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Rezensionen verfasst von
GeorgK "georgk4"

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Flight [Blu-ray]
Flight [Blu-ray]
DVD ~ Denzel Washington
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 13,49

4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langweiliges Erbauungs-Fernsehen, schlecht gemacht., 18. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Flight [Blu-ray] (Blu-ray)
Ob ich mich mit einem Film anfreunden kann, oder nicht, entscheidet sich bei mir ofz schon bei den ersten Szenen. Dieser Film beginnt damit, dass ein alter Alkoholiker mit Wampe neben seiner jungen Gespielin aufwacht, woraufhin dieselbe dann einige Minuten ziemlich unmotiviert splitternackt herumläuft und uns die Gelegenheit gibt, uns an einer perfekt gebauten Mitt-Dreissigerin zu erfreuen. Völlig unwesentlich für die Handlung (ausser dass damit die edlen Gefühle des "Helden" am Ende erklärt werden sollen), auch nicht passend zum Film, weil der eigentlich mit Erotik nichts am Hut hat, aber offensichtlich haben das die alten Säcke Washington und Zemeckis einfach irgendwie genossen. Das erinnert schon ein wenig an die völlig unnötige Lesbenszene in "Vicky Christina Barcelona", die der tattrige Lustgreis Allen ja auch nur zur persönlicen Erbauung eingebaut hat. Mein Gott, was sind alte Männer peinlich! - hoffentlich bleibt mir das erspart...
Passend dazu macht der Film auch noch einen kleinen, ebenfalls unmotivierten Ausflug ins Porno-Millieu - offenbar für die Generation Internet, die mit 5 Jahren schon den hundersten Ar..fi. gesehen hat, und da muss man das Thema doch mindestens einmal in den Film einbauen. Man ist ja immer noch auf Höhe der Zeit, gell?
Nächster Tiefpunkt: der ewig-präsente John Goodmann (Publikum: "Oh, schau, das wird jetzt sicher lustig!") darf einen überdrehten Koksdealer mit goldenem Herz spielen. Ja, richtig gelesen: in einem Film, der sich mit dem Problem des Alkoholismus beschäftigt, ist ein Drogendealer der "comic relief". Später übrigens wird das geheiligte Kokain sogar zur (vorübergehenden) Rettung unseres armen Helden, weil es die Verwüstungen des Teufels Alkohol dank seiner wundertätigen Eigenschaften in Sekundenschnelle kuriert. Falls die kolumbianische Drogenmafia vorhat, einen Koks-Werbefilm für den gehobenen Mittelstand zu veröffentlichen, kann sie sich bedenkenlos bei diesen Szenen bedienen. Lieber Gott, lass Hirn regnen - und nicht nur auf die Macher, auch aufs Publikum...
Ach ja, dazwischen liegt ja noch der allseits gelobte, furchtbar realistische Flugzeugabsturz - in der das Flugzeug nach dem Start ca. 45° steil abhebt (suggeriert zumindest der Kamerawinkel), normale wetterbedingte Turbulenzen die Passagiere ungefähr so stark durchschütteln wie der Einschlag einer Rakete, diese Turbulenzen in bester Cowboy-Manier mit Full-Speed durchflogen werden (das Gegenteil wäre richtig, aber unser Held ist ja so furchtbar unkonventionell, und hat dabei immer recht), der Ausfall des Höhenruders letztlich die Triebwerke zum Brennen bringt, ein ober-cooler Pilot ohne die geringsten Zeichen von Anspannung einfach ALLES richtig macht (das lass ich mir vielleicht noch in einem Action-Reisser unterjubeln, aber nicht im "Problem-Drama mit inkludierter Charakterstudie"), ein unkontrolliert nach unten gedrücktes Flugzeug sich beim Rückenflug plötzlich PERFEKT stabilisiert, nach den Zurückdrehen plötzlich immer noch sehr hübsch segelt (jetzt schon ohne Motore), und bei der Bruchlandung auf einer Wiese keine hundert Meter rutscht bevor es zum Stillstand kommt (mein Gott, womit haben diese Deppen das ausprobiert - indem sie ein 30cm-Modell auf den Rasen geworfen haben?).
Nebenbei: einen wirklich "guten" Flugzeugabsturz gabs bei "The Grey" - der konnte einem Zuseher wirklich Paranoia bescheren, auch wenn der restliche Film Schrott war. Bei "Flight" sind die Ereignisse eher nur überzogener Hollywood-Kitsch.
Der nach dem Absturz gemessene Blutalkohol ist übrigens lächerlich niedrig - nach einer versoffenen Nacht, Alkohol zum Frühstück, und zwei kleinen Wodkas zwischendurch. Aber das Bild vom armen Alki, der mit seiner Sauferei überhaupt und gar nicht und sicher absolut nicht zum Ablauf des Unglücks beigetragen hat, war offenbar ein so zentrales Thema des Drehbuchs, dass man sich hier auch nicht erst lange mit Logik herumgeschlagen hat.
Washington spielt seine Rolle dabei routiniert, leider ist die Figur nicht wirklich glaubhaft. Gesund, potent, erfolgreich im Beruf (Reflexe, Koordination, Konzentration - alles top), keine Verwahrlosung (Wohnung), und das trotz einer jahrelangen Karriere als schwerer Alki - auch hier wieder: der simplen Story geschuldet, aber sicher nicht realistisch.
Merkwürdig diffus bleiben dabei auch die religiösen Anspielungen im Film: das Flugzeug köpft einen Kirchturm und überfliegt eine Gebets-Truppe, der Co-Pilot is ein christlicher Fundi, der Absturz wird unterschwellig als göttliche Fügung hingestellt, um den Helden wieder auf den rechten Weg zu bringen (ich weiss schon, dass "act of god" auch ein juristischer Begriff ist), aber so unentschlossen, dass das alles weder Fisch noch Fleisch ist. Einfach nur ein paar Meter mehr für einen eh schon überlangen Film.
Letztlich bleibt das Bild eines langatmigen, unentschlossen, oberflächlichen und mit sehr simplen Charakterisierungen arbeitenden Films, dessen Vermarktung voll auf den Hauptdarsteller zugeschnitten ist. Damit bleibt er Dutzendware, der man den prominenten Regisseur nicht anmerkt.
Die allgemeine Lobhudelei über diesen Film ist für mich ein Hinweis, dass die "anspruchsvolle" Seherschaft ihr Gehirn im Kino auch nicht intensiver benutzt, als der durschnittliche Popcorn-Kinogeher. Andere Zielgruppe, gleicher Schrott. Aber das gilt ja für die meisten medialen "Qualitätsprodukte".
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 4, 2014 10:59 PM CET


Scanners (Ungeschnittene Fassung) [Blu-ray]
Scanners (Ungeschnittene Fassung) [Blu-ray]
DVD ~ Jennifer O'Neill
Wird angeboten von media4com
Preis: EUR 12,97

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die "Koch"-BluRay könnte man jetzt eigentlich vom Markt nehmen..., 14. Dezember 2013
Die Rezension bezieht sich auf die BluRay von "Koch Media" (c) 2011 mit dem Vermerk "Ungeschnittene Fassung, Bild und Ton digital überarbeitet" am Cover.
Wie schon mehrfach geschrieben: kein echtes HD, sondern ein Upscale von einem Uralt-Master. Bild nur unwesentlich über dem Niveau einer guten DVD, Ton so lala, keine Untertitel. Der aktuelle Preis von gut 18 Euro (Stand 14.12.2013) ist für das Gebotene heftig überzogen. Zudem bieten seit einigen Monaten andere Labels "echte" HD-BluRays mit wirklich guter Bildqualität von diesem Film an, die man man mit ein bisschen Herumsuchen auch zu sehr zivilen Preisen erwerben kann.
Der Film selbst ist ein klassischer "Kult"-Film, der ausserhalb seiner eingeschworener Fangemeinde nicht allzuviele Zuseher überzeugen wird. Legendär (und Kult-begründend) sind der explodierende Kopf (dauert zwar nur zwei Sekunden, ist aber echt liebevoll gemacht, und kann auch bei eingehender Betrachtung in Slow-Motion noch bestehen) und das ziemlich blutige Schlussduell. Die Handlung ist jetzt nicht so der Bringer, die schauspielerischen Leistungen sind grossteils bescheiden, die Regie ist solide mit ein paar Ausreissern nach oben und unten, und generell sieht man dem Film sein doch eingeschränktes Produktionsbudget an.
Wer den Film noch nicht kennt, sollte vor einem Kauf evtl. Ausleihen oder einen Stream in Erwägung ziehen.


Philips SHO2200RD/10 O'Neill The TREAD In-Ear Kopfhörer (1,2 m Kabellänge) rot
Philips SHO2200RD/10 O'Neill The TREAD In-Ear Kopfhörer (1,2 m Kabellänge) rot
Preis: EUR 27,52

5.0 von 5 Sternen Solide, gut, und preiswert, 3. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich mache es kurz: Der Kopfhöhrer ist sicher kein audiophiles Auflösungswunder, hat aber ein sehr sauberes und ausgewogenes Klangbild - und das kann man von vielen doppelt und dreifach teureren In-Ears nicht behaupten. Der äußere Aufbau lässt zumindest vermuten, dass die gefährlichsten "Sollbruchstellen" entschärft wurden, und das ummantelte Kabel ist zwar nicht so flexibel wie ein dünnes, verheddert sich dadurch aber auch weniger, und sollte weniger bruchanfällig sein.
Einfach ein solides Produkt als "goldene Mitte" - kein Billigschrott, aber auch kein Highend, das man im mobilen Einsatz zu 99% nicht braucht (und das, trotz saftiger Preise, ebenfalls oft genug signifikante Schwächen hat).
Kann ich vorbehaltlos empfehlen.


JVC HA-FRD60-B Micro-HD In-Ear-Kopfhörer schwarz
JVC HA-FRD60-B Micro-HD In-Ear-Kopfhörer schwarz
Wird angeboten von annovaukde
Preis: EUR 42,90

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Phänomenale Bassprszision, Rest leider viel zu aggressiv, 3. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zuerst: Diese In-Ears liefern eine Präzision in der Basswiedergabe, die ihresgleich sucht. Sowas von "trockenen" Bassdrums habe ich noch bei keinem Kopfhöhrer erlebt, und auch bei Lautsprechern muss man danach schon in den oberen Preisregionen suchen (oder überhaupt auf eine PA ausweichen). Die Dynamik ist wirklich atemberaubend, allenfalls scheint mir der Tiefbass gegenüber dem oberen Bassbereich etwas überzogen - das ist aber noch kein Problem. Nach oben hin kann er das Niveau leider nicht halten, der Grundtonbereich ist etwas dünn, und darüberhinaus wirds - offen gesagt - nur noch grausam. Ich habe den Verdacht, dass hier ultraharte Membranen verwendet wurden (die Werbung spricht von "Carbon-Nanoröhren"), die zwar eine hohe Präzison in der Impulswiedergabe ermöglichen, aber leider (wie fast alle harten Materialien) bei höheren Frequenzen in Resonanzen aufbrechen und den Klang massiv verfärben.
80er-Jahre Pop z.B. mit exzessivem Exciter-Einsatz auf den Stimmen (evtl. nochmal nachträglich für die CD aufgefrischt) ist definitv unhörbar - da bohren duzende fiktive Heinzelmännchen Löcher in den Gehörgang. Aber auch bei Naturinstrumenten (Streicher in den hohen Lagen, Blech etc.) wird das Klangbild sehr rasch sehr, sehr nervig. Dadurch, dass es sich offenbar nicht einfach um Überhöhungen, sondern um Resonanzen "hoher Güte" (=langsam ausschwingend) handelt, bringt auch eine Korrektur mit dem EQ nicht viel - das Klangbild wird dann schnell muffelig, während die nervigen Frequenzen im Hintergrund immer noch fröhlich weitersingen.
Nur so nebenbei: Zum billigeren FCX-51 gibts ein paar Reviews, die behaupten, dass er zu leise wäre und überhaupt keinen Bass hätte. Das kann ich mir nur so erklären, dass durch eine ungenügende Steckverbindung (z.B. ungeeigneter Adapter - die in-ear-Stecker sind oft zu kurz für "normale" 3,5mm-Adapter) im Stecker ein Kurzschluss mit zwangsläufig resultierender Bassauslöschung auftritt.
Fazit: Zwei Sterne mögen etwas hart erscheinen, ich habe mich aber doch dazu entschlossen, weil der Kopfhörer mit seiner extrem penetranten Höhenwiedergabe so nervt, dass er (zumindest für mich) unter "unbrauchbar" fällt. Für 50 Euro kann man mehr erwarten, als ein auf Effekt gezüchtetes One-Trick-Pony.
Extreme Hardcore-Hörer mit Hornhaut auf dem Trommelfell können ihm ja mal eine Chance geben.


Star Trek 02 - Der Zorn des Khan
Star Trek 02 - Der Zorn des Khan
DVD ~ William Shatner
Preis: EUR 6,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide, nicht mehr., 27. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Trek 02 - Der Zorn des Khan (DVD)
Der Film wirkt wie eine überlange "Star Trek"-Episode. Die Fans wirds freuen, wer allerdings eher generell nach SF oder Action sucht, könnte enttäuscht sein.
An "Science Fiction" ist eigentlich nur das vorhanden, was man schon in den 60ern unter SF verstand. Die Story ist nicht übermäßig komplex, und das Tempo der Regie ist konstant (m.M.n. "konstant langsam"). Shatner/Kirk, eigentlich der Jüngste in der Stammbesetzung, kriegt gleich am Anfang vom Drehbuch eine Alterskrise verordnet, von der er sich nicht mehr erholt, was zu einem sehr lustlos wirkenden Captain Kirk führt. Irgendwie reissen einen die anderen Figuren auch nicht gerade mit, was wohl zum großen Teil am Drehbuch und den nicht gerade prickelden Dialogen liegt. "Khan" müht sich ja fleissig ab, nur hat er halt nicht viel, mit dem er arbeiten kann. Manche Szenen habe auch echtes "Trash"-Feeling (z.B. das Handgemenge Kirks, die "Selbstschuss"-Szene, oder die zitternde Hand Khans hinter Trümmern).
Production values: Man merkt, dass das Budget des Filmes etwas beschränkt war; es wirkt jetzt zwar auch nichts ausgesprochen billig, aber es fehlen halt die "WOW"-Effekte.
Bildqualität: Prinzipiell gut, die Farben sind kräftig, wenn auch etwas "verschwärzlicht". Kontraste passen sehr gut. Schärfe geht für einen Film von 1982 in Ordnung, allerdings gibt es z.T. ziemlich deutliches (oranges) Farbrauschen; nachdem es im Netz nirgends wirklich verlässliche technische Informationen zum Film gibt, lässt sich nicht sagen, ob das am Ausgangsmaterial oder am Master liegt. Furchtbar viel Luft nach oben wird aber wohl nicht vorhanden sein.
Originalton: Der symphonische Soundtrack von James Horner hat hervorragende Qualität, allerdings ist die Stimmwiedergabe (wohlgemerkt: der Originalfassung) sehr bescheiden. Das klingt alles irgendwie "topfig", und erinnert eher an einen 60er-Jahre Film - vermutlich ein Aufnahmeproblem. Auffällig ist, dass die BluRay sehr leise abgemischt ist; da muss man erst nachregeln, und beim nächsten Film wird einem dann das Trommelfell perforiert...

Fazit: Kann man sich einmal ansehen, ein Nicht-Fan wird den Film aber auch nicht vermissen.


Shaft [Blu-ray]
Shaft [Blu-ray]
DVD ~ Richard Roundtree
Preis: EUR 7,97

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Historisch wertvoll", aber nicht wirklich gut., 2. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shaft [Blu-ray] (Blu-ray)
Filmhistorisch und gesellschaftspolitisch betrachtet ist der Film ein Klassiker. Ein "schwarzer" Film, der großteils innerhalb der black community spielt, und die Weißen zu Randfiguren degradiert - in exakter Umkehrung der bis dahin üblichen Verhältnisse. Auch der gute "Alibi-Weiße" fehlt nicht, so wie Hollywood immer gerne einen edlen "Alibi-Schwarzen" einbaut, um sich gegen einschlägige Vorwürfe abzusichern.
Ausserdem ist der Film ein herausragender Vertreter des "Blaxploitation"-Genres, das ansonsten eigentlich (mit ganz wenigen Ausnamen) durch absolute Trash-Produktionen charakterisiert ist.
Abgesehen von diesen Aspekten hat der Film einem heutigen Zuschauer aber nicht wirklich viel zu bieten. Handlung, Dialoge, Regie, production values - das ist alles nicht gerade umwerfend, und ohne die politische Relevanz wäre der Film sicher schon längst sang-und klanglos in der Versenkung verschwunden.
Zur BluRay:
Das Bild ist in Anbetracht des Ausgangsmaterials sicher als gut bis sehr gut zu bezeichen. Der Film wird im Kino damals wahrscheinlich schlechter ausgesehen haben, und auch für die Zukunft ist keine bessere Version mehr zu erwarten. Die Bildwirkung ist "film-like", keine digitalen Artefakte, keine groben Verschmutzungen/Beschädigungen. Die Farben sind recht natürlich. Einzig der Schattenkontrast ist etwas hoch - hier hat man (wie üblich) mit Gewalt auf "Schwarz" gesetzt, was im Original wahrscheinlich nur (zeichnungsfrei) dunkelgrau war, und was das Bild manchmal etwas dunkel und "schwer" erscheinen lässt (jetzt hätte ich fast einen Witz mit "übertriebenen Schwarzwerten" in diesem Film gemacht - aber lassen wir das...).
Ton: Hier merkt man (quellbedingte) starke Einschränkungen. Die Sprachwiedergabe ist in vielen Szenen schlecht, z.T. sogar schwer verständlich. Richard Roundtree (Shaft) hat offenbar viele Szenen nochmals im Studio nachsynchronisiert (beim Rest dürfte das Budget nicht gereicht haben), und ist daher durchgehend klar und deutlich zu verstehen. Allerdings kommt es dadurch auch zu unnatürlichen Effekten, weil die Tonqualität bei Dialogen zwischen den Sprechern stark wechseln kann.
Anmerken möchte ich auch, dass die deutsche Synchronfassung durchaus sehens- bzw. hörenswert ist. In den 70ern hat man eben noch durchaus "anständig" synchronisiert - im Gegensatz zu dem lieblosen Geschmurfel talentfreier Sprecher, das man seit etwa zwei Jahrzehnten auch aufwendigen Produktionen angedeihen lässt.

Wertung: wer kein besonderes Interesse am Thema oder an der Ära hat, braucht den Film nicht wirklich in seiner Sammlung. 70er-Jahre-Freaks können sich den Film evtl. zur Vervollständigung zulegen, obwohl es da natürlich auch eine ganze Reihe Filme gibt, die zuerst mal interessanter sind. Und ein Blaxploitiation-Fan braucht sowieso keinen Ratschlag von mir.


Jack Reacher [Blu-ray]
Jack Reacher [Blu-ray]
DVD ~ Tom Cruise
Preis: EUR 7,97

9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kann es Hollywood wirklich nicht mehr?, 29. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Jack Reacher [Blu-ray] (Blu-ray)
Ein halbwegs solide gemachter Actionthriller sollte eigentlich eine gute Grundlage für eineinhalb bis zwei Stunden Unterhaltung sein. Und auf den ersten Blick sieht es hier auch ganz gut aus: prominente Hauptdarsteller, ein anständiges Budget, und eine erfolgreiche Buchreihe als Vorlage. Von der generellen Machart her (auch optisch) ist der Film dabei eher "klassisch" ausgelegt, also so etwa 80er, 90er Jahre - offensichtlich hatte man auch ein "reiferes" Publikum im Augen. Eigentlich sollte das immer ganz locker für solide drei bis schwache vier Sterne reichen; warum dann nur zwei Sterne von mir? Ganz einfach: Der Film macht etwas, das ein Unterhaltungsfilm nie darf - er verärgert und frustriert.
Hauptproblem (schon -zigfach angesprochen): Tom Cruise kann die Rolle einfach nicht stemmen. Körpergröße und -format sind da nicht mal das Hauptproblem, das könnte man kompensieren, aber er wirkt halt nicht mal 1% glaubwürdig. Man glaubt ihm weder den Elitesoldaten (TC hat offenbar null Erfahrung in martial arts), noch das investigative Superhirn, und schon gar nicht den einsamen Wolf. Es ist einfach nur Tom Cruise, der mit einem großen Schild ("Elitesoldat" - "Superhirn" - "Einsamer Wolf") durch den Film stapft. Ich meine - sooo ein schlechter Schauspieler ist er nun auch wieder nicht, das ist ja schon fast eine Extraleistung (zur Klarstellung: ich bin weder Cruise-Fan noch -Hasser). Nebenbei: hat sich Cruise mal gröber liften lassen? - Sein Gesicht und seine Mimik wirken manchmal schon fast grotesk unnatürlich.
Generell ist die Personenzeichnung überhaupt ein schwacher Punkt in dem Film. Damit entfällt schon mal der Hauptgrund, sich überhaupt für die Handlung zu interessieren (die Grundidee mit den "Kollateralschäden" ist eh' von der ersten Minute an offensichtlich, und nicht gerade nervenzerfetzend). Ich kann nicht sagen, was davon aufs Konto der Vorlage geht, und was der Regisseur verbrochen hat, aber ich tippe mal auf letzteren (McQuarrie ist ja nicht gerade ein vielbeschriebenes Blatt). Zeichen für eine schwache Regie sind auch die langweiligen Actionszenen, ins Leere verlaufende Handlungsstränge (z.B. die Opferbesuche) und immer wieder ein totales Fehlen von Liebe zu Detail (das übliche "für die Dödel vor dem Bildschirm ist es gut genug, so - who cares?").
Um ein Beispiel zu nennen ****SPOILER**** Wenn sich ein "Böser" mit zwei Pistolen hinter dem "Opfer" verschanzt, so erwartet man sich doch irgendeinen besonderen Trick des "Helden", um die knifflige Situation zu meistern? - Weit gefehlt, er schiesst halt einfach nur schnell und präzise (ohne zu zielen), und das wars. Das gleiche, wenn ein Passant Cruise bei der Flucht hilft - einfach so, ohne irgendeine Erklärung und Motivation (maximal noch "Assi hilft Assi", aber das muss man sich schon auf gut Glück selber zusammenreimen....) Einfach nur Publikumsvera*sche nach obigem Motto ("who cares?"). Das zieht sich noch dutzendweise durch den Film.
Auch die besseren Actionthriller der 80er und 90er haben ja öfters durch Logiklöcher und unrealistische Charaktere (und talentfreie Hauptdarsteller) geglänzt, trotzdem schafften sie es, zu unterhalten (und einen anderen Zweck hat ein solcher Film nicht). Leider scheint das 21. Jahrhundert ein sehr schlechter Boden für dieses Genre zu sein (genauso wie auch für SF; "Looper" war ja auch ein Ärgernis), und man kann nur auf eine möglichst vollständige und hochwertige Wiederveröffentlichung der "alten Schätzchen" hoffen. Mein Interesse an neuem Material hat mir "Jack Reacher" wieder für einige Zeit verleidet.


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von Natalia Hood
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht für Anfänger, und nicht mehr zeitgemäß, 18. Mai 2013
Der Kurs kommt aus einem renommierten (Sprachen-)Verlag, hat einen reisserischen Titel, und ist vergleichsweise günstig. Da sollt man doch nicht allzuviel falsch machen können, oder?
Erst mal zum Anspruch - was kann man als totaler Anfänger in 30 Tagen realistisch erwarten? Dass man sich orientieren kann, die gängigsten Floskeln im täglichen Umgang anwenden kann, Schilder u.ä. entziffern kann, und sich sonst halt irgendwie radebrechend und mit einem Taschenwörterbuch (oder einer "App") durchschlägt - wäre für mich logisch, oder? Immer noch besser als nix - ganz ohne jede Sprachkenntnis kann nämlich eine sehr unangenehme Situation sein, noch dazu in einem nicht wirklich "touristenfreundlichen" Land wie Russland.
Wie sieht es in diesem Schnellsiederkurs aus? Tag 1: komplettes kyrillisches Alphabet, inklusive Aussprache von ein paar Wörtern (v.a Städte- und Ländernamen, also "vertraute" Klänge). Keine weitere Hilfen oder Lerntipps, ausser ein dämliches Lernlied. Also mal ehrlich: das finde ich auch im Internet, und sogar besser. Zweiter Tag: Ein kompletter Begrüssungsdialog am Flughafen - genau das also, was man so nach zwei Tagen Sprachkurs können sollte - habe ich recht?
Null Didaktik, null garnichts. Man kommt halt als erstes am Flughafen an, also wird das die erste Sprachlektion. Nicht mal wenigstens ein Dialog mit Zollpersonal, oder eine Hilfe zu Hinweisschildern (dann wäre es noch irgendwie praktisch), sondern ein Gespräch mit der "Empfangsdame" - die in der Realität natürlich tadellos Englisch oder Deutsch könnte. Wirklich schwach, und einen ziemlich lieblosen Eindruck hinterlassend.
Das einzig positive: auf eine lateinische Umschrift der russischen Dialoge wurde verzichtet, man ist also gezwungen, von Anfang an kyrillisch zu lesen. Nicht komfortabel, aber sinnvoll.
Die Sprachaufnahmen (Dialoge, Übungen) sind auf nicht ganz 100 Wave-Files von jeweils 1-2 Minuten Dauer aufgeteilt (da kommen öfters noch einige Sekunden GEMA-freies Hintergrundgeklimper weg). Natürlich werden sich 90% der Kunden die Dateien sofort auf den Computer oder einen MP3-Player ziehen. Das ist jetzt schon mal etwas praktischer, ab auch nicht so wirklich. Wenn ich als totaler Anfänger eine Phrase in einem Dialog wirklich ins Ohr bekommen (und richtig wiedergeben) möchte, geht das gerade am Anfang eben nicht mit "einmal hören, einmal runtersagen", sondern nur mit -zigfachem Wiederholen. Selbst am Computer muss man dann auf gut Glück endlos im Media-Player rumklicken, mit MP3- oder CD-Player spielt es nicht mal das. Die in die Dialoge angehängten Vokabellisten sind leider NICHT nochmal als separate Audiofiles vorhanden. Hier denkt man sich wirklich: Warum kaufe ich Fossil mir eigentlich einen Kurs mit Buch? Das Ding entspricht 1:1 einem Tonbandkassetten-Kurs aus den 80ern - Hallo! Aufwachen!
Ich weiss schon, welcher Einwand jetzt kommt - und nein! "Mobil" wird mit dem Kurs auch niemand lernen. Welcher zivilisierte Mensch setzt sich in den Zug, und spricht halblaut übungshalber russische Dialoge nach? Ja, ich weiss, es gibt auch solche Kandidaten, aber sie sind gottseidank nicht der Normalfall.
Hier merkt man einfach: Der Kurs ist zwar (c)2011, aber gefühlt trotzdem aus dem vorigen Jahrhundert. Aber solange die Verlage das beigefügte Buch als praktischen "eingebauten Kopierschutz" betrachten und sich einer einer bildschirmgestützen Methode (Wort lesen - anklicken - hören) verweigern, ist das nun mal "Stand der Technik".

Kurz zusammengefasst: der Kurs wendet sich m.E. eindeutig an Personen, die "damals in der Zone" russisch gelernt haben, und es inzwischen wieder "total vergessen haben" - es in Wirklichkeit aber doch noch im Hinterkopf haben, und wieder auffrischen wollen; vielleicht ist er auch für jemanden geeignet, der bereits eine andere slawische Sprache beherrscht. Als echten Anfängerkurs für Menschen, die sich möglichst rasch rudimentäre Sprachkenntnisse (und mehr geht halt nicht in 30 Tagen) aneignen möchten, z.B. für einen Kurztripp nach Moskau oder einen Verwandtenbesuch in der Provinz, halte ich das Konzept nicht für geeignet. Und wer wirklich "anständig" Russisch lernen will, wird das auch nicht mit dem Nürnberger Trichter machen, sondern gleich einen Kurs an der Uni oder der VHS besuchen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 17, 2013 10:06 AM MEST


Cop Land
Cop Land
Wird angeboten von toppreis321
Preis: EUR 6,07

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Achtung - alte Fassung!, 2. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cop Land (Blu-ray)
Vorweg: ich habe die Bluray NICHT geöffnet, um sie wieder zurückgeben zu können.
Es gibt von "Copland" seit Ende 2011 / Anfang 2012 (je nach Markt) eine Neuauflage, die sehr gute Kritiken bezüglich Bildqualität erhalten hat - im Gegensatz zur Erstauflage, die einen wirklich (aber wirklich!) übelsten Ruf "geniesst".
Die unter diesem Angebot hier im "Marketplace" vorliegende Bluray ist unglücklicherweise die 2008er Fassung von "VCL Communications" - leider fehlt diese Angabe in der Produktbeschreibung. Es handelt sich hier also nicht um ein reguläres Sonderangebot von "Frischware", sondern um ein Überbleibsel von der Resterampe. Nicht empfehlenswert!

(3 Sterne vergebe ich fairnesshalber als "Neutralwertung", da ich die Bluray nicht persönlich getestet habe, sondern mich bezüglich der Qualität nur auf - verlässliche - Internetseiten berufen kann.)


Jurassic Park [Blu-ray]
Jurassic Park [Blu-ray]
DVD ~ Laura Dern
Preis: EUR 8,73

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der einzige relevante Teil der Trilogie, 25. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Jurassic Park [Blu-ray] (Blu-ray)
Wer nicht gerade ausgesprochener Jurassic-Fan ist, braucht nicht mehr als den ersten Teil. Nicht perfekt, mit ein paar Logiklöchern und Längen, aber halt doch ein Klassiker seiner Epoche. Teil zwei ist ziemlich belanglos und nervt mit seinem "ökokorrekten" Gehabe, und Teil drei ist sowieso absoluter B-Movie-Schrott, für den sich Spielberg erst gar nicht die Hände schmutzig gemacht hat. Die Dreier-Box ist in dem Fall eigentlich nur Geld-, Platz- und Resourcenverschwendung.
Bildqualität: geht so. Generell etwas weich und kontrastarm, evtl. hat man das aber auch absichtlich gemacht, um die Sprünge zwischen Real- und Tricksequenzen klein zu halten.
Zum angekündigten Remaster: da kursieren z.T. schon Screenshots im Netz. Sollten die authentisch sein, hat sich zwar bei den Realszenen einiges getan, die Mixes aus Real- und Computerbildern sehen allerdings weiterhin sehr bescheiden aus. Die Scan- und Ausbelichtungstechnik der frühen 90er war eben noch relativ prähistorisch, und die Auflösung der Computeranimationen wird von Haus aus nicht viel Luft nach oben lassen - ohne eine (extrem unwahrscheinliche) komplette Neuausarbeitung der originalen Tricksequenzen ist da einfach nicht mehr drin.


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