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Rezensionen verfasst von
Michael Greif "Who swings with the mood"
(REAL NAME)   

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Sonny Black
Sonny Black

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was zum Geier?, 22. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Sonny Black (Audio CD)
Da ein Jonny Wrack eigentlich schon die beste Rezension zu diesem 'Käse' geschrieben hat kann ich dem kaum noch was hinzufügen.

Daher nur ein paar Gedanken von mir:
Was soll man eigentlich von diesen ganzen Leuten halten die dieses Album allen Ernstes positiv bewerten?
Ist dies das musikalische Bild welches sich uns in naher Zukunft noch stärker abzeichnen wird?
Vulgäre Verkommenheit die mit dem Rap als eigentliche lyrische Ausdrucksweise nichts mehr zu tun hat?
Dazu mit lauwarmer elektronischer Untermalung die über die Abartigkeit der Texte nicht hinwegtäuschen kann?
Käufer die weiterhin so tun als handele es sich hier um echten Hip Hop?

Und wenn ich bedenke dass diese Welle an pseudo-deutschsprachigem Müll bereits seit vielen Jahren unsere Musiklandschaft durchläuft.
Es kann einem nur schlecht werden.


Absinth Red Chilli Head  -  50cl
Absinth Red Chilli Head  -  50cl

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Auf zum Duell, 30. November 2014
Eine Rezension zum Dank.

Zunächst möchte ich an dieser Stelle der Cludi Handel und Warendistribution danken für deren ehrliche Mitarbeiter, aufrechten Kunden und natürlich dem wunderbarsten Absinth den man je getrunken haben kann.

Nein wirklich, haben Sie was gemerkt?

Ich könnte die ersten Zeilen nicht ernst meinen wenn ich dieses Getränk hier literweise gesoffen hätte.
Beim Absinth Red Chilli Head sehe ich buchstäblich ROT.
Aber ich möchte es von Vorne angehen.

Diese Rezension ist quasi eine Rezension zu Ehren der Cludi Handel und Warendistribution. Und diesmal meine ich es so.
Losgetreten wurde eine wahre Entrüstung als ich den grünfarbenen Vertreter des Antitoxin Absinth bewertete wie es sich auch gehört.
Zu diesem Zeitpunkt die einzige negative Rezension und dazu noch die einzige ausführliche. Nicht einfach nur einen Satz der den Händler lobt.
Die meisten Rezensionen sind dazu keine Rezensionen, sondern Händlerbewertungen. Evtl. fühlt man sich deshalb noch auf den Slips getreten - Händlerwertung mit Rezension verwechselt?
Man fing an mir was von Kunden zu erzählen, mich der 'gefährlichen' Halbwahrheiten zu bezichtigen und einfach nur weiter zu gängeln. Würde mich nicht wundern wenn andere Absintheliebhaber Ihre Schriebe aufgrund weiterer Zudringlichkeiten gelöscht haben.
Natürlich bin ich da selbst nicht mehr freundlich.
Es gibt Dinge da sind die Grenzen überschritten.
Und wenn man die Wahrheit zu einem Produkt nicht mehr schreiben/sagen darf sagt mir Bescheid, denn noch glaube ich leben wir in einer Demokratie mit Recht auf Meinungsfreiheit.

Also rezensiere ich hier das Produkt "Absinth Red Chilli Head". Die Cludi Handel und Warendistribution kann sich ja dann überlegen meine Rezension mit guten Belegen zur "Echtheit" (sprich 'Authentizität') des dargebotenen Getränkes zu überzeugen - ganz ohne Geschwafel und Diffamierungsversuche oder wieder den berühmten Kunden als psychologische Stärkung.

ABSINTH RED CHILLI HEAD:
Zunächst die guten Dinge an diesem Produkt:
- die Flasche sieht tatsächlich schick aus
- die Farbe, ein knalliges Rot, vermittelt den Eindruck als bekomme man hier etwas Besonderes geboten
- die Chillischote sieht natürlich witzig aus (und wer steht nicht auf eingelegtes Gemüse?)
Da enden die positiven Eigenschaften des Produktes bereits.
Beworben wird dieses Produkt als Absinth. Egal ob aus unterschiedlichen Schreibweisen heraus Absinth nun mit oder ohne 'e' geschrieben wird, man bekommt hier keinen Absinth im wirklichen Sinn.
Das Produkt entspricht in heutigen Absinthklassifikationen eher den Gimmick-lastigen Hills Absinthen.
Selbst gängigere Absintheshops, mit Einteilungen/Klassifizierungen nach Art der Absinthe, reihen solche Produkte eher in der Gimmickecke ein.
Natürlich gibt es noch Onlineshops die keine klare Trennung vornehmen oder nur Gimmickabsinthe anbieten.
Ebenso fängt jeder Absinthieur mal klein und unwissend an. Auch ich habe mich dieser Tatsache schuldig zu bekennen. Aber davon bin ich doch schnell weg.
Bereits bei der zweiten Flasche unauthentischen Absinths ging mir das Licht auf (nicht wegem dem Alkohol) und ich machte mich intensiver auf die Suche. Selbstverständlich wurde ich fündig.
Also weiter zum Produkt.
Den Red Chilli Head kann man außer hier auf Amazon und auf der eigenen Homepage der Cludi Handel und Warendistribution kaum anderweitig beziehen. Daran sieht man schon wie verbreitet bzw. beliebt dieses Getränk sein muss.
Auf internationalen Absintheseiten kennt man den hier nicht einmal, obwohl die ganzen derben tschechischen Absentes dort auch aufgelistet werden. Nein, dieses deutsche Produkt kennt außerhalb der Landesgrenze kein Mensch,
Hier der Hauptgrund:
Es handelt sich um gefärbten Vodka mit einer Chillischote drin. Die Welt hat schon besseres DIESER Art gesehen, so auch mit Scorpionen und Käfern eingelegt. Eine Chilischote macht da nicht mehr viel her.
Es gab sogar einen Hersteller der eine Handvoll Wermutkraut extra in die Flasche beigegeben hat (was dann bitter ohne Ende schmeckte).
Und die hier kommen mit einer Chillischote?
Absinthe in Rot, also sogenannte Rouges (rote Absinthe), sind selbst in der Welt der authentischen Absinthen sehr selten. Aktuell dünkt es nicht vielen sich an solche heranzuwagen.
Aber selbst Hersteller authentischer Absinthen werden mutiger und wagen es dann doch. So kommen sogar aus Deutschland Rote Absinthen (die muss ich mir noch aneignen) und einen Rouge gibt es aus England (den habe ich auch hier und bereits mehrmals aufbereitet - wie es sich gehört nach traditioneller Art). Echte Rouges (zumindest der aus England wie ich bestätigen kann) funktionieren nicht nur optisch, die Hersteller orientieren sich selbst bei diesen doch recht modernen Absinthen an der klassischen Tradition, so wie also auch die Blanches und Vertes angegangen werden. Man kann beim riechtest die grundlegenden Kräuter (das Trio Infernal - Großer Wermut, Fenchel und Anis <- hier Sternanis) heraus erkennen. Auch geschmacklich ein echter Absinthe mit eigenem Character.
Der Rouge von dem ich spreche wurde mit Hibiskusblüten gefärbt, hat eine stärkere Betonung auf Sternanis und Coriander - was diesen dann würzig erscheinen läßt und sogar eine leichte Schärfe verleiht. Ganz ohne Gimmick, ganz ohne Chillischote.
Die Louche beim britischen Absinthe Rouge ist sehr satt.
Also scheinen künstlich eingefärbte Vodkas noch die häufigste Option sich was knallig Rotes ins Regal zu stellen. Ob der Inhalt getrunken wird spielt keine Rolle - sieht halt nett aus.
Evtl. wurde des Geschmackes wegen sogar Anis und Wermut zum Mazerieren eingelegt.
Das macht eben noch keinen Absinthe.
Der 'kleinste' Absinthe, der schon Beinahe nicht mehr als Absinthe bezeichnet wird sondern seinen eigene Ecke hat - Anisette - ist der Francios Guy. Wermut und Anis stehen bei diesem im Vordergrund, andere Kräuter, ja selbst der Fenchel (eines der drei Hauptbestandteile), liegen im hintergrund. Auch nach dem Destillieren wurden zum Färben wenig Kräuter eingesetzt.
Ein echter und authentischer Einsteigerabsinthe.
Der Red Chilli Head hat jedoch als solches noch keinen Destillierkessel von innen gesehen.
Wäre dem so dann würde man selbst bei hohen Umdrehungen den Alkohol nicht riechen.
Beim Verkosten von echten Absinthen, ja man nipt vor dem Aufdünnen mal dran um eine Idee zu bekommen, macht sich der Alkohol geschmacklich nicht bemerkbar. Ja, die Wunder des Destillierens.
Aber dann könnte man der breiten Masse ja keinen so spottbilligen Absinth mehr anbieten, wenn man denn einen Absinth anböte.
Wie gesagt bekommt man hier keinen Absinth.
Und dann noch der Preis.
Woran liegt es?
An der reißerischen Flasche?
Am saftigen Rot?
An der lauschig wartenden Chillischote?

Dieser Absinthe ist lausig dünn, bildet keine Trübung.
Auch kann man den Absinth hier geschmacklich kaum von den anderen (dem schwarzfarbenen und dem giftgrünen) unterscheiden. Wo liegt denn da der Reiz? Weil er so schön bunt ist?
Weil er hochprozentig rausgeschleudert wird?

Es gibt selbst hier auf Amazon sehr gute Vodkas bei denen die Preise für einen Liter so zwischen 10,- Euro und 15,- Euro schwanken können, je nach Marke.
Dieser Vodka hier soll so knappe 40,- Euro kosten weil:
- eine Chillischote drinnen schwimmt
- er in einer Schädelflasche daherkommt
- er knallig rot ist
- er sich Absinth nennt
Merkt hier jemand etwas?
Ich kann mir selbst eine Flasche hochwertigen und dazu günstigen Vodka kaufen, dazu eine Schädelflasche und roten Lebensmittelfarbstoff, ach was gleich richtigen Sirup - alles zusammen für den selben Preis wie dieser Möchtegernabsinth hier und ich bekomme Inhaltlich mehr zustande.
Das Gläschen Roter Chilli reißt es dann auch nicht mehr herum.
Natürlich würde ich aber mein Eigenprodukt nicht als Absinthe anbieten können.

Hier wird natürlich wieder mal nur mit einem Produktnamen geworben.
Absinth.
Da bekommen heute noch viele Unwissenden feuchte Augen.
Die meisten schauen nicht weiter als ein trüber Blick es erlauben könnte.
Und so landet man dann bei derartigen Produkten wie diesem hier.
Für viele Absinthetrinker aus Deutschland endet die Kenntnis hier bereite sprichwörtlich am unteren Ende der Fahnenstange. Gepaart mit seltendämlichen und bisweilen rufschädigenden Videos die es zu duzenden auf einem bestimmten Videokanal gibt braucht es niemanden zu wundern dass die Deutschen im Allgemeinen eher auf Abstand bleibe und sich kaum mehr für Absinthe interessieren als für Weine und Biere, die ja auch verständlicherweise seit eh und jeh bekannt sind.

Aber nicht nur der Name darf für irritierende Werbung missbraucht werden, sondern wird noch immer gerne wird mit dem mysteriösen Thujon geworben was die Sache hergibt.
Dabei ist über Thujon eigentlich alles bekannt was es zu wissen gibt.
Ich möchte daher hier ein paar Dinge wiedergeben (die man bei der Cludi Handel und Warendistribution gerne als 'gefährliches' Halbwissen abtun möchte):
- Thujon verursacht keine Halluzinationen
- der Thujongehalt selbst damaliger Absinthe die vor dem Verbot hergestellt wurden haben einen niedrigen Thujongehalt
- Thujon ist auch entgegen landläufiger Behauptungen sehr resistent und kann sehr viele Jahrzehnte noch original nachgewiesen werden (so geschehen bei den authentischen Absinthen die vor dem Verbot hergestellt worden sind, nach denen man sich orientiert um heutige authentische herzustellen)
- Thujon gilt als Nervengift dass krampfauslösend wirken kann, auch Brechreiz fördernd und Bewusstseinsverluste herbeiführen kann
Nach aktueller EU-Regulation sind 35mg/l an Thujon zugelassen.
Wie gesagt selbst echte Absinthe aus der Vorverbotszeit (pre-ban) haben teilweise nur bis zu 10mg/l oder sogar weniger.
So haben auch heutige Absinthe eben nur soviel Thujon wie die alten Vorbilder der echten Boheme (nicht mit Böhmen in der Tschechei zu verwechseln).
So gesehen sist mehr Thujon erlaubt als in einem echten Absinthe landen. Ein Großteil des Thujons geht übrigens beim Destilliervorgang flöten. Aber auch durch reines Mazerieren beigefügtes Wermutöl macht den Bock nicht fett (nur bitter).
Und um vom Thujon überhaupt etwas zu merken müsste der Konsument sich derart viel hinter die Binde kippen dass der alkohol ihn sehr schnell einholt und für einen Klinikaufenthalt sorgen würde noch bevor das Thujon sich negativ bemerkbat machen könnte.
Wer sich aufrecht für das Thema Thujon interessiert kann sich im Internet reichlich der offenen 'Geheimnisse' bedienen.

Hatte ich schon den Preis erwähnt und wie unverschämt der ist?
Am Alkoholgehalt liegt es diesmal nicht, denn der beträgt nur 55%. Ein guter Vodka hat meist immer selbst so um die 40% (und kostete wie gesagt auf einen Liter spürbar weniger).
Ich habe hier wie angesprochen einen echten Rouge, und der war natürlich etwas teurer - ist auch nur als Import zu haben. Deutsche Läden/Onlineshops bieten den nicht an.
Dieser kommt auch in einer 0,5L-flasche an. Ist aber jeden Cent wert weil es ein authentischer und dazu modernen Absinthe ist.

Der Red Chilli Head hat nichts dass ihn dieses Preises von aktuell 38,- Euro rechtfertigen kann.
Wie gesagt:
- guter Vodka für 10,- erhältlich (auf 1 Liter - nicht 0,5) in jedem Supermarkt
- gutes Sirup mit sogar leckerem Geschmack im Schnitt für 9,- Euro
- Ein Glas Chillischoten ca. 7,- Euro auf 150 gr.
Sprich für einen Liter leckeren Vodka mit fruchtigem Geschmack und beliebig optimierter Schärfe bezahle ich nicht mal ganze 30,- Euro. Ach was, ich kaufe mir evtl einen besseren Vodka für 20,-. Dann habe ich gesamt ca. die 38,- Euro und bekomme einen ganzen Liter nicht einen halben, kann die Intensität der Farbe/bzw. des Geschmacks durch die Beimengung des Sirups selbst bestimmen und sogar die Schärfe je nach beigegebenen Chillischoten.
Na schön. Wenn es dann noch die schöne Schädelflasche sein soll komme ich etwas höher. Aber ich habe immer noch einen Liter Flüssigkeit und liege immer noch günstiger als wenn ich mir zweimalig den Red Chilli Head kaufe.
Merkt ihr jetzt was?

Also werte Cludi Handel und Warendistribution bzw. werter Vertreter genannter Partei.
Bevor Sie mich wieder des 'gefährlichen' Halbwissens zu bezichtigen versuchen, glänzen Sie bitte mit 'echtem' Wissen.
Sie schulden es Ihren aufrechten Kunden Ihr Produkt auf ehrliche Art zu verteidigen und meine Punkte sachlich zu widerlegen.
Zeigen Sie uns allen über welch fachkundiges Wissen bzgl. Absinthen Sie verfügen und warum ihr Produkt berechtigter Weise als Absinth verkauft werden darf, wohlgemerkt dann noch zu einem solchen Preis.
Legen Sie los, ich fordere Sie dazu auf.


Power Point Waldmeister Energy Drink 24 x 0,25 L Dose -pfandfrei-
Power Point Waldmeister Energy Drink 24 x 0,25 L Dose -pfandfrei-
Wird angeboten von RHODIUS Mineralquellen & Getränke
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mal einen Energydrink mit Waldmeistergeschmack, 22. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das bekommt man auch nur alle naselang zu sehen und vor allem zu kosten.
Doch der Power Point Waldmeister scheint zum gängigen Getränkerepertoir der Rhodius Mineralquellen und Getränke GmbH und Co. KG zu gehören.
Daher muss ich nicht gleich einen Vorrat horten.
Der Power Point Waldmeister gehört zu den Energydrinks die:
- wirken
- sich geschmacklich absetzen von der Masse
- preislich wie nur wenige andere klar die Nase vorne haben

Geschmacklich sollte man keinen echten Waldmeister erwarten. Das ist schon lange vorbei. Nämlich seit man herausgefunden haben will das Cumarin doch eher negative Auswirkungen haben soll. Cumarin soll dazu ausschlaggebend für den eigentlichen Waldmeistergeschmack sein.
Daher wird Waldmeisterarome verwendet. Das funktioniert jedoch hervorragend.
Natürlich kann man jetzt noch sagen dass der Power Point Waldmeister trotzdem nicht so schmeckt wie man dies evtl. von anderen Waldmeisterprodukten gewohnt sein mag. Natürlich ist der Energydrink geschmacklich immer noch anders im Gesamten. Es handelt sich ja hierbei um einen Energydrink. Und als solcher wird er freilich nicht schmecken wie Fruchtgummi von Haribo.
Der Power Point Energydrink orientiert sich ganz klar zunächst an den gängigen Standards und macht somit schon nichts verkehrt.
Was diesen dann doch ein wenig von den anderen Energydrinks unterscheidet, auch jenen der eigenen Produktlinie, er hat nicht die normalerweise beigefügten Vitamine sondern Apfelsaftkonzentrat. Daher kann der Waldmeister hier etwas säuerlicher auftreten, was auch für den Himbeer gilt.

Mir persönlich gefällt dieses peppige Geschmackkonzept und der Walmeister gehört zu meinen Favoriten.
Die Wirkung unterscheidet sich kaum bis gar nicht von den gängigen Marken.
Auch dem Power Point sind die gewohnten 32mg Koffein auf 100ml inne. Dazu die übliche Menge an Zucker und Kohlensäure.
Das Grundgerüst eines Energydrinks ist absolut stabil, sozusagen.
Alles andere ist und bleibt eben Geschmackssache.
Nach lägerer Zeit nun bin ich mir selbst gar nicht mal so sicher ob das Prädikat 'Molkenerzeugnis' überhaupt den Geschmack des Energydrinks in irgendeiner Weise beeinflußt.
Des Weiteren sind mir keine negativen Wirkungen bekannt die nicht auch andere Energydrinks verursachen können.

Damit bleibt dieser Waldmeister Energydrink der Produktreihe Power Point einer meiner Lieblinge den ich mir in absehbarer Zeit auch wieder kaufen werde.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist definitiv top.


Milford Waldmeister 28 x 2.00 g, 6er Pack (6 x 56 g)
Milford Waldmeister 28 x 2.00 g, 6er Pack (6 x 56 g)
Preis: EUR 11,94

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein interessanter Tee, 22. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Waldmeistertee von Milford.
Mit Waldmeistergeschmack gibt es ja schon lange keine Limonaden mehr.
Lediglich Liköre, diverse Süßigkeiten, Sirup, Götterspeise und soweit ein Energydrinkhersteller der Waldmeister als Geschmack in seiner Palette hat.

So fand ich bei meiner Suche nach einem Getränk mit Waldmeistergeschmack - es sollte kein Likör sein aber auch kein Energydrink - den Tee von Milford.
Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür. Was also könnte besser sein als eine abendliche Tasse Tee.
Dazu noch mit Waldmeistergeschmack.

Ich lese mir dazu dann erst einmal die Auflistung der Inhaltstoffe durch.
Zunächst fällt auf das Waldmeisterarome beigefügt worden ist. Cumarin, was ja bekanntlich für den typischen Waldmeistergeschmack verantwortlich sein soll, ist seit längerer Zeit verpönnt aufgrund negativer Körperreaktionen bei wohl unsachgemäßem Verzehr.
Aber weiter fällt auch auf dass als Säuremittel dann doch Waldmeisterkraut verwendet wurde, wenn auch nicht in dem Zustand indem am meisten Cumarin freigesetzt würde.
Also kann ich mich nicht darüber beklagen dass kein Waldmeister drin sei.

Dann also die erste Tasse angerichtet. Gewöhnlich trinke ich Tee gerne ungesüßt.
Dabei fällt mir dann auf dass die Komponenten des Tees gut gewählt worden sind, aber irgendwas fehlt und der Fenchel ist doch ein wenig dominant wenn auch nicht störend.
Was fehlt? Süße.
Ich kenne bis dato eigentlich nur gesüßte Waldmeisterprodukte und kann gar keine objektive Meinung verkünden wie denn 'echter' Waldmeister zu schmecken habe.
Außerdem schmecken Tees, egal in welcher Ausrichtung (das gilt selbst für sogenannte 'offene Tees'), doch immer etwas anders als man dies aus dem Limonadenregal kennt.
So fiel mir doch schnell auf dass die den Waldmeistergeschmack tragende Süße hier nicht so durchkommen kann.
Daher für die nächste Tasse einen Teelöffel voll Honig dem Tee beigegeben (ich verwende eine große Tasse).
Es hat funktioniert. Meine Geschmacksnerven 'erinnern' sich wieder. Nebenbei hat der Honig noch den Vorteil dass er den Fenchel etwas ausbremst. Das Waldmeisterarome kann durchbrechen.
Wenn auch nicht gar so stark wie ich dies noch von Limonaden mich zu erinnern glaube, denoch eindeutig identifizierbar.
Der Klacks Honig hat hier sehr geholfen, vor allem auch die Inhaltsstoffe noch etwas besser zu harmonieren.
Selbst abgekühlt schmeckt der Tee so noch hervorragend und bisweilen sogar erfrischend.

Der Milford Waldmeistertee ist gut konzipiert, eine feine Komposition. Ein Tee den ich mir für das ganze Jahr vorstellen kann.
Selbst die Tatsache dass ich mit Honig etwas nachhelfen muss schmälert nicht meine Freude an diesem Tee.
Wenn ich den Waldmeister lieber etwas versteckter haben möchte lasse ich den Honig einfach weg. Auf diese Art bekomme ich dann einen Tee den ich auch dann noch genießen kann wenn mir die Sinne nicht so sehr nach Waldmeister stehen.
Deswegen fünf von fünf Sternen.


Absinthe Vieux Pontarlier - 70cl
Absinthe Vieux Pontarlier - 70cl
Wird angeboten von lion-spirits
Preis: EUR 56,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absoluter Volltreffer, 16. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe ich bereits den Jade V.S. 1898 für hervorragend befunden, so weis ich kaum mit welchen Worten ich diesen charmanten Absinthe hier begleiten soll.

Der Vieux Pontarlier besticht von Anfang an durch sein wunderbares Arome das der Flasche zu entrinnen sucht.
Ich bemerke hier keinen Alkohol obwohl 65% Vol. nicht unerheblich sind. Trotzdem bleibt der Geruch mild und die Kräuter die diesem feinen Geist innewohnen lassen mich durchaus klar erahnen auf was ich mich hierbei eingelassen habe.
Ich kann es kaum erwarten.
Auf einschlägigen Seiten die sich aufrichtig mit Absinthen befassen kann man oft solche malerischen Bezeichnungen wie 'Kräutergarten' finden.
Zwar war dies auch bei den anderen Absinthen welche ich soweit ausgiebig getestet und genossen habe durchaus so zu vermerken. Doch der Vieux Pontarlier hebt sich hier nochmals deutlich ab und läßt den Kräutergarten nicht nur erahnen sondern regelrecht erblühen.
Eine sehr erfrischend wirkende Note schwingt bei diesem mit. Das kannte ich so auch noch nicht.

Also ran an mein verkürztes Ritual.
Ich trinke Absinthen ohne Zucker. Immer neugierig auf den wahren Geschmack.
Bis dato hatte ich keinen Verte (Grünen) der in irgendeiner Weise redlich bitter gewesen wäre.
Und der Vieux Pontarlier aus dem Hause Emil Pernot (ein echter Franzose) riecht schon so interessant, dass mir der Gedanke an Beigabe von Zucker erst recht fragwürdig erscheint.

Also gieße ich mein gewohntes Maß auf.
Die Farbe ist schön kräftig, ein sattes Grün.
Das Arome entfaltet sich nun stärker. Mit geschlossenen Augen kann ich mit ein wohl sortiertes Kräuterbeet vorstellen. Mensch wie das duftet.
Weiter geht es mit dem Aufdünnen.
Die Substanzen brechen sehr schnell auf und die Trübung (Louche) setzt sehr schnell ein, ist sehr kräftig.
Das Arome wird noch um einige Nuancen ergänzt.
Der liebliche, erfrischende Geruch ist ebenfalls einen Ton lebendiger geworden.
Es ist für diesen Absinthe Neutralalkohol verwendet worden. Daher schlägt der alkohol hier nicht durch.
Egal ob aufgedünnt oder in Reinform, Alkohol rieche ich hier definitiv keinen.

Also nicht länger gezögert und den ersten Schluck des Neuen verinnerlicht.
Wahrlich ein sehr guter Geist der hält was er verspricht.
Er schmeckt sehr belebend, ein Meer an Kräutern ergießt sich. Auch das erfrischende Aroma wird im Geschmack deutlich.
Dieser Absinthe schmeckt also nicht nur sehr lebendig, sondern dazu noch sehr erfrischend.
Nach mehreren Schlücken denke ich doch den Fenchel ein wenig im Vordergrund zu spüren, was dem Vieux Pontarlier eine unterschwellig malzigen Touch verleiht, das Ganze aber sehr interessant gestaltet.

Während des Genußes macht sich nach etwa der Hälfte des Inhalts eine wohltuende Wirkung bemerkbar.
Innere Ruhe breitet sich aus, wie auch bei den anderen Absinthen. Nur dieser hier erzeugt noch eine andere wohlige Wirkung.
Die Kräuert die den Vieux Pontarlier beseelen erzeugen eine Erquickung und ich fühle mich trotz des Alkoholgehaltes kein wenig müder werdend.
Auf das erste Glas folgt ein weiteres.
Diesen Absinthe kann ich selbst noch kaum glauben dass er real ist.
Gegen Ende des zweiten Glases macht sich dann doch der Alkohol leicht bemerkbar. Meine Motorik ist definitiv nicht mehr so sauber wie noch vor dem Genuß. Dennoch befinde ich mich nicht in einem gewöhnlichen Rauschzustand. Meine Wahrnehmung funktioniert soweit hervorragend und auch psychisch ergibt sich nichts Negatives. Eher im Gegenteil, ich fühle mich beschwingt.
Mit jedem weiteren Schluck macht sich die wohltuende Wirkung dieser Kräutermischung deutlich bemerkbar.

Beinahe bekomme ich Lust auf ein drittes Glas. Aber nein, ich möchte es nicht übertreiben. Und der Tag sollte allmählich verabschiedet werden.
Die auserkorene Jazzscheibe liegt schon im CD-Spieler bereit.

Doch bevor ich diese Sitzung dann zum Abschluß berief kam ich nicht umhin mir vom Vieux Pontarlier ohne Umschweife eine weitere Flasche zu organisieren.
Egal wie gut auch die anderen bisher langfristig genossenen Absinthe sind, der Vieux Pontarlier hat es mir auf anhieb angetan wie kein andere davor.
Diesen hier möchte ich definitiv nicht mehr missen müssen.

Für den Vieux Pontarlier sind die fünf Sterne noch zu wenig.
Nein generell sind diese fünf Sterne für echte Absinthe kaum ausreichend wenn ich mir im Überblick halte mit was diese edlen Geister auf eine Stufe gestellt werden.

Der Vieux Pontarlier ist der erste von mehreren Absinthen den ich als einen wohlfeilen Standard integriere.
Ich bin schon sehr gespannt wie sich zukünftige Errungenschaften an diesem hier messen lassen und vergleichsweise schlagen werden.

Der Vieux Pontarlier aus dem Hause Emil Pernot ist ein Absinthe der in keiner Absinthebar fehlen sollte.


Jade VS 1898 Absinthe 700 ml
Jade VS 1898 Absinthe 700 ml
Wird angeboten von lion-spirits
Preis: EUR 64,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nun nach einem halben Jahr..., 2. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...denke ich kann ich mich an die Bewertung zu einem echten Absinthe aufraffen.

Der Verte Suisse 1898 aus dem Hause Jade soll es sein.

Natürlich ist die Flasche noch nicht leer. ;-)
Diesen feinen Geist genießt man würdevoll. Zum eben mal weggurgeln viel zu schade. Für Fratparties mit dem Ziel des mitlerweile standarisierten Komasaufens nicht geeignet. Dafür gibt es dann entsprechenden Fusel.

Alleine vom rückseitigen Etikett spicken bringt hier fast nichts, da alles in Französisch geschrieben steht. Grob erhalte ich jedoch einen kleinen Überblick aus welchem Haus dieser Absinthe kommt und was allgemein hinter der Idee zur altbewährten Absintheherstellung steht.
Auch ist zu diesem Verte (verte = grün) bekannt dass dieser nach traditioneller Art destilliert worden ist.
Dabei werden die Hauptbestandteile, die hier Anis (grüner Anis, nicht Sternanis), Fenchel, Wermut und noch Josefskraut sind, in Alkohol mazeriert (hier Weinalkohol) und wenn die Substanzen aus den Kräutern sich im Sud finden wird er destilliert.
Hiernach bleibt zunächst ein klares Destillat zurück.
Bis hierhin könnte es auch ein Blanche (ein Weißer) werden. Um einen Verte (einen Grünen Absinthe) zu erhalten werden ausgelesene Kräuter in abgestimmter Mischung im Destillat gebadet bis der Absinthe seine angemessene Färbung erhält.
Die auftretende Farbe variiert je nach eingesetzten Kräutern.
Zudem verleihen die Färbekräuter dem Absinthe weitere Geschmacksnuancen. Dies läßt sich nicht verhindern und sorgt dafür das Vertes allgemein ein wenig bitterer empfunden werden können als Blanches, bei denen ja keine weiteren Kräuter zum Färben genutzt werden.
In der Regel allerdings sind auch Vertes geschmacklich sehr gut vertäglich.

Der Verte Suisse 1898 hat einen lieblich smaragdgrünen mittelkräftigen Ton.
Der Geruch strömt angenehm aus der Flasche empor. Ein sehr ausgewogener Duft bei dem keine bestimmte Zutat besonders im Vordergrund steht.
Lediglich unter langjährigeren Kennern sagt man dass der Weinalkohol dem Geschmack einen Hauch von Cognac hinzufüge.
Im vergleich zu den anderen beiden Absinthes (ebenfalls Vertes) die ich nebenher noch parat (geöffnet) habe stimme ich dahingehend zu. Der Jade V.S. 1898 hebt sich dadurch etwas ab. Für meine Verhältnisse interessant und angenehm charmant.
Geruchsmäßig ein echtes Highlight.
Die Aufbereitung wird nach alttraditionellem Brauch durchgeführt.
Oftmals wird der Absinthelöffel und der Würfelzucker erwähnt.
Ich gönnte mir diesen Geist jedoch von Anfang an ohne Zucker. Ich konnte es kaum abwarten den puren Geschmack zu erleben.
Ich lasse also das kühle Wasser nicht erst über den auf dem Löffel liegenden Zuckerwürfel tröpfeln, sondern direkt ins Destillat.
Eiskalt muss dass Wasser zwar nicht sein - zumal ich selbst es nicht zu kalt mag - aber schön angenehm kühl ist zu empfehlen. Dadurch kommt das Getränk noch erfrischender rüber.
Allgemein hat der V.S. 1898 65% Alkohol.
Man sollte wissen das der gewählte Alkoholgehalt bei echten Absinthes, so wie diesem hier, davon abhängt welche Kräuter in welchem Verhältnis abgemischt werden sollen. Der Alkohol sorgt so für die Langlebigkeit der aus den Kräutern gelösten Stoffe.
Hier sind es also 65%. Zum pur trinken sind Absinthe nicht gedacht! Das Destillat wird als Konzentrat erworben. Daher sind die Preis auch für Neulinge nicht immer verständlich. Aber auf lange Sicht rechnet sich die Anschaffung definitiv.
Im Falle des Jade V.S. 1898 mische ich in einem Verhältnis von 1:4, sprich einem Anteil Absinthe und vier Anteilen Wasser.
Aber im Endeffekt entscheidet jeder selbst welches Mischverhältnis als optimal empfinden wird.
Beim langsamen aufgießen/aufdünnen des Destillats brechen die durch den Alkohol gebundenen Stoffe auf, Öle und andere Bestandteile können sich lösen, und es bildet sich die sogenannte Louche (die Trübung), wodurch der Absinthe milchig wird.
Das Zustandekommen der Trübung wird im Allgemeinen dem Grünen Anis zugerechnet.

Jetzt kommt das worauf sich jeder Absintheliebhaber freut - der Genuß, das genußvolle Trinken.
Wonach schmeckt denn der Jade Verte Suisse 1898?
Im Vergleich zum Geruch kommt der Geschmack stark an die zu erwartende Kräutermischung. Der Geruch also täuscht einem nichts vor und der Geschmack enttäuscht daher nicht. Sehr gut.
Aber wonach schmeckt er an sich?
Aus dem bereits erwähnten Quartett an Kräutern diese sind: Grüner Anis, Wermut, Fenchel und Josefskraut kommen noch feine Nuancen der Färbekräuter hinzu. Allerdings stehen die Kräuter des Destillats klar im Vordergrund. Eine anregende Mischung. Gut abgerundet, evtl. Anis und Fenchel doch ein wenig mehr im vordergrund, dann aber kaum dramatisch.
Der zum Destillieren verwendete Weinalkohol bietet einen sehr weichen Grund mit eben der erwähnten Note von Cognac.
Viele Neulinge fürchtne sich ja vor dem sagenumwobenen Lakritz- bzw. Süßholzgeschmack. Ob nun allerdings hier Süßholz mit zum Einsatz gekommen ist bezweifle ich.
Lakritz/Süßholz hat dann doch einen anderen, etwas markanteren Eigengeschmack. Den treffe ich hier nicht an.
Natürlich bleiben jetzt noch die wenigen Neugierigen übrig die mit dem Geschmack von Anis auf Kriegsfuß stehen. In dem Fall muss ich sagen:"Pech gehabt."
Um Anis kommt man bei einem Absinthe nicht drum herum. Dieser gehört wie Wermut und auch Fenchel zum 'harten Kern' eines jeden Absinthes. Man kann also sagen dass diese drei Kräuter notwendig sind um einen absolut minimalistischen Absinthe destilliert zu bekommen.
Weiterhin zum Geschmack möchte ich anmerken dass dieser sehr mild daher kommt. Der Alkohol (bei richiger Aufdünnung) bleibt schön hinter den Kräutern zurück und macht sich nicht bemerkbar.
Auch beim genußvollen Trinken macht sich der Alkoholgehalt weder im Mund noch im Hals- und Rachenraum bemerkbar.
Dieser edle Tropfen geht sozusagen runter wie Öl. Sehr geschmeidig.

Soweit ist der Jade Verte Suisse 1898 einer der besten die ich aktuell am laufen habe.

An dieser Stelle möchte ich auf die Wirkung eingehen.
Das Wichtigste gleich vorweg:
- es treten keine Halluzinationen auf (selbst nach zwei Gläsern nicht)!
- man hebt auch nicht anderweitig ab!

Angenehm fällt mir persönlich stets auf das bei entsprechendem Mischverhältnis zwar noch bis zu ca. 10 Volumen% an Alkohol verbleiben, die dann aber nicht so derbe einfahren wie lediglich 5-7% bei gängigen Biersorten. Das mag auch an der allgemein anderen zusammensetzung der zutaten liegen sowie deren Aufbereitung.
Das war auch zuvor ein Grund warum ich mich nach eingehenderen Recherchen für Absinthe entschieden habe.
Ich fand vielerlei Informationen, unter anderem viel Schund (der sich leider noch immer hartnäckig halten kann), aber dann auch allmählich die wertvollen Informationen.
Ist Absinthe so anders?
Ich musste dies in Erfahrung bringen. Kannte ich doch Absinthe selbst nur aus fiktiven Märchen die mal ein paar pfiffige Leute aufgebauscht haben um einerseits den Absinthe (als es zum Verbot kam) aus dem Verkehr zu ziehen und andererseits um sich an Legenden und Mythen weiden und derben Fusel produzieren und verkaufen zu können.
Aber mit diesen Märchen sollte dann mit dem eintreffen der ersten richtigen Absinthen endlich schluß sein.
So kam es dann auch.
Was man auch immer an tollen Hollywoodmärchen versucht euch aufzutischen, spuckt drauf, hört nicht hin. Es ist wertloses Toutistenverdummen.

Wie wirkt denn dieser Absinthe genau?
Ich gehe davon aus dass Leute die sich eine solche Flasche zulegen das Trinken langsam angehen.
Der Alkohol macht sich durchaus bemerkbar.
Aber es haut einem nicht vom Hocker, es hämmert einen nicht weg, es knallt nicht! Und das ist auch gut so. Man will sich ja nicht weghämmern.
Der Geschmack der Kräuter stimmt mich besinnlich während der Alkohol langsam seine Arbeit beginnt. Behagliche Wärme strömt von der Magengegend aus allmählich in sämtliche Regionen des Körpers über.
Innere Ruhe.
Meine Sinne - Hören, Sehen, Wahrnehmung sind nicht verzerrt. Lediglich jenes durch Alkohol auftretende angenehme Kribbeln macht sich ganz dezent bemerkbar.
Keine Gleichgewichtsprobleme.
Nach weiterem dahinschwelgen macht sich nach weiterer verstrichener Zeit dann doch eine milde Müdigkeit bemerkbar.
Genau das was ich zum Ende eines Tages zu schätzen weis.
Die typischen Symptome wie ich sie nach einer Flasche Bier kenne treten selbst bei zwei Gläsern Absinthe bisher nicht auf.
Die Wirkung ist allgemein dezenter, viel angenehmer. Die Kräuter des Absinthes mögen ihren Teil dazu beitragen, wirken sich die doch auch positiv anregend aus.
Eine Wirkung die ich in dieser Form allgemein allen bisher längerfristig getesteten Absinthes zuschreiben kann.

Der Jade Verte Suisse 1898 bekommt von mir die volle Punktzahl. Dieser Absinthe überzeugt mich auf ganzer Linie. Jedes aufbereitete Glas ist ein Glas voller Genuß und Entspannung pur.
So macht das gelegentliche Genießen von alkoholhaltigen Getränken sogar Spaß.
Dass ich dies mal selbst genau so sagen könnte hätte ich mir bis zum ersten Schluck eines solchen feinen Geistes selbst nicht träumen lassen
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 4, 2014 7:48 PM CET


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen So, da haben wir einen..., 30. Oktober 2014
...typischen "Rodniks Absinthe Boheme Blue".
Einer der blaufarbenen Mundwässerchen die sich wohl zu Anfang 1990 tatsächlich noch Absinthe (mit 'e') nennen durften. Aber das war als die Leute von Absinthe eher null Ahnung haben konnten.
Absinthe war ja eine ganze Zeit lang verboten; zu Unrecht wie seit einiger Zeit wissenschaftliche Studien belegen können.
Gerüchte halten sich noch heute hartnäckig:
- Thujon verleiht Flügel
- Thujon ist für einen guten Absinthismus verantwortlich
- Thujon ist der Stoff aus dem Absinthe sind
- usw.
Habe ich alles selbst schon aus näherem Umfeld so mit anhören müssen. Ach wenn die Leute nur wüssten.
Thujon schien für alles verantwortlich gemacht worden zu sein. Und die Leute hatten keine Ahnung.
Daher war es fast schon zu einfach für pfiffige Hunde solche 'interessanten' Getränke auf den Markt zu bringen und diese als Absinthe zu verscheuern.
Selbst heute - es gibt ja wieder eine Menge an richtigen, nach traditioneller Art hergestellter Absinthe (alles nach eingehenden Analysen und Prüfverfahren) - wird solches Getränk immer noch als Absinthe verkauft.
Das sorgt natürlich für Verwirrungen unter den potentiellen Käufern und auch für Verärgerung in der Absinthe-Gemeinschaft.

Gefärbte alkoholische Getränke sind selbst mir nicht Fremd.
Man darf mir gerne einen guten Likör anbieten - einen GUTEN.
Oder man bietet mir einen Absinthe an - einen ECHTEN.
Was allerdings dieser Blaumann hier dastellen soll ist einem Kenner ein Grausen.
Ein Absinthe ist es mit Sicherheit nicht.
- kein traditionelles Destillat.
- die üblichen Kräuter dürften nur in mazerierter Form (und dazu in unbestimmter Mengung) verwendet worden sein
- es ist einer dieser 'bohemischen' Gesöffe die so schmecken wie sie aussehen. Aber auch dem Aussehen nach ließen die sich nicht einsetzen, schließlich ist Zucker enthalten.
Der hohe Alkoholgehalt, hier 70%, ist durch nichts zu rechtfertigen. Es sind keine Kräuterbestandteile enthalten die durch den Alkohol gebunden werden müssten.

Dieser 'Schlumpf' ist eines dieser tschechischen Wässerchen die außer für billige Barstunts keinen Sinn machen.
Nach wieder entdeckten und selbst bis in die USA vorgedrungenen echten Absintherezepturen betreffend solten diese bohemischen Alkoholgetränke entweder umetikettiert werden oder ganz vom Markt genommen werden.
Um Absinthe handelt es sich hierbei nicht.
Schade, denn als normaler Likör kann dieses Getränk auch nicht mehr eingesetzt werden. Ein Likör ist etwas dass man pur trinken können muss.
Aber mit 70% im Saft und der undefinierbaren Rezeptur (weis jemand wonach das hier wirklich schmecken soll?) benutze ich sowas eher zum Reinigen meiner sanitären Anlagen.
Und wenn man den hier verdünnt - so wie man das mit richtigen Absinthen auch macht - bleibt ein seltsam anmutendes Wasser zurück.
Mich wundert es nicht dass daher für diese Böhmischen Wässerchen ein eigenes Ritual entworfen werden musste.
Zum einen natürlich damit es scheinbar genießbar wird, zum anderen damit es auch optisch was hermacht.
Kuckt euch die Flasche doch mal an. Lasst dieses leuchtende Blau auf euch wirken. Super, nicht?

Daher sage ich
la boheme
mach dich weg
und geh dich schäme'!


Absinth - Die Grüne Fee 55 % Vol. 0,5 L hoher Thujongehalt
Absinth - Die Grüne Fee 55 % Vol. 0,5 L hoher Thujongehalt
Wird angeboten von Geniess-Bar!
Preis: EUR 19,90

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schreiben wir mal eine Rezension ...., 28. Oktober 2014
....die sich alleine auf die sich billigst anbiedernde Eigenwerbung eines hochprozentigen Wassers bezieht.

Hier nochmal den gerade (zum Zeitpunkt der Rezension zum Produkt vorgefundenen Werbetext):
"Absinth - Die Grüne Fee!
Hergestellt nach einem uraltem Rezept aus Fenchel, Anis und Wermutkraut. Hierbei entsteht als Spaltprodukt bei der Destillation das Neurotoxin Thujon. Absinthkenner wissen, dass die berauschende Absinthwirkung genau hierauf zurück zu führen ist.

Hoher Thujongehalt,- bitte beachten Sie beim Konsum unseres Absinth darauf, dass dieser sich in der Art seiner berauschenden Wirkung von gewöhnlichen Spirituosen unterscheidet.

So mancher Konsument verglich die eintretende Wirkung mit der Wirkung von Cannabis und unterstellte eine bewusstseinserweiternde Wirkung. Somit galt Absinth viele Jahre als Künstler Droge welche angeblich auch von Oscar Wilde und Van Gogh genossen wurde.

Absinth Ritual:
Geben Sie zuerst 4 cl Absinth in ein Absinthglas. Legen Sie dann den Absinthlöffel (oder Teelöffel) mit einem Absinth getränkten Zuckerstück auf den Glasrand und zünden diesen vorsichtig an. Nun den brennenden Zucker vom Löffel langsam in das Glas abtropfen lassen. Danach sofort mit eiskaltem Wasser aufgießen (ca. 4 cl) und verrühren. Hierbei opalisiert Ihr Absinth milchig weiß. Sofort eiskalt genießen!

Verkehrsbezeichnung: Absinth 'Bitterspirituose'
Alkoholgehalt: 55% Vol.
Farbe: Intensives Grün
Duft: Aromen von Sternanis und Fenchel
Geschmack: Dominiert von Kräutern mit zurückhaltender Bitternote"

Schon diese Dreistigkeit sollte einen aufhorchen lassen.

Gehen wir das nochmals durch.

1. Hergestellt nach einem uraltem Rezept aus Fenchel, Anis und Wermutkraut.:
Damit kann man aber noch keinen Absinthe-Genießer fangen. Alle richtigen Absinthe haben Wermut, Anis und Fenchel als Minimum an Bestandteilen - in destillierter Form natürlich!

2. Hierbei entsteht als Spaltprodukt bei der Destillation das Neurotoxin Thujon. Absinthkenner wissen, dass die berauschende Absinthwirkung genau hierauf zurück zu führen ist.:
Es wird das Thujon mal wieder gekünstelt hervorgehoben. Man wisse ja das Thujon den sinnlichen Kick verleihe *künstlich dahinschmelz*

3. Der Thujonmythos wird weiter überspitzt angestrebt. Thujon, oh sündiges Thujon. Wenn du dich in sämtlichen offiziellen wissenschaftlichen abhandlungen auch nur so lüstern agressiv und verführerisch gezeigt hättest.
Man munkelt ja schon die Grüne Fee sei scheu gegenüber Wissenschaftlern *tihihi*

4. So mancher Konsument verglich die eintretende Wirkung mit der Wirkung von Cannabis und unterstellte eine bewusstseinserweiternde Wirkung.
Ja genau. Auch hier zeigte sich dann die Grüne Fee mit ihrem Thujon gegenüber wissenschaftlichen Auswertungen sehr zurückhaltend. Schlingelndes Ding.
Aber man könnte ja auch meinen das Kiffer sich dieses Gewässer gerne mal als Anreiz für Zwischendurch kaufen. Auf die einhellige Idee muss man kommen wenn einem klar wird das solche Getränke in Head- und Growshop angeboten werden. Ihr wißt schon, diese Ramschläden für 'Bongsammler'.
Also ist dann auch klar das da was von Cannabiswirkung uns so geblubbert wird.
Aber Absinthe macht sowas bestimmt nicht - zumindest kein echter.
Wer weis was für Zutaten man hier reingetröpfelt hat.

5. Und zu Guter Letzt mal wieder das ekelerregende 'bohemische' Absinthritual (so uralt wie zwanzig Lensen eben mal zählen können (Absinth hier zudem extra ohne 'e' am Schluß des Wortes).
Ja das "uralte" bohemische Feuerritual. So alt, dass es in den 90ern wieder heimlich von Kennern der Touristenbranche 'entflammt' werden musste.

Braucht man da noch mehr zu sagen?
Nein. Es steht ja soweit fast alles Notwendige geschrieben.

Wer also meint hier ein mystisches Getränk erwerben zu können, der sollte lieber weiterträumen. Da kommt Sinnvolleres und auch manchmal Fantastischeres bei herum.
Dieser gefärbte Wodka nennt sich zurecht Absinthe (ohne 'e'), weil es eben nur einer dieser bohemischen Wässerchen ist.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit klatscht hier der alkoholpegel rein.
Thujon dürfte hier keines enthalten sein, außer künstlich hinzugeführt. Aber selbst da bleibt die wissenschaftliche Studie zurückhaltend.
Thujonfantastereien gab es zudem nie. Kann man aber alles bei Bedarf selbst nachlesen, wenn man denn nicht zu faul dafür ist.

Echt ist dieses Zeug hier wie vergoldetes Zinn.


Cannax Black Head Absinthe Totenkopf-Flasche Wermut (1 x 0.5 l)
Cannax Black Head Absinthe Totenkopf-Flasche Wermut (1 x 0.5 l)
Wird angeboten von Cludi Handel & Warendistribution
Preis: EUR 29,90

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kein Absinthe!, 25. Oktober 2014
Wenn ich mir die bisherigen Rezensionen zu diesem Produkt so durchlese - die ja allesamt keine Rezensionen sind, sondern liebäugelnde Sätze wie toll denn die Flasche aussieht und wie sehr sich der Beschenkte gefreut hätte - komme ich zu dem Entschluß dass viele gar nicht mehr wissen was denn eine Rezension beinhalten muss noch worum es bei diesem Produkt geht.

Auch werde ich das schleichende Gefühl nicht los dass sich die "Cludi Handel & Warendistribution" erneut auf den Slips getreten fühlen wird wenn ich auch diesen hier in Schwarz erhältlichen Partyfusel abwerte.
Man wollte mir ja bereits unterstellen ich arbeite für ein konkurrierendes Unternehmen. Wie süß. Ach wenn es denn nur so wäre.

Man pochte darauf das auch ein Mazerat als 'echter' Absinthe zu gelten habe, was nicht der Fall ist.
Mazerate sind immer nur Aufbereitungen von Ölen. Dabei wird teilweise genug Schindluder getrieben.
Mit echten Destillaten haben solche Getränke nichts zu tun.
Auch in der Vergangenheit des Absinthes wurde viel falsch gemacht, ja, unter Anderem auch billige Mazerate an den Mann gebracht. Moderne Hersteller "sogenannter" Absinthe auf Mazeratbasis machen sich dies zu Nutze und versuchen dadurch eine Echtheit vorzutäuschen. Aber diese Gauner selbst wissen es besser.

Aber keine Sorge. Dieser hier angebotene Likör hat nichts mit einem Absinthe zu tun.
Je nach Kräutergemisch eines Absinthes kann der Alkoholgehalt selbst recht hoch sein, was dann dafür sorge trägt dass die aus den Kräutern gewonnenen Inhaltsstoffe nicht zerfallen. Deshalb wird ein echter Absinthe immer in einem Verhältnis von 1:4 (ein Anteil Absinthe zu vier Anteilen Wasser) oder 1:5 verdünnt. Durch das langsame aufdünnen (wie es Tradition hat) brechen dann die gebundenen Bestandteile aus dem Kräutersud auf und verleihen dem Absinthe seinen typischen Geschmack sowie auch seine typische Trübung.
Aber davon wird der geneigte Käufer hier nichts mitbekommen.
Hier ist der Alkoholgehalt einfach nur der Verkaufzahlen wegen so hoch, wenn auch nicht ganz so hoch wie bei der grünen Version.
Denn außer Mazerate (wenn überhaupt) - billige Öle - und künstliche Farbstoffe wurden keine anderen Zutaten zur Herstellung dieses Getränkes verwendet. Somit befinden sich keine Bestandteile in diesem Getränk welche durch den Alkohol gehalten werden müssten.
So entfällt die Notwendigkeit eines derart hohen alkoholgehaltes automatisch. Selbst 55% Alkohol machen für dieses Getränk keinen Sinn.
Die fast 90% beim grünen Bruder sind ohnehin total übertrieben.

Und auch hier möchte ich mit anmerken dass man nicht zu denken braucht durch Thujon einen ordentlichen Föhn zu bekommen. Denn das wird nicht passieren.
Zwar gilt Thujon durchaus als Nervengift, aber damit gehen zwei Probleme einher.
Um Thujon wirklich wirksam werden zu lassen müsste entweder soviel Wermut im Absinthe sein dass einem alleine vom Geschmack her schon schlecht werden würde oder man müsste soviel Absinthe trinken dass man vorweg wegen einer Alkoholvergiftung in die Klinik eingeliefert werden müßte.
Das heißt der typische Thujonrausch ist nur ein Märchen aus grauer Vorzeit als man versuchte den Absinthe aufgrund wieder gut gehender Weinernten zu verdrängen.
Man kennt ja diverse Gerüchte zu Thujonzombies. Auch in manchen Hollywoodschinken wird das Gerücht an ahnungslose Zuschauer herangetragen. Alles natürlich ohne jegliche zu rechtfertigende wissenschaftliche Grundlage.

Und vorgezuckert ist dieses Getränk hier auch noch. Natürlich weis man nicht welche Menge an Zucker beigefügt worden ist. Bekanntermaßen geben sich Alkohol und Zucker gerne die Hand wenn es darum geht dem Betreffenden am nächsten Tag einen Kater zu verleihen.

Also fasse ich es mal kurz zusammen was uns hier ernsthaft erwartet:
1. Mazerat: Dabei ist nicht bekannt in welchem Verhältnis die Auszüge aus welchen Pflanzen genutzt wurden (ziemlich undurchsichtig)
2. Künstliche Farbstoffe: Bei einem echten Absinthe ist derlei Industriezauber nicht notwendig. Hersteller echter Absinthes verzichten auf alles was einen Absinthe verkünstelt.
3. Vorgezuckert: Kater ahoi. Echt Absinteh sind niemals vorgezuckert. Das wird oftmals dann gemacht wenn der Geschmack des billigen Mazerats überdeckt werden soll.

Prost.


Babymetal
Babymetal
Wird angeboten von musicjapan-jp
Preis: EUR 18,27

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwierige Sache...., 25. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Babymetal (Audio CD)
...Babymetal zu bewerten.

Habe mir das Album nun mehrmals angehört. Über mehrere Tage hin in den unterschiedlichsten Launen und Tageszeiten.
Mein Urteil fiel doch jedesmal in eine andere Richtung.

Was macht Babymetal so besonders?
Wenn ich als Europäer auf die Beschaffenheit der Gruppe blicke fällt mir zunächst die Bandbesetzung auf.
Auf der einen Seite haben wir die eingespielten und geübten Herren an den Instrumenten die auch hier und da ein paar herrliche Growls liefern. Zumal die aus etablierten Bands kommen.
Und dann haben wir da die drei Mädels die allesamt noch nicht volljährig sind.
Sie singen und kreischen und......sie tanzen und gestikulieren die ganze Performance hindurch.
In Japan gibt es, wenn ich dies richtig verstanden habe, speziellen Musikunterricht/Musikschulen mit Klassifizierungen/Einstufungen nach Alter der Teilnehmer.
Die Mädels hier entstammen diesem für uns Westler ungewöhnlichen Graduierungssystem.
Der Name Babymetal läßt schon vermuten das wir diese drei auf diesem Album vertretenen jungen Damen nicht mehr lange hören werden, zumal die älteste bereits 17 Jahre alt ist (zum Zeitpunkt der Aufnahme des Albums).
Somit ergibt sich das erste Problem für normale europäische Musikliebhaber.
Nicht jeder der dieses Album hier mag wird den Karrieren der einzelnen Sängerinnen weiter folgen wenn diese für Babymetal zu alt geworden sind und Babymetal wird dann anhand der automatisch wechselnden Sing- und Tanzeinlagenbesetzung keine Gruppe sein mit der man gemeinsam 'altern kann'. Aber dies macht ja den Reiz aus - ganz besonders im Bereich Metal.
Zusammen mit seinen Favoriten durch die Zeiten zu gehen.

Musik.
Hier wird es erstmal interessant (oder evtl. auch nicht so sehr).
Wie schon gesagt hauen die Herren (allesamt geübte und erfahrene Musiker) im Hintergrund ordentlichen Metal raus. Egal ob Power Metal, normalen (Heavy) Metal oder instrumental dann auch mal in Richtung Death Metal. Die verstehen ihr Handwerk.
Auch Nu-Metal und Grunge Einlagen ertönen in einigen Titeln. Volles Brett voraus also.
Soweit wäre das Album definitiv ein Metal-Album.
Aber so einfach wollen es uns die Darbieter hier nicht machen.
Der Gesang der drei Mädels muss nicht untypisch sein für Metal. Viele Metal Bands bieten eher normalen Gesang an. Soweit noch nichts ungewöhnliches.
Doch was den Jux ausmacht sind die Texte. Alles Larifari, Friede, Freude, Eierkuchen. Sogar Schokolade bekommt einen ganzen song gewidmet.
Nennt sich 'KAWAII'. Daher alles super fröhlich.
Aber ich kenne super fröhlich, witzig und abgedreht (und sogar sarkastisch und zynisch - hier und da) auch schon von Gruppen wie Helloween.
Was nun weiter dazu kommt ist wieder in Bezug auf die Musik an sich.
Es werden in den meisten Liedern mal mehr mal weniger Salven an Power-Trance eingestreut.
Power-Trance? Ja, das sollte ich erklären.
Power-trance (keine Ahnung ob es das als Genre so offiziell gibt) habe ich persönlich angefangen auf japanischen Trance zu beziehen, da die Interpreten hier Trance mit dem energetischen Eurodance vermischen.
Somit auch eher etwas fast schon typisch japanisches und in unseren Gebieten weniger bekannt.
So treffen also KAWAII-Gesang+Power-Trance (macht schon extrem hyperaktiv KAWAII) auf Metal aller Art.
Wobei das einstreuen von Rock- und Metal-Musikelementen in Power-Trance in Japan so gesehen selbst nichts neues ist.
Wer z.B. schon mal was von einem Interpreten mit dem Künstlernamen N.O.-SYO gehört hat weis was ich meine.
So ging für mich der Überraschungseffekt vorab etwas verloren, da es hier nichts gibt das ich selbst nicht schon auf die eine oder andere Art gehört haben könnte.
Musikalisch gesehen dürfte dieses Album also reine Metal-Heads wenig ansprechen. Nicht weil die es nicht auch mal herzlich fröhlich mögen würden, sondern wegen des Power-Trance.
Auch mir als langjährigem Eurodance-Höhrer (war ja für mich das Ding in den 90ern) ist das etwas zuviel des Guten.
Da wird einfach zuviel auf einmal versucht unter einen Hut zu bringen nach dem Motto: "Hauptsache es kracht."

Positiv kann ich auch die Live-Performance werten.
Eine ganzes Konzert lang durch tanzen kann nicht jeder. Die Mädels müssen echt fies trainiert haben bzw. trainiert worden sein um das dann auch ohne Weiteres wegstecken zu können. Abgesehen davon haben die ja noch ihr normales Teenager-Leben inkl. Schule und allem drumherum das dazu noch bewältigt werden muss.
Und mit ordentlich föhnendem Metal im Rücken macht dies eine spaßigen Eindruck.
Was das Casting anbelangt, so ist das definitiv keine so billige Angelegenheit wie bei uns in Europa oder in den USA.
Die Teilnehmer werden da regelrecht herangezogen und das über Jahre hinweg (wei schon erwähnt mit unterschiedlichen Abstufungen).
Von billigem Casting kann also keine rede sein. Daher lasse ich Kritik ala:"Die sind doch nur gecastet!" nicht gelten.
Allerdings geht der Bonus der Live-Performance dann auf einem Studioalbum wieder flöten.
Was bleibt ist also der rein musikalische Aspekt.

Und da muss ich dann nüchtern bleiben.
Metal ist eine sehr homogene Musikrichtung in allen seinen Spielarten. Von theadralisch über symphonisch und mit Orchestern zur Unterstüzung bis hin zu bombastisch, episch und mehr als filmreif geht echt eine Menge.
Metal kann Geschichten erzählen, Abenteuer unterschiedlichster Ausrichtung.
Und hier kommt auch schon der Aspekt der nicht so recht passen will.
Ich habe es bereits erwähnt, das hypergeladene Power-Trance.
Trance mag an sich auch viele Aspekte überbrücken.
Aber, und da will ich trotz meiner Liebe zu dieser Musik ehrlich sein, Eurodance hat diese Bandbreite nicht. Für mich immer noch was Besonderes für sich, aber eben nicht so breit einsetzbar.
Ich könnte mir nie einen film mit Eurodance als Filmmusik vorstellen.
Aber auch Trance will für mich nicht so ganz passen.
Jetzt bekommen wir es dazu mit einer geballten Mischung aus Trance und Eurodance zu tun.
Das ganze soll dann in dieser Art zu Metal passen?
Ich bin bei Leibe nicht der größte Metal-Anhänger, aber selbst ich liebe Metal für das was es ist, für das Potential, die Reichweite welche diese Musik entfalten kann.
Power-Trance beschneidet Metal ungemein.
Vor allem fällt das auf wenn man sich den fast schon epischen ersten Track anhört. Schöne Eröffnung des Albums.
Dann schon ab Titel Nr.2 kommt der Power-Trance zum tragen.
Das wirkt auf mich zu angestrengt.
Man versuchte wirklich zu sehr mit aller Gewalt Musikliebhaber aller Art zu vereinen.
Auch ich liebe Musik unterschiedlichster Genres.
Aber Babymetal ist zu angestrengt, zu hyperaktiv.
Und wie schon gesagt bremst der Anteil an Power-Trance einfach die Entfaltungsmöglichkeit der Metal-Spielarten zu sehr aus.

Ich persönlich kann meinen Gedanken hier nicht so sehr freien Lauf lassen wie das für mich sonst beim Hören von Musik so üblich ist bzw. sein sollte.
Ich weis zum Teil gar nicht auf was ich mich hier konzentrieren soll.
Wenn KAWAII der Hauptaspekt ist, das kenne ich schon zu gut Europäisch selbst. Da hätte ich nichts neues.
Metal? Entfaltet sich nicht richtig. Es trägt mich nicht hinfort. es entsteht kaum Atmosphäre. Und wenn wird diese abrupt wieder unterbrochen.
Power-Trance? Zu hyperaktiv. Selbst Eurodance kann schon sehr energetisch sein. Aber das ist zu arg auf Dauer.

Ein weiterer Aspekt den ich nicht unerwähnt lassne sollte ist die Sprachbarriere.
Es gibt kaum bis keine lohnenden Aspekte um Japanisch überhaupt zu lernen. Selbst erfahrene Japan-Studenten geben es offen zu.
Und da wären wir dann auch schon.
Das meiste was hier gesungen wird bleibt dme normalen Musikhörer verborgen, außer man besorgt sich aus dem Internet eine Übersetzung. Ein weiterer Faktor der es vielen japanischen Gruppen eher verwehrt tatsächlich in unseren Charts zu landen, sie bieten meist keine Übersetzungen ins Englische an (Englisch wäre ja als internationale Sprache noch akzeptabel) oder in andere Sprachen.
Nur von den wenigsten Alben die ich selbst schon hatte waren nur ganze vier mit spärlichen Übersetzungen ausgestattet und der Inhalt erschloss sich mir trotzdem nicht da alles weiterhin keinen Sinn ergab.
Selbst Übersetzungen sind teilweise ungenau.
Japanisch ist eben leider nur eine Sprache die nur von den Japanern selbst beherrscht werden kann.
Natürlich gibt es jetzt noch die Leute die Musik aus Japan in alle Himmel loben weil sie die Texte nicht verstehen und sich was drauf einbilden können - wie viel besser Musik aus Japan sein soll - weil sie die Texte nicht verstehen. Wehe sie verstünden den Inhalt. Aber das wäre ja wieder langweilig.

Also nochmals kurz:
Instrumental - in Bezug auf die Metal-Varianten die von der Liveband (oder der für das Album vorhendenen Besetzung) - gibt es nichts zu bemängeln. Die Männer verstehen ihr Handwerk. Hier wiederspiegelt sich auch sehr schön wie Global Metalsound an sich doch ist. Egal ob die Musiker aus Japan, den USA, Norwegen oder Europa kommen, Metal hat seinen typischen Klang der über Nationalität erhaben ist.
Der Gesang der Mädels ist süß und niedlich - KAWAII-Bombe. Auch hier kein Problem. Auch Metaller mögens spritzig witzig.
Und damit wäre es denn gut gewesen.
Aber...... Power-Trance!
Das nimmt dem Metal den typischen Live-Charakter der selbst in Studioalben noch mitschwingen kann. Richtig Live macht das dann überhaupt keinen Sinn. Elektronische Musik ist selbst für mich keine typische Live-Musik.
Das Graduierungssystem dem die Mädels unterworfen sind wird dafür sorgen das Babymetal in den folgen Jahren anders sein wird. Keine 'feste' Truppe mit der man gemeinsam durch die Jahre hindurchrocken kann.
Selbst die Musiker für Live-Auftritte und die Aufnahmen bei den Studioalben wird sich nach Laune ändern bzw. daran richten welche japanische Metalband denn gerade etwas Zeit extra zur Verfügung hat. Etwas das für meine persönlichen Verhältnisse zu undurchschaubar ist.
Letzlich wird Babymetal heute im Heute verhaftet bleiben. Wer weis was Babymetal morgen schon wieder sein wird und in welche Richtung man auszuschlagen denkt.
Ein sehr unbeständiges Projekt.

FAZIT:
Babymetal kommt zunächst als etwas Neues daher was man so in eher westlich orientierten Gefilden nicht kennt und mag den einen oder anderen Überraschen.
Für mich allerdings bot sich nichts Neues. Und die Mischung aus Metal und Power-Trance kann ich persönlich nicht ganz nachvollziehen. Selbst als Gernhörer verschiedener Genres macht es für mich keinen Sinn.
Ein solches Projekt hätte durchaus Potential - wenn es denn genutzt würde.
Und Schlußendlich bleibt Japanisch als Sprache für mich ein Buch mit sieben Siegeln solange keine ordentlichen Übersetzungen mitgeliefert werden.
Somit im Gesamten leider nur Durchschnitt.


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