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Rezensionen verfasst von
Neo Noir
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Die Wachstumslüge: Warum wir alle die Welt nicht länger Politikern und Ökonomen überlassen dürfen
Die Wachstumslüge: Warum wir alle die Welt nicht länger Politikern und Ökonomen überlassen dürfen
von Graeme Maxton
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Gedankenanstoß, 30. September 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
"Die Wachstumslüge" ist ein wichtiges Buch. Auch wenn der (inhaltlich verkürzende und primitiv plakative) Titel ein rein wirtschaftlich orientiertes Werk suggeriert, ist das Buch von Graeme Maxton tatsächlich ein globaler Rundumschlag, was alles aus seiner Sicht verkehrt auf dem Planeten läuft. Maxton analysiert nicht nur wirtschaftliche Probleme, sondern auch politische Defizite, soziale Konflikte und ihre Ursachen und das umweltausbeutende und -zerstörende Verhalten der Menschen. Graeme Maxton ist vorrangig Wirtschaftswissenschaftler und Mitglied des Club of Rome (möge der Leser selbst entscheiden, wie dies im Kontext des Buches einzuordnen ist).

Die Stärke des Buches ist es, komplexe Sachverhalte auf gerade einmal 300 Seiten herunterzubrechen. Egal ob Wirtschaftskrisen, Umweltprobleme, soziale Ungerechtigkeiten - Maxton schafft es, komplizierte Dinge in verständliche Worte zu packen.

Sein Buch besteht aus vier Teilen. Im ersten Teil geht er hart mit neoliberalen Konzepten und deren Vertretern ins Gericht. Mexton selbst argumentiert stets aus der Perspektive von Adam Smith und wirft den Vertretern des Neoliberalismus vor, dass sie sich zwar auf Adam Smith berufen, ihn aber vollkommen falsch verstanden haben.

Im zweiten Teil diskutiert er vor allem den Gegensatz zwischen wirtschaftlicher Freiheit und dem bewussten Eingreifen in den Markt. Er wirft Politikern vor, längst nicht mehr der bestimmende Faktor zu sein, sondern dass sie vielmehr nur ein Spielball wirtschaftlicher Interessen sind. Im Lauf des Buches kommt er zu dem Fazit, dass sich die deutsche Wirtschaftsordnung aus freier Marktordnung ergänzt durch einen leichten steuernden politischen Engriff als die praktikabelste Lösung erweist.

Im dritten Teil versucht er eine Prognose, wie sich unser derzeitiges Handeln in Zukunft auswirken wird. Im abschließenden vierten Teil, appelliert er an den Leser, sein eigenes Handeln zu überdenken und zu korrigieren.

Die Schwäche des Werkes ergibt sich zugleich aus seiner Stärke. Zwar bricht Maxton die Themen auf eine verständliches Niveau herunter, zugleich verkürzt er Sachverhalte aber dadurch extrem stark, was seine eigene argumentative Position enorm schwächt. Meist (nicht immer) behauptet er Zusammenhänge, verzichtet dann aber auf harte Fakten oder verliert sich in Zahlenspielereien.

Ein wenig befremdlich ist auch das dritte Kapitel über die Auswirkungen unseres Handeln. Insgesamt zeichnet Maxton hier ein sehr düsteres Bild unserer Zukunft. Er argumentiert in dem Abschnitt stark emotional. Er extrapoliert zwar ausgehend von der aktuellen Faktenlage, allerdings sind Prognosen bekanntlich schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Zwar kann man ihm keine Unredlichkeit unterstellen, aber es ist ersichtlich, dass dies vorallem dazu dienen soll, dem abschließenden Kapitel das nötige Gewicht zu verleihen.

Zwar hat Maxton nicht Unrecht, wenn er im letzten Kapitel an die Eigenverantwortung des Menschen appelliert. Vorallem angesichts dessen, dass sich das Machtverhältnis zwischen Volksvertretern und Wirtschaft schon längst einseitig verschoben hat. Dies ist leider auch sehr naiv gedacht, da sich nun einmal nicht alle Probleme der Welt auf den Schultern der Bürger ablegegen lassen können.

Insgesamt bleibt aber ein wichtiges Buch, das Probleme klar beim Namen nennt, wichtige Anregungen liefert, dass eigene Handeln zu überdenken, stellenweise aber zu alarmistisch und verkürzt argumentiert.


BEEM Germany  D2000.780 Multi-FiXX 500 Küchenmaschine
BEEM Germany D2000.780 Multi-FiXX 500 Küchenmaschine

3.0 von 5 Sternen Solide, aber nicht herausragend, 30. September 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die BEEM D2000.780 Multi-FiXX 500 Küchenmaschine ist ein solides Gerät, das durchaus hilfreich in der Küche sein kann, wenn man bereit ist, ein paar Abstriche in Kauf zu nehmen.

Positive Eigenschaften:
+ es schneidet, raspelt, reibt, zerkleinert und hackt (meistens) wie es soll
+ die scharfen Schneidescheiben lassen sich im Gerät bei Nichtgebrauch lagern
+ stabile Verarbeitung
+ wirklich leicht zu reinigen
+ dank der Saugknöpfe am Boden verrutscht das Gerät nicht

Negative Eigenschaften
- bei härterem Gemüse kommt das Gerät schnell an seine Grenzen, zB. werden Kartoffeln und sogar Gurken (!) nicht vollständig zerkleinert, sondern es bleibt immer ein Rest übrig, der das Gerät sehr schnell verstopft
- relativ laut
- Motor arbeitet mit zwei Geschwindigkeitsstufen, man merkt aber kaum einen Unterschied
- gewöhnliche Standardsaftpresse

Fazit: Vor dem Kauf überlegen, ob man das Gerät wirklich braucht, oder ob nicht ein Messer und ein Reibeisen für den Bedarf schon ausreichend sind.


BEEM Germany  F3001.060 Inducto Bio-Lon Keramik Kochset, 7-teilig
BEEM Germany F3001.060 Inducto Bio-Lon Keramik Kochset, 7-teilig

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kochen mit oder ohne Öl - kein Problem, 18. August 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Nach intensiver Benutzung hat sich das Kochset als sehr praktisch beim Kochen erwiesen. Ich koche im Grunde nur noch mit den Töpfen und der Pfanne, was in erster Linie an der sehr bequemen Art der Essenszubereitung und Reinigung der Töpfe und der Pfanne liegt.

Während einige Rezensenten geschrieben haben, die Töpfe würden die Herdwärme schnell aufnehmen, konnte ich keinen oder nur einen geringen Unterschied zu sonst üblichen Töpfen feststellen. Allerdings halten die Pfannen und die Töpfe die Wärme länger und besser, so dass man nach einer kurzen Heizphase den Temperaturregler herunterstellen kann. Dies führt dazu, dass man mit der Zubereitung der Speisen schneller fertig ist.

Dank der Beschichtung ist es auch ziemlich schwer, dass Essen verbrennt, anbackt, verklebt, verklumpt oder eine andere teuflische Symbiose mit dem Kochgerät eingeht. Sollte man das Essen mal auf der Herdplatte vergessen, so ist dieses nicht gleich ruiniert. Allerdings kann das Essen noch verkochen oder seinen Biss verlieren.

Wer auf Öl beim Kochen verzichten will, ist mit Set bestens bedient, denn dies funktioniert tadellos. Wer bei bestimmten Gerichten auch Wert auf die Optik legt, die erst durch das Öl entstehen, dem sei gesagt, dass diese Gerichte natürlich anderes aussehen (etwa Pfannkuchen oder Bratkartoffeln). Natürlich kann man weiterhin auch mit Öl kochen, allerdings ist der Pfannenboden nicht eben, sondern in der Mitte leicht gewölbt, so dass sich das Öl immer am Pfannenrand sammelt. Wer mit Öl Essen zubereitet, muss allerdings weiterhin damit rechnen, dass Essen verbrennt. Leider befindet sich im Lieferumfang für die Pfanne kein Deckel als Spritzschutz.

Bequeme Köche können sich auch über die einfach zu reinigenden Töpfe und Pfanne freuen - zumindest was den Innenteil der Töpfe und Pfanne betrifft. Bei Flecken oder Verkrustungen an der Außenhülle muss man auch schon mal mehr Kraft aufwenden.

Unterm Strich ist das Set eine lohnenswerte Anschaffung, die die Arbeit in der Küche erleichtert.


Wonder Woman Vol. 1: Blood (The New 52) (Wonder Woman (DC Comics Hardcover))
Wonder Woman Vol. 1: Blood (The New 52) (Wonder Woman (DC Comics Hardcover))
von Brian Azzarello
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,39

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht Lust auf mehr, 13. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Brian Azzarello gehört sicherlich zu den vielschichtigsten Comic-Autoren, von daher war es eine großartige Entscheidung von DC, ihm das Zepter für "Wonder Woman" zu überlassen. Ich habe vorher keinen "Wonder Woman"-Comic gelesen, aber Azzarellos Geschichte macht definitiv Lust auf mehr.

Azzarellos "Wonder Woman" verbindet sehr gelungenen Elemente der griechischen Mythologie mit "unserer" Realität. Die Geschichte ist mehrschichtig angelegt: Wonder Woman nimmt sich unfreiwillig dem Schutz eines jungen schwangeren Mädchens an. Zugleich erfahren die Zeussöhne Apollo und Ares, dass ein Abkömmling von Göttervater Zeus einen anderen Nachkommen töten wird, um dessen Stelle einzunehmen. Und schließlich sinnt Hera, nachdem sie von einem Geheimnis erfahren hat, nach Rache auf Wonder Womans Heimatinsel Paradise Island. Alle drei Handlungsstränge sind dabei miteinander verwoben, einige werden noch im Comicband aufgelöst, andere bleiben zunächst offen.

Was sich zunächst verwirrend anhört, ist von Azzarello hervorragend durchkomponiert. Eine gewisse Grundkenntnis der griechischen Mythologie erleichtert allerdings das Verständnis. Die (zumeist sehr blutigen) Wege der Protagonisten durchkreuzen sich zwangsweise. Auch andere wichtige Figuren aus der griechischen Mythologie bekommen ihren Auftritt. Dabei schafft es Azzarello, "Wonder Woman" in eine ganz eigene, faszinierende Atmosphäre zwischen Mythologie und realistischem Ansatz zu tauchen.

Bemerkenswert ist auch, dass jede der vielen verschiedenen Figuren niemals langweilig und austauschbar wirkt. Insbesondere die rücksichtslosen und wenig zimperlichen Apollo und Ares sind auf ihre verdrehte Art und Weise extrem sympathisch. Hinzu kommen explizite Gewaltdarstellungen und eine Prise Erotik, die den Comic ganz klar für erwachsene Leser interessant gestalten.

Die Zeichnungen entsprechen der Abbildung auf dem Cover, allerdings sind die Figuren etwas rundlicher und plastischer gezeichnet und nicht so scharfkantig wie auf dem Cover. Nach ein paar Seiten hat man sich aber an den ungewöhnlichen Zeichenstil gewöhnt.

"Wonder Woman Vol. 1: Blood" gehört definitiv zu den gelungenen Neustarts der DC-Comicreihen.


Suicide Squad Vol. 1: Kicked in the Teeth (The New 52)
Suicide Squad Vol. 1: Kicked in the Teeth (The New 52)
von Adam Glass
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,90

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vollkommen politisch unkorrekter Comicspaß, 12. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Suicide Squad Vol. 1" ist ein bisschen der Anarcho-Comic unter den neu gestarteten Reihen von DC: Alles ist erlaubt, nur langweilen darf der Comic nicht. Und tatsächlich, der Comic ist wild, absolut respektlos, schwer vorhersehbar und Blut fließt hektoliterweise. Würde der Comic verfilmt werden, er würde definitiv keine Jugendfreigabe erhalten.

Das Suicide Squad ist ein Kommando von inhaftierten Mördern und Psychopathen, die auf verdeckte Missionen geschickt werden, um für sich selbst Haftverkürzungen zu erreichen. Damit niemand aus der Reihe tanzt, erhalten alle einen Sprengsatz im Nacken, den sie selbst nicht entfernen können. Die Gruppe wird nach ihrer Rekrutierung zu Beginn in ein Football-Stadion geschickt - mit der Aufgabe alle 60000 Besucher zu töten.

Das Team besteht aus mehr oder weniger bekannten Mitgliedern. Harley Quinn und Deadshot sind die bekanntesten Mitglieder, der Rest sind nur noch C- oder D-Schurken. Das ist auch ein Problem, mit dem der Comic zu kämpfen hat. Man wird einfach nicht warm mit den meisten Figuren. Sie wirken entweder lächerlich (King Shark, Yo-Yo), deplatziert (Voltaic) oder völlig belanglos (die Zwillinge Lime und Light). Einzig El Diablo wurde etwas mehr Tiefenschärfe verpasst. Ansonsten stehen klar Deadshot und Harley Quinn im Fokus, auch wenn die Geschichte um Harley erst gegen Ende des Comics richtig Fahrt aufnimmt.

Das erfrischende an dem Comic ist vor allem, das der Autor die Freiheit hat, konventionelle Erzählweisen über Bord zu werfen. Denn eben weil die Protagonisten keine strahlenden Helden sind, weiß man nicht, ob alle an einem Strang ziehen oder ob alle Figuren die Missionen überleben.

Die Zeichnungen sind durchweg gelungen, die Action und die blutigen Szenen werden überzeugend umgesetzt.

Für den Handlungsstrang rund um den Joker empfiehlt es sich "Batman: Detective Comics Vol. 1: Faces of Death (The New 52)" zu lesen, ist aber keine zwingende Voraussetzung.


The Dark Knight Rises [Blu-ray]
The Dark Knight Rises [Blu-ray]
DVD ~ Christian Bale
Preis: EUR 9,99

8 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders als die Vorgänger, aber ein würdiger Abschluss einer fantastischen Reihe, 27. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises [Blu-ray] (Blu-ray)
Man muss Christopher Nolans Batman-Reihe nicht lieben. Nolans Trilogie hat durchaus erzählerische Lücken. Aber er hat das geschafft, woran andere große Regisseure kläglich gescheitert sind. Nolan hat eine in sich geschlossene, fesselnde und überzeugende Interpretation von Batman geschaffen - und das über eine Spanne von drei Filmen. Dabei hat es Nolan geschafft, dass jeder Film seine eigene atmosphärische Wirkung entfaltet. keiner der drei Filme ist sich ähnlich, aber doch wirken sie alle wie aus einem Guss.

"The Dark Knight Rises" ist der krönende Abschluss der Batman-Verfilmung, die seinesgleichen sucht. Nolan hat nicht einfach nur seine Filmreihe zu Ende gebracht, er hat die Messlatte für die kommende Comciverfilmungen extrem hoch gelegt. Der Film ist keine simple Comicadaption. Christopher Nolan hat das Kunststück geschafft, dem Comic-Genre eine zuvor nicht gekannt Tiefe zu verleihen. Der Film strotzt nämlich nur so von sozialkritischen Anspielungen: Nolan legt politische als auch wirtschaftliche Korruption offen, er stellt die Frage, was die Gesellschaft im Inneren zusammenhält und wann wir bereit sind, unsere zivilisatorischen Errungenschaften aufzugeben. Während andere Comciverfilmungen sich auf eine reine oberflächliche Schwarz-Weiß-Darstellung von Gut und Böse beschränken, lotet Nolans Batman-Verfilmung sämtliche Motivationen und Beweggründe seiner Figuren aus.

"The Dark Knight Rises" fesselt den Zuschauer von Anfang an. In keinem Batman-Film leidet und hofft man mehr mit dem dunklen Ritter. Dabei treibt Nolan Batman an seine physischen und psychischen Grenzen, wie man es in keinem Film zuvor gesehen hat. Der Film ist größer, packender aber auch schmerzvoller als die bisherigen Teile. Christian Bale gelingt es dabei jederzeit überzeugend Bruce Wayne und Batman darzustellen.

Zugegeben, der Film ist ziemlich gefüllt mit allerlei Handlungssträngen. Die Entwicklung von Bruce Wayne nimmt dabei den Hauptteil ein. Batman selbst taucht aber im Wesentlichen nur zu Beginn und am Ende des Films auf. Wer einen Fim wie "Batman Begins" erwartet wird enttäuscht, da Nolan so ziemlich jeder Filmfigur enorm viel Screentime einräumt und Batman dabei zu kurz kommt. Wer die erzählerische Raffinesse eines "The Dark Knight" vor Augen hat, wird ebenfalls mit einer Entäuschung rechnen müssen. Die Story um Bane und die Liga der Schatten ist bei weitem nicht so ausgeklügelt wie noch der Vorgänger. Zudem ist Bane als Antagonist zwar gut gewählt worden und Tom Hardy überzeugt in der Rolle (Auch wenn die deutsche Synchronisation von Bane unter aller Kanone ist), jedoch merkt man es dem Film an, dass ein schwerwiegender Bösewicht wie Heath Ledgers Joker fehlt. Die großartigen, kammerspielartigen Konfrontationen zwischen Batman und dem Joker aus "The Dark Knight" sucht man in TDKR vergebens. Letztendlich ist die Story zwar fesselnd, es fehlt ihr aber an der faffinierten Konstruktion des Vorgängers. Das alles ist aber alles jammern auf hohem Niveau.

"The Dark Knight Rises" ist weniger ein Batman-Film, als ein Bruce-Wayne-Film. Dennoch ist er extrem unterhaltsam, spart nicht an Action und überzeugt vor allem durch seine enorme pathetische und emotional packende Erzählweise, die auch Nebencharakteren wie Alfred, Selina Kyle, Commissioner Gordon und John Blake enorm viel Spielreaum einräumt. Anne Hathaway, Gary Oldman und Joseph Gordon-Levitt wissen in ihren Rollen dabei voll zu überzeugen. Der heimlich Star ist aber Michael Caine, der Alfred so beklemmend und packend darstellt wie in keinem der Filme zuvor.

Der Film geht an die Substanz, ist erzählerisch gewaltiger als seine Vorgänger und weiß mit einem atemberaubenden Schluss zu überzeugen. "The Dark Knight Rises" ist ein würdiger Abschluss der Reihe, der einen mit rasenden Herzklopfen zurücklässt.


Justice League Vol. 1: Origin (The New 52) (Justice League (DC Comics))
Justice League Vol. 1: Origin (The New 52) (Justice League (DC Comics))
von Geoff Johns
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,27

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lauwarmer Start der Justice League, 21. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im Zuge des Relaunchs des DC-Universums erfährt auch die "Justice League" eine Neugestaltung. Es dürfte dabei der gravierendste Eingriff im Vergleich zu den übrigen Comics sein. Die Geschichte spielt fünf Jahre vor den aktuellen Comicreihen. Batman, Superman, Wonder Woman, Flash, Green Lantern, Cyborg und Aquaman wissen zwar voneinander, sind sich aber bis auf Green Lantern und Flash noch nicht begegnet. Die Menschen hatten bisher nur selten Kontakt zu Superhelden und nehmen dieser daher als Bedrohung war. Eine Invasion durch Außerirdische zwingt die Superhelden zur Zusammenarbeit (Ja, der Inhalt des Comics lässt sich tatsächlich in diesem einen Satz zusammenfassen).

Der Comic steigt direkt in die actiongeladenen Handlung ein. Es gibt keine Vorgeschichte. "Justice League Vol. 1: Origin (The New 52)" ist eigentlich ein Michael-Bay-Film im Comicformat. Es kracht und knallt an jeder Ecke, ruhige Momente gibt es kaum. Nach und nach stößt jeder Superheld zu der Gruppe. Die Begegnungen laufen immer ähnlich ab: Nach einem kurzen Zwist oder einem handfesten Schlagabtausch rauft man sich zusammen, um gegen die Alien-Invasion anzukämpfen. Leider wirkt die Zusammenkunft der Figuren viel zu konstruiert. Auch die Beziehungen der Figuren zueinander sind extrem oberflächlich und es fehlt an der nötigen Ernsthaftigkeit.

Zudem sollte man sich nicht von der angegeben Seitenzahl von 192 Seiten täuschen lassen. Der Comic ist viel kürzer und ziemlich schnell gelesen. Der Rest sind Anhänge mit alternativen Covern und Konzeptzeichnungen.

Grandios sind natürlich die Zeichnungen von Jim Lee, die das einzige Highlight des Comics darstellen. Er versteht es wunderbar, die Figuren und die Dynamik der Handlung in Szene zu setzen. Ob fantastische Zeichnungen allein ein Kaufgrund sind, muss man für sich selbst entscheiden, die Geschichte des ersten Bandes ist jedenfalls mehr als dürftig.


Daredevil by Mark Waid - Volume 2 (Daredevil (Unnumbered))
Daredevil by Mark Waid - Volume 2 (Daredevil (Unnumbered))
von Mark Waid
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,60

1 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das ist nicht Daredevil, 9. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer Zeuge werden möchte, wie man eine Comic-Ikone Stück für Stück zerlegt, in die Bedeutungslosigkeit verdammt und der Lächerlichkeit preisgibt, der sollte sich schleunigst Mark Waids "Daredevil - Vol. 1 and Vol. 2" zulegen. Denn seit den 70ern hat man selten Comicfiguren gesehen, die so belanglos waren wie der aktuelle Daredevil. Frank Miller, Brian Michael Bendis und Ed Brubaker haben aus Daredevil den ziemlich coolsten Marvel-Antihelden gemacht. Marvel zerstört aber derzeit alles, was die Drei aufgebaut haben.

Mark Waids' Daredevil ist die die weichgespülte Micky-Maus-Version von Daredevil. Der Comic pendelt zwischen Superhelden- und Anwaltscomic, ohne eins von beiden irgendwie gerecht zu werden. Den Geschichten, die vollkommen belanglos, uninspiriert und langweilig sind, fehlt es an jeglichem Biss und Tiefe. Neben den katastrophalen Geschichten sind die Zeichnungen eine riesen Enttäuschung. Die Bilder anzuschauen grenzt im Grunde an Selbstbestrafung. Daredevil sieht wie die Witzfigur seiner selbst und auf jedem Bild komplett unterschiedlich und alles andere als heldenhaft aus.

Fazit: Finger weg! Wer auch nur ein bisschen Herzblut in Comics legt, sollte großen Abstand von der aktuellen Daredevil-Reihe nehmen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 2, 2013 11:06 PM CET


The Punisher By Greg Rucka - Volume 1 (Punisher (Marvel Hardcover))
The Punisher By Greg Rucka - Volume 1 (Punisher (Marvel Hardcover))
von Greg Rucka
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,91

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hardboiled, kaltblütig, kompromisslos, 26. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Marvel hat sich selbst einen großen Gefallen getan und Greg Rucka zum Hauptautor von "The Punisher" ernannt. Denn was Rucka aus der Figur herausholt, erinnert stark an Garth Ennis' Werke zum "Punisher".

Der Comic beginnt mit einem Massaker während einer Hochzeitfeier. Die Braut, eine Soldatin, die in Afghanistan gekämpft hat, überlebt schwer verletzt. Die Hintergründe und Motive bleiben unbekannt. Dennoch ruft das Massaker Frank Castle auf den Plan. Er heftet sich an die Fersen der Killer - und tappt dabei aber in eine für ihn präparierte Falle.

"The Punisher By Greg Rucka - Volume 1 (Punisher (Marvel Hardcover)" ist ein großartiger Comic, für jeden, der auf kompromisslose Action, Antihelden als Protagonisten und eine verschachtelte Story steht. Greg Rucka stellt Frank Castle als glaubwürdigen, wortkargen, eiskalten aber dennoch sympathischen Desperado dar, der moralisch fragwürdig handelt, aber jederzeit die Sympathie des Leser hat.

Die dunkle Erzählweise wird großartig durch sie exzellenten, dunklen und extrem atmosphärischen Zeichnungen unterstrichen. Wer düstere Comics mit hartgeschliffenen Protagonisten mag, kann mit Ruckas "The Punisher" nichts falsch machen.


Batman: Detective Comics Vol. 1: Faces of Death (The New 52)
Batman: Detective Comics Vol. 1: Faces of Death (The New 52)
von Tony S. Daniel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,94

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spektakulärer Start - dann geht es bergab, 17. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Batman: Detective Comics Vol. 1: Faces of Death (The New 52)" ist die zweite Batman-Reihe, die DC neu gestartet hat. Der dunkle Ritter steht in dem Band allein im Mittelpunkt, das heißt, Nightwing oder Robin tauchen nicht auf. Batman macht Jagd auf einen durchgeknallten Chirurgen, der ein Mädchen und Commissioner Gordon in seiner Gewalt hat. Und auch der Joker hat dabei seine Finger im Spiel.

Der Comic beginnt geradezu fantastisch, und die erste Hälfte des Bandes verdient klar fünf Sterne. Die Geschichte ist spannend, abwechslungsreich, recht morbid und geht nicht nur sprichwörtlich unter die Haut. Stellenweise erinnert der Band an "Das Schweigen der Lämmer". Doch in der zweiten Hälfte ist davon nichts mehr zu spüren. Der Autor führt neue Handlungsstränge ein, die (noch) nicht fortgesetzt werden, bläst Handlungsstränge aus dem ersten Buchteil unnötig auf und verliert die eigentliche Geschichte aus den Augen beziehungsweise greift sie aus nicht weiter geklärten Gründen nicht wieder auf (vermutlich wird dies in einem späteren Band passieren, um den Leser bei Kauflaune zu halten). Am Ende bleibt ein ziemlich fader Beigeschmack, nachdem der Band recht spektakulär begonnen hat und dann einfach nur belanglos ausklingt.

Bei den Zeichnungen gibt es nichts zu meckern, die sind durchgehend äußerst gelungen.

Fazit: Lieber zu Scott Snyders "Batman - The Court Of Owls" greifen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 3, 2012 11:19 PM MEST


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