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Rezensionen verfasst von
tanjicca

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Black Gives Way to Blue
Black Gives Way to Blue
Preis: EUR 7,97

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen You opened fire...and your mark was true!, 25. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Black Gives Way to Blue (Audio CD)
Schon alleine der moralisch fragwürdige und emotional zermürbende Akt, der erforderlich war, um "Black Gives Way to Blue" eineinhalb Jahre nach der Erscheinung endlich in meine Musikanlage zu schieben, war fast zu viel - die CD musste dort zwangsläufig eine der älteren Werke meiner Lieblingsband ablösen, die mit IHM aufgenommen wurden...Doch "Black Gives Way to Blue" & old gives way to new. Und so erwischte ich mich in der letzen Zeit immer öfter dabei, bei youtube mit Skepsis und gut versteckter Hoffnung die Tracks vom neuen Album einzutippen. Es wäre eine Untertreibung zu sagen, dass mich das was ich hörte, fassungslos, beschämt und vor allem jubelnd zurückließ.
It goes without saying-für einen langjährigen Fan von Alice in Chains, dessen Liebesgeschichte mit der Band mit 14 Jahren, "Down in a Hole" und "Rooster" begann, elterliches Augenverdrehen, eheliche musikalische Gruppenzwänge und eine Identitätskrise nach Aufkommen der Britney Spears überlebte, und in den letzen Jahren mit der Suche nach allen legal und illegal verfügbaren bootlegs der Band nunmehr die Letzen Phasen der akustischen Sucht erfolgreich absolvierte - Layne Staleys Stimme ist längst internalisiert und daher jeder Versuch, sich sein überwältigendes Vokal in "A Looking in View", "Check my brain", "Lesson learned" oder "Your decision" NICHT vorzustellen von vorne herein zum Scheitern verurteilt. BGWTB kann dementsprechend die Rauheit und die hoffnungsvolle Ankündigung einer Weltklasse-Band in the making einer "Facelift"-Platte nicht erreichen; es kann die außerirdische Einmaligkeit und düstere Perfektion des "Dirt"-Albums nicht übertreffen; die süßlich-tödliche Komplexität und sich erst nach und nach offenbarende geniale Vielschichtigkeit des selftitled "Alice in Chains" nicht berühren...und dennoch, achhh, dennoch!
Es ist verdammt noch mal das Beste, was in den letzten zehn Jahren produziert wurde und ein würdiger Nachfolger, der diejenigen, die Alice in Chains noch nicht kennen, mit der ersehnten Ausrede beschert, Nickelback und 3 Doors Down mp3s endlich von ihren Playlists zu streichen und sie hoffentlich zu den älteren Meisterwerken der Band führen wird. Alte AIC-Jünger lassen schon die ersten beiden Nummer "All secrets known" und "Check my brain" mit offenem Mund dastehen-insbesondere jene, die wie ich glaubten, dass die Band nach Laynes Tod nie wieder brauchbares Material aufnehmen wird. Der bleierne Sound, die wunderbare Dysharmonie der Riffs und Gesang-Harmonien, die zum guten Teil das Wesen von Alice in Chains ausmachten - es ist alles wieder da. Die Erkenntnis, dass man Layne Staleys Stimme nie wieder zu Inez' und Cantrells Riffs hören wird gibt mit Ach und Krach dem Respekt Platz, welches man dem neuen Sänger, William Duvall einfach entgegenbringen muss. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, in die nicht auszufüllenden Fußstapfen eines Staley treten zu wollen. Es ist daher seine große Leistung, dass er dies gar nicht erst versucht und dennoch eine rockige und potenzialschwangere Performance abliefert.
Als einzigen Kritikpunkt - falls man nach langer, langer Suche überhaupt einen zu finden vermag - kann man den Titelsong "Black Gives Way to Blue" nennen. Dafür, dass es als eine langsamere Nummer im traditionellen AIC-Stil fungiert ist das Lied einfach nur Klasse. Dafür jedoch, dass dieses Stück ausgerechnet Layne gewidmet sein soll...da muss mir als der größenwahnsinnigen Staley Anhängerin einfach mal erlaubt sein zu sagen: Das hätten die Jungs auch mal besser hinkriegen können. Da wird Aaron Lewis mit seiner verzweifelten Tribute "Layne" - und ich weiss, dass ich den Blitz voll verdiene, der gleich aus dem Himmel kommt, weil ich Staind im gleichen Text mit Alice in Chains erwähne - dem verstorbenen Sänger meiner Meinung nach aber mehr gerecht.
Abgesehen davon aber von mir klare, no-brainer 5 Sterne für "Black Gives Way to Blue" - für den Mut, der Welt mal wieder den Stinkefinger zu zeigen und die Kreativität, die zu dem besten Album der vergangenen zehn Jahre geführt hat. Danke, Jungs - "I wish I could hug you all, but I'm not gonna".


Dirt
Dirt
Preis: EUR 5,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Halten Sie sich an Ihrem Stuhl fest..., 23. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Dirt (Audio CD)
...denn Sie werden von der Wucht der Musik und der mächtigen Stimme des Layne Staley weggeblasen werden und nie wieder einen Boden unter den Füßen fassen. Was kann man über Alice in Chains SAGEN, wenn die Lieder einen derartigen Sog ausüben, dass man nur FÜHLEN kann. Z.B. vorrangig eine endlose Fassungslosigkeit, Traurigkeit und Wut ob des Umstands, dass wir nun für immer der Gelegenheit beraubt sind, weitere Meisterwerke aus der Feder des Jerry Cantrell und der talentierten Kehle des Layne Staley zu hören. Gleichzeitig aber auch eine ewige Dankbarkeit für die musikalische Supernova, der man zumindest als ergebender Hörer (wenn auch nie wieder als Konzertbesucher) durch eine glückliche Konstellation der Sterne am Musikhimmel für eine kurze Zeit beiwohnen durfte. Das Album ist ein Meisterwerk des Grunge...and then some. Ich kenne kein anderes Werk, das mit einer derartig düsteren Atmosphäre um sich schlägt und gleichzeitig ungeahnte Potenziale und schiere rohe Genialität einer Band offenlegt - nimmt man den gewaltigen stilistischen und technischen Sprung, den AIC zwischen "Facelift" und "Dirt" vollbrachte in Betracht.
Einem neuen Fan der Band wird daher ein oberflächliches Reinhören genau den morbiden, depressiven Vibe vermitteln, der AIC Anfang der 1990er in den Grunge-Olymp katapultierte. Bleiben Sie dabei, denn die Erleichterung - und gleichzeitig eine enorme Hilfe bei dem Versuch, in der Agonie der Texte, der Dysharmonie der Riffs, dem wuchtigen Bass und schliesslich der suchterzeugender Macht des Staley-Vokals nicht vollends zu ertrinken - besteht in der Erkenntnis, dass die Bandmitglieder selten witzige, auf dem Boden gebliebene, sympathische & bis zur Schmerzgrenze ehrliche Menschen gewesen sind - vor allem Layne Staley - wie ja aus ihren wenigen Interviews deutlich wird.

Kaufen Sie daher die CD - Sie sollten wissen, dass es neben Nirvana, Pearl Jam & Soundgarden eine weitere - (ich sage es jetzt endlich mal, Frauen dürfen ja emotional werden:) NOCH BESSERE - Band der Grunge-Ära gab. Sie sollten wissen, dass diese Band Alice in Chains heisst und dass "Dirt" ihr wichtigstes Werk ist. Vor allem aber - Sie sollten, nein, Sie DÜRFEN nicht sterben, ohne einmal Layne Staley sein berühmtes und leidendes "Yeeeeaaahooouuuu" ins Mikrofon schreien zu hören (and he "does it a lot"). Es ist nur ein Wort, es wird aber Ihre Trommelfelle für immer verändern.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 19, 2012 1:47 PM MEST


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