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K. Weiss

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Verdichtungen: Zur Ikonologie und Mythologie populärer Kultur (Mythos Moderne, Band 1)
Verdichtungen: Zur Ikonologie und Mythologie populärer Kultur (Mythos Moderne, Band 1)
von Marcus Stiglegger
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen Marilyn Monroe, Maria Magdalena und Zombies - zur Mythophilie der Populärkultur, 6. November 2014
Der Essay "Verdichtungen" beginnt mit einer Verneinung: Die Konvention stellt Moderne und Mythos zumeist in ein gegensätzliches Verhältnis. "Verdichtungen" zielt hingegen darauf, dieses Verhältnis zu überdenken. In 7 Kapiteln unternimmt der Essay einen Streifzug durch die populäre Kultur und widmet sich deren Ikonologie und Mythologie. Dabei steht der Kinofilm im Vordergrund, den Kulturwissenschaftler Marcus Stiglegger dank vielfältiger Beispiele als "Reservoir transformierender archaischer Mythen" ausweist.
Die Begegnungen auf diesem Streifzug durch die Populärkultur sind ebenso abwechslungs- wie aufschlussreich. So führt der Essay seine Leser in die verführerischen Arme des ikonischen Filmstars Marilyn Monroe, in die spirituellen Arme der Medien-Ikone Maria Magdalena, aber ebenso in die untoten Arme des modernen Wiedergängermythos, der Zombies.

"Verdichtungen" ist also ein Essay, der seinen Titel auch programmatisch versteht. Obwohl kernig und unterhaltsam zu lesen, bietet er reiche inhaltliche Konsistenz dank vielfältiger Verweise auf Kulturwissenschaft sowie Populärkultur. Dabei sind hier die Bezugnahmen auf Texte von Georges Bataille, Mircea Eliade u.a. nie essaytypisches Namedropping, sondern werden vom Autor stichhaltig erläutert. Ikonologische und mythologische Überlegungen nach Panofsky und Barthes schließen "Verdichtungen" und weisen für weitere Betrachtungen populärer Kultur den Weg.

Auch diese Publikation von Marcus Stiglegger besticht mit ihren Beispielen durch einen weiten Horizont, der einen konventionellen kulturwissenschaftlichen Rahmen sprengt. Wiederholt konzentriert er sich außerkanonisch und/oder subkulturell. So findet hier Pasolinis widerspenstiges Filmwerk ebenso Aufmerksamkeit wie Ridley Scotts Blockbuster "Gladiator" oder Pascal Laugiers eindrucksvoller (Neo-?)Horrorfilm "Martyrs". Daneben unterfüttert der Autor aber seine kulturkritische Betrachtung auch mit Hinweisen auf weniger bekannte, aber dennoch einflussreiche "Kulturschaffende" wie G.G. Allin oder Diamanda Galàs, mit Lyric-Zitaten von White Zombie und von Neurosis-Frontmann Steve von Till.
Gerade dank dieses Facettenreichtums fängt der Essay die Vielschichtigkeit und Komplexität moderner Populärkultur (und ihrer mythologischen Verstrickungen) ein. Da "Verdichtungen" die kulturkritische Reihe "Mythos/Moderne" eröffnet, darf man sehr gespannt sein, was diesem ersten Band der Reihe nachfolgt.


Fortune, Shelter, Love and Cure
Fortune, Shelter, Love and Cure
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Großartig!, 12. Mai 2014
Bestes Beispiel, dass ein assoziationpotenter, absonderlicher Bandname willige Hörer auf seine Spur locken, dass ein eyecatchig psychedelisches Cover zum Testhören veranlassen kann. Ich bin selten begeistert beim ersten Durchlaufen einer Platte, noch seltener noch immer begeistert, wenn ich sie zum wiederholten Male höre - und am allerseltensten so begeistert, dass sich die Begeisterung direkt als amazon-Rezension artikuliert. Aber SoT zu entdecken und nicht öffentlich auf diese begeisternde Mixtur von Komplexität und Catchiness aufmerksam zu machen, wäre verbrecherisch. Eine Hybridgeburt feinster musikalischer Einflüsse, die sowohl Psychedelic-Liebhaber als auch Postpunk-Anbeter anrempelt. Und wer konkrete Verortung im zeitgenössischen Kontext braucht: Vergleichbare Momente mit The Blue Angel Lounge oder Lola Colt. Und trotzdem von enormer Eigenheit.


Nazi-Chic und Nazi-Trash: Faschistische Ästhetik in der populären Kultur (Kultur & Kritik)
Nazi-Chic und Nazi-Trash: Faschistische Ästhetik in der populären Kultur (Kultur & Kritik)
von Marcus Stiglegger
  Broschiert
Preis: EUR 9,90

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Komprimiert, aber informationsgeladen, 2. Oktober 2013
Die Reihe "Kultur & Kritik" gehört in jenes Publikationsressort des Verlags Bertz + Fischer, in welchem der Bereich "Politik und Kultur" ein attraktives Diskussionsformat findet: Aktuell, aber dabei intellektuell. Wissenschaftlich fundiert, aber essayistisch entspannt. Teilweise thematisch gar brisant, aber in der Darstellung keineswegs 'überspannt' - 'Reizthemen', deren Diskussion in diesen Publikationen weder ihren Informations- noch ihren intellektuellen 'Unterhaltungswert' einbüßen.

Marcus Stigleggers zweite Veröffentlichung in der Reihe "Kultur & Kritik" bietet, im handlichen Format, hohe Informationsdichte bei sehr guter Lesbarkeit. Populärkulturelle Phänomene zu besprechen, wie es bei "Nazi-Chic und Nazi-Trash" der Ansatz ist, muss immer bedeuten, die Darstellung auf aussagekräftige Beispiele des breiten Spektrums, wie es mit dem Beobachtungsfeld Populärkultur einhergeht, zu beschränken. Stigleggers Beispielwahl ist meines Erachtens einerseits überzeugend, da sie die Divergenz von "Nazi-Chic" in verschiedenen Filmen, Subkulturen, Modelabels oder Band-Performances erkennen lässt. Hierdurch verdeutlicht sich, dass der populärkulturelle Einsatz von "Nazi-Chic" weder schlichtweg als Attitüde plumper Provokation oder als Hinweis auf unreflektierte Enthistorisierung gelesen werden kann - dass jedoch der Einsatz von "Nazi-Trash" auch nicht einfach mit kultursubversiven, kritischen Ansprüchen gleichgesetzt werden darf. "Nazi-Chic und Nazi-Trash" zeigt, gemäß dem Titel, die Oszillation dieses Phänomens auf. Eine Oszillation, die entsprechend des Reihen-Titels kritisch bedacht wird.

Andererseits stellt Stigleggers zweifache Schwerpunktsetzung auf Film und auf die Subkultur(en) der Schwarzen Szene (bzw. hierin subsummierten Musikgenres) ein aufschlussreiches Vergleichsmoment her. Insbesondere Leser, die sich für das verstörende Spiel mit Nazi-Uniformen und -Symbolen in Neofolk- und Industrial-Szene interessieren, finden hier z. B. über den Aspekt der Fetischisierung einen Ansatzpunkt: Dieser deutet die Komplexität des "Nazi-Chic"-Phänomens auch in diesen Subkulturen an und vermeidet jene leider häufigen eindimensionalen Problematisierungen, die die genannten Musikszenen aufs Politische oder reine Provokationsästhetik verkürzen.

In der Kombination vieler Beispiele und eingängiger Setzung theoretischer Begriffe bietet "Nazi-Chic und Nazi-Trash" einen empfehlenswerten Ein- und Überblick zum Thema und zugleich deutliche Ansatzpunkte für jene Leser, die sich mit dem Phänomen weiter auseinandersetzen möchten.
Einen Kritikpunkt muss ich an eine vorhergehende Rezension jedoch anschließen: Das Format wird dem offenbaren Kenntnisstand des Autors - nicht nur hinsichtlich Film sondern auch Musik(sub)kultur - letztlich nicht gerecht und funktioniert wie ein Teaser, der Leselust auf weitere Publikationen zu diesem kontroversen populärkulturellen Phänomen macht.


Die Schatzinsel [2 DVDs]
Die Schatzinsel [2 DVDs]
DVD ~ François Goeske
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 12,90

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Erwartung abgesoffen, 27. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Schatzinsel [2 DVDs] (DVD)
Nachdem es der Piraten-Hype der letzten Jahre ohnehin geschafft hatte, eigentlich seit Kindheitstagen bewährte Hochseeganoven-Romantik wie alten Fisch stinken zu lassen, war die Skepsis gegenüber einer deutschen Verfilmung von Stevensons Literatur-Schatz groß. Dennoch: Eine gewisse Erwartung kam auf - zu oft phantasierte man sich schon hinein in die Abenteuer um Jim Hawkins, John Silver und Captain Flints Piratenmeute. Leider soff meine Erwartung im Fortlaufen des Films schneller ab als ein leckgeschlagenes Schiff. Zweifellos gibt das Piraten-Genre gewisse Bilder, Stimmungen, Eindrücke vor - doch Regisseur Thurns Adaption entsetzt geradezu durch karnevaleske Ausstattung, besonders am Typus "Pirat". Die Dialoge holpern dahin. Und mag manche Anpassung der Figuren an den aktuellen Geschmack des Publikums durchaus gelungen sein - ich wollte Stevenson nicht erklären müssen, was neue Handlungsstränge und Figuren wie Captain Flints Tochter (!) in dieser Abenteuergeschichte zu suchen haben.

Umso mehr sticht aus dieser filmischen Schatzinsel-Irrfahrt die schauspielerische Leistung von Tobias Moretti hervor: Seine Interpretation des John Silver überzeugt nicht nur, sondern begeistert. Auch wenn Moretti diese Figur ihrer Ambivalenz beraubt, Silver ausschließlich cool und schräg auftreten und gegenüber dem kaltblütigen Piraten zuviel Sympathie aufkommen lässt - zumindest dieser eine Aspekt des Films erreicht es, wieder von gefährlichen Abenteuern und unendlicher Freiheit auf hoher See träumen zu lassen.

Zwei Sterne für Moretti, und 'ne Buddel voll Rum auf Silver!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 28, 2007 11:28 AM CET


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