eindeutig erkennen, dass hier schlicht keine HD-Quelle mehr Verwendung fand. Das kann jetzt zwei Gründe haben: entweder sind die letzte 18 Minuten des Film-Originals irgendwann in den letzten Jahren verlorengegangen, und man konnte nur noch auf eine Uralt-Aufzeichnung zurückgreifen (das schliesse ich mal aus, weil man in diesem Fall auf eine Filmkopie ausgwichen wäre), oder man hat es einfach (wieder mal) beim Scannen oder Bearbeiten versemmelt, und war zu faul / zu geizig / zu gestresst um den fehlerhaften Abschnitt nachzubessern. Wie auch immer - das fällt eigentlich unter Frechheit, und die BluRay kann eigentlich nur demjenigen empfohlen werden, der ein Fan dieses Films ist und keine große Hoffnung auf eine korrigierte Neuauflage hegt.
(Nebenbei: Ich habe nur eine englischsprache Amazon-Rezension gesehen, die den Qualitätsabfall dezidiert anspricht, und keine unter den "professionellen" Review-Seiten - das zeigt mal wieder, wie viel die ganzen hingeworfenen Qualitätsurteile wert sind.)


Eraser [Blu-ray]
Eraser [Blu-ray]
DVD ~ Arnold Schwarzenegger
Preis: EUR 7,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solider Arnie-Thriller, wenn auch kein Klassiker., 8. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eraser [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich war dem Film gegenüber zuerst etwas skeptisch; er gehört nicht unbedingt zu Arnolds Klassikern, der Erfolg bei Publikum und Kritik war nicht überragend, und ausserdem hat er wirklich eines der hässlichsten Cover der Filmgeschichte - das sieht wirklich aus wie selbstgebastelt. Der Film hat mich dann aber positiv überrascht und über drei Viertel der Laufzeit sehr gut unterhalten. Die Charaktere sind (natürlich im Rahmen eines "No-Brain-Actioners") gut herausgearbeitet und ziehen einen in die Story hinein, ein paar überraschende Wendungen halten die Spannung aufrecht (wenn auch die Story als Ganzes eher konventionell ist), die Action kommt nicht zu kurz (allerdings fallen die CGI-Effekte zeitbedingt natürlich in der Qualität ab), und ab der zweiten Hälfte wird auch etwas mehr Arnie-Humor eingestreut. Nur leider kann das Finale da nicht ganz mithalten. Es ist das typische "Einer gegen Hundert"-Szenario, und man ist natürlich gespannt wie unser Held das jetzt noch schaffen soll, und dann "kann er es eben" - ohne eine wirklich originelle Auflösung. Das zieht den Film etwas runter, und dafür gibts einen Stern Abzug.
Die Qualität der BluRay geht in Ordnung, mehr nicht. Für einen 80er-Film wäre sie als gut zu bezeichnen, dem Stand der Filmtechnik von 1996 wird sie aber nicht ganz gerecht. Es gibt keine wirklich gravierende Schwächen (durchaus "Film-", kein "Video"-Look), aber die Farben bleiben etwas stumpf, und die Schärfe ist auch nicht optimal. Farb- und Kontrastwerte sind auch etwas unkonstant, man hat sich offenabr also nicht wirklich viel Mühe mit der Aufarbeitung für HD gemacht - was vermutlich auch den generellen Status des Films widerspiegelt. Auch dafür ein Stern Abzug.
Aber nachdem wahrscheinlich in überschaubarer Zeit nichts besseres nachkommt, bleibt die BluRay für Action- und Arnie-Fans durchaus eine Kaufempfehlung.


Tess [Blu-ray]
Tess [Blu-ray]
DVD ~ Peter Firth
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hervorragender Film und BluRay, 16. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tess [Blu-ray] (Blu-ray)
Eine sehr gelungene und stimmungsvolle Literaturverfilmung mit einer perfekt besetzten Nastassia Kinsiki. Die Geschichte selbst ist allerdings etwas depressiv, also nicht unbedingt das beste für einen verregneten Herbstnachmittag.
Die Bluray basiert auf einem neuen 4K-Master und bietet einen optimalen Kompromiss zwischen einer behutsamen Digitalisierung und der Bewahrung des originalen Charakters der Quelle. Die Bilder selbst sind ohnehin von höchster technischer und küstlerischer Qualität. Nach allem, was mir an Screenshots im Internet zugänglich ist, unterscheidet sich die Bildqualität nicht von der englischen BFI-Version. Eine anderer Rezensent bemängelt den flachen Kontrast; hier möchte ich anmerken, dass gerade der sehr natürliche Kontrast und der Verzicht auf "künstliches" Verstärken der Schatten (mit allen damit verbundenen Artefakten) für mich ein absoluter Pluspunkt der vorliegenden Version ist. Das Problem liegt vermutlich bei den sub-optimalen Bedingungen der Heimprojektion in einem Raum mit reflektierenden Wänden (im Ggs. zum Kino). Dabei kann das Bild wohl wirklich etwas "flach" werden.
Einziger Nachteil (und ein Punkt weniger dafür): die vorliegende Version von "Concorde" bietet zwar deutsche Synchronisation und englischen O-Ton, aber leider nur deutsche Untertitel. Die handelnden Figuren sprechen nun meist entweder breitesten Slang (das "einfache" Volk) oder geschraubtes 19.-Jhd.-Englisch (die "besseren"), was es dem Nicht-Muttersprachler nicht gerade leicht macht; englische Untertitel wären hier eine willkommene Hilfe. Wem es ähnlich ergeht, der sollte evtl. über den Erwerb der BFI-Version nachdenken.


Programming Google App Engine
Programming Google App Engine
Preis: EUR 23,96

3.0 von 5 Sternen Brauchbare Hilfe., 16. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch bietet ein paar Erklärungen und Problemlösungen, auf die man (als Hobby-Programmier) unter Nutzung der offiziellen Dokumentation nicht so schnell kommen würde - insoferne ist es sein Geld wert, einfach weil man Zeit spart. Es ist aber definitv kein umfangreiches Nachschlagewerk, dass einem jahrelang seinen Dienst erweisen würde, also reicht es völlig, in die (deutlich billigere) Kindle-Ausgabe zu investieren. Man hat es recht schnell durch und (im wahrsten Sinne des Wortes) "ausgelesen".
Eine Frechheit ist es natürlich, dass sich das Buch (auch die 2nd Ed. von Oktober 2012!) rein auf das db-Modell beschränkt, obwohl der Übergang auf das neue ndb-Modell damals schon begonnen hatte. Im ersten Moment habe ich noch geglaubt, ich hätte eine alte Auflage gekauft, aber leider ist das "aktueller Stand". Für Frühjahr 2015 ist ja ein neues Buch vom Autor angekündigt.


Flight [Blu-ray]
Flight [Blu-ray]
DVD ~ Denzel Washington
Wird angeboten von dividi01
Preis: EUR 8,90

12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langweiliges Erbauungs-Fernsehen, schlecht gemacht., 18. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Flight [Blu-ray] (Blu-ray)
Ob ich mich mit einem Film anfreunden kann, oder nicht, entscheidet sich bei mir ofz schon bei den ersten Szenen. Dieser Film beginnt damit, dass ein alter Alkoholiker mit Wampe neben seiner jungen Gespielin aufwacht, woraufhin dieselbe dann einige Minuten ziemlich unmotiviert splitternackt herumläuft und uns die Gelegenheit gibt, uns an einer perfekt gebauten Mitt-Dreissigerin zu erfreuen. Völlig unwesentlich für die Handlung (ausser dass damit die edlen Gefühle des "Helden" am Ende erklärt werden sollen), auch nicht passend zum Film, weil der eigentlich mit Erotik nichts am Hut hat, aber offensichtlich haben das die alten Säcke Washington und Zemeckis einfach irgendwie genossen. Das erinnert schon ein wenig an die völlig unnötige Lesbenszene in "Vicky Christina Barcelona", die der tattrige Lustgreis Allen ja auch nur zur persönlicen Erbauung eingebaut hat. Mein Gott, was sind alte Männer peinlich! - hoffentlich bleibt mir das erspart...
Passend dazu macht der Film auch noch einen kleinen, ebenfalls unmotivierten Ausflug ins Porno-Millieu - offenbar für die Generation Internet, die mit 5 Jahren schon den hundersten Ar..fi. gesehen hat, und da muss man das Thema doch mindestens einmal in den Film einbauen. Man ist ja immer noch auf Höhe der Zeit, gell?
Nächster Tiefpunkt: der ewig-präsente John Goodmann (Publikum: "Oh, schau, das wird jetzt sicher lustig!") darf einen überdrehten Koksdealer mit goldenem Herz spielen. Ja, richtig gelesen: in einem Film, der sich mit dem Problem des Alkoholismus beschäftigt, ist ein Drogendealer der "comic relief". Später übrigens wird das geheiligte Kokain sogar zur (vorübergehenden) Rettung unseres armen Helden, weil es die Verwüstungen des Teufels Alkohol dank seiner wundertätigen Eigenschaften in Sekundenschnelle kuriert. Falls die kolumbianische Drogenmafia vorhat, einen Koks-Werbefilm für den gehobenen Mittelstand zu veröffentlichen, kann sie sich bedenkenlos bei diesen Szenen bedienen. Lieber Gott, lass Hirn regnen - und nicht nur auf die Macher, auch aufs Publikum...
Ach ja, dazwischen liegt ja noch der allseits gelobte, furchtbar realistische Flugzeugabsturz - in der das Flugzeug nach dem Start ca. 45° steil abhebt (suggeriert zumindest der Kamerawinkel), normale wetterbedingte Turbulenzen die Passagiere ungefähr so stark durchschütteln wie der Einschlag einer Rakete, diese Turbulenzen in bester Cowboy-Manier mit Full-Speed durchflogen werden (das Gegenteil wäre richtig, aber unser Held ist ja so furchtbar unkonventionell, und hat dabei immer recht), der Ausfall des Höhenruders letztlich die Triebwerke zum Brennen bringt, ein ober-cooler Pilot ohne die geringsten Zeichen von Anspannung einfach ALLES richtig macht (das lass ich mir vielleicht noch in einem Action-Reisser unterjubeln, aber nicht im "Problem-Drama mit inkludierter Charakterstudie"), ein unkontrolliert nach unten gedrücktes Flugzeug sich beim Rückenflug plötzlich PERFEKT stabilisiert, nach den Zurückdrehen plötzlich immer noch sehr hübsch segelt (jetzt schon ohne Motore), und bei der Bruchlandung auf einer Wiese keine hundert Meter rutscht bevor es zum Stillstand kommt (mein Gott, womit haben diese Deppen das ausprobiert - indem sie ein 30cm-Modell auf den Rasen geworfen haben?).
Nebenbei: einen wirklich "guten" Flugzeugabsturz gabs bei "The Grey" - der konnte einem Zuseher wirklich Paranoia bescheren, auch wenn der restliche Film Schrott war. Bei "Flight" sind die Ereignisse eher nur überzogener Hollywood-Kitsch.
Der nach dem Absturz gemessene Blutalkohol ist übrigens lächerlich niedrig - nach einer versoffenen Nacht, Alkohol zum Frühstück, und zwei kleinen Wodkas zwischendurch. Aber das Bild vom armen Alki, der mit seiner Sauferei überhaupt und gar nicht und sicher absolut nicht zum Ablauf des Unglücks beigetragen hat, war offenbar ein so zentrales Thema des Drehbuchs, dass man sich hier auch nicht erst lange mit Logik herumgeschlagen hat.
Washington spielt seine Rolle dabei routiniert, leider ist die Figur nicht wirklich glaubhaft. Gesund, potent, erfolgreich im Beruf (Reflexe, Koordination, Konzentration - alles top), keine Verwahrlosung (Wohnung), und das trotz einer jahrelangen Karriere als schwerer Alki - auch hier wieder: der simplen Story geschuldet, aber sicher nicht realistisch.
Merkwürdig diffus bleiben dabei auch die religiösen Anspielungen im Film: das Flugzeug köpft einen Kirchturm und überfliegt eine Gebets-Truppe, der Co-Pilot is ein christlicher Fundi, der Absturz wird unterschwellig als göttliche Fügung hingestellt, um den Helden wieder auf den rechten Weg zu bringen (ich weiss schon, dass "act of god" auch ein juristischer Begriff ist), aber so unentschlossen, dass das alles weder Fisch noch Fleisch ist. Einfach nur ein paar Meter mehr für einen eh schon überlangen Film.
Letztlich bleibt das Bild eines langatmigen, unentschlossen, oberflächlichen und mit sehr simplen Charakterisierungen arbeitenden Films, dessen Vermarktung voll auf den Hauptdarsteller zugeschnitten ist. Damit bleibt er Dutzendware, der man den prominenten Regisseur nicht anmerkt.
Die allgemeine Lobhudelei über diesen Film ist für mich ein Hinweis, dass die "anspruchsvolle" Seherschaft ihr Gehirn im Kino auch nicht intensiver benutzt, als der durschnittliche Popcorn-Kinogeher. Andere Zielgruppe, gleicher Schrott. Aber das gilt ja für die meisten medialen "Qualitätsprodukte".
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 4, 2014 10:59 PM CET


Scanners (Ungeschnittene Fassung) [Blu-ray]
Scanners (Ungeschnittene Fassung) [Blu-ray]
DVD ~ Jennifer O'Neill
Wird angeboten von docu-films
Preis: EUR 14,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die "Koch"-BluRay könnte man jetzt eigentlich vom Markt nehmen..., 14. Dezember 2013
Die Rezension bezieht sich auf die BluRay von "Koch Media" (c) 2011 mit dem Vermerk "Ungeschnittene Fassung, Bild und Ton digital überarbeitet" am Cover.
Wie schon mehrfach geschrieben: kein echtes HD, sondern ein Upscale von einem Uralt-Master. Bild nur unwesentlich über dem Niveau einer guten DVD, Ton so lala, keine Untertitel. Der aktuelle Preis von gut 18 Euro (Stand 14.12.2013) ist für das Gebotene heftig überzogen. Zudem bieten seit einigen Monaten andere Labels "echte" HD-BluRays mit wirklich guter Bildqualität von diesem Film an, die man man mit ein bisschen Herumsuchen auch zu sehr zivilen Preisen erwerben kann.
Der Film selbst ist ein klassischer "Kult"-Film, der ausserhalb seiner eingeschworener Fangemeinde nicht allzuviele Zuseher überzeugen wird. Legendär (und Kult-begründend) sind der explodierende Kopf (dauert zwar nur zwei Sekunden, ist aber echt liebevoll gemacht, und kann auch bei eingehender Betrachtung in Slow-Motion noch bestehen) und das ziemlich blutige Schlussduell. Die Handlung ist jetzt nicht so der Bringer, die schauspielerischen Leistungen sind grossteils bescheiden, die Regie ist solide mit ein paar Ausreissern nach oben und unten, und generell sieht man dem Film sein doch eingeschränktes Produktionsbudget an.
Wer den Film noch nicht kennt, sollte vor einem Kauf evtl. Ausleihen oder einen Stream in Erwägung ziehen.


Philips SHO2200RD/10 O'Neill The TREAD In-Ear Kopfhörer (1,2 m Kabellänge) rot
Philips SHO2200RD/10 O'Neill The TREAD In-Ear Kopfhörer (1,2 m Kabellänge) rot
Wird angeboten von HAM GbR (Preise inkl. Mwst)
Preis: EUR 39,90

5.0 von 5 Sternen Solide, gut, und preiswert, 3. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich mache es kurz: Der Kopfhöhrer ist sicher kein audiophiles Auflösungswunder, hat aber ein sehr sauberes und ausgewogenes Klangbild - und das kann man von vielen doppelt und dreifach teureren In-Ears nicht behaupten. Der äußere Aufbau lässt zumindest vermuten, dass die gefährlichsten "Sollbruchstellen" entschärft wurden, und das ummantelte Kabel ist zwar nicht so flexibel wie ein dünnes, verheddert sich dadurch aber auch weniger, und sollte weniger bruchanfällig sein.
Einfach ein solides Produkt als "goldene Mitte" - kein Billigschrott, aber auch kein Highend, das man im mobilen Einsatz zu 99% nicht braucht (und das, trotz saftiger Preise, ebenfalls oft genug signifikante Schwächen hat).
Kann ich vorbehaltlos empfehlen.


JVC HA-FRD60-B Micro-HD In-Ear-Kopfhörer schwarz
JVC HA-FRD60-B Micro-HD In-Ear-Kopfhörer schwarz
Wird angeboten von annovaukde
Preis: EUR 32,32

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Phänomenale Bassprszision, Rest leider viel zu aggressiv, 3. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zuerst: Diese In-Ears liefern eine Präzision in der Basswiedergabe, die ihresgleich sucht. Sowas von "trockenen" Bassdrums habe ich noch bei keinem Kopfhöhrer erlebt, und auch bei Lautsprechern muss man danach schon in den oberen Preisregionen suchen (oder überhaupt auf eine PA ausweichen). Die Dynamik ist wirklich atemberaubend, allenfalls scheint mir der Tiefbass gegenüber dem oberen Bassbereich etwas überzogen - das ist aber noch kein Problem. Nach oben hin kann er das Niveau leider nicht halten, der Grundtonbereich ist etwas dünn, und darüberhinaus wirds - offen gesagt - nur noch grausam. Ich habe den Verdacht, dass hier ultraharte Membranen verwendet wurden (die Werbung spricht von "Carbon-Nanoröhren"), die zwar eine hohe Präzison in der Impulswiedergabe ermöglichen, aber leider (wie fast alle harten Materialien) bei höheren Frequenzen in Resonanzen aufbrechen und den Klang massiv verfärben.
80er-Jahre Pop z.B. mit exzessivem Exciter-Einsatz auf den Stimmen (evtl. nochmal nachträglich für die CD aufgefrischt) ist definitv unhörbar - da bohren duzende fiktive Heinzelmännchen Löcher in den Gehörgang. Aber auch bei Naturinstrumenten (Streicher in den hohen Lagen, Blech etc.) wird das Klangbild sehr rasch sehr, sehr nervig. Dadurch, dass es sich offenbar nicht einfach um Überhöhungen, sondern um Resonanzen "hoher Güte" (=langsam ausschwingend) handelt, bringt auch eine Korrektur mit dem EQ nicht viel - das Klangbild wird dann schnell muffelig, während die nervigen Frequenzen im Hintergrund immer noch fröhlich weitersingen.
Nur so nebenbei: Zum billigeren FCX-51 gibts ein paar Reviews, die behaupten, dass er zu leise wäre und überhaupt keinen Bass hätte. Das kann ich mir nur so erklären, dass durch eine ungenügende Steckverbindung (z.B. ungeeigneter Adapter - die in-ear-Stecker sind oft zu kurz für "normale" 3,5mm-Adapter) im Stecker ein Kurzschluss mit zwangsläufig resultierender Bassauslöschung auftritt.
Fazit: Zwei Sterne mögen etwas hart erscheinen, ich habe mich aber doch dazu entschlossen, weil der Kopfhörer mit seiner extrem penetranten Höhenwiedergabe so nervt, dass er (zumindest für mich) unter "unbrauchbar" fällt. Für 50 Euro kann man mehr erwarten, als ein auf Effekt gezüchtetes One-Trick-Pony.
Extreme Hardcore-Hörer mit Hornhaut auf dem Trommelfell können ihm ja mal eine Chance geben.


Star Trek 02 - Der Zorn des Khan
Star Trek 02 - Der Zorn des Khan
DVD ~ William Shatner
Preis: EUR 6,49

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide, nicht mehr., 27. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Trek 02 - Der Zorn des Khan (DVD)
Der Film wirkt wie eine überlange "Star Trek"-Episode. Die Fans wirds freuen, wer allerdings eher generell nach SF oder Action sucht, könnte enttäuscht sein.
An "Science Fiction" ist eigentlich nur das vorhanden, was man schon in den 60ern unter SF verstand. Die Story ist nicht übermäßig komplex, und das Tempo der Regie ist konstant (m.M.n. "konstant langsam"). Shatner/Kirk, eigentlich der Jüngste in der Stammbesetzung, kriegt gleich am Anfang vom Drehbuch eine Alterskrise verordnet, von der er sich nicht mehr erholt, was zu einem sehr lustlos wirkenden Captain Kirk führt. Irgendwie reissen einen die anderen Figuren auch nicht gerade mit, was wohl zum großen Teil am Drehbuch und den nicht gerade prickelden Dialogen liegt. "Khan" müht sich ja fleissig ab, nur hat er halt nicht viel, mit dem er arbeiten kann. Manche Szenen habe auch echtes "Trash"-Feeling (z.B. das Handgemenge Kirks, die "Selbstschuss"-Szene, oder die zitternde Hand Khans hinter Trümmern).
Production values: Man merkt, dass das Budget des Filmes etwas beschränkt war; es wirkt jetzt zwar auch nichts ausgesprochen billig, aber es fehlen halt die "WOW"-Effekte.
Bildqualität: Prinzipiell gut, die Farben sind kräftig, wenn auch etwas "verschwärzlicht". Kontraste passen sehr gut. Schärfe geht für einen Film von 1982 in Ordnung, allerdings gibt es z.T. ziemlich deutliches (oranges) Farbrauschen; nachdem es im Netz nirgends wirklich verlässliche technische Informationen zum Film gibt, lässt sich nicht sagen, ob das am Ausgangsmaterial oder am Master liegt. Furchtbar viel Luft nach oben wird aber wohl nicht vorhanden sein.
Originalton: Der symphonische Soundtrack von James Horner hat hervorragende Qualität, allerdings ist die Stimmwiedergabe (wohlgemerkt: der Originalfassung) sehr bescheiden. Das klingt alles irgendwie "topfig", und erinnert eher an einen 60er-Jahre Film - vermutlich ein Aufnahmeproblem. Auffällig ist, dass die BluRay sehr leise abgemischt ist; da muss man erst nachregeln, und beim nächsten Film wird einem dann das Trommelfell perforiert...

Fazit: Kann man sich einmal ansehen, ein Nicht-Fan wird den Film aber auch nicht vermissen.


Shaft [Blu-ray]
Shaft [Blu-ray]
DVD ~ Richard Roundtree
Preis: EUR 7,97

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Historisch wertvoll", aber nicht wirklich gut., 2. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shaft [Blu-ray] (Blu-ray)
Filmhistorisch und gesellschaftspolitisch betrachtet ist der Film ein Klassiker. Ein "schwarzer" Film, der großteils innerhalb der black community spielt, und die Weißen zu Randfiguren degradiert - in exakter Umkehrung der bis dahin üblichen Verhältnisse. Auch der gute "Alibi-Weiße" fehlt nicht, so wie Hollywood immer gerne einen edlen "Alibi-Schwarzen" einbaut, um sich gegen einschlägige Vorwürfe abzusichern.
Ausserdem ist der Film ein herausragender Vertreter des "Blaxploitation"-Genres, das ansonsten eigentlich (mit ganz wenigen Ausnamen) durch absolute Trash-Produktionen charakterisiert ist.
Abgesehen von diesen Aspekten hat der Film einem heutigen Zuschauer aber nicht wirklich viel zu bieten. Handlung, Dialoge, Regie, production values - das ist alles nicht gerade umwerfend, und ohne die politische Relevanz wäre der Film sicher schon längst sang-und klanglos in der Versenkung verschwunden.
Zur BluRay:
Das Bild ist in Anbetracht des Ausgangsmaterials sicher als gut bis sehr gut zu bezeichen. Der Film wird im Kino damals wahrscheinlich schlechter ausgesehen haben, und auch für die Zukunft ist keine bessere Version mehr zu erwarten. Die Bildwirkung ist "film-like", keine digitalen Artefakte, keine groben Verschmutzungen/Beschädigungen. Die Farben sind recht natürlich. Einzig der Schattenkontrast ist etwas hoch - hier hat man (wie üblich) mit Gewalt auf "Schwarz" gesetzt, was im Original wahrscheinlich nur (zeichnungsfrei) dunkelgrau war, und was das Bild manchmal etwas dunkel und "schwer" erscheinen lässt (jetzt hätte ich fast einen Witz mit "übertriebenen Schwarzwerten" in diesem Film gemacht - aber lassen wir das...).
Ton: Hier merkt man (quellbedingte) starke Einschränkungen. Die Sprachwiedergabe ist in vielen Szenen schlecht, z.T. sogar schwer verständlich. Richard Roundtree (Shaft) hat offenbar viele Szenen nochmals im Studio nachsynchronisiert (beim Rest dürfte das Budget nicht gereicht haben), und ist daher durchgehend klar und deutlich zu verstehen. Allerdings kommt es dadurch auch zu unnatürlichen Effekten, weil die Tonqualität bei Dialogen zwischen den Sprechern stark wechseln kann.
Anmerken möchte ich auch, dass die deutsche Synchronfassung durchaus sehens- bzw. hörenswert ist. In den 70ern hat man eben noch durchaus "anständig" synchronisiert - im Gegensatz zu dem lieblosen Geschmurfel talentfreier Sprecher, das man seit etwa zwei Jahrzehnten auch aufwendigen Produktionen angedeihen lässt.

Wertung: wer kein besonderes Interesse am Thema oder an der Ära hat, braucht den Film nicht wirklich in seiner Sammlung. 70er-Jahre-Freaks können sich den Film evtl. zur Vervollständigung zulegen, obwohl es da natürlich auch eine ganze Reihe Filme gibt, die zuerst mal interessanter sind. Und ein Blaxploitiation-Fan braucht sowieso keinen Ratschlag von mir.


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