Fashion Sale Hier klicken Kinderfahrzeuge calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More sommer2016 designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16
Profil für Elena "lesetraeume.net" > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Elena "les...
Top-Rezensenten Rang: 5.965
Hilfreiche Bewertungen: 536

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Elena "lesetraeume.net" (NRW)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
These Vicious Masks
These Vicious Masks
von Tarun Shanker
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,90

4.0 von 5 Sternen Nichts ist, wie es scheint, 28. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: These Vicious Masks (Taschenbuch)
Inhalt
England im Jahr 1882: Evelyn ist gelangweilt von der Gesellschaft und ihren Erwartungen. Ihre Schwester Rose ist nicht zuletzt wegen ihrer Begabung als Krankenschwester in der Gesellschaft sehr beliebt, auch wenn diese Tätigkeit nicht standesgemäß ist. Als Rose unter sehr supekten Umständen verschwindet, reist Evelyn gegen den Willen ihrer Eltern nach London. Unterstützt wird sie vom schneidigen Mr. Kent und dem mysteriösen Mr. Braddock. Dieser behauptet, dass Rose und Evelyn über spezielle Heilkräfte verfügen. Lächerlich, glaubt Evelyn.

Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig, denn auch wenn Evelyn am liebsten jede Minute mit der Suche nach ihrer Schwester verbringen würde, muss sie auf ihrer beider Ruf achten und deshalb an gesellschaftlichen Aktivitäten teilnehmen, die sich nicht ohne Fallstricke erweisen. Zudem erkennt sie, dass es möglich ist, dass Mr. Braddock die Wahrheit sagt. Dass sie nicht die einzigen Menschen mit speziellen Fähigkeiten sind. Und dass Rose in noch größerer Gefahr als angenommen ist …

Meinung
Am Anfang fiel es mir etwas schwer, mich in „These Vicious Masks“ reinzufinden, vor allem da für mich einiges an Details unstimmig zu sein schien. Allerdings ist es so, dass ich meistens Romane aus der Regency-Zeit lese und nicht aus der späten viktorianischen Ära. Möglicherweise hatten sich die Sitten vielleicht schon dementsprechend geändert, so dass die Schilderungen im Buch weitestgehend akkurat sind. Auch Eve selbst missfiel mir, wie stark sie sich von den langweiligen gesellschaftlichen Konventionen abzugrenzen versuchte, sie wirkte mir in ihrer Art zu denken und zu sprechen zu modern. Nach der Abreise nach London war dies aber kaum mehr Thema für mich.

Eve ist ein interessanter Charakter, der immerzu mit dem Kopf durch die Wand will und sich damit in gefährliche Situationen bringt. Das Schöne ist, dass unangenehmen Konsequenzen für das undurchdachte Verhalten fast immer auf dem Fuß folgen und wenn nicht sofort, dann später. Weniger nervig als erwartet wurde der Wettstreit zwischen Mr. Kent und Mr. Braddock, was zum Großteil daran liegt, dass beide keine strahlenden Helden sind.

Ingesamt gefiel mir, dass das Geschehen mit der Zeit an Geschwindigkeit gewinnt und es die ein oder andere überraschende Wendung gibt. Da es – wie könnte es derzeit anders sein – eine Trilogie werden soll, ist am Ende zwar ein Bösewicht besiegt, die Geschichte aber noch lange nicht vorbei. Die Fortsetzung könnte interessant sein, aber ich brenne jetzt auch nicht drauf, diese zu lesen.

In einem Satz
Ein YA-Roman über paranomale Kräfte, angesiedelt in der viktorianischen Ära, der erstaunlich gut funktioniert.

4 Sterne


The One We Fell in Love With
The One We Fell in Love With
von Paige Toon
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,60

4.0 von 5 Sternen Definitiv mal was anderes, 19. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The One We Fell in Love With (Taschenbuch)
Inhalt

Phoebe ist hin- und hergerissen: Heiraten und zur Ruhe kommen oder in die französischen Alpen zurückkehren, um ihrer Leidenschaft zu folgen?

Eliza ist unglücklich in einen Mann verliebt, den sie nicht haben kann. Und ihr Traum von einer Karriere als Musikerin scheint den Bach runterzugehen.

Rose ist ohne Job und ohne Freund. Und um es noch schlimmer zu machen, ist sie gezwungen, zu ihrer Mutter zurückzuziehen.

Doch trotz all der Unterschiede haben die Schwestern zwei Dinge gemeinsam. Ihr Aussehen, denn sie sind eineiige Zwillinge. Und sie haben sich in den gleichen Mann verliebt: Angus.

Meine Meinung

Ich war sehr neugierig auf das Buch, wurde es im Vorfeld von einigen als das bislang beste Buch von Paige Toon angesehen. Auch fand ich die Ausgangssituation sehr spannend: Eineiige Drillinge, die in den selben Mann verliebt sind. Wie würde Paige Toon diesen Konflikt lösen? Klar war, dass irgendwann etwas dramatisches passiert. Um Spoiler zu vermeiden, bat die Autorin darum, von that bit zu sprechen. Ich sah that bit definitiv nicht kommen. Aber auch wenn es ein toller Plottwist war, hatte ich mir einen anderen Weg für die Geschichte gewünscht. So war mir dann doch alles zu einfach.

Generell kann ich viel Pro und Kontra zu "The One We Fell in Love With" anbringen: Einerseits sind die Schwestern schön ausgestaltet, aber anderseits mochte ich sie längst nicht so sehr wie andere Protagonisten vor ihnen. Besonders Phoebe fand ich eher weniger sympathisch. Einerseits gibt es schöne Liebesgeschichten, anderseits war es mir zuviel künstliche Verzögerung. Einerseits konnte ich die Schwierigkeiten bei dem Finden eines (neuen) Karriepfads nachvollziehen, anderseits fügte sich dann zum Schluss doch alles zu einfach.

Versteht mich nicht falsch: Es ist ein tolles Buch, indem Paige Toon vieles anders macht als sonst. Es gibt viele berührende Szenen. Das Wiedersehen mit Protagonisten aus den vorherigen Büchern fehlt nicht. Und ich habe das Buch in weniger als 48 Stunden durchgelesen. Dennoch sprang nicht ganz der Funke über. Dafür war mir dann von Anfang an zu klar, wie alles enden würde, auch wenn ich bei einer Sache falsch lag.

In einem Satz

Mal eine etwas andere Liebesgeschichte von Paige Toon.

4 Sterne


Morning Star: Book III of The Red Rising Trilogy
Morning Star: Book III of The Red Rising Trilogy
von Pierce Brown
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packender Abschluss der Red-Rising-Trilogie, 4. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Inhalt
Darrow hätte in Frieden gelebt, doch seine Feinde brachten ihm den Krieg. Als Roter war Darrow dazu bestimmt, sein Leben in den Minen von Mars zu verbringen. Doch die Hinrichtung seiner große Liebe führte dazu, das Darrow als Goldener wiedergeboren wurde. Erfolgreich infiltrierte er die goldene Gesellschaft und gewann schließlich die Schlacht um Mars. Doch der Moment, der Darrows größter Triumph sein sollte, wurde zu seiner schrecklichsten Niederlage: Verraten von ehemaligen Freunden, befindet er sich in der Gefangenschaft seines grausamsten Feindes. Doch trotz des vernichtenden Schlages, der Darrow und den Söhnen von Ares zugefügt wurde, lebt die Revolution noch immer.

Als Darrow endlich frei ist, findet er die Revolution im Zerfall vor, während seine mächtigen Feinde gnadenlos und ohne Skrupel handeln. Um zu gewinnen muss Darrow einmal mehr die im Dunkeln Gefesselten dazu bringen, ihre Ketten zu sprengen und die Welt umzustürzen, die ihre grausamen Meister geschaffen haben. Kann Darrow die Revolution hinter sich vereinen und zum Sieg führen?

Meinung
Was ich schon an den vorherigen Bänden mochte, wird hier nun ganz deutlich: Es gibt keine strahlenden Helden, an ihrer aller Händen klebt das Blut. Zudem ist der Grat zwischen Revolution und Terrorismus ein nur zu schmaler. Darrow beweist sich im dritten Band als Realpolitiker und schreckt nicht davor zurück, seine eigenen Leute zu opfern oder „false flag“-Operationen durchzuführen. Es gibt Führungskrisen und Meutreien, die ungewöhnliche Lösungen erforderlich machen. Und natürlich immer wieder wunderbar ausgebuffte Pläne, die für einen Plottwist nach den nächsten sorgen.

Im Vergleich zu den vorherigen Bänden werden hier verhältnismäßig wenig neue Charaktere eingeführt, dennoch hat Pierce Brown auch dieses Mal einige faszinierende Figuren geschaffen. Während Darrow in den ersten beiden Bänden die Verbündeten scheinbar nur zu zuströmten, muss er zudem in diesem abschließenden Teil hart dafür arbeiten, Neue für sich zu gewinnen und Alte an seiner Seite zu halten. Denn je größer die Revolution wird, desto fragiler wird das Gleichgewicht zwischen den Lagern.

Insgesamt gibt es auch im finalen Band wieder all die geschätzten Zutaten, die schon die beiden Vorgänger so groß machten, genannt seien halsbrecherische Aktionen, wagemutige Diplomatie und epische Weltraumschlachten. Was ich besonders an der Trilogie liebe, ist der Realismus: Statt eines einsamen Helden ist die Zusammenarbeit vieler nötig, um das Imperium zu stürzen – und mehr als einmal scheint Darrow alles um die Ohren zu fliegen, bevor es zur finalen Schlacht kommt. Auch der Schluss gefiel mir gut: Es herrscht nicht eitel Sonnenschein, sondern es ist allen bewusst, dass dies nur ein Etappensieg war.

Ich verbeuge mich an dieser Stelle vor Pierce Brown, denn mit dieser Trilogie hat er aus meiner Sicht ein Meisterwerk geschaffen. Ein Meisterwerk, dass Krieg in all seiner Grausamkeit zeigt und was der Kampf für eine gerechte Sache kostet. Diese Trilogie ist am Puls der Zeit.

In einem Satz
Der epische Abschluss einer fantastischen Trilogie, die selbst auf den letzten Metern noch immer wieder Plottwists vollführt.

5 Sterne


Baba Dunjas letzte Liebe: Roman
Baba Dunjas letzte Liebe: Roman
von Alina Bronsky
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,00

4.0 von 5 Sternen Wunderbar melancholisches Buch mit einer außergewöhnlichen Erzählerin, 28. Dezember 2015
Inhalt

Baba Dunja lebt in Tschernowo. Die ehemalige Krankenschwester führt dort mit wenigen Gleichgesinnten ein einfaches Leben: Das Wasser stammt aus einem Brunnen, Elektrizität gibt es nur gelegentlich und das Gemüse stammt aus dem eigenen Garten. Der Besuch der nächsten Stadt ist eine Tagesreise. Dennoch sind die Alten zufrieden. Doch Tschernowo ist alles andere als ein normales Dorf: Es liegt nach einem Reaktorunglück in der Todeszone.

Doch Baba Dunja und die anderen Rückkehrer fürchten die Strahlung nicht, schließlich sind sie alt oder totkrank. Obwohl es beschwerlich ist, ist Baba Dunja zufrieden mit ihren selbstbestimmten Leben. Dafür, dass ihre Tochter, die als Ärztin in Deutschland lebt, sie nie in Tschernowo besuchen kommt, hat sie jedoch vollstes Verständnis. Umso merkwürdiger ist es, als Fremde ins Dorf kommen ...

Meinung

Die Novelle "Baba Dunjas letzte Liebe" stand vier Wochen lang auf der Spiegel-Bestseller-Liste im Bereich Belleristik Hardcover. Mir wurde das Buch geschenkt mit den Worten, dass es echt toll ist und ich es unbedingt lesen müsste. Die Schenkerin hatte es in einem Rutsch in nur drei Stunden durchgelesen. Was soll ich sagen? Ich habe es auf einer Zugfahrt hin und zurück gestern durchgelesen und dabei vermutlich sogar weniger als drei Stunden gebraucht. Mit dem Klappentext hatte ich mich im Vorfeld nicht wirklich beschäftigt und aus meiner Sicht hat das auch überhaupt nicht geschadet.

Baba Dunja ist eine bemerkenswerte Erzählerin, sie beeindruckt mit ihrer lakonischen Art. Ihre Weltsicht ist einfach, stellenweise reaktionär zu nennen, und dabei doch voller Lebensklugkeit. Sie lässt mit detaillierten Beschreibungen an den alltäglichen Verrichtungen teilhaben und fesselt damit. Ihr Leben nimmt sie trotz all des Mühsals gelassen, lässt sich nicht vom Alter niederdrücken, "auch wenn ich keine 82 mehr bin". Auch die anderen Dorfbewohner entpuppen sich als echte Charakterköpfe.

Leider gefiel mir die Geschichte ab der Ankunft der Fremden nicht mehr ganz so gut. Doch warum das Buch mich nicht vollends überzeugen kann, liegt vor allem am Ende: Es ist zwar ein Schluss, aber mir bleiben zu viele Fragen ungeklärt. Sie völlig aufzuklären, hätte nicht zur Ambivalenz der Erzählung gepasst, aber es so vage zu lassen gefiel mir auch nicht. Dennoch hat mir das Buch mit dieser außergewöhnlichen Erzählerin unglaublich gut gefallen. Diese letzte Liebe ist einfach berührend.

In einem Satz

"Baba Dunjas letzte Liebe" ist ein wunderbar melancholisches Buch mit märchenhaften Zügen und einer außergewöhnlichen Erzählerin.

4,5 Sterne


The Lunar Chronicles 04: Winter
The Lunar Chronicles 04: Winter
von Marissa Meyer
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,30

3.0 von 5 Sternen Leider kein krönender Abschluss der Lunar Chronicles, 23. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: The Lunar Chronicles 04: Winter (Taschenbuch)
Inhalt
Prinzessin Winter wird für ihre Anmut, Güte und Schönheit bewundert – trotz der Narben in ihrem Gesicht. Ihre Schönheit gilt als noch atemberaubender als die von Königin Levana. Seit Kindertagen steht ihr Jacin zu Seite, mittlerweile eine gut aussehende Palastwache. Ihre Gefühle füreinander dürfen sie jedoch nicht zeigen, andernfalls würden Levana ihre Romanze zerschmettern, bevor sie überhaupt begonnen hat. Doch auch so schweben die Beiden in ständiger Gefahr …

Währendessen bereitet Cinder sich mit ihren Freunden darauf vor, den Kampf zu Levana zu tragen. Doch dafür müssen sie nach Lunar und nichts weniger als eine Revolution entfachen. Werden die Leute glauben, dass Cinder die lang verschollene Prinzessin Selene ist und ihrem Aufruf zum Widerstand folgen? Alte Verbündete und neue Freunde stehen Cinder in diesen entscheidenden Tagen bei. Kann es ein Happyend für Cinder, Scarlet, Cress und Winter geben?

Meinung
Zunächst einmal möchte ich meinen Bedauern Ausdruck verleihen, dass ich 2014 die ersten drei Bände nicht rezensiert habe. „Cinder“ war ein grandioser Auftakt, „Scarlet“ war fantastisch und auch „Cress“ hat mir gut gefallen. Wer also mit dieser Reihe liebäugelt, sollte sie meiner Meinung nach unbedingt lesen!

Leider kann „Winter“ mit den vorherigen Bänden nicht wirklich mithalten. Die Ursache sehe ich vor allem in der Konstruktion: Im ersten Band spielt Cinder die Hauptrolle, wobei auch Iko und Kai wichtig sind. Im zweiten Teil kommen Scarlet und Wolf hinzu. Im dritten Buch stoßen Cress und Thorne dazu. Und jetzt im vierten Band komplettieren Winter und Jacin die Runde. Außerdem hat auch Levana ihre Auftritte. Natürlich ist es nicht unmöglich, aus so vielen Perspektiven eine Geschichte spannend zu erzählen. Aber hier wirkte es so, als wollte Marissa Meyer jeden Charakter gerecht werden, den Liebesturbulenzen ausreichend Raum geben – und ließ die Geschichte deshalb ausufern, auf Kosten des Spannungsbogen. Versteht mich nicht falsch, ich habe die Charaktere alle sehr lieb und mochte die zahlreichen Neckereien und Wortgefechte. Doch obwohl die Handlung innerhalb weniger Tage spielt, kam sie gefühlt überhaupt nicht vom Fleck.

Außerdem kam die Titelfigur Winter aus meiner Sicht – trotz des oben geschilderten – viel zu kurz: Während Cinder und Scarlet in ihren Büchern eindeutig die Hauptrolle spielte und Cress zumindest einen Großteil einnahm, lief Winter hier mehr so nebenher mit. Die Sache mit den Halluzinationen hätte interessant sein können, war aber einfach nur nervig. Die Erklärung, warum sie ihre Gabe nicht nutzt, war arg kurz und zudem ziemlich schwach. Auch die love story hätte ich dann doch ein wenig anders aufgezogen. Aus meiner Sicht waren die Kapitel mit ihr die Schwächsten des Buches und das fand ich dann doch ziemlich schade.

Ansonsten fehlte der Handlung die überraschenden Elemente: Die Freunde werden getrennt, müssen sich in verschiedenen Konstellationen durchkämpfen, sich ihren schlimmsten Ängsten und Feinden stellen – alles erwartbar und auch schon vorher so passiert. Richtig eng wird es für die Hauptfiguren eigentlich nie. Und nachdem Levana endlich besiegt wurde, gibt es noch paar Dutzend Seiten, die alles nochmal richtig rund machen sollen und sich wie ein endloser Epilog lesen.

Insgesamt daher eine interessante Geschichte, der aber die Spritzigkeit und Wendigkeit der vorherigen Büchern fehlt, sondern vergleichsweise behäbig daher kommt. Statt also einen finalen Paukenschlag zu setzen, wirkt es so, als hätte Marissa Meyer streckenweise fast den Faden verloren und nur knapp ein Ende gefunden. Dennoch werde ich die Lunar Chronicles weiter in Ehren halten, denn vor allem die ersten beiden Bände konnten mich total überzeugen und die Figuren sind einfach unvergesslich!

In einem Satz
Ein schöner Abschluss der Lunar Chronicles, in dem aber die eigentliche Hauptfigur zu kurz kommt und wo die Dynamik und das Überraschende der vorherigen Bände fehlt.

3,5 Sterne


An Ember in the Ashes
An Ember in the Ashes
von Sabaa Tahir
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,10

3.0 von 5 Sternen Zahlreiche Schwächen, 1. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: An Ember in the Ashes (Gebundene Ausgabe)
Inhalt
Das Imperium hält seit Jahrhunderten Laias Volk in seinem eisernen Griff. Wer sich widersetzt, wird mit erbarmungsloser Härte von den Trägern der silbernen Maske bestraft. In dieser Welt fristet Laia mit ihren Großeltern und ihren älteren Bruder ihr Dasein in verarmten Hinterhöfen. Doch eines Tages kommen Soldaten zu Laias Haus, töten ihre Großeltern und nehmen ihren Bruder als Verräter mit. Laia sieht ihre einzige Hoffnung darin, sich an den Widerstand zu wenden. Währenddessen bereitet in der Militärakademie der Elitesoldat Elias seine Flucht vor, denn er will sich nicht an der Tyrannei beteiligen.

Als Laia den Widerstand findet, verlang er für die Befreiung ihres Bruders einen hohen Preis: Sie soll für den Widerstand spionieren. Dazu wird sie als Sklave an die wichtigste Militär-Akademie des Empires verkauft. Elias hingegen sieht sich aufgrund eines unerwarteten Ereignis ungeahnten Herausforderungen gegenüber. Wird Elias die tödlichen Trials überleben? Und wird Laia es gelingen, ihren Bruder zu befreien? Sie beide ahnen nicht, dass ihre Schicksale miteinander verwoben sind …

Meinung
Was für die Modewelt die IT-Bags sind, sind in der Buchbloggerwelt die Must-Have-Bücher. Bücher, die jeder Blogger gelesen haben sollte, der ein bestimmes Genre favorisiert. Und dann gibt es die gehypten Bücher, die als Must Have angepriesen werden. Die fast direkt übersetzt erscheinen. Und leider den Anspruch dann nicht annähernd gerecht werden. Ich gebe an dieser Stelle offen zu, dass ich mich vom Hype habe anstecken lassen habe und dieses Buch dann lesen wollte, obwohl mich der Klappentext schon nicht vollends überzeugte. Und tatsächlich haben sich meine Vorbehalte bestätigt. Ich versuche meine Schwierigkeiten mit der Geschichte der Reihe nach zu benennen.

Fangen wir mit den Protagonisten an: Elias und Laia, aus deren Sicht abwechselnd die Geschichte erzählt wird. Positiv sei angemerkt, dass hier das Potenzial zweier Perspektiven sinnvoll genutzt wird und beide Charaktere jederzeit interessant zu verfolgen sind – etwas, dass in vielen YA-Büchern misslingt. Leider kämpfte ich jedoch mit den Charakterzeichnungen, die für mich äußerst widersprüchlich waren: Elias, der einerseits monatelang unbemerkt seine Desertation vorbereiten kann, aber dann anderseits unfähig scheint, sich kurz vor dem Ziel zusammenzureißen. Laia, die sich einerseits ständig als hasenfüßig beschreibt, sich anderseits aber ohne Nachzudenken in die größten Gefahren begibt. Als wenn beiden Protagonisten auf einmal das Bewusstsein verloren gegangen wäre, in was für einer Welt mit all ihren Risiken sie leben. Ganz schwierig wird es, wenn es zu den unvermeintlichen Liebeswirren kommt. Da gefielen mir die Nebencharaktere schon besser, die trotz nicht immer sofort nachvollziehbaren Verhalten wesentlich logischer agierten.

Ein vielleicht noch größeres Manko ist das Worldbuilding. Die Autorin ist ganz offensichtlich von der römischen Antike inspiriert. Aber der herrschenden Klasse einfach römische Namen zu verpassen, die „merkwürdigen Wesen“ Auguren zu nennen plus das Ausleihen einiger anderer Bezeichnungen – das funktionierte für mich so überhaupt nicht, da die Geschichte so offensichtlich nicht in unserer Welt spielt und es dementsprechend keine römische Antike gab. Besser hat es meiner Meinung nach mit den afrikanischen und orientalischen Anleihen funktioniert, auch wenn hier eine noch bessere Einbindung möglich gewesen wäre.

Leider erfährt man generell sehr wenig über das Aussehen der Welt und die einzelnen Kulturen: Während sich manche Autoren in endlosen Details ergehen, muss der Leser sich hier aus wenigen Brocken selbst ein Bild machen. Außer anhand der Namen bleiben die Unterschiede zwischen den Volk der Martials und der Scholars recht unbestimmt. Widersprüchlich wird es dennoch, vor allem wenn es um die Kultur der herrschenden Klasse der Martials geht: Einerseits wird gnadenloser Gehorsam und erbitterte Disziplin gefordert, anderseits werden willkürlich Sklaven geschlagen und vergewaltigt. Solch sinnlose Gewalt passt für mich einfach nicht zu einer organisierten Herrschaft. Überhaupt ufert die Gewalt für ein Jugendbuch schon ziemlich stark aus, was ich zunächst so nicht erwartet hätte.

Auch die Handlung selbst konnte bei mir nicht übermäßig punkten: Immer wieder gab es interessante Ansätze und spannende Wendungen, doch im Großen und Ganzen blieb sie erwartbar und war damit längst nicht so aufregend, wie sie hätte sein können.

Insgesamt war das Buch flüssig zu lesen und es hat mich gepackt, ich fand die Trials aufregend, das Ende überraschend und ich will gern wissen, wie es in „A Torch Against the Night“ weitergeht. Trotz der vielen vorangegangenen Kritik fand ich meine Zeit mit den Buch keinesfalls verschwendet. Doch es bleibt auch ganz klar zu sagen, dass es bei weitem nicht das versprochene Highlight war.

Noch eine letzte Anmerkung: Das Ende ist für mich der Abschluss der Geschichte kein wirkliches Ende, daher finde ich es schon ein starkes Stück, dass das Buch ursprünglich als Stand Alone vermarktet wurde. Wirtschaftlicher Erfolg als Bedingung für eine Fortsetzung hin oder her!

In einem Satz
Eine mittelmäßige Geschichte, denn sie hat weder eine besonders innovative Story, noch überzeugende Charaktere oder ein hervoragendes World Building zu bieten – die einzelnen interessanten Ansätze reichen nicht aus, um sie zu einem Highlight zu machen.

3,5 Sterne


Uprooted
Uprooted
von Naomi Novik
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,30

5.0 von 5 Sternen Eine märchenhafte Geschichte voller Magie, die verzaubert!, 20. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Uprooted (Gebundene Ausgabe)
Inhalt
Agnieszka liebt ihr Zuhause im Tal, ihr ruhiges Dorf, den Forst und den leuchtenden Fluss. Doch am Rand steht der verdorbene Wald, voll heimtückischer Macht, sein Schatten liegt über ihrem Leben. Ihre Leute sind auf einen nur als der Drache bekannten kalten, ehrgeizigen Zauberer angewiesen, um die Macht des Waldes fernzuhalten. Doch er verlangt einen furchtbaren Preis für seine Hilfe: Eine junge Frau muss ihn überreicht werden um ihn für zehn Jahre zu dienen, ein Schicksal beinahe so furchtbar wie verloren an den Wald zu sein.

Die nächste Auswahl nähert sich rasch und Agnieszka fürchtet sie. Sie weiß ' jeder weiß es ' dass der Drache Kasia nehmen wird: Die schöne, anmutige, tapfere Kasia ' all die Dinge, die Agnieszka nicht ist ' und ihr liebster Freund in der Welt. Nichts und niemand kann sie davor schützen. Aber niemand kann vorhersagen wie oder warum der Drache ein Mädchen wählt. Und wenn er kommt, wird er nicht Kasia mit sich nehmen.

Meinung
Dieses Buch hat mich in jeder Hinsicht verzaubert. Ich liebe das wundervolle Cover, dass ich endlos anstarren könnte. Insbesondere deshalb, weil es im Laufe der Handlung mit Bedeutung angefüllt wird und dadurch für mich noch schöner wurde. Außerdem der Erzählstil, so wunderbar märchenhaft. Die hinreißende Magie, voller Wunder. Und dann ist da Agnieszka: Tollpatschig und ungeschickt. Und beherzt, wenn es darauf ankommt. Ich mag an dieser Geschichte, dass hier eine Heldin ist, die sich traut ihren eigenen Weg zu gehen. Die dabei auch einige Male auf die Nase fliegt.

Auch wenn sie mich nicht groß gestört haben, hat die Geschichte auch Schwächen: Nachdem es zu Beginn ziemlich schnell mit den Entwicklungen geht, fließt ' ja fast schon mäandert ' die Handlung gemächlich über weite Strecken vor sich hin. Doch empfand ich es als angenehm, dass sich nicht jede Entwicklung vorhersagen lässt und genoss es einfach den Weg von Agnieszka zu folgen. Manche mögen zu recht anmerken, dass die Liebesgeschichte in diesem Buch nur sehr schwach entwickelt ist: Es gibt nur zwei Szenen, wo sich die Figuren wirklich näher kommen. Dennoch gefiel mir die Romanze, sie war stimmig und die beiden Szenen mehr als großartig. Sie bleiben im Gedächtnis haften.

Was mich vor allem davon abhält die vollen fünf Sterne zu vergeben, ist das Ende, wo ich noch ein paar Erklärungen vermisst habe. Außerdem sind die Charaktere dann doch recht eindimensional und schwarz-weiß gezeichnet, wobei ich dies als relativ märchentypisch empfinde. Doch trotz dieser Kritik ein absolutes Lieblingsbuch!

Fazit
Eine märchenhafte Geschichte voller Magie, die verzaubert!

4,5 Sterne


Silber - Das dritte Buch der Träume: Roman
Silber - Das dritte Buch der Träume: Roman
von Kerstin Gier
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Träumen ist gefährlich!, 9. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Inhalt

Nie war das Träumen gefährlicher für Liv und ihre Freunde. Schließlich ist Anabel aus der Psychatrie entkommen und Arthur setzt seine Fähigkeiten mit verherrenden Folgen ein. Das Bocker mischt sich in die Hochzeitsplanungen von Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest ein. Und dann ist da noch die Sache mit dem ersten Mal, die Liv zu einer folgenschweren Lüge gegenüber Henry veranlasst.

Während Anabel immer stärker an ihren Dämon glaubt, sinnen die Freunde verzweifelt darüber nach, wie sie Anabel zu ihrer Verbündeten machen können. Denn nur gemeinsam können sie Arthur stoppen. Dieser schreckt derweil bei seinen Manipulationen vor nichts zurück und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es lebensbedrohlich wird. Und als wäre das nicht alles genug, verheddert sich Liv immer mehr in ihre Lüge.

Meinung

Normalerweise ist der dritte Band einer Trilogie der Höhepunkt. Hier hingegen geht der Geschichte dann doch ein wenig die Puste aus. Ich fand den dritten Teil längst nicht so unterhaltsam und amüsant wie seine Vorgänger, auch die neuerlichen Entwicklungen waren längst nicht so abenteuerlich wie erhofft.

Neben dem Kampf gegen die Bedrohung, die von Arthur und Anabel ausgeht, dreht sich die Geschichte vor allem um die Komplikationen, die für Liv daraus erwachsen, dass sie gegenüber Henry einen Freund erfindet ' statt einfach zuzugeben, dass sie noch Jungfrau ist. Das sorgt natürlich für jede Menge peinliche und schräge Situationen, erreichte aber für mich längst nicht den gleichen Spaßfaktor wie die Verwicklungen in den vorherigen Bänden.

Selbst die Enthüllung, wer denn nun Secrecy ist, konnte mich nicht wirklich packen. Sie war auf ihre Weise recht geschickt, aber so ganz logisch erschien sie mir dennoch nicht. Die Lösung für das Arthur-Anabel-Problem war mir etwas zu gefällig. Und was die Sache mit den Traumkooridoren angeht, da wurde praktisch überhaupt nichts aufgelöst.

Das soll nicht heißen, dass mir die Geschichte überhaupt nicht gefallen hat. Arthur hat einige wirklich furchteinflössende Tricks auf Lager und auch Anabel ist ziemlich unheimlich. Die Planung der Hochzeit von Livs Mutter mit Graysons Vater geht dank der Einmischung des Bockers natürlich alles andere als unkompliziert ab, auch wenn sich hier mehr hätte rausholen lassen. Lotties Entwicklung war interessant, wenn ich sie nicht ganz zu ihr passend fand. Insgesamt fand ich vieles etwas unrund und an einigen Stellen Potenzial verschenkt. Kurzum: Schöner Trilogie-Abschluss, der mich aber nicht umgehauen hat.

Der glänzende, silberne Umschlag sieht übrigens spektakulär aus. Hat aber leider den Nachteil, dass jeder Fingerabdruck darauf zu sehen ist, die sich zudem relativ schwer abwischen lassen. Beim aufgeklebten Booklet möchte ich Entwarnung geben: Obwohl es unmittelbar auf dem Umschlag angebracht ist, lässt es sich leicht und spurenfrei ablösen. Was ja leider keine Selbstverständlichkeit ist. Damit macht FJB auf die Möglichkeit aufmerksam, mittels Code je zwei Umschläge mit Vornamen der eigenen Wahl zu gewinnen. Nebenbei kann auf der Website auch eine eigene Traumtür gestaltet werden.

Fazit

Schöner Abschluss der Trilogie, der aber längst nicht so spritzig wie die vorherigen Bände ist.

4 Sterne


Stars Never Rise
Stars Never Rise
von Rachel Vincent
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,43

5.0 von 5 Sternen Spannender Pageturner, 8. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stars Never Rise (Taschenbuch)
Inhalt

Nach dem Auftauchen der Dämonen sind Seelen zu einen knappen Gut geworden, wie in anderen Städten hat die Vereinigte Kirche seit dem Krieg die Kontrolle in New Temperance. Doch statt um ihre Seele sorgt sich Nina vor allem um die Sicherheit ihrer Schwester Mellie. Als Nina entdeckt, dass Mellie ein existenzbedrohendes Geheimnis hat, ist sie bereit alles zu tun, um ihre Schwester zu beschützen. Denn die grausame Kirche kennt kein Erbarmen mit Sündern.

Doch gibt es überhaupt einen Ausweg aus der dramatischen Situation? Zudem jagt ein erschütterndes Ereignis das Nächste. Unversehens befindet sich Nina auf der Flucht und muss Finn vertrauen, einen mysteriösen Flüchtling, der ihr bereits einmal das Leben gerettet hat. Doch warum helfen er und seine Freunde ihr? Nina ahnt nicht, wie viele Geheimnisse sie in den nächsten Tagen noch aufdecken wird …

Meinung

Mich hat der Anfang der Geschichte recht stark an “The Immortal Rules” von Julie Kagawa erinnert, so dass mich der der “große plot twist” nicht sonderlich überraschen konnte. Im weiteren Verlauf manifestieren sich dann auch einige Ähnlichkeiten zu der “Soul Screamers”-Reihe, wobei es zum Glück auch jede Menge Unterschiede gibt. Mir hat das neuartige Konzept des Exorzismus sehr gut gefallen, es hat viele interessante Details und bietet noch einiges an Potenzial.

Die Charaktere sind relativ individuell ausgestaltet. Mir gefiel besonders, dass Nina nicht als superintelligent dargestellt wird, aber dennoch einigermaßen gewieft ist. Nichts nervt mehr als eine angeblich so schlaue Heldin, die sich dann ziemlich dämlich anstellt. Finn ist ein sehr interessanter Charakter, der sehr viele Möglichkeiten bietet. Ich bin schon extrem neugierig, was Rachel Vincent sich für ihn alles einfallen lassen wird. Die anderen Figuren sind vielfältig angelegt und auch wenn nur wenig Zeit dafür blieb, bekamen sie alle schon mal eine interessante Hintergrundgeschichte skizziert.

Am Ende der Geschichte gibt es bereits einige Andeutungen zum mutmaßlichen Endgegner. Auch wenn diese – wohl absichtlich – ziemlich wirr gehalten sind, zeichnet sich hier schon die nächste Überraschung ab. Mir fehlen generell noch paar Erklärungen zur Welt, zudem gibt es noch einige potenzielle Ungereimtheiten. Jedoch handelt es sich hier um einen Zweiteiler, so dass diese Lücken noch geschlossen werden können. Möglicherweise aber auch nicht, aber man kann ja hoffen. Insgesamt sicherlich keine tiefschürfende Lektüre mit völlig unvorhersehbaren Wendungen, aber dennoch ein extrem unterhaltsamer Pageturner mit jeder Menge Aktion.

Fazit

Rasanter und fesselnder Auftakt einer Dilogie mit einer faszinierenden Mischung aus Dystopie und Urban Fantasy.

4,5 Sterne


The Life List
The Life List
von Lori Nelson Spielman
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,20

5.0 von 5 Sternen Feel-Good-Book, 1. August 2015
Rezension bezieht sich auf: The Life List (Taschenbuch)
Inhalt

Brett Bohlinger scheint alles zu haben: einen Traumjob, eine wunderschöne Wohnung und einen gutaussehenden Freund. Doch dann stirbt ihre geliebte Mutter und hinterlässt ein Testament mit einer großen Bedingung: Um ihr Erbe zu erhalten, muss Brett ihre Liste von Lebenszielen abschließen, welche sie als Vierzehnjährige geschrieben hat. Kann Brett die Ziele, welche teilweise völlig unerreichbar oder überholt scheinen, in nur zwölf Monaten erreichen?

Brett begibt sich widerwillig auf eine abenteuerliche Reise um ihre jugendlichen Träume zu erfüllen, was ihr Leben völlig auf dem Kopf stellt. Unterstützt wird sie dabei von einem Anwalt, der ihr zudem nach jeden Abschluss eines Ziels einen Brief von ihrer Mutter vorliest. Eine Sache wird allmählich klar: Manchmal können die schönsten Geschenke des Lebens in völlig unerwarteten Plätzen gefunden werden.

Meinung

Ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass das deutsche Cover eine Abwandlung des britischen Originals ist, wobei mir die Ursprungsversion wesentlich besser gefällt: Schön farbenfroh statt vornehmer Blässe. Das passt auch besser zum trotz der Trauer gar nicht trüben Geschichte. Kein Wunder, dass ich mich von der deutschen Ausgabe nicht angesprochen gefühlt habe.

Doch kommen wir zum Buch selbst: Es ist vorhersehbar. Die Hindernisse beim Erfüllen der Lebensliste sind weitestgehend lachhaft. Brett Bohlinger scheint ihr ganzes bisheriges Leben in einer Luftblase gelebt zu haben, meilenweit weg von der Realität normaler Leute. Ihre Probleme bestehen vor allem aus ihren viel zu geringen Selbstwertgefühl verbunden mit der Verleugnung ihrer Bedürfnisse. Brett ist als Heldin daher zwar nicht nervig anstrengend, aber ruft bei mir nicht die größte Empathie hervor. Zum Glück wird das Buch aus der Ich-Perspektive von Brett erzählt, sonst würde es wohl mit der Sympathie überhaupt nicht funktionieren.

Tiefe, Innovation, Spannung, das alles sucht man in diesem Buch vergeblich. Warum mir das Buch dennoch gefallen hat? Es war angenehm zu lesen: Die enge Beziehung von Brett zu ihrer Mutter wirkte tröstlich. Das Verhältnis von Brett und ihrem Anwalt war stellenweise einfach goldig. Es gibt bis auf zwei, drei Personen überhaupt keine Bösewichte im Buch, dafür jede Menge sympathische Figuren mit leicht verzeihbaren Makeln. Überhaupt entspannte die Geschichte. Das Ende war fast wie erwartet. Auch wenn für mich eins, zwei Details fehlten um die Sache komplett rund zu machen. Insgesamt hat die Geschichte hervorragend als Feel-Good-Book funktioniert. Und mehr hatte ich mir auch nicht erwartet.

Fazit

Ein Feel-Good-Movie in Buchform, wunderbar zum Entspannen.

4,5 Sterne


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20