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Rezensionen verfasst von
Franz Trauth "- TRANSFORMATIS Entwicklungsberatung -" (61479 Schloßborn)
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Organisationale Energie: Wie Sie das Potenzial Ihres Unternehmens ausschöpfen (Schweizerische Gesellschaft für Organisation und Management)
Organisationale Energie: Wie Sie das Potenzial Ihres Unternehmens ausschöpfen (Schweizerische Gesellschaft für Organisation und Management)
von Heike Bruch
  Gebundene Ausgabe

20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Energie des Unternehmens gezielt steuern, fördern, nutzen, 23. September 2005
23. September 2005
Unternehmen unterscheiden sich deutlich in ihrer Energie - der Kraft, Geschwindigkeit und Ausdauer, mit der sie arbeiten, sich entwickeln und Innovationen hervorbringen. Manchen Unternehmen gelingt es, Transformationsprozesse konsequent und schnell zu bewältigen, andere tun sich eher schwer, Wandel zu initiieren und zu gestalten. Sie kommen oft nur schleppend voran, agieren eher statisch und träge. Wie können Topführungskräfte Energien und Einsatzbereitschaft ihrer Mitarbeiter aktivieren und langfristig aufrecht erhalten, um ihr Unternehmen zu Exzellenz und Spitzenleistung zu führen?
Die Autoren zeigen, dass die in einer Organisation verfügbare Energie die Leistungsfähigkeit und Produktivität maßgeblich beeinflusst und daher eng mit dem Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen zusammenhängt. Sie erläutern ihr Konzept der „organisationalen Energie", beschreiben in hervorragender Weise, wie diese Energie entsteht und mit welchen Strategien Führungskräfte diese Energie gezielt beeinflussen und weit verbreitete Energiefallen - z.B. Changemüdigkeit, organisationaler Burnout, Trägheit - überwinden können.
Das Buch bietet keinen Werkzeugkasten, sondern entfaltet ein Konzept. Dennoch ist es leicht zu lesen, auch deshalb, weil die Autoren ihre Aussagen an interessanten Beispielen illustrieren.
Es handelt davon, wie man Energien mobilisiert und wirkt auch erfrischend, anregend und kann Blickwinkel verändern.
„Organisationale Energie ist die Kraft, mit der ein Unternehmen zielgerichtet Dinge bewegt" (31). Sie drückt sich in der Vitalität, Intensität und Geschwindigkeit der Arbeits-, Transformations- und Innovationsprozesse aus. Die Stärke der Energie zeigt an, inwieweit ein Unternehmen sein Potential für die Realisierung seiner Ziele mobilisiert hat.
Die Autoren beschreiben vier typische Zustände organisationaler Energie.
(1) „Angenehme Trägheit" ist durch Zufriedenheit mit dem Status quo gekennzeichnet. In diesem Zustand sind die Mitarbeiter geistig weniger agil. Sie denken nicht sonderlich aktiv mit und tauschen sich auch untereinander eher wenig über mögliche neue Lösungen aus. Firmen nehmen in diesem Zustand schwache Signale aus dem Innern und der Umwelt, von Wettbewerber und Kunden eher verspätet wahr. Sie halten oft und gern an alter, bisher vielleicht erfolgreichen, aber derzeit und künftig nicht mehr angemessenen Strategien fest.
(2) „Resignative Energie" zeigt sich oft in organisationalem Burnout und Zynismus, in Frustration und Indifferenz. Die Mitarbeiter haben sich vom Unternehmen innerlich abgewendet, sind an dessen Zielen nur noch wenig interessiert und agieren in weiten Teilen lethargisch.
(3) „Korrosive Energie" ist hohe, nach innen gerichtete, aber destruktive Energie. Das hohe Maß an Aktivität und Wachheit wird nicht konstruktiv eingesetzt, um Probleme zu lösen, sondern fließt in interne Kämpfe und wendet sich letztlich gegen das Unternehmen.
(4) „Produktive Energie" ist der einzig erfolgreiche Zustand. In Firmen mit solcher Energie steht die Suche nach gemeinsamen Lösungen für die wesentlichen Initiativen des Unternehmens im Zentrum. Kennzeichen sind: hohes Aktivitätsniveau, hohe Begeisterung und starke Anstrengung, die auf die gemeinsamen Ziele gerichtet sind.
Um den Zustand produktiver Energie herbeizuführen, um das Unternehmen zu mobilisieren und dessen Potentiale bestmöglich zu nutzen, bieten sich Führungskräften grundsätzlich zwei Wege an: Sie können die Strategie „Bedrohungen bewältigen" als auch die Strategie „künftige Chancen überzeugend nutzen (Vision)" einsetzen, sich im Kampf ums Überleben engagieren oder überzeugende Zukunftschancen wirklich werden lassen.
Die Autoren zeigen an Beispielen wie das Topmanagement
(1) Energien auf bestimmte Kernaktivitäten fokussieren kann
(2) kollektiven negativen Emotionen und destruktiven Verhaltensweisen wirkungsvoll begegnen kann sowie
(3) Energieverläufe gezielt steuern und dadurch produktive Energie nutzen und fördern kann.


Leistungsbezogene Entgeltsysteme für das mittlere Management: Analyse erfolgskritischer Faktoren
Leistungsbezogene Entgeltsysteme für das mittlere Management: Analyse erfolgskritischer Faktoren
von Milena Danielsen
  Taschenbuch
Preis: EUR 38,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen systematische Entfaltung erfolgskritischer Faktoren, 2. September 2005
Personal-Verantwortliche kommen heute nicht mehr umhin, sich mit leistungsbezogener Entlohnung zu beschäftigen. Schließlich sind leistungsbezogene Entlohungssysteme Führungsmittel, die unternehmensspezifisch zu gestalten sind, weit über die reine Vergütung hinausgehen und bei Gewinnung, Bindung sowie Steuerung von Führungskräften eine bedeutende Rolle spielen.
Die Autorin beschreibt ausgesprochen systematisch, übersichtlich und konkret die erfolgskritischen Faktoren bei der Gestaltung von leistungsbezogenen Entgeltsystemen. Das Buch ist eine umgeschriebene Dissertation mit den dabei üblichen Einschränkungen hinsichtlich Lesbarkeit, aber auch einigen bedeutenden Vorteilen: Die Autorin liefert eine sehr gute Sichtung der wissenschaftlichen Literatur, arbeitet die - für das mittlere Management - zentralen Faktoren heraus und illustriert diese an drei Praxisbeispielen.
Sie gliedert die erfolgskritischen Faktoren in vier Kategorien (siehe unten)und formuliert im Schlusskapitel (187-200) Anforderungen an Entgeltsysteme, um die erfolgskritischen Faktoren abzuschwä-chen. Dabei klingen manche dieser Kriterien wie Selbstverständ-lichkeiten (z.B. Differenzierung und Beeinflussbarkeit der Leistungskriterien, Eindeutige Zuordnung der Leistungs-komponenten), sind aber - auch nach unserer Erfahrung - immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, da ihnen bei weitem nicht alle Entgeltsysteme genügen.
Wer in der Konstruktion seines Entgeltsystems den Empfehlungen der Autorin folgt, kommt vermutlich zu einem für das eigene Unternehmen maßgeschneiderten und zudem konkurrenz-überlegenen Entlohungsmodell.
Die erfolgskritischen Faktoren in der Übersicht:
(1) Unternehmungsbezogene Faktoren
o Strategische Faktoren
o Strukturelle Faktoren
o Kulturelle Faktoren
(2) Funktionsbezogene Faktoren
o Auswahl und Bindung
o Information und Signalisierung
o Incentivierung und Anerkennung
o Steuerung und Disziplinierung
o Kompensation
(3) Prozessbezogene Faktoren
o Festlegung der Leistungsziele
o Bestimmung der Leistungskriterien
o Beobachtung der Leistung
o Bewertung der Leistung
o Vergütung der Leistung
(4) Menschenbezogene Faktoren
o Leistungsverhalten
o Beobachtung und Bewertung der Leistung


Headhunter & Co.: Wie Sie mit Headhuntern den Karrieresprung schaffen
Headhunter & Co.: Wie Sie mit Headhuntern den Karrieresprung schaffen
von Jürgen Hesse
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ausgezeichnete Orientierung für Fach- und Führungskräfte, 2. September 2005
Die Autoren beschreiben den Prozess der Anwerbung und Auswahlentscheidung kritisch, kenntnisreich, durch zahlreiche Beispiele illustriert und aus verschiedenen Perspektiven: Kandidaten, Headhunter sowie Verantwortliche im Unternehmen reflektieren in Interviews ihre Erfahrungen und Einschätzungen.
Den Autoren gelingt es, in leicht lesbarer Diktion einen sehr guten Einblick in den Such- und Auswahlprozess zu vermitteln und solide Tipps den souveränen Umgang mit Headhuntern zu geben. Das Buch bietet Fach- und Führungskräften eine hervorragende Orientierung, sowohl denen, die ihre eigene Karriere planen und dabei auch wissen müssen, wie sie mit Headhuntern umgehen, als auch denen, die in ihrer Rolle als Personalverantwortliche entscheiden müssen, wie sie die Suche nach und Auswahl von Fach- und Führungskräfte gestalten und wen sie wie daran beteiligen.


Praxis der Personalauswahl: So wählen Sie den idealen Bewerber aus
Praxis der Personalauswahl: So wählen Sie den idealen Bewerber aus
von Jörg Brake
  Taschenbuch

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Personalauswahl professionell gestalten, 2. September 2005
Das Buch halten wir für eine hervorragend geeignete Unterlage, um Einstellungsverfahren professionell zu gestalten. Die beiden Autoren gehen konsequent davon aus, dass Personalauswahl eine Kernaufgabe der Führung ist, deshalb zu den wichtigsten Aufgaben im Unternehmen gehört und der künftige Vorgesetzte die Hauptverantwortung für die Auswahl, Einstellung und Etablierung des Neuen trägt. Sie beschreiben, wie Auswahlentscheide fundiert vorbereitet und schnell umgesetzt werden können und unterstreichen, dass sich Personalentscheide nicht allein auf Leistungsaspekte stützen können, sondern es bereits im Auswahlprozess darum geht, die Qualität der Beziehungen zu klären, auf die der Bewerber trifft bzw. die er gestalten möchte. Folglich fordern sie, dass die Beziehungs-aufnahme im Auswahlverfahren möglich sein muss und die Eignung eines Kandidaten erst dann feststeht, wenn neben den fachlichen Aspekten auch geklärt ist, dass der Kandidat ins Unternehmen passt.
Vor diesem konzeptionellen Hintergrund setzen sich die Autoren folgende Ziele, die sie auch sehr gut erreichen:
(1) Hilfestellung geben bei der Suche geeigneter Mitarbeiter
(2) Strategien zur effizienten Auswahl von Bewerbern darstellen
(3) Anregungen für ein Interview zur Ermittlung der Fach-, Methoden-, Sozial- und Persönlichkeitskompetenz von Bewerbern geben
(4) Auf Fehler bei der Auswahl hinweisen und zeigen, wie sie zu vermeiden sind.
Die Autoren legen ein sehr gut strukturiertes, übersichtliches, durch und durch praktisches Arbeitsbuch vor. Eine beigefügte CD-ROM stellt Arbeitshilfen rund um die Personalauswahl bereit, vom Anschreiben über die Einladung bis hin zu Formulierungs-hilfen und Checklisten für Interviews und den Arbeitsvertrag. Im Buch verweisen die Autoren jeweils auf entsprechende Hilfen der CD-ROM.
In der vorliegenden aktualisierten 3. Auflage haben die Autoren aktuelle Themen der Personalauswahl praxisnah aufgenommen:
(a) neue Entwicklungen bei Assessment-Centern und psychologischen Testverfahren
(b) rechtliche Aspekte bei der Einstellung neuer Mitarbeiter
(c) Einführung und Begleitung neuer Mitarbeiter in den ersten sechs Monaten
(d) Kriterien bei der Wahl zwischen Festeinstellung und freier Mitarbeit
(e) Rekrutierung von Mitarbeitern über das Internet
(f) Hinweise zur Ausgestaltung des Hochschulmarketings.


Neu auf dem Chefsessel. Erfolgreich durch die ersten 100 Tage
Neu auf dem Chefsessel. Erfolgreich durch die ersten 100 Tage

37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein sehr empfehlenswertes �Arbeitsbuch�, 28. Januar 2005
Der Autor, ein erfahrener Berater, stellt sein Konzept für die erfolgreiche Gestaltung von Führungswechseln systematisch und praxisbezogen vor.
In Teil I (17 - 136) erläutert er das Konzept in sieben Bausteinen
· Baustein 1 Den Erwartungen offensiv begegnen
· Baustein 2 Schlüsselbeziehungen entwickeln
· Baustein 3 Ausgangssituation konstruktiv analysieren
· Baustein 4 Eine motivierende Ziellandschaft entwerfen
· Baustein 5 Ein positives Veränderungsklima fördern
· Baustein 6 Veränderungen wirkungsvoll initiieren
· Baustein 7 Symbole und Rituale nutzen
Der Teil II (137 - 176) enthält typische Führungswechselsituationen und eine ausführlichen Beschreibung der Positionsübernahme eines regionalen Vertriebsleiters.
· Situation 1 Der Aufsteiger aus den eigenen Reihen
· Situation 2 Unternehmer gesucht - Der Seiteneinsteiger im Großunternehmen
· Situation 3 Der große Vorgänger oder der kleine Nachfolger
· Situation 4 Der junge High Potential
· Situation 5 Der Führungswechsel im Turnaround
In jeder Situation wird gut erläutert, wie sich die einzelnen Bausteine konkretisieren.
In Teil III (177 - 189) behandelt Fischer internationale Führungswechsel.
Das Buch ist insgesamt sehr gut strukturiert. Zahlreiche Schaubilder, übersichtliche Zusammenfassungen, Fragelisten und Checklisten machen das Buch für Führungskräfte, die sich auf die Übernahme einer gehobenen oder einer Topposition vorbereiten, zu einem sehr empfehlenswerten „Arbeitsbuch".
Auch für Inhaber, für Entscheider im Besetzungsprozess, kann das Buch sehr hilfreich sein, wenn sie es gegen den Strich lesen, um sich für die Konstellation (aus mehreren und nicht nur der eigenen Perspektive) zu sensibilisieren, mit der der Neue konfrontiert wird. Und sie können es der neu engagierten Führungskraft überreichen, nach Vertragsabschluß und vor Stellenantritt, damit sie sich orientieren kann.


Die Familie und ihr Unternehmen: Strategie, Liquidität, Kontrolle
Die Familie und ihr Unternehmen: Strategie, Liquidität, Kontrolle
von Brun-Hagen Hennerkes
  Gebundene Ausgabe

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gelungene Verbindung von Erfahrungsbericht + Nachschlagewerk, 28. Januar 2005
Einen Rechenschaftsbericht besonderer Art legt HENNERKES mit seinem neuen Buch vor. Wer angesichts des trockenen Untertitels eine langweilige fachliche Abhandlung erwartet, dem entgeht ein grundsolides Handbuch für Familienunternehmen.
Der Autor schreibt aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Umgang mit Familienunternehmen und orientiert dabei gründlich über deren zentralen Themen und Probleme. Er unterstreicht zudem Bedeutung und Leistung von Familienunternehmen und stellt sie als die den Kapitalgesellschaften überlegene Unternehmensform dar. Gleichwohl richtet er auch kritische Blicke ins Innere der Familienunternehmen, z.B. auf die Nachfolgeregelung, bei der den Familienunternehmen zahlreiche Fehler unterlaufen. Er erörtert vorbeugende Strategien und stellt zehn goldene Regeln für die Nachfolgeregelung auf.

Insgesamt ist dem Autor eine ausgezeichnete Verbindung von Erfahrungsbericht und Nachschlagewerk gelungen, in dem die breit angelegte Thematik adäquat aufbereitet und zudem spannend und lehrreich geschrieben ist. Die Thesen und Theorien werden an vielen praktischen Beispielen veranschaulicht und münden in konzentriert aufbereitete Empfehlungen am Ende eines jeden Kapitels. Alles in allem bietet das Buch eine substantielle Hilfe und wertvolle Impulse zur Unternehmenssicherung.


Generations- und Führungswechsel im Familienunternehmen: Mit Gefühl und Kalkül den Wandel gestalten
Generations- und Führungswechsel im Familienunternehmen: Mit Gefühl und Kalkül den Wandel gestalten
von Bernd LeMar
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 74,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen die psychische Seite ist die erfolgskritische, 28. Januar 2005
Der Unternehmensberater sieht die psychische Seite als die letztlich erfolgskritische an und konzentriert sich auf die handelnden Personen in der Familie. Dabei stellt er in seinen Betrachtungen Verbindungen zu juristischen und wirtschaftlichen Belangen immer wieder geschickt her.
Als zentrales Instrument für die Klärung der Nachfolgefrage schlägt LeMar ein Kommunikationsmodell mit 5 Ebenen vor:
(1) Der innerer Dialog und die Beziehung zu sich selbst.
Die Hauptbeteiligten beschäftigen sich mit Fragen, die für sie selbst bedeutsam sind, welche Ziele und Interessen sie mit dem Unternehmen verbinden
Ab der 2. Ebene kommen die zwischenmenschlichen Beziehungen auf der Partnerebene oder in der Familie in den Blick:
(2) Kommunikation und Beziehung zwischen (Ehe-)Partnern
(3) Kommunikation und Beziehung innerhalb der Familie
(4) Kommunikation zwischen Familie und Mitarbeitern
(5) Kommunikation und Beziehung des Familienunternehmens
Das Buch ist interessant geschrieben. Gut gewählte praktische Beispiele sowie 144 Karikaturen und Schaubilder verdeutlichen schnell typische Probleme auf den einzelnen Kommunikations-ebenen. Zentrale Themen sind in fiktiven Dialogen des Autors mit einem erfahrenen Unternehmer zusammengefasst. Einzelne Längen kann man in Kauf nehmen, manches wird man überblättern. Dennoch ist das Buch alles in allem gut geeignet, um die unterschiedlichsten Personen, die über die Zukunft von Familienunternehmen nachdenken und entscheiden, für die Bedeutung der psychischen Seite der Handelnden zu sensibilisieren.


Die Nachfolge im Familienunternehmen ganzheitlich regeln
Die Nachfolge im Familienunternehmen ganzheitlich regeln
von Helmut Habig
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen psychische, steuerliche und rechtliche Aspekte der Nachfolge, 28. Januar 2005
Die beiden Autoren haben ihr 1998 erstmals erschienenes Buch neu bearbeitet und auch im Umfang erweitert.

Im Teil I (3-176) plädiert Habig (Unternehmerberater) für eine „umfassende Beratung aus einer Hand", eine „langfristige Begleitung des gesamten Nachfolgeverfahrens". Diese erscheint „als der einzig richtige Weg für ein erfolgreiches Nachfolgeverfahren", da „die weichen Faktoren, für die man gewöhnlich keinen Rat sucht, die erheblich größeren und zeitaufwendigeren Probleme mit sich bringen". Man kann sagen, „dass 80% die psychologisch-menschliche Seite bereffen, 10% die Betriebswirtschaft und jeweils 5% die steuerlichen und rechtlichen Fragen" (150 f).
Folglich erörtert er die betriebswirtschaftlichen Aspekte recht knapp, um den Raum für die Entfaltung der familiären, psycho-logischen und emotionalen Aspekte zu nutzen. Dies gelingt sehr gut. Die psychische Seite der Nachfolgeregelung wird interessant, ausführlich und durch zahlreiche konkrete Beispiele recht lehrreich und anschaulich dargestellt.
Im Teil II (177-287) liefert Berninghaus (Rechtsanwalt, WP und Steuerberater) eine sehr instruktive, praxisorientierte Präsentation der steuerlichen und rechtlichen Aspekte der Nachfolgeregelung. Er behandelt nach einer Darstellung der Grundlagen des Erb-, Erbschaftssteuer- und des Gesellschaftsrechts das Thema der Übertragung zu Lebzeiten. Im weiteren beschreibt er vorbereitende Maßnahmen für den Fall des (plötzlichen) Todes des Unternehmers sowie die Einschaltung Dritter in der Unternehmensnachfolge. Anhand von Fallbeispielen erläutert er abschließend kurz vermeidbare Fehler bei der Nachfolgeregelung.
Im Anhang (289-302) haben die Autoren zwei Fragebogen und eine Checkliste zusammengestellt, die eine überlegte Nachfolgeregelung fördern können.


Die Familienstrategie: Wie Familien ihr Unternehmen über Generationen sichern
Die Familienstrategie: Wie Familien ihr Unternehmen über Generationen sichern
von Kirsten Baus
  Gebundene Ausgabe

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der Weg zur starken Unternehmerfamilie, 28. Januar 2005
Warum scheitern immer wieder wirtschaftlich grundsolide Familienunternehmen an sich selbst, obwohl das Verhältnis der Gesellschafter sorgfältig geregelt ist? Streitigkeiten in der Familie verhindern oft rechtzeitige strategische Positionierungen und können sogar die Handlungsfähigkeit im operativen Geschäft erheblich beeinträchtigen. Deshalb ist neben dem Gesellschaftsvertrag mit ebensolcher Sorgfalt das viel komplexere und konfliktträchtige Verhältnis von Familie und Unternehmen zu regeln, eine „Family Strategy" zu entwickeln.
Peter May hat diesen Ansatz mit seinem Buch (Lernen von den Champions) in Deutschland bekannt gemacht. Nun hat eine Rechtsanwältin und erfahrene Beraterin Mays Ansatz aufgegriffen und für Eigentümergesellschaften und Familienunternehmen sehr profund und anschaulich entfaltet. Die Autorin beschreibt in Teil I (21-64) Hindernisse, Stolpersteine und Barrieren auf dem Weg eines Familienunternehmens zu einer starken Unternehmerfamilie und illustriert die Hürden an gut gewählten Beispielen. In Teil II (65-161) zeigt sie den Weg zur starken Unternehmerfamilie.
In Familienunternehmen lassen sich drei Funktionskreise unterscheiden: Unternehmen, Gesellschafter und Familie. Meist sind nur die ersten beiden stabil geordnet, die Familie dagegen kaum organisiert und folglich labil. Baus stellt die „Familienstrategie" als leistungsfähigen Ansatz vor, um das gesamte System „Familienunternehmen" zu organisieren, zu strukturieren und zu stabilisieren, um aus gemeinsamem Interesse heraus die Verantwortung gegenüber dem Unternehmen und dem Vermögen wahrnehmen und so zu einem berechenbaren Partner zu werden; alles in allem auch, um das Miteinander zu erleichtern.
In der Praxis erfolgt die Entwicklung einer Familienstrategie über folgende Schritte:
(1) Bestandsaufnahme (Tradition, Werte, Ziele, Rollen, Family first - Business first)
(2) Richtungsentscheidungen
entweder: Exit-Lösungen
· Trennen (Verkauf, Stiftung)
· Vereinfachen (Thronfolgerlösung, Realteilung, Family-Buy-out)
oder: Loyalitätslösungen
· operative Führung (Fremdmanager, Familienmitglieder)
(3) Familiencharta
(4) rechtliche Umsetzung und steuerliche Optimierung
Die Familiencharta geht weit über den Regelungsbereich des Gesellschaftsvertrags hinaus. Sie richtet sich an die ganze Familie, beschreibt die gemeinsamen Werte und Ziele der Unternehmerfamilie, beantwortet die grundlegenden Fragen zu Führung, Beteiligung und Mitarbeit im Unternehmen und ist dem Gesellschaftsvertrag logisch vorzuordnen.
Der Kerngedanke: Nicht Management, sondern Leadership ist die Bedingung für Erfolg: „Nur eine Familie, die sich selber führen kann, ist in der Lage, die strategischen Fragen zu beantworten, die über die Zukunft von Familie, Unternehmen und Vermögen entscheiden: Wie halten wir die Familie zusammen? Wie führen wir die Junioren an das Unternehmen heran? Wie entwickeln wir das Unternehmen weiter? Wie übertragen wir es auf die nächste Generation?" (S. 160)
Das Buch - leicht, spannend, voller erfundener (wie die Autorin versichert) praktischer Beispiele und mit viel Vergnügen zu lesen - ist sehr zu empfehlen für mehrere Zielgruppen:
· für Mitglieder von Unternehmerfamilien, die das Zusammenwirken von familiären und betrieblichen Angelegenheiten besser verstehen wollen
· für Führungskräfte und Mitarbeiter in Familienunternehmen, um besser nachvollziehen zu können, welche Einflussfaktoren in dieser Organisationsform wirksam sind
· für Führungskräfte, die sich für Toppositionen in Familienunternehmen interessieren, um sich mit den menschlichen Hintergründen, den seelischen Momenten eines Familienunternehmens zu befassen
· für Berater, die mit Familienunternehmen arbeiten.


Management in 20XX: Worauf es in Zukunft ankommt - ein ganzheitlicher Blick
Management in 20XX: Worauf es in Zukunft ankommt - ein ganzheitlicher Blick
von Georg Berner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders und besser als die üblichen Zukunftsbücher, 28. Januar 2005
Das Buch von Berner hebt sich von den üblichen Zukunftsbüchern in vieler Hinsicht deutlich ab und leistet tatsächlich, was es im Untertitel verspricht. Der Autor, erfahren in verschiedenen Leitungspositionen bei der Siemens AG, befasst sich systematisch und ganzheitlich mit der Zukunft und möglichen Implikationen für die Strategien von heute und liefert zahlreiche Impulse für neue Ideen, Strategien und Denkweisen. Dabei bleibt er konkret, praktisch und anschaulich. Man spürt die Nähe zur realen Welt seines Unternehmens.
Wenn wir uns die Zukunft als Fortschreibung der Gegenwart vorstellen, also vom Heute auf das Morgen schließen, können wir zahllose Produktverbesserungen realisieren und - Schritt für Schritt - kleine Fortschritte erzielen. Große Durchbrüche werden eher erreicht, wenn man umgekehrt vorgeht, nämlich von der Zukunft auf die Gegenwart - oder vom Übermorgen auf Morgen - schließt. Diesen Weg geht der Autor.
In der ersten Hälfte des Buches beschreibt Berner längerfristige (allgemeine und technologische) Trends und mögliche künftige Szenarien, beleuchtet in einzelnen Kapiteln „Unsere Lebensräume" und „Kunde Mensch". So erscheinen das heutige Geschäft und dessen Prozesse in neuem Licht. Die zweite Hälfte des Buches mit den Kapiteln „Der Joystick des Unternehmers" und „Prozess E-volution in Unternehmen" erörtert die Auswirkungen der neu gewonnenen Erkenntnisse auf die aktuellen Prozesse und Abläufe im Unternehmen. Damit kommen die Ziele und Wege auf den Prüfstand (und werden vermutlich verändert).
Berner schreibt allgemein verständlich (kommt ohne die in Büchern über die Zukunft sonst meist übliche technische Fachsprache aus), informativ und inspirierend. Seine Aussagen sind didaktisch exzellent aufbereitet, zudem reich und überlegt bebildert. Es gelingt ihm, überraschende Szenarien, konkrete Ansatzpunkte zur Neugestaltung des eigenen Unternehmens und Lesevergnügen zu verbinden: „Begeben wir uns also auf eine Zeitreise, um bald wieder ins Heute zurückzukehren und mit neuer Energie unser Geschäft anders in Angriff zu nehmen" (S. 9).


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