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Rezensionen verfasst von
Micio (France)

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Schwejk (+2 CDs) [2DVDs]
Schwejk (+2 CDs) [2DVDs]
DVD ~ Rudolf Hrusínský sen.
Wird angeboten von Michas24/7 (Preise inkl. Mwst.)
Preis: EUR 69,69

4.0 von 5 Sternen Herausragende Darsteller. Film leider nur in deutscher Version, 10. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schwejk (+2 CDs) [2DVDs] (DVD)
An dieser Verfilmung hat sich Wolfgang Liebeneiner fuer seine Fernseh-Verfilmung mit Fritz Muliar einiges abgeguckt. Einmal angesehen, kann ich mir diese Version nicht mehr wegdenken. Die Darsteller praegen ihre Rollen, und man findet Typen, wie sie von heutigen Schauspielern kaum mehr dargestellt werden koennen. Grossartig.
Die Bilder aus dem Prag der 50er Jahre, damals noch ohne die Touristenschwaerme, sind ebenso sehenswert.
Schade ist, dass nur eine Version in deutscher Sprache auf die DVDs gebrannt wurde. Wer sich einmal auf Youtube so manche Szenen im Tschechischen Original angesehen hat, ob man nun die Worte versteht oder nicht, wird die Version mit deutschen Synchronsprechern viel zu glatt empfinden. Es geht einiges an Kauzigkeit verloren. Als Beispiel nenne ich die Predigt des betrunkenen Feldkuraten Katz, mit dem grossartigen Milos Kopecky, und die Szene als Oberst Kraus von Zillerfeld den Oberleutnant Lukas wegen seines gestohlenen Hundes zur Rede stellt.
Als Bonus gibt es noch eine Hoerbuchversion, von Franz Kutschera gelesen. Sicher ganz nett, aber harmlos im Vergleich zu den Lesungen des spaeten Helmut Qualtinger, einst erhaeltlich bei Preiser Records.


DONIZETTI: Lucrezia Borgia (San Francisco Opera, 2012)
DONIZETTI: Lucrezia Borgia (San Francisco Opera, 2012)
DVD ~ Renée Fleming
Preis: EUR 25,22

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttaeuschend, 5. Februar 2014
Ueber die Inszenierung, die nichts besonderes ist, will ich nicht viel Worte verlieren. Sie stoert mich zumindest nicht.
Saengerisch haette ich mir weit mehr erwartet.
Renee Fleming hat ihren Hoehepunkt weit ueberschritten, und man muss sich wundern, dass sie kaum noch in der Lage ist, Kantilenen zu singen. Das ist erschuetternd.
Der Rest der Saengerschar hat nicht viel Aussergewoehnliches zu bieten: eine kleinwuechsige und kleinstimmige Altistin in der Rolle des Orsini, wo man ein Kaliber der Verrett oder Horne gewohnt ist, ein Allerweltstenor, wo man einen Kraus noch im Ohr hat.
Der Alfonso hat zwar das richtige Stimmtimbre, aber nicht die Technik noch die noetige Stetigkeit, diese Rolle singen zu koennen.
Moegen einige der Vor-Rezensenten mit dieser DVD gluecklich werden, ich wurde es nicht, und werde sie mir kaum mehr ansehen.
Stattdessen hoere ich mir lieber die alte, unschlagbare Aufnahme unter Perlea mit Caballe, Verrett, Kraus und Flagello an.


Sinfonien / Ouvertüren / Serenaden
Sinfonien / Ouvertüren / Serenaden
Preis: EUR 21,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nicht nur fuer Klemperer-Fans, 21. Januar 2013
Diese nun vollstaendige (?) Ausgabe der von Otto Klemperer fuer EMI eingespielten symphonischen Werke Mozarts ist eine grosse Repertoire-Bereicherung, selbst wenn die meisten der Einspielungen irgendwann schon einmal auf CD erhaeltlich waren.
Hier werden erstmals die fruehen Aufnahmen aus den 50er Jahren denen der 60er Jahre gegenuebergestellt. Wirklich nur die ganz spaeten Aufnahmen, etwa nach 1963, bestaetigen das Vorurteil, bei Klemperer gaebe es langsame Tempi. Fuer den Rest stimmt das so nicht.
Man sollte sich im Uebrigen nicht von den Zeitangaben der Tracks taeuschen lassen: bisweilen wurden die Wiederholungen im Kopfsatz ausgelassen, und das wohl um unmusikalische Unterbrechungen eines Satzes auf den (aus technischen Gruenden) zeitbegrenzten Seitenspieldauer der LP-Ausgaben zu vermeiden. Dadurch laesst sich eben fuer die Kopfsaetze nicht von der Spieldauer auf die Tempi schliessen.
Nach wie vor ist es die Klarheit und die Ausarbeitung der Orchesterstimmen, die die Qualitaet der Klempererschen Aufnahmen ausmacht.
Und es sind eben auch diese Symphonien, die mich am meisten beeindrucken und begluecken: gerade in der beruehmten Prager Symphonie sind die Holzblaeser so wichtig, natuerlich auch in der Linzer Symphonie. Ebenfalls sehr lobenswert ist die Wiederveroeffentlichung der Serenaden, in denen eben auch die Holzblaeser eine grosse Rolle spielen.
Von der Prager sind hier zwei Aufnahmen beruecksichtigt, von der ich sogar die zweite, juengere Aufnahme der aelteren (in Mono) vorziehe (In der Reihe Great Conductors of the 20th Century is vor einigen Jahren noch eine Aufnahme dieser Symphonie aus Berlin, in Mono, erschienen, die ebenso ueberzeugend ist). Welch eine Balance zwischen den verschiedenen Orchestergruppen.
Eine Entdeckung fuer mich waren auch die Einspielungen der Symphonien Nr. 33 und 34, die ich so noch nicht gehoert habe.
Ich moechte diese Aufnahmen nicht missen.


Sinfonien / Ouvertüren
Sinfonien / Ouvertüren
Preis: EUR 23,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klemperers komplette EMI-Aufnahmen, 17. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Sinfonien / Ouvertüren (Audio CD)
Dass EMI an einen Finanz-Investor verkauft wurde, wird womoeglich zu deutlich weniger Neu-Aufnahmen im Klassik-Bereich fuehren.
Hingegen scheinen die jetzigen Verantwortlichen eine bessere Vermarktung des vorhandenen und historischen Katalog-Erbes zu planen.
Das zeigt sich nun in der Reihe, die zu Ehren Otto Klemperers herausgebracht wird, der DIE stuetze des klassischen symphonischen Repertoires der EMI in den spaeten 50er und 60er Jahren war.
Was seine Beethoven-Interpretationen angeht, so waren diese nie unumstritten, was Werktreue angeht. Denn seine Tempowahl in den bisher bekannten Ausgaben der Beethoven-Symphonien hielt sich kaum an Beethovens Metronom-Angaben. Hierzu sollte man sicher eher auf Scherchens, Gielens oder Leibowitz' Aufnahmen zurueckgreifen, oder eben auf neuere Interpretationen im "Originalklang".
Dennoch entwertet gerade diese CD-Box das Vorurteil, Klemperer habe immer sehr langsam dirigiert. Das letztere trifft sicher auf die Einspielungen aus den mittleren und spaeten 60er Jahren zu, vor allem die mit dem "New" Philharmonia Orchestra, nach dem Zerwuerfnis mit dem visionaeren EMI-Prozudenten Walter Legge.
Hier sind nun fruehere Aufnahmen (teilweise in Mono) der 3., 5. und 7. Symphonie zugaenglich gemacht worden, die zum Teil schnellere Tempi aufweisen. Es gibt in der Box auch Alterntivaufnahmen der Beethoven-Ouverturen. Wenn ueberhaupt waren diese Einspielungen bisher nur schwer beschaffbar.
Allerdings darf man daraufhinweisen, dass Klemperer auch mit dem WDR in Köln fast alle Sinfonien und mit dem Philharmonia Orchestra einen kompletten Beethoven-Zyklus bei Konzerten in Wien in kuerzerer Zeit aufgefuehrt hat, als die EMI-Einspielunden entstanden sind. Die Aufnahmen dieser Konzerte sind ebenso interessant, und zumeist -- wenn auch in Mono -- klanglich sehr gut erhalten (auf diversen Labels).

Was Klemperers Interpretationen, nicht nur bei Beethoven ausmacht, ist der stets sehr durchhoerbare Orchesterklang, mit exzellenter Ausarbeitung der Orchesterstimmen. Selbst bei langsamen Tempi kommt nie der wulstige schwere Orchesterklang heraus, den man von Dirigenten kennt, die Beethoven aus der romantischen Tradition interpretierten. Er vermeidet auch die stromlinienfoermige Aesthetik Karajans, die sicher auch ihre Anhaenger hat.
Ich moechte hier Beethovens Pastorale als Beispiel nennen, in der er langsame Tempi waehlte. Diese Version zaehlt aber trotzdem nach wie vor, neben den deutlich schneller gespielten Aufnahmen mit Kleiber Senior und Junior, zu meinen Favoriten.
Dass Klemperer grossen Wert auf Orchesterstimmen legte und dies jederzeit und jedem Orchester abverlangte, laesst sich gut beweisen, in dem man sich die verschiedenen Aufnahmen anhoert. Es kann kein Zufall sein, stets aehnlich gute Durchhoerbarkeit wiederzufinden.

Die ganze Reihe dieser Aufnahmen ist daher von hohem Repertoire-Wert, nicht nur fuer Verehrer von Klemperer.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 9, 2014 10:01 AM MEST


Klavierkonzert Nr. 1
Klavierkonzert Nr. 1
Wird angeboten von Film_&_Music
Preis: EUR 34,58

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brahms auf dem Wiener Orchesterteppich, 14. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonzert Nr. 1 (Audio CD)
Bis ich diese Aufnahme hoerte, hatte ich das Werk wegen seiner Schroffheit der Orchestereinleitung im Gedaechtnis. Das mag vom Komponisten so gewollt gewesen sein. Die meisten Orcherster, Dirigenten sowie die Aufnahmeleiter haben es zumindest so aufgenommen. Wer aber die brahmssche Orchestrierung aus anderen symphonischen Werken kennt, darf sich fragen, ob diese Schroffheit nicht etwas mit fehlender Ausgewogenheit zwischen Blech- und Holzblaesern zu tun hat. Denn bei Boehms Interpretation klingt diese Einleitung deutlich weniger agressiv. Ursprung dieses sehr angenehmen Klangteppichs ist gewiss eben die Ausgewogenheit der Instrumentengruppen der Wiener Philharmoniker. Ich kann hier leider keinen Vergleich des gleichen Werks mit den Philharmonikern unter einem anderen Dirigenten (beispielsweise Abbado) anstellen. Pollinis eher nuechtern "trockene" Spielweise passt gut zum edlen Orchersterklang.
Vielleicht muss man andere, agressivere Interpretationen kennen, um diese hier schaetzen zu koennen.


Macbeth-Comp Opera
Macbeth-Comp Opera

3.0 von 5 Sternen Interessant, aber unvollstaendig, 10. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Macbeth-Comp Opera (Audio CD)
Diese Aufnahme ist gewiss wegen des Mitwirkens von Tito Gobbi und Amy Shuard von grossem Interesse. Beide geben ihren Rollen eigenes Profil.
Es muss hier allerdings gesagt werden, dass die Aufnahme grosse Striche enthaelt, vor allem, und wie vielfach ueblich, im dritten Akt.
Zudem singt Gobbi seine Arie garnicht. Zwar wird im Beiheft und in der Titelliste "Pieta, Rispetto, Amore " nach dem Rezitativ aufgefuehrt,
was aber irrefuehrend ist, denn nach dem Rezitativ kommt gleich die Schlachtszene, in welcher Macbeth umkommt.
Man muss also auf die von EMI herausgebrachten Einzelaufnahmen zurueckgreifen (es gibt zwei Versionen), um Gobbi mit Macbeths Arie zu hoeren.
Im Gegensatz zu seinem langjaehrigen Rivalen Taddei, neigt Gobbi vielfach vielfach zum "Bellen", woraus man schliessen kann, dass er wirklich am Ende seiner stimmlichen Mittel war.


Strauss II: Der Zigeunerbaron
Strauss II: Der Zigeunerbaron
Preis: EUR 9,97

2.0 von 5 Sternen Keine erste Wahl, 5. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Strauss II: Der Zigeunerbaron (Audio CD)
Die Besetzungliste verspricht viel und haelt wenig. Man wuerde sich die Aufnahme wegen der Varady anschaffen und denkt, dass man mit Berry als Kalman Szupan und FiDi als Graf Homonay nichts falsch machen kann. Falsch ! Der am wenigsten Prominente, Joseph Protschka, ist die Trumpfkarte der Aufnahme. Kultiviert, engagiert, wie eben Gedda einstmals in den 50er Jahren, wenn auch mit wenig aussergewoehnlicher Stimme.
Julia Varady singt zwar ihre Rolle stimmlich gut, aber kann der Rolle kein Profil geben, was man im uebrigen auch der Schwarzkopf (unter Ackermann, EMI) vorwerfen kann. Jurinac (unter Marszalek, WDR) bleibt da unerreicht.
Dass man Fischer-Dieskau als Homonay besetzt hat, war wohl ein Zugestaendnis. Wenn ihm vom Charakter her der Graf zwar gut steht, so ist er fuer das Couplet (oder Werberlied) fehlbesetzt. Hier muss ein Bariton mit Durchschlagskraft im hohen Register her (Poell, Prey, Schmitt-Walter, oder eben Stimmungsbariton Willy Schneider).
Was hat Walter Berry geritten, sich mit Operettenfaxen als Kalman Szupan zu praesentieren. War er einst guter Stilist, konnte er als wuerdiger Nachfolger Erich Kunz' sich viele komische Rollen sein eigen machen. Hier hoert man ihn mit plattesten Klischees sich durch die Rolle quaelen (Auch ein Fehler des Produzenten und Boskovskys stockenden Tempi). Im Gegensatz dazu hat Erich Kunz, ohne gross aufzutrumpfen zu muessen, diese Rolle ideal in den Aufnahmen mit Ackermann und Hollreiser verkoerpert.
Interessanter wird die Aufnahme durch die Dialoge, weniger durch dass wenig feurige Dirigat Boskovskys.
Ansonsten bleibt man eben doch besser bei den Mono-Juwelen mit Ackermann (EMI; Gedda, Schwarzkopf, Kunz) und Marszalek (WDR; Anders, Jurinac, Kunz), oder eben Hollreiser (EMI; Terkal, Gueden, Kunz).


Il Pirata
Il Pirata
Preis: EUR 7,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Alternative, 3. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Il Pirata (Audio CD)
Diese Einspielung der RAI mit dem tuechtigen Mario Rossi am Pult ist eine wohltuende Bereicherung des Katalogs, zumal sie mit
Mirto Picchi und Anne McKnight (alias "Anna de Cavalieri") zwei ausgezeichnete Saenger in den Hauptrollen aufweisen kann.
Mir war Cavalieri bisher nicht bekannt. Sie hat mit den grossen Schwierigkeiten der Rolle keine Probleme und zeigt ihre Qualitaeten
als " Soprano drammatico d'agilita' ". Neben den Vertretern der Hauptrolle in anderen Aufnahmen, ist Mirto Picchi wohl der kultivierteste, wenn er auch die zahlreichen, vorgesehenen Koloraturen geschickt auslassen muss. Selbst wenn sein Stimme, die er haeufig in Spinto-Rollen (Pollione, Radames) eingesetzt hat, genuegend lyrischen Hintergrund hat, so kommt er doch nicht aus der Schule Schipas.
Die Bariton-Rolle verlangt in dieser Stilepoche Belcantokultur und technisches Finish. Walter Monachesi hat sich gegen gegen Cappuccilli in der Caballe-Aufnahme zu behaupten, und besteht trotz des weniger interessantem Timbres mit Bravour: Vermutlich an Rossini geschult, ist er in der Lage, die vor allem im Duett mit Imogene geforderten Koloraturen zu meistern.
Die wohl nur notduerftig remasterte Aufnahme aus den RAI-Studios ist technich kaum besser als der New Yorker Mitschnitt mit der Callas, was fuer Stimmenliebhaber aber kein Hindernis sein sollte. Im Fazit durchaus eine Alternative zur Callas-Aufnahme, zumal die maennlichen Rollen hier deutlich besser besetzt sind.


Giuseppe Verdi: Don Carlos
Giuseppe Verdi: Don Carlos
DVD ~ Wolfgang Sawallisch
Wird angeboten von Meganet France
Preis: EUR 24,04

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dokument des hohen Niveaus deutscher Musiktheater, 11. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Giuseppe Verdi: Don Carlos (DVD)
Diese DVD ist ein Zeugnis des hohen dramaturgischen und musikalischen Niveaus, ueber welches die deutschen Theater in den 60er- und 70er Jahren verfuegen konnten. Ob Hamburg, Duesseldorf, Koeln, Frankfurt, Stuttgart, Muenchen oder hier Berlin, in all diesen Staedten haette man aehnlich gute Auffuehrungen mit sehr guten Ensembles erleben koennen.
Natuerlich wurden fuer die Fernseh-Uebertragungen oder Filmaufzeichnungen die Galabesetzungen, mit Stars angereichert, festgehalten.
Wenn man sich die Besetzungsliste anschaut, so findet man bis in die kleinsten Rollen noch sehr namhafte Saenger (z.B. Guenther Treptow).

Die Inszenierung des Don Carlos ist gewiss eher eine altmodische, zudem ist das Bild noch in Schwarz-Weiss, aber man sieht, wie man sich damals noch um Personenregie kuemmerte.
Gewiss ist dieses Dokument einzig dem deutschsprachigen Publikum zu empfehlen, und es erreicht seinen Wert eigentlich auch nur mit dem Bild zusammen. Doch wieviele andere Opern-DVDs kann man nur ertragen, indem man nur zuhoert und wegschaut...

Die deutsche Sprache ist hier kein Hindernis, man versteht erstaunlich viel vom Text; und ich muss sagen, dass ich trotz guter Kenntnis dieser Oper, vor allem in den wichtigen Diaglog- (oder besser Duett-) Szenen vieles erst jetzt verstanden habe.

Die Besetzung ist stimmlich hochrangig, und mit Greindl, Talvela, Patricia Johnson und Fischer-Dieskau hat mein "Theater-Tiere" auf der Buehne.
Man kann sicher gegenueber einer Traumbesetzung mit "typischeren" Stimmen bemaengeln, dass der exzellente Saenger James King nie so recht darstellerisches Talent hatte, und dass Fischer-Dieskau fuer einen Verdi-Bariton ein zu "trockenes" Timbre mitbrachte. Die beiden weiblichen Hauptrollen sind allerdings mit Pilar Lorengar und der eigentlich viel zu wenig bekannten Patricia Johnson grossartig besetzt (Uebrigens: mit ihr als Lady gibt es eine sehr gute BBC-Verfilmung von Verdis Macbeth, mit Bailey, Ghiaurov und Shicoff).
Herausstellen moechte ich das Aufeinandertreffen Posas mit dem Koenig, in der Fischer-Dieskau als -- vielleicht ein wenig zu stolzer -- Posa auftrumpft, und dann den vierten (dritten) Akt mit Phillipps Monolog (Greindl) sowie der Szene mit dem furchteinfloessenden Martti Talvela als Grossinquisitor. Das ist grosses Theater.

Einen Abstrich muss man bei der Synchronisierung der Bild- und Tonspuren machen. Ich kann nicht sagen, ob die fehlende Abstimmung erst bei Restaurierung des Materials verschuldet wurde, oder schon damals. Im jedem Falle haette man das mit heutigen Mitteln korrigieren muessen. Ursache dieses Mangels ist gewiss die Tatsache, dass die Tonaufzeichnungen wohl mit Publikum waehrend einer Auffuehrung gemacht wurden, waehrend der Film wohl nachtraeglich -- mitsamt Nahaufnahemen -- gedreht wurde.


LG LSM-100 Optische Maus-Scanner (1200 dpi Optische Auflösung, 320 dpi Scanauflösung, USB 2.0)
LG LSM-100 Optische Maus-Scanner (1200 dpi Optische Auflösung, 320 dpi Scanauflösung, USB 2.0)
Wird angeboten von die TECHNIK-PROFIS
Preis: EUR 69,99

26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Achtung: Ist der Scanner kompatibel mit Ihrem Betriebssystem und Prozessor ?, 24. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich war begeistert von der Idee, die Maus als Scanner zu benutzen. Das war der Ausloeser fuer den Kauf.
Doch Achtung: Die mitgelieferte Software funktioniert nur ab Windows XP. Diejenigen, die einen MacIntosh haben, oder unter Linux arbeiten
moechten, muessen entweder noch oder gar vergeblich warten, bis jemand einen entsprechenden Treiber erstellt hat.
Dann, erst wenn man das Produkt in der Schachtel vor sich hat, darf man die empfohlenen oder notwendigen Anforderungen an Prozessor
und Grafikkarte lesen. AMAZON SOLLTE HIER BEI DER PRODUKTBESCHREIBUNG EINSCHREITEN. Empohlen wird ein Intel Dual Core oder Amd und mindestens 1GB RAM. Mein Netbook, mit dem ich die Maus auch auf Reisen mitnehmen will, hat einen Intel-Atom-Prozessor. Zum Glueck, es funktioniert dennoch, Dokumente zu scannen. Bei der Installation werden die Anforderungen ueberprueft; wenn sie nicht erfuellt sind, kann man zwar weitermachen, aber es wird darauf hingewiesen, dass eventuell nicht alles optimal geht.
Also Vorsicht !
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 8, 2012 4:06 PM CET


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