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Rezensionen verfasst von
filmjunkie

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Open Hearts
Open Hearts
DVD ~ Mads Mikkelsen
Wird angeboten von Joe2000
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Open Hearts - the movie is awesome the DVD not so much..., 21. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Open Hearts (DVD)
Joachim's life changes in the blink of an eye when he gets hit by a car while seeing off his soon to be wife Cecilie. When he wakes up again the doctors tell him that he will remain paraplegic for the rest of his life. Joachim decides to break up with Cecilie against her own will to spare her to marry a disabled man and withdraws back into himself - bitter and depressed. All attempts of Cecilie to stay by his side are fruitless...Joachim expressively forbids her to visit him again. Cecilie is lonely and begins a friendship with Niels which is not only a doctor at Joachim's hospital, but also the husband of the woman who was involved in Joachim's car accident. Niels and Cecilie's relationship grows closer and soon they're having an affair...
Open Hearts is one awesome piece of Danish cinema about how ridiculous and hard life can be at times. The cast (Sonja Richter as Cecilie,Nikolaj Lie Kaas as Joachim, Mads Mikkelsen as Niels) couldn't have been better and the story is very touching and reflects almost philosophically about relationships and life while it never feels like an intellectual overstatement, but can be described as a very truthful story about three people who're looking for a way out of their personal crises and the existential perplexity they are in.
However, the DVD is a catastrophe because the image editing is the worst and one has only two options to watch the movie: either in Danish without any subtitles or the dubbed German version. It is beyond me why. It wouldn't have been that hard to just provide English or German subtitles for the Danish version. That's the reason for my decision to give it only 3 stars instead of 5.


Die Eiserne Lady
Die Eiserne Lady
DVD ~ Meryl Streep
Preis: EUR 6,66

13 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Iron Lady - mehr als ein altbackenes politisches Portrait, 8. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Eiserne Lady (DVD)
Die Eiserne LadyLeider haben sehr viele Vorgänger-Rezensenten den Anspruch der Produzentin und Regisseurin Phyllida Lloyd nicht verstanden, deswegen möchte ich mir auch noch einmal die Mühe machen, eine Rezension des Filmes anzustellen. Der Film handelt eben nicht um das Politiker-Portrait Maggie Thatchers, sondern es geht Lloyd um die Privatperson Thatcher, ihre Biographie, sowie den Prozess des Alterns und das Leben mit der Krankheit Alzheimer.
Ich persönlich fand es geradezu erfrischend, dass es sich eben nicht um ein altbackenes Politiker-Portrait gehandelt hat, sondern um einen Film, der den Menschen und seine Leiden(schaften) in den Mittelpunkt des Geschehens rückt. Gut, die Rückblenden waren wenig einfallsreich in Szene gesetzt, das ist aber auch schon alles, was man dem Film vorwerfen kann. Die Brillanz mit der Meryl Streep Maggie Thatcher verkörpert, ist fast schon erschreckend...ich persönlich habe den Film im Original gesehen, deshalb bin ich umso mehr begeistert von Streeps Fähigkeiten als US-Amerikanerin den britischen Akzent perfekt hinzubekommen, schließt man im Kinosaal die Augen, denkt man, Thatcher ist tatsächlich auf der Leinwand, obwohl auch mit offenen Augen die Maske der alten Thatcher genialisch ist. Roy Helland, der Maskenbildner, der verdient seinen ersten Oscar für die Verwandlung Streeps in eine 80ig-Jährige bekommen hat, hat großartige Arbeit geleistet.
Jim Broadbent spielt den verstorbenen Mann Thatchers, der ihr in den schlimmsten Phasen ihrer Alzheimer-Erkrankung erscheint, mit dem sie spricht, der ihr Gewissen darstellt, der auch filmisch dazu da ist, die Flashbacks in die Vergangenheit einzuleiten. Broadbent und Streep spielen sich gegenseitig an die Wand, es macht viel Spaß, den beiden in gemeinsamen Szenen zuzusehen. Daneben gibt es wunderbare Szenen im britischen Parlament und im Großbritannien der 70er und 80er Jahre. Was kann man mehr von einem Film erwarten? Und um es noch einmal zu sagen, Meryl Streep hat ihren Oscar für diese Performanz rechtmäßig verdient. Ich denke nicht, dass irgendeine andere Schauspielerin Thatcher überzeugender und mit mehr Herzblut hätte spielen können.
Ich gebe dem Film 5 Sterne, weil er mir seit langem einmal wieder eine Tour de Force durch menschliche Gefühlstiefen geboten hat und weil die Darstellung und das Setdesign, die Musik und der Plot einfach wunderbar gewesen sind!!!
PS: Wer unbedingt eine altbackene, Detail-versessene Politiker Biographie haben möchte, der soll halt in den Buchladen gehen oder sich einen Doku-Channel anschauen, da wird sowas täglich und alltäglich geboten!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 8, 2012 7:19 PM MEST


Dark Harbor - Der Fremde am Weg
Dark Harbor - Der Fremde am Weg
DVD ~ Alan Rickman

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine! englische Tonspur, 27. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dark Harbor - Der Fremde am Weg (DVD)
Ich habe mir den Film hauptsächlich gekauft, um meine Alan Rickman Filmsammlung zu erweitern. Wenn ich gewusst hätte, dass auf der DVD nicht einmal die englische Tonspur drauf ist, hätte ich es gelassen. Der Film ist mittelmäßig und zäh. Einzig und allein Rickman macht den Film interessant. Die Story ist sowas von durchschaubar...schon nach zwanzig Minuten war mir klar, dass das ne Dreiecksgeschichte ist, die einer der Protagonisten nur als Leiche wieder verlässt. Die Geschichte wirkt schlimm konstruiert und man fragt sich bis zum Schluss, warum der arme David sich nicht einfach scheiden lässt, wenn er doch schwul ist und seine Frau in all den Jahren unerträglich fand...die kleine Anspielung darauf, dass er am Ende alles erbt und sie aus einer reichen Familie stammt, ist mir da bei weitem nicht genug. Ausserdem wird der Zuschauer bis zum Ende im Unklaren gelassen, wie sich David und sein junger Freund überhaupt kennenlernten...Der Plan der Beiden scheint gezwungen und konstruiert - einfach lächerlich, ebenso wie diese angedeutete Pilzvergiftung...Wieso sollte die Protagonistin sich quasi selbst mit dem Pilz töten...sie hätte sich doch einfach von David trennen können. Diese Verwirrungen kommen zu stande, weil der Film alles irgendwie nur andeutet, ohne eine klare Storyline zu spinnen...mehr als ärgerlich!
Und es ist, um es nochmals zu betonen, total dumm, da die Originaltonspur nicht mit auf die DVD zu setzen: Was soll das denn???
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 7, 2013 6:07 PM MEST


Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders (Einzel-DVD)
Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders (Einzel-DVD)
DVD ~ Ben Whishaw
Preis: EUR 5,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein guter Film - aber den Machern fehlte es an Mut zur Inszenierung!, 27. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Geschichte dürfte allen beim Durchlesen der anderen Rezensionen bekannt sein, Jean-Baptiste Grenouille, dessen Vorname im Zusammenhang steht mit der biblischen Gestalt Johannes des Täufers und dessen Nachname auf dem französischen Wort "Kröte" oder "Frosch" basiert, ist die Hauptperson des Filmes, um den sich alle anderen Personen gruppieren. Die Geschichte beginnt an dem stinkendsten Ort in Paris und endet auch dort. Jean-Baptiste, ein im Buch äußerst häßlicher Zeitgenosse, wird ins Zeitalter der Aufklärung hineingeboren, erscheint aber wie ein Relikt aus einer Epoche, die der Zeitgeist zu überwinden trachtet. Grenouille, gespielt von einem noch viel zu ästhetisch in Szene gesetzten Ben Whishaw, stellt im Laufe seines Heranwachsens unter widrigen Umständen bei einem Gerber fest, dass er die Fähigkeit hat, alle Düfte der Welt zu erriechen und zu klassifizieren und wieder zu erkennen, dass er überhaupt besser und anders Geruch wahrnehmen kann, als alle anderen Menschen auf der Welt. Er ist ein notorischer Einzelgänger, andere Menschen verabscheuen und fürchten ihn. Durch sein Heranwachsen als Leibeigener eines brutalen Gerbers und jegliches Fehlen menschlicher Wärme, wird im Film andeutungsweise das Fehlen eines moralischen oder emotionalen Wertesystems Grenouilles erklärt. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als er während eines Ausflugs durch Paris, einem wundersamen Duft folgt, der, wie sich herausstellt zu einer jungen Frau gehört, die Mirabellen verkauft, im Film wird die Frau, die im Buch als um einiges jünger beschrieben wird (13 Jahre) von Karolin Herforth verkörpert. Grenouille benimmt sich völlig wahnsinnig, indem er nur an ihrer Duftnote, aber um kein Gespräch zu der jungen Frau bemüht ist. Sie versucht noch, ihm eine Mirabelle zu reichen, bevor sie begreift, dass er ganz anderes im Sinn hat, aus Angst beginnt sie zu schreien, worauf hin Grenouille ihr Mund und Nase zuhält, und sie damit unbeabsichtigt erstickt. Anstatt Reue zu zeigen, versucht er, all ihren Duft in sich aufzunehmen. Dieses Schlüsselereignis, das im klar macht, dass er ihren Duft nicht konservieren kann, bringt ihn zu dem Verlangen, mehr über die Herstellung und Verarbeitung von Düften zu erfahren. Hier beginnt eine durchaus amüsante Passage des Filmes, weil die neue Figur des Parfumeurs Baldini, gespielt von einem fantastischen Dustin Hoffman, ins Spiel gerät. Er nimmt sich Jean-Baptiste an und versucht ihm, die Feinheiten der Parfumherstellung beizubringen. Natürlich erst nachdem Grenouille ihn durch sein Können davon überzeugt hat, dass er ein brauchbarer Lehrling für ihn sein könnte. Eine der meiner Meinung nach besten Stellen im Film besteht in einer Szene zwischen Baldini und Grenouille. Baldini überrascht Grenouille nachts dabei, wie der verzweifelt versucht, den Geruch von Metallen, Stoffen, sogar Tieren zu konservieren.Baldini findet dabei auch seine tote Katze im Bottich wieder! Grenouille wird krank, weil er erkennt, dass er mit Baldinis Methoden nicht an sein Ziel gelangt, nämlich den Duft von Frauen konservieren zu können. Baldini verrät ihm, dass es eine neue, ihm unbekannte Methode in Grasse gibt. Grenouille wird gesund, stellt hunderte Duftnoten her, gewinnt im Gegenzug den Gesellenbrief und zieht nach Grasse.
Dort beginnt dann der Hauptteil des Filmes: gleich als er in Grasse ankommt, begegnet ihm auf der Strasse Laure/Laura, das Mädchen, was das Handeln Grenouilles ab diesem Zeitpunkt leiten soll. Er will sie besitzen, ihren Duft konservieren und ein Parfum erstellen, in dem ihr Duft die Kopfnote bildet! Er gelangt in die Dienste von Madame Arnulfi, im Film wenig überzeugend verkörpert von Corinna Harfouch. Dort lernt er, dass Fett die Wirkung hat, Gerüche zu konservieren. Das probiert er dann auch gleich am lebenden Objekt aus, einem Mädchen ohne Namen, natürlich nicht ohne Laure aus den Augen zu verlieren. Man beobachtet die nächsten zwanzig Minuten des Films, wie Grenouille Frauen tötet und sie dann in Fettlagen einwickelt. Da die Frauen dem Zuschauer nicht näher vorgestellt werden, entwickelt man als Zuschauer ebensowenig Mitleid mit ihnen wie Grenouille.
Laura, wunderbar verkörpert von Rachel Hurd-Wood (die selbst zu diesem Zeitpunkt erst 16 Jahre alt war), wächst bei ihrem Vater Richis (Alan Rickman) auf, der ein reicher Kaufmann und Wittwer ist, und seine Tochter nie aus den Augen lässt. An seiner Figur hätte sich ein spannendes Personendreieck zwischen Grenouille, Laura und ihm selbst entspinnen können, wenn man sich an die so spannende Buchvorlage gehalten hätte. Dass Richis im Buch eindeutig sexuelle und also inzestuöse Gefühle für seine wunderschöne, 16 Jährige Tochter hegt, wird im Film bestenfalls angedeutet. Rickman überzeugt zwar in der Rolle des fanatischen Übervaters, aber es deutet sich zu keinem Zeitpunkt ein sexuelles Verlangen in seinem Spiel an. Aber gerade der Charakter Richis stellt einen psychopathologischen Spiegel für Grenouille dar, ist er doch genauso besessen von seiner Tochter wie Jean-Baptiste, nur auf eine andere Weise. Wie besessen versucht Richis Laura an sich zu binden, ihre Heirat zieht er nur aus Angst um ihr Leben in Betracht (anders als im Buch, wo er durch Lauras Verheiratung in adlige Kreise aufsteigen möchte) Fakt ist, dass Tykwer und Eichinger durch das Einsparen dieses Motives, die Buchvorlage am gröbsten vernachlässigt haben. Die Motivik ist mir schleierhaft. Möglicherweise war ihnen das Thema zu heiss, anderseits haben sie sich auch nicht davor gescheut, am Ende des Filmes Hunderte Statisten splitterfasernackt bei sexuellen Handlungen zu präsentieren.
Durch das Einsparen des Inzestmotivs wird am Ende auch die Szene nicht ganz klar, in der Richis vor Grenouille auf die Knie fällt und ihn umarmt, wie einen Liebenden. Es dämmert einem erst, wenn man sich ins Gedächtnis zurückruft, dass Lauras Duft ja die Kopfnote des Parfums darstellt, dass Grenouille vor dem Erscheinen am Richtblock auf sich verteilt hat. Diese Liebeserklärung entspringt also ganz der Liebe Richis für Laure. Der Charakter Antoine Richis wird dadurch natürlich auch aufgehübscht...im Buch ist er ja kein moralisch integerer Mann..soll es nicht sein.
Fazit: Für meinen Geschmack ist der Film in teilweise unerträglicher Kolorierung gedreht wurden. Was naturalistisch hätte wirken können, wirkt künstlich und verkitscht. Corinna Harfouch ist als Madame Arnulfi eine glatte Fehlbesetzung. Man ahnt irgendwie, dass Eichinger da seine Finger wieder im Spiel hatte. Harfouch schafft es nicht einmal, den nötigen Ernst zu transportieren, der in einer grauenvollen Szene, wie die der Entdeckung der Frauenleichen auf dem Gut Arnulfis angebracht gewesen wäre. Ein halbherzig verzweifelter Blick in Sekundenaufnahme als Antwort auf das Grauen.
Dass auch die Geschichte in Grasse nicht zu Ende gezeigt wird, ist mir unverständlich. Was passiert mit Richis? Dass Richis als Sohn annimmtm wird hier nur angedeutet.
Die Musik ist überaus erträglich. Die schauspielerischen Leistungen von Whishaw, Hurd-Wood, Hoffman und Rickman sind großartig. Die Nase Grenouilles hätte man ein paar Mal weniger einblenden können, aber da fehlte es wohl an Kreativität, seine Fähigkeit auf der Leinwand anders zu vermitteln. Wenn man auf italienische Landschaftsbilder steht (obwohl sich das Geschehen ja in Frankreich zuträgt) wird man an dem Film ebenfalls Spass haben. Ein Wehrmutstropfen ist tatsächlich, dass man den ganzen Film über denkt: "Hätten sich die Macher doch in jeder Hinsicht mehr getraut!"
Der Film ist sehenswert, wenn man auch auf einen weichtigen Erzählstrang des Buches verzichten muss...
Die Qualität der DVD ist in Ordnung: der Raubkopiertrailer, über den sich hier aller Orten beschwert wird, findet sich mittlerweile auf fast allen DVDs (siehe z.B. Harry Potter). Über den Kopierschutz kann ich soviel sagen, bei mir funktionierte die Scheibe mit dem VLC Player auf dem Laptop, aber nur mit diesem: Nero und Windows Media Player erkennen die Scheibe nicht - Danke Constantin Film!


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