Profil für Adam Schmied > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Adam Schmied
Top-Rezensenten Rang: 2.685.026
Hilfreiche Bewertungen: 7

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Adam Schmied

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
23 Things They Don't Tell You about Capitalism
23 Things They Don't Tell You about Capitalism
von Ha-Joon Chang
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,67

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Very Convincing and full of Insights, 27. November 2011
I must admit that this book made me think as much about my own economic "knowledge" and behaviour as it made me think about the "free" market. It's all in there: microeconomics, business economics and a lot of macroeconomics carefully woven to an idea of what went wrong the last 20 years. This book debunked a lot of truths I saw as given and even as a scientific fact up to today. The reasoning is very simple, albeit it MAY seem a bit unscientific at times, as this book is intended for laymen first. Also, I am not a fan of oversimplistic metaphors, but they illustrate the author's opinion well enough. On the other hand Chang manages to append extremely interesting scientific articles underlying his observations; articles, I will definately read in the next few weeks. The structure of this book also captures readers with a more ideological approach by defining the commong types of economic viewpoints and offering the most relevant chapters in return, in order to be more persuasive. All in all a very interesting book for both laymen and professionals. I will keep an eye out for more Ha-Joon Chang.


Weniger Demokratie wagen: Wie Wirtschaft und Politik wieder handlungsfähig werden
Weniger Demokratie wagen: Wie Wirtschaft und Politik wieder handlungsfähig werden
Preis: EUR 18,90

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Politische Apathie mit politischer Ausgrenzung bekämpfen ?, 6. Oktober 2011
Der Titel ist ein Hinweis auf Willy Brandts Worte, welche Brandt am 28. Oktober 1969, zu Beginn einer linksliberalen Koalition mit Scheel von sich gab.

Während diese Koalition tatsächlich frischen Wind in die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse Deutschlands blies (§218, Mitbestimmungsrechte, Bildungsreform und Hochschulreform), scheitert dieses Buch kolossal und birgt keine frischen Ideen.

Angebliche, mangelnde wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit mit China und Asien wird erkannt, aber weder Anachronismus solcher nationaler Denkweisen auf einem globalen Weltmarkt, noch die Gründe für einseitige Außenhandelsverhältnisse werden ausreichend thematisiert.

Dass diese Wettbewerbsfähigkeit historisch bzw. soziologisch mit Asiens (noch) sehr dünne Mittelschichten begründet werden kann, scheint Herr Trankovit nicht zu interessieren. Ebenso scheint ihn nicht zu interessieren, auf welchen protoindustriellen, sklavenähnlichen Zuständen, die übrigens durch "untergehende" westliche Unternehmen und Verbraucher (Apple) gefördert werden, diese Konkurrenzfähigkeit basiert. Das China von Trankovits Kollegen in jedem Atemzug für Menschenrechtsvergehen gescholten wird, erinnerte mich ein wenig an Gedichte von Kurt Tucholsky ("Russland").

Wenn weniger (direkte) demokratische Beteiligung und somit ein Verlust des ohnehin kärger werdenden Lebensstandarts tatsächlich das Wunderheilmittel für die ökonomische Konkurrenzfähigkeit ist, ist als nächster Schritt die Sklaverei zu empfehlen.

Fazit: Das Buch ist allenfalls als Denkanstoß geeignet und bietet keine Lösungen für gegenwärtige Krisen, die im Interesse des bürgerlichen oder gar prekarischen Gemeinwohls liegen. Für "Leistungsträger" hingegen ein Geheimtipp.


Seite: 1