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Rezensionen verfasst von
A. Eitner (Freiburg)
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Smear Campaign
Smear Campaign
Preis: EUR 12,27

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen nicht mal so eben schnell hingeschmiert...., 28. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Smear Campaign (Audio CD)
...sondern durchaus durchdacht legen die Grindcore-Pioniere aus Birmingham ihr neues Album Smear Campaign über Century Media vor. Im Vorfeld stand schon die Frage im Raum, wie sie solch ein starkes Album wie das letztjährige The Code is Red, Long Live the Code noch toppen könnten.

Tja, meiner Meinung haben sich das nicht, und daher gibt es auch "nur" vier Punkte, aber dass das noch lange nicht schlecht sein muss, sollte auch klar sein. Immerhin haben sie mit dem neuen Album kein The Code is Red Teil II abgeliefert und alles auf Nummer Sicher gemacht - denn das wäre einfach nur langweilig gewesen. Gut, Napalm Death stehen jetzt wirklich nicht für die absolute Innovation ihrer Musik, aber warum sollten sie das auch? Sie machen das, was sie machen, absolut solide, sind live eine absolute Macht, haben was in der Birne, schreiben intelligente Texte, die oft sozialkritisch sind, und haben sich, nach einer doch ziemlichen Durststrecke mit mittelmäßigen Veröffentlichungen Mitte der Neunziger, wohl auch bedingt durch die damals sehr angespannte Situation im Bandgefüge, mit einigen starken Veröffentlichungen wieder zurückgemeldet, um zu zeigen, wo der Hammer hängt.

War schon Enemy of the Music Business ein absolutes Brett, war Order of the Leech nicht minder stark, und auch The Code is Red war eine konstante qualitative Weiterentwicklung, die aufhorchen liess. Meiner Meinung nach ist und bleibt The Code is Red stärker als der neue Output, da mir Smear Campaign bei aller Aggressivität und erhöhtem Tempo doch etwas uninspiriert daherkommt, zumindest teilweise, allein was die Riffs betrifft. Denn Geknüppel nur um des Geknüppels Willen ist etwas uninteressant (auch wenn klar, dass sie jetzt sicher kein Doom-Album aufnehmen würden...).

Wie gesagt, sie prügeln drauflos, Barney brüllt wie immer, alles ist sehr präzise eingespielt, die Instrumente sind schön klar heraus zu hören - aber wirklich große Überraschungen sind nicht dabei.

Heraus sticht In Deference mit Anneke von The Gathering, die man so auf Anhieb auch gar nicht erkennen muss, die aber das Lied definitiv bereichert, und mir auch lieber ist als Jello Biafras Beitrag auf der letzten Scheibe; man möge mich dafür steinigen und Kult hin oder her, aber ich fand's nervig und unpassend im Song.

Auch das Intro ist zwar etwas ungewöhnlich am Anfang, fast schon symphonisch Richtung Black Metal schielend, aber passt doch gut in das Gefüge der Lieder. Und wer hier von Gothic redet: Leute, ich weiss nicht, welche CD ihr im Player hattet. Das gilt auch für Atheist Runt (Bonus auf der Digi), in das man sich anfangs etwas hineinhören muss, das aber schlichtweg gut und intensiv ist. Halt auf andere Art und Weise, und eben nicht Hyperspeedgeknüppel. Und wer an Our Pain is Their Power von The Code is Red oder noch an Contemptuous von der selig-göttlichen Utopia Banished denkt, der wird feststellen, dass diese Aspekte schon immer ein Bestandteil von Napalm Death waren, die selbst auch oft und gerne betonen, wie sehr sie von den Swans beeinflusst sind, und dies dann eben in diesen Intros und Outros zeigen, ebenso wie beim Titeltrack Smear Campaign. Und da Grindcore an sich meiner Meinung von sich aus eine arg limitierende Musikrichtung ist, in der man aufgrund der Geschwindigkeit (wortwörtlich) schnell, aber nicht zwingend, bald nichts mehr zu sagen haben könnte, da sind doch eben solche Geschichten eine gute Auflockerung, oder? Und wenn, dann ließe sich das eher in die Industrial- oder Dark Ambient-Ecke packen, mit Gothic hat das aber rein gar nichts zu tun.

Übrigens lohnt sich auch der zweite Bonus Track Call that an Option? absolut, genauso wie auf The Code is Red der Bonus Losers auch ein starker Track war.

Also, lange Rede, kurzer Sinn. Ein weiteres starkes Album der Briten (und US-Amerikaner), das die erfolgreiche Richtung der letzten Erscheinungen überzeugend untermauert. Mir rauscht das Album nur leider ein wenig zu farblos an mir vorüber, vielleicht auch weil beim Vorgänger mit Instruments of Persuasion, dem Titeltrack und All Hail the Grey Dawn einfach ein paar absolute 'Hits' (für eine Grind-Death-Band wohlgemerkt) zu finden waren, die hier weniger zu finden sind. Aber keine Bange: Das Album ist insgesamt gut und auf gleichbleibendem (hohen) Niveau (auch die textliche Thematik ist sehr interessant und gut aufbereitet; optisch ist das auch alles sehr gut verpackt und schlüssig... Vielleicht erinnert den einen oder anderen das Coverartwork an das Life?-T-Shirt?), aber es stechen eben keine "Hits" hervor. Schlecht ist sie deshalb beileibe nicht, aber deswegen gibt es auch nicht die volle Punktzahl, denn da ist noch Platz nach oben offen...

PS: Und auf keinen Fall ND auf der anstehenden Tour im November versäumen (auf der Suffocation - leider leider!! - eben nicht Vorgruppe sind. Die sind zur selben Zeit in USA auf Tour und wussten von nichts, sprich, ein Promoter hat da einiges falsch gemacht und die hier überall angekündigt...)!!!!


Thud!
Thud!
von Terry Pratchett
  Taschenbuch

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Thud, 21. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Thud! (Taschenbuch)
Nach dem doch sehr schwachen und enttäuschenden Going Postal (der Verleger Harper hat sich meiner Meinung nach keinen großen Gefallen getan, dies auch noch auf dem Deckblatt mit "Author of Going Postal" explizit zu erwähnen, aber das nur am Rande...) sah ich dem neuen Buch von Pratchett mit durchaus gemischten Gefühlen entgegen. Im Zuge der mittlerweile sehr umfangreichen Discworld-Serie ist es nun einmal sehr schwer geworden, etwas wirklich neues und auch witziges als auch kurzweiliges zu kreieren, siehe zum Beispiel Nightwatch, The Truth oder auch Thief of Time.

Thud ist um Längen besser als Going Postal, vielleicht auch schlichtweg durch die Hauptfiguren bedingt, schließlich waren so ziemlich alle Romane über die City Watch gut und unterhaltsam. So auch dieses. Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen und habe es an einem Stück durchgelesen und wollte dies auch, während ich mich bei GP eher durchgequält habe und es auch nicht witzig fand.

Ganz anders bei Thud: Hochaktuelle und brisante Themen, wie immer schön in das Gewand der "Fantasy" gekleidet, aber deshalb nicht weniger bissig und nachdenklich stimmend. Man schaue sich nur den Konflikt zwischen den Zwergen und den Trollen an oder auch den Einzug von modernen Kommunikationsmitteln und deren Tücken (zum Beispiel der Disorganizer von Vimes, der einen an so manches technische Wunderwerk erinnert, das einem eigentlich das Leben erleichtern sollte, aber oft genau das Gegenteil bewirkt).

Trotz gelegentlicher Längen und des etwas merkwürdigen Ortswechsels im letzten Drittel, vermag Thud zu überzeugen, und zwar auf sämtlichen Ebenen, schließlich gilt bei Pratchett gerade der fein verpackte und oft zwischen den Zeilen stehende Wortwitz, der oft ein paar Anläufe benötigt.

Definitiv nicht sein Meisterwerk, aber sehr solide, gut zu lesen und kurzweilig. Ich hoffe, dass er so weitermacht, bzw. sich wieder steigern kann. Thud ist jedenfalls ein guter Anfang!


Various Artists - Monsters of Death [2 DVDs]
Various Artists - Monsters of Death [2 DVDs]
DVD ~ Various Artists
Preis: EUR 22,84

35 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen the ultimate(ly) (annoying) Death Metal Compilation....., 23. Februar 2005
Freudig überrascht war ich, als ich hörte, dass Nuclear Blast eine Doppel-DVD in Sachen Death Metal veröffentlichen wollten, die allem Anschein nach eine sehr gute Mischung aus alten Klassikern und einigen hoffnungsvollen, neuen Bands darstellen würde.
Nachdem ich das gute Stück dann erworben hatte, kam jedoch sehr schnell die Ernüchterung, sodass ich mich wirklich ernsthaft frage, wer denn da an die Zusammenstellung herangelassen wurde.
Negativ:
- die Lautstärke der Videos ist oft unterschiedlich, sodass man ohne Fernbedienung sowieso verloren ist, und oft einfach einen massiven Schreck bekommt, weil das nachfolgende Video etwas fünfmal so laut aus den Boxen tönt, oder einfach so leise ist, dass man fast gar nichts mehr hören kann. Jede noch so billig erstellt oder auch nur annähernd gut zusammengestellte Compilation-CD weiss zumindest mit einer gewissen Einheitlichkeit aufzuweisen....
- in den einzelnen Videos kommen oft Tonhöhenschwankungen vor, sodass die Qualität oft mehr als fragwürdig ist. Nicht selten bekam ich dabei das Gefühl, dass es sich hier schlicht und einfach um schlecht überspielte und übertragene alte Videos handelt, die schon dermassen ausgeleiert waren, dass einfach nicht mehr drin war. Es mag sich ja wirklich um alte Aufnahmen handeln (gerade die Videos der ersten DVD stammen auch eher so von `94, zum Beispiel), aber in ungefähr der gleichen schlechten Qualität habe ich sie damals noch von MTV aufgenommen und besitze sie heute noch. Ziel sollte doch sein, diese dementsprechend so aufzuarbeiten, dass sie einem modernen Standard entsprechen und sie eine Bereicherung der eigenen Sammlung darstellen sollten.
- mindestens vier Lieder sind eindeutig zu langsam, sprich, die Grundgeschwindigkeit des eigentlichen Liedes stimmt überhaupt nicht mehr. Dies ist bei "Sarcophagus"; (übrigens so geschrieben, und nicht "Sacrophagus", wie auf dem Cover angegeben....) von Nile, "Surgery of Impalement" von Suffocation, "black winter day" von Amorphis und "One Shot, one kill" von Dying Fetus der Fall, sodass ich beim ersten Durchlauf echt verdutzt schaute und mich fragte, ob das überhaupt möglich sein kann. Ist es, wie ich nach dem Hören der CDs herausfand. Sorry, Leute, das muss ein Witz sein, oder? Naja, wer auf eine Doom-Version von "Black Winter Day" steht, bitte schön.....Und um Probleme mit dem Alter der Aufnahmen kann es sich hier nicht handeln, denn sowohl der Beitrag von Nile als auch von Suffocation ist neueren Datums.
- in vielen Videos (oft auch asyncron, aber das ist vergleichsweise halb so wild) kommen Aussetzer vor, oder die Qualität ist komplett ungenießbar (Hate Eternal, Grave), von Bildflackern mal ganz zu schweigen (sicherlich nicht beabsichtigt). Diese Aussetzer kommen zum Beispiel bei den Beitragen von Therion, Grave und Sentenced vor.
- weiterhin ist die Bedienung der DVD nicht gerade benutzergerecht, so ist nicht möglich einfach per "kapitel überspringen" zum nächsten Lied zu gelangen, sondern nur durch Vorspulen gelangt man dorthin.
- weiterhin ist die Betitelung nicht einheitlich: mal werden Titel und Band angezeigt (in allen möglichen Farben, Schriftgrössen und überall auf dem Bildschirm), mal erscheint überhaupt nichts. Dies verstärkt nur erneut den Eindruck einer ziemlich lieblos zusammengeschusterten DVD, bei der eben auf solche Kleinigkeiten, die meiner Meinung nach wichtig sind, gerade bei so einem Preis, denn dann lohnt sich auch die Anschaffung. So hätte das glaube ich fast jeder halbwegs talentierte Mensch selbst zusammenklatschen können, sorry, echt....
Positiv:
POSITIV, und das meine ich auch wirklich so, ist die Zusammenstellung, denn daran gibt es überhaupt nichts zu meckern. Schließlich hat mich diese Auflistung auch zum Kauf bewogen, vor allen Dingen, weil es mich freute, die ganzen alten Videos meiner damaligen (und heutigen) Lieblingsbands auf einer DVD zu finden, und prinzipiell finde ich die Idee, solch eine Doppel-DVD herauszubringen, absolut super. Die Musik ist sowieso immer Geschmackssache, aber hier ist wirklich für jeden etwas dabei, und auch einige neue interessante Bands lassen sich ausmachen (in meinem Fall "All Shall Perish" und "Decapitated"), insofern sind Bands als auch Songs über jeden Zweifel erhaben. Logisch, manchmal frage ich mich, wie weit man den Begriff Death Metal ausdehnen kann, oder ob es nicht manchmal darum geht, einfach als Label möglichst viele der eigenen Bands zu vermarkten, aber schlimm ist das auch nicht wirklich.
Somit würde es sich hier eigentlich um "value for money" handeln, wenn nicht besagte Mängel auftauchen würde. Diese treten wie gesagt nicht bei jedem Video auf, aber doch leider viel, viel zu oft, sodass insgesamt ein sehr fader Beigeschmack verbleibt. Und mit "True" oder "Old School" hat dies nichts zu tun. Ich für meinen Teil haben jedenfalls keine Lust, mir diese DVD noch einmal anzuschauen, und genau darin besteht das Problem.
Fazit: Diese DoppelDVD aus dem Hause Nuclear Blast hätte richtig, richtig gut werden könenn und wirklich so etwas wie das Ultimative in Sachen Death Metal auf DVD darstellen können (ohne Zweifel 5 Punkte wert), aber dies hier ist wirklich ein absolutes Eigentor. Und das tut mir irgendwie in der Seele weh, wenn ich mir anschaue, wie schlecht die Qualität ist, dass manche Lieder wirklich verhackstückt wurden, dass sich so viele Klassiker darauf befinden, und sich anscheinend keiner dort die Mühe gemach hat, zu schauen, wie denn das Resultat ausgefallen ist. Und das klingt meiner Meinung sehr nach Abzocke....nein danke, setzen, sechs......


Menschfeind
Menschfeind
Preis: EUR 12,05

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen krönender Abschluss der Trilogie!!!, 10. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Menschfeind (Audio CD)
Adrian Hates aka Diary of Dreams hat es wieder einmal geschafft! Dachte ich noch nach Erscheinen des superben "nigreo"-Albums, dass dieses wohl kaum noch zu überbieten sein würde, belehrt er mich eines Besseren und legt "Menschfeind" vor. Mit einer Spielzeit von gut 42 Minuten, einem schön aufgemachten Digipak mit Texten, etc. und einem absolut fairen Preis kann wirklich niemand etwas an dieser Veröffentlichung aussetzen. Musikalisch kommt DOD noch kälter und klinischer rüber, teils sehr minimalistisch gehaltene Sounds gehen Hand in Hand mit den für DOD so bekannten prägnanten Melodieläufen, die von der wieder einmal hervorragenden Percussion unterstützt werden. Allein deshalb mochte ich DOD schon immer: Nie werden die Percussionteile langweilig, immer wieder weiss Adrian mit überzeugenden Fills und Tempowechseln, kurzum einfach Abwechslung, zu begeistern.
Und genau diese Abwechslung macht auch "Menschfeind" zu einer CD, die man im Regal stehen haben sollte, sei es wegen des Titeltracks oder wegen des fiesen und schleichenden, beinahe Dark-Trip-Hop-artigen (immer diese Schubladen....) "Day-X-Relic". Aber an und für sich befindet sich auf diesem Release kein Song, der den anderen irgendwie nachsteht. Wieder einmal also ein absolut lohnenswertes Teil aus dem Hause Diary Of Dreams!!


Within a Mile of Home
Within a Mile of Home
Preis: EUR 12,99

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flogging Molly überzeugen erneut auf ganzer Linie, 17. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Within a Mile of Home (Audio CD)
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Flogging Molly sich von Album zu Album immer mehr steigern und dass das bald kaum noch zu überbieten sein wird. Zusammen mit solchen Bands wie den kanadischen The Real McKenzies und den Bostoner Dropkick Murphys legen die Kalifornier mit ihrem irischen Sänger hier erneut ein absolutes Hammeralbum vor.
Allein schon die ersten drei Lieder stehen den bisherigen Veröffentlichungen in absolut nichts nach: "Screaming at the wailing wall" weiss genauso zu überzeugen wie die Opener der letzten zwei Alben (Drunken Lullabies, bzw. Salty Dog). Dieser Titel lässt überhaupt nicht daran zweifeln, wie der Rest des Albums aussehen wird - nämlich eine absolute Meisterleistung. "Seven deadly sins" schlägt in eine ähnliche Kerbe, vergleichbar mit "what's left of the flag", und macht unglaublich viel Druck.
"Factory Girls" finde ich etwas gewöhnungsbedürftig, aber genau das zeichnet auch diese Band aus: Es geht nicht nur immer schnell und gerade nach vorne, sondern gerade die etwas verquereren und versonneren Lieder mit den absolut gelungenen Texten ergänzen das Repertoire der Band. So ist je nach Lust und Laune eigentlich für jeden etwas dabei - und gerade diese Vielfältigkeit macht die Band interessant und vermag ihr auch, ein grosses Spektrum an Fans anzuziehen. Wer auf einem Flogging Molly Konzert war, weiss, was ich meine. Von Rocker über Metaller zu Punk und Hardcore und Industrial-Fan ist so ziemlich alles vertreten. Und genau da liegt auch die Stärke der Band, da es schlichtweg schwerfällt, sie musikalisch in eine einzige Schublade zu zwängen. So fallen desöfteren Bezeichnungen wie Celti-Core oder Agro-Celt.
Weiter geht es mit "light of a fading star", meinem Lieblingslied des Album. Druckvoll, zynisch und auch immer mit einem gewissen schelmischen Grinsen zeigt sich hier die Band von ihrer besten Seite. Sänger Dave King, eigentlich aus Dublin, überzeugt mit seinem ausdrucksstarken Gesang, den ein Freund aus den USA folgendermassen bezeichnete: "He might not be the best singer in the whole world, but he's got loads of attitude."
Überhaupt zeigt sich die gesamte Band wesentlich versierter an ihren Instrumenten und viel viel besser aufeinander eingespielt. So kommen auch auf diesem Album wieder Fiddle, Tin whistle, Mandoline, Akkordeon und sogar die irische Union-Pipe (Uillean Pipe) zum Einsatz.
Die Liste der überzeugenden Songs umfasst an und für sich das komplette Album: "Whistles to the wind", "to youth", "tobacco island" oder "with a wonder and a wild desire" sind einfach perfekt. Lediglich den Gesang auf "Queen Anne's revenge", den Bassist Nathen Maxwell übernimmt, finde ich etwas dünn und ausdruckslos im Vergleich zu Dave King.
Kurzum, ein weiteres Album einer extrem sympathischen Band, die den Erfolg wirklich verdient hat und sich von Album zu Album immer mehr steigert. Weiter so!!!!!
Und wer Interesse hat, sollte sich auf keinen Fall die Liveshows im November entgehen lassen und auch einmal auf der sehr schön gestalteten Homepage der Band vorbeischauen (floggingmolly.com).
5 Punkte!


War of Sound
War of Sound

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen konstante Weiterentwicklung - besser geht es kaum!!!, 26. März 2004
Rezension bezieht sich auf: War of Sound (Audio CD)
So, nach "14id1610s", "Kopyright Liberation", "Sinecore", "Parsec" und "The bitter end" legt Mathis Mootz, der vor allen Dingen für seine Drum'n'Bass Produktionen bekannt ist und für etliche Projekte, unter anderem Panacea, verantwortlich zeichnet, sein sechstes Album unter dem Titel Squaremeter (oder auch m2) vor.
Und "War of Sound" steht seinem Titel in nichts nach und bietet obendrein eine gehörige Weiterentwicklung zum Vorgänger. Das ist genau das, was ich an Squaremeter so gern mag: m2 ist stehts wiedererkennbar, aber es herrscht eine ständige Weiterentwicklung, sodass kein Album gleich klingt. Während auf "Parsec" noch minimale Clicks and Cuts vorherrschten und nur ganz selten durch etwas Percussion und arabisch angehauchte Samples aufgehellt wurde, so war "The Bitter End" eine deutliche Zuwendung zu Tolkiens Werk. Somit wurden die arabischen Einflüsse aussen vor gelassen, und dafür Samples des Silmarillion integriert, die ein sehr düsteres, unheilschwangeres Gesamtwerk ergaben - und mitunter gut zu den Szenen in Mordor der Herr der Ringe Verfilmungen gepasst hätte, aber das nur am Rande.
Auf "War of Sound" verbindet nun Mootz die arabischen Einflüsse als auch die Tolkien Samples zu einem faszinierenden Gesamtwerk, das den Hörer zu fesseln weiss! Auch auf dem Album lassen sich die Kompositionen viel viel Zeit, aber das gut so, denn erst dadurch entsteht eine gewaltige Spannung, die sich immer mehr aufbaut. Hierbei findet neuerdings auch wesentlich mehr Percussion ihren Einsatz, was sich sicherlich bei den Liveshows als Vorteil herausstellen wird.
Dunkle Chöre, die düsteren Tolkiensamples, Drones, arabische Gesangsfetzen und -melodien und ein ständig vorherrschender düsterer Grundton machen jedes einzelne Werk aus, doch nie wird es langweilig und kein Lied gleicht dem anderen. Allein dafür sorgen die vielen Nuancen in Form von Clicks'n'Cuts, Glitches und Ambientsounds, sodass man auch nach wiederholtem Hören auf der CD immer wieder Neues entdeckt. Überhaupt kann ich nur empfehlen, diese CD per Kopfhörer zu hören!!!! Absoluter Tip dieser CD ist das monumentale und zehnminütige "The Scourges of Fire"!
Fazit: Ein absolut überragendes Album, das von mir die Höchstpunktzahl erhält, allein schon für die Beständigkeit und Kreativität dieses aussergewöhnlichen Künstlers. Dies hat übrigens auch zur Folge, dass Ende März 2004 ein neues Album von m2 erscheinen wird, "Aswad" genannt. Auf selbigem soll es einen deutlichen Schwenk zu noch düsteren Soundscapes und eine Rückkehr zu hauptsächlich arabischen Elementen geben.....man darf gespannt sein......"and the melodies which had been heard before foundered in a sea of turbulent sound"
War of Sound:
1. the cry of morgoth
2. turbulent sound
3. discord (war of sound)
4. the music seized
5. the scourges of fire
6. thus began also
7. in ages forgotten


Middlesex (Poches Americai)
Middlesex (Poches Americai)
von Jeffrey Eugenides
  Taschenbuch

18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen absolut perfekter Nachfolger, 22. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Middlesex (Poches Americai) (Taschenbuch)
Mit "Middlesex" legt der Detroiter Jeffrey Eugenides nach "The Virgin Suicides" sein zweites Werk vor. Und wer sich wundert, warum der Vefasser knappe 10 Jahre gebraucht hat, um Buch Nummer 2 zu veröffentlichen, dem kann wohl mit folgendem Wort geantwortet werden: Recherche!
"Middlesex" ist derart vielschichtig und komplex, und enthält derart viele Informationen, zum Beispiel zum Hermaphroditismus an sich, zu den Problemen einer griechischen Auswandererfamilie, zu griechischen Brauchtümern, etc., etc., dass es anfangs etwas Zeit braucht, ehe man sich an Eugenides' absolut fantastischen Stil gewöhnt hat. Dann wird man reich dafür entschädigt. Mit viel Liebe zum Detail vollführt der Autor eine Reise durch mehere Generationen, immer mit sehr feinsinnigem Humor, der auch beinahe jede Situation mit einem schelmischen Augenzwinkern versieht. Wie bereits erwähnt, ist des Autors Stil unglaublich ausgefeilt, sodass ich nicht zögere dies eines der besten englischen Bücher zu bezeichnen, das ich bisher gelesen habe.
Also: 600 Seiten spannende, interessante und humorvolle Unterhaltung, die schnell süchtig macht. Für mich das Buch des Jahres -und nicht von ungefähr mit dem Pulitzer Preis bedacht....


THE GAB O MEY
THE GAB O MEY
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 12,88

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schade, nichts Neues aus Aberdeen, 21. September 2003
Rezension bezieht sich auf: THE GAB O MEY (Audio CD)
So, da wäre also das neue Old Blind Dogs Album, The Gab o' Mey mit folgenden Titeln: Monymusk Lads, A Wild Rumpus, Bogie's Bonny Belle, The Whistler, The Wisest Fool, Archie Beag, The Breton + Galician Set, Lads o' the Fair, Lochanside, Rolling Home.
Musikalisch ist an dem Werk absolut nichts auszusetzen, da wir es hier mit sehr versierten Musikern zu tun haben, die schon lange im Musikgeschäft tätig sind, bzw. auch in anderen Bands involviert sind. Leider finde ich Gab o' Mey recht langweilig, was die Auswahl der Tunes und Lieder anbelangt. Irgendwie erscheint mir das Konzept von ein paar schnellen Liedern mit Pipes, etwas aussergewöhnlichem (Breton + Galicican SEt), einer Ballade (Bogie's Bonny Belle), etc. doch zu ausgetreten, um noch originell zu sein. Störend fand ich auch, dass bereits einige Melodien bei Rory Campbell's zweitem Projekt Deaf Shepherd zum Einsatz kamen. Lads o' the Fair hat inzwischen wohl auch schon jede zweite Band gespielt, sodass ich es ähnlich aufregend finde wie Tatties and Herring auf der letzten CD. Standen OBD früher für absolut innovative Musik aus dem Nordosten Schottlands - und damit als willkommener Kontrast zu den damals schon langweiligen West Coast Bands - so haben sie diesen Vorsprung mittlerweile aufgebraucht. Tiefpunkt der CD stellt für mich Rolling Home dar: Solch ein Lied darf einfach nicht gecovert werden, zu bekannt ist dieses Lied und zu schwach die Version in seiner Sing-Along-Version.
Also: Meiner Meinung leider enttäuschend, nicht in Sachen "musikalisches Können", denn da sind OBD unbestritten Oberliga, aber in punkto Originalität und Abwechslung. Daher gibt es die drei Punkte auch in erster Linie für das Können und die BAnd an sich. Wer OBD einmal live gesehen hat - und am besten noch in Schottland in einem kleinen Club - der weiss, was ich damit meine. Also, lieber auf die Konzerte gehen oder die alten Alben noch einmal aus dem Regal holen (entweder Close to the Bone, Five, Legacy, the World's Room) und geniessen....schade....


Harry Potter and the Order of the Phoenix (Book 5) (Adult Edition)
Harry Potter and the Order of the Phoenix (Book 5) (Adult Edition)
von Joanne K. Rowling
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen streckenweise etwas langatmig, 21. September 2003
Endlich ist nun der fünfte Harry Potter Band "The Order of the Phoenix" erschienen, nachdem sich die Veröffentlichung eine ganze Weile hinausgezögert hatte. Der fünfte Buch stellt auch den bisher längsten Band dar, und darin besteht auch das Hauptproblem: Er ist streckenweise doch zu langatmig, zu lange hält die ewig scheinende Pechsträhne Harry's an, sodass es irgendwann ermüdet. Zu schnell geschehen dann in Richtung, Hals über Kopf quasi, sodass es schöner gewesen wäre, sich etwas mehr Zeit für die Geschehnisse zu nehmen.
Absoluter Pluspunkt ist allerdings,dass Harry erwachsen wird und somit durch eben alle Abgründe (aber auch Höhen) eines Teenagers schreitet, von Eifersucht, über Jähzorn und Wut zu Liebe. Rowling vermag damit, dem doch bisher etwas gleichförmigen Charakter ihres Hauptdarsteller wesentlich mehr emotionale Tiefe zu verleihen, was ihm absolut gut bekommt und ihn somit auch für den Leser viel greifbarer erscheinen lässt. Somit schafft es Rowling, den Rubikon zu überschreiten, und ihren Helden mit der Leserschaft wachsen zu lassen, und spricht somit Kinder als auch Erwachsene an. Ein reines Kinderbuch ist Buch 5 nämlich überhaupt nicht mehr.
Also: Ein packendes Buch, das sprachlich sehr gut konsumierbar ist, lediglich die erwähnten Längen stören gelegentlich. Nichtdestotrotz eine sehr gelungene Fortsetzung, die Lust auf Band 6 macht....


Middlesex
Middlesex
von Jeffrey Eugenides
  Taschenbuch

20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch des Jahres!!, 21. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Middlesex (Taschenbuch)
MIt "Middlesex" legt Jeffrey Eugenides nach "The Virgin Suicides" - das auch erfolgreich verfilmt wurde - sein zweites Machwerk vor.
War "The Virgin Suicides" schon stilistisch sehr ausgereift und mit wundervollem Humor verfasst, stellt "Middlesex" eine erneute Steigerung dar. Mit sehr viel Feingefühl und einem absolut packenden und überzeugenden Stil wird hier oft mit einem schelmischen Augenzwinkern berichtet. Aber Achtung: Wer nicht so firm in der englischen Sprache ist, wird anfänglich Probleme haben. Dafür ist das Buch einfach zu vielschichtig und tiefgehend, um dann die vielen Anekdoten und Ausführungen zu verstehen.
Für mich jetzt schon das Buch des Jahres, das ich in Rekordzeit verschlungen habe. Absolut empfehlenswert, bzw. sollte man im Regal stehen haben......Dafür gibt es - natürlich - die Höchstpunktzahl... :-)


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