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Rezensionen verfasst von
Nabil "Nabil Al-Sabah" (London, United Kingdom)
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Globale Rivalen: Chinas unheimlicher Aufstieg und die Ohnmacht des Westens
Globale Rivalen: Chinas unheimlicher Aufstieg und die Ohnmacht des Westens
von Eberhard Sandschneider
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen SEHR oberflächlich!!!, 2. Juli 2007
Obwohl die Einleitung des Buches eine sehr spannende und wissenschaftliche Lektüre verspricht, wird man schon bald durch monokausale und oberflächliche Ausführungen enttäuscht! Der Autor wird nicht müde, immer wieder zu betonen, wie wichtig es sei, alle Aspekte zu beleuchten, wenn man über China spricht. Sätze wie "Schwarz-Weiß-Debatten helfen wenig" tauchen alle einpaar Seiten auf. Nun, an sich ist das richtig, aber das gilt eigentlich immer, wenn man komplexe Themen behandelt. Die ständige Wiederholung allgemeiner Sätze trägt m. E. nicht zum weiteren Verständnis der behandelten Fragestellungen bei.

Abgesehen von dieser Redundanz weist das Buch m. E. drei Mängel auf:

1) Viele Themen werden sehr oberflächlich und plakativ behandelt (z.B. "China hat enorme Probleme im Inland. Die sozialen Spannungen innerhalb Chinas dürfen nicht unterschätzt werden, etc..."). Nicht selten bleibt der Autor bei solchen Feststellungen stehen, ohne seine Thesen durch überzeugende und tiefer greifende Argumente zu unterstützen. Nicht selten wird der Leser mit Zahlen überhäuft, aber da diese meistens nicht in einem argumentativen Zusammenhang stehen, haben sie m. E. wenig Aussagekraft.

(2) Der Autor simplifiziert nicht selten komplexe Zusammenhänge, obwohl er nicht müde wird, vor Simplifizierungen zu warnen! Ein Beispiel: Am Anfang des Buches führt der Autor die Massendemonstrationen in den Ostblock-Staaten und den Zusammenbruch der Sowjetunion einfach auf die Studentendemonstrationen am 04.06.1989 am Platz des Himmlischen Friedens in Peking zurück.
Schon bei der Behandlung der Studentenproteste am Tian-An-Men-Platz merkt man, dass der Autor eine SEHR einseitige und China-kritische Sicht der Ursachen dieser Demonstrationen anführt. So werden manchmal sehr komplexe Zusammenhänge auf dem Niveau der Bild-Zeitung behandelt.

(3) Der Autor spricht die ganze Zeit von "dem" Westen, obwohl es in Wirklichkeit so etwas seit langer Zeit nicht mehr gibt. Zum einen gibt es m. E. unterschiedliche westliche Kulturen in Europa und den USA. Zum anderen darf man m. E. schon gar nicht von "dem Westen" sprechen, wenn man sich mit unternehmerischen Tätigkeiten auseinandersetzt: Unternehmerische Politik und Staatspolitik sollten sauber voneinander getrennt werden.

Von einem Inhaber eines Lehrstuhls, welcher sich mit Chinas Außenpolitik beschäftigt, von dem Direktor des Forschungsinstituts der Gesellschaft für Auswärtige Politik, habe ich mir - ehrlich zugestanden - ein viel sachlicheres Buch gewünscht.

Meine Tipps: "Nachbar China" (Helmut Schmidt) sowie "die Außenpolitik der Volksrepublik China 1949-2004" (Kai Möller).

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