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Rezensionen verfasst von
morpheus_laughing "michael" (Bielefeld)

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Bundlestar * Qualitätsakku für Nikon EN-EL15 - Intelligentes Akkusystem mit Chip - "neueste Generation" für -- Nikon D7000 D7100 D600 D610 D800 D810 Nikon 1 V1
Bundlestar * Qualitätsakku für Nikon EN-EL15 - Intelligentes Akkusystem mit Chip - "neueste Generation" für -- Nikon D7000 D7100 D600 D610 D800 D810 Nikon 1 V1
Wird angeboten von Bundlestar*
Preis: EUR 30,95

5.0 von 5 Sternen Sogar besser als das Original, 27. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich vor einigen Jahren im USA-Urlaub das "Glück" hatte, dass sich 1. der Akku dem Ende zuneigte(was wohl normal ist) und 2. ich voller Schreck feststellen mußte, dass das Ladegerät gleichzeitig den Geist aufgab und wir in Detroit stundenlang suchten, bis ich ein sündhaftteures neues Ladegerät gefunden hatte, war es für mich selbstverständlich zukünftig immer einen Ersatzakku dabei zu haben.

Anfang des Jahres kaufte ich mir die D7100 und bin dabei über diesen Akku gestolpert und habe ihn sogleich geordert.

Fototechnisch beschäftige ich mich mit dem Thema Urban Exploration. Somit ist der Akku durch Langzeitbelichtungen und Belichtungsreihen mit teilweise sehr schlechten Lichtverhältnissen immer ordentlich gefordert.

Pro Tour schieße ich ca. 250 - 600 Fotos. Oft mit Belichtungszeiten zwischen einer bis zu zehn Sekunden. Nie kam ich bisher in die Verlegenheit bei diesen Touren einen zweiten Akku einsetzen zu müssen.

Nachdem ich zweimal den Nikon-Originalakku eingesetzt habe, hatte ich jedes Mal den Eindruck, dass dieser sogar schneller den Geist aufgibt.

Somit kann ich das Fazit ziehen, dass dieser "Lowbudget" Akku seine Pflicht mehr als erfüllt und somit meine uneingeschränkte Kaufempfehlung bekommt.


Echogenetic
Echogenetic
Preis: EUR 12,99

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TOP!!!!, 12. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Echogenetic (Audio CD)
Obwohl fast alles aus dem Hause Leeb eine hohe technische Virtuosität auszeichnet, konnte man seit dem 2004er Album "Civilization" den Eindruck haben, dass er durch den Erfolg seines ursprünglichen Nebenprojekts DELERIUM ein wenig die Orientierung verloren hatte, welchen Weg FLA gehen soll. Nun aber haut er mit "Echogenetic" ein Werk raus, das für mich das Zeug hat, zu einem weiteren FLA-Klassiker zu werden.

Gleich das wohl eher als Intro denn als Song gedachte "Resonance" mit seinen atonalen, eindringlichen Klängen, die zum Schluss in völlige Disharmonie zerfallen, geben den Weg dieses Albums vor. Denn nie weiß man, was einen erwartet. Auch die ersten rund 90 Sekunden des folgenden Songs lassen einen noch im unklaren, was auf "Echogenetic" alles passieren wird, um dann den aufgebauten Spannungsbogen in einem intensiven Refrain aufzulösen. Kalt und distanziert präsentiert sich dieser Track namens "Leveled". Treibende EBM-Beats transformiert mit den Mitteln der heutigen elektronischen Musik untermalen den Song "Killing Grounds", an dessen Ende nostalgische Gefühle bei allen Schallplattenfreunden aufkommen dürften. "Blood" schlussendlich ist der einzige belanglose Track dieses Albums. Fast scheint es, als ob er uns eine kleine Atempause verschaffen soll, für das was nun folgt: Stücke, die mit einer ungeheuren Intensität auf den Hörer losgelassen werden. "Deadened" fesselt ab der ersten Sekunde mit Beat und Melodie und irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass hier das prägende Sample aus dem TEARS FOR FEARS Song "Shout" zu hören ist. Auch "Exhale" haut in die gleiche Kerbe, beide Titel haben viel Ähnlichkeit mit den Smashern des Vorgängers. "Ghost" und "Exo" sind zwei schwermütige, wundervoll modulierte Songs und der Titeltrack ist ebenso wie "Prototype" herrlich frickelig und verschachtelt ausgefallen.

"Echogenetic" ist ein homogenes, futuristisches Album, das, so merkwürdig das klingt, in sich zu ruhen scheint. In meinen Augen hat es nicht so viel Ähnlichkeit mit den von Dependent angeführten Alben "Caustic Grip und Tactical Neural Implant", sondern wirkt eher wie eine Fusion aus den allerbesten Eigenschaften der letzten drei Veröffentlichungen "Civilization" , "Artificial Soldier und Improvised Electronic Device".


Airmech (Limited Edition)
Airmech (Limited Edition)
Preis: EUR 14,27

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein eher ungewöhnliches Album unserer Helden, 26. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Airmech (Limited Edition) (Audio CD)
Nachdem vor fast zwei Jahrzehnten NINE INCH NAILS einen Soundtrack für das Computerspiel "Quake" herausbrachten, ergab sich nun für Bill Leeb und Konsorten ebenfalls die Chance ihre kreativen Ideen für die Vertonung eines Videospiels beizutragen, denn James Green, der Entwickler des Spiels "AirMech", war seit langem ein Fan von FRONT LINE ASSEMBLY.

So ist sicherlich ein typisches, aber auch ungewöhnliches FLA-Alben entstanden, welches komplett instrumental ist. Als ich das erste Mal davon hörte, hoffte ich gleich auf ähnlich epochale Tracks wie z.B. "Sex Offender" oder "Silent Ceremony".

Auf allen zwölf Tracks beweisen Bill Leeb und seine Mitstreiter wieder einmal, das sie ganz groß im entwickeln von ausladenden Soundteppichen sind. Etwas weniger bissig und aggressiv als übliche FLA-Veröffentlichungen präsentiert sich "AirMech". Teilweise wirkt das Album/der Soundtrack wie ein Nachfolger des 2004er Werkes "Civilization", welches sich damals stark am "Neben" Projekt DELERIUM orientierte.

Viele Tracks basieren aus einem ähnlichen Grundmuster und setzen auf ein Wechselspiel zwischen sphärischen Beginn, der sich im Laufe der einzelnen Songs mit schnelleren Parts abwechselt, dennoch kommt auf fast dem gesamten Album eine sehr chillige und entspannte Atmosphäre zum tragen.

Zu dem ruhigeren Tracks gehören "Arise" und der Abschlußsong "Prime Empiricism". Minimalistisch beginnt "Prep for Combat", welches sich im Verlaufe zu einem unglaublich kalten und emotionslosen Werk wandelt. "System Anomaly" bietet leicht verspielte Tranceeinflüsse und besonders "Everything that was before" und "Lose" erschaffen schier unglaubliche Loops und sich überlappende Beats. Ebenfalls eine geniale Soundstruktur entwickelt "Death Level". "Pulse Charge" präsentiert eine eingringliche Stimmung und sperrige Breakbeats.

Als kleines "Danke Schön" an FLA und deren Fans gibt es die Möglichkeit über einen Code spezielle Features zu nutzen und Bill, Jeremy und Co im Spiel auferstehen zu lassen.

Konzeptionell ist es zwar klar gewesen, das dieses Album nur Instrumental funktionieren kann, dennoch fehlt mir ein wenig der Gesang auf "AirMech" und ich bin sicher, das einige Songs so noch kompletter gewirkt hätten.


Beyond
Beyond
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Delikatesse aus Skandinavien, 3. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Beyond (Audio CD)
Im recht selten gewordenen EP-Format liegt nun das neueste CRYO-Release "Beyond" auf meinem Tisch. Auf diesem beschäftigt sich Mastermind Martin Rudefelt mit der Thematik der Astrophysik und taucht weit in die Tiefen des musikalischen Universums ab. Nachdem das letzte Album "Hidden Aggression" sich zwar als gutes, aber im Vergleich zu den beiden ersten Veröffentlichungen bisher schwächstes Werk von CRYO präsentierte, dreht Martin auf "Beyond" wieder richtig auf und erschafft mit den insgesamt sieben Tracks faszinierende klangliche Konstrukte.

Die Songs beschäftigen sich auf musikalische Art mit verschiedenen Begriffen der bereits angesprochenen Astrophysik, die zum besseren Verständnis auch erklärt sind. "First light" legt sehr sphärisch los und die experimentelle Drumlinie beim darauf folgenden "Escape Valocity" stellt den ersten kreativen Höhepunkt dieser EP dar, sehr prägnant. "Zero-G" und der Titeltrack stellen sich als sehr reduzierte Tracks dar, gerade "Beyond" spielt extrem mit musikalischen Versatzstücken. Es wirkt fast so, als ob dieser Song tatsächlich aus den Fernen des Universums seinen Weg zu uns gefunden hat, man verliert sich förmlich in ihm.

Die deutlichste Referenz an die vorhergehenden Releases ist das schnellere "Event Horizon" (remember the movie?) und mit 'Singularity' folgt der absolute Höhepunkt einer hochklassigen Veröffentlichung, zudem gleich in zwei Versionen. Die Originalversion ist die etwas rauere Variante, während der "Future Population Mix" sich verspielt präsentiert und unter die Haut geht. Eine außergewöhnliche Leistung Herr Rudefelt! @ Terrorverlag


Handover
Handover
Preis: EUR 9,45

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen vorwärts immer, rückwärts nimmer, 23. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Handover (Audio CD)
Eine SKINNY PUPPY-CD zu rezensieren ist fast so schwer wie eine Doktorarbeit zu schreiben. Zu eigenwillig und verschachtelt präsentieren sich die Kunstwerke der beiden Cevins, was u.a. zur Folge hat, dass ich zwar selbstredend alle ihre Veröffentlichungen besitze, aber bis zum heutigen Tag z.B. "Last Rights" und "The Greater wrong of the right" nicht ertragen kann und jeweils maximal fünfmal in meinem Leben gehört habe. Andererseits ein Album wie "The Process", das ich jahrelang förmlich gehasst habe, irgendwann bei mir Klick gemacht hat und nun zu meinen Alltime-Faves gehört.

Auch ihr neues Werk "HanDover" erwies sich als anfangs unverdaulicher Happen, an dem man sich zu verschlucken schien. Die ersten Hörversuche in der Online-Bemusterung erzeugten blankes Entsetzen bei mir. Ein Abend, an dem das Album dann mehrere Stunden am Stück durchlief, hatte reinste Verzückung zur Folge, während die erste Runde im CD-Player wieder Ernüchterung folgen ließ. Knapp vier Wochen nach Veröffentlichung und unzähligen Runden im Player habe ich nun das Gefühl, dass mir die Klangwelt von "HanDover" einigermaßen erschlossen ist und mein Eindruck ist, dass es die logische Fortsetzung von "Mythmaker" ist, einige Überraschungen inklusive. Insgesamt präsentiert sich "HanDover" speziell auf den ersten vier Songs als äußerst fragiles, nachdenkliches und beinahe depressives Werk, gerade "Wavy" und "AshAs" sind dermaßen melancholisch in ihrer Gestaltung, dass man fast anfangen möchte zu heulen und sich fragt, was den beiden wohl bei der Produktion durch den Kopf gegangen ist. Beide Tracks nehmen den Faden auf, den "Haze" und "Jaher" auf "Mythmaker" begonnen haben. Fast schon poppig der nächste Titel "Gambette", er geht gleich ins Ohr und macht Laune, zu Zeiten von "Bites" oder "ViviSectVI" hätte man sich so einen SKINNY PUPPY-Song niemals vorstellen können. Was "Politikal" auf dem Vorgänger war, scheinen hier "Icktums" und "Vyrisus" darzustellen, gerade "Vyrisus" ist für mich DAS Highlight dieser VÖ. In sämtlichen Phasen meiner Annäherung an das Kunstwerk hatte er immer einen Sonderstatus inne, das Stück hat Drive, Tempo und rockt die Tracklist ungemein. Mit "I`mmortal" und "Politikal" steht er für mich für die neuen Hits von SKINNY PUPPY, aber immer mit der Frage im Hinterkopf, ob sie irgendwann mal mit Songs wie "Worlock", Testure" , "Smothered Hope" oder "Assimilate" in einem Atemzug genannt werden, oder immer "Außenseiter" bleiben werden? Ebenfalls richtig Laune macht "Village", auch einer der treibenden Sachen auf "HanDover", der gleichzeitig auch exemplarisch für die Unberechenbarkeit dieses Werkes und den Überraschungsfaktor steht. Der Grundbeat erinnert sehr stark an die DOWNLOAD-Komposition "Glassblower", er stammt aber nicht wie vermutet von Key, sondern wurde nur von OHGR und Walk erschaffen, während man bei dem für mich unerträglichen "Brownstone" vermutet hätte, dass es sich um einen Song vom letzten OHGR-Album handelt, aber nur Key für die Produktion verantwortlich zeichnet. Anfangs nervig, präsentiert sich "Point" im Verlauf ebenfalls als sehr vielschichtig entwickeltes Lied.

Während viele Bands der "Szene", zu der sich SKINNY PUPPY wahrscheinlich nicht mal mehr zugehörig fühlen, seit vielen Jahren stagnieren und jedes Album gleich klingt, pfeifen SKINNY PUPPY auf die Gewohnheiten und Erwartungen ihrer Fans und produzieren weiterhin das, was sie unter ihrer Message zeitgenössischer, wahnsinniger und unberechenbarer elektronischer Musik verstehen. Respekt! @ Terrorverlag


Wintermute
Wintermute
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen bisher mein Topalbum des Jahres 2011, 2. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Wintermute (Audio CD)
"Wintermute" ist nach knapp vier Jahren Pause das neue Werk des schwedischen Duos NECRO FACILITY, und das hat es wahrhaftig in sich. Während den ersten beiden Scheiben ein wenig der Stempel SKINNY PUPPY-Klon" aufgedrückt wurde, emanzipieren sie sich mit "Wintermute" von diesen "Vorwürfen". Auch wenn die ersten beiden brillanten Tracks "You want it" und "Explode" unbestritten das SKINNY PUPPY-Gen der "Too dark Park"-Ära in sich tragen, zeigen aber auch diese Songs schon, dass eine Sound-Evolution stattgefunden hat. Dem ist sicherlich auch dadurch Rechnung getragen, dass mit Oscar Holter eine Hälfte des Duos sich schon seit geraumer Zeit mit der Produktion von Pop und Dance-Stücken beschäftigt und damit u.a. in Japan und Griechenland abräumte.

"Wintermute" ist eingängig, ohne sich anzubiedern, legt erstaunliche Sound- und Melodie-Ideen an den Tag und besticht bei allen zehn Tracks auf beeindruckende Weise. Sei es das geisterhaft/ mysteriös wirkende "Cuts", ein rockiges "Do you feel the same", das minimalistische, mit rohen Beats angereicherte "Fall Apart", ein vertracktes "Waiting for the snow" oder der Höhepunkt eines herausragenden Albums: "Ignite", das durch seine Symbiose aus Aggressivität und eingängigen Melodieläufen besticht. Modern, frisch und futuristisch kommt "Skrik" um die Ecke. Eine Mischung aus purem EBM und nochmals auftretenden Anleihen aus dem Rockgenre zeichnet "Supposed" aus, zum Abschluss folgt dann noch eine wahrhaft schwere" Ballade mit wundervollem Gesang namens "All that you take".

Nach aktuellem Stand für mich das Elektroalbum des Jahres!
Copyright beim Terrorverlag


Behind the Horizon
Behind the Horizon

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen netter Ausflug in die späten 80er, bzw, frühen 90er, 8. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Behind the Horizon (Audio CD)
Unter neuem Namen bringen PYRROLINE (ehedem NORDSCHLACHT) mit "Behind The Horizon" nun nach dem 2008 erschienenen Debüt "Silence, Beauty and Cruelty" ihr zweites Album im Eigenvertrieb heraus. Musikalisch sprechen sie auf den 14 Tracks die Old-School Elektroniker an, die nicht überwiegend auf NITZER EBB, sondern eher auf verschachtelten Elektro der Marke MENTALLO & THE FIXER stehen. Obwohl mich die hier vor mir eingestellten Rezensionen meiner Vorschreiber etwas abgeschreckt haben, weil sie irgendwie zu wohlwollend, unkritisch und eher wie Marketingtexte, bzw. Lobeshymnen aus dem Freundeskreis, denn wie eine objektive Rezension wirkten, wusste die Scheibe auch meiner kritischen Meinung standzuhalten.

Stilistisch setzt das Album auf zwei gegensätzliche Pole, mit dem Opener "EMP Fallout" beginnend, steht mehr als die Hälfte der Tracks für die ruhigere Seite dieser Veröffentlichung, teils instrumental, teils mit weiblichem Gesang ausgestattet, zeichnen diese Songs fragile Bilder im Gehör des Rezensenten und sind durch Emotion/ Atmosphäre geprägt. Arntes Gesang auf "When Angels pass away" oder "Drown" könnte beinahe schon als Bewerbung für DELERIUM durchgehen. Der zweite Part beginnt mit "When machines get souls" und endet drei Tracks später mit "1984", diese zeichnen sich eher durch kraftvolle Beats mit verzerrtem Gesang aus, die Synths nehmen neben der oben erwähnten Hauptreferenz MENTALLO deutliche Anleihen an die 80er Jahre Werke von FRONT LINE ASSEMBLY. Durchaus interessant präsentiert sich noch der abschließende Remix von "Cybernetic Civilization", der die verwendeten Sounds problemlos in ein zeitgemäßes Gerüst bringt.

Nachdem bereits in den siebziger Jahren Bands wie DAF oder CABARET VOLTAIRE die Wurzeln derartiger Sounds gelegt haben, ist es natürlich schwierig, neues zu entwickeln, bzw. zu produzieren, deshalb ist mein Fazit für dieses Album: Besser eine gute Kopie als ein schlechtes Original.


Septic IX
Septic IX
Wird angeboten von ProMedia GmbH
Preis: EUR 11,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen solide Veröffentlichung, 4. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Septic IX (Audio CD)
Bereits in die neunte Runde geht die "Septic"-Reihe aus dem Hause Dependent, welche nahtlos das bewährte Konzept fortsetzt, neben den Elektronik-Größen, z.B. FRONT LINE ASSEMBLY, die hier leider ein etwas belangloses "Attack the Masses" beisteuern, auch den kleineren Acts der Szene bzw. des Labels einen würdigen Rahmen zu bieten.

Wie immer bietet so eine Compilation subjektiv gesehen Licht und Schatten. Insgesamt sind mir neun der insgesamt fünfzehn Tracks wohlwollend im Ohr hängen geblieben. Gewohnt souverän gehen ROTERSAND und EDGE OF DAWN mit ihrem filigranen Elektropop zu Werke. Während der STERIL Remix von EDGE OF DAWNs "Stage Fright" eher wie ein typischer eigener" Song klingt, gehen ROTERSAND auf "First time" sehr trancig vor. Nicht poppig, sondern sehr rockig agieren die beiden Vertreter IMPERATIVE REACTION und COMADUSTER auf ihren beiden Beiträgen. Qualitativ hochwertiges Elektrokopfkino präsentieren PAIL mit "Silence", sowie FIX8:SED8 auf "Monolith", beide erreichen eine ähnliche atmosphärische Dichte wie alte MENTALLO & THE FIXER Klassiker. PORTION CONTROL beweisen mit "Amnesia", dass der Begriff Oldschool-EBM noch cool sein kann und nicht so ausgetreten sein muss, wie es mittlerweile durch uninspirierte Acts wie JÄGER 90 zu beobachten ist. CRYO, leider immer noch völlig unterschätzt, beweist mit "Hit me Once", dass er, aller vermeintlich gezogener Parallelen zu COVENANT, seine eigene Nische gefunden hat und während MINDLESS SELF INDULGENCE sich auf ihrem Longplayer "If" wie die neunziger Raveband EMF auf Ecstasy anhören, macht Andy von COMBICHRIST aus "Never wanted to Dance" eine durchgeknallte Elektroperle.

Im Endeffekt eine hervorragende Compilation, einziger Wehrmutstropfen wird sein, dass man von einigen dieser Bands außer Samplerbeiträgen wohl nicht mehr wirklich viel hören wird.


Improvised Electronic Device
Improvised Electronic Device
Wird angeboten von ProMedia GmbH
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Soweit ok, aber...., 19. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Improvised Electronic Device (Audio CD)
Das diese Rezension für mich eine der schwierigsten wurde, hat erstens sicherlich auch damit zu tun, dass CDs einer der Lieblingsbands immer etwas besonderes sind und zweites, dass das neueste Werk von FRONT LINE ASSEMBLY, welches auf den Namen "Improvised Electronic Device" lautet, sehr ambivalente Gefühle beim hören bei mir auslöste.

Der Anfang hätte nicht besser sein können, der gleichnamige Titeltrack zaubert während der ersten 100 Sekunden die wohl düstersten und beklemmendsten Sounds seit den CHARLIE CLOUSER Tracks für "Saw 1" in die Gehörgänge, um dann Songtechnisch den typischen Weg dieser Veröffentlichung zu gehen, brachiale Gitarrenparts und einen eingängig strukturierten Refrain zeichnet dann einen Großteil der Tracks auf "I.E.D." aus.

Insgesamt setzen FRONT LINE ASSEBBLY zum ersten Mal seit dem 93er Werk "Millennium" wieder auf massivsten Einsatz von Gitarren, die zu einem späteren Zeitpunkt der Produktion elektronisch veredelt wurden und dadurch fremder und technischer klingen.

Am besten ist dies bei "Release" gelungen, dieser Song präsentiert sich impulsiv, brachial und hat das Zeug zu einem neuen Klassiker zu werden, ähnlich perfekt ist das Zusammenspiel zwischen Elektronik und Gitarre auch auf "Laws of Deception". "Pressure Wave" zeugt von einer bedrohlichen musikalischen Hetzjagd und auch der Track "Angriff" von der Vorabsingle überzeugt voll und ganz. Mit seinen ruhigen anfänglichen Pianoklängen lockt er den Hörer nicht nur auf eine falsche Fährte, sondern mit diesen sehr melodischen Klängen, ebenso wie "Afterlife", baut er noch eine Brücke zu der recht ungewöhnlichen Vö "Civilization", ebenso wie "Hostage" und "Shifting through the lens" Reminiszenzen an den Vorgänger sind.

Eien weitere Parallele zu "Artificial Soldier" ist, dass mit "Stupidity" ebenfalls wieder ein von einem Gastsänger gesungener Track dabei ist, niemand anders als Mr.MINISTRY Al Jourgensen lieh diesem Track seine Stimme und machte einen typischen schnellen MINISTRY Song daraus.

Trotz all dieser positiven Beschreibungen tat ich mich mit "I.E.D." sehr schwer, wie jedes Mal schreibe ich und das ist auch diesmal wieder so, dieses Album gehört zu den am perfektesten produzierten Werken der Szene. Dies ist aber in meinem Augen auch der große Schwachpunkt, "I.E.D." ist ein starkes Album, ohne Frage, aber bei aller Perfektion bleibt etwas der Instinkt und vor allem die Seele dieser Produktion auf der Strecke. Fast scheint es so, dass Bill zu viel Routine erlangt hat und den einzelnen Songs ein SCHEMA F, eine Schablone, verpaßt. Zu berechenbar und geplant wirkt alles. Während "Hard Wired" und z.B. auch "Implode" ein richtig fieser "Schlag in die Elektrofresse" war, scheint seit "Civilization" ein wenig der Weichspüler beigemischt zu sein. Dennoch ein tolles Album.


Shifting Through the Lense
Shifting Through the Lense
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen technisch mal wieder perfekt, aber ..., 4. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Shifting Through the Lense (Audio CD)
Zurück auf Los. Zumindestens was die Labelauswahl betrifft, stimmt dieses Aussage. Nachdem FLA Mitte der neunziger Jahre beim Vorgängerlabel Off Beat waren, sind sie nun wieder Heim in den "Schoß der deutschen Elektroschmiede" gekehrt.

Bevor in rund einem Monat ihr neuestes Fulltimealbum erscheint, beschreiten sie mit der Vorab-EP "Shifting through the lens" eher szeneuntypische Wege. Nicht die gewohnte Remixwut mit zwei Tracks und jeweils gefühlten 1000 Remixen altbekannter Acts, sondern drei chraktaristisch völlig unterschiedliche Songs werden geboten, die den Hunger auf "Improvised Electronic Device" wecken sollen.

Der Titeltrack und Opener "Shifting through the lens" ist dann aber wohl doch noch als Kompromiss an den "Kommerz" der Szene zu sehen, ist er doch vom Beat und Songstruktur der tanzflächenkompatibelste Track der EP. Musikalisch an der keinesfalls schlechten "Artificial Soldier" angelehnt, ist er meines Erachtens aber dennoch der schwächste Track dieser EP.

Die beiden weiteren Tracks stellen dann allerdings widerum genau das für mich dar, was FLA in meinen Augen ausmacht. Die Erforschung des musikalischen Kosmos und deren Möglichkeiten. Das passend titulierte "Angriff" ist der aggressive Part dieser EP. Martialisch mit prägenden Gitarrenparts und eingängigen Refrain ziehe ich Parallelen zur "Millenium" Ära.

Auch "Endless Void" stellt eine Brücke zur Vergangenheit dar und ist als Abschlußtrack in der Tradition deutlich angelenht an opulenten, beinahe episches Tracks wie "Sex Offender"("Millenium"), "Infra Red Combat"("Hard Wired") und "Silent Ceremony"("Implode"). Ein neunminütiges Werk, welches sich durch eine bedrohliche, aber auch dennoch stimmungsvolle Atmospähre auszeichnet und sicherlich das Highlight dieser EP ist.

"Shifting through the lens" besticht in meinen Ohren mal wieder durch technische Perfektion, dies ist man aber von Bill Leeb und seinen Projekten auch nicht anders gewohnt. Dennoch lässt mich der Titeltrack ein wenig auf der Hut sein, was uns wohl auf "Improvised Electronic Device" erwartet, trotz der Klasse und Tiefe von "Angriff" und "Endless Void" zieht er für mich die Ep beinahe auf die Niveau einer durchschnittlichen Veröffentlichung. Warum ich dieses Gefühl habe, kann ich nicht mal beschreiben, es ist einfach da.


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