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Rezensionen verfasst von
manolito

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Breaking News
Breaking News
von Frank Schätzing
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,99

10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die typische Schätzing'sche Unausgewogenheit..., 26. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
...zwischen spannender Thematik und überladenem Inhalt. Frank Schätzing versteht es wie nur wenige zeitgenössische Romanciers, aktuelle Plots packend aufzubereiten und sprachlich so zu gestalten, dass der Leser gleich ins Romangeschehen hineingezogen wird. Doch wie bereits in den Vorgängerwerken 'Schwarm' und 'Limit' fehlt dem Autor auch in 'Breaking News' das rechte Augenmaß: Afghanistan, Palästina/Israel und dann auch noch den arabischen Frühling in ein einziges Buch hineinzupacken, muss die Grenzen jedes fiktionalen Werkes sprengen, denn jedes Teilthema ergäbe genügend Stoff für jeweils einen eigenen Roman. Schade eigentlich, denn es gibt nur wenige Autoren, die sich an solche Plots heranwagen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 7, 2014 2:06 PM MEST


Guitarissimo XL
Guitarissimo XL
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nostalgischer Rückblick, 23. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Guitarissimo XL (MP3-Download)
Sicherlich kein innovativer Geniestreich, aber Musik mit Spielfreude, die sich mit leicht nostalgischem Schmelz auf den Hörer überträgt. Schön, dass Siggi Schwab auch als reiferes Semester noch dabei ist, eine echte Gitarrenlegende, die in den 60er bis 80er Jahren immer wieder für knackige Crossovers gut war.


Marcelo Alvarez sings Gardel
Marcelo Alvarez sings Gardel
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Kraftprobe" souverän bestanden, 8. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Marcelo Alvarez sings Gardel (MP3-Download)
Es grenzt natürlich an ein künstlerisches Kamikaze-Unternehmen, die größten Hits der Tango-Legende Carlos Gardel covern zu wollen. Da aber jeder Versuch, sich mit Gardel zu messen nach landläufiger Meinung sowieso nur in der Gewissheit einer krachenden Niederlage enden kann, scheint Marcelo Álvarez recht angstfrei an das Unterfangen herangegangen zu sein. Als Startenor, der an der Met wie an der Scala große Erfolge feierte, sowie als Argentinier - was für die Aussprache wichtig ist - bekommt er das Tangodiom mühelos in den Griff - und besticht durch kluge Zurückhaltung, verzichtet auf Belcanto-overkill, Tremolo und große Agogik und interpretiert den Inhalt der Lieder mit erfrischend verständlicher Diktion und ohne sich dem "Lunfardo"-Tonfall anzubiedern. Carlos Gardel war technisch kein großer Sänger, zu sehr näselte und quengelte er, machte diese Defizite jedoch durch sein unvergleichliches Charisma und den leidenschaftlichen Biss seines Vortrages wett. Fast wie ein augenzwinkernder Streich mutet daher das Duett mit Gardel an, das Álvarez (dem als Mann vom Fach Gardels Schwächen bekannt sein dürften) am Ende der CD zum Besten gibt, in "Mi Buenos Aires querido", die inoffizielle Hymne der Stadt. Eine wunderbare Produktion, obendrein herrlich mitreissend instrumentiert.


Ray Sings,Basie Swings
Ray Sings,Basie Swings
Preis: EUR 5,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungenes Wagnis!, 6. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Ray Sings,Basie Swings (Audio CD)
Es stellt ein nicht geringes Risiko dar, einen Live-Mitschnitt nachträglich mit einer Studioaufnahme zu kombinieren: Vieles kann dabei in die Hose gehen, Timing, Swing, Agogik, Instrumentation und schließlich auch das Wichtigste, nämlich die Atmosphäre. Dem Produzenten John Burk, dem Arrangeur George Field sowie Quincy Jones, dem engen Freund und einstigen musikalischen Weggefährten von Ray Charles, gelang das Kunststück, das Count Basie Orchestra, die Raelettes und die Stimme des Genius nicht nur zusammenzubringen sondern zu einer stimmigen, runden Produktion zu vereinen, die atmet, pulsiert und vibriert, als ob es sich um eine Originalaufnahme handeln würde. Ray Charles' Stimme klingt plastisch und präsent, als ob man in der ersten Reihe sitzen würde, die Arrangements sind von verblüffender, auf den Charakter und Stil jedes einzelnen Songs eingehender Subtilität und Raffinesse. Klassiker wie "I can't stop loving you" und "Georgia on my mind" - im Original in Breitwand-Streicherschmelz eingebettet - gewinnen durch den Bläsersatz jazzige Vitalität und transparente Klangfarbigkeit. Nicht nur für eingefleischte Ray Charles-Fans stellt "Ray Sings - Basie Swings" ein bereicherndes Hörerlebnis der nicht alltäglichen Art dar.


Rebellische Pianistin: Das Leben der Grete Sultan zwischen Berlin und New York
Rebellische Pianistin: Das Leben der Grete Sultan zwischen Berlin und New York
von Moritz von Bredow
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungene Biographie einer beeindruckenden Künstlerin, 2. Juli 2013
Die Pianistin Grete Sultan entstammte dem jüdischen Bildungsbürgertum, dem Berlin zu großen Teilen sein kulturelles und nicht zuletzt musikalisches Weltniveau verdankte - bis zur Machtübernahme der Nazis und sogar noch einige Jahre darüber hinaus, in denen die braunen Machthaber einem bereits vom Tode gezeichneten „Kulturbund Deutscher Juden“ eine trügerische Galgenfrist gewährten. Eine Lebensspanne von fast hundert Jahren war der 1906 geborenen Grete Sultan vergönnt, die von keiner der großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts verschont blieb.

Sprachlich mit respektvoller Zurückhaltung, inhaltlich mit empathischer Hingabe schildert Moritz von Bredow den Lebensweg Grete Sultans und ihren familiären Hintergrund, in dem sich das lange Ringen der jüdischen Bürger Preussens um Emanzipation und Anerkennung widerspiegelt. Fachkundig erläutert der Autor Grete Sultans musikalische Ausbildung und ihr Privatleben in der langsam zerbröckelnden Grunewalder Idylle – bis die Enteignung der Familie, die Zwangskennzeichnung als Jüdin und die drohende Deportation sie 1941 zur Flucht über Lissabon in die Vereinigten Staaten zwingt.

In New York gelingt es Grete Sultan – zunächst mit der Hilfe von Claudio Arrau – Fuß zu fassen, doch erst nach dem Ende des Krieges, das ihr noch einmal das ganze Ausmaß der nationalsozialistischen Judenvernichtung vor Augen führt, beginnt das zweite Leben der Grete Sultan: Die Begegnung mit John Cage schlägt ein gänzlich neues Kapitel auf: Eine beide zutiefst erfüllende lebenslange musikalische Zusammenarbeit nimmt ihren Anfang. Seine wichtigsten Kompositionen für Klavier – nicht zuletzt die „Etudes Australes“ –schreibt Cage für Grete Sultan.

Moritz von Bredow hat eine eindrucksvolle Biographie vorgelegt, in der die Weltpolitik unerbittlich präsent bleibt, ohne damit den Blick auf eine im Grunde stets zutiefst apolitische Grete Sultan zu verstellen, die die meisten ihrer Peiniger und Verfolger – so ist man geneigt, zu frohlocken - um Jahrzehnte überlebte. Gleichzeitig eine zuweilen melancholische Bestandsaufnahme des katastrophalen, nicht wieder gut zu machenden menschlichen und kulturellen Kahlschlags, den die Nazis mitten in Europa, in einer einst blühenden und weltweit bewunderten Kulturmetropole – und weit darüber hinaus - anrichteten.


Solowerke / Kammermusik
Solowerke / Kammermusik
Preis: EUR 28,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wiederbegegnung mit einem großen Musiker, 2. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Solowerke / Kammermusik (Audio CD)
Die Erinnerung an Siegfried Behrend - der 1990 mit gerade einmal knapp 57 Jahren verstarb - ist in den letzten Jahren nicht nur in Gitarristenkreisen spürbar verblasst, möglicherweise schneller, als es zu erwarten gewesen wäre. Lag es vielleicht an den öffentlichen Auftritten der letzten Jahre, die nicht mehr den einst von Behrend selbst mitgesetzten Maßstäben entsprachen oder an einer oft allzu nonchalanten, zuweilen auch unseriösen Editionspraxis? So verbirgt sich etwa hinter der "Danza amazonica" aus den "Gitarren von Quimet" nichts anderes als die notengetreu abgekupferte Liedkomposition "Foi Bôto, Sinhá!" des Brasilianers Waldemar Henrique (1910-1990) aus dem Jahre 1933. Doch auch nach kritischer Sichtung der unbekümmerten Kapriolen des monomanischen 'Selfmade man' Siegfried Behrend, verbleibt auf der Habenseite die enorme Lebensleistung eines rastlosen Pioniers: Nach im Selbststudium durchwachten Nächten in der elterlichen Wohnung in Berlin-Wilmersdorf und ersten Auftritten in seiner Heimatstadt, startete Behrend in den 60er Jahren zu einer viel beachteten, vom Goethe-Institut unterstützten Weltkarriere an der Seite der kongenialen Sängerin Belina. Die musikalische Laufbahn führte weiter über eine manchmal gefällig umgesetzte Aneignung des spanischen Gitarreidioms zur ernsthaften und fruchtbaren Auseinandersetzung mit Kammer-, Zupf- und Orchestermusik sowie vor allem zur Zusammenarbeit mit bedeutenden zeitgenössischen Komponisten. Hier erreichte Behrend auch den künstlerischen Zenith seiner Karriere, auf der CD vertreten mit "Ultima Rara" von S.Bussoti, "Styx" von A.Logothetis sowie "Perché" von H.F.Hartig. Die Zusammenarbeit mit Hartig - ein Weggefährte von B. Blacher - stand auch am Anfang von Behrends Laufbahn, als der schwer kriegsversehrte Komponist im zerbombten Berlin der ersten Nachkriegsjahre mit dem Teenager Behrend zusammentraf, was eine ganze Reihe exquisiter Kompositionen für Gitarre zur Folge hatte. Alles in allem eine sehr sympathische Veröffentlichung, durchaus mit dokumentarischem Wert, in der der musikalische Lebensweg des einst umjubelten Weltreisenden Siegfried Behrend - so gut es auf dem engen Raum zweier CDs eben geht - adäquat wiedergegeben ist.


Ray: Die Autobiographie
Ray: Die Autobiographie
von Ray Charles
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubende Lebensgeschichte, 15. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Ray: Die Autobiographie (Taschenbuch)
Ray Charles' Startposition war kaum zu unterbieten: als Afroamerikaner in eine Arme-Leute-Siedlung in den Südstaaten hineingeboren, rieb sich seine Mutter (der Vater hatte schon lange das Weite gesucht) als Wäscherin auf, um ihren beiden Söhnen das Existenzminimum zu sichern. Der Tod des Bruders, an dem er sich schuldig fühlte, wurde zum lebenslangen Trauma und obendrein erblindete der siebenjährige Ray. Als ob das nicht genügen würde, starb bald darauf auch noch die Mutter und der Junge fristete fortan mittellos und mutterseelenallein sein Dasein in einer Blindenschule. Ray Charles Robinson hatte von Anfang an nicht den Hauch einer Chance - doch er nutzte sie und startete mit unbezwingbarem Lebensmut als Musiker durch. Einige glückliche Zufälle halfen ihm dabei, den Grundstein zu einer atemberaubenden Weltkarriere zu legen, so etwa die Freundschaft mit dem Musiker und Arrangeur Quincy Jones und die Begegnung mit dem Plattenproduzenten Ahmet Ertegün. Beide wurden zu engagierten Förderern seiner Musik, die bald die Charts und die Medien eroberte: In Titeln wie "Hit the road Jack", "Georgia on my mind", "What I'd say" und "I can't stop loving you" lebt Ray Charles' Stimme fort, in der Gospel, Blues und Country zu einem einzigartigen Personalstil verschmelzen, der als "Soul" Musikgeschichte wurde. Vertieft man sich in die Zeilen seiner Autobiographie, die aus einem schillernden Leben mit vielen Höhen und Tiefen erzählt, so meint man wieder seine Stimme zu hören, dessen Ausdrucksspektrum von klagenden Blues über warme samtige Balladentöne bis zu heiseren Gospelklängen und weit darüber hinaus - man denke nur an seine Coverversionen von Beatles-Songs - reichte.


Mord im Lichthof
Mord im Lichthof
von Andreas Kimmelmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,90

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen begabter Newcomer, 11. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mord im Lichthof (Taschenbuch)
Mit schnörkelloser Sprache und ohne Effekthascherei erzählt Andreas Kimmelmann in „Mord im Lichthof“ von dem jungen Anwalt Alwin Eichhorn, der seinen ersten Fall zu bewältigen hat: ein Mord im Milieu der Münchener Universität. Was anfangs wie ein Fallbeispiel aus dem Jurastudium anmutet, gerät zunehmend zu einer Herausforderung für Eichhorn, der allmählich erkennen muss, dass das Leben ‚da draußen‘ nach anderen Regeln tickt als das Studium. Das Münchner Ambiente ist gut getroffen, ohne dass der Autor zu bayrischen Folkloreklischees greifen müsste, die Figuren sind rund und stimmig gezeichnet. Lebendige Dialoge mit einem häufig durchschimmernden ironischen Unterton lassen die Lektüre nie langweilig werden. Kimmelmann ist ein begabter Erzähler, von dem wir hoffentlich bald wieder lesen werden.


Die Zeit, die Zeit
Die Zeit, die Zeit
von Martin Suter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,90

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trotz einiger Längen lesenswert, 27. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Zeit, die Zeit (Gebundene Ausgabe)
Unübersehbar ist, dass der Roman von einer bei Suter sonst eher seltener festzustellenden Melancholie durchzogen ist, deren Hintergrund wohl in seiner eigenen tragischen Familiengeschichte zu sehen ist. Das Ringen mit dem Verlust eines geliebten Menschen sowie die obsessive Suche nach einer Möglichkeit, die Zeit zurückzudrehen bestimmen den Plot, der sich stets um sich selbst dreht. Die sich daraus ableitenden sehr detaillierten Beschreibungen der Rückverwandlung des Gartens in einen Zustand wie vor zwanzig Jahren erscheinen mitunter als Länge, haben aber als Strukturelement durchaus ihren Sinn. Einmal mehr besticht Suter mit der Kunst, Situationen, Personen und Stimmungen mit wenigen treffenden Worten eindrücklich zum Leben zu erwecken. Die Schlusspointe finde ich sehr gelungen - hier wird nicht nur der gordische Knoten des in sich verknäulten Plots durchschlagen, auch der uns eher vertraute, flott formulierende und erzählerisch temporeichere Autor Suter tritt abschließend noch einmal auf die Bühne.


Fabulosa Guitarra de Paco
Fabulosa Guitarra de Paco
Preis: EUR 19,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioses Solo-Debut eines genialen Musikers!, 7. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fabulosa Guitarra de Paco (Audio CD)
Die CD-Wiederauflage der 1967 lancierten ersten Solo-LP des gerade einmal neunzehnjährigen Paco de Lucia kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Der spätere Gitarrensuperstar präsentiert sich bereits hier als Ausnahmetalent. Auf der Basis der traditionellen Flamenco-Palos entfaltet sich ein Panorama feinster andalusischer Gitarrenkunst, der Paco de Lucía seine ureigene Handschrift verleiht. Gerade einmal zehn Stücke enthält die Original-LP, die es jedoch ausnahmslos in sich haben. Drei der herausragenden, später immer wieder eingespielten Stücke aus dem Repertoire Lucías sind hier vertreten: die atemberaubende Alegrías "Recuerdo a Patiño', die souverän mit konzertanten Stilelementen gestaltete Bulerías "Impetu" (eine Komposition von Mario Escudero) sowie die Rondeñas "El Tajo", die einem immer wieder in unerwarteten Farben schillernden Wasserlauf gleicht, den Paco de Lucía mit impressionistischer Klangpalette nachempfindet. Ein Muss für alle Gitarrefans!


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