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Beiträge von Daniela U.
Top-Rezensenten Rang: 2.128
Hilfreiche Bewertungen: 616
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Rezensionen verfasst von Daniela U.
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BZRK Reloaded
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von Michael Grant Gebundene Ausgabe |
| Preis: EUR 17,99 |
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4.0 von 5 Sternen
Zurück ins Fleisch, 18. Mai 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Mit der Nanotechnologie hat Michael Grant in dieser Reihe ein spannendes und erschreckendes Thema aufgegriffen. Wie weit sind wir noch von einer Welt entfernt, in der derartige Dinge möglich sein werden? Den entscheidenden Kampf am Ende des ersten Teils hat die BZRK Gruppe verloren, nun sind sie geschwächt und müssen sich erst wieder neu orientieren und aufstellen. Sadie alias Plath wächst immer stärker in die Gruppe hinein und es wird schnell klar, dass sie trotz ihrer Zweifel eine wichtige Rolle in diesem Spiel spielt. Während der Autor im ersten Teil sehr viele technische Details beschrieben und mich als Leser damit beinahe etwas erschlagen hat, wird hier nun mehr Wert auf die Entwicklung der Figuren gelegt. Dennoch bleiben die Charaktere aber wenig greifbar, keiner von ihnen wirkt richtig sympathisch, dennoch fand ich vor allem Sadie wieder sehr interessant, allerdings nervte mich das Hinundher zwischen ihr und Keats zunehmend. Hier fände ich so langsam eine Entscheidung der beiden, wie sie nun miteinander weitermachen wollen oder auch nicht, ganz nett. Keats blieb für mich in diesem Teil ziemlich blass. Viel spannender fand ich allerdings sowieso die Darstellung der Gegenseite, die schauderhaften Armstrong-Zwillinge, der ausgebrannte Burnowsky und nicht zuletzt Bug Man mit seiner Freundin Jessica. Die Fragen, die hier gestellt werden, lassen einen wirklich nachdenklich werden. Warum liebt Jessica Bug Man? Nur weil er sie verdrahtet und ihr diese Gefühle eingepflanzt hat? Was würde passieren, wenn er sie "entdrahtet"? Wird sie sich dann von ihm abwenden oder hat sie in der Zwischenzeit echte Gefühle für ihn entwickelt? Die Zwillinge betreiben dasselbe Spiel, allerdings in deutlich größerem Maßstab. Bei ihnen wusste ich nie so recht, ob ich sie nun bemitleidenswert oder einfach nur abstoßend finden sollte. Die kleinen Informationen zu ihrer Kindheit und ihrem bisherigen Leben ließen immer wieder Mitgefühl aufkommen, aber wenn dann beschrieben wurde, was sie getan haben und heute noch tun, wirkten sie einfach nur wie Monster. Durch die Einführung einiger neuer Figuren bzw. Perspektiven wurde das Buch noch einmal interessanter. Mir hat das gut gefallen und es waren auch nicht so viele, dass ich als Leser total verwirrt gewesen wäre. Meiner Meinung nach sollte man den Vorgängerband BZRK unbedingt gelesen haben, denn die ganzen Details, was es mit Nanobots und Biots auf sich hat, wer Sadie und Noah bzw. Plath und Keats und wer ihre Gegenspieler sind und wie sich die ganze Situation bis zum jetzigen Zeitpunkt entwickelt hat, werden nicht groß wiederholt. Es werden zwar immer wieder kleine Hinweise eingestreut, die dem Leser die Ereignisse des ersten Bandes wieder in Erinnerung bringen, aber für das Gesamtverständnis muss man diesen einfach gelesen haben.
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3.0 von 5 Sternen
Zartbitterer Trilogie-Auftakt, 12. Mai 2013
Wir befinden uns im Jahr 2083. Neben vielen anderen Veränderungen ist der Genuss von Schokolade in Amerika heutzutage verboten, sie gilt als Rauschmittel, vergleichbar mit Alkohol zu Zeiten der Prohibition Anfang des 20. Jahrhunderts. Anya Balanchine entstammt einem Familienclan, der illegal Schokolade produziert und damit handelt. Seit dem Tod ihrer Eltern lebt sie mit ihrer schwerkranken Großmutter, ihrem etwas zurückgebliebenen großen Bruder und ihrer kleinen Schwester zusammen und hält sich tunlichst aus dem Familienunternehmen heraus. Eines Tages kommt ein neuer Junge an ihre Schule und obwohl Anya klar ist, dass sie von ihm als Sohn des Staatsanwaltes besser fernhalten sollte, verlieben die beiden sich ineinander. Die Geschichte weist keinen besonders hohen Spannungsbogen auf, sondern plätschert so vor sich hin. Anya denkt viel an ihr großes Vorbild, ihren toten Daddy und zitiert ständig irgendwelche Sprüche, die er von sich gegeben hat, die aber ziemlich viel Ähnlichkeit mit Weisheiten von einem täglichen Abrisskalender haben und irgendwann nur noch nervig rüberkommen. Für einen Teenager ist sprunghaftes Verhalten ja nicht gänzlich unnormal, dennoch konnte mich Anya als Figur einfach nicht überzeugen. Manchmal wirkte sie so erwachsen, dann wieder so unglaublich naiv. Win hingegen war einfach zu nett, um interessant zu sein, er ist ein Typ so völlig ohne Ecken und Kanten, dass ich ihn leider einfach nur langweilig fand. Im wahren Leben ist so ein Mann sicher viel wert, im Buch blieb er mir zu blass und ich konnte ihm einfach nichts abgewinnen. Die Nebenfiguren wie Anyas Freundin Scarlet oder den japanischen Geschäftspartner Yuji fand ich im Ansatz durchaus interessant, aber die hatten leider nur recht kleine Auftritte. Das Buch hat sich angenehm gelesen, aber irgendwie konnte ich in der Handlung keinen roten Faden entdecken. Ich habe mich bei der Lektüre nicht gelangweilt, aber es wurde überhaupt nicht klar, worauf das alles denn nun hinauslaufen soll. Da es allerdings der Auftaktband einer Trilogie ist, setze ich noch ein paar Hoffnungen auf den zweiten Teil "Edelherb" der im Herbst 2013 erscheinen soll.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein ganz besonderes halbes Jahr, 12. Mai 2013
Normalerweise bin ich Büchern gegenüber, um die so ein Hype gemacht wird, eher kritisch eingestellt. Dennoch konnte auch ich mich dem Zauber dieser Geschichte nicht entziehen und war sehr angetan. Lou wird arbeitslos, als das Café schließt, in dem sie bisher gekellnert hat. Ohne irgendeine Ausbildung hat sie wenig Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Aber ihre Familie ist darauf angewiesen, dass sie Geld nachhause bringt. Als sie in dieser Situation einen befristeten Job als Gesellschafterin eines Tetraplegikers annimmt, weiß sie nicht wirklich worauf sie sich einlässt. Seit einem Unfall ist Will ab dem Hals abwärts gelähmt. Er hasst sein Leben als Pflegefall und macht es seiner Umwelt nicht gerade leicht. Wird Louisa mit ihrer unbekümmerten Art einen Zugang zu ihm finden? Auf den ersten Seiten des Buches fühlte ich mir sehr an den Film "Ziemlich beste Freunde" erinnert. Laut diversen Interviews hat die Autorin diesen aber gar nicht gesehen und ihre Geschichte daher völlig unabhängig davon geschrieben. Im weiteren Verlauf bleiben zwar einige Parallelen, dennoch ist die Geschichte von Lou und Will eine andere. Es ist nicht nur eine tragische Liebesgeschichte, sondern beschreibt das Leben von zwei Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen der erfolgreiche Sportler und Geschäftsmann, der Überflieger, der nun im Rollstuhl sitzt, für jeden Handgriff auf Hilfe angewiesen ist und sein Leben hasst. Zum anderen die unbekümmerte junge Frau aus einfachen Verhältnissen, die bisher noch nicht viel erlebt hat und eigentlich auch vom Leben nicht besonders viel erwartet, sondern in der Mittelmäßigkeit zufrieden ist. Hier treffen zwei Welten aufeinander und geben sich gegenseitig neue Anstöße. Faszinierend fand ich, wie es der Autorin gelingt, nicht ins Kitschige oder Klischeehafte abzudriften Sehr einfühlsam geht sie mit dem Thema Behinderung um und nähert sich ganz behutsam der äußerst sensiblen Frage der Sterbehilfe an. Die langsame Entwicklung zwischen Lou und Will ist einfach wunderbar beschrieben, beide Figuren wachsen dem Leser immer mehr ans Herz, aber der drohende Ausgang der Geschichte schwebt wie ein Damokles-Schwert über ihnen. Am Ende habe ich zwar keine Taschentücher gebraucht, aber ein wenig feuchte Augen muss ich doch zugeben.
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4.0 von 5 Sternen
Auf der Suche nach ihrer Herkunft, 12. Mai 2013
Carya und Jonan sind dem Lux Dei entkommen. Nun machen sie sich auf ins ehemalige Frankreich, um das Geheimnis von Caryas Herkunft zu erschließen. Natürlich ist auch Straßenjunge Pitlit wieder mit von der Partie. Die Koordinaten aus der geheimnisvollen Flugkapsel weisen ihnen den Weg zu einem Ort in der Nähe der Hauptstadt Paris. Nach einer gefährlichen Reise zu Wasser und zu Land erreichen sie schließlich ihr Ziel, doch werden ihre Fragen dort beantwortet? Werden sie herausfinden, was es mit Caryas besonderen Fähigkeiten auf sich hat, woher sie stammt und warum sie in diese Kapsel gesetzt wurde? Die Reise nach Paris wird spannend beschrieben, noch interessanter wird es allerdings, als unsere drei Hauptpersonen dann vor Ort sind. Sie werden getrennt und müssen sich unterschiedlichen Herausforderungen stellen. Carya landet am Hofe des Mondkaisers und muss sich gegen höfische Intrigen erwehren. Die Schilderung des Lebens bei Hofe erinnert stark an die Zeit des Sonnenkönigs und unterscheidet sich damit völlig von allem, was Carya bisher kennengelernt hat. Hier macht sie kurzzeitig eine Entwicklung durch, die mir gar nicht gefallen hatte und die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte, dies wird allerdings am Ende aufgeklärt. Die vielen verschiedenen Parteien und Absichten sind hier nicht immer einfach zu durchschauen, jeder hat seine Ziele und manch einer höchst undurchsichtige Wege, diese zu erreichen. Jonan und Pitlit hingegen müssen sich im zerstörten Paris durchschlagen und hier ihre ganz realen Kämpfe ausfechte. Sie treffen auf viele furchtbare Gegner, aber immer wieder auch auf unerwartete Unterstützung, so dass es wirklich nie langweilig wird! Dennoch fiebert man natürlich die ganze Zeit mit, wann die drei endlich wieder zusammen sein werden! Die Spannung spitzt sich bis zum Finale immer weiter zu und am Ende wartet der Autor mit einer großen Überraschung bezüglich Carya auf, mit der ich auf keinen Fall gerechnet hatte. Dennoch bleiben genug Fragen offen, um die Neugier auf den dritten Band zu erhalten. „Das geraubte Paradies“ erscheint im Herbst 2013.
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4.0 von 5 Sternen
Venedig, anno 1570, 12. Mai 2013
„Töchter der Lagune“ ist das erste Werk von Silvia Stolzenburg. Wenn ich das nicht gewusst hätte, wäre es mir beim Lesen allerdings überhaupt nicht aufgefallen, denn es liest sich genauso gut wie ihre späteren Bücher. In mehreren Handlungssträngen erzählt sie hier die Geschichte von drei jungen Frauen aus Venedig im Jahr 1570. Desdemona und Angelina sind Schwestern. Die ältere Desdemona verliebt sich unstandesgemäß in den General Christoforo Moro und heiratet ihn heimlich. Als er den Auftrag erhält, die von den Osmanen belagerte Insel Zypern zu sichern, folgt sie ihm natürlich, ebenso wie ihre Schwester, die nicht allein zurückbleiben will und sich außerdem in einen jungen Mann aus Moros Gefolge verliebt hat. Doch das junge Eheglück von Christoforo und Desdemona wird bald auf eine harte Probe gestellt. Jago, einer der Offiziere aus Moros Truppe, hat noch eine Rechnung mit dem General offen und schmiedet heimtückische Pläne, um einen Keil zwischen diesen und seine junge Ehefrau zu treiben. Parallel wird die Geschichte von Elissa erzählt, die nach einem Überfall durch Piraten an den Harem des Sultans Selim II. verkauft wird und hier schnell zur Lieblingskonkubine des vergnügungssüchtigen Sultans avanciert. Das Leben im Harem und die Intrigen der Frauen unter- bzw. gegeneinander werden spannend erzählt und als Leser leidet man schrecklich mit Elissa mit. Im Gegensatz zu manch anderem Buch der Autorin ist die Anzahl der Figuren hier recht überschaubar. Sehr kurze Kapitel und Abschnitte, sowie die wechselnde Handlungsperspektive lassen das Buch leider viel zu schnell gelesen sein. Wem die Namen und die Handlung bekannt vorkommen, der irrt natürlich nicht, denn die Autorin hat sich hier an Othello gewagt und diesen Stoff umgeschrieben und in Romanform gebracht. Dabei legt sie die Vorlage an einigen Stellen, insbesondere dem Ende, großzügig aus und so entsteht eine ganz eigene Version des Shakespeare‘schen Dramas. Aber auch wer Othello nicht kennt, wird mit dieser Geschichte sicherlich spannende Lesestunden erleben!
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Gold: Roman
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von Chris Cleave Taschenbuch |
| Preis: EUR 14,90 |
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4.0 von 5 Sternen
Freundschaft im Profisport?, 12. Mai 2013
Zoe, Kate und Jack sind Leistungssportler und seit Jahren befreundet. Obwohl die beiden Frauen unterschiedlicher nicht sein könnten und zudem direkte Konkurrentinnen sind, konnte sie nie etwas auseinanderbringen. Nun steht die Entscheidung für die letzte Olympiade der beiden an, danach werden sie ihre aktive Karriere beenden. Doch das Komitee verfügt eine Regeländerung, gemäß der nur noch eine der beiden teilnehmen kann. Wird ihre Freundschaft auch diese Zerreißprobe bestehen? Leistungssport, insbesondere Bahnradfahren, hat mich nie wirklich interessiert. Daher war ich umso erstaunter, wie gut es dem Autor gelingt, die Spannung dieses Sportes im Buch herüberzubringen. Die ausführlichen Beschreibungen haben mich in keinster Weise gelangweilt, sondern im Gegenteil wirklich gefesselt und mit den Athleten mit fiebern lassen. In Rückblenden wird die Geschichte erzählt, wie Kate und Zoe sich kennenlernten und wie sich ihre Freundschaft in den folgenden Jahren entwickelte. Eine wichtige Rolle spielen auch Kates Mann Jack und ihre an Leukämie erkrankte Tochter Sophie. Dem Autor gelingt es hierbei, die Hauptfiguren authentisch zu schildern, insbesondere Zoe wirkt hierbei nicht immer sympathisch, ist aber auf ihre Art eine ganz besondere Person. Für sie steht der Sieg über allem, sie hat kaum emotionale Bindungen und schreckt vor kaum etwas zurück, um ihre Ziele zu erreichen. Diese Verbissenheit ließ sie teilweise regelrecht furchteinflößend wirken. Kate hingegen will auch gewinnen, aber nicht um jeden Preis. Ihre Familie bedeutet für sie einen Gegenpol zum Sport, die Krankheit ihrer Tochter kostet sie natürlich auch viel Kraft, dafür hat sie mit Jack einen Partner, der ihr Halt gibt. Die Spannung baut sich nach und nach immer mehr auf, je mehr Informationen der Leser über die Vergangenheit der drei Sportler erhält, denn sie teilen ein Geheimnis. Für mich ein tolles Buch über Freundschaft und Profisport, sowie die Tatsache, das sich beides nicht gegenseitig ausschließt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Fantasy-Epos aus deutscher Feder, 12. Mai 2013
Eine Welt, die anscheinend von der Magie verlassen wurde. Ein Zauberer, dem somit nur noch wenige Kräfte geblieben sind. Ein Mädchen, das ein magisches Artefakt wahrnimmt, das sie finden muss. Eine andere junge Frau, die nach einem Überfall auf ihr Heim zur Kriegerin wird. Ein junger Fealv-Mann, der sich auf die Suche nach seinem berühmten Vater macht. Aus diesen und noch einigen weiteren Handlungssträngen setzt sich die komplexe Fantasy-Geschichte zusammen. Zu Beginn der Geschichte konzentriert sich viel auf April, das Mädchen aus Gabors Furt, dem sein Schicksal bereits in die Wiege gelegt wurde. Dann gibt es noch Janner, einen jungen Fealv, dem April auf ihrer Suche begegnet und mit dem sich ihr Leben daraufhin verknüpft. Als Banneisen und Schneeklinge bereisen sie in den nächsten Jahren das Land und schlagen viele Schlachten und Kämpfe. Parallel dazu erfahren wir von Cassiopeia und ihrer harten Ausbildung zur Kriegerin, die sie auf sich nimmt, um den Tod ihres Vaters zu rächen. Eine weitere wichtige Rolle spielt der Zauberer Sarik, der nach vielen hundert Jahren des Schlafes nun wieder in der Welt unterwegs ist und der seinerseits eine Aufgabe zu erfüllen hat, die ihn mit April und den anderen zusammenbringt. Denn die Magie stirbt aus auf der Welt. Die Gründe und Zusammenhänge hierfür kommen erst nach und nach ans Licht und enthüllen eine äußerst komplexe Geschichte, deren Anfänge weit in die Vergangenheit zurückreichen und vom Aufstieg und Fall von Magiern, Göttern und anderen Wesen erzählen. Es war mein erstes Buch von Oliver Plaschka, aber sicherlich nicht mein letztes. Sprachlich hat es mir ausgezeichnet gefallen, es gelingt dem Autor, mit Worten Bilder zu malen und Geschichten entstehen zu lassen. Die Personen waren alle höchst interessant und durchaus ambivalent dargestellt, eine klare Trennung in Gut und Böse wird man vergeblich suchen, das machte für mich aber auch einen Teil des Reizes aus. Die Handlung selbst ist allerdings nicht immer ganz einfach zu verstehen, mehr als eine Stelle habe ich mehrfach gelesen und dennoch bleibt am Ende auch einiges Auslegungssache. Es ist kein Buch, das man nebenbei lesen kann, denn man muss sich auf die Geschichte einlassen und sich beim Lesen auch konzentrieren, um die vielen kleinen Bruchstücke an Informationen richtig zusammenzusetzen und so am Ende das große Bild sehen zu können. Wem das gelingt, der hat ein wirklich phantastisches Leseerlebnis vor sich!
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4.0 von 5 Sternen
Völlig anders als erwartet!, 11. Mai 2013
Ich muss gestehen, der Klappentext hat mich hier ein wenig in die Irre geführt. Ich hatte eine romantische Jugend-Road-Movie Geschichte erwartet, doch das Buch entwickelt sich ganz anders. Schon die ersten Seiten sorgten für einige Irritation. Die Hauptfigur Joe drückt sich oft merkwürdig aus und das ganze Leben des Jungen scheint recht sonderbar, geht er doch nicht in die Schule, sondern lieber in einen Spielsalon zum Pokern, ohne dass sein großer Bruder Marcus, der seit dem Tod ihrer Eltern für ihn verantwortlich ist, ernsthaft etwas dagegen zu haben scheint. Joes Zwillingsbruder Alvin hat vor einiger Zeit ein Mädchen kennengelernt und ist mit ihr weggezogen. Doch eines Tages ist er wieder da und schlägt Joe vor, gemeinsam eine Weltreise zu machen. Obwohl Joe zusagt, ist Alvin dann plötzlich doch wieder verschwunden, stattdessen taucht Julia auf und Joe freundet sich mit ihr an, denn er versteht sehr schnell, was sein Bruder an ihr gefunden hat. Es ist schwierig, mehr über das Buch zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Die ganze Figur Joe hatte ich mir nach der Buchbeschreibung überhaupt nicht so vorgestellt und war dementsprechend überrascht, als dann immer mehr Details über ihn ans Licht kommen und sich das Puzzle so langsam zusammensetzt. Nachdem ich mich erst einmal damit abgefunden hatte, dass ich mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen bin, fand ich es allerdings höchst interessant. Auf jeden Fall mal etwas ganz anderes. Die Handlung entwickelt sich erstmal recht ruhig und unspektakulär weiter, man lernt Joe besser kennen und ich fand seine Entwicklung total interessant. Gegen Ende wird es dann allerdings nochmal richtig abstrus und heftig für ein Jugendbuch! Insgesamt ein höchst unerwartetes, aber interessantes Leseerlebnis!
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4.0 von 5 Sternen
Spannende Unterhaltung für Kinder und Jugendliche, 11. Mai 2013
„Die verlorene Stadt“ ist der zweite Teil der Torwächter-Reihe. Das Buch setzt direkt nach den Ereignissen des ersten Bandes ein, an dessen Ende Simon und die Schneeleopardin Ashakida durch ein Weltentor in eine der Parallelwelten gesprungen sind. In dieser Welt findet Simon seine Freunde wieder oder zumindest eine Gruppe von Kindern, die genauso heißen und aussehen wie die Clique in seiner Welt. Doch abgesehen von den Menschen ist diese Welt nun eine ganz andere. Hier hat der finstere Herrscher Drhan schon vor Jahren die Macht übernommen. Mithilfe seiner neuen alten Freunde macht sich Simon auf die Suche nach seinem Großvater, der anscheinend in dieser Welt gefangen gehalten wird. Dazu müssen sie in die furchteinflößende Stadt, in der die Menschen unter Drhans Knechtschaft leben. Schön dargestellt fand ich Simons Entwicklung. Während er im ersten Teil noch recht hilflos wirkte, entwickelt er sich hier zu einem zielstrebigen Jungen, der alles tut, um seinen Großvater zu finden, auch wenn es für ihn bedeutet, sich in große Gefahr zu begeben. Das Buch ist, wie auch schon der erste Teil, wieder spannend geschrieben und die Charaktere einfach liebenswert. Die Zielgruppe der ca. 12jährigen dürfte hier sehr angetan sein. Auch ich als Erwachsene habe ich mich durchaus gut unterhalten gefühlt, allerdings bleiben mir zu viele Fragen offen. Auch wenn die Reihe auf insgesamt 5 Bände angelegt ist, hätte ich mir im zweiten Teil schon die eine oder andere Antwort gewünscht, was denn hinter Drhan, den Weltentoren und den Torwächtern steckt. Ungeduldige Leser wie ich sollten daher vielleicht noch etwas warten, bis weitere Bände erschienen sind und man dann direkt weiterlesen kann.
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4.0 von 5 Sternen
Hartinger ermittelt wieder, 11. Mai 2013
Der zweite Fall um Reporter Gonzo Hartinger in Garmisch-Partenkirchen, man kann die beiden Bücher aber auch gut unabhängig voneinander lesen, die Fälle sind jeweils in sich abgeschlossen. Hier geht es nun um den Fund alter Knochen, pikanterweise genau an der Stelle, an der Probegrabungen für ein riesiges Tunnelprojekt durchgeführt werden sollen. Gonzo Hartinger wittert gleich ein Verbrechen, der Bürgermeister sieht das Großprojekt in Gefahr und weist daher die örtliche Polizei an, dass es hier gar nichts zu finden geben kann, schließlich ist der Ministerpräsident zur Eröffnung der Grabungstätigkeiten eingeladen und bei den Knochen kann es sich doch höchstens um einen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg handeln. Doch da hat der Politiker die Rechnung ohne den Hartinger gemacht. Mithilfe seiner guten Beziehungen zur Münchner Rechtsmedizin stellt sich schnell heraus, dass das Skelett weiblich war. Doch mit seinen Einmischungen treibt es der gute Gonzo diesmal zu weit, als es eine weitere Leiche gibt, wird ihm ganz fix ein Mord angehängt und er findet sich in Untersuchungshaft wieder! Nun müssen sich seine Freunde ganz schön ins Zeug legen, um ihn zu entlasten und das Geheimnis um die gefundenen Knochen zu lüften! "Josefibichl" hatte mir schon gut gefallen, der zweite Band konnte mich aber sogar noch mehr begeistern. Mit gekonnten Seitenhieben zieht der Autor die bayrische (Lokal)Politik durch den Kakao. Polizei, Presse und Unternehmer kommen nicht viel besser weg und es wäre eine Mordsgaudi – wenn es nicht so erschreckend realistisch (wenn natürlich auch ein wenig überzeichnet) klingen würde! Im ersten Band war mir die Story stellenweise ein wenig zu wirr, hier fand ich das deutlich besser und tat mich dementsprechend auch mit der Lektüre viel leichter. Auch der Hartinger als Figur kam in diesem Teil sympathischer und klarer rüber. Sehr interessant fand ich die Verknüpfung des fiktiven Falls mit historischen Fakten aus Garmischs Vergangenheit. Ich bin schon richtig gespannt auf Gonzos nächsten Fall und hoffe, die Reihe wird bald fortgesetzt!
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