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Rezensionen verfasst von
Dr. Volker Köllner "v-koellner" (Homburg/Saar)
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23 Lügen, die sie uns über den Kapitalismus erzählen
23 Lügen, die sie uns über den Kapitalismus erzählen
von Ha-Joon Chang
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal ein spannendes Buch über Wirtschaft...., 26. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wirtschaft ist eigentlich nicht das Thema, das mich besonders interessiert. Allerdings wird gerade in politischen Diskussionen so viel mit wirtschaftlichen Argumenten begründet ("es wäre vielleicht politisch wünschenswert, aber wirtschaftlich gäbe es ein Fiasko...") daß man nicht um das Thema drum rum kommt....
23 Lügen... ist da ein hilfreiches Buch, denn es ist nicht nur klar und anschaulich geschrieben, sondern es räumt auch mit gängigen Vorurteilen auf, die von Neoliberalen immer wieder gern als Tatsachen verkauft werden. Wer wissen will, ob uns der freie Markt wirklich die beste aller möglichen Welten beschert, für den ist diess Buch ein absolutes Muß! Chang, Dozent für Wirtschaftswissenschaft in Cambridge und Berater von UN und Weltbank (!) schreibt nicht nur wissenschaftlich fundiert, sondern auch noch spannend abwechslungsreich, so daß das Lesen wirklich Spaß macht!


99 federleichte vegetarische Genussrezepte (GU Diät & Gesundheit)
99 federleichte vegetarische Genussrezepte (GU Diät & Gesundheit)
von Bettina Matthaei
  Taschenbuch

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gut machbare Rezepte nach Jahreszeiten geordnet, 26. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für mich als Alltags- und Hobbykoch ist es wichtig, daß die Rezepte leicht umzusetzen sind, sowohl was den Einkauf als auch was die Zubereitungszeit angeht. Beide Vorraussetzungen sind hier erfüllt, diemRezepte sind außerdem gut nachvollziehbar geschrieben. Was ich an dem Buch besonders mag, ist die Aufteilung nach Jahreszeiten, die es leicht macht, abwechslungsreich und mit saisonalen Produkten zu kochen. Alle bisher ausprobierten Rezepte waren wirklich lecker....


Neuromythologie: Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung: Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung (3., unveränderte Auflage 2013)
Neuromythologie: Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung: Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung (3., unveränderte Auflage 2013)
von Felix Hasler
  Broschiert
Preis: EUR 22,80

32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anschaulich und spannend geschrieben!, 26. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Felix Hasler räumt mit dem Mythos auf, daß nur das real ist, was sich mit Hilfe eines Scanners abbilden lässt. In den letzten Jahren flossen unglaubliche Mengen an Forschungsgelden in Projekte, die mit funktioneller Bildgebung des Gehirns zu tun hatten - Hasler zeigt auf, daß die Ergebnisse mehr als dürftig waren und daß das Selbstbewusstsein, mit dem neurobiologsich orientierte Forscher öffentlich auftreten, nicht durch Fakten gedeckt ist. Hasler sieht eine Ursache für den Bildgebungs-Hype in der Forschung darin, daß ein einseitig biologisch orientiertes Menschenbild, das psychische und soziale Aspekte außen vor lässt, sehr gut zu den Interessen der Geräte- und Pharmaindustrie passt. Nicht umsonst findet sich im Zentrum des Buches ein ausfürhrliches Kapitel über die Manipulation von Forschung durch Pharmagelder. Das Buch ist nicht nur spannend und anschaulich geschrieben, sondern die zentralen Aussagen sind wissenschaftlich nachvollziehbar belegt mit vollständigen Quellenangaben. Ein sehr lesenswertes Buch nicht nur für alle im Psych-Bereich tãtigen, sondern für alle am Leib-Seele-Problem und an neurowissenschaftlichen Fragen interessierten.


Bis ich dich finde
Bis ich dich finde
von John Irving
  Broschiert
Preis: EUR 13,90

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein feinfühliger Roman zu einem schwierigen Thema - leider mit Pharmawerbung, 27. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Bis ich dich finde (Broschiert)
John Irving setzt sich hier offener und klarer denn je mit dem Thema emotionaler und sexueller Mißbrauch auseinander als in seinen früheren Romanen. Geschildert wird die Lebensgeschichte von Jack Burns, der mit seiner Mutter aufwächst und zeitlebens seinen Vater sucht. Wie immer schildert Irving auch bizarre Situationen ohne erhobenen Zeigefinger und aus der Innensicht der handelnden Personen. Irving spannt einen Bogen über 40 Jahre und zwischen Europa und Amerika, in dessen Verlauf es Jack zunehmend gelingt, sich aus den Manipulationen seiner Mutter zu befreien. Ca. 900 Seiten habe ich gebannt gelesen und Jacks abenteuerlich Geschichte und Entwicklung verfolgt, gegen Ende verliert das Buch mit seinem Happy End jedoch zunehmend an Glaubwürdigkeit. Und ganz zum Schluß lässt Irving den armen Jack auch noch ein Antidepressivum einnehmen, das außerhalb des Romans von einer Pharmafirma mit viel Aufwand beworben wird. Warum dieses platte product-placement? Hat Irving Geldnot? Das unglaubwürdige Ende hätte ich angesichts meiner Begeisterung für die ersten 900 Seiten ja verziehen - für die Schleichwerbung gibt es aber einen Stern Abzug.
Trotzdem ein faszinierender und absolut lesenswerter Roman!
P.S. Das Antidepressivum wirkt übrigens nicht besser als preiswertere Vergleichspräparate und ob Jack es wirklich gebraucht hätte - ich glaube es nicht.


Ratgeber Schlafstörungen
Ratgeber Schlafstörungen
von Dieter Riemann
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

43 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solider Rat bei Schlafstörungen, 27. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Ratgeber Schlafstörungen (Taschenbuch)
Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen. Leider wissen viele Ärzte mit diesem Problem nicht viel anzufangen - was nicht selten den Griff zum Rezeptblock zur Folge hat.
Wer unter Schlafstörungen leidet und diese ohne Medikamente überwinden möchte, findet in diesem Buch kompetenten Rat. Zunächst werden die medizinischen Grundlagen von gesundem Schlaf und Schlafstörungen anschaulich dargestellt. Hierbei finden sich auch Hinweise auf Krankheitsbilder wie Schlafapnoe und Restless Legs Syndrom, denen mit Selbsthilfe nicht beizukommen ist und die ärztlicher Behandlung bedürfen. Bei der Mehrzahl der Betroffen sind aber aus der Verhaltentstherapie abgeleitete psychologische Techniken ausreichend, um den Teufelskreis aus Schlaflosigkeit, Sorgen und Streß zu überwinden. Ziel ist es, den Schlaf störende Denk- und Verhaltensweisen abzubauen, mit dem Thema Schlaf wieder gelassener umzugehen und so wieder zu erholsamen Nächten zu kommen. Man merkt, daß der Autor über langjährige Erfahrung in der Behandlung auch schwerer und chronischer Schlafstörungen verfügt.


Klinikführer: Stationäre psychosomatisch-psychotherapeutische Einrichtungen
Klinikführer: Stationäre psychosomatisch-psychotherapeutische Einrichtungen
von Henning Schauenburg
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kompaß für die stationäre Psychotherapie-Landschaft, 29. Juli 2007
In keinem anderen Land gibt es solch ein differenziertes System der stationären Versorgung in der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie. Im Jahr 2002 gab es 81 Fachabteilungen an Universitätskliniken und Allgemeinkrankenhäusern sowie Fachkrankenhäuser mit zusammen fast 3.000 Betten. Hinzu kommen in der psychosomatischen Rehabilitation über 15.000 Betten in 175 Fachkliniken. Alle diese Einrichtungen unterscheiden sich wiederum durch psychotherapeutische Grundorientierung, störungsspezifische Therapiekonzepte sowie die personelle Ausstattung und den Standard der Qualitätssicherung. Sowohl PatientInnen als auch zuweisende ÄrztInnen und PsychologInnen haben somit die Qual der Wahl, wenn es um die Entscheidung für eine stationäre Behandlung geht. Grundlage für eine solche Unterscheidung kann nur eine solide und umfassende Information über die jeweiligen Kliniken und ihre Behandlungsschwerpunkte sein.
Diese Information liefert der nun vorliegende Klinikführer Stationäre psychosomatisch-psychotherapeutische Einrichtungen. Er setzt die bewährte Tradition des Neun-Buches fort, das mit seinen 3 Auflagen bis 1994 gute Dienste geleistet hat. Zunächst gibt ein Einführungsteil Überblick über die historische Entwicklung sowie Versorgungs- und Organisationsstrukturen stationärer Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland. Dargestellt werden sowohl die Grundkonzepte als auch Daten zu den Bereichen Universitätsabteilungen und -kliniken, Abteilungen an Allgemeinkrankenhäusern, psychotherapeutische Abteilungen in psychiatrischen Kliniken, Fachkrankenhäuser und Rehabilitationskliniken ebenso wie rechtliche Grundlagen und Differentialindikationen der unterschiedlichen Versorgungsebenen.
Der gleichen Gliederung folgt im Verzeichnis der Kliniken die strukturierte Beschreibung von über 140 Einrichtungen mit den Angaben zur Adresse, Ansprechpartnern, Kostenträgern, voll- und teilstationären sowie ambulanten Therapieangeboten und Behandlungsschwerpunkten, personeller Ausstattung und Struktur der Klinik, therapeutischer Ausrichtung, Weiterbildungsbefugnis und Qualitätsmanagement. Die Daten wurden mit Hilfe eines Fragebogens erhoben und vom Herausgebergremium auf ihre Plausibilität überprüft. Die Aufnahme in den Klinikführer war für die befragten Einrichtungen kostenlos und das Buch ist frei von Inseraten von Klinikträgern oder anderen Interessengruppen. Damit hebt sich dieses Buch sehr wohltuend von kommerziell orientierten Führern ab, die zum Teil erhebliche Summen für die Aufnahme in ihre Verzeichnisse verlangen und zusätzlich noch Werbung enthalten. Dies ermöglicht zwar Hochglanz-Abbildungen der Kliniken, der Preis hierfür besteht jedoch im Verlust von Repräsentativität und Unabhängigkeit. Dieser Versuchung hat der Klinikführer widerstanden, was zu einer vergleichsweise unaufwendigen Gestaltung und dem Verzicht auf farbige Abbildungen der Kliniken führt.
Der Klinikführer bietet einen soliden und anschaulichen Überblick über die Leistungsfähigkeit und die Versorgungsstrukturen stationärer Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland. Das Klinikverzeichnis ist klar und übersichtlich gegliedert und mit über 140 aufgeführten Einrichtungen als repräsentativ anzusehen. Dieses Buch ist eine weite Verbreitung zu wünschen. Es stellt für ambulant tätige ärztliche und psychologische PsychotherapeutInnen sowie ÄrztInnen anderer Fachgebiete, die ihren PatientInnen eine auf soliden Informationen beruhende Empfehlung zur stationären Therapie geben wollen, eine große Hilfe dar. Auch Betroffene können sich mit seiner Hilfe ein eigenes Bild über Kliniken machen.


Stationäre Verhaltenstherapie: Behandlungskonzepte und Therapiemanuale
Stationäre Verhaltenstherapie: Behandlungskonzepte und Therapiemanuale
von Ernst J Borgart
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fundgrube für klinisch tätige Verhaltenstherapeten, 29. Juli 2007
Nachdem der ?Klassiker? zu diesem Thema, das 1994 von Zielke und Sturm herausgegebene Handbuch Stationäre Verhaltenstherapie, schon seit einigen Jahren vergriffen ist, liegt nun mit dem Werk von Borgart und Meermann wieder ein Buch zur stationären Verhaltenstherapie vor. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um ein vollständiges Handbuch, sondern um die Darstellung der Therapiekonzepte der Psychosomatischen Fachklinik Bad Pyrmont. Was dem Buch fehlt, ist ein einleitender Teil mit einer Übersicht über die historische Entwicklung und aktuelle Konzepte der stationären Verhaltenstherapie allgemein sowie Studien zu ihrer Wirksamkeit. Ebenso wenig finden sich Informationen zur Differentialindikation zwischen ambulanter sowie teil- und vollstationärer Verhaltenstherapie. Dieser Nachteil wird jedoch mehr als ausgeglichen durch die Anschaulichkeit und die Praxisnähe, mit der die einzelnen Therapieelemente beschrieben werden. Dargestellt werden sowohl das Behandlungskonzept, das System der Qualitätssicherung sowie die Organisations- und Ablaufpläne der Gesamtklinik als auch einzelne störungsspezifische und diagnoseübergreifende Konzepte. Da die Psychosomatische Fachklinik Bad Pyrmont nahezu das gesamte Spektrum der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie abdeckt, ist das Spektrum der dargestellten störungsspezifischen Konzepte entsprechend breit.
Ergänzt werden die störungsspezifischen Konzepte durch die Beschreibung diagnoseübergreifender Gruppentherapien, wie Training sozialer Fertigkeiten, Entspannungstraining, Genussgruppe, Körperwahrnehmungsgruppe sowie den Einführungskurs für neu aufgenommene Patienten. Hinzu kommen für die psychosomatische Rehabilitation spezifische Konzepte wie berufliche Belastungserprobung und Nachsorgeprogramme.
Die Kapitel zu den störungsspezifischen und diagnoseübergreifenden Therapiekonzepten und ?bausteinen enthalten jeweils kurze Abschnitte über das Störungsbild, Problem- und Zielanalyse, sowie Therapiedurchführung und ?evaluation. Es folgen eine Literaturübersicht und die in der Klinik verwendeten Therapiematerialien, wie z. B. Informationsblätter und Protokollbögen für PatientInnen und Manuale für TherapeutInnen mit detaillierten Beschreibungen der einzelnen Therapiesitzungen.
Abgerundet wird das Buch mit der Darstellung der Evaluationsdaten von inzwischen über 20.000 in der Klinik behandelten Patientinnen und Patienten.
Zusammenfassend kann das Buch nur als Fundgrube für VerhaltenstherapeutInnen in Klinik und Praxis bezeichnet werden. Es gibt einen Einblick in die Leistungsfähigkeit moderner, störungsspezifischer stationärer Verhaltenstherapie und beschreibt empirisch abgesicherte Behandlungskonzepte so detailliert, dass sie in der Einzel- und vor allem Gruppentherapie verwendet werden können. Den Autoren gebührt besonderer Dank dafür, dass sie in einer Zeit zunehmenden Konkurrenzdrucks zu dieser Transparenz und Kollegialität bereit sind.


Soziale Phobie
Soziale Phobie
von Ulrich Stangier
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Praxisnaher Überblick über neue Therapiekonzepte, 29. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Soziale Phobie (Broschiert)
Wer als praktisch tätige oder in Ausbildung befindliche PsychotherapeutIn aktuelle und praxisnah vermittelte Information zu Störungstheorien, Diagnostik und kognitiver Verhaltenstherapie bei sozialer Phobie sucht, wird hier fündig werden. Den Autoren ist es gelungen, auf gut 100 Seiten sowohl eine Beschreibung der aktuellen Störungstheorien bis hin zur Neurobiologie, der diagnostischen Kriterien und der diagnostischen Instrumente bei sozialer Phobie zu geben, als auch die Therapie so anschaulich darzustellen, dass ein gut ausgebildeter Verhaltenstherapeut nach Durcharbeiten dieses Manuals in der Lage sein wird, seine Behandlungstechnik auf den Stand des evidenzbasierten Wissens zu bringen. Hilfreich sind hierbei neben zahlreichen Fallbeispielen und Formulierungsvorschlägen die Protokoll- und Arbeitsblätter im Anhang des Buches.

Die Autoren legen überzeugend dar, dass die Therapie der sozialen Phobie bedeutend effektiver (und für die Patienten wohl auch weniger belastend) wird, wenn ein reines Konfrontations-/Habituationsparadigma verlassen wird. Letzteres ist bei der sozialen Phobie in der Praxis nur schwer umzusetzen, da es im Gegensatz z. B. zur Agoraphobie für Therapeuten nur schwer möglich ist, die Umgebungsbedingen einer Konfrontation in vivo bei ?peinlicher Situationen? so genau zu kontrollieren, wie es für eine effektive Durchführung notwendig wäre. Stattdessen wurden die Patienten zeitweise genötigt, sich diversen peinlichen Situationen auszusetzen, ohne dass hieraus ein therapeutischen Nutzen resultierte. Dieser Weg wird nun mit Hilfe eines an der Theorie von Wells und Clark orientierten Störungskonzepts verlassen. Als aufrechterhaltende Bedingung der Störung werden hierbei dysfunktionale Befürchtungen des Patienten bezüglich seines eigenen Verhaltens und seiner Außenwirkung auf Andere einerseits und katastrophisierende Annahmen über deren Reaktionen und Verhalten andererseits angesehen. Expositionsübungen werden deshalb gezielt geplant um solche dysfunktionalen Annahmen überprüfen zu können. Der Patient wird zunächst in einer vorbereitenden Sitzung dazu angehalten, seine Befürchtungen zu konkretisieren und Kriterien zu formulieren, mit der Hilfe er überprüfen kann, ob diese in der Realität zutreffen. Erst dann erfolgt die Konfrontation mit einer bisher vermiedenen Situation. Im Anschluss wird mit Mitteln der kognitiven Therapie überprüft, ob und in wie weit die Befürchtungen eingetroffen sind. Da bei der sozialen Phobie eine Komorbidität mit der selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung nicht selten ist, werden zusätzlich Möglichkeiten zur Modifikation eine negativen Selbstbildes dargestellt.

Ein spannend zu lesendes Buch, das ein neues Konzept zur Behandlung dieses häufigen Störungsbildes praxisnah darstellt.


Generalisierte Angststörung
Generalisierte Angststörung
von Eni S. Becker
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,95

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter Überblick über ein bisher unterschätztes Störungsbild, 29. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Generalisierte Angststörung (Taschenbuch)
Die generalisierte Angststörung ist mit einer Prävalenz 1,5% - 3% eine häufige psychische Störung, die allerdings oft nicht erkannt wird. Die Betroffenen suchen meist wegen Stress und anspannungsindizierter Symptome zunächst Hilfe im Bereich der Organmedizin. Lange Zeit als Restkategorie behandelt, werden nun in ICD-10 und DSM-IV klare diagnostische Kriterien definiert. Leitsymptom sind als unkontrollierbar erlebte Sorgen bezüglich mehrerer Lebensbereiche, die mehrere Stunden pro Tag anhalten und von den betroffenen häufig als unkontrollierbar erlebt werden.
In dem in der Reihe Forschritte der Psychotherapie erschienenen Band geben Becker und Hoyer einen knappen, aber gleichzeitig anschaulichen und verständlichen Überblick über das Störungsbild, seine diagnostischen Kriterien, das diagnostische Vorgehen sowie die Indikation zur Psychotherapie. Im Hauptteil des Buches werden die verschiedenen verhaltenstherapeutischen Methoden praxisnah geschildert:
- Psychoedukation
- Sorgenkonfrontation
- Kognitive Therapie nach Wells
- Angewandte Entspannung
Bei aller Kürze verzichtet die Autoren nicht auf Praxisbeispiele und Formulierungshilfen, so dass es einem gut ausgebildeten und klinisch erfahrenen Verhaltenstherapeuten mit Hilfe dieses Manuals möglich sein sollte, die beschriebenen Techniken in seine therapeutische Praxis zu integrieren. Ergänzt wird dieser Teil durch Hinweise zur medikamentösen Therapie und spezielle Behandlungsprobleme, die bei der Anwendung der o. g. Techniken auftreten können. Die praktische Anwendbarkiet wird noch erleichtert durch 3 herausnehmbare Karten, auf denen ein Leitfaden zur Diagnostik sowie Hinweise zur Durchführung der Konfrontation in vivo und der Sorgenkonfrontation in sensu kompakt dargestellt sind.

Das Buch beschränkt sich ausschließlich auf die kognitive Verhaltenstherapie, was von den Autoren auch klar benannt wird. Vom Verlag wäre es hingegen ehrlicher, die Reihe ?Fortschritte der Verhaltenstherapie? zu nennen. Am Ende des Bandes gehen die Autoren darauf ein, dass viele Patienten mit GAS auch interpersonelle Probleme und Defizite hinsichtlich der Emotionsregulation aufweisen, so dass die Möglichkeit besteht, durch Integration dieser Aspekte in den Behandlungsplan den Therapieerfolg weiter zu steigern.

Insgesamt ein sehr gelungenes Buch, das sowohl Krankheitsbild und Diagnostik als auch die verhaltenstherapeutischen Behandlung der generalisierten Angststörung kurz und prägnant darstellt. Bereits in der Praxis tätigen PsychotherapeutInnen gibt es ein gutes Update, AusbildungskandidatInnen aktuelles praxisnahes Grundlagenwissen über dieses häufige Krankheitsbild.


Ratgeber Generalisierte Angststörung: Informationen für Betroffene und Angehörige
Ratgeber Generalisierte Angststörung: Informationen für Betroffene und Angehörige
von Jürgen Hoyer
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hilfe für sorgengeplagte Menschen, 29. Juli 2007
Zur Mehrzahl der Bände aus der Reihe ?Fortschritte in der Psychotherapie? sind inzwischen auch ergänzende Patientenratgeber erschienen. Allerdings sind nicht alle Bände aus dieser Reihe wirklich gut, in einigen Fällen scheinen die Autoren die Patientenratgeber eher als Pflichtübung zusammengestellt zu haben.

Dies trifft jedoch auf keinen Fall auf den hier vorliegenden Ratgeber zur generalisierten Angststörung zu. Hierbei handelt es sich um eine psychische Erkrankung bei der die Betroffenen sich mehrere Stunden/Tag mit Sorgen zu den unterschiedlichsten Themen quälen, ohne wirklich einer Lösung näher zu kommen. Folge sind häufig Stresssymptome, wie Kopfschmerzen, Verspannungen Bluthochdruck, Herzbeschwerden,. Schlafstörungen oder Erschöpfung und Konzentrationsstörungen. Die Autoren haben große Mühe darauf verwendet, dieses eher abstrakte und schwer fassbare Krankheitsbild für Betroffene anschaulich darzustellen. Im Sinne eine Selbsthilfemanuals werden die Leser dazu ermuntert, aktiv mit dem Buch zu arbeiten, wobei insgesamt 12 Arbeitsblätter im Anhang sehr hilfreich sind. Diese beginnen mit einem Test, ob man vom Störungsbild betroffen ist, es folgen Blätter zur Einordnung von Sorgen hinsichtlich ihrer Bedeutung und ihrer Lösbarkeit sowie ein Problemlösebogen.
Ergänzt werden die Materialien durch eine Anleitung zur Progressiven Muskelentspannung. Sowohl die Langform dieses sehr wirksamen Entspannungsverfahrens als auch Kurzformen, die sich in nahezu allen Alltagssituationen anwenden lassen, werden gut nachvollziehbar dargestellt. Klar aufgezeigt werden auch die Grenzen eines Selbsthilfebuchs und die Nutzer des Ratgebers werden an den richtigen Stellen dazu ermutigt, professionelle Hilfe aufzusuchen. Hier finden sich konkrete Hinweise, wie Psychotherapeuten gefunden werden können, die mit diesem Krankheitsbild vertraut sind.

Insgesamt ein hilfreiches Buch für Menschen, die durch ständige Sorgen und Befürchtungen beeinträchtigt sind.


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