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Rezensionen verfasst von
Anna

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Die Löffel-Liste: 13 bunte Lebensträume
Die Löffel-Liste: 13 bunte Lebensträume
von Manu Wirtz
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr unterhaltsam, interessant und durchaus animierend, 9. August 2014
Zugegeben – ich war sehr neugierig auf dieses Buch, in dem die Geschichten von 13 AutorInnen zu finden sind, die letzte Wünsche und Träume beschreiben, welche man sich noch erfüllen möchte oder die wahr werden sollen, bevor man „den Löffel abgibt“.
Ich wurde nicht enttäuscht.
Es sind Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein können, obwohl sich die Mehrzahl der Listenschreiber auf eine Gemeinsamkeit konzentriert hat: Auf die „räumliche Veränderung“.
Doch nichts auf der Welt ist abwechslungsreicher als das Reisen.
So durfte ich geistig teilnehmen an Urlaubs-, Vergnügungs- und Rundreisen. Ich genoss ein Mega-Konzert in der Wüste Nevadas und wurde auf einer Abenteuerreise richtiggehend gefordert.
Die Option auszuwandern darf natürlich keinesfalls fehlen.
Und doch sind es letztlich die Träume von Glück, Gesundheit, Harmonie, Unbeschwertheit und sogar von Schwerelosigkeit.
Aber auch von (verständlicherweise berechtigten) Rachegelüsten ist die Rede und einmal gar von Flucht, die sich als äußerst schwierig und mit zweifelhaftem Ergebnis gestaltet. Letzteres wühlt und regt mich innerlich richtig auf. Obwohl es eine Geschichte ist, die sich weit vor unserer Zeit zuträgt, ist das Thema an sich, doch noch so aktuell und real – sie spielt sich traurigerweise noch immer millionenfach im heutigen Hier und Jetzt ab.

In einer Episode gelingt es dem Protagonisten, einen Verwandten davon zu überzeugen, dass es Wichtigeres und auch Schöneres im Leben gibt, als Geld und Macht.
Und damit fiel mir der rote Faden auf, der sich durch das gesamte Buch schlängelt, ganz ohne aufdringlich zu werden: Kein einziger der hier teilnehmenden AutorInnen hat die Anhäufung irgendwelcher materiellen Dinge ins Auge gefasst. Was einen Normalsterblichen jetzt eigentlich nicht verwundert, doch stellt sich unweigerlich die Frage, weshalb diese Erkenntnis bisher leider immer noch nicht zu den Gierigen auf unserer Welt vorgedrungen zu sein scheint -
Die Erkenntnis, dass das letzte Hemd keine Taschen hat.
Man wünschte sich (…)


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Wird angeboten von ZBT International Trading GmbH
Preis: EUR 25,90

5.0 von 5 Sternen Passt prima, 9. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Produkt ist eine wirklich hervorragende Alternative, womöglich sogar besser als ein sogenanntes Originalprodukt.
Die Lieferung erfolgte prompt - Akku rein - und loslegen.
Arbeite schon einige Zeit damit und was man sagen?
Es funktioniert.
Sollte es dabei bleiben - gerne wieder.


Auf dem Holzweg: Kurioses & Wissenswertes
Auf dem Holzweg: Kurioses & Wissenswertes
von Martin Hausmann
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Hinterlistig und fies!, 16. Februar 2014
Rätselraten einmal anders. Hier werden weltbekannte Dinge, Begebenheiten und Menschen auf eine so heimtückische Art beschrieben, dass man zwar sehr schnell glaubt zu wissen, um wen oder was es sich handelt, weil die genannten Fakten nur diesen einen (Trug)Schluss zulassen. Es MUSS das und das sein – es gibt keine andere Möglichkeit und zack (!) liegt man völlig falsch.
Man staunt nicht schlecht, ärgert sich vielleicht sogar etwas über sich selbst, weil man der „Wegbeschreibung“ vertraut hat, und schmunzelt aber auch schon wieder.

Man liest weiter. Das nächste Rätsel. Dieses Mal werde ich es erraten, denkt man noch und zack (!) schon wieder auf dem Holzweg. Menschen, die über Humor verfügen, können sogar lachen.
Dann glaubt man, dass man die Gangart des Autors durchschaut hat, seine Tücke, seine Hinterlist … und zack (!) wieder wird man eines besseren belehrt und staunt erneut.

Freilich, wer sich in der Weltgeschichte mit allen Fakten, Daten und Zahlen auskennt, der ist im Vorteil. Zweifellos. Und doch – ehe man sich’s versieht, befindet man sich wieder auf dem Holzweg. Vielleicht nicht bei jedem Rätsel – aber die Umschreibungen sind so interessant und lehrreich, dass auch ein Alleswisser, oder jemand, der glaubt, einer zu sein, seinen Spaß daran haben kann.


Sex, Drugs & Broiler: Wir sind ein geiles Volk!
Sex, Drugs & Broiler: Wir sind ein geiles Volk!
von Artio Wortkunstverlag
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Köstliche (Wieder)Vereinigung, 23. Januar 2014
Köstliche Wieder(Vereinigung)

(...) Viele Jahre später: Die Autorin, zu diesem Zeitpunkt in ihrer Funktion als Fotografin anwesend, macht nach dem Besuch auf der Buchmesse Leipzig, an der Bar von der Moritzbastei die Bekanntschaft des Schriftstellers Mark Galsworthy. Mit einer genialen Idee, der nun mindestens zwei neue Bücher zu Grunde liegen (!), entlockt er ihr im Laufe des Abends ihre Geschichten, die sie damals kurz nach der Wiedervereinigung in Leipzig erlebte.
Ihr Chef, seines Zeichens Steuerberater, nahm sie 1991 mit in die ehemalige DDR.
Er war auf der Suche nach Gold!
Wie dieses Gold auszusehen hatte und unter welchen Umständen man an dieses heran kam (oder auch nicht!?), beschreibt sie hier in diesem Buch.
Sex, Drugs & Broiler spiegelt die deutsch-deutsche Wiedervereinigung in äußerst unterhaltsamer und witziger Weise. Es veranschaulicht die Hoffnungen und Erwartungen einiger der Protagonisten, die darin vorkommen und zeigt uns über welche Klamotten, äh, Steine, sie bisweilen stolpern mussten. Aus ganz persönlicher Sicht und mit der Einstellung: "Nur nichts anmerken lassen", lässt uns Andrea Kuritko teilhaben an ihren Erlebnissen, ihren Abenteuern.
Damals - im Osten der Republik.
Einfach herrlich - zu lesen und sich zu fühlen, als wäre man "adeibei" gewesen.


Ordensbruder, Seemann, Drachenflieger - mein »fast« normales Leben
Ordensbruder, Seemann, Drachenflieger - mein »fast« normales Leben
von Manfred Haack
  Broschiert
Preis: EUR 19,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ungewöhnliche Lebensgeschichte, 8. September 2013
Manfred Haack, ein Mann, der, kaum dass er das Licht der Welt erblickt hat, sich schon auf Reisen begab. Zeichneten zunächst, Ende 1944, die kriegerischen Bedrohungen dafür verantwortlich, dass seine Mutter, seine Schwester und er aus Pommern flüchten mussten, war es später der Ruf nach Abenteuer und Freiheit, der ihn um die ganze Welt spülte.

Beim Lesen des Abschnitts im vorderen Teil des Buches, in dem er als Seemann fungierte, dachte ich mir zunächst ein vielsagendes "Aha! Eindeutig ein Männer-Gefallbuch!"
Aber vielleicht ist es gerade deshalb auch für uns Frauen interessant?
Es finden sich relativ viele Ausdrücke und Erklärungen für den Fachmann auf See, die schon mal meine Allgemeinbildung erweitern. Doch auch die Klischees, was die weibliche Bekanntschaft betrifft, werden bestens bedient.
Gut, auf die leichten Mädchen wird schon auf dem Klappentext hingewiesen, ist also somit mehr als korrekt.

Dann, mit jeder Seite mehr, die ich lese, wartet der Autor mit vielen Überraschungen auf. Immer neugieriger werde ich darauf, wie es mit dem Leben des Autors weitergeht. Die für ihn bedrohlichen Situationen erwähnt er fast schon beiläufig. Gerade so, als hätte er 5 Sekunden nach dem Überleben einer solchen, Selbige schon wieder vergessen.
Dass dem nicht so ist, beweist diese Niederschrift, in der er so ziemlich alles preisgibt, was ihn bewegt hat. Selbst intimste Geschichten, wie beispielsweise seine Mitwirkung in einem Pornofilm! Dass er dieses eigentlich pikante Kapitel nicht sonderlich ausschmückt, Details bestenfalls subtil anklingen lässt, finde ich persönlich sehr angenehm. Auf diese Weise kommt das Kopfkino so richtig in Schwung. Für die Bilder, die hierbei entstehen, ist schließlich jeder selbst verantwortlich.

Mit dem Schiff, dem Flugzeug und dem Hotelbus nimmt er einen mit auf eine Reise um fast die ganze Welt und verrät viele Insidertipps, die man als Pauschaltourist, auch heutzutage (!) beherzigen sollte, wollte man sich in die jeweiligen Länder begeben.
Dass sich der Autor, der während seiner beruflichen Laufbahn, zeitweise auch 3 Jobs auf einmal erledigte, als wahres Multitalent entpuppt, ist kein Wunder. Er ginge durchaus auch als Organisator, Manager und Diplomat durch. Unter anderem frage ich mich, wo wohl die vielen Reifen und Ersatzteile gelandet sein mögen, die seine Firma nach Indien geschickt hatte, damit sie ihnen unterwegs bei Bedarf zur Verfügung stünden.

Amüsant sind auch die kleinen Eskapaden zwischendurch, wie zum Beispiel die Wette mit einem Fahrgast aus Indien, dass er den 222 m hohen Fernsehturm in London besteigen könne.
Ob es gelang? Ich werde es hier, an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Nur so viel: Verbotsschilder können ihn kaum aufhalten. Auch Hinweise, die eine Weiterfahrt mit einem zu hohen Bus durch einen Tunnel eigentlich unmöglich machen, werden gerademal registriert und sofort eine Lösung gesucht. Und gefunden! So wird kurzerhand die Luft aus sämtlichen Reifen gelassen und auf den blanken Felgen weiter gekrochen, bis der Tunnel hinter ihnen liegt.
Was mich etwas verwundert hat, ist die Tatsache, dass sich dieser Mann, der mit dem Wasser aller sieben Weltmeere abgebrüht worden zu sein scheint, über seinen Kollegen wundert, der immer gut drauf und lustig ist, und er keinen Schimmer hat, woher diese Lässigkeit rührt, obwohl dieser die gemeinsame Bleibe mit einem seltsam riechenden Kraut vollqualmt.

Ein Buch, in dem ein ganzes Leben steckt. Ein Leben, das Hochs und Tiefs verspricht. Tiefs, die mich erschüttern und Hochs, die mich in schallendes Gelächter versetzen.
Zu letzterem verhilft die Tatsache, den Autor unter den Lebenden zu wissen, denn handelte es sich um eine Erzählung durch einen anderen, man rechnete ständig mit seinem Ableben.

Dieses Buch ist spannend, unterhaltsam, lustig, amüsant, hilfreich und irgendwie auch ein kleiner Reiseführer.
Fünf Sterne von mir, weil es genau diese Geschichten von Menschen sind, die mir sehr gefallen.


Segne's Gott
Segne's Gott
von Ina May
  Broschiert
Preis: EUR 11,90

5.0 von 5 Sternen Jung und dumm UND keinen Schutzengel? Das ist schlimm!, 16. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Segne's Gott (Broschiert)
Tragische Geschichten aus der Vergangenheit vermischen sich mit aktuellen Vermisstenanzeigen. Auch der Bruder von Josefina Jungblut, ihres Zeichens Dorfhelferin, wird vermisst. Allerdings nicht offiziell, denn sein Verschwinden sah eher wie die Flucht vor dem Vater aus, dem auch Josefina nicht wohl gesonnen ist.
Unterdessen beginnt sie Kraft ihres Amtes, eine neue Aufgabe auf dem Prechthof, der von Vater und Sohn bewirtschaftet wird. Sie hilft und unterstützt die Beiden in der Küche, im Stall und im Garten, übernimmt die Einkäufe und organisiert vieles mehr. Selbst bei der Suche nach einer passenden Frau für den poetisch veranlagten Jungbauern ist sie gerne behilflich. Ihr Können, ihr Mut und ihre Schlagfertigkeit beeindrucken auch den Alten, für den schon bald feststeht, wer seine Schwiegertochter werden soll(te). Doch das bleibt einzig sein Wunsch.
Inzwischen kennt sie jeder in dieser kleiner Ortschaft, und die meisten mögen sie auch. Aber eben nicht alle. Denn dubiose Gestalten mit zweifelhaften Charaktereigenschaften gibt es auch hier und Josefina läuft ihnen immer wieder über den Weg, obwohl sie genau das Gegenteil versucht.
Nur Franziska, die Frau, die ihr gleich bei ihrer Ankunft beinahe vor ihr Auto gelaufen wäre, erregt Josefinas Neugierde ungemein. Von ihr möchte sie unbedingt mehr erfahren.
Als eines Nachts, zufällig der Oldtimer ihres Bruders in einem Weiher entdeckt und daraus geborgen wird, überschlagen sich die Ereignisse und es kommt zu einer weiteren vermissten Person.

Ein Landkrimi, der zeigt, dass die Welt in einem kleinen Dorf genauso in Ordnung ist, wie im Rest der Welt.
Oder eben auch nicht.
Die Motive, die hier vorherrschen sind rein klassisch: Liebe und Eifersucht. Begierde und Enttäuschung.
Äußerst erfreulich war für mich die Feststellung, dass es in dieser Geschichte ausnahmsweise einmal nicht um Geld ging. Im Gegenteil! Blindlings wird dieser "neig'schmeckten" Fremden das Haushaltsgeld zum Einkaufen anvertraut. Das ist äußerst(!) selten heutzutage und gerade deshalb - einfach schön.

Bleibt mir nur noch hinzuzufügen, dass jene eigenartige und zunächst von mir unerwünschte, aber aus einer Vermutung heraus als geschichtsrelevante und von daher akzeptierte Person (es wäre mir ja sowieso nichts anderes übrig geblieben), sich zwar schwergängig, aber unvermeidlich zu meiner Lieblingsfigur in diesem Krimi mausert.
Als i-Tüpfelchen gibt es zu jedem Kapitelbeginn interessante Weisheiten, alte Bauernregeln oder hilfreiche, aber einfache Tricks, die man sich leicht merken kann. Die im Anhang aufgeführte Quelle, wird, soweit im Buchhandel verfügbar, einen Platz in meinem Küchenschrank bekommen.
Und die Rezepte probiere ich auch noch aus.

Aber nicht nur deshalb, wird mir dieser Krimi nachhaltig in Erinnerung bleiben. Während ich dieses Buch, zu einer Hitzeperiode im Schatten liegend, im Garten gelesen habe, kam ich mir vor, als befände ich mich in einem Urlaub auf dem Bauernhof mit Abenteuercharakter.
Selbst die Insekten konnte ich hören. Und spüren ...!


Irgendwas mit Wuppertal
Irgendwas mit Wuppertal
von Torsten Buchheit
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großes Lesevergnügen auch für Nichtwuppertaler, 22. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Irgendwas mit Wuppertal (Taschenbuch)
Als Bad Reichenhallerin Kummer in Sachen Niederschläge irgendwie gewöhnt, war ich direkt gerührt von der Einsicht, dass es in Deutschland mindestens noch so einen Ort gibt, über dem sich die Regenwolken verharken und ausweinen. Dass es ausgerechnet Wuppertal sein würde, konnte ich doch nicht ahnen, aber ich finde das irgendwo auch wieder nett.
Nett müssen auch die drei AutorInnen sein, denn sie haben so schöne, kurzweilige, informative und wunderbar komische Geschicht(ch)en zusammengetragen, die einem auf äußerst amüsante Weise irgendwas mit Wuppertal nahebringen.
Sei es der Dialekt, der einem spätestens ab Buchmitte imaginär über die Lippen dröppelt wie der Kaffee aus der "Dröppelminna", die in Wuppertal bei keiner Kaffeetafel fehlen darf.
Oder die Fahrt mit der weltberühmten Schwebebahn, die eigentlich als Hängebahn bezeichnet werden müsste, wäre da nicht der Schwebebahnersatzverkehr, der viel öfter zum Einsatz kommt, als die Schwebebahn selbst.
Ein paar Rezepte für kulinarische Spezialitäten finden sich hier auch und bei diesen gefallen mir persönlich am besten die strikten Anweisungen und Ratschläge wie zum Beispiel, dass man nur etwas von einer Muskatnuss abreiben braucht und nicht eine ganze am Stück verwenden sollte. Wer solche Dinge nicht von selbst weiß, der bekommt die gerechte Strafe gleich mitgeliefert und wird süß-sauer" als Blötschkopp bezeichnet. Dies wiederum ist keinesfalls als Schimpfwort zu verstehen sondern lediglich als, naja, will mal so sagen, als Hinweis darauf, dass man jetzt nicht alles richtig gemacht oder gesagt hat.
Vermutlich bekomme ich jetzt von den drei AutorInnen genau dieses Wort um die Ohren gehauen. Und wenn doch nicht, dann besorgt es mir schon das kleine rote Osterei von Annette Hillringshaus. Das kann schimpfen! Woll?

Alles in allem war das Lesen dieses Büchleins für mich ein wunderbares und humorvolles Vergnügen und das, obwohl ich es bei über 30° im Schatten gelesen habe. Es wird mir verzeihen. Hoffe ich!

Einen kleinen Schönheitsfehler hat das Buch aber doch. Es fehlen ein paar Seiten.
So gefühlte 50 - 100.
Die hätten es ruhig mehr sein dürfen.

Wer diese Rezension jetzt verstanden hat, der müsste das dazugehörige Buch eigentlich kaufen wollen.
Woll?


Bar Sevilla
Bar Sevilla
von Viola Eigenbrodt
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

4.0 von 5 Sternen Prickelnd wie spanischer Sekt, 29. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Bar Sevilla (Broschiert)
Vier Freundinnen mittleren Alters treffen sich stets freitags abends in ihrer Stammkneipe in einem süddeutschen Städtchen.
In der "Bar Sevilla" haben sie ihre festen Plätze am Tresen und wie das unter Frauen so üblich ist, erzählen sie sich hier gegenseitig ihre Erlebnisse, die allesamt als amouröse Abenteuer bezeichnet werden können.
Bei so mancher dieser Kurzgeschichten kommt der Verdacht auf, dass das Sprichwort: "Liebe (oder das Bedürfnis danach) macht blind" einfach zu wahr ist, denn eigentlich hätten sich viele Missverständnisse im Vorhinein abklären lassen.
Aber nein, es wird alles schöngeredet, schönfantasiert, zurechtgebogen und kleine, zwischendurch aufkommende Verdachtsmomente einfach beiseitegeschoben. Auf diese Weise bleiben Enttäuschungen und Missverständnisse natürlich nicht aus.
Sowohl bei den Frauen alsauch bei den Männern. Nach dem Motto: <No risk - no fun>, haben die Vier zwar einige Enttäuschungen auszuhalten, aber auch immer sehr viel Spaß.
Wir dürfen insofern daran teilhaben, indem wir durch das Lesen Mäuschen spielen können und alles erfahren, was "frau" bewegt, weil "man" sich bewegt - oder auch nicht. Je nachdem ... ;-)

Die Pointen sind allesamt überraschend und sehr originell, sodass die Lektüre zum luftig leichten Vergnügen wird. Einzig die Tatsache, dass die Bar Sevilla als solche etwas zu kurz in ihrer Beschreibung kommt, hat mich ein wenig gestört. Das Personal, das am Anfang des Buches noch recht bildlich vorgestellt wird, geht bei all` den Flirts von auswärts unter. Doch der Unterhaltungswert ist sehr hoch und es kommt keine Langeweile auf. Im Gegenteil! Abwechslungsreiche Handlungen, an immer anderen Schauplätzen, machen Lust auf mehr und es bleibt die Hoffnung, dass es eine Fortsetzung geben wird. Dann vielleicht sogar mit Geschichten, bei denen die drei Brüder, Söhne einer Spanierin, die alle einen anderen Vater haben, eine Rolle spielen?
Ich könnte es mir schon jetzt vorstellen. Und zwar sehr gut!


Wasser und Eis: Alpen-Klima-Krimi
Wasser und Eis: Alpen-Klima-Krimi
von Rüdiger Opelt
  Broschiert
Preis: EUR 12,80

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Originell und nachhaltig, 22. April 2013
Wir befinden uns im Jahr 2030 und der Klimawandel hat ganze Arbeit geleistet.
Viele Gegenden in der Welt sind vertrocknet, verödet, versandet. Das kostbare Trinkwasser wird immer knapper. Die Menschen in der Welt dursten.
Die Gletscher sind geschmolzen und wo früher Schnee vom Himmel fiel, regnet es fast nur noch. Entsprechend haben sich auch die Alpen verändert. Nicht nur Österreichs Tourismusbranche hat die Zeichen der Zeit längst erkannt und Vorkehrungen getroffen, die dem kleinen Staat weiterhin einträgliche Geschäfte bescheren.
Weil die von Hitze und Trockenheit geplagten Menschen ihre Urlaube nun gerne wieder in den Bergen verbringen, in denen sie sich abkühlen und erfrischen können (früher nannte man Urlaub ja auch Sommerfrische), boomt die Region mit einem Freizeitangebot, das sich gewaschen hat.
Wo früher Abfahrtspisten und Ski-Schaukeln standen, überziehen nun gigantische Wasserrutschen, Hüpfburgen und Hängebrücken, die allesamt von den Gipfeln bis ins Tal reichen, die Gegend.
Die Betreiber werden reich und viele Arbeitsplätze gelten als gesichert.
Dennoch ist dies eine Entwicklung, die nicht jedem gefällt. Nicht jedem gefallen kann!

Kommissar Siler aus Salzburg zum Beispiel, hat sich seinen Wanderurlaub eigentlich ganz anders vorgestellt. Schwärmte ihm sein unter Demenz leidender Vater doch immer gerne von seinen eigenen Erlebnissen in den Bergen vor, wird er von den jetzigen Begebenheiten, die er dort vorfindet, zunächst jäh enttäuscht.
Lange braucht er sich diesbezüglich jedoch nicht mit Nachdenken zu beschäftigen, denn kurz nach seiner Ankunft kommt ihm die erste Leiche in die Quere.
Dann die nächste. Und auch diese wird nicht die letzte sein.
Es kommt wie es kommen muss - sein Urlaub artet in Arbeit aus und mit seinem neuen Partner begibt er sich auf halsbrecherische Mördersuche.
Schnell lassen sich Motive erkennen und schon bald gibt es Verdächtige und sogar Festnahmen.
Leider aber auch weitere Tote! Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und hochtourig werden auch die Verfolgungsfahrten, die nicht nur auf vierrädrigen Untersätzen stattfinden.

Rasante Aktion, glaubhaft beschriebene Zukunftsszenarien, überraschende Wendungen, ein wenig Humor, ein Schuss Erotik ...
Dieser Klimakrimi hat so ziemlich alles zu bieten, was sich der Leser eines solchen wünscht.
Es bleibt eine gewisse Nachhaltigkeit vorhanden. Ein dumpfes, beängstigendes Gefühl, das einen noch mehr über den Klimawandel nachdenken lässt, als schon zuvor.
Da stört es nicht allzu sehr, dass die Leichen einfach so "lala" daherkommen. Man erfährt erst hinterher ein wenig über sie und deshalb hat man keinen Bezug zu ihnen. Es bauen sich keine Emotionen auf, die einen hier erschüttern würden.
In diesem Punkt hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht.
Aber sonst - Topp!
Die Zukunft hat begonnen!


Pimp Your Kid - Frage nicht, was du für dein Kind tun kannst. Frage, was dein Kind für dich tun kann!
Pimp Your Kid - Frage nicht, was du für dein Kind tun kannst. Frage, was dein Kind für dich tun kann!
von Yvonne de Bark
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Vergnügen, 2. April 2013
Viele gute und schöne Einfälle hat sie da, die Yvonne de Bark. Sie beschreibt die doch so anspruchsvolle Aufgabe Kinder zu erziehen, so locker und fluffig, dass man zunächst meinen könnte, es gäbe nichts Leichteres im Leben.
Dem ist natürlich nicht so und auch daraus macht sie keinen Hehl. Sie sagt, wie es sein könnte, wenn die lieben Kleinen nur mitarbeiten würden, und wie es eben wirklich ist. Basta!
Dabei spielt eine wesentliche Rolle, die Erinnerung daran, wie es früher war, als sie selbst noch Kind gewesen ist.
Diesbezüglich hat mir die Geschichte mit dem Geschenkpapier sehr gut gefallen. Zur Erinnerung für die älteren unter uns und zur Information für die nachgekommenen Generationen:
Früher mussten die Geschenke ganz vorsichtig geöffnet werden, damit das Einwickelpapier nicht kaputt geht. Dieses wurde dann gebügelt, ordentlich gefaltet und zwecks weiterer Wiederverwendung sorgsam gelagert. Heute wären hierfür die Stromkosten schlicht und ergreifend zu hoch.
Beinahe das ganze Buch hindurch kann man schmunzeln.
Lauthals lachen musste ich beim Stichwort: "Headbanking". Nimmt es mir doch mein schlechtes Gewissen bezüglich eigener Erfahrungen in Sachen Austesten der eigenen Grenzen mit Hilfe von Alkohol in jungen Jahren".
Ihre Erklärung an den Arzt, der sie damals behandelte: "Headbangng, alssso, dasis, - achegahl, bin gegne eine Tür gelaufn."

Themen, die NICHT, also auch nicht ansatzweise witzig sind, werden auch nicht witzig gemacht. Derer gibt es Gottlob jedoch nur wenige. Zumindest in diesem Buch.
Bleibt jetzt noch zu hoffen, dass insbesondere die jungen Mütter, zwischen den ernstgemeinten und den augenzwinkernden Tipps die richtige Wahl treffen. Heutzutage weiß man ja nie ...

Mein Fazit:
Ein Buch für alle! Ob mit Kind, oder ohne. Denn eins steht fest: Wir ALLE waren mal ein solches und es wäre sehr schade, sich nicht mit Vergnügen an diese Zeit zu erinnern.


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