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Rezensionen verfasst von
Goggolori

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Die Kalte Sofie: Ein München-Krimi (Krimiserie Die Kalte Sofie, Band 1)
Die Kalte Sofie: Ein München-Krimi (Krimiserie Die Kalte Sofie, Band 1)
von Felicitas Gruber
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfallsreich und witzig!, 21. April 2014
Die "Kalte Sofie", die hat es nicht leicht. Frisch zurück in München-Giesing, muss sie sich beruflich wie privat erst einmal neu sortieren. Dazu gehört, sich mit ungenießbaren Kollegen abzumühen, die Kuppelattacken ihrer Tante abzuwehren, und überdies mit ihrem Ex-Mann zusammenzuarbeiten. Und dann beschäftigen die Rechtsmedizinerin auch noch allerhand rätselhafte Todesfälle...
Diesen Münchner Heimat-Krimi zeichnet ein einfühlsames Lokalkolorit aus. Der süffig zu lesenden Mix aus einer fesselnden Geschichte mit allerlei Wendungen, kantigen Charakteren und pfiffigen Dialogen ist sehr gelungen - und offenbar durchaus fundiert. Ein Blick in die Danksagung zeigt, dass die Autorin sich über reelle Bedingungen in der Rechtsmedizin intensiv informiert und auf fachliche Beratung Wert gelegt hat.
So macht das Lesen eines München-Krimis Spaß!


Pforten der Nacht: Roman
Pforten der Nacht: Roman
von Brigitte Riebe
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd und bewegend, 14. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Pforten der Nacht: Roman (Taschenbuch)
Die Große Pest von 1348 hat sich tief in das kollektive historische Gedächtnis eingegraben, weil sie nicht nur die Städte entvölkerte und die Felder brach liegen ließ, sondern als Katastrophe auch das Verhältnis der Menschen untereinander radikal veränderte. Plötzlich war jeder der Feind des anderen, weil er ihn infizieren konnte - wenn auch das "Wie" damals noch unbekannt war. Diese Verrohung der menschlichen Beziehungen vollzog sich auf allen Ebenen und gipfelte in der ungeheuren Beschuldigung, die Juden seien als "Brunnenvergifter" Schuldige und Auslöser der Seuche.
Diese dunkle Zeit erzählt Brigitte Riebe am Beispiel Kölns in schnörkellosen, berührenden Bildern, die nichts beschönigen und auslassen, die sich aber auch nicht am Schrecken weiden. Fanatische Religiosität lässt sie dabei ebenso wenig aus, wie verantwortungsloses Gewinnstreben oder entfesselte Sexualität angesichts des drohenden Todes. Jeder war betroffen, keiner konnte sich entziehen - es sei denn durch sofortige Flucht (wenn einen nicht die Rattenflöhe längst als neuen Zwischenwirt ausgewählt hatten).
Sehr viele starben, manche Historiker sagen, bis zu einem Drittel der gesamteuropäischen Gesamtbevölkerung.
So gibt es auch in diesem Roman gibt es eine Anzahl von Toten - nicht anders möglich bei der einer Autorin, die für ihre historische Genauigkeit bekannt ist.

Für mich eine fesselnde, bewegende Lektüre, die nachdenklich macht und dennoch kein trostloses Bild des Spätmittelalters zeichnet, sondern es als zerrissene Zeit voller Schrecken, aber auch voller Hoffnungen und Neuanfänge zeigt.

Sehr empfehlenswert!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 3, 2011 4:21 PM CET


Die Hexe und der Herzog: Roman
Die Hexe und der Herzog: Roman
von Brigitte Riebe
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Roman mit Sogwirkung, 27. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Hexe und der Herzog: Roman (Taschenbuch)
Unzählige historische Romane behandeln die Hexenthematik und widmen sich in aller schauderhaften Breite den Grausamkeiten, die aus fadenscheinigen Motiven an unschuldigen Frauen verübt wurden. In Brigitte Riebes Buch wird dieses Thema aus einer anderen Sicht angegangen. Sie interessieren nicht voyeuristische Blicke auf körperliche Qualen, sondern die Hintergründe und sozialen Bedingungen dieses Phänomens. Auch zeitlich und räumlich wandelt sie auf anderen Pfaden. So platziert sie ihre Geschichte im Spätmittelalter, also noch vor den großen Hexenpogromen der Frühen Neuzeit, und im beschaulichen Innsbruck, wo man derlei Vorgänge nicht unbedingt erwartet hätte.

Dabei ist die große Stärke des Romans, dass er sich auf reale Ereignisse und die genaue Kenntnis der zeitlichen Umstände sowie des kulturellen Milieus stützt und davon ausgehend eine Vielzahl an Handlungssträngen eröffnet, die das Geschehen umspielen wie auch plastisch modellieren. Riebe zeichnet ein eindrucksvolles Bild des Innsbrucker Hofes von den Küchengewölben bis hinauf in die herzogliche (Schlaf-)Kammer. Sie lässt mit ausgeprägter Liebe zu ihren profilierten Figuren und zu kleinen stimmigen Details eine dichte, nahezu greifbare Atmosphäre der spätmittelalterlichen Stadt Innsbruck entstehen. Durch die Ankunft und das Wirken des Inquisitors Heinrich Kramer und durch perfide Intrigen am Hof und in stadtbürgerlich-nachbarschaftlichen Gemeinschaft gewinnt allmählich das Misstrauen die Oberhand. Bereitwillig werden vermeintliche Hexen - allesamt bislang angesehene und von allen gebrauchte und geschätzte Frauen - denunziert und angeklagt. Unter Führung eines verliebten Juristen erhebt sich schließlich die Bevölkerung gegen den Prozess und die Vorgehensweise des Inquisitors.

Besonders gelungen sind meiner Ansicht nach das Charakterbild des fanatischen Frauenhassers und Hexenjägers Heinrich Kramer und die Schilderungen der Alltäglichkeiten in der Hofhaltung von Herzog Sigmund von Tirol. Freudig habe ich am Ende des Buches gelesen, wie es sich mit der Dichtung von Frau Riebe zur historischen Wahrheit verhält. Diese Einordnung, die auch den persönlichen Zugang der Autorin zum Thema wiedergibt, verleiht dem Stoff ein gefühltes Mehr an Authentizität. Man hat nicht nur die spannungsreiche Geschichte der verschiedenen Figuren nachvollzogen, man hat viel über das späte 15. Jahrhundert gelernt. Da lässt es sich auch verschmerzen, dass die Mehrzahl der männlichen Figuren des Romans - vor allem die in Machtpositionen - als ihrer Libido hoffnungslos erlegen dargestellt werden. Ich hatte jedenfalls großen Spaß am soghaften Eintauchen in die Geschichte und halte sie deshalb für uneingeschränkt empfehlenswert.


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