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Rezensionen verfasst von
Toby Tambourine (Gießen)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

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The Rolling Stones - Voodoo Lounge in New Jersey
The Rolling Stones - Voodoo Lounge in New Jersey
DVD ~ Rolling Stones
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Voodoo Lounge in New Jersey, 14.8.1994, 17. Juni 2011
Die genaue Quelle dieser DVD ist mir nicht bekannt, aber es handelt sich nicht um das offizielle "Voodoo Lounge"-Tour-Video (mitgeschnitten in Miami); dieses ist seit längerem vergriffen, vermutlich um dem Vertrieb neuerer Stones-DVDs nicht im Weg zu stehen. Dabei handelt es sich hier offensichtlich um einen professionellen Konzertfilm mit Regisseur und allem, oder zumindest einen Entwurf dafür.

Mit 86 Minuten Laufzeit wurde das Konzert leider gekürzt; wie ein Blick auf die Stellwände neben Charlies Schlagzeugpodest verrät, werden uns bei 17 Songs zumindest schon mal Happy, Rock and a hard Place und - schade! - Love is strong vorenthalten. Dafür hat die Setliste für mich ihren Reiz allein schon im Erscheinen live seltener gespielter Songs wie Not fade away, Shattered, Rocks off, Monkey Man und den damals neuen Songs Sparks will fly, The Worst und - nicht zuletzt dank Ronnies Solo sehr ergreifend und auf den Punkt - Out of Tears.

Auch Miss you kommt sehr kompakt, was man von vier der letzten fünf Songs, allen voran Street Fighting Man, nicht unbedingt behaupten kann, die werden diesmal recht unbekümmert runtergeschrammt. Aber wir lieben die Stones ja eben dafür und nicht etwa für ihre Virtuosität. Sehr witzig die Idee, Mick Jagger während seines Duetts mit Lisa Fisher in Monkey Man eine kleine Weitwinkelkamera aufs Mikro halten und ihn somit sich selbst aus der Mikrofonperspektive filmen zu lassen, was sein Gesicht wirklich etwas schimpansiger aussehen lässt - sehr effektiv, aber so wenig vorteilhaft, dass Jagger diese Idee nie wieder aufgriff!

Es macht auch Spaß, die Stones auf ihrer für mich bisher geilsten Bühne im Skorpion-Stachel-Design anzuschauen. Abzug gibt es leider für Bild- und Tonqualität, die vermuten lassen, dass auch diese DVD einfach nur von einer VHS-Cassette abgefilmt wurde: das Bild ist etwas milchig geraten, die Schrift im Abspann verschwommen, der Sound insgesamt etwas dumpf, der Bass etwas dünn, und Ron Wood wie üblich zu weit entfernt im Mix, außer er hat ein Solo. Das kann aber auch daran liegen, dass der linke Kanal gegenüber dem rechten zu leise ausgesteuert wurde.

Wenn man damit leben kann, ist dies trotz des Fehlens einiger Titel ein starker Mitschnitt des Konzerts vom 14.8.1994 in New Jersey während der "Voodoo Lounge"-Tour, zumindest wenn die DVD nicht zum Vollpreis angeboten wird.


Rolling Stones - Live in Toronto
Rolling Stones - Live in Toronto
DVD ~ Mick Jagger
Preis: EUR 14,72

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Rock me, Baby? Ein andermal..., 14. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Rolling Stones - Live in Toronto (DVD)
Ich hatte die Rolling Stones am 22.6.2003 auf dem Hockenheimring gesehen und gefunden, dass ihnen bei dem Konzert nach ein paar Songs die Luft ausging, hoffte aber, in dieser DVD eine nette Erinnerung an diese Tournee zu finden, zumal ich gespannt war auf die Live-Versionen von Don't stop und besonders Rock me Baby mit den beiden Young-Brüdern.

Die Bildqualität ist okay und das Bühnendesign in angenehm warmen Farben gehalten. Dafür ist der Sound durchgehend eine Katastrophe: der Soundmensch war offenbar total überfordert, man wagt sich kaum vorzustellen, dass dieser Mix seinen Weg in die Fernsehapparate fand! Micks Mikro ist zu leise und klingt dumpf; Keiths Gitarre ist während der ersten sechs Songs doppelt so laut wie die Band zusammen (wenn sie nicht grade ganz ausfällt), dafür ist Ron weit weg. Zudem spielen die zwei die ersten beiden Nummern so beschämend schlecht, als hätten sie ordentlich einen intus - ich meine: mehr als gewöhnlich-, so dass man sich über die dienstälteste Rock'n'Roll-Band der Welt nur wundern kann.

Erstaunlich auch, dass Keith nach den 30 Jahren, die sie den Song live spielen, die erste Strophe (von zwei!) von Happy immer noch versemmeln kann, vor allem, wenn man bedenkt, wie wenig Text er sich pro Show zu merken hat. Aber er ist super drauf und hat sich auch an diesem 30.7.2003 mit Toronto, der Stadt, in der er Ende der Siebziger wegen Drogenbesitzes verhaftet wurde, sichtlich versöhnt.

Ab dem achten Song, It's only Rock'n'Roll, hat der Mixer die Soundbalance dann einigermaßen im Griff, was auch dringend nötig wurde, denn bei Rock me Baby kommen Malcolm und Angus Young dazu, und zumindest gibt es bei den nun vier Gitarren nicht mehr das befürchtete Klangchaos. Die Version ist denn auch der Höhepunkt der Show, sie wirkt auf die Stones wie eine Frischzellenkur, sogar Charlie grinst amüsiert. Justin Timberlakes rappermäßiges Rumgehampel bei Miss you wiederum wirkt besonders affig im Kontrast dazu, dass er sich ständig orientierend nach Mick umschaut, um zu sehen, wann er denn jetzt wieder mit Singen dran ist.

Die Keyboards sind gut zu hören, dafür kommt es immer wieder zu verzerrten Passagen beim Gesang, den Bläsern oder gleich im Gesamtsound, und ganz abgesehen davon klingt das Publikum während der Show durchgehend weit weg wie durchs Telefon, was einfach nicht zu den Bildern von Zehntausenden Zuschauern passen will; ausgerechnet vor der Zugabe fällt der Ton mit dem Beifall sogar für mehrere Sekunden ganz aus.

Kurzum: "Live in Toronto" hat eine Tonspur, die man sich selbst als Soundboard-Mitschnitt auf Bootleg-CD nicht öfter als einmal anhören würde. Schade drum, denn die Band scheint von alldem nichts mitzubekommen und kommt ab der zweiten Hälfte der Show richtig in Fahrt. Da das Programm mit gut 100 Minuten Spieldauer eh gekürzt ist, werde ich mich weiter an die "Four Flicks"-4-DVD-Packung halten und nach weiteren DVDs von dieser Tour Ausschau halten müssen.


Bridges to Babylon
Bridges to Babylon
Preis: EUR 35,06

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anyway you look at it, 13. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Bridges to Babylon (Audio CD)
Ich hatte mich 1997 auf "Bridges to Babylon" gefreut, aber war ich auch begeistert? Teils, teils - und diese Ambivalenz kennzeichnet bis heute mein Verhältnis zu diesem Album. Wohl aus der Angst heraus, mit den Bands und Trends der Zeit mithalten zu müssen, hatten sich Mick und Keith darauf geeinigt, dem neuen Album klangtechnisch einen moderneren Anstrich zu geben, was zur Folge hatte, dass neben zwanzig Gastmusikern gleich sechs Produzenten(teams) engagiert wurden, so viele wie auf keinem anderen Stones-Album. Im Ergebnis klingt das Album dann auch so experimentierfreudig wie keins ihrer anderen; dafür fehlt ihm aber auch der rote Faden, selbst wenn man bei jedem Song ihre typische Handschrift heraushört.

Die Songs lassen sich in drei Gruppen unterteilen: Zum einen sind da mit Too tight, Gunface, Low Down und Flip the Switch die zu erwartenden Stones-Kracher vertreten, die allerdings bei allem Feuer (und immer flacher werdenden Songtexten) nicht verhehlen können, dass hier viel heiße Luft produziert wird. Out of Control ist musikalisch der interessanteste Rocker; leider fehlt der Produktion das gewisse Etwas, und der Song konnte erst live auf "No Security" überzeugen.

Dann sind da die Songs, die ich immer als Jagger-Solo-Songs, nur eben mit der Band umgesetzt, empfand: die Singles Anybody seen my Baby und Saint of me waren kein Ersatz für Brown Sugar o.Ä., schleichen sich aber nach mehrmaligem Hören genussvoll ins Ohr. Already over me (eine Art "Angie '97") begeisterte mich beim ersten Hören so, dass ich den Song am selben Tag auf Gitarre lernte, und das kommt nur alle Jubeljahre vor. In eine ähnliche Kerbe schlägt Always suffering; bei beiden Songs hat man - wie bei allen guten Jagger-Balladen (Memory Motel, Out of Tears, Hang on to me tonight) - das Gefühl, es geht um eine real existierende Frau (seine?).

Das von den Dust Brothers produzierte, bluesig-pumpende Might as well get juiced war der am modernsten klingende Song hier; nach einem Mehr an Experimentierfreude war mir nicht, und den Rolling Stones ging es offenbar auch so.

Schließlich kommt Keith mit gleich drei Songs zum Zuge, und die stellen für mich den größten Schwachpunkt dar: You don't have to mean it war für mich immer ein harm- und zahnloser Alle-meine-Entchen-Gute-Laune-Reggae, nur noch unterboten von Cherry oh Baby (auf "Black and Blue"), und sowas will ich von Keith einfach nicht hören.

Die beiden letzten Albumtitel, Thief in the Night und How can I stop, gehen auch nach Jahren einfach nicht an mich, obwohl ich mir noch so Mühe gebe, sie atmosphärisch zu finden; Thief in the Night war live auf "No Security" einfach besser (wenn auch immer noch nicht gerade gut), und How can I stop langweilt mich einfach am Albumende trotz Jazz-Saxophons und Steel Drums etc. Da hat Keith mit Sleep tonight oder Losing my Touch schon bessere Albumschlüsse hingekriegt.

Die B-Seite von Saint of me, Anyway you look at it, schaffte es leider nicht auf diese Platte (später aber auf "Rarities 1971-2003"), vielleicht weil es nicht spektakulär genug war; dafür aber war es wirklich atmosphärisch.

Experimentierfreude an sich ist ja löblich, zeitigt allerdings nicht immer zwangsläufig auch starke Ergebnisse. Auf dem für B.B. Kings Album "Deuces wild" eingespielten Paying the Cost to the Boss bewiesen die Stones, dass sie den Blues immer noch konnten und es nicht nötig hatten, sich aktuellen Trends anzubiedern, eine Erkenntnis, die sie acht Jahre später auf "A Bigger Bang" konsequent umsetzten.

Ich habe später meine Original-CD durch den Japan-Import (mit einer Live-Version von Angie, aufgenommen am 6.3.'95 in Tokio) ersetzt und kann deshalb keine Angaben über eine eventuelle Klangverbesserung durch das Remaster von 2009 machen; dies ist klanglich jedenfalls mit der Japan-Pressung identisch.


Bridges to Babylon
Bridges to Babylon
Preis: EUR 11,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anyway you look at it, 13. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Bridges to Babylon (Audio CD)
Ich hatte mich 1997 auf "Bridges to Babylon" gefreut, aber war ich auch begeistert? Teils, teils - und diese Ambivalenz kennzeichnet bis heute mein Verhältnis zu diesem Album. Wohl aus der Angst heraus, mit den Bands und Trends der Zeit mithalten zu müssen, hatten sich Mick und Keith darauf geeinigt, dem neuen Album klangtechnisch einen moderneren Anstrich zu geben, was zur Folge hatte, dass neben zwanzig Gastmusikern gleich sechs Produzenten(teams) engagiert wurden, so viele wie auf keinem anderen Stones-Album. Im Ergebnis klingt das Album dann auch so experimentierfreudig wie keins ihrer anderen; dafür fehlt ihm aber auch der rote Faden, selbst wenn man bei jedem Song ihre typische Handschrift heraushört.

Die Songs lassen sich in drei Gruppen unterteilen: Zum einen sind da mit Too tight, Gunface, Low Down und Flip the Switch die zu erwartenden Stones-Kracher vertreten, die allerdings bei allem Feuer (und immer flacher werdenden Songtexten) nicht verhehlen können, dass hier viel heiße Luft produziert wird. Out of Control ist musikalisch der interessanteste Rocker; leider fehlt der Produktion das gewisse Etwas, und der Song konnte erst live auf "No Security" überzeugen.

Dann sind da die Songs, die ich immer als Jagger-Solo-Songs, nur eben mit der Band umgesetzt, empfand: die Singles Anybody seen my Baby und Saint of me waren kein Ersatz für Brown Sugar o.Ä., schleichen sich aber nach mehrmaligem Hören genussvoll ins Ohr. Already over me (eine Art "Angie '97") begeisterte mich beim ersten Hören so, dass ich den Song am selben Tag auf Gitarre lernte, und das kommt nur alle Jubeljahre vor. In eine ähnliche Kerbe schlägt Always suffering; bei beiden Songs hat man - wie bei allen guten Jagger-Balladen (Memory Motel, Out of Tears, Hang on to me tonight) - das Gefühl, es geht um eine real existierende Frau (seine?).

Das von den Dust Brothers produzierte, bluesig-pumpende Might as well get juiced war der am modernsten klingende Song hier; nach einem Mehr an Experimentierfreude war mir nicht, und den Rolling Stones ging es offenbar auch so.

Schließlich kommt Keith mit gleich drei Songs zum Zuge, und die stellen für mich den größten Schwachpunkt dar: You don't have to mean it war für mich immer ein harm- und zahnloser Alle-meine-Entchen-Gute-Laune-Reggae, nur noch unterboten von Cherry oh Baby (auf "Black and Blue"), und sowas will ich von Keith einfach nicht hören.

Die beiden letzten Albumtitel, Thief in the Night und How can I stop, gehen auch nach Jahren einfach nicht an mich, obwohl ich mir noch so Mühe gebe, sie atmosphärisch zu finden; Thief in the Night war live auf "No Security" einfach besser (wenn auch immer noch nicht gerade gut), und How can I stop langweilt mich einfach am Albumende trotz Jazz-Saxophons und Steel Drums etc. Da hat Keith mit Sleep tonight oder Losing my Touch schon bessere Albumschlüsse hingekriegt.

Die B-Seite von Saint of me, Anyway you look at it, schaffte es leider nicht auf diese Platte (später aber auf "Rarities 1971-2003"), vielleicht weil es nicht spektakulär genug war; dafür aber war es wirklich atmosphärisch.

Experimentierfreude an sich ist ja löblich, zeitigt allerdings nicht immer zwangsläufig auch starke Ergebnisse. Auf dem für B.B. Kings Album "Deuces wild" eingespielten Paying the Cost to the Boss bewiesen die Stones, dass sie den Blues immer noch konnten und es nicht nötig hatten, sich aktuellen Trends anzubiedern, eine Erkenntnis, die sie acht Jahre später auf "A Bigger Bang" konsequent umsetzten.

Ich habe später meine Original-CD durch den Japan-Import (mit einer Live-Version von Angie, aufgenommen am 6.3.'95 in Tokio) ersetzt und kann deshalb keine Angaben über eine eventuelle Klangverbesserung durch das Remaster von 2009 machen; dies ist klanglich jedenfalls mit der Japan-Pressung identisch.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 10, 2012 6:11 PM CET


Rolling Stones - Live at Japan/Super Arena, Saitama 2006
Rolling Stones - Live at Japan/Super Arena, Saitama 2006
DVD ~ Rolling Stones

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Midnight Ramblers in Saitama, 8. Juni 2011
Angesichts der TV-Übertragung fürs japanische Fernsehen gingen die Stones mit ihrer Setliste am 2.4.2006 in Saitama weitgehend auf Nummer sicher: Von den 20 Songs stammen 16 aus den "klassischen" Stones-Jahren 1965-1981; dafür nutzen sie die Gelegenheit, mit den vier Songs Rain fall down, This Place is empty, Oh no not you again und Rough Justice für ihr seinerzeit aktuelles Album "A Bigger Bang" zu werben. Rain fall down (mit Basssolo von Daryl Jones!) geht besser ab als am 21.2.2006 in Argentinien. Leider gibt die Setliste diesmal keine Gelegenheit für Lisa Fisher her, bei Gimme Shelter oder Night Time is the right Time ein Solo hinzulegen.

Die einzige Überraschung ist Sway, das Jagger mit dem Hinweis ankündigt, diesen Song spielten sie nicht so oft; er ist hier und da gegenüber der Studiofassung etwas umarrangiert, und die Band gibt sich auch alle Mühe, Jaggers Bemerkung zu beweisen - man hätte den Song vielleicht doch mal proben sollen, schade drum!

Bühnendesign und Halle sind überwiegend in Dunkelblau und Schwarz gehalten, aber gut ausgeleuchtet, die professionelle Kameraführung zeigt leider fast nur die vier Hauptprotagonisten (und von denen meistens den Sänger) und zu wenig von den Mitmusikern. Bildqualität und Sound sind völlig okay, wenn man davon absieht, dass Micks und Keiths Mikros stellenweise etwas zu leise ausgesteuert sind.

Im Großen und Ganzen aber ist diese DVD eine Sternstunde für Tastenmann Chuck Leavell (im modischen Leopardenfell-T-Shirt): Normalerweise sind die Beiträge der Stones-Keyboarder live immer undankbar tief im Mix begraben. Wer immer jedoch bei diesem Konzert für den Sound zuständig war, er war ein Fan von Chuck Leavells Tastenarbeit: ob Wild Horses, Midnight Rambler, You can't always get what you want, Brown Sugar oder Sympathy for the Devil - bei noch keiner Live-Konserve der Stones habe ich die Pianofiguren durchgehend so kräftig hören können wie bei diesem Mitschnitt! Dafür wiederum ist Keiths Gitarre, die den Sound auf Live-DVDs oft dominiert, hier mal auf ihren angemessenen Platz zurückgemischt worden.

Das japanische Publikum geht gut mit, die Stones sind routiniert, konzentriert und locker bei der Sache, besonders der Midnight Rambler wird genüsslich zelebriert, und so ist dies ein weiterer vergnüglicher Nice-Price-Konzertmitschnitt (mit 118 Minuten vermutlich komplett) im Stones-Kanon.


I'm No Angel
I'm No Angel
Preis: EUR 15,46

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Er war gewiss kein Engel..., 27. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: I'm No Angel (Audio CD)
...und auch die Dunkelheit ist ihm nicht fremd, wie es kokettierend in einer Zeile des Titelsongs heißt (die 2002 dem Best-of-Album "No Stranger to the Dark" den Namen gab).

"I'm no Angel", 1987 Gregg Allmans erstes Soloalbum nach zehn Jahren Pause, wird eingerahmt von den drei stärksten Songs: Es ist etwas bezeichnend, dass der Titelsong, einer der besten auf dem Album, einer der wenigen ist, an deren Komposition Allman nicht beteiligt war. Gregg Allman hat seine Soloalben immer gerne mit Songs garniert, die er schon mit den Allman Brothers eingespielt hatte; es ist aber etwas traurig, dass das Album mit dem Eröffnungsmedley der ersten Allman Brothers Band-LP, Don't want you no more/It's not my Cross to bear, schließt, so als wollte er noch einmal daran erinnern, woher er kommt und was er eigentlich kann. Dieses Medley zeigt auch das Dilemma des Albums auf: alles ist von Top-Musikern eingespielt, die gerne mal zeigen, was sie können; aber besser als die feurige Originalversion von den Allmans wird's nicht, dafür sind sie einfach zu routiniert. Dabei ist mit Dan Toler der ABB-Gitarrist der frühen Achtziger mit an Bord.

Anything goes hat schmissige Bläser, aber beim Refrain von Evidence of Love hört man förmlich den Plattenfirmenbeauftragten durch die Studiotür erinnern: "...und denk dran, noch was Radiotaugliches für das Album einzuspielen!" Dort würde der Song allerdings nicht unbedingt als typisch für Gregg Allman auffallen, was auch daran liegt, dass Don Johnson mitsingt, der seinerseits bereits in den Siebzigern dem ABB-Gitarristen Dickey Betts bei Great Southern komponierend und musizierend zur Seite stand.

Die Produktion scheint zu rufen: Alle mal herhören - ich bin digital! Dynamik und Transparenz sind auch wirklich beeindruckend, auch auf Vinyl. Hierin liegt aber das Dilemma: Gregg Allman singt wie gewohnt leidenschaftlich, hat es aber mit den Arrangements nicht ganz leicht, dafür ist die Produktion etwas zu glatt und modern, die Songs sind etwas zu beliebig, auch hätte analoger Klang dem Album und seinem Protagonisten besser angestanden als einige der Achtziger-Keyboards und die bisweilen etwas dominante Snare. Sicher gab es in den Achtzigern schlimmere Produktionen - von Gregg Allman aber eben insgesamt organischere.

Wer Deftiges im Stil der Allman Brothers Band erwartet, wird weitgehend enttäuscht werden. Diese Erwartung muss Gregg Allman solo ja auch nicht erfüllen, nur lässt "I'm no Angel" ein wenig die persönliche Note vermissen. Rückblickend spielte er sich nur warm: mit "Just before the Bullets fly" legte er ein Jahr später ein besseres Album vor. Den größten Gefallen taten sich alle Beteiligten allerdings, als sie sich 1989 zum zwanzigjährigen Bandjubiläum wieder zur Allman Brothers Band zusammentaten. Ab dem daraus resultierenden ersten Album "Seven Turns" war Gregg Allman dann wieder mit all den Tugenden zu hören, für die er ursprünglich berühmt wurde: starke Songs in beseelten Produktionen.


Paul McCartney - Live in Halifax, Novia Scotia 2009
Paul McCartney - Live in Halifax, Novia Scotia 2009
DVD ~ Paul McCartney

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Good Evening Halifax, 19. Mai 2011
Dieser Konzert-Mitschnitt, eine Übertragung des kanadischen Fernsehens, entstand am 11.7.2009, gut eine Woche vor Paul McCartneys drei Eröffnungskonzerten im Citi Field Stadium in New York, was nach einem Direktvergleich ruft:

Bei diesem ersten Auftritt seiner "Sommertournee" ist McCartney so gut bei Stimme (kleine verzeihliche Abstriche bei Day Tripper) und so ausgelassen wie bei keinem anderen mir bekannten Live-Mitschnitt der letzten 10 Jahre, ob auf CD oder auf DVD: fast gutgelaunt übernimmt er die Verantwortung für den verpatzten Einsatz von Paperback Writer, das er in der falschen Tonart angefangen hatte, und den weiblichen Fan mit dem Schild "Unterschreib auf meinem Arm, damit ich mir das tätowieren lassen kann" holt er zu ihrer Verzückung gar auf die Bühne. Manche Fans scherzen ja, sie werden sich ihre Hand nie mehr waschen, nachdem ein Rockstar sie abgeklatscht hat; anzunehmen, dass diese Frau ihren Arm wirklich erst wieder waschen wird, nachdem Pauls Unterschrift eintätowiert worden ist!

Mit seinen roten Hosenträgern sieht Paul McCartney auch etwas peppiger aus als mit den schwarzen eine Woche später. Sound und Kameraführung sind professionell; vor allem gefällt mir hier besser, dass die Gitarren nicht so unnatürlich weit in den Hintergrund gemischt werden wie auf "Good Evening New York City". Die meisten der Ansagen dort fehlen hier, was der Sache keinen Abbruch tut.

Die Setliste liefert den zu erwartenden Querschnitt durch McCartneys Schaffen aus fast fünfzig Jahren: rund zwei Drittel Beatles-Songs, gewürzt mit ein paar Hits von "Band on the Run" und ein paar aktuellen Songs, garniert mit einer Hommage an George Harrison und zwei an John Lennon, abgeliefert mit einer glänzend eingespielten Band.

Für den McCartney-Fan, der zugunsten von All my Loving und Mull of Kintyre (komplett mit Dudelsack-Orchester) auf I'm down und I saw her standing there verzichten kann, ist der Komplettmitschnitt "Live in Halifax, Nova Scotia" (152 Min., keine Untertitel) eine gute Alternative zu McCartneys offizieller DVD-Veröffentlichung "Good Evening New York City", besonders im Nice-Price-Segment.


Wonderwall - Welt voller Wunder
Wonderwall - Welt voller Wunder
DVD ~ Jack MacGowran

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wonderwall to be here, 28. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Wonderwall - Welt voller Wunder (DVD)
Der Wissenschaftler Oscar Collins (Jack MacGowran) - Typ: zerstreuter Professor - lebt ein neben seiner Arbeit sehr isoliertes Leben in seiner mit Fachzeitschriften voll gestopften Junggesellenwohnung, als er eines Tages zufällig durch ein Loch in seiner Wand Einblick in die Wohnung seiner Nachbarin, des Mannequins Penny (Jane Birkin), bekommt. Er wird von ihr immer besessener, und um mehr an ihren Fotosessions, Parties und Liebesaffären teilhaben zu können, vernachlässigt er seine Arbeit und bohrt noch mehr Löcher in die Wand. Dabei ist er zu trottelig und zu harmlos, als dass man ihn als Spanner bezeichnen möchte. Da die Welten beider nicht zusammen kommen können, verliert er sich zunehmend in seine Fantasien. Als er eines Tages doch in ihre Wohnung eindringt, kann er sie gerade noch vor ihrem Freitod bewahren, was auch ihm hilft, wieder mehr ins Leben zurückzufinden.

Soweit die Handlung. Bemerkenswert an dem Film ist hauptsächlich die Tatsache, dass George Harrison zum Jahreswechsel '67/'68 die Filmmusik aufnahm, und zwar zur Hälfte mit westlicher Rockmusik und zur anderen Hälfte mit indischen Musikern in Bombay, um das Publikum näher mit seinem Faible für indische Musik bekannt zu machen. An den "westlichen" Aufnahmen waren u.a. Eric Clapton und Ringo Starr beteiligt sowie Roy Dyke und Antony Ashton von Ashton, Gardener & Dyke. Harrisons Filmmusik, die er sehr entspannt anging, trägt gewissermaßen durch den Film und sehr zu dessen Qualitätssteigerung bei.

"Wonderwall" (1968, 88 Min., Englisch & Deutsch mit deutschen Untertiteln) ist ein ziemlich nichtssagender Film mit einem Anflug von lauem Humor und einem Minimum an Handlung und Dialogen, der zwar einen netten Einblick in die Pop-Art des Swinging London der zweiten Sechziger-Hälfte erlaubt, dabei aber bei weitem nicht z.B. an Antonionis "Blow up" heranreicht (in dem Jane Birkin auch schon eine kleine Rolle hatte), der es ohne George Harrisons Filmmusik nie ins DVD-Zeitalter geschafft und den ich mir ohne sie auch nie angesehen hätte; nicht dazu angetan, die Karriere auch nur eines/einer der Beteiligten zu fördern. Für Beatles-Enthusiasten wie mich allerdings interessant, weil er etliche Musiksequenzen enthält, die auf Harrisons "Wonderwall Music"-Album nicht zu hören sind, das das weitaus größere Vergnügen darstellt.


Paul McCartney in London [DVD]
Paul McCartney in London [DVD]
DVD ~ McCARTNEY

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keine Magical Mystery Tour..., 11. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Paul McCartney in London [DVD] (DVD)
...eher ein beschaulicher Abend im Roundhouse in London, den die Fans hier erlebten; für McCartneys Stadion-Verhältnisse beinahe ein Clubgig. Paul und die Band wirken ein wenig müde und kommen erst ab der Hälfte des Konzerts in Fahrt, zudem hat Paul während der ersten drei, vier Songs echte Stimmprobleme. Zum Glück ist er bald eingesungen, und es geht besser weiter. Dabei hat McCartney extra für diesen Abend ein paar echte Streicher gebucht, die in Only Mama knows und Calico Skies angenehm die Keyboardstreicher ersetzen und so vor allem Eleanor Rigby zur besten mir bekannten Live-Version machen. Die Streicher in Here today, seiner Hommage an John Lennon, nicht einzusetzen, tut dem Song allerdings gut, er war mit dem Streicherarrangement auf "Tug of War" doch allzu sentimental geraten.

Es mag ja eine gemütliche Atmosphäre im Roundhouse geherrscht haben; durch die unzulängliche Ausleuchtung der Bühne hat die Bildqualität leider etwas gelitten, man kommt sich vor wie in einer überdimensionalen Kneipe, die "BBC Films & DVD"-Einblendung nervt etwas, und beim Ton muss man auch leichte Abstriche machen.

Mit 24 Songs in 90 Minuten war das Konzert entweder recht kurz angelegt oder die Übertragung wurde gekürzt; von McCartneys üblicherweise zweieinhalb Stunden Konzert fehlt hier einfach ein gutes Stück. Für etwas Abwechslung sorgt seltener Gespieltes wie Magical Mystery Tour, I'll follow the Sun oder das alberne Baby Face, das Hey Jude einleitet. Diese DVD ist eher gedacht für McCartney-Fans, die mit Only Mama knows, Dance tonight, That was me und House of Wax wohl nie wieder so viele Songs von McCartneys damals aktuellem, aber wenig spektakulärem Album "Memory almost full" live gespielt hören werden. Als Nice Price-DVD (ein Menü mit Titelanwahl fehlt) aber in Ordnung.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 9, 2011 10:09 PM CET


Kein Titel verfügbar

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sont des chansons qui vont tres bien ensemble, 9. April 2011
Dieses Konzert, mitgeschnitten am 20.7.2008 in Quebec während der Promotion-Tour zu Paul McCartneys damals aktuellen Album "Memory almost full", war offenbar eine TV-Liveübertragung, worauf auch die Tatsache hinweist, dass das Konzert vorm zweiten Zugabenteil ausgeblendet wird; wie mein Vorrezensent schreibt, ist es höchst unwahrscheinlich, dass Paul die Bühne verlässt, ohne Yesterday, Hey Jude und sein Sgt. Pepper's/The End-Medley gespielt zu haben. Er macht zur Freude des Publikums ein paar Ansagen auf Französisch, und einige der englischen werden auf der großen Videoleinwand simultan übersetzt. Bildregie und Kameraführung sind angenehm ausgewogen, und gelegentliche Rückkopplungen sowie ein paar kleine Schnitzer in der Band zeigen, dass das Konzert nicht nachbearbeitet worden ist. Beim zweiten Instrumentalteil von Live and let die zünden Kanonenböller und Feuerwerk ein paar Sekunden zu spät, die Band schaut verdutzt, lässt sich den Spaß aber nicht nehmen, denn sie ist ausgeruht und gut aufgelegt; zudem ist Paul gut bei Stimme.

Die Setliste nimmt in groben Zügen seine genau ein Jahr später aufgenommene CD/DVD "Good Evening New York City" vorweg, nur dass die E-Gitarren hier fetter klingen. Durch Hinzunahme von Songs wie Good Day Sunshine, Penny Lane und Let 'em in und dadurch, dass einige Rocker wie I saw her standing there, I'm down, Get back und Helter Skelter fehlen, ist das Konzert überraschend keyboardlastig ausgefallen.

Interessant für McCartney-Fans wird diese DVD durch die Variablen in der Setliste, die neben den festen Bestandteilen Abwechslung ins Tourprogramm bringen, z.B. C Moon, I'll follow the Sun, Good Day Sunshine, Penny Lane und das Medley aus Too many People und She came in through the Bathroom Window.

Ist das Konzert mit 123 Minuten auch nicht ganz vollständig, sind Bild und Ton sehr gut, und besonders angesichts des günstigen Preises kann man mit dieser DVD nichts falsch machen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 11, 2013 6:25 PM CET


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