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Rezensionen verfasst von
Tobias Tancredi (Wien, Österreich)

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Malala - Ihr Recht auf Bildung
Malala - Ihr Recht auf Bildung
DVD ~ Malala Yousafzai
Preis: EUR 12,99

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein oberflächliches Portait eines außergewöhnlichen Mädchens, 30. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Malala - Ihr Recht auf Bildung (DVD)
>>>>> Eilige Leser mögen bitte hinunterscrollen zum Resümee, - das sind nur zehn Zeilen. <<<<<

--- Originaltitel: He Named Me Malala. Ein im Oktober 2015 in den Kinos angelaufener Dokumentarfilm des amerikanischen Regisseurs, Produzenten und Oscar-Preisträgers Davis Guggenheim.
--- Länge: 87 Minuten, Altersempfehlung: FSK ab 6 Jahren, FBW: Prädikat besonders wertvoll.
--- Formaler Aufbau: Der Film besteht etwa zur Hälfte aus Aufnahmen, die mit der Familie Yousafzai in Birmingham/ England und auf Reisen gedreht wurden. Etwa ein Viertel sind animierte Sequenzen, welche vergangene Ereignisse aus Malalas Kindheit in Pakistan rekonstruieren. Ein weiteres Viertel besteht aus Archivmaterial, zB. aus privaten und Pressefotos.
--- Erzählweise: Assoziative, bisweilen sprunghafte Montage ohne Einblendungen der Jahreszahl des gerade Gezeigten.
--- Inhalt: In zahlreichen, meist kurzen Rückblenden nimmt Guggenheim Bezug auf Malalas Kindheit in Pakistan. Hauptthema ist jedoch das Alltagsleben der Familie Yousafzai 2014/15 in ihrem britischen Exil. Über ein Jahr lang begleiten der Filmemacher und sein Team die Bildungsaktivistin zu Hause und auch auf einigen Reisen, zB. nach Kenia, in die syrisch-jordanische Grenzregion und zum Präsidenten Nigerias.
--- Zusätzliche Materialien für den Unterricht und für Seminare auf Deutsch: Es gibt ein 23-seitiges Filmheft auf von der Twentieth Century Fox Germany, welches speziell für die Vorführung an Schulen konzipiert wurde. Es enthält Arbeitsblätter, didaktische Hinweise und eine Chronologie der Ereignisse für Jugendliche. Ein ähnlich aufgemachter 20-seitiger Diskussionsführer (Hg. Journeys in Film) richtet sich an Erwachsene und enthält brauchbare Infos und Links. Beide Broschüren sind als pdf downloadbar.
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--- DIE RÜCKBLENDEN:
~ Aufgewachsen im pakistanischen Swat-Tal, führt Malala vorerst ein ganz normales Leben. Sie geht in die von ihrem Vater gegründete Privatschule und spielt und lernt mit Freundinnen. Als die Taliban ab 2005 von Afghanistan in ihre Stadt kommen, verändert sich allmählich alles. Nachdem sich ein fundamentalistischer Radioprediger das Vertrauen der Bevölkerung erschlichen hat, werden die Parolen radikaler und die Übergriffe häufiger.
~ Die Taliban übernehmen die Kontrolle über immer weitere Teile des gesellschaftlichen Lebens. Sie sprengen Schulen und versuchen den Unterricht für Mädchen zu verbieten. Sie verteufeln westliche Medien und Waren und verbrennen öffentlich Computer und DVDs. Wer sich wehrt, setzt sich Drohungen und Übergriffen aus. Die Namen von Sündern werden namentlich mit Lautsprechern in der ganzen Stadt bekanntgemacht. Die Genannten sind damit gebrandmarkt und müssen um ihr Leben fürchten.
~ Malalas Vater gehört zu den wenigen, die sich auflehnen. Ziauddin spricht öffentlich gegen die Taliban und bringt damit sich und seine Familie in Gefahr. Im Jahr 2009, mit elf Jahren, beginnt Malala unter einem (später gelüfteten) Pseudonym ein Tagebuch für eine Website der BBC zu führen, in welchem sie von ihrem alltäglichen Leben und den Repressalien der Taliban erzählt. Sie wird in Pakistan und bald auch im Ausland bekannt.
~ Inzwischen gibt es öffentliche Auspeitschungen und Hinrichtungen. Ziauddin erhält Morddrohungen. 2009 führt die pakistanische Armee eine dreimonatige Militäroperation gegen die Taliban im Swat-Tal durch, - mit mäßigem Erfolg. Der Rückhalt der Taliban in der Bevölkerung ist groß.
~ Über die weiteren Ereignisse wurde in den Medien ausführlich berichtet, - daher hier nur wenige Stichworte: 2012 überlebt Malala nur knapp einen Mordanschlag der Taliban. Die Familie emigriert nach England. Nach ihrer Genesung setzen sich Malala und ihr Vater weiterhin für die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen und für die Schulbildung von Kindern überall auf der Welt ein. 2014 wird sie die jüngste Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten. Ihre Botschaft: Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern. Mit Unterstützung der Unesco wird eine internationale Stiftung gegründet.
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--- HINTERGRÜNDE, DIE NICHT ODER NUR INDIREKT ANGESPROCHEN WERDEN:
~ Das traditionelle islamische Bildungswesen lehnt westliche Bildung ab und setzt sie mit christlicher Erziehung gleich. Bildung wird reduziert auf die Vermittlung von islamisch-religiösen Wissen. (Klaus Hock) Bis Malalas Buch in Pakistan offiziell zugelassen wird, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Schon 2013 haben zwei große Privatschulverbände einen landesweiten Anti-Malala-Protesttag ausgerufen. Als Marionette des Westens würde sie Propaganda gegen den Islam und Pakistan betreiben, so die Begründung.
~ Pakistan ist ein korrupter islamischer Staat mit mangelhafter wirtschaftlicher Entwicklung und Rechtsstaatlichkeit. Gewaltakte stehen auf der Tagesordnung. Pakistan ist eine Atommacht mit bald 200 Millionen Menschen; ein gesellschaftlich und regional zerrissenes Land zwischen streng religiösen, rückwärtsgewandten und untereinander zerstrittenen Kräften einerseits und einer modernen westlichen Ausrichtung anderseits.
~ Für Bildung gibt das Land weniger aus, als für die Subventionen der nationalen Fluggesellschaft. Auch für Atomwaffen ist genügend Geld vorhanden. Jedoch verfügen 50 Prozent der Schulgebäude (laut Unesco) über keine Elektrizität. Sechs von zehn Kindern gehen nicht auf eine weiterführende Schule. Im Global Gender Gap Index 2015 (Ranking über die Gleichstellung der Geschlechter), rangiert Pakistan von 145 Ländern auf Platz 144.
~ Zwar wird die Reise von Malala zum Präsidenten Nigerias gezeigt, doch es bleibt unerwähnt, dass eine islamistische Terrormafia ganze Landesteile unter Kontrolle hat. Boko Haram (frei übersetzt: Westliche Bildung ist Sünde) hat seit 2009 etwa 14000 Menschen getötet. Von den im Jahre 2014 entführten 276 Schülerinnen werden bis heute 219 vermisst (Stand März 2016).
~ Die Familie Yousafzai ist vor Verbrechern geflohen. Die Taliban, Isis usw. sind gewalttätige Organisationen mit faschistoiden Zügen und politischem Einfluss bis in die höchsten Ränge. Sie manipulieren, erpressen, entführen, versklaven, morden. Guggenheim präsentiert uns (zu den schon genügend vorhandenen) noch einen weiteren zahmen Bericht, in welchem kriminelle Taten von muslimischen Extremisten nicht klar beim Namen genannt, analysiert und verurteilt werden.

--- AKTUELLE RANDBEMERKUNG:
Ich schreibe diese Zeilen Ende März 2016. Vor wenigen Tagen hat im nordpakistanischen Lahore hat ein Selbstmordattentäter mindestens 70 Menschen mit in den Tod gerissen, und über 300 verletzt, als er sich auf einem Kinderspielplatz in die Luft sprengte. In dem Park waren viele christliche Familien zusammengekommen, um Ostern zu feiern. Die meisten Opfer waren Frauen und Kinder. Die Detonation war so stark, dass die Leichenteile weit im Park verstreut wurden. Der Taliban-Ableger Jamaat-ul-Ahrar erklärte kurz nach der Tat, Ziel des Anschlags seien Christen gewesen. An Pakistans Ministerpräsident Nawaz Sharif gehe die Botschaft, dass man in Lahore Fuß gefasst habe. "Er kann machen was er will, aber er wird uns nicht stoppen können. Unsere Selbstmord-Attentäter werde solche Anschläge wiederholen." (Deutsche Welle)
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--- BEWERTUNG DES FILMS:
> 1) Das Hauptgewicht dieser Doku liegt auf dem Privatleben der Familie im englischen Exil. Guggenheim möchte uns die Nobelpreisträgerin (auch) als ganz normalen Teenager mit ganz normalen Interessen und Problemen vorstellen. Malala beantwortet die Fragen mit entwaffnender Ehrlichkeit, und manchmal mit Verlegenheit. Die Stärke des Films liegt in dieser persönlichen Begegnung. Wir erleben eine junge Frau, die uns erstaunlich nahe kommt. (FBW)
> 2) Doch anderseits: Ist es wirklich wichtig, dass Malala jetzt gerade für Roger Federer schwärmt? Ist es wichtig, dass sie manchmal mit ihrem Bruder streitet, oder dass sie gerade eine schlechte Note in Mathe bekommen hat? Hätte dafür vielleicht eine weniger aufwändige Fernseh-Doku ausgereicht? Vielleicht wäre es wichtiger über die deprimierende Qualität der staatlichen Schulen in ihrem Heimatland zu sprechen; und darüber, dass die Koranschulen keinerlei behördlicher Kontrolle unterliegen?
> 3) Die Animationen: Es hätte reichlich authentisches Filmmaterial, auch über das Leben Malalas im Swat-Tal vor dem Attentat gegeben, welches hier leider nicht verwendet wird. Stattdessen nehmen die nett gemachten Animationen viel Raum ein. Es entsteht eine seltsam leichte Atmosphäre, die so gar nicht zum blutigen Terror und den Widersprüchen der Islamischen Republik Pakistan passt.
> 4) Die unruhige, ständig vor und zurück springende Erzählweise lässt Zuschauer ohne Vorkenntnisse im Unklaren über die Chronologie der Ereignisse. Der Rezensent David Ehrlich spricht treffend von einer bizarren narrativen Struktur.
> 5) Die legitime Frage nach dem Erfolg des Engagements der Familie Yousafzai und der Stiftung taucht im Film nur am Rande auf. Zwar werden Stipendien an arme Familien vergeben, Petitionen verschickt, Vorträge gehalten, usw., doch das machen viele andere Hilfsorganisationen auf ähnliche Weise. Was wurde sonst bewirkt? Preise und Auszeichnungen sind nicht wichtig, meint Ziauddin, auf Veränderungen kommt es an. Bei dieser Zielsetzung ist die Erfolgsbilanz bislang ernüchternd. Wie formuliert es Ziauddin so berührend? "Es ist so schwer auf dieser Welt, etwas zu bewirken. Wir bemühen uns, aber oft nützt es nichts. Wir müssen dennoch weitermachen und dürfen nicht aufgeben."
> 6) Das Schicksal der Kinderrechtsaktivistin und ihre geringen Erfolge können nicht herausgelöst werden aus der gesellschaftspolitischen Situation im Land. In Pakistan können nur reiche Familien ihren Kindern eine gute Ausbildung ermöglichen, - in Privatschulen. Ob und wie es möglich ist, das ineffiziente erstarrte islamische Bildungssystem zu reformieren und den Bedingungen der Moderne anzupassen, - das ist die eigentliche brisante Frage, die sich in Pakistan, Nigeria und vielen anderen Ländern stellt. Dazu schweigt Guggenheim.
> 7) Stattdessen entsteht beim Zuschauer das übliche (im Westen beliebte) falsche Bild: Das Hindernis für den Aufbau einer liberalen Zivilgesellschaft wären die Terroristen von den Taliban oder Isis. Nicht wirklich; die Extremisten sind nur ein Symptom. Das eigentliche Problem (nicht nur im Bildungssektor) ist eine breite konservativ-islamische geistliche Führung, die mit den einflussreichen fundamentalistischen Organisationen sympathisiert und nicht daran denkt, ihnen den Boden zu entziehen. Auch dazu schweigt Guggenheim.
> 8) Falsch gewähltes Medium: Große teure Kinodokus sind auf einen globalen Markt ausgerichtet und haben einen unvermeidlichen Hang zur Simplifizierung und Banalisierung.
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--- RESÜMEE:
~ Zweifellos ein gut gemeintes Projekt. Herausgekommen ist jedoch eine belanglose, weil unkritische und unpolitische Dokumentation mit geringen Besucherzahlen in den Kinos und verhaltener Aufnahme in der Presse. Ein hoher Aufwand mit einem dürftigen Ergebnis.
~ Die Mängel des Films bestehen weniger darin, was gezeigt wird, sondern darin was unausgesprochen bleibt. Die Frage nach dem antiquierten Verhältnis des traditionellen Islam zu Schule und Bildung wird nur indirekt thematisiert. Es fehlen die für ein tieferes Verständnis unentbehrlichen Hinweise auf die Ursachen des Islamismus und dessen ablehnender und entwicklungshemmender Haltung gegenüber modernen Medien, akademischen Standards, Wissenschaft und Forschung.
~ Ein mutloser Film über ein mutiges Mädchen; Emotionalisierung statt Kontextualisierung. Guggenheim hat die faszinierende Biografie einer bewundernswerten jungen Frau auf eine banale und oberflächliche Weise abgearbeitet. Ein Film, der ängstlich darauf bedacht ist, politisch korrekt zu sein und bei muslimischen Zusehern nicht anzuecken. Trotzdem gab es bislang in Pakistan keine Aufführungen.

--- ALS SCHULFILM GEEIGNET?
So manche Rezensenten und Lehrer sehen in Jugendlichen und Schülern das Zielpublikum des Films. Zweifellos gibt es einen gewissen Schulfilm-Touch: Junge Protagonistin, Vorbildwirkung, relevante Themen, vereinfachende und etwas langweilige Umsetzung, Diskussionsstoff, offizielle Empfehlungen. David Ehrlich meint kritisch: "This movie should be shown in schools across the world, and absolutely nowhere else." Ich kann diesem etwas zynischen Argument nichts abgewinnen. Die Inhalte einer schwachen Doku werden auch durch die Diskussion in der Klasse und durch die besten Erklärungen eines Lehrers nicht besser. Immerhin können Lehrer im Unterricht aufzeigen, wie man eine gute von einer misslungenen Dokumentation unterscheiden kann. Die beiden oben erwähnten Broschüren (Filmheft und Diskussionsführer) leisten teilweise gute Dienste. Die Fakten sind auch hier stark geglättet, doch meist klarer und informativer, als der Film selbst.

--- ALTERNATIVEN:
Wer sich über Malala etwas genauer informieren möchte, hat bessere Möglichkeiten. An erster Stelle sei die 2014 erschienene Biografie 'Ich bin Malala' empfohlen. Wer das Buch auch nur quergelesen hat, wird im Film wenig Neues finden. Lesenswert sind auch die Wikipedia-Artikel über die Taliban, Boko Haram und Malala, sowie die zahlreichen fundierten Artikel, welche in allen Qualitätsmedien publiziert wurden. Es gibt auch eine ältere, wesentlich aussagekräftigere, in Pakistan gedrehte Fernseh-Dokumentationen von Adam B. Ellick (New York Times), welche im Oktober 2012 in deutscher Bearbeitung im ZDF gelaufen ist und von Youtube downgeloadet werden kann.


POCKET-QUIZ: SPANISCH aktiv
POCKET-QUIZ: SPANISCH aktiv
von Palmira Lopez
  Sondereinband

5.0 von 5 Sternen Nur für Anfänger, 29. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: POCKET-QUIZ: SPANISCH aktiv (Sondereinband)
Dieses Spanisch-Quiz Besteht aus 50 kleinen Karten, die beidseitig bedruckt sind. Auf der Vorderseite sind drei Fragen mit Zeichnungen und auf der Rückseite die Antworten, ebenfalls mit Zeichnungen. Ein Ratespiel, ein durchdachtes Frage-und-Antwort-Spiel, - zum unterhaltsamen Spanisch-lernen. Man erweitert den Wortschatz und übt die Grammatik.

Ejemplo (1): Pregunta: Como se mueven estos animales? ' pez, rana, pájaro (con dibujos pequeños) - Respuesta: el pez nada, la rana salta, el pájaro vuela. Ejemplo (2): Pregunta: El hermano de tu madre es tu ... Respuesta: tío.

Pocket Quiz Spanisch aktiv ist schon in der achten Auflage erschienen, was mich nicht wundert. Es ist grafisch wirklich nett gestaltet, die kleinen bunten Zeichnungen sind sympathische Hingucker. Alle Fragen und Antworten auf A1-Niveau, daher ist diese Produkt nur für das erste (und ev. noch für das zweite) Lernjahr geeignet.

Mit 'Sondereinband' ist die kleine Faltschachtel gemeint, in welcher sich die Kärtchen befinden. Die Alterseingrenzung hier oben auf dieser Seite (12-13 Jahre) kann ich nicht nachvollziehen und stimmt auch nicht mit den Angaben des Verlags überein. Korrekte Altersempfehlung: ab 12 Jahre und für Erwachsene.

Pocket Quiz ist eine Erfolgsserie des Moses-Verlags. Es gibt mittlerweile ca. 80 Ausgaben, von Shakespeare bis Fußball. Allerdings sind einige vergriffen. So auch das Pocket Quiz Spanisch-Grammatik.

Alle Ausgaben sind nur für Leute mit guten Augen geeignet. Zeichnungen und Schrift sind sehr klein.


Amigos virtuales: Spanische Lektüre für das 1. Lernjahr. Mit Annotationen und Zusatztexten (Teen Readers - Spanische Lektüren)
Amigos virtuales: Spanische Lektüre für das 1. Lernjahr. Mit Annotationen und Zusatztexten (Teen Readers - Spanische Lektüren)
von Jaime Corpas
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,10

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aprender facilmente, 24. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jorge und Edurne sind sechzehn Jahre alt. Sie lernen sich in einem Chatroom kennen und entdecken, dass sie beide in Madrid wohnen, gar nicht weit von einander. Das baskische Mädchen Edurne ist erst vor kurzem nach Madrid übersiedelt. Von nun an chatten die beiden regelmäßig. Sie lieben die gleiche Band, tauschen Fotos aus und finden sich sympathisch. Bald möchte Jorge Edurne in der Wirklichkeit kennenlernen, doch sie sagt nein. Warum? Das möchte sie nicht sagen.

Allereinfachstes Spanisch auf 33 Textseiten. Dazu einige Illustrationen und viele erklärende Fußnoten bei etwas schwierigen Vokabeln. Spätestens nach dem ersten Lernjahr problemlos zu verstehen. Einige Übungsaufgaben (drei Seiten) samt Lösungen erhält man als Download.

Jaime Corpas, Verfasser von mehreren ähnlichen und ebenso gelungenen Readern, versteht sein Handwerk. Erstaunlich, dass man mit einer so stark vereinfachten Sprache so nette Geschichten schreiben kann.

Resümee: Eine sensible, leider sehr kurze Erzählung, - gefühlvoll, ohne unglaubwürdig zu werden. Ein vorbildlicher Brückenschlag zwischen Lesevergnügen und Spanisch lernen. Geeignet für den Unterricht auf A1-Niveau. Keine Audio-CD, kein Audio-Download.

Ebenso zu empfehlen ist das etwas umfangreichere Büchlein 'Fiesta sorpresa en Chinchón' vom gleichen Autor (Reihe Los Fernánez). Hier gibt es viele gute Übungen (16 Seiten) direkt im Anhang; die kompletten Audiotracks kann man von der Verlagswebsite downloaden. Ebenfalls A1-Niveau.


El paquete (Lecturas españolas)
El paquete (Lecturas españolas)
von Maria Wagner Civera
  Broschiert
Preis: EUR 4,95

5.0 von 5 Sternen Una lectura agradable, 16. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: El paquete (Lecturas españolas) (Broschiert)
Das Büchlein hat nur 18 Textseiten sowie einige Abbildungen. Dazu gibt es einige Sprachübungen, die man vor, während und nach dem Lesen machen kann. Lösungen zu diesen Aufgaben findet man keine, auch nicht auf der Website des Verlags.

Eine ausgesprochen kurzweilige und liebenswürdige Geschichte, - mit einer charmanten Schlusspointe. Die unkomplizierte, klar strukturierte Handlung spielt in der spanischen Stadt Valencia.

Hauptfigur ist die sympathische, 14-jährige Schülerin Alicia. Der Briefträger bringt ihr eines Tages ein geheimnisvolles Päckchen: ein einzelner Schuh, ein alter Liebesbrief und ein Foto befinden sich darin. Was soll das bedeuten? Das fragt sich das Mädchen, und mit ihr die LeserInnen.

Erforderliche Sprachkenntnisse: Allereinfachstes Spanisch auf A1-Niveau, mit reichlich Anmerkungen zum Vokabular: Jedes Wort, das nur etwas schwieriger sein könnte, wird übersetzt oder erklärt; selbst Wörter wie olvidar, correr, el ladron oder el pie. Wer schon etwa ein Jahr Spanisch gelernt hat, wird kein Wörterbuch brauchen. Erzählt wird fast nur im Presente, selten im Preterito perfecto, kein Indefinido.

Unangenehm aufgefallen ist mir der kleine gedrängte Schriftsatz: Mit der Schriftgröße und dem Abstand der Zeichen und Zeilen hätte der Verlag etwas großzügiger sein können.

Resümee: Ideal für Spanisch-Anfänger, - als unterhaltsame Abwechslung für zwischendurch. Geeignet als Begleitmaterial für den Sprachunterricht. Das Büchlein richtet sich vorrangig an eine junge Leserschaft, und ist auch für Erwachsene eine Freude.


Es muy fácil, ¿verdad? Einfach Spanisch lesen (dtv zweisprachig)
Es muy fácil, ¿verdad? Einfach Spanisch lesen (dtv zweisprachig)
von Erna Brandenberger
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ungeeignet für Anfänger, 18. Oktober 2015
Das Doppelseiten-Konzept an sich finde ich wunderbar: Links das spanische Original, rechts die deutsche Übersetzung. Das Taschenbuch enthält etwa 30 kurze klassische Texte, quer durch die Jahrhunderte. Kurzgeschichten, Ausschnitte aus epischen Werken, Sachtexte, Gedichte, Rätsel, Witze, Aphorismen. Die Autoren sind Juan de Timoneda, Eduardo Galeano, Pedro Salinas, Luis Mateo Díez, Juan de Robles, Fernán Caballero und andere mehr.

Nur wenige dieser spanischen und lateinamerikanischen Texte sind für Anfänger auf A1/A2 Niveau leicht zu lesen. Ich finde auch nur wenige unterhaltsam oder interessant. Eine seltsame Auswahl, schade. Der Titel des Buches, die Beschreibung als ''Text für Einsteiger'' (mit nur einem Stern) und die bunt einher schwebenden einfachen Wörter auf dem Cover führen in die Irre bei der Kaufentscheidung. Die meisten dieser Texte sind durchaus anspruchsvoll. Von 'muy fácil' kann keine Rede sein.

Hier eine Probe von zwei Sätzen (S 88): Si pretendía afrontar la amenaza, blandiendo el bastón el gruñido se convertía en un borboteo de rabia...'y el jugador, asustado, se rajaba. Continuaban con este juego - en el cual el banquero no llevaba ventaja alguna - hasta que la Manuela que iba la misa primera ponía fin a chulería del perro.

Für Anfänger empfehle ich: Abanico español, Spanien in kleinen Geschichten. Einfache, dennoch interessante Texte. Doppelseiten-Konzept. Gleiche Reihe im gleichen Verlag; von Mercedes Mateo Sanz.


Wild Tales - Jeder dreht mal durch!
Wild Tales - Jeder dreht mal durch!
DVD ~ Ricardo Darín
Preis: EUR 5,31

16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Phantasien von Wut und Rachgier, 19. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Wild Tales - Jeder dreht mal durch! (DVD)
Vorbemerkung=Nachbemerkung vom 28-März-15: Nach der Flugzeugkatastrophe der Germanwings vom 24-März hätte ich diese Review anders geschrieben. Ich empfehle den Film nicht mehr.

Der folgende Text enthält keine Spoiler. Doch gebe ich zu bedenken, dass die sechs Kurzgeschichten zu einem guten Teil von Überraschungseffekten leben.

Kain erschlägt den Bruder Abel aus Neid und Vergeltung. Kriemhilds Rache an den Burgundern endet in einer grausamen Blutorgie. Wut und Rache kennt jeder. Sie sind wohl so alt wie die Menschheit. Sie sind beherrschende Motive, - quer durch die Weltliteratur und die gesamte Kulturgeschichte: Von der Genesis in der Bibel bis Spiel mir das Lied vom Tod; vom Nibelungenlied bis zur Star-Wars-Saga.

Doch selten waren Zorn und Zerstörung ein so perfid-amüsantes Spektakel, wie in diesen Kurzfilmen von Damián Szifron. Sein vielgelobtes neues Werk ist aus einem Guss: Er hatte die Idee, schrieb das Script und führte Regie. Die sechs Geschichten bilden ein Ganzes, obwohl sie inhaltlich für sich allein stehen. Der außerhalb seines Heimatlandes bisher kaum bekannte Autor und Regisseur hat mehrere Festivalpreise erhalten, - weitere werden hinzukommen. In Argentinien gehört die Produktion zu den meistgesehenen Kinofilmen aller Zeiten. Szifron wurde 1975 nahe Buenos Aires geboren und hat polnisch-jüdische Vorfahren, die unter den Nazis nur knapp ihr Leben retten konnten. Sein Beruf ist seine Leidenschaft.

Die einzelnen Stories sind zwischen acht und dreißig Minuten lang und beginnen fast alle mit einer harmlos beschaulichen Alltagssituation: - Passagiere kommen ins Gespräch beim Start eines Flugzeugs, - ein reicher Geschäftsmann fährt mit seinem neuen Auto bei strahlendem Wetter übers Land, - die zahlreichen Gäste einer jüdischen Hochzeit amüsieren sich ausgelassen. Doch alsbald - der Zuschauer ahnt es schon - verlieren die Akteure ihre Contenance. Nach raschen, verblüffenden Wendungen des Handlungsverlaufs finden sie sich wieder in albtraumhaften Situationen. Manche Episoden eskalieren auf aberwitzige Weise.

Besonderen Genuss bereiten der schwarze Humor und die grotesken Übersteigerungen, die blutig-witzigen Pointen und die anarchistischen Entgleisungen. Die kurzen Dramen haben Drive, keine Minute kommt Langeweile auf. Was gibt es noch? - Eine präzise Inszenierung mit überzeugenden, gut ausgewählten Schauspielern, - argentinische Prominenz wird aufgeboten. Eine großartige Kamera mit ausgeklügelten Positionen und Perspektiven. Tolle Stunts. Ein originelles Sounddesign. Um den Schnitt zu perfektionieren, hat sich Szifron einen privaten Schneideraum eingerichtet und ein halbes Jahr Zeit genommen.

Soweit das Positive. Was lässt sich Kritisches sagen? Drei Aspekte möchte ich anführen:

<> Kunst? Szifron lässt sich inspirieren von den populären Genres. Gekonnt fügt er Elemente von Psychothriller, Italowestern und Actionkomödie zusammen. Trotz der handwerklichen Perfektion und einem Feuerwerk von Ideen: Meiner Ansicht nach ist das große cineastische Kunstwerk dabei nicht herausgekommen und war wohl auch nicht geplant. Es fehlt die Tiefendimension. Wer das subtile Drama sucht, feine Charakterstudien oder gar geistige Tiefe, der ist hier nicht richtig. Zu sehen sind furiose, oft ins Cartooneske abgleitende Sketches, - mit professionell durchkalkulierten, publikumswirksamen Effekten. Ein kurzweiliges Kinovergnügen für den einmaligen Genuss. Etwas unbefriedigend für diejenigen Zuseher, die mehr erwarten.

Kunst ist für mich das Unausgesprochene und vorerst Unsichtbare hinter den Bildern, das sich auf geheimnisvolle Weise in der Seele des Betrachters entfaltet. Solche Ansprüche stellt Szifron nicht, - dieser Film birgt kein Geheimnis. Nichts blieb dem Zufall oder der Improvisation überlassen. Das macht den Film etwas glatt. Das ursprüngliche Metier des Regisseurs waren überaus erfolgreiche Fernsehserien. Bewährte TV-Dramaturgie ist auch in diesen, qualitativ recht unterschiedlichen Kurzfilmen spürbar.

<> Die Bestie Mensch? Sind wir wilde Tiere unter der dünnen Kruste der Zivilisation? Der Titel und auch die Tierbilder am Anfang deuten es (ironisch) an: Löwe und Haifisch, Gorilla und Geier. Sie werden (wie oft) anthropomorphisiert für einen schiefen Vergleich. Wenn Tiere ihre Zähne und Krallen einsetzen, wenn sie jagen oder gegen Rivalen kämpfen, so folgen sie ihren Instinkten. Raubtiere sind keine Räuber; die bessere Bezeichnung: Jagdtiere oder Beutegreifer. Sie kennen keine Korruption, Vergeltung oder Rache. Sie verbeißen sich (wenn überhaupt) in einen Gegner und nicht in eine Idee. Die sogenannte 'Bestie in uns' gehört zur Conditio humana.

<> Gesellschaftskritik in Form einer brillanten Satire? - Ja und nein. Die gesellschaftskritischen Anspielungen sagen nicht mehr, als wir ohnedies wissen: Behördenwillkür und Korruption sind Alltag in Argentinien: mehr als in Brasilien und Kolumbien, nicht ganz so arg wie in Paraguay und Venezuela. Die politischen und gesellschaftlichen Missstände verwunden das Privatleben der Bürger und haben schon manchen zur Verzweiflung getrieben. Zur politischen Misere gehört die wirtschaftliche. Das Land, das vor hundert Jahren ein Wohlstandsniveau hatte wie Westeuropa und zu den reichsten Staaten gehörte, schlittert seit den 50er-Jahren von einer Finanzkrise in die nächste.

-- Zweifellos haben diese explosiven Geschichten einen sozialkritischen Anstrich. Doch warum Argentinien ein (negativer) Sonderfall ist, und wie man tatsächlich etwas ändern könnte, - darüber erfahren wir erwartungsgemäß wenig.
-- Es wurde gesagt, dass uns der Filmemacher Einsichten in die (ach so Neurosen-geplagte) argentinische Seele eröffnet. Das halte ich für übertrieben. De facto geht es bei den sechs Sketches weniger um psychologische Einsichten, als um Unterhaltung (- und das ist auch gut so).
-- Es werden Klassengegensätze gezeigt - die schwelende Wut der Machtlosen und die Korruption der Mächtigen - in welchen sich argentinische und allgemein menschliche Befindlichkeit widerspiegelt. Allerdings bekommen wir nur die Außenseite zu sehen. Auf die Ursachen und Zusammenhänge fällt kaum ein Lichtstrahl.
-- In den Interviews kritisiert Szifron häufig 'die westliche kapitalistische Gesellschaft'. Zitat: "I frequently think of western capitalist society as a sort of transparent cage that reduces our sensitivity and distorts our bonds with others. 'Wild Tales' presents a group of individuals who live within this cage without being aware of its existence." - Das Schlagwort vom westlichen Kapitalismus und die Metapher vom unsichtbaren Käfig erinnern an Argumente von vorgestern. Vielleicht ist die argentinische Wirklichkeit doch etwas komplexer.

Resümee: Temporeicher Episodenfilm mit Ansätzen zur Sozialsatire. Spielt in der Gegenwart in Argentinien. Originell, unterhaltsam, ironisch, skurril.


PONS Verbtabellen Plus Spanisch: Alle Verben mit links können.Mit Lernvideos.
PONS Verbtabellen Plus Spanisch: Alle Verben mit links können.Mit Lernvideos.
von Pilar Pérez Cañizares
  Taschenbuch

24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Un libro muy útil, 28. September 2014
Die spanischen Verben haben es in sich. Mit ihrem enormen Formenreichtum gelten sie zu Recht als der schwierigste Teil einer insgesamt leicht zu erlernenden Sprache. Dieses Buch hilft dabei, sich die zahlreichen Endungen in den verschiedenen Zeiten und Personen systematisch einzuprägen. Das überaus nützliche Lehr- und Nachschlagewerk richtet sich vor allem an Anfänger mit Vorkenntnissen und fortgeschrittene Lerner.

Das Buch folgt nicht der sonst häufigen Einteilung in regelmäßige, unregelmäßige und Gruppenverben. (Die Tabellen zB. des Hueber-Verlags sind so geordnet.) Stattdessen haben die Autoren 74 Musterverben ausgewählt, die im Hauptteil des Buches auf je einer Doppelseite behandelt werden. In alphabetischer Anordnung findet man häufige Verben, zB. adquirir, caber, confiar, decir, poder, pagar, traer, volcar, yacer usw., und einige seltene, zB. argüir.

Das sympathische Layout mit dem übersichtlichen Doppelseiten-Prinzip ist das größte Plus des Buches. Jede Doppelseite ist nach genau dem gleichen Schema gegliedert und erschließt sich auf einen Blick:

Auf der linken Seite ist das jeweilige Verb tabellarisch in allen Zeiten durchkonjugiert. Die unregelmäßigen Formen sind in blauer Schrift hervorgehoben. Dadurch wird das Auge sofort zu den wichtigen/ schwierigen Stellen geführt. Gegenüber auf der rechten Seite - didaktisch wichtig - gibt es
-- ein schwarz-weiß-Foto zur Visualisierung des jeweiligen Verbs,
-- einige komplett übersetzte Beispielsätze und Redewendungen,
-- weitere Verben, die so konjugiert werden, wie das Musterverb,
-- Besonderheiten (zB. zur Orthografie),
-- sehr gute Lerntipps (zB. welche Verben man am besten zusammen lernt) und
-- sogar noch etwas freien Platz für eigene Notizen.

*Verbliste: Am Schluss des Buches sind in einer kleingedruckten alphabetischen Liste knapp 2000 der wichtigsten spanischen Verben angeführt. Bei jedem Verb findet man die deutsche Übersetzung und die Konjugationsnummer. Sucht man zB. enviar, findet man in diesem Verzeichnis den Verweis auf das Musterverb Nummer 22, das ist confiar. (Beide Verben werden gleich konjugiert.)

*Was das Buch nicht kann: Es enthält kein Verzeichnis von deutsch nach spanisch und kann natürlich ein Wörterbuch nicht ersetzen. Der kurze Grammatik-Teil ersetzt natürlich auch kein Lehrbuch.

*Vergleich 1: Die Tabellen von Langenscheidt (Autorin Olga Balboa) haben einen sehr ähnlichen Aufbau. Ebenfalls Doppelseiten-Konzept mit 70 Musterverben, - die meisten sind identisch mit jenen von Pons. Langenscheidt kann jedoch nicht mithalten mit der schönen optischen Aufbereitung bzw. grafischen Gestaltung, Druck, Papier etc. bei Pons.

*Vergleich 2: Ein ähnliches Werk sind die 'Schüler Verbtabellen' (gleiche Autoren, gleicher Verlag, Tabellen identisch, jedoch mehr Übungen). Dieses Buch ist nicht zu empfehlen, - auch für Schüler nicht. Kein Doppelseiten-Prinzip, - es fehlt die zum Lernen wichtige rechte Seite mit den Erläuterungen.

*Mein persönliches Fazit: Ein erfreuliches Buch zu einem trockenen Stoff. Eine mit Sorgfalt gemachte Einladung zum Nachschlagen und lernen. An Übersichtlichkeit kaum zu überbieten. Geeignet für Schüler und Studenten, - ebenso zum Selbstlernen. Geeignet für alle, die sich näher mit der spanischen Sprache beschäftigen. Für mich wurde das Buch, mit zahlreichen Randnotizen versehen, zu einem unentbehrlichen Begleiter beim Lernen.

*Anmerkung zur Neuauflage von 2014: Es handelt sich um einen (fast) unveränderten Nachdruck der Ausgabe von 2012. Einziger Unterschied: ein neues Cover mit dem Hinweis auf ganze fünf kurze Lernvideos, - ein reiner Werbegag mMn. (Gedruckt wurde diesmal in München, zuvor in der Slowakei.)

*Zuletzt: Schade dass der Verlag diesem guten Buch so einen doofen Untertitel gegeben hat: 'Alle Verben mit links können.' - Mit links, also ohne Anstrengung, können sich nur Muttersprachler und Sprachgenies zwischen den Fallstricken des Indefinido, Perfecto, Subjuntivo etc. zurechtfinden. Alle anderen brauchen vor allem Fleiß, Ausdauer, einen guten Lehrer und Auslandsaufenthalte. Ohne diese vier helfen auch die besten Lehrmittel nicht.


Abenteuer! Maja Nielsen erzählt. Napoleon - Der Traum von Macht und Freiheit
Abenteuer! Maja Nielsen erzählt. Napoleon - Der Traum von Macht und Freiheit
von Maja Nielsen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Es lebe der Kaiser! Es lebe der Kaiser!, 3. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer war Napoleon? Die erfolgreiche Jugendbuch-Autorin Maja Nielsen möchte Antworten geben auf diese Frage; und sie hat einen besonderen Mitautor gewonnen: den Urgoßneffen von Napoleon Bonaparte. Er heißt Charles, lebt in Paris und schaut sehr sympathisch aus. (Schade, dass nur drei Fotos im Buch Platz gefunden haben.) Er fährt auch nicht mit einem protzigen Auto, sondern mit dem Fahrrad durch die Stadt.

Merci beaucoup, Charles Napoleon VII! Danke, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, an diesem tollen Werk mitzuarbeiten. Mit Ihrer Hilfe ist es ein völlig unparteiliches Jugendbuch geworden. N I wird überhaupt nicht zu einem edlen Helden verklärt. Sein "alle Grenzen sprengendes Leben"(55) wird endlich einmal ausgewogen und objektiv geschildert. Auch über die Gegner von N I erfahren wir wichtige Tatsachen: Ludwig XVIII etwa war ein gichtkranker Fettwanst (8), der sich nur um die Sorgen der Reichen gekümmert hat (9). Nebenbei: Ich finde es eine Schande, dass Ihre Familie erst seit dem Jahr 1950 wieder nach Frankreich einreisen durfte (57).

Wer war also dieser Napoleon? Nein, er war kein ruhmsüchtiger Egomane, er war kein rücksichtsloser Tyrann (59), - oder nur ein klein wenig. Mit N VII konnte ich meine Vorurteile gegenüber N I loswerden: Der General aus Korsika war zielstrebig, energiegeladen und vernünftig (32). Viele Schlachten wurden ihm (durch die Vorgeschichte oder von der Gegenseite) aufgezwungen; und er lebte in einer Zeit, in der keiner genau wissen konnte was richtig und was falsch war (59).

Eben! Das sollten sich die Kritiker von N I mal überlegen! Die, die ihn als skrupellosen Militaristen, als abergläubischen und jähzornigen Gewaltmenschen hinstellen; als Blutsäufer, der seinem Hegemonialstreben zwei Millionen Menschen geopfert hat. Tobsuchtsanfälle soll er regelmäßig gehabt haben? Peinliche Anfälle, die sich bis zu unkontrollierter Raserei mit Zertrümmerung des Mobiliars, Zuckungen und Erbrechen steigern konnten? Nichts davon ist wahr. Alles Verleumdungen von Napoleons Gegnern. Endlich ein Buch, das keine Lügengeschichten verbreitet.

In diesem Buch erfahren Jugendliche (und sicher auch manche Erwachsene), was für ein Mensch Napoleon wirklich gewesen ist. Er war
- ein starker Mann, der den Frieden wieder herstellte, nach einer Zeit des Terrors (6),
- ein Mann von überragendem Organisationstalent (49),
- ein brillanter Militärstratege, der die Armeen der alten Herrscherhäuser in die Knie zwang (6),
- ein Adler, der sich in die Lüfte erhob und zu einem großen Flug ansetzte (8)
- ein Mann, dessen Tapferkeit für sich spricht (34),
- ein überlegener Feldherr, der mehr Schlachten geführt hat, als Karl der Große, Hannibal und Cäsar zusammen; und er hat sie fast alle gewonnen (48),
- ein Heerführer, der von seinen Soldaten bewundert und geliebt wurde (34),
- ein überraschender Angreifer, der mit sicherem Instinkt jede Bewegung der gegnerischen Armee vorausahnte (48).

Napoleons KRIEGSKUNST (49), das habe ich aus diesem Buch gelernt, kann gar nicht genug gerühmt werden. So viele glänzende Siege hat der geniale Militärstratege (15) errungen! Doch wie sind dann seine bedauerlichen Niederlagen zu erklären? Ganz einfach: Für die Niederlagen waren immer andere verantwortlich. Oft wurde wurde N. ein Opfer von widrigen Umständen oder unfähigen Mitstreitern. Grouchy zum Beispiel: Ein Mann ohne starkem Willen und ohne Format (19). Ja, wegen Grouchy hat Napoleon bei Waterloo verloren.

Und die Völkerschlacht bei Leipzig? Nun, diese Schlacht war schon von vornherein verloren (53). Seine Verbündeten haben ihn verraten (53), und seine Familie hat ihn verlassen (55). - Wie war es beim Russland-Feldzug, wo N I fast seine gesamte Grande Armee mit 675 000 Mann verloren hat (51,55)? - Da war zuerst einmal das Klima schuld, außerdem haben die russischen Bauern ihre Ernten vernichtet, und die Bürger von Moskau haben ihre Stadt angezündet (52).

Bei der Bevölkerung Frankreichs ist Napoleon Bonaparte bis heute unverändert populär (Jean Tulard). Er ist der berühmteste aller Franzosen und wurde schon zu Lebzeiten ein Mythos. Aber hat der Kriegskünstler nach 200 Jahren noch eine Bedeutung für uns persönlich? Charles N VII sagt: "Heute muss jeder Einzelne ein Napoleon werden." (58) - Genau meine Meinung!! Vor allem die Jugend von heute sollte sich das zu Herzen nehmen! Es lebe Napoleon, der Retter Frankreichs!


Die 101 wichtigsten Fragen - Der Erste Weltkrieg
Die 101 wichtigsten Fragen - Der Erste Weltkrieg
von Gerd Krumeich
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,95

16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellente, breit gefächerte Einführung, 21. März 2014
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Stimmt es, dass die Menschen vom Krieg begeistert waren? Warum meinten die Deutschen, von böswilligen Nachbarn umzingelt zu sein? Warum wurde ab 1912 immer stärker aufgerüstet? Wie sind die Kriegsgefangenen behandelt worden? Wie hoch waren die Reparationen? Haben die Nazis vom Ersten Weltkrieg profitiert?

Gerd Krumeich, einer der führenden Experten zum Thema WK I, gibt ebenso knappe wie anschauliche Antworten auf diese und weitere Fragen. Viele Begriffe werden erklärt, die heute nicht mehr jedem geläufig sind. Was war der Steckrübenwinter? Eine Feuerwalze? Ein Sturmbataillon?

Diese Neuerscheinung ist, wie alle Bände der Reihe, sehr übersichtlich und nicht aufbauend strukturiert. Jeder der 101 Artikel ist nur ein bis zwei Seiten lang, in sich abgeschlossen und daher einzeln lesbar. Die kleinen Portionen bieten eine leichte Kost und können in beliebiger Reihenfolge ausgewählt und kombiniert werden. Fachbegriffe werden sparsam verwendet oder erklärt. Auf eine Chronologie und ein Stichwortregister wurde leider verzichtet.

Im heurigen Gedenkjahr 2014 stapeln sich in den Buchhandlungen die Neuerscheinungen in einer frappierenden Menge. Das unerwartet große Angebot macht die Auswahl nicht leichter. Wer sich (noch) keinen dicken Wälzer zulegen möchte, wer einen allgemein verständlichen, leichten Einstieg in ein riesiges und kontroverses Thema sucht, ist mit diesem flüssig lesbaren, 150-Seiten-Taschenbuch bestens bedient.

Das Werk ist trotz seiner Kürze thematisch breit gefächert und enthält eine hohe Dichte an Daten und Fakten. Der Autor schickt Streiflichter nicht nur auf den historisch-politischen Ablauf des Krieges. Auch militärisch-technische (Artillerie, Minenkrieg, Tanks, U-Boote uam.) wirtschaftliche (Rüstungsproduktion, Inflation, Notgeld, Reparationen uam.) und sozialgeschichtliche (Frauen, Kinder, Propaganda, Pazifismus uam.) Themen werden angerissen. Wie gewohnt, beeindruckt Krumeich mit einer stilsicheren Durchflechtung von nüchterner Deskription mit psychohistorischen und mentalitätsgeschichtlichen Analysen.

Freilich ist Geschichtsschreibung immer zugleich Geschichtsdeutung. Wie es sich meiner Ansicht nach für einen Historiker gehört, bezieht Krumeich klare Positionen und macht sich angreifbar. Als Beispiel ein Zitat über den oft beschriebenen Realitätsverlust von Wilhelm II (S.54f): Er redete wenig und handelte kaum...Noch im Oktober 1918 war er der Auffassung, dass der Krieg gewonnen werden könnte. Er sah auch keinen Grund zum Rücktritt, als die Revolution ausbrach...Der Volksheld Hindenburg fungierte als Ersatz-Kaiser.

In der Beurteilung der Julikrise geht Krumeich bekanntermaßen auf Distanz zu den Thesen von Christopher Clark. Auch John Röhl, Annika Mombauer und Jörn Leonhard widersprechen dem in Cambridge lehrenden australischen Historiker und Bestsellerautor. Clark hat einen neuerlichen, erstaunlich emotional geführten Disput ausgelöst, und wird derzeit mit kollektiver Begeisterung gefeiert, - allerdings nur in Deutschland. Natürlich ist Krumeich kein Fischerianer, wie es ihm im Zuge der jetzigen Meinungs-Polarisierung öfters unterstellt wurde. Er vertritt in der Debatte um die Verteilung der Verantwortung für den Ausbruch des Krieges (früher 'Kriegsschulddebatte') eine meiner Ansicht nach mittlere, gemäßigte Position.

=> Resümee über 'Der Erste Weltkrieg - die 101 wichtigsten Fragen': Ein konzeptuell gelungenes, hochinformatives Publikumswerk. Empfehlenswert > für historisch interessierte Einsteiger, > für Studierende als zusätzliche Begleit-Literatur, > sowie für alle, die nach der Lektüre von Christopher Clark noch andere aktuelle Meinungen hören wollen.

Noch eine Empfehlung (1): Für eine größere Vielfalt der Perspektiven in Zeiten des Schlafwandler-Hypes empfehle ich das ebenfalls aktuelle, ebenfalls ausgezeichnete kleine Buch über die Julikrise von Annika Mombauer. Es nimmt nur die für den Kriegsausbruch entscheidenden Wochen von Ende Juni bis Anfang August 1914 in den Fokus.

Noch eine Empfehlung (2): Wem die schmalen Kompendien nicht genügen, wer ein akkurates akademisches Lese- und Nachschlagewerk bevorzugt, kann sich auf die im Juli 2014 erscheinende, über tausend Seiten starke Neuauflage der Enzyklopädie Erster Weltkrieg freuen. Das von über hundert Autoren verfasste, gründlich überarbeitete Standardwerk (herausgegeben vom eingespielten Team Gerhard Hirschfeld, Gerd Krumeich und Irina Renz) erwarte ich schon mit Spannung.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 11, 2014 5:04 PM MEST


Napoleon Bonaparte- P.M. Die Wissensedition
Napoleon Bonaparte- P.M. Die Wissensedition
DVD ~ Wissensedition
Wird angeboten von book-service
Preis: EUR 4,95

4.0 von 5 Sternen Geschichtsunterricht im alten Stil, 8. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Von einer P.M.-Publikation hatte ich keine hohen Erwartungen. Das Niveau vieler Printerzeugnisse dieses Labels lässt zu wünschen übrig. Bei dieser Doku handelt es sich jedoch um eine US-amerikanische Fernsehsendung (später DVD) aus dem Jahre 1997 mit dem Titel 'Napoleon Bonaparte, the glory of France'. Sie wurde von Greystone Communications für A&E Network produziert, und 2008 von Gruner+Jahr als deutsch synchronisierte DVD herausgebracht.

Nie gelangte Frankreich zu größerer Macht, als unter der fünfzehnjährigen Regentschaft Napoleons (1799-1814). Diese solide Dokumentation zeichnet in komprimierter Form seinen Lebensweg nach: vom Elternhaus in Ajaccio (Korsika) bis zum Grabmahl im Invalidendom (Paris). Die wichtigsten Stationen aus Napoleons Biografie wurden ausgewählt. Auch seine wichtigsten politischen und militärischen Entscheidungen werden vermittelt, und die damit untrennbar verbundenen Folgen für Europa.

Beispiele: > Die Kontinentalsperre war eigentlich nur gegen England gerichtet. Es wird erläutert, dass sich die Wirtschaftsblockade schon bald auf ganz Europa negativ auswirkte. > Der Ablauf der letzten militärischen Niederlage bei Waterloo wird nachvollziehbar zusammengefasst. Die verlorene Schlacht gegen Wellington und Blücher beendete die Herrschaft der hundert Tage. > Gar nicht selbstverständlich: Eine halbwegs ausgewogene Darstellung der widersprüchlichen Persönlichkeit des Generals auf dem Kaiserthron, - ohne Dämonisierung, ohne Heroisierung.

Diese Doku vermittelt Gymnasialwissen und ist nicht gedacht für jene, die sich schon (darüber hinaus) mit Napoleon beschäftigt haben. Gut geeignet für alle, die einen leichten Einstieg suchen. Gut geeignet für Kinder in der (ab der) siebten Klasse, als Ergänzung des Unterrichts in der Schule. Die Literatur über den rastlosen Staatsmann, Schlachtenlenker und Eroberer füllt ganze Bibliotheken. Eine DVD von einer dreiviertel Stunde kann natürlich nur einen ersten Überblick bieten.

Die Bebilderung erfolgt großteils mit historischen Gemälden und Zeichnungen. Filmaufnahmen von Landschaften, Städten etc. und spielfilmartige Szenen kommen seltener vor. Interviewpartner sind (neben anderen) der renommierte Militärhistoriker und Politologe Patrick Hatcher (University of San Francisco) und Dana Lombardy, Herausgeber des (eingestellten) amerikanischen Napoleon Journals.

Als Bonusmaterial sind zusätzlich drei nicht kopierbare (inhaltlich unsäglich schwache) Zeitschriftenartikel aus P.M.-Magazinen vorhanden: Die Suche nach den Schätzen der Pharaonen, Napoleons Rückkehr nach Frankreich, Die Schlacht von Waterloo.

Resümee über die amerikanische TV-Sendung: Trocken und langweilig? Geschmackssache. Wer sich nicht zu viel erwartet, wird nicht enttäuscht sein. Kein Spielfilm, kein Infotainment, keine Special Effects, keine Sensationsmache. Eine schlichte, sympathisch-altmodische Einführung in das Leben des charismatischen Diktators. Einfach aufbereitet, gut verständlich, - auch ohne Vorkenntnisse. Chronologisch gegliedert, konzentriert auf das Wesentliche. Für Interessierte eine durchaus interessante Geschichtsstunde.


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