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Rezensionen verfasst von
Johannes Weis "jakk_irons"
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Macht Musik schlau? Neue Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften und der kognitiven Psychologie
Macht Musik schlau? Neue Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften und der kognitiven Psychologie
von Lutz Jäncke
  Broschiert
Preis: EUR 36,95

32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Informative, aber qualvolle Lektüre, 19. Februar 2009
Bei der mir vorliegenden Ausgabe handelt es sich um die 1. Auflage © 2008 by Verlag Hans Huber, Berlin.

Zum Inhalt:

Lutz Jäncke präsentiert in zwölf großen Kapiteln zeitgenössische und historische Veröffentlichungen zum breiten Thema "Musik und Gehirn". Der Autor bemüht sich dabei, alle Facetten des Themas zumindest anzuschneiden, und hinterfragt stets Methoden und Durchführung der Studien, die er zu diesem Zwecke gründlich recherchiert hat. Für den Laien mag das eine oder andere Kapitel schwer verständlich sein; dafür bringt Jäncke die großen Fragen des Buches mit einer Reihe von kurz gehaltenen "Schlussfolgerungen" am Ende auf den (gut nachvollziehbaren) Punkt.

Einige Analogien, die Jäncke zur Veranschaulichung heranzieht, halte ich für missglückt; ebenso manches Modell, das er scheinbar "nebenbei" zur Erklärung von Forschungsergebnissen vorschlägt ("Leistung = Wollen x Können x Möglichkeit", S. 13). Ein paar Mal bin ich beim Lesen über stark polemische Phrasen gestolpert-''so etwa, wenn er kommentiert, dass sich Don Campbell durch Summen und Beten ein Blutgerinnsel aus dem Gehirn entfernt haben soll: "Wenn Musik so gesundheitsfördernd ist - warum hat er dann überhaupt erst ein Blutgerinnsel entwickelt? Hat er vielleicht versehentlich Rap gehört?" Auch wenn ich schmunzeln musste' derlei "Argumente" gehören nicht in ein (populär)wissenschaftliches Buch.

Zur Form:

Es wundert mich, dass der Text in der mir vorliegenden Form überhaupt veröffentlicht wurde. Auf jeder Seite fand ich beim Lesen mehrere grammatikalische Fehler (insbesondere, wenn ein Abschnitt in indirekter Rede gehalten war); viele Sätze sind unklar oder unpräzise formuliert; und nicht zuletzt ist Jänckes Schreibstil von uneleganten Wiederholungen und falsch verwendeten Ausdrücken durchzogen.

Ein trauriges Beispiel: "Als zweite Erklärungsmöglichkeit wird vorgeschlagen, dass Mozart-Musik wie eine Art "Übung" wirke, mit der die kognitiven räumlichen Funktionen passiv traniert würden. Diese "Übung" könne man sich wie eine Vorerregung der an der Lösung der räumlichen Aufgaben beteiligten Aufgaben auffassen" (S. 33).

Fazit:

Ich gebe dem Buch drei Sterne, weil ich in wissenschaftlichen Arbeiten (und genau genommen nicht nur da) einen fehlerlosen Schreibstil erwarte. Aufgrund des miserablen Stils ist es mir nicht möglich, das Buch als Lektüre zu genießen. Möglicherweise ist es eine verlässliche Quelle für wissenschaftliche Informationen-'allerdings stelle ich mir die Frage, ob die Lektoren auf der inhaltlichen Ebene nicht ebenso gepfuscht haben wie auf der äußeren.

Die zehn Geheimnisse der Liebe
Die zehn Geheimnisse der Liebe
von Adam Jackson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,00

18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Bibel für die Liebenden, aber..., 17. Mai 2004
Ich habe das Buch während meiner Exerzitien in einem Benediktinerkloster gelesen. Obwohl ich kein Christ bin, habe ich mich auf die Empfehlung eines der dortigen Mönche eingelassen, das Buch zu lesen. Und ich muss sagen, dass bei mir genau das eingetreten ist, was den vielen Protagonisten im Buch passierte:
Mein Leben hat sich verändert. Ich leben nun aktiver und überlegter, ich genieße meine Zeit auf diesem Planeten und achte mehr denn je auf meine Mitmenschen.
Allerdings halte ich die Thesen des Autors in einigen Punkten für ein wenig blauäugig: Jackson schließt eine Trennung als Alternative in der Beziehung grundsätzlich aus und redet (übersptizt formuliert) davon, dass sich jedes Gefühl einreden lässt. Ein empfehlenswertes Buch zwar auf jeden Fall, aber man sollte beim Lesen auf dem Teppich der Realität bleiben...

Geschichte der Balkanländer. Von der Frühzeit bis zur Gegenwart.
Geschichte der Balkanländer. Von der Frühzeit bis zur Gegenwart.
von Edgar Hösch
  Gebundene Ausgabe

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergänzung zum Unterricht., 1. April 2004
Inhaltlich wurde schon viel gesagt, dies aber noch von meiner Seite:

Das Buch hat es geschafft, mich für die Balkan-Problematik zu interessieren. Es stellt eine gute Grundlage für jedes Geschichtsreferat dar, wenn man sich mit der leicht verschachtelten Sprache des Autors arrangieren kann. Nach zwei Stunden Exzerpieren und einer Stunde Tipparbeit hatte ich eine wunderbare 10-Seiten-Ausarbeitung, ohne größere Mühen angestellt zu haben. Und das Beste: Ich habe die Zusammnenhänge jetzt begriffen, was mir bei den Ausführungen meines Geschichtslehrers bisher nicht gelungen ist...

Einziger Minuspunkt: Bisweilen wird die chronische Struktur verlassen, die Argumentationsweise hinkt hier und da. Es ist nicht immer ersichtlich, worauf der Autor in einem Abschnitt heraus will...



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