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Rezensionen verfasst von
noemie_26 (zürich)

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Bitter Moon
Bitter Moon
von Pascal Bruckner
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschichte einer Selbstzerstörung, 14. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Bitter Moon (Taschenbuch)
Es geht um die Geschichte eines verbitterten Arztes, der seine jüngere Frau an den Rand der Selbstzerstörung treibt und beinahe selber daran zugrunde geht. Die Story ist äusserst verstörend, aber aus der Sicht der jeweiligen Personen erstaunlicherweise nachvollziehbar. Der Roman zeichnet ein feines Psychogramm zweier weltverlorener Menschen, deren anfängliche bedingungslose Liebe zu abgrundtiefem Hass wird, die schliesslich alle Beteiligten zerstört. Tabulose, sexuelle Ausschweifungen , Erniedrigung und emotionale Abhängigkeit sind die Themen dieses Buches. Beeindruckend und schockierend, so dass man die Lektüre sicher nicht so leicht vergisst. Der Film hält sich über lange Strecken recht genau an die Romanvorlage und ist absolut empfehlenswert, auch wenn er mittlerweile schon etwas älter ist.


South American Handbook 2010 (Footprint South American Handbook)
South American Handbook 2010 (Footprint South American Handbook)
von Ben Box
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht empfehlenswert, 29. Januar 2010
Nachdem wir vor 10 Jahren mit dem Footprint durch Südamerika gereist sind und sehr zufrieden waren, haben wir uns für eine erneute Reise die neue Ausgabe gekauft. Nach 3 Monaten Rumgereise in 6 verschiedenen Ländern sind wir mehr als enttäuscht von diesem Buch. Viele Angaben sind nicht mehr aktuell (!) oder schlichtweg falsch (Restaurants, die nicht mehr existieren; irreführende Infos zu Museen u.ä, absolut falsche Preisangaben, falsche Adressangaben etcetc.). Wie gut alles recherchiert worden ist, ist wirklich mehr als fraglich. Ausserdem sind es stets simple Auflistungen von Fakten ohne jegliche Empfehlung oder Anregung, was das Ganze sehr unpersönlich erscheinen lässt. Letzteres mag Geschmackssache sein, aber wenn man die schlampigen Recherchen dazuzählt, ist es einfach nur ein Ärgernis. Man hat das Gefühl, dass hier ein veralteter Inhalt in einem schönen neuen Cover daherkommt, um auf die Schnelle wieder Geld in die Maschinerie zu spülen. Fazit: Finger weg!


Unter Hunden
Unter Hunden
von Arthur Bradford
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nett und unspektakulär, 20. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Unter Hunden (Taschenbuch)
Ich habe das Buch zufällig in einem Antiquariat gefunden und aus Neugier gekauft, da ich vom Autor schon Gutes gehört hatte. Die Geschichten sind ganz nett und amüsant, insgesamt ist das Buch aber enttäuschend. Wie bereits von meinen Vorgängern gesagt, fehlt es den Stories an der nötigen Spannung. Sie sind zwar originell, haben aber nicht wirklich einen Handlungsstrang und schaffen es nicht, einen zu packen. Ich habe das Buch an einem Tag gelesen, weggelegt und werde es in 24h wahrschein bereits vergessen haben. Ich habe keine Ahnung, was der Autor einem mit seinen Geschichten sagen will und frage mich: Wozu das Ganze?


Schlechte Neuigkeiten
Schlechte Neuigkeiten
von Edward St Aubyn
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perpetuum mobile, 10. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Schlechte Neuigkeiten (Gebundene Ausgabe)
Ich kann mich den guten Kritiken, die überall zu lesen sind, nur bedingt anschliessen. Die Geschichte ist zwar durchaus interessant, meines Erachtens aber viel zu einseitig und teilweise oberflächlich. Patrick hat eine Verabredung - nimmt Drogen - kommt zu spät oder gar nicht - nimmt wieder Drogen - möchte damit aufhören - hat eine Verabredung - ... und so fort. Die Geschichte hat weder Tiefgang, noch entwickelt sie sich in irgendeine Richtung. Auch für eine kurze Odyssee ist das zu wenig und vor allem, und das hat mich am meisten gestört, zu vorhersehbar. Dass die Gedanken des Antihelden zudem nur um Drogen kreisen, ist für einen Junkie verständlich, dass sie aber dermassen und ausschliesslich reduziert werden auf den obengenannten Zyklus, empfand ich zunehmend als störend und langweilig. Das Satirische und Analytische, was von vielen Kritikern bei diesem Buch gelobt wurde, ist mir definitiv entgangen.

Der Roman ist weder gut noch schlecht, sondern schlicht auf banale Art und Weise unspektakulär.


Kill Your Friends
Kill Your Friends
von John Niven
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Literarische Leichtkost: Schnell gelesen, schnell vergessen, 10. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Kill Your Friends (Taschenbuch)
Ich kann mich den vorgängigen 1-3 Sterne-Rezensionen nur anschliessen, ein Möchtegern "Hardcore"Roman Marke B.E.Ellis-Junior für Jugendliche. Es hat ein paar unterhaltsame und witzige Passagen, das Buch liest sich sehr einfach und ist stilistisch anspruchslos. Der Inhalt ist anfangs noch recht interessant, erste Einblicke in die Musikindustrie, erste Orgien und Drogeneskapaden etc., aber leider bleibt es dabei. Die Geschichte wiederholt sich ständig von Neuem mit Sex, Drogen und Gewalt. Alles ein müder American Psycho-Abklatsch. Gegen Ende wird es so richtig schlecht, indem eine ominöse Erpressungsstory aus dem Hut gezaubert wird und ein bis dahin nebensächlicher Polizeibeamte als Deus ex Machina plötzlich auf drei Seiten einen grandiosen Auftritt bekommt um dann ganz aus der Handlung zu verschwinden.

Fazit: Ein nettes, aber sehr überflüssiges Buch.


Nicht so schlimm
Nicht so schlimm
von Nicolas Fargues
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Belangloses Buch, 9. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Nicht so schlimm (Gebundene Ausgabe)
Aus weiblicher Sicht betrachtet, finde ich das Buch ziemlich belanglos. Wie schon einige Vorgänger kritisierten, bleiben die beiden Hauptfiguren sehr blass und man erfährt so gut wie nichts über deren Beweggründe, was umso ärgerlicher ist da Fargues dafür repetitiv und meiner Meinung nach undifferenziert seinen immer gleichen, labilen und zwiegespaltenen Zustand reflektiert. Ärgerlich dagegen finde ich das fast schon gequälte Bemühen, à la Houellebecq pornographische Ausdrücke einzustreuen. Letzerer wendet dies jedoch konsequent und in Einklang mit seinen Protagonisten an. Fargues' Held hingegen ist durch und durch farblos, beginnt aber urplötzlich ab der Mitte des Buches mit Wörtern wie Pussy, Schwanz etc. um sich zu werfen, was überhaupt nicht zur Hauptperson passt und erst wie gesagt aus heiterem Himmel und total grundlos ab der zweiten Hälfte auftritt. Für mich absolut unlogisch, zumal der gute Mann ja eine Erzählung in indirekter Rede wiedergibt und sich nicht 1:1 weiterentwickelt, was ja noch eine Erklärung sein könnte.

Dass die Geschichte vom Thema her wie schon gesagt an Houellebecq und v.a an Beigbeders gelungenes "L amour dure 3 ans" erinnert, ist ja kein Zufall, da er beide in seinem Buch erwähnt. Umso mehr hatte ich daher das Gefühl, dass Fargues hier zwei Autoren nacheifern möchte, ohne dass es ihm gelingt oder er sich getraut, seinen eigenen Schreibstil zu finden. Daraus entstanden ist ein unpersönlicher Stilmix, der bei mir leider keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.


Special
Special
von Peter Sotos
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,80

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bedeutungslose Notizen eines Soziopathen, 31. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Special (Gebundene Ausgabe)
Was Peter Sotos mit diesem Werk den Lesern serviert, ist nur beängstigend. Bret E. Ellis, mit dem er immer wieder verglichen wird, schreibt Romane, mit einer Rahmenhandlung, gezeichneten Charakteren und einer Story, ganz im Gegensatz zu Sotos. Bei der Lektüre von Special hat man das Gefühl, dem Monolog eines Soziopathen am Frühstückstisch einer Psychiatrieklinik zuzuhören. Kommt noch dazu, dass Sotos, wenn man den Gerüchten glaubt, vor einigen Jahren wegen Besitzes von Kinderpornographie in den USA verhaftet wurde, was dem Buch einen noch übleren Beigeschmack verleiht.

Special ist das assoziative Geschreibe eines gestörten Mannes, der seinen abstrusen Gedanken freien Lauf gelassen und spontan in ein Buch verpackt hat, um unter dem Label "Snuff Poetry" Geld damit zu verdienen. Vom Inhalt abgesehen, ist Special belanglos, anstrengend, prätentiös und sichtlich darin bemüht, mit Burroughs, Bukowski und modernen B.E.Ellis' verglichen zu werden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 20, 2008 11:06 AM CET


Macht und Rebel: Roman
Macht und Rebel: Roman
von Matias Faldbakken
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

8 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pseudo Porno-Poet, 11. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Macht und Rebel: Roman (Taschenbuch)
Faldbakken möchte offenbar mit diesem Buch um jeden Preis Aufmerksamkeit erregen mit öder Pornographie und Gewalt. Die Figuren bleiben dabei oberflächlich und die immer wiederkehrenden Dialoge und wutgetränkten Ergüsse über die Konsumgesellschaft werden irgendwann einfach nur langweilig. Die Helden kultivieren ihren Missmut über die moderne Gesellschaft, beschränken ihre Aussagen aber auf schale, platte Hasstiraden, die von pubertierenden Teenagern stammen könnten. Dafür, dass die böse Konsumwelt zentrales Thema des Buches sein soll, wird es mehr als nur dürftig ausgeführt. Nur über Sex und Gewalt zu schreiben und das Ganze als Satire zu bezeichnen, reicht nicht für ein gutes Buch. Weder ist es satirisch (auch wenn es einige gute Ansätze dazu hat, die aber leider ungenutzt blebien), noch ist es besonders witzig. Der Humor erinnert mich eher an billige US-Klamaukkomödien.

Dass man mit etwas mehr Tiefgang durchaus kritische Bücher über die Gesellschaft schreiben kann inklusive Sex und Gewalt, haben Houellbecq, Ellis, Lindquist oder auch Beigbeder bereits erfolgreich gezeigt. Wie schon in anderen Rezensionen erwähnt, finde ich den Vergleich zwischen Faldbakken und Ellis, geschweige denn Houellbecq, total unangemessen.

Was bleibt, ist ein Mix aus Palahniuk's Fight Club und einem B.E.Ellis-Buch. 3 Sterne trotzdem, da es sich leicht liest und man doch neugierig wird, wie die Geschichte wohl ausgehen mag.


Sakrileg - The Da Vinci Code (Robert Langdon 2)
Sakrileg - The Da Vinci Code (Robert Langdon 2)
von Dan Brown
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

35 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unfassbar ..., 15. September 2007
...schlecht! Obwohl es mittlerweile fast 800 Rezensionen zu dem Buch gibt, muss ich mein Entsetzen hier festhalten.

Ich habe vorher noch nie etwas von Dan Brown gelesen und weiss jetzt auch warum. Um eine längere Reise zu überbrücken, habe ich es gewagt, das Buch an einem Bahnhofkiosk zu kaufen, wo es definitiv auch hingehört.

Ich kann mich den 1Stern-Rezensionen nur anschliessen. Die unheilvolle Allianz aus Indiana Jones und MacGyver - Story, gepaart mit dem Schreibstil eines Konsaliks, ist eine Beleidigung für das Papier. Die Darsteller sind so schamlos simpel und der mit einer Prise Esoterik und pseudo-wissenschafflichen Fakten angereicherte Plot dermassen dümmlich, dass das Gehirn beim Lesen schmerzt.
Ein Klischee jagt das nächste, wobei dem Leser null Fantasie zugetraut wird und einem die Emotionen der Figuren regelrecht aufgedrängt werden mittels plumpen Beschreibungen wie "er seuftze erleichtert auf", "mit ihm ist nicht gut Kirschen essen" etc. Dan Brown bzw. der Übersetzer fühlten sich offenbar bemüssigt, der Geschichte durch schülerhafte Adjektive, Adverbe und Standardfloskeln Leben und Spannung einzuhauchen.

Meine Skepsis sog. Bestsellern gegenüber wurde mehr als nur bestätigt. "Sakrileg" hat es geschafft, meine ohnehin schon bescheidenen Ansprüche um Längen zu unterbieten. Angesichts meiner Erwartungen wirklich eine reife Leistung.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 2, 2013 5:55 AM MEST


Amerikanisches Idyll
Amerikanisches Idyll
von Philip Roth
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Atemberaubend zähflüssig, 21. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Amerikanisches Idyll (Taschenbuch)
Die Geschichte einer militant gewordenen Tochter aus gutem Hause ist an sich ganz spannend, nur ist die Story mit ihren fast 600 Seiten definitiv viel zu lang. Zwar ist die genaue Beschreibung der familiären Umstände und der einzelnen Charaktere fein beobachtet und herausgearbeitet, zum Teil auch ergreifend, aber dennoch schlägt P. Roth in diesem Roman eindeutig über die Stränge. Die vielen ausführlichen Beschreibungen wirken stellenweise nicht einfach nur detailliert, sondern eher pedantisch und fast schon zwanghaft. 3 Sterne ist der Roman allemal wert, schon deshalb, weil Roth es geschafft hat, die Spannung in seiner Geschichte so zu verpacken, dass ich das Buch trotz unzähliger Lesepausen und beinaher Verzweiflung ob seiner Liebe zum Detail fertig gelesen habe.


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