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Rezensionen verfasst von
Antonina

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Die Münze im Becher - Special Chapter
Die Münze im Becher - Special Chapter
Preis: EUR 0,00

3.0 von 5 Sternen Die Münze im Becher, 5. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Marie und ihre fast erwachsenen Kinder besuchen einen Jahrmarkt. Sie essen Bratwürste, die Marie so liebt und während die Frauen sich Tuch anschauen, wird der 18jährige Falko von einem Becherkünster angezogen. Er erlebt daraufhin mehrere böse Überraschungen bis zum Ende des Tages.
Wenn man zu den begeisterten Leserinnen von "Die Wanderhure" und anderen Bestsellern von Iny Lorentz gehört, findet man bestimmt auch diese Kurzgeschichte toll. (Vorausgesetzt man hat vor dem Herunterladen mitgekriegt, dass es sich um eine solche handelt und beschwert sich in seiner "Rezension" dann nicht darüber, dass die Geschichte so kurz sei.) Sie ist routiniert geschrieben, der Jahrmarkt erwacht vor dem inneren Auge des Lesers zum Leben, er pulsiert und lärmt.
Mir persönlich ist die Geschichte etwas zu glatt, zu wenig überraschend, zu routiniert geschrieben. Sie kommt mir weniger wie eine eigens entwickelte Kurzgeschichte, als vielmehr wie ein Outtake aus einem der Romane vor. Eine Episode halt, die aus Platzgründen herausgestrichen wurde und nun ein zweites Leben als Kurzgeschichte eingehaucht bekam.


Hirngespenster (KNAUR eRIGINALS)
Hirngespenster (KNAUR eRIGINALS)
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hirngespenster, 2. Januar 2013
Inhalt: Erzählt werden die Geschichten von Silvie, ihrer Schwester Anna und Sabina. Verwoben sind diese Lebensgeschichten mit denen von drei Männern: Johannes, Matthias und Jens. Es ergeben sich mehrere Dreiecksverhältnisse, über die in Rückblenden erzählt werden, da Silvie einen Unfall gehabt habt. Erst nach und nach kommen die einzelnen Handlungsstränge zusammen und enden in einem aussergewöhnlich gelungenen Schluss.
Meine Meinung: Die Figuren finde ich alle sehr überzeugend. Gerade weil sie nicht schwarz/weiss gezeichnet sind, sondern in ihrem Zögern und in ihrem Unverständnis richtig gut fassbar werden. Der Autorin ist es sehr gut gelungen auf gängige Klisches zu verzichten. Die inneren Konflikte jeder einzelnen Figur werden sehr anschaulich aufgezeigt. Als Leserin fiel es mir nicht schwer, am Schicksal aller drei Frauen Anteil zu nehmen.
Der Stil ist angenehm, witzig und flüssig. Auch die Sprache der russischen Einwanderin Olga wird sehr gekonnt wiedergegeben.
Erzählt wird einerseits aus den Perspektiven der drei Frauen Silvie, Anna und Sabina und andererseits aus Silvies Perspektive nach dem Unfall. Das Hin- und Her bringt Spannung in die Handlung, weil es der Autorin gelingt, an den “richtigen” Stellen die Perspektive zu wechseln. Insgesamt eine sehr gelungene Erzählweise für diesen Roman.
Zusammenfassung: Ich bin begeistert. Vom Anfang, der mich mit seiner Eindringlichkeit sofort in die Story hineingezogen hat, von der Mitte, die abwechslungsreich, spannend und dramatisch geschrieben ist und vom Schluss, der mich komplett überrascht hat, der aber zur Grundhaltung des Romanes passt und mir Lust darauf machte, den Text ein weiteres Mal zu lesen.


Er ist wieder da: Der Roman
Er ist wieder da: Der Roman
Preis: EUR 14,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Er ist wieder da, 1. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Er ist wieder da: Der Roman (Kindle Edition)
Inhalt: Adolf Hitler wacht im Sommer 2011 Mitten in Berlin auf einem unbebauten Grundstück auf. Nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit, macht er sich daran, seine offenbar vom Schicksal vorgesehene Bestimmung doch noch zu erfüllen.
Er fasst praktisch sofort wieder Fuss, wenn auch in anderer Weise als 60 Jahre zuvor. Zuerst erhält er einen Gastauftritt bei einem gestandenen Comedian, wenig später, wegen seines überwältigenden Erfolges, eine eigene Sendung.
Die Begeisterung über die perfekte Kopie und die stupenden Detailkenntnisse des "Künstlers" ist gross. - Ausser bei den Parteien ganz rechts aussen. Deren Vertreter fühlen sich und Deutschland von Adolf Hitler veräppelt.
Vor einem Opernbesuch wird Hitler in einer Nebengasse spitalreif geschlagen, was ihn endgültig in den Status eines Superstars erhebt, der für all jene Werte steht, die Hitler gerade eben nicht verkörpert. Jede politische Partei versucht, ihn zu einem Parteieintritt zu bewegen, ein Verlag meldet sich und will seine wahre Geschichte verlegen.

Meine Meinung: Den Anfang des Buches habe ich beinahe atemlos gelesen, derart gespannt war ich auf das Zusammentreffen des Demagogen mit unserer Gegenwart. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Diktion ist überzeugend, die Schlussfolgerungen Hitlers stimmten mit dem historischen Bild, das "man" von ihm hat überein.
Während zu Beginn der Geschichte, als Hitler sich mit der Gegenwart vertraut macht, die lustigen Episoden überwiegen, (Beispiel: Sein Erklärungsversuch einer www-Adresse "vor Kälte schlotternder Knabe") wird der Ton je länger desto ernster, wenn er beginnt, die deutsche und europäische Wirklichkeit in seinem Sinn zu interpretieren.
Die ganze Story ist ein Lehrstück für die Kommunikations-These von Watzlawick, dass die Nachricht im Empfänger entsteht, da jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit hat. Da Hitlers Umwelt davon ausgeht, dass er ein Schauspieler ist, der Leser aber weiss, dass man es mit dem echten Hitler zu tun hat, ergeben sich immer wieder verstörende, manchmal witzige oder irritierende Situationen. Ein eindrückliches Beispiel dafür ist es, wenn Hitler sagt: "Das Thema Juden ist nicht witzig", womit er eine Vorgabe der "Dame Bellini" einhält, allerdings stehen hinter dieser Aussage natürlich diametral entgegengesetzte Gedankenkonstrukte.
Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Es ist klug, entlarvend, unterhaltsam, böse und gleichzeitig lustig. Es muss für den Autor eine Freude gewesen sein, die deutschen Spitzenpolitiker mit den Augen und dem Munde Hitlers beschreiben zu dürfen.

Kann man aus dieser Politsatire etwas lernen? Ich meine Ja. Einserseits, wie Kommunikation funktioniert und wie unsere Gegenwart auf einen Demagogen wirken mag. Andererseits aber auch, dass wir uns nicht vor einem wiedererstandenen Hitler in Acht nehmen müssen, der nur noch als Comedian "ernstgenommen" wird, sondern vor einem neuen, modernen "einfachen Gefreiten" mit der Bessessenheit und den Fähigkeiten eines Hitler.
In diesem Sinn sollten wir nach vorne schauen und gemeinsam am Buch "Es ist nicht alles gut" arbeiten, während Hitler ja sein Buch "Es war nicht alles schlecht" schreibt.


Irinas Versprechen: Eine Weihnachtskrimiromanze
Irinas Versprechen: Eine Weihnachtskrimiromanze

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Irinas Versprechen, 30. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Inhalt: Irina kommt nicht von ihrem Geliebten, Jan, los und verpasst an Heiligabend den letzten Bus nach Hause. Erschwerend kommt hinzu, dass ein Schneesturm alles lahmlegt und Irinas Handy bei ihrem Geliebten liegen bleibt. Irina findet eine Fahrgelegenheit, aber die Schicksalsgemeinschaft bleibt im Schnee stecken. Ihr Ehemann ruft auf ihr Handy an, bekommt den Lover an den Apparat. Obwohl am Ende der Geschichte alle mehr oder weniger wohlauf sind, hat das Verhängnis bereits seinen Lauf genommen und Irina muss, ohne es zu ahnen, um ihr Leben bangen.
Meine Meinung: Die Geschichte liest sich flott und ist raffiniert konstruiert. Sie ist jedoch etwas gar kurz, so dass die Charaktere etwas flach bleiben. Gerne hätte ich mehr darüber erfahren, wie es dazu kam, dass Irina ihr Versprechen gebrochen hat. Sie leidet mir zu wenig an ihrer Situation, nimmt es zu locker. Nicht ganz nachvollziehen konnte ich, wie Irinas Ehemann es an Heiligabend angestellt hat, seinen Geländewagen zu präparieren. Sass er nicht zu Hause mit den Kindern und hatte sogar Besuch von seinen Eltern?
"Irinas Versprechen" hat mich gut unterhalten. Wie schnell man eingeschneit werden kann, haben wir hier selbst kürzlich erlebt. Ivonne Kellers Kurzgeschichte "Von abgeknickten Ohren und anderen Ungerechtigkeiten" in der gleichnamigen Anthologie gefällt mir jedoch besser und in ihrem Roman "Hirngespenster" hat die Autorin den nötigen Platz zur Verfügung, ihre Figuren ganz genau zu entwerfen, weshalb "Hirngespenster" mein Favoriten bleibt.


Aussicht auf Sternschnuppen (Roman) (Sternschnuppen-Reihe 1)
Aussicht auf Sternschnuppen (Roman) (Sternschnuppen-Reihe 1)
Preis: EUR 2,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Aussicht auf Sternschnuppen, 23. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Inhalt: Helga vermutet, dass ihr Freund Guiseppe sie betrügt. Sie folgt ihm zum Flughafen, als er auf eine Geschäftsreise geht, aber wegen eines Ascheregens nach einem Vulkanausbruch ist der gesamte Flugbetrieb eingestellt. Mietwagen sind rar. Helga sieht ihren Freund zusammen mit einer jungen Frau und einer alten Dame in einen Wagen steigen und nimmt die Verfolgung in einem Smart auf. Leider muss sie sich den Kleinwagen mit Nils, einem ziemlich bekannten Schauspieler teilen, der ebenfalls unbedingt nach Italien muss. Unterwegs geraten sich die beiden anfangs immer wieder in die Haare, mit der Zeit merken sie aber, dass an dem anderen durchaus auch Liebenswertes ist. Helga bringt sich durch ihr unüberlegtes Handeln mehrmals in beträchtliche Schwierigkeiten und Nils kann seine Qualitäten bei ihrer Rettung aufblitzen lassen. Dann stellt sich heraus, dass Guiseppe wohl gar keine Geliebte hat. Wie das Ganze ausgeht, wird nicht verraten.
Stil: Der Text liest sich flüssig, die Wortwahl ist treffend und oft witzig. Einige überraschende Vergleiche bringen Lesevergnügen.
Meine Meinung: Die Geschichte liest sich gut, die Heldin ist interessant, da sie keine Chick-lit-typische Figur ist sondern eine politisch interessierte, modeunbewusste, intelligente Frau. Leider schöpft die Autorin das Potential dieser Heldin nicht aus, sondern lässt sie am Ende des Buches eine Chick-lit-typische Verwandlung durchmachen. So hält der Schluss leider nicht, was der Anfang verspricht. Auch die integrierte Liebesgeschichte von Lydia und Lorenzo hat mich nicht überzeugt. Sie wirkt wie ein Fremdkörper ist flach und stereotyp. Besser gefallen hätte es mir, wenn die Autorin sich ganz auf Nils und Helga konzentriert hätte und bei den beiden mehr in die Tiefe gegangen wäre. Trotz dieser Einschränkungen hat mich die Geschichte gut unterhalten, weil die Autorin gute Dialoge schreibt und mit Helga eine sympatische Figur geschaffen hat.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 30, 2012 11:42 AM CET


Wie viel und welche Disziplin braucht die Schule? Möglichkeiten, Wege und Versuchungen. Plädoyer für ein antinomisches Verständnis von Disziplin und Unterrichtsstörungen
Wie viel und welche Disziplin braucht die Schule? Möglichkeiten, Wege und Versuchungen. Plädoyer für ein antinomisches Verständnis von Disziplin und Unterrichtsstörungen
von Jürg Rüedi
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

5.0 von 5 Sternen Disziplin im Sinne von Selbstdisziplin, 18. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es bezieht klar Stellung gegen eine "Disziplin um jeden Preis" und stellt die Beziehung zwischen Lehrperson und SchülerInnen, ohne die eine Disziplin im Sinne von Selbstdisziplin nicht möglich ist, in den Fokus. Das Buch ist gut strukturiert, klar aufgebaut und enthält diverse Tipps und Fälle aus dem schulischen Alltag. Lehrpersonen können mit diesem Buch ihr Repertoire an Reaktionen auf Störungen während des Unterrichts vergrössern.
Aber nicht nur für Lehrpersonen ist Rüedis Buch wertvoll. Auch Eltern oder andere am System Schule Beteiligte (z.B. Behörden wie Schulpflegen)können es mit Mehrwert lesen, schreibt er doch in einem leicht verständlichen, gut lesbaren, kurzweiligen Stil. Im hinteren Teil enthält das Buch Anhänge zur Vertiefung des Themas, was ich sehr schätzte und das umfangreiche Literaturverzeichnis lädt zur Weiterbeschäftigung mit diesem Thema ein.


Montagsmenschen: Roman
Montagsmenschen: Roman
von Milena Moser
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gefiel mir gut, 4. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Montagsmenschen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nevada ist Yogalehrerin (ehemalige Balletttänzerin) und erkrankt an einer unheilbaren Nervenkrankheit, was ihre ganze Welt ins Wanken bringt.
Poppy ist eine ihrer Schülerinnen, die nichts "richtig" auf die Reihe kriegt und nur in ihrem Leben herumstolpert.
Marie, eine weitere Schülerin, ist eine Ärztin, die einmal "die glücklichste Frau der Schweiz" war, weil sie einen allseits angehimmelten Schauspieler aus der Cervelatprominenz heiratete.
Ted schliesslich, blutiger Yogaanfänger, von Frauen verfolgter Primarlehrer, der eigentlich nur für seine Tochter sorgen möchte, ist die vierte Hauptfigur.
Die Vergangenheit jeder einzelnen Figur wird minutiös, farbig und überzeugend dargestellt, so dass das Hier und Jetzt jedes und jeder Einzelnen in seiner ganzen Tragik, Banalität und Vielschichtigkeit zutage tritt. Die Wege der vier kreuzen sich, gehen wieder auseinander und treffen sich - einen Mord und viele persönliche Katastrophen und Irrtümer später - schliesslich wieder dort, wo der Roman angefangen hat: In einer Yogastunde.
Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen. Die Autorin ist eine sehr genaue Beobachterin. Ihre Sprache ist treffend, witzig und lässt durchschimmern, dass sie die Menschen mit all ihren Unzulänglichkeiten liebt und sich nicht scheut, die Dinge beim Namen zu nennen.
Nevada, Poppy und Ted haben mich als Figuren überzeugt. Ganz eindrücklich fand ich die Beschreibung, was die Einnahme von 10mg Ritalin bei Poppy auslöste (der von einem Stein beschwerte Blätterhaufen).
Mit Marie hatte ich mehr Mühe. Vielleicht liegt es daran, dass sie (in meinen Augen) den leichtesten Rucksack von allen mit sich herumträgt. In ihrer Geschichte fand ich weniger Tiefe und Tragik als bei den anderen und die Szene im Haus der "Frau mit den toten Augen" war zu klischehaft. Dies war zwar von der Autorin so beabsichtigt (à la Vorstadtklinik), gefallen oder überzeugt hat es mich trotzdem nicht.
Ich mag Happy-Ends, deshalb mag ich auch das Ende des Buches, wobei ich sehr gerne wissen würde, ob es in der Schweiz irgendwo ein Vorbild für die am Schluss beschriebene Siedlung gibt.


Die Frau in Rot: Roman
Die Frau in Rot: Roman
von Margot S. Baumann
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Frau in Rot, 6. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in Rot: Roman (Taschenbuch)
Erzählt wird die Geschichte von Anouk Morlot, die sich in der Aargauer Provinz von einem schweren Unfall, für den sie sich verantwortlich fühlt und bei dem ihre beste Freundin umgekommen ist, bei ihrer schrulligen Tante erholen will. Daraus wird jedoch nichts, denn erstens lernt sie Max, den Arzt ihrer Tante, kennen und zweitens geschehen seltsame Dinge. Anouk sieht Personen und hört Stimmen, die anderen Leuten nicht zugänglich sind und schlittert immer tiefer in die dramatische Geschichte einer Verwandten des 18. Jahrhundert hinein. Sie gerät selber in Gefahr, löst schliesslich das Rätsel zusammen mit Max und sorgt so dafür, dass die Geister der längst Verstorbenen endlich ihre Ruhe finden.
Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeitsträngen erzählt. Dabei wird gekonnt an der jeweils "richtigen" Stelle wieder ein Zeitsprung gemacht, was die Handlung sehr spannend macht.
Die Sprache hat mir sehr gut gefallen. Die Stilwechsel sind stimmig und sorgen für eine farbige, lebendige Atmosphäre in der jeweiligen Erzählzeit.
Eigentlich gehe ich Schauerromanen mit übersinnlichen Elementen wenn möglich aus dem Weg. In dieser Geschichte ist das Übersinnliche jedoch gut dosiert und sehr gut in realistische Handlung eingebettet. Zudem sind die Geschehnisse sehr gut in die historischen Gegebenheiten eingepasst und auch die lokalen Eigenheiten der Bevölkerung werden sehr schön dargestellt.
Alles in allem ein kurzweiliges, spannendes, interessantes Lesevergnügen.


Mörderische Pläne
Mörderische Pläne

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend ja, aber ..., 13. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mörderische Pläne (Kindle Edition)
In Frankfurt geschehen grausame Morde, die das Ermittlungsteam, Katharina Bergen und Thomas Lauter, an ihre Grenzen bringen. Was wirklich dahintersteckt, kommt erst nach und nach ans Licht und wird von der Autorin sehr gekonnt häppchenweise serviert. Die Wendung, die der Krimi schlussendlich nimmt, gefällt mir persönlich nicht so. Das ist jedoch reine Geschmacksache und sagt nichts über die Qualität des Textes aus. Spannend war die Handlung, über die ich nichts weiter mehr verraten werde, und ich hab mich gut unterhalten.
Die Autorin verfügt über ein grosses Fachwissen und genaue Kenntnisse über die Polizeiarbeit. Sie kann auch komplizierte Zusammenhänge einfach und gut verständlich (für physikalisch nicht so begabte Polizistinnen und Leserinnen) darlegen. Manchmal hätte ich mir ein bisschen weniger Beschreibungen (z.B. von Abläufen) und dafür mehr Gefühl gewünscht. Dass Philipp Degen (bei uns in der Schweiz gibt es einen ziemlich bekannten Fussballspieler dieses Namens, der übrigens einen eineiigen Zwillingsbruder hat ;-) ) während des ersten Mordversuchs Angst gehabt hat, wird z.B. für meinen Geschmack viel zu wenig herausgearbeitet. Die positiven Figuren kommen mir alle sehr beherrscht vor. Ein bisschen mehr "Dreck" auf der emotionalen Seite würde mir gefallen.
Insgesamt habe ich mich gut unterhalten und einen weiteren Fall von Katharina Bergen würde ich bestimmt auch wieder lesen.


Im Sommer sterben (Ein Kommissar-Eschenbach-Krimi, Band 1)
Im Sommer sterben (Ein Kommissar-Eschenbach-Krimi, Band 1)
von Michael Theurillat
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Sommer sterben, 24. April 2012
Ich habe diesen Krimi gekauft, weil er in Zürich spielt und ich wieder einmal etwas von einem Schweizer Autor lesen wollte.
Der Anfang hat mir nicht so gefallen, allzu harzig ging es vorwärts, es gab zu viele Details, in deren Aufzählung ich keinen Sinn erkennen konnte. Je länger die Geschichte jedoch ging, desto spannender wurde sie. Im letzten Drittel gibt es einige sehr überraschende Wendungen, die gelungen sind. Des weiteren gefällt mir die Figur des Kommissars, der lebensecht und unvollkommen wie er ist, mir symphathisch geworden ist. Was mir auch gefallen hat, war, dass die Zürcher Mentalität sehr gut eingefangen worden ist. Zusammen mit den philosophischen Exkursen von Eschenbach, der zarten Liebesgeschichte am Rand, der spannenden, wenn auch vordergründig nicht sehr actionreichen Story und der farbigen Figurenzeichnung insgesamt eine runde Sache, die Lust auf mehr macht.


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