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Rezensionen verfasst von
mfranke1

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Vergeltung: Thriller (suhrkamp taschenbuch)
Vergeltung: Thriller (suhrkamp taschenbuch)
von Don Winslow
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schon ok, aber von Winslow erwarten wir Besseres..., 29. Januar 2014
Das Buch ist spannend, keine Frage. Winslow treibt die Erzählung schnell voran, sein knapper und präziser Stil (im Präsenz, wie aus seinen anderen Büchern bereits gewohnt) ist absolut fesselnd und literarisch den meisten Produktionen der Konkurrenz überlegen.

Und dennoch: Gerade im Vergleich mit seinem Opus Magnum "Tage der Toten" kommt "Vergeltung" schlecht weg: zu einfältig das Gut/Böse-Schema, zu simpel der Plot, zu überlegen die Elitetruppe, zu blöde die Gegner. Unfreiwillig komisch sind die ständigen technischen Beschreibungen von Militärspielzeug mitsamt diverser Abkürzungen, es liest sich, als hätte Winslow einen Jahrgang "Soldier of Fortune" abonniert und wollte dieses Wissen unbedingt anbringen.

Letztendlich wirkt dieser Roman zumindest thematisch etwas antiquiert: Er könnte eher in 2003 als 10 Jahre später geschrieben sein und passt 1:1 zu damaligen TV-Serien wie "24" und den in dieser Zeit veröffentlichten Action-Thrillern. Heute sind die amerikanischen Serien und Romane allerdings viel weiter (siehe "Homeland") bzw. der Feind wird längst anderswo gesucht und gefunden.

FAZIT: Als Action-Thriller funktioniert "Vergeltung" schon gut, aber wer verstehen will, warum Don Winslow als einer der besten Spannungsautoren der letzten Jahre gehandelt wird, sollte eher "Tage der Toten", "Zeit des Zorns", "Frankie Machine" oder "Die Sprache des Feuers" lesen.


Das lebendige Theorem
Das lebendige Theorem
von Cédric Villani
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unverständlich aber dennoch unterhaltsam, 22. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Das lebendige Theorem (Gebundene Ausgabe)
Wenn Villani uns hier an seinen Gedankengängen teilhaben lässt, hängt er zumindest mich (Dipl.-Math. mit Schwerpunktfach Physik, Studium aber schon ~20 Jahre her) über weite Strecken derartig schnell ab, eigentlich schon ab der zweiten Seite in Kapitel 1, dass ich in einzelnen Passagen buchstäblich kein Wort verstehe. Er erklärt auch nicht allzuviel (vaD nicht die erklärungsbedürftigen Teile) und das didaktische Konzept, sofern es eins gibt, hat zumindest bei mir nicht gegriffen.

Damit sind sehr viele Seiten des Buches für einen Großteil der Leser schlicht unverständlich, so weit hänge ich mich dann doch aus dem Fenster. Das hat zum Beispiel Simon Singh mit "Fermats letzter Satz" erheblich besser hinbekommen, und der Beweis dazu ist auch schwere Kost.

Dennoch finde ich "Das lebendige Theorem" nicht schlecht: Man erhält einen Blick in den Kopf eines äußerst selbstbewussten Genies und seiner Denkprozesse und bekommt ein ganz gutes Gefühl dafür, auf welch verschlungenen Pfaden Fortschritte in einer derart weit entwickelten Wissenschaft heutzutage überhaupt erzielt werden können.

Ich fühlte mich an die Lektüre von Stephen Hawkings Klassiker "Eine kurze Geschichte der Zeit" erinnert: in vielen wichtigen Passagen unverständlich aber dennoch ziemlich unterhaltsam...


Antifragilität: Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen
Antifragilität: Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen
von Nassim Nicholas Taleb
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,99

127 von 142 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine gute Idee macht noch kein gutes Buch..., 3. Juni 2013
Für dieses Buch gilt so ziemlich das Gleiche wie für Talebs Bestseller "Der schwarze Schwan": Eine prinzipiell interessante Idee (Was ist das Gegenteil von Fragilität? Eben NICHT Robustheit) wird durch endlose Wiederholungen und Betrachtungen von allen Seiten breit getreten, ohne dass auf den letzten ca. 500 Seiten des Buchs ein nennenswerter Erkenntnisgewinn zu verzeichnen wäre.

Die mittlerweile bekannte Angewohnheit von Taleb, sich dabei auf arrogante Weise über andere lustig zu machen und gleichzeitig die eigene vermeintliche Geistesgröße in den Mittelpunkt zu stellen, mag auf einige Leser "erfrischend" wirken, ich fand es eher nervig. Das ständige Einprügeln auf Analysten/Menschen, die Anzüge tragen/Naturwissenschaftler/Menschen, die Prognosen erstellen/Antike Philosophen/Menschen, die Zeitung lesen/Berater/Reiche Menschen im Smoking etc. ist wohlfeil und sehr ähnlich bereits im "Schwarzen Schwan" vorhanden, hier wird es halt noch einmal aufgekocht. Ich bin allerdings sicher, dass gerade dieser herablassende Stil das wahre verkaufsfördernde Argument für Talebs Bücher ist.

Denn die akademische Qualität seiner Gedankenwelt kann es nicht sein: Neben der Vorstellung des Konzepts der Antifragilität auf den ersten Seiten findet nichts Spannendes mehr statt, und wirklich ärgerlich ist es, wenn Folgerungen in Form eines "Das ist der Grund für..." geäußert werden, die dann aber in keinerlei Weise empirisch begründet werden. Dieses Mittel der "Beweisführung" wird leider über Gebühr genutzt und hat mir letztendlich die Lektüre verdorben, da damit viele (auch nachvollziehbare) Äußerungen auf reine Glaubenssätze reduziert werden.

Da dieses Buch des Öfteren in Kombination mit Kahnemans "Schnelles Denken, langsames Denken" bei Amazon angeboten wird: Der Unterschied ist eben schon, dass bei letztgenanntem auf fast jeder Seite ein neuer interessanter Gedanke präsentiert und dann auch über empirische Studien nachgewiesen wird (das macht natürlich Arbeit...). Und obwohl ich die Lektüre von Kahnemans Buch bereits vor einem Jahr abgeschlossen habe, komme ich gerne immer wieder darauf zurück.

Das wird mir bei "Antifragilität" wohl eher nicht passieren.
Kommentar Kommentare (14) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 10, 2014 8:55 AM MEST


Tribal Tech-Illicit
Tribal Tech-Illicit
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 27,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Henderson & Co. in Topform, 4. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Tribal Tech-Illicit (Audio CD)
Eine Scheibe mit hervorragender gitarrenlastiger Musik, sehr kompromisslos und nichts für nebenbei. Die Abneigung der Musiker gegenüber dem üblichen Mainstreamgedudel wird direkt beim Opener "Big Wave" deutlich, das wie eine Muzak-Fahrstuhluntermalung beginnt und binnen Sekunden von den vier Beteiligten in ein schönes Stück "echter" Fusion zerlegt wird.
Dieses Niveau wird konsequent durchgehalten, es gibt viele knallige Up-Tempo Nummern, mein Favorit ist allerdings das ruhigere "Slidin' Into Charlisa", der beste Blues, den ich von Scott Henderson kenne.
Sehr empfehlenswert.


Tribal Tech
Tribal Tech
Preis: EUR 28,85

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Fusionmusik, 4. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Tribal Tech (Audio CD)
Wem die neueren Werke wie "Thick" oder "Rocket Science" zu abgefahren sind, der wird diese Aufnahmen mögen. Sie zählen für mich neben "Illicit" und "Face First" zu den absoluten Highlights von Tribal Tech.
Komplexe Kompositionen (aber noch nicht zu verkopft) mit ausreichend Raum für extreme Soli, Spitzenmusiker in einer eingespielten Band, jede Menge Power und das alles in gutem und transparentem Sound machen diese und die o.g. CDs zu meinen persönlichen Favoriten unter den gitarrenlastigen Fusionplatten.


Michel Camilo
Michel Camilo
Wird angeboten von for-collectors-only
Preis: EUR 16,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trio-Jazz mit Power, 31. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Michel Camilo (Audio CD)
Das Debüt von Michel Camilo auf einem Major Label (CBS) von 1988 ist auch heute noch erstaunlich und eines der besten Trio-Jazz Alben der 80er.
Unterstützt von hervorragenden Mitmusikern (Marc Johnson / Lincoln Goines am Bass, Dave Weckl / Joel Rosenblatt am Schlagzeug) werden diverse Feuerwerke mit einer Energie abgebrannt, die ich bis dato bei einer akustischen Besetzung noch nicht gehört habe.
Die Klassiker "Caribe" und "Suite Sandrine Part I" sind hier in der Original-Version zu finden und zählen auch heute noch zum festen Repertoire eines jeden Camilo-Konzertes.


On The Other Hand
On The Other Hand
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 13,88

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber..., 31. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: On The Other Hand (Audio CD)
Michel Camilo hat in all seinen bisherigen CDs immer größten Wert darauf gelegt, dass die Rhythmusgruppe auf seinem Niveau spielt, sprich: Nur die Besten sind gut genug. Deshalb sind Camilos gelungenste Aufnahmen auch diejenigen mit Dave Weckl bzw. Joel Rosenblatt am Schlagzeug und Anthony Jackson am Bass.
Cliff Almond ist ein sehr guter Schlagzeuger (und auf der Big Band CD "One More Once" auch in Top-Form), aber auf den Aufnahmen hier eben doch nicht so einfallsreich und druckvoll wie seine Vorgänger.
Auch sind einige Kompositionen nicht besonders interessant, von den Eigenkompositionen ist am besten noch das Titelstück, im Gegensatz dazu ist "Forbidden Fruit" allerdings höchstens Füllmaterial.
Fazit: Vier sehr gute Nummern = Eine gute CD, aber zum echten Camilo-Fan haben mich andere Aufnahmen gemacht (nämlich "Why Not?", "In Trio", "Michel Camilo", "On Fire", "Rendezvous" und "One More Once")


Live From Elario's
Live From Elario's
Wird angeboten von samurai_media_JPN402
Preis: EUR 71,91

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die erste Live-Aufnahme der Elektric Band, 30. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Live From Elario's (Audio CD)
Bei dem Preis ist diese CD nur was für die wahren Elektric Band Fans. Aber es lohnt sich: "Got a match?", eine der bekanntesten Corea-Kompositionen für die Elektric Band (und auf dem Cover noch als "Fusion Blues" betitelt), wird hier noch vor der ersten Studio-Aufnahme von Chick Corea, Dave Weckl und John Patitucci live dargeboten und auführlich auseinandergenommen. Interessant zu hören, wie Patitucci mit dem extrem schweren Stück zu kämpfen hatte, wenn man weiß, dass ihm dies schon ein paar Monate später ganz locker von der Hand ging.
Weitere Knaller dieses Albums sind "Tweek" und "Ginkakuji" (auf der ersten Elektric Band CD als "Silver Temple" zu finden), die restlichen Stücke fand ich ganz ok, aber nicht so überzeugend.
Fazit: 3 klasse Tracks, der Rest vernachlässigbar. Ist eine Überlegung wert...


Native Sense - The New Duets
Native Sense - The New Duets
Preis: EUR 16,66

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles perfekt, 30. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Native Sense - The New Duets (Audio CD)
Ausgesucht gute Kompositionen mit zwei Spitzenmusikern in Topform und ein virtuoses, entspanntes Zusammenspiel mit sehr schönen Einfällen machen diese CD zu einer der besten Duo-Aufnahmen der 90er.
Besonders empfehlenswert auch für diejenigen, die die alten Corea-Klassiker "Love Castle" und "Armando's Rhumba" mal in zeitgemäßer Klangqualität hören möchten.


Light Years
Light Years
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ok, aber..., 17. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Light Years (Audio CD)
Ok, "Light Years", "Time Track" und "View From The Outside" sind 5-Sterne-Tracks, aber dazwischen gibt es doch jede Menge Füllmaterial, bei dem ich mich gefragt habe, warum das jetzt veröffentlicht wird.
Insgesamt ist dies mit Sicherheit die "eingängiste" aller CDs der Chick Corea Elektric Band. Die Stücke sind auf radioformattaugliche Länge zurechtgestutzt, sie folgen alle einem einfachen Liedschema und Soli gibt es fast gar nicht mehr (insbesondere Dave Weckl und John Patitucci müssen sich sehr zurücknehmen). Wem es gefällt... Alle anderen sollten sich eher "Inside Out", "Eye of the Beholder" oder "Paint the world" (CCEB II) zulegen.


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