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Rezensionen verfasst von
Michael Ivantschik "michaelsafran" (Nordhorn)
(REAL NAME)   

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Ark
Ark
Preis: EUR 14,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Und doch eine betörend-hypnotische Platte!, 17. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Ark (Audio CD)
Vorweg sei gesagt, daß das neue Album des ex-Dead Can Dance Mitstreiters auf jeden Fall mehrere Hördurchgänge voraussetzt, um ganzheitlich erschlossen zu werden. Denn Brendan Perry schlägt wieder einen musikalischen Haken, der sich von seinem ersten Solowerk "Eye of the hunter" deutlicher nicht unterscheiden kann. War die erste Soloplatte noch akustischer Zeitlupenfolk der ganz besonderen Art, so ist "Ark" eine fast rein elektronische Scheibe geworden, die dem Hörer vorallem eines abverlangt - konzentriert zuhören und sich fallenlassen.
Perry ist und bleibt zunächsteinmal ein Kritiker der Menschheit. Doch die Texte seiner neuen Songs sind dieses Mal auch politischer Natur, und das auf extrem deutliche und unverschlüsselte Art und Weise. Hier findet keine Dylan'sche Kryptografie statt, sondern Perry bezieht glasklar Stellung gegen Krieg, Manipulation und die Politik an sich.
Verpackt hat der Besitzer einer Kirche in Irland diese Texte in klangauftürmende Elektromusik, die von der ersten Sekunde an betört. Der Opener "Babylon" ist Gänsehaut pur und zählt zu den emotionalsten Kompositionen Perrys überhaupt. Hier strahlt die Erhabenheit frühere Dead Can Dance Songs à la "Ulysses" durch. Die Percussion und die aufwühlenden Keyboards tragen ihr eigenes dazu bei.
Doch dann kommt es für Fans alter DCD Scheiben knüppeldick! "The Bogus Man" ist eigentlich Trip Hop reinsten Wasser und punktet mit einem pumpend-düsteren Beat und schicksalhaften Sampelchören. Perrys Stimmer jedoch wieder ist der vertraute Bekannte, der jeden Hörer bannt.
"Wintersun" setzt das Experiment des australischen Iren fort, in dem es nach einer langen Phase ohne Beat und nur basierend auf dunklen Keyboardlinies durch den Rhythmus des Computers eine ganz andere Farbe bekommt. Ob das dem Song gut tut oder in zerstört, ist tatsächlich Ansichtssache.
"Utopia" hatte Perry als Vorab-Appetizer schon im Netz veröffentlicht und für das Album nur am Songende leicht verändert. Dieser Song ist, wenn auch nicht der beste, aber dennoch der gelungenste der Platte, da er sehr schlüssig das Konzept des Albums vermittelt und dabei immer eingängig bleibt.
Inferno dagegen ist auch nach mehrmaligem Hören als schwächster Song zu bezeichnen. Nicht nur, daß der plakative Text über die negative Allmacht des Fernsehens oberflächlich und veraltet wirkt, sondern die teils eingestreuten Beats zerstören den Fluß der Atmosphäre und lassen das Lied unschlüssig wirken.
Doch "This Boy" macht fast alles wieder wett. Eine massiv- düstere Elegie über den Krieg ist dem Sänger hier gelungen, die bedrohlich und traurig wirkt, die keine Hoffnung aufkeimen läßt, die nur verbrannte Erde zeigt. Nur Schlagzeug und wenige Keyboardspuren begleiten Perry und zeigen, daß weniger mehr ist. Freunde von "Eye of the hunter" wird der Song bannen.
"The devil and the deep blue sea" ist meiner Meinung nach ein dermaßen gelungener Song, der aber auch aufzeigt, daß Perry Experiment ein schmaler Grat ist. Das Lied wird von einem tranceartigen Beat dominiert, den man sicher auch hassen kann. Aber das Lied bekommt dadurch einen hypnotischen Fluß, daß man sogar tanzen kann. Perry singt auch hier wieder gar brillant und trägt die Stimmung perfekt zum Hörer.
Zum Schluß gibt es, wie nicht anders zu erwarten, einen überlangen und dunklen Song à la Brendan Perry. Und "Crescent" fängt einfach gut an. Wenige Keyboards umhüllen Perry und seinen kryptischen Text. Doch die kurze Zeit später einsetzende, arabische Percussion paßt irgendwie nicht so recht. Und dann müssen auch noch diverse exotische Zupfinstrumente herhalten, die dem Song nun gänzlich ihre Wirkung nehmen. Auch hier wäre weniger mehr gewesen, zumal der Text diese Überfrachtung überhaupt nicht verträgt.
Doch insgesamt hat Perry eine der besten Veröffentlichungen des Jahres abgeliefert, die jederzeit ungewöhnlich ist und oft einfach nur genial klingt!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 9, 2011 10:33 PM CET


The Raven
The Raven
Preis: EUR 20,99

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein audiophiles Meisterwerk großartiger Folkmusik, 10. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: The Raven (Audio CD)
Oft verhält es sich mit audiophilen Aufnahmen wie mit Blattgold auf einem Eisbecher, schön, edel, aber eigentlich überflüssig. Rebecca Pidgeon macht mit ihrem Debüt auf DEM Edellabel Chesky Schluß damit.
Ihre fabelhafte und anschmiegsame Stimme ist das perfekte Instrument für ihre feinen und wunderschönen Folksongs, die geschickt Jazzelemente und keltisches einweben.
Mit "Kalerka" und "The witch" startet sie flott durch, doch sie kann auch ruhiger sein. Insgesamt sind ihre Songs reif, ausgewachsen und nie langweilig. Bei "Grandmother" beweist sie ihre große Schreibklasse und schafft den Höhepunkt einer nie schwachen Platte.
Doch sie hat sicher bei den Brüdern Chesky sowie Chefingenieur Bob Katz was gut, denn diese haben einen nicht geringen Anteil an der Wirkung des Albums.
Und ich werde ohne Übertreibung sagen, daß diese CD die Speerspitze der audiophilen Musikgeschichte ist. Der geschmeidige und extremst transparente Klang definiert diese Genre quasi. Hier schafften alle Beteiligten einen einmaligen Spagat zwischen natürlichem und unbelassenenm Klang und der Tatsche, daß es immer spannend bleibt. Das kommt in dieser Kompromißlosigkeit sehr, sehr selten in dieser Szene vor.
Alleine die räumliche Darstellung ist eine harte Probe für eine Hifi- Anlage. Doch erst der konturierte Bass und der superbe Gitarrenklang lassen Klangfanatiker richtig wach werden. Tja, wenn das alles wäre, dann wäre hier trotzdem noch nichts passiert, was es nicht schon woanders gäbe. Erst die sicherlich beste Stimmaufnahme in der Geschichte der Popmusik schafft dieses einmalige Gefühl. Die Pidgeon hat einen enorm präzisen Stand im Raum, aber ihre Stimme hat diese unfassbare Luft und Freiheit und diese kein Detail unterschlagende Direktheit, die so genial ist.
Dem ganzen die Krone setzt der durchsichtige und das Mastersound Studio perfekt mit einbeziehende Gesamtiklang auf. Bob Katz und David Chesky positionierten die Musiker geschickt und effektvoll und bauten hie und da räumlich überraschende Auftritte ein, die das Erlebnis so besonders machen.
Kurz gesagt gehört diese CD in jede gute audiophile Plattensammlung und sollte regelmäßig gehört werden, um mal wieder festzustellen, wie sche.... eigentlich viele Aufnahmen (auch audiophile) klingen.


Enigma Variations/the Planets
Enigma Variations/the Planets

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DIE Sternstunde der Sternenmusik, 13. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Enigma Variations/the Planets (Audio CD)
Gustav Holsts orchestrale Deutung der damals bekannten Planeten (also bis zum Uranus) ist eines der beliebtesten Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts geworden und hat sogar Filmkomponisten wie John Williams bis hin zur Plagiatur beeinflußt. Letztlich kann man sagen, daß diese unglaublich bildlichen Stücke die musikalische Geburtsstunde des Science- Fiction sind, so gewaltig und greifbar hat Holst die Planeten gedeutet. Dieses Werk ist selbst für "Klassikmuffel" ein Faszinosum, da es zu keiner Sekunde langweilig oder gleichförmig ist, sondern jeder der Planeten sein eigenes Thema bekommen hat. Wer als kaum- Klassikhörer die Star Wars Melodien mag, der sollte sich schleunigst das "Original" besorgen.
Und dies am besten in dieser Interpretation durch Sir Adrian Boult. Die englische Dirigentenlegende weiß wie kein anderer, Holst zu deuten und umzusetzen. Dies ist aber auch kein Wunder, denn Boult hat auf Wunsch von Holst persönlich die Uraufführung 1918 geleitet und das Werk danach 5 Mal auf Tonband gebannt. Diese seine letzte Version ist gleichzeitig DIE EINE, die es in der Tonträgergeschichte gibt. Sein "Mars" ist ein strammer Krieger von Kraft und Präzision, seine "Venus" eine unfaßbahre Schönheit. Doch wenn Boult dann mit seinem Orchester auf den "Jupiter" zufliegt, dann hat das etwas von endloser Eleganz und unglaublichem Swing. Der Apparat tanzt förmlich und der Hörer gleich mit. Bis zum mystischen Finale des "Uranus" bleibt Boult ein großer Kenner des Werkes und nach dem letzten Ausklang des Chores erweckt sich der Eindruck, daß diese Aufnahme perfekt ist. Punkt.
Kein anderer Dirigent hat jemals zuvor und danach all diese Stücke so verinnerlicht und mit einem derart perfektem Timing eingespielt. Hier müssen selbst die Einspielungen von Zubin Mehta und Andre Previn aufgeben, ganz zu schweigen von den im Vergleich doch arg mißlungenen Aufnahmen Karajans und Gardiners.
Nicht zuletzt ist diese CD ein letzter phantastischer Beweis für die unglaubliche Akustik der Kingsway Hall. Diese Planeten klingen einfach irre! Sagenhafte Streicher, kerniges Holz, berstende Dynamik und eine räumliche Ausleuchtung, die ihres gleichen sucht sind das Ergebnis der stupend- analogen Aufnahmetechnik von 1978.
Diese CD gehört in jede Sammlung, da sie rundum perfekt ist!


Dresden
Dresden
Preis: EUR 18,98

73 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Garbarek in Höchstform und ein außerordentlich frisches Konzert!, 6. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Dresden (Audio CD)
Auf den ersten Blick ist es schade, daß Eberhard Weber auf dem ersten Livemitschnitt des Saxophonisten überhaupt nicht dabei ist. Weber, der krankheitsbedingt schon länger ausfällt, wird aber auf der aktuellen Tour mehr als kongenial vom E-Bassisten Yuri Daniel ersetzt. Und ohne ketzerisch seien zu wollen, klingt die aktuelle Group um den Norweger mit Daniel am Tieftöner irgendwie auch frischer und jünger. Nichts gegen Weber, aber Yuri Daniel setzt gekonnt und virtuos markige Akzente, die auch Garbarek in einem viel vitaleren Licht stehen lassen.
Und so spielen die vier genialen Musiker ein wunderbar harmonisches Set aus Altem und Neuem, aus Klassikern und weniger gehörten Stücken.
Ein Höhepunkt und eine Überraschung gleich zu Beginn ist die entfesselte Version von "Paper nut", einem Stück, daß Garbarek eigentlich mit dem indischen Geiger Shankar aufgenommen hatte.
Insgesamt überzeugt jeder einzelne der vier Musiker mit gekonnt- virtuosen Beiträgen. Sogar Rainer Brüninghaus, der früher schon zu romantisierend gespielt hatte, trumpft wieder mit schönen und jung wirkenden Soli. Gerade bei bekannten Stücken, wie "The tall-tear trees" oder "There were swallows" beweist der Deutsche, daß er eine kongenialer Partner ist.
Über Manu Katchés Fähigkeiten noch weiter zu schreiben, ist wie Eulen nach Athen zu tragen. Er ist und bleibt ein Genie und der flexibelste Schalgzeuger überhaupt.
Ach ja, Jan Garbarek selber scheint die Umstrukturierung der Gruppe sichtlich gut getan zu haben. Seine Soli sind deutlich unpathetischer als früher und jetzt bekommen die Noten aus seinen Instrumenten wieder die richtige Bedeutung. Es macht wirklich SPaß, einen gereiften und doch wieder frischen Musiker zu hören, der sichtlich Spaß an seinen Stücken hat.
Dieser Livemitschnitt ist für alle Garbarek Freunde und sogar für die, die den wichtigsten europäischen Jazzmusiker der letzten Jahrzehnte noch nicht kennen, eine wahre Freude und Entdeckung zugleich.
Tolle Platte!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 12, 2009 10:42 AM MEST


Harvest
Harvest
Preis: EUR 7,99

51 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Klassiker endlich in wunderbarem Remastering, 9. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Harvest (Audio CD)
Für die, die dieses Album noch nicht kennen, sei gesagt, daß dies Neil Youngs kommerziell erfolgreichste und vorallem bis heute bei weitem bekannteste Platte ist. Und das natürlich vornehmlich wegen "Heart of Gold", einem Song, den wohl irgendwie fast jeder halbwegs musikhörende Mensch auf Erden kennt.
Insgesamt schwebt Young hier zwischen wunderbarem Folk ("Out on the weekend", "Old man"), brachialem Rock à la Crazy Horse ("Alabama") und Orchesterschmonz ("A man needs a maid", "There's a world"). Dieser Stilmix ist nicht einfach auf einem Album zu vereinbahren und doch hört man jeden Song irgendwie gerne, was wohl auch an Neil Youngs ureigenem Pathos liegt, der über jedem Lied schwebt.
Und all die vielen Jahre, die die CD nun existiert, hat sich Mr. Young gegen ein Remastering gestemmt. Klangafficionados mußten schon zur DVD-Audio oder zum Vinyl greifen, um dieses Meisterstück in bester Qualität zu genießen, denn die original CD war und ist ein klanglicher Schrotthaufen mit Abwrackprämiencharakter.
Doch nun ist Schluß mit Kompromissen, denn das neuerliche Remastering auf der vorliegenden CD ist extrem gelungen. Die Klangbalance ist perfekt und das Stereopanorama wurde auf Originalniveau gehievt. Alles klingt luftig offen und atmet jetzt richtig. So muß diese Platte klingen. Es ist fast perfekt - fast. Denn wer die Vinyl- Wiederauflage von Warner Music von Anfang des Jahrtausends mit der Katalognummer 075992723916 kennt, der weiß, daß es tatsächlich noch besser geht. Dort ist der Bass noch straffer, die Höhen funkeln etwas mehr und der Gesamtsound ist noch dynamischer.
Es ist nun Spekulation, welches Mastering näher am Masterband ist, aber Fakt ist auch, das die neue CD dennoch die Wünsche vieler "Harvest" Fans erfüllt und das Album nun auch im Sound da ist, wo es hingehört, nämlich in die Riege der wunderbarsten Platten der populären Musikgeschichte.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 22, 2011 9:50 PM CET


The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen (US-Kinoversion)
The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen (US-Kinoversion)
DVD ~ Aaron Stanford
Preis: EUR 5,83

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neuer Maßstab des Horrors!, 1. Juli 2008
Daß Alejandro Aja ein Megatalent ist, zeigte bereits sein Ertsling "High Tension", der, trotz wirrer Handlung, viel vom Ajas Verständnis von Horror, tabuloser Gewaltdarstellung und den damit verbundenen menschlichen Abgründen zeigt. Da kam ihm Wes Craven als Produzent für dieses Remake wohl gerade recht.
Zusammen reaktivieren sie einen der großen Klassiker der Horrorfilgeschichte und machen ihn zu einem neuen und noch größeren.
Aja gelingt es, des Genre des Splatter-/Gorefilmes auf ein völlig anderes Niveau zu hieven und dem Horrorfilm eine neue Krone aufzusetzten.
Die Geschichte um eine Familie, die auf Geheiß eines Tankwartes mitten in der amerikanischen Pampa eine Abkürzung nimmt und dann Peu à peu von durch amerikanische Atombombenversuche mutierten Menschenbestien auf grausamste Art und Weise gemeuchelt wird, ist einfacher und unkomplzierter Stoff, dessen Handlung aber relativ egal ist und nur als Stütze für den blutigsten und kompromißlosesten Film unserer Tage dient.
Und Kompromißlosigkeit hat sich Aja auf die Regieklappe geschrieben, denn seine Art, die tabulose und total menschenverachtende Gewalt der Mutanten dem Zuschauer direkt und extrem schmerzerfüllend vors Gesicht zu werfen, ist bahnbrechend. Selbst gestandene Genrefans werden sich wünschen, vor dem Film nichts gegessen zu haben, so sehr schockiert z.B. die Überfallszene, in der die Mutanten das Kind entführen.
Doch dies ist keine billige und vorallem niemals verherrlichende Abfilmung von Blutspritzerei, sondern hat immer eine abgründige Seite, die sicher auch durch die guten Darsteller getragen wird.
Im letzten Drittel drückt Aja so sehr auf das Ekelgaspedal, daß Filme wie "Hostel" dagegen ins Vormittagsprogramm gehören. Im Showdown versucht der Vater des Kindes seinen kleinen Sohn aus den Zwängend der Peiniger zu befreien und sein Rachefeldzug hinterläßt eine blutige Spur aus abgetrennten Gliedmaßen, zertrümmerten Köpfen und enormer, körperlich herausgebrüllter Wut!
Mit diesem Meisterstück des Horrors manifestiert Aja dann auch die neue, eurpäische Sichtweise des Genres quasi als Vorzeigearbeit. Schnell, hart, kompromißlos, tabulos und abgründig sind Stichworte, die das neue, eurpäische Horrorkino an die Spitze getrieben haben. Und Aja kann ihr Anführer werden! 6 Sterne, wenn es 6 gäbe!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 25, 2008 1:13 AM MEST


The Turn of a Friendly Card
The Turn of a Friendly Card
Preis: EUR 5,99

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Project in Höchstform!, 22. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: The Turn of a Friendly Card (Audio CD)
Gleich vornweg sei gesagt, daß alleine der Opener dieses fünften Alan Parsons Project Album das wenige Geld wert ist. "May be a price to pay" brilliert mit knochentrockenen Drums, einer fantastischen Hookline und einem genialen Arrangement. Hier schweben Andrew Powells treibende Streicher über irre Gimmicks und tolle Details, wie das "Gambler" Piano im Mittelteil. Elmer Gantry schließlich macht das Lied zum zweitbesten Opener der Project Geschichte (nach "I Robot", das nicht zu besiegen ist).
"Games people play" dann ist ein weiterer Reißer, der der kongenialität des Duos Parsons/Woolfson zeigt. Denn der Tontechniker veredelt die perfekte Popkomposition mit tollen Effekten und treibend- trockenen Sounds.
"Time" dagegen ist mit Sicherheit die dreisteste Pink Floyd Kopie überhaupt und kann auch durch Woolfsons wunderschöne Stimme nicht gerettet werden.
Aber dennoch ist dieses Album eines der songorientiertesten Werke der Projects und klingt wie aus einem Guß. Hier passen sich die fesselnden Instrumentals wie "The gold bug" und "The ace of swords" wunderbar harmonisch in das Feld der sehr gelungenen Vocal Songs ein. Dies gelang dem Duo hier besser, als auf allen anderen Alben. Das mag dann auch an der gelungenen Sängerauswahl liegen, bei der das Duo wieder auf Lenny Zakatek, Elmer Gantry und Chris Rainbow zurückgriff und Eric Woolfson das erste mal ans Mikro ging. Alleine John Miles hätte ich mir für den Opener gewünscht.
Und nebenbei zeigt die "Turn of a friendly card" Suite auch noch, welch famoser Musicalkomponist Woolfson eigentlich war und ist. Und "Nothing left to loose" was für ein fantastischer Sänger er ist.
Produktionstechnisch reicht auch dieses Album nicht an "I robot" heran, aber es ist eine saubere, ultratrockene und brilliante Aufnahme, die ganz klar aufzeigt, daß Parsons in den 70er und frühen 80er der Imperator über die Analogtechnik war und niemand anders diese so gut und virtuos beherrscht hat.
Das Remaster ist äußerst gut gelungen und bietet alle Details, tiefe und konturierte Bässe, aber vielleicht etwas überzogene Höhen. Aber dieser Fakt zieht sich durch die ganze Remaster Serie; leider.
In Verbindung mit den gerade für Technikfans interessanten Bonustracks ist diese CD aber natürlich ein Muß. Nicht nur für Parsons Freaks.


Time Passages [Remastered]
Time Passages [Remastered]
Preis: EUR 18,37

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die perfekte Schönheit der Melodien!, 11. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Time Passages [Remastered] (Audio CD)
Daß Al Stewart sein künstlerisches Opus Magnum "Year of the cat" nicht toppen konnte, war ihm bei den Aufnahmen zum Nachfolger "Time passages" sicher bewußt. Weshalb er und sein damaliger Produzent Alan Parsons sich im Davlen in L.A. einbunkerten, um das Überwerk zumindest produktionstechnisch zu toppen. Dies ist ihnen voll auf gelungen!
Und so ist "Time passages" soundtechnisches Breitwandkino der Blochbustersorte geworden. Ein Album, was bis ins kleinste Detail perfekt aufgenommen und gemixt ist. Parsons hat sich in dieser Kunst, deren unangefochtener Großmeister er in der 70ern war, selbst übertroffen und die schönste Produktion seiner Technikerkarriere abgeliefert; die "Tales... und "I robot" eingeschlossen. Tiefgehend wie der pazifische Ozean, breit wie der Grand Canyon und vollformatig wie "Ben Hur" zählt dieses Album zu den größten Popproduktionen der 70er.... und aller Zeiten!
Doch Stewarts Kompositionen waren auch prädestiniert für einen derartigen Overkill. Das Titelstück mit seiner kühlen und erzählenden Schönheit oder das treibende "Valentina way" konnten so nur Volltreffer werden. Mit dem atmosphärisch einmaligen Unterwasserepos "Life in dark water" gar hob sich die Synergie zwischen Stewart und Parsons auf ein höheres Niveau. Dieser Song ist groß, großartig, genial und gänzlich perfekt im Writing und in der Umsetzung. Parsons hatte wirlich viel von Pink Floyd gelernt.
Mit "Almost Lucy" gelingt Stewart sogar ein akustisches Kabinettstück, das dermaßen audiophil ist und trotzdem ein kleiner, schöner Song bleibt.
Mit "The palace of Versailles" und "Song on the radio" gibts dann nochmal zwei Widescreen Songs par excellence, die Stewart in Höchstform zeigen, gleichzeitig aber auch beweisen, daß eine derart hochpolierte Produktion nur von einer sanften, erzählerischen und doch fesselnden Stimme, wie die von Al Stewart, beherrscht werden kann.
Und genau diese Perfektion kommt einzig und allein in diesem genialen Rhino Remaster zur Geltung. Die Überspielspezialisten in L.A. haben es geschafft, das königliche Klangbild behutsam zu entstauben und es zu einem nie dagewesen Glanz zu verhelfen. Dagegen ist die orginale EMI Disc kompletter Müll!
Al Stewart und Alan Parsons begehen hier den berühmten schmalen Grat, stürzen aber nie ab. Ein perfektes Popalbum!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 9, 2016 12:21 PM CET


Elixir
Elixir
Wird angeboten von -uniqueplace-
Preis: EUR 12,68

49 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierender Trip ins Reich der Trommeln und Gongs, 7. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Elixir (Audio CD)
Wer Marilyn Mazur auch nur einmal live erlebt hat, weiß um ihren innigen und aufreibenden Einsatz an ihrem Instrumentarium und das Charisma, das sie ausstrahlt. Bei Jan Garbarek Gigs ist sie für viele der eigentliche Star und ihre Präsenz ist sowohl von musikalischer als auch physischer Natur.
Und nun ballt die kleine Dänin ihre ganze Energie und füllt ihr neues, wunderbares Album damit. Und bei diesen Sessions war kein geringerer las Jan Garbarek in einigen Stücken ihr Partner und Mitmusiker. Eine weise Wahl. Er verleiht diesen eh schon geheimnisvollen und exotischen Stücken den einen mystischen und unerklärlichen Touch, der ihn weltberühmt gemacht hat. Und: Er spielt das erste mal seit 20 Jahren (!!!) wieder seine Flöte auf einem Tonträger.
Doch Mazur weiß auch ohne ihren kongenialen Partner zu fesseln. Ihre Exkursionen an diversen Trommeln, Gongs, Klings, Blechen und anderen Klangmachern sind von intuitiver Struktur, Schönheit und Mystik, von subtiler Kraft und unterbewußter Macht. Ihre rythmisches Können ist in Verbindung mit ihrem bildhaften Spiel auf den Percussions einzigartig. Man vermißt zu keiner Zeit Melodien oder Harmonien und ebensolche Instrumente, sondern lässt sich ganz auf dieses puristische Experiment ein.
Dazu gesellt sich ein fantastischer Klang, der jeden Sound genau darstellt, wundervoll dynamisch und transparent ist.
In einer immer gleichförmiger und unerträglicher werdenden Welt des Poplärmes und der dynamiklosen Berieselung ist dieses Wunderwerk eine Erholung.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 6, 2009 3:03 PM MEST


Places
Places
Wird angeboten von J A Z Z w o r k s
Preis: EUR 15,90

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düstere und mäanderartige Kompositionen des Meisters!, 15. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Places (Audio CD)
“Places” ist ein weiteres, erstaunlich dunkles Beispiel für Garbareks Gabe, enorm plastisch und sichtbar zu komponieren. Sein wahrscheinlich düsterstes Album läßt in nur vier Stücken wolkenverhangene Täler und vernebelte Berge vorüberziehen. So als ob der Tag nie ganz hell würde. Es ist eine mystische und auch bedrohliche Atmosphäre, die dort entsteht. Und Garbareks Ton hat hier nichts jubilierendes und hymnisches, sondern bleibt eher bedeckt und unharmonisch. Dies passt aber auch zu John Taylors mahnender Orgel und Bill Connors bedrohlicher Gitarre. Einzig “Entering” ist ein sanfter Sonnenschein und beruhigt mit einer wohligen Wärme. Die Faszination, die von dieser Platte ausgeht, ist der Fluss des Spiels, der in den Stücken deutlich zu hören ist. Auch wenn es im Grundsatz keine positive Atmosphäre besitzt, so bildet die Gruppe eine geschlossene Einheit. Gerade Taylors Orgel ist eine fundamentale Basis für diesen Eindruck. Und Jack DeJohnette leistet wieder sparsame, aber exzellente Rhythmusarbeit für die beiden Hauptsolisten. Jan Garbareks zurückhaltendes Spiel zeigt auch hier enorme Klasse und dieses Album bürgt bespielhaft für seine außergewöhnliche Flexibilität und Qualität.


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