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Rezensionen verfasst von
Calista

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Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb
Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb
von Tanya Stewner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen mir ein bisschen zu heididumdei und (ober)lehrerhaft, 19. Mai 2015
Ein bisschen leid tut es mir für die Autorin, dass ich nur 2 Sterne vergebe, denn man merkt, dass in dieser Geschichte eine Menge Herzblut steckt und alles gut gemeint ist. Gut fand ich die Idee, witzig den Anfang, gute Gags und spritzige Dialoge, aber dann wurde es langatmig, aufgesetzt und moralisierend. Die echten Gefühle kamen für mich viel zu kurz, die "Sterbebegleitung" fand ich völlig daneben und über das Drama wurde dann einfach so hinwegheidideit ... ist doch alles nicht so schlimm und eigentlich ja toll, ein Geschenk und eine Vision. Die Auflösung, die man sich zwar zusammenreimen konnte, fand ich wieder ganz hübsch. Tja, und was das "empathische Zeitalte"r angeht ... das haben wir zum Glück !!! schon jetzt. Ohne Empathie hätten wir uns längst komplett gegenseitig vernichtet. Da hat Frau Stewner (und die Lektorin) sich offenbar nicht richtig schlau gemacht. So falsch, so inflationär und so dann auch noch so oberlehrerhaft mit diesem Begriff umzugehen, fand ich nicht okay. Schon gar nicht für ein Jugendbuch. Dazu die vielen Rechtschreibfehler ...
Man kann es lesen, sollte es aber lieber nicht zu ernst nehmen, auch wenn die Botschaft okay ist.


Mo und die Krümel - Der erste Schultag: Band 1
Mo und die Krümel - Der erste Schultag: Band 1
von Rüdiger Bertram
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Superspaß!, 4. April 2015
Mo und die Krümel sind ein echter Vorlesespaß! Eigentlich hatte ich das Buch für meinen Jüngsten zum Selberlesen gekauft, aber dann haben wir uns gestern Abend gemütlich zusammengesetzt und reihum zu viert ein Kapitel nach dem anderen vorgelesen (Papa, die Jungs und ich). Wir haben uns köstlich amüsiert und konnten kaum aufhören. Heute wurde das Buch dann gleich zu Ende inhaliert. Es ist eine Geschichte, die aus vielen kleinen Geschichten besteht, die zwar nicht besonders spannend, aber dafür unendlich witzig und politisch nicht immer ganz korrekt sind (was wir lieben!) Die Krümel und die arme Klassenlehrerin Frau Kuchen ... äh, Grimm ... sind dabei so liebenswert, dass man sie sofort ins Herz schließt. Zum Glück liegt der 2. Band bereits im Osternest!

Einziger Kritikpunkt: Das Papier ist schrecklich dünn und insgesamt wirkt das Buch nicht so wertig, was wir von vielen anderen Büchern für ab 6 Jährige aus dem CBJ-Verlag nicht gewöhnt sind. Schade! Und hallo, lieber Verlag, bitte ändern! Dann würden wir die Bücher nämlich glatt nochmal kaufen.


Tilla, Zwieback und der verrückte Eisenbahnwaggon
Tilla, Zwieback und der verrückte Eisenbahnwaggon
von Patricia Schröder
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Tilla erobert Kinderherzen, 28. März 2015
Tilla ist ein ganz besonderes Mädchen. Einerseits. Denn sie hat nicht nur zwei verschiedene (Augen)farben, sondern kann bulldozerstark werden, wenn sie von ihren Spezialkeksen kostet und anschließend in den Wachstumsumwandler steigt und bis 42 zählt. Andererseits ist sie äußerlich und in ihrer kindlichen Neugier, Fantasie und Hilfsbereitschaft nicht anders als ein ganz normales zehnjähriges Mädchen von heute. Und damit wird sie zu einer idealen Identifikationsfigur.
Welches Kind wäre nicht gerne so wie sie oder hätte jemanden wie sie zur Freundin? Ich glaube, da geht es Mädchen wie Jungen ganz ähnlich.

Von der Aufmachung und der Farbgestaltung her richtet sich das Buch sicher eher an Mädchen, die Dinge aber, die in Tillas Kopf vorgehen, die Abenteuer, die sie erlebt, die teilweise recht technischen Details um die kuriosen (und teilweise sehr lustigen) Erfindungen ihres Vaters und die Riesenfledermaus Zwieback, auf der Tilla wie auf einem Drachen reiten kann, dürften auch Jungen gefallen (bei meinen beiden war das zumindest der Fall).

Die Sprache der Autorin ist klar und kindgerecht, und teilweise richtet sie sich in direkter Ansprache an ihre jungen Leser, was dem Buch einen besonderen Charme verleiht.

Lustig und warmherzig, kurzweilig und sehr fantasievoll ... ein bisschen eine Pippi Langstrumpf, aber noch viel mehr eine ganz eigenständige Tilla Puppilla mit einem besonderen Haustier und einem urgemütlich eingerichteten Eisenbahnwaggon, den sie einfach an ICEs ankoppelt und kreuz und quer durch die Lande reist.

Kurzum: Tilla ist eine zauberhafte neue Kinderbuchfigur, die uns absolut begeistert hat (in Text und Zeichnung). Wir haben sie bereits fest ins Herz geschlossen und hoffen, dass wir noch viele Abenteuer mit ihr erleben dürfen.


Das wilde Määäh und die Monster-Mission
Das wilde Määäh und die Monster-Mission
von Vanessa Walder
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ham im Kampf gegen Monster, Würmer und Zäune, 25. März 2015
Ein ganzes langes Jahr mussten wir warten, und nun ist Ham, der kleine Wolf im Schafspelz (oder war es umgekehrt?) endlich zurück. Es wundert nicht, dass er in dieser Zeit ein kleines bisschen größer, älter und weiser geworden ist, und sich die Milchzähne auf seinem Kopf allmählich in einigermaßen anständige Hauer verwandelt haben. Zum Glück, denn diesmal scheint er gegen schier übermächtige, laute und stinkende Monster kämpfen zu müssen, die den Waldrand unerbittlich in Richtung Waldmitte verschieben.

Leider hat er längst nicht alle Waldtiere auf seiner Seite. Da ist zum einen seine Mutter Rhea, die lieber mit Worten, als mit Zähnen kämpft, und seine Schwester Feder, die in ihre Fußstapfen tritt und allmählich die Führung des Rudels übernimmt. Dazu gesellen sich etliche andere, die zu träge oder zu feige sind, sich gegen die Monster zu verbünden, und wieder andere, die den Wald schlicht für groß genug halten, um ihn getrost mit ein paar Monstern teilen zu können – zumal diese ohnehin nur Bäume, und keine Mäuse, Eichhörnchen oder Vögel fressen.

Die Mission scheint also erst mal gescheitert, und als Ham ein – äh, verschlüsselter – Hilferuf seines Freundes Quentin erreicht, macht er sich mit seinem besten Freund, dem Rehbock Flöckchen, und dem berlinernden Waschbären Stanley (ein Highlight) auf den Weg in die Stadt und anschließend zum bärtigen Berg, um Quentin zu retten – und den Wilden Widder und seine Banditen um Hilfe im Kampf gegen die Monster zu bitten.
Unterwegs gerät Ham mehr als einmal in Lebensgefahr, trifft die urigsten Gestalten (köstlich: die Ratte Sir Lancelot, der in seiner Plastikbadeente Lorenzia durch die Kanalisation schippert, Big Ben und seine Brieftaubenbeamten, die ohne weiteres auch bei der Bundespost oder irgendeinem x-beliebigen deutschen Amt beschäftigt werden könnten, das zornige Murmeltier Phil und seine fluchende Nachbarschaft oder die Strauße, die einen kurzen, dafür aber umso eindrucksvolleren Auftritt haben).

Am Schluss steht Ham wieder vor den Waldmonstern, aber inzwischen hat er eine Menge dazugelernt, z.B. wie man es schafft, sich nicht von den „Würmern“ im Kopf und im Körper verrückt machen zu lassen, wie man mit Worten kämpft oder die inneren Zäune überwindet.
Das Ende kommt und ist dann sehr überraschend und konfrontiert uns jählings mit unserer menschlichen Verantwortung, und macht uns einmal mehr bewusst, dass das Schicksal all dieser wunderbaren, aber völlig ahnungslosen!!! Geschöpfe ganz allein in unserer Hand liegt.

Wie schon der Vorgänger „Das wilde Määäh“ ist „Das wilde Määäh und die Monstermission“ ein echtes Kleinod unter den Kinderbüchern, das uns auf wunderbar humorvolle und sehr weise Weise unsere eigenen inneren „Monster“ (oder waren es Zäune?) widerspiegelt, und uns zeigt, dass die Lösungen auch für die schwierigen Dinge im Leben oftmals ganz einfach sein können.

Das Buchcover ist sehr viel dunkler als das des ersten Bandes. Es passt zur bedrohlichen Situation, hätte von der Wahl des Motives aber auch anders sein können. Uns gefällt es dennoch, denn es ist ein bisschen retro und erinnert irgendwie an die „Tim und Struppi“ – Einbände.
Zum Selberlesen könnte es für manch 8-Jährige vielleicht etwas zu schwierig sein, da einiges erklärungsbedürftig ist. Ab 10 Jahren scheint mir hier schon eher zu passen. Aber „Das wilde Määäh“ 1 und 2 sind sowieso ganz hervorragende Vorlesebücher, an der nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene ihren Spaß haben werden.

Wir freuen uns schon inbrünftig (oder heißt es brünstig?) auf den dritten Teil!


Liebeskinder
Liebeskinder
von Jana Frey
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Wunderbar intensive und zutiefst anrührende Geschichte, 16. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Liebeskinder (Gebundene Ausgabe)
Wäre mir hierzu nicht die erste Rezension gleich ins Auge gestochen, hätte ich diesen Roman vielleicht nie gelesen, und das wäre wirklich, wirklich schade gewesen. Das Cover hat mich nicht angesprochen (auch, wenn es durchaus irgendwie passt, wird es der Intensität der Geschichte nicht gerecht, finde ich - das Gleiche gilt für den Klappentext.)

Drei Tage habe ich mit Kenzie und Zadoc, mit ihren Lieben, ihren Familien, ihrem Schicksal gelebt, wirklich gelebt. Im Kern ist es die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Schwestern, eigentlich kein neues Thema, aber noch nie habe ich es so sehr im Detail durchdacht, so intensiv, so unfassbar erschütternd als Roman gelesen. Auch für mich ist dieses Buch schon jetzt ein Highlight dieses Jahres und in diesem Genre höchstwahrscheinlich lange nicht zu toppen. Ein Kein-Spannungsroman, der mich absolut nicht losgelassen hat und dessen Geschichte ich ganz sicher niemals vergessen werde.

Für mich ist dies überhaupt kein typisches Jugendbuch und gehört für mich daher auch nicht in diesen Kinder-und Jugendbuchverlag. Vierzehnjährige werden den Roman möglicherweise nach den ersten 2 bis 3 Kapiteln bereits aus der Hand legen. Große Mädchen zwischen 20 und 100 werden ihn dagegen wohl verschlingen. Von daher kann ich diesem Buch nur wünschen, dass sich möglichst viele dieser großen Mädchen in die Jugendbuchabteilung verirren und dort dann auch wirklich nach "Liebeskinder" greifen werden.

Ganz große Erzählkunst! Unbedingte Leseempfehlung!


Nördlich von Nirgendwo
Nördlich von Nirgendwo
von Liz Kessler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

2.0 von 5 Sternen zu kompliziert, 21. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Nördlich von Nirgendwo (Gebundene Ausgabe)
Gefallen hat mir die Atmosphäre und ich habe angefangen dieses Buch mit meinem älteren Sohn (11) zu lesen. Wir lesen die Kapitel meistens abwechselnd vor und wenn es spannend ist, darf er weiterlesen und mir dann am nächsten Tag erzählen, wie es weitergegangen ist. Bei diesem Buch hat er nach einem Drittel aufgegeben, weil es ihm zu langweilig und undurchschaubar wurde.
Dabei mag er eingentlich Zeitreisegeschichten. Ich habe das Buch dann alleine zu Ende gelesen.
Diese begann geheimnisvoll, war aber viel zu langatmig erzählt, dort, wo ein spektakulärer Showdown möglich gewesen wäre, wurde nur erzählt. Alles viel zu kompliziert. Ich bin nicht einmal sicher, ob die Autorin es überhaupt richtig aufgelöst hat. Mir haben bei all den vielen Erklärungen dann doch ein paar Erklärungen gefehlt. Richtig schlüssig fand ich es am Ende nicht. Vielleicht habe ich es auch nicht vertsanden, was ich ganz schlecht für ein Buch finde, das eigentlich für 10-Jährige schon geeignet sein soll.


Erst ich ein Stück, dann du - Lisa rettet den Zauberwald: Band 9 (Erst ich ein Stück ... (Das Original), Band 9)
Erst ich ein Stück, dann du - Lisa rettet den Zauberwald: Band 9 (Erst ich ein Stück ... (Das Original), Band 9)
von Patricia Schröder
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 7,95

5.0 von 5 Sternen schöne Parabel, 16. Februar 2015
Sehr fantasievoll, teiweise lustig und manchmal auch ein bisschen gruselig wird hier eine Geschichte erzählt, die davon handelt, dass wir die Bilder in unseren Köpfen, die Ideen und Geschichten und Träume nicht "sterben" lassen dürfen. Von der Aussage her also bisschen so wie die "Unendliche Geschichte" nur eben in klein, nämlich für Leseanfänger und deren große Partner zum gemeinsamen Lesen.
Natürlich kann man einen Roman nicht mit einer solchen kurzen Geschichte vergleichen, weder inhaltlich noch erzählerisch oder stilistisch. Aber das muss man auch gar nicht.
Mir und der Tochter meiner Freundin, der ich das Buch geschenkt habe (als Mutter zweier Söhne ich kenne fast nur die Jungsgeschichten aus dieser Reihe, und die sind m.E. alle empfehlenswert) hat diese Geschichte sehr gut gefallen. Und wieder wurde ein Stück Lesesicherheit gewonnen!


Lilly - Total verrückt und auch ganz anders: Band 1
Lilly - Total verrückt und auch ganz anders: Band 1
von Patricia Schröder
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warmherzig, witzig und spannend, 11. Dezember 2014
Meine Nichte ist ganz begeistert und wünscht sich zu Weihnachten den Folgeband ... und sie hat mich dazu überredet, dieses Buch zu lesen. Ja, es ist toll (wie alle Bücher von Patricia Schröder, die ich kenne!)

Lilly Wunderbar hat ein großes Herz und steht allen Außenseitern immer hilfreich zur Seite. Und sie hat eine ganz besondere Art der Problemlösung: Sie sammelt alle möglichen Sprüche in ihrer Wundersprüchebox, und sobald sie nicht mehr weiterweiß, zieht sie einen Spruch (wie eine Tarotkarte ;-)) . Die Sprüche sind lustig, skurril und manchmal einfach nur blöd, aber sie helfen ihr immer, eine Lösung zu finden.
Lillys beste Freundin heißt Blümchen und dann kommt da eines Tages noch eine Neue in die Klasse: Yasemin Celik (von Lilly kurzerhand Yassi getauft) trägt ein Kopftuch, wird von der F.A.T. (Fuat, Akin - Yassis Cousin und Tarik) "bewacht" und von den "Pissnelken" (stets im Drillings-Look auftretende und verfeindete Klassenkameradinnen) gemobbt.

Die Charaktere (auch Eltern, Geschwister usw.) sind toll ausgearbeitet. Da ist der Papa, der die besten Spaghettis kocht, der kleine Bruder, der Haselnüssen den Namen von Formel-1-Rennfahrern gibt, die Mama, die ganz natürlich nach Schkolade duftet und von Büchern immer zuerst das Ende liest, Oma Brille, die alles selber kann und macht, oder Yassis große Schwester Busra (ohne Kopftuch, dafür mit Minirock, Lippenstift und deutschem Freund).

Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, witzig, ohne allzu schnoddrig zu sein, einfühlsam und wirklich aufregend. Sogar für eine Erwachsene wie mich.

Ganz große Leseempfehlung!


Still
Still
von Zoran Drvenkar
  Broschiert
Preis: EUR 16,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verstörend, 12. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Still (Broschiert)
Zoran Dvrenkar gehört seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsautoren.

"Still" habe ich sofort nach Erscheinen gelesen und war mir lange Zeit nicht darüber im Klaren, wie ich diesen Roman bewerten soll.

Was ich kritisiere:
Ich finde den Namen Mika Stellar aufgesetzt (auch als Pseudonym). Er passt für mich nicht zur Figur und müsste in der Gruppe der "sie" eigentlich sofort "Verdacht" erregen. Ein gewöhnlicherer Name wäre für mich glaubhafter und authentischer gewesen.
Ich halte es für ganz und gar ausgeschlossen, dass man so lange klatschnass bei Eisekälte im Schnee überlebt.
Ich finde die Urgeschichte, die zum "Trauma" der "sie" geführt hat, nicht wirklich nachvollziehbar. Persönlich hätte ich sie nicht gebraucht.

Anders als einige andere RezensentInnen glaube ich an das "Böse" , das Perverse, das Psychosoziopathische. Insofern finde ich die Grundstory überhaupt nicht an den Haaren herbeigezogen. Jedesmal, wenn Kinder verschwinden und nicht wieder auftauchen, stelle ich mir vor, was wohl mit ihnen passiert. Es ist der absolute Horror. Und diesem Horror hat der Autor mit seinem Thriller ein Gesicht gegeben. Das ist schwer zu ertragen, aber meiner Ansicht nach keine Effekthascherei, sondern schlicht ein Teil einer Wahrheit, der wir ungern in die Augen sehen.

Für mich ist dieser - wie alle Bücher von Zoran Dvrenkar fantastisch geschriebene - Roman alles andere als unsensibel. Er ist auch nicht still. Im Gegenteil. Für mich ist er laut, kalt und kompromisslos. Und damit auch so etwas wie ein Plädoyer, nicht zu tabuisieren, sondern hinzuschauen, das tun wir nämlich noch immer nicht (ausreichend).
Ich bin mir sehr sicher, dass der Autor mit diesem Thriller Kinder nicht verletzlicher machen wollte, als sie ohnehin schon sind - schließlich hat er auch ganz wunderbare, warmherzige Kinderbücher geschrieben ... Er hat nur einfach seinen Finger sehr tief in eine nahezu unheilbare Wunde gelegt.


Obsidian, Band 1: Obsidian. Schattendunkel
Obsidian, Band 1: Obsidian. Schattendunkel
von Jennifer L. Armentrout
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pubertierende Aliens, 10. November 2014
Für eine Mittreißigerin wie mich ist das nichts, für zwölf-bis vierzehnjährige Teens, die von dem großen Liebes-Hin-und-Her und ein bisschen Abenteuer träumen, aber sicher eine nette Sache. Es hat mich stark an Twilight erinnert, ist aber weniger gut geschrieben besitzt auch nicht dessen gewissen Charme. Die Dialoge sind mir zu wenig originell und die Protagonisten ein bisschen zu pubertär.
Drei gut gemeinte Sterne. Die Nachfolgebände werde ich nicht lesen.


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