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Rezensionen verfasst von
T. Heimpold "thtuv" (Sachsen, Deutschland)
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Lenovo Yoga 2 Pro 33,8 cm (13,3 Zoll QHD IPS) Convertible Ultrabook (Intel Core i5 4200U, 2,6GHz, 8GB RAM, 256GB SSD, Touchscreen, Win 8.1) silber/grau
Lenovo Yoga 2 Pro 33,8 cm (13,3 Zoll QHD IPS) Convertible Ultrabook (Intel Core i5 4200U, 2,6GHz, 8GB RAM, 256GB SSD, Touchscreen, Win 8.1) silber/grau
Preis: EUR 1.199,00

67 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eigentlich ein super Convertible, aber das QHD+ Display ist für den Anfang der Overkill, 5. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lange ersehnt und dann endlich geliefert. Auf der ganzen Welt fiebern Lenovo Fans dem Yoga 2 Pro entgegen.
Ich war einer der glücklichen, die das Gerät jetzt endlich in den Händen halten durften...wenn ich es auch gleich am selben Tag wieder zurückgeschickt habe, aber dazu später.

Zu erstmal zur Innen-Hardware / Leistung:
Gut, das Innenleben ist völlig in Ordnung und aktueller Stand der Technik für so eine kleine Maschine. Habe in meinem ausgiebigen Tests keine Probleme gehabt. Leistung war ebenfalls top, für ein solches Gerät. Erfüllt die Erwartungen an ein Convertible völlig. Das in den Lenovo-Forum lang diskutierte Problem des WLANs kann ich nicht beurteilen, da der Rechner konstant vom Internet getrennt blieb. Windows sollte gar keine Chance haben sich zu aktivieren, damit ich es zurückschicken konnte.

Das Design:
Die Verarbeitung des Yoga 2 Pro ist Lenovo Top Qualität. Das Außengehäuse aus Alu, die Fläche um die Tastatur ist eine Art gummiertes Plaste. Alles fühlt sich hochwertig an. Konnte keine versetzten Kanten entdecken oder andere Patzer bei der Fertigung. In der Hinsicht super Arbeit. Auch die beiden Schaniere wirken sauber, sind nicht zu schwer und nicht zu leichtgängig. Kein Klappern, allerdings ist im Stand-Modus der Widerstand doch nicht zu groß, hier sollte man aufpassen. In allem ein so schickes Geräte, dass es einem die Seele zerreißt es wieder einpacken zu müssen.

Anschlüsse:
Naja, 2x USB ist wirklich knapp, zumal der Platz schon da gewesen wäre. Aber okay, es ist halt ein Convertible und kein Notebook, von daher vollkommen okay. Der Stromstecker ist jetzt mal wieder rechteckig...ich wünschte hier würde es wie bei den Handys mal eine EU-Verordnung geben, die zu einer einheitlichen Lösung zwingt...manchmal sind diese Dinger doch zu was gut. Ansonsten liegen die Anschlüsse an günstigen Positionen. Der Ein-Aus-Schalter ist etwas mickrig geworden, könnte nach meiner Idee etwas mehr vorstehen. Aber er ist nix im Vergleich zum One-Recovery-Knopf ... ach tut mir leid, Knöpfchen ... also da hätte man wirklich was besseres verbauen können...ein wenig mehr Abstand und man drückt auch nicht verkehrt (zumal man dann eh gefragt wird was man tun will)

Der Sound:
Schlicht und ergreifend okay. Ich empfehle trotzdem gute Kopfhörer :) Ansonsten kann man sich schon mal einen Film drauf anschauen, aber man sollte keine umwerfende Klangqualität erwarten, was ich auch nicht habe.

Das Display:
Nach dem Einschalten dachte ich erstmal "Wow, vorsichtig anfassen, nicht das man sich schneidet" Dank QHD+ gestochen scharfe Kanten bei Schrift und Kacheln von Win8. Allerdings ist das auch schon alles was den "Wow" Effekt ausgemacht hat. Dann ging es los:
Lenovo Foren quellen ja über von dem "Yellow" Bug, das gelb sieht also nicht wirklich nach gelb aus. Eine Umstellung des Energiemodus bringt nur mäßige Besserung, es wirkt grünstichig. Fakt: Das Display ist sehr schlecht kalibriert. Für alle Grafik-Fans oder Fotoleute der blanke Horror. Hier sollte zügig von Lenovo nachgebessert werden was die Software angeht. Auch die QA hat sich hier nicht mit Rum bekleckert.
Dann geht es weiter: Windows 8 muss mit 200% Skalierung gefahren werden, sonst braucht man die Bildschirmlupe. Das klappt an vielen Ecken ganz gut, aber leider nicht überall. Selbst die Button im Media-Player sind so mickrig, dass eine Bedienung keinen Spaß macht. Und selbst Lenovo hat es nicht drauf mit dem QHD+ umzugehen..die Schrift im Recovery-Center ist so klein, dass man sie kaum lesen kann. Wie das durch die QA gekommen ist, ist mir fraglich...ich wette mal nach dem Motto: "Da schmeißen wir halt ein Update nach". Auch Adobe Reader ist nur mäßig zu gebrauchen, die Symbole leiden alle an dem 16 x 16 Pixel Standard und den skaliert Windows 8 auch nicht rauf.

Fazit:
Ein super Gerät, dass viel zu früh auf den Markt geworfen wurde und das an der "Kinderkrankheit" QHD+ leidet. Solche hochauflösenden Displays sind einfach noch zu neu. Mit der Zeit wird die Software wohl darauf angepasst werden, aber zur Zeit sind 16x16 Pixel einfach viel zu klein. Zumal bei der Bildschirmgröße wohl Full-HD gereicht hätte. Aber das verkauft sich wohl schlechter. Mir sind diese Software-Patzer und die schlechte Kalibrierung des Displays jedenfalls keine 1300€ Wert. Eigentlich schade, denn das Yoga Prinzip bot sehr viel Potential. Hier hat man aber über das Ziel hinaus optimiert und sich nur auf die Marketing Abteilung verlassen: "Kunde sieht mehr Pixel, Kunde kauft". Dass der Kunde bei 1300€ dann auch noch Icons, Symbole und Schrift erkennen will, hat wohl niemand die Verbraucher gefragt.

Empfehlung: Warten bis es in einem Laden steht und selbst beurteilen und definitiv mit dem Sony VAIO Multi Flip vergleichen. Zwar anderes Convertible Prinzip und "nur" Full-HD, aber Hardware technisch ziemlich identisch. Leider auch im Preis, wenn nicht sogar etwas teurer. Dafür gibt es aber auch einen Stylus bei Sony dazu. Alternativ kommt ja von Lenovo noch die Thinkpad Yoga Variante. Ich hoffe, da ist die QA mehr hinterher. Auch kommt die Thinkpad Variante nur mit Full-HD, es besteht also noch Hoffnung für das Yoga Prinzip.
Kommentar Kommentare (14) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 14, 2013 9:12 PM CET


Might & Magic: Heroes VI
Might & Magic: Heroes VI
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 7,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem solide für eine Heroes-Fan, 13. Oktober 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Might & Magic: Heroes VI (Computerspiel)
Als langjähriger Heroes-Fan war für mich der Kauf von Heroes VI eigentlich keine Frage sondern Pflicht. Was man den Herstellern hoch anrechnen sollte, ist die Veröffentlichung von einer Demo vor dem Erscheinen des Spiels. Heute leider nicht mehr selbstverständlich.
Ich gebe zu, ich war nach der Demo etwas skeptisch...das Balancing war noch nicht ausgereift und Bugs waren an der Tagesordnung...mit dem Day-1 Patch sind leider nicht alle verschwunden. Insgesamt macht das Spiel aber einen soliden Eindruck. Es ist kein Online-"Zwang" bei dem Spiel vorhanden, aber die Online-Dynastie-OPtion ist ein nettes Feature, dass ich auch nicht missen möchte. Leider beendet er das Spiel sofort bei Verbindungsabbruch...hier hätte man ein wenig Kulanz von Ubisoft erwarten können...ehrliche Spieler werden so bestraft. Zum Glück gibt es eine Autosave-Funktion im Hintergrund und man kann den letzten Tag wieder laden, da die Savegames erstmal lokal gesichert werden. Hier hat Ubisoft also deutlich nachgebessert und ich bin damit zufrieden. Wen das stört sollte das Spiel nicht kaufen, aber auch deswegen auch nicht abwerten...Online-Features sind nun mal im Kommen und bei WoW ärgert sich auch keiner drüber (komisch irgendwie^^)
Zurück zum Spiel und seiner Grafik:
Ich bin kein Mensch, der ständig im Total-Zoom spielt, sondern nur ab und zu sich mal die Eiheiten anschaut. Hier ist die Verbesserung zu H.V zwar vorhanden, aber nicht unbedingt der große Meilenstein. Ich finde die Einheiten sind nach wie vor super animiert und auch schön anzusehen. Die Welt ist meiner Meinung nach vom etwas übertriebenen Comic-Farbstil von H.V etwas "natürlicher" geworden...ich finde, sie sieht wesentlich besser aus und fühle mich auch wohl. Mit meinem i7-2600 und einer HD6870 macht das Spiel auf höchsten Details in Sachen Grafik auf jeden Fall Freude auch wenn es nicht der letzte Schrei ist. Aber die Atmosphäre...somit fast volle Punktzahl...leider gibt es hier und da ein paar Bugs in Sequenzen und die Gesichter sind etwas sehr eindruckslos.
Was noch fehlt(was aber laut Ubisoft nachgebessert werden soll) sind die tollen Stadtbildschirme, die man aus H.V kennt. Die waren richtig top und fehlen hier komplett. Da muss unbedingt nachgebessert werden, sonst läuft die Community Sturm.

Sound und Musik:
Die Musik ist okay...Die von H.V war aber bedeutend besser. Hier ist leider ein Rückschritt entstanden. Viele Motive kennt man übrigens aus H.V und aus Clash of Heroes. Die Varianten sind aber weniger als bei H.V bzw. entsteht der Eindruck aufgrund der geringen Unterschiede. Spezifische Stadtmotive gibt es zwar immer noch, kommen aber auch nicht an H.V ran. Die Effekte sind okay, nerven nicht(was mir exterm wichtig ist) aber die Synchronisation von Animation und Sound passt bei Einheiten nicht immer. Der Sound ist also eher mittelmäßig gelungen, aber ist auch nicht so schlecht, dass man ihn abschalten muss.

Gameplay und Reihenerweiterung:
Das Gameplay ist nach wie vor Heroes. Held anwerben, Stadt ausbauen und Karte erkunden. Ich finde die neuen Kontrollzonen super. Man muss nur das Hauptgebäude verteidigen und nicht mehr jede Mine. Auch die Kreaturengebäude finde ich super gelöst. Ein Pool für alle Städte...wem das zu untaktisch vorkommt, was hat das Rumgerenne auf der Karte für einen Sinn?!...Was man eventuell einfügen könnte wäre ein Entfernungsmalus beim anwerben...so würde der Karawaneneffekt mit der Tagesverzögerung noch besser zum Tragen kommen.
Die Entwicklung des Helden ist nun mehr oder weniger zufällig. Die Attribute steigen je nach Affinität(Macht oder Magie) unterschiedlich automatisch an. Alle Fähigkeiten können jedoch von Anfang an erworben werden und man kann seinen Helden das erste Mal in Heroes ohne Zufall ausbilden(großer Pluspunkt). Der Unterschied in der Affinität bewirkt auch ein Unterschied zwischen den Fähigkeitsbäumen. Ein Nachteil ist, dass auch Zaubersprüche darüber erlernt werden müssen. Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich grottig gelöst. Zumindest die Standardzauber wie Heilung oder so hätten in Magiergilden gelernt werden können und die Upgrades dann als Fähigkeit. Deshalb ist das Aufstiegssytem eher zweischneidig zu sehen.
Neu ist auch Blut und Tränen Orientierung, die aber gewechselt werden kann. Bringt ein paar nette Boni und Fähigkeiten und ist eine nette Ergänzung.
Insgesamt kommt das Heroes Feeling und der "Nur noch eine Runde"-Effekt aber wieder deutlich zum Tragen und man verbringt schnell mal ein paar Stunden vor dem Rechner. Die Dynastie-Option ist eine nette Ergänzung und bringt bei dem Nachteil des Online-Seins nette Vorteile mit sich. Wer das nicht will, kann offline spielen.

Wenn ich bewerten müsste, ob H.V besser ist als H.VI würde ich momentan zu H.V tendieren. Das Spiel wirkte zu Beginn ausgewogener und war weniger buggy. Die gemachten "Verbesserungen" tragen eher zu gemischten Gefühlen bei und man wundert sich über die ein oder andere Entscheidung. Ich bin aber noch optimistisch, dass die Entwickler auf das Feedbaack eingehen und spätestens zum ersten Add-On wie bei H.V wieder einige Kritikpunkte aufnehmen und umsetzen. Zumal die Zauberer und Zwergen-Fraktion noch vollkommmen fehlen. Die Zwerge fand ich nicht soo doll, aber die Zauberer sind ein muss. Aber man braucht ja Add-On Substanz...sonst lohnt es sich wohl nicht.

Zusammenfassend muss ich aber klar sagen: H.VI ist ein Heroes, auch wenn es wieder anders ist. Es ist kein H.IV (was den Namen nicht verdient hat) und der Heroes-Effekt entsteht sofort. Nicht allen wird das Spiel gefallen, aber man muss auch den Entwicklern Speilraum lassen. Jeder sollte unbedingt die Demo probieren, aber sich von den Problemen dort drin nicht abschrecken lassen. Das Gameplay und die Grafik kommen dort sehr gut durch. Balancing und Animationen sind noch buggy...vllt wird da auch nachgebessert.
Von mir gibt es 4/5 Punkten für einen würdigen Nachfolger der Serie.

PS: Noch ein Wort zur Limited Amazon Edition. Die Verpackung im Steelbook ist schon was feines, der Spieleinhalt zum Runterladen war da nur nettes Beiwerk. Hereos II habe ich noch nicht getestet, da ich die Version aber persönlich noch nicht besaß, waren die 6€ Aufpreis völlig okay und H.III war ein Super Teil.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 18, 2011 5:08 AM MEST


Herr aller Dinge: Roman
Herr aller Dinge: Roman
von Andreas Eschbach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Super Idee, leider zu dürftige Eschbachqualität, 15. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Herr aller Dinge: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch mit Heißhunger verschlungen...und es hinterlässt einen sehr bitteren Nachgeschmack.

Der Anfang ist super gemacht: Kindheitsfreundschaft, anfänglicher Charakteraufbau, die Einstreung von Fiction in den Charakter Charlotte.
Die Spannung baut sich ebenfalls sehr linear am Anfang des Buches auf, man will es nicht mehr weglegen und liest und liest. Bis hierhin Eschbachqualität vom Feinsten.
Um nicht allzuviel über die Leseprobe hinaus zu spoilern muss ich hier mit Details aufhören.

Bis in den 300'er Bereich der Seitenzahlen bleibt die Qualität und Spannung sehr gut erhalten. Allerdings zeichnen sich hier bereits unwirkliche Charakterentscheidungen ab, die in der normalen Welt eher fragwürdiger Natur sind. Besonders der Charakter von Charlotte verliert hier immer mehr Realitätsbezug. Sie entwickelt keinen moralischen Leitfaden für ihr Leben und steht damit im krassen Gegensatz zum fast bessesenen Hiroshi. Soweit ist das literarisch auch völlig vertretbar...aber die Fiction von Charlottes Fähigkeit passt hier überhaupt nicht mehr. Jemand mit einer solchen Fähigkeit würde niemals so enden...wirkt unrealistisch und überzogen literarisch konstruiert. Gegen Ende des Buches wird es sogar richtig krotesk und die anfängliche übersinnliche Fiction geht komplett unter. Man hat fast das Gefühl wüsste mit der Fähigkeit nicht weiter umzugehen, weil ihm die Ideen ausgegangen sind damit zu arbeiten.
Die Science im Buch bleibt etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Nano-Technologie wird zwar ganz gut beschrieben, aber die Tiefe wie zum Beispiel in Eine Billion Dollar vermisse ich schmerzlich. Dazu ist das Thema noch zu neu um es komplett hinterlegen zu können und mit dem Buch hätte man vielleicht noch ein paar Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte warten sollen. Trotzdem lebt von diesem Teil der Spannungsbogen des Buches, da die Charakterentwicklung ab der Mitte wie gesagt zu unrealistisch wird. Durch Einband und versteckte Hinweise im Text die man als geübter Eschbachleser nicht übersieht wird auch die Spannung deutlich flacher und man kann bestimmte Dinge bereits vorhersagen. Die Spannung verliert sich also gegen Ende hin...ein Problem bei einigen seiner Bücher.

Eschbach schafft es aber noch mit einer unerwarteten Wendung in Bezug auf die vergangene Zivilisation vom Einband her die Spannung kurz auffllammen zu lassen.
Mehr als eine plötzliche Stichflamme kommt aber nicht heraus. Gerade in Kombination mit der Fähigkeit von Charlotte wäre hier so viel mehr drin gewesen und hätte die Spannung und Charakterentwicklung retten können.
Stattdessen versumpft Eschbach auf den letzten 100 Seiten in einem derart frevelhaften Ende, was der ursprünglichen Idee und Möglichkeit des Anfanges einfach nicht gerecht wird.

Damit bleibt ein Buch zurück, welches soviel Potential hat und Möglichkeiten zum Erzählen bietet, dass man nach dem Ende fast schon von "Mord aus niederen Beweggründen" an der Geschichte sprechen müsste. Drei Sterne von mir, weil das Potential nach wie vor bleibt und 2/3 des Buches in Ordnung sind...aber für mehr reicht es diesmal nicht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 19, 2011 7:15 AM MEST


The Witcher 2: Assassins of Kings - Premium Edition (uncut)
The Witcher 2: Assassins of Kings - Premium Edition (uncut)

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher enttäuschend im Vergleich zum Vorgänger, 10. August 2011
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
The Witcher 2 ist ein Spiel, das sehr hohen Anforderungen gerecht werden muss ... und es glingt nur in sehr kläglichen Ansetzen. Wie hier bekannte Spielemagazine sich in Top-Wertungen überschlagen können ist mir schlicht ein Rätsel. Wahrscheinlich haben sie den Grafikanteil mit 80% in die Wertung eingerechnet.

Grafik:
Hier wurde kräftig aufgebessert im Vergleich zum ersten Teil. Wer aber alle Details sehen will braucht Top-Hardware und die ersten Patchs. Mit älterer Hardware sollte man nur die niedrigsten Details auswählen um überhaupt Freude beim Spiel zu empfinden. Besonders hübsch sind die dynamischen Beleuchtungen. Die Farben sind für meinen Geschmack aber etwas zu unnatürlich geraten. Die Grafik ist mit das Beste an dem Spiel, wobei die "schönen" Aussichten wie angekündigt eher ausbleiben, da man mehr in Wald, Schluchten und Städten rumläuft als in der freien Natur. Aber die Grafik allein macht kein Spiel aus. Sie ist nur mittel zum Zweck. Hätte man hier die gleiche Grafik wie bei Witcher 1 abgeliefert und dafür mehr Zeit für den Rest geopfert, hätten viele geschimpft, aber das Spiel wäre um Welten besser ausgefallen.

Gameplay und Story:
Hier haben sich die Entwickler ein Grab geschaufelt. Spielspaß und Motivation sieht anders aus. Der Hauptquest ist zwar abwechslungsreich, aber schon im zweiten Akt verliert man eigentlich die Lust am Spiel. Der Spannungsbogen ist grottenschlecht. Viel zu viele Details werden am Anfang verraten und man kann das Ende erahnen. Wer spielt da noch motiviert weiter? Die Nebenquests sind wie im ersten Teil: Töte von Kreatur A eine Menge B und hol dir Lohn ab. Hexeraufträge halt. Hier kann man auch etwas Entscheidungsfreiheit genießen, welche aber nur geringen Einfluss hat. Dann gibt es noch einige Quests mit anderem Inhalt wie Faustkampf, Poker usw. Insgesamt schließt man die wirklich nebenbei ab, was schade ist. Bei anderen Spielen hat man hier mehr Komplexität. Die Entscheidungen beschränken sich meist auf Wem hilft man und wer bleibt am Leben. Etwas eintönig und man hat meist nicht mehr die Neutrale Hexerposition, was micht sehr stört.

Inventar und Gegenstände:
Das Inventar ist mäßig gut umgesetzt. Etwas mehr Übersichtlichkeit hätte hier nicht geschadet. Dann wurde damit geworben, dass es mehr Waffen und Rüstungen geben soll. Gibt es auch und über 75% davon sind wertlos und gelinde gesagt Schrott. Außerdem bekommt man fast im Eiltempo die nächt besseren Rüstungen hinterher geworfen. Schwerter fallen weniger schnell in die Hand, aber auch hier hat man den Eindruck, dass man das so versaute Balancing wieder wettmachen muss und dem Spieler schnell die besseren Sachen in die Hand drückt um überhaupt zu bestehen. Ein Sammelfieber entsteht also nicht, weil man automatisch irgendwas besseres bekommt. Aufwertungen fallen auch an allen Ecken und Enden. Man hat am Schluß soviel Müll angesammelt, dass man alles verkauft und das Geld nicht wirklich ausgibt. (Zumindest nicht im Schwierigkeitsgrad normal)

Kampf und Balancing:
Hier hört jeder gute Eindruck auf. Das Kampfsystem ist völlig anders als im ersten Teil und so schlecht, dass ich erst dachte man will mich veralbern. Schläge der Gegner müssen geblockt werden. Ist in sofern okay. Das kostet auch Energie, auch okay. Aber ein Block = ein Energiepunkt bei 2 Punkten zu Beginn? Das dann gegen 2 Gegner und man beißt nach ca. 6 Schlägen ins Gras. In allem also sehr realistisch, für den Spielspaß aber katastrophal. Zu der schleppenden Story der Overkill für die Motivation. Ich musste mich regelrecht zwingen weiter zu spielen, weil ich die 40€ rechtfertigen wollte, die ich bezahlt habe. Zeichen kosten auch Energie...wenn man aber ständig blocken muss...nix Zeichen. Erst im zweiten Akt hat sich der Charakter soweit verbessert, dass es langsam spielbar wird. Die Zeichen sind extrem schwach. Wer sich an einen Ertrunkenen aus Teil 1 erinnert: Mit Aard zu Boden werfen, Schwert reinhauen und fertig. In Teil 2 hat man Glück, wenn er erstens überhaupt beeinflusst wird und wenn er betäubt ist und man ihn mit einem Schlag erwischt, kann man schon von einem Wunder reden. Die größte Hilfe ist Yrden als Falle. Sie verschafft etwas mehr Zeit. Die Monster sind einzeln noch beherrschbar, aber sobald man einer Gruppe gegenüber steht...weglaufen. Gruppenstil wie in Teil 1 Fehlanzeige, es gibt zwar eine Gruppenschadenssteigerung, ist aber nutzlos, weil man meist eher blockt und dann eine Finte schlägt und da wirkt der Modifikator nicht. Udn Taktik in den Kämpfen kann man ebenso vergessen. Gegner können nur in Ausnahmen umgangen werden und sowas wie Schleichangriffe gibt es auch nicht.
Einige Kämpfe werden durch Quick-Time-Events unterbrochen. Die sind immer die gleichen. Schafft man es also einmal nicht, neu laden und nochmal probieren. Hier hätte ein Zufallsgenerator reingehört.

Minispiele:
Der Faustkampf basiert ebenfall auch QTE und ist damit eine Lachnummer(viel zu leicht). Armdrücken ist okay und man verdient auch Geld damit. Bei Würfelpoker (der Einnahmequelle aus Teil 1) haben die Entwickler wohl vergessen den Einsatz zu steigern. Hier setzt man bei jedem Spiel bis zu 10 Orens. Höchster Gewinn damit: 20 Orens. Und man muss selbst würfeln...im ersten Teil wesentlich besser gelöst.

Vertonung:
Musik ist okay. Zu den deutschen Stimmen...also den Text von nem Zettel vorlesen und in ein Mikro sprechen kann jeder. Hier fehlt eindeutig Betonung und Emotionen. Sarkasmus und Ironie bleiben sehr zurück und das sind nunmal wesentliche Züge von Geralt von Riva. Auch das Timing ist schlecht. Wenn eine Person der anderen ins Wort fällt, dann muss das auch passieren und nicht nur aus den "..." im Untertitel hervorgehen, weil die Reaktion erst 5 Sekunden später im Spiel erscheint. Auch hier also deutliches Verbesserungpotential.

Insgesamt war das Spiel eine große Enttäuschung. Man den Eindruck als wäre die Grafik das Wichtigste für die Entwickler gewesen und der Rest wäre nebenbei entstanden. Sehr traurig, da ein Rollenspiel durch Charaktere und Handlung ausgemacht wird. Für die Grafik gibt es auch die 3 Punkte, der Rest hätte nur 2 verdient. Als Fan der Bücher und des ersten Teils war der Kauf also obligatorisch, aber ich fühl mich trotzdem irgendwie betrogen bei diesem schlechten Preis-Leistungsverhältnis.


Darksiders - Hellbook Edition
Darksiders - Hellbook Edition
Wird angeboten von Firefly-Entertainment
Preis: EUR 59,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nette Abwechslung für nebenbei, 1. Oktober 2010
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Darksiders - Hellbook Edition (Computerspiel)
Darksiders ist ein sehr nettes Spiel, wenn man mal etwas Abwechslung braucht. Es besteht zum Glück nicht nur aus "draufhauen", sondern mutet sogar mal geringfügig Denkarbeit bei der Lösung von Aufgaben zu. Für geübte Spieler natürlich kein Problem, aber doch nett und manchmal auch kreativ. Hauptsächlich besteht das Spiel aber aus Monster verkloppen. Die Quests sind da auch nicht gerade inovativ, sondern bestehen aus "Hole mir dies und ich geb dir das". Die Story ist okay, aber nicht übermäßig spannend bzw. abwechslungsreich. Die Steuerung mittels Maus und Tastatur ist eher mäßig gelungen. Zwar kann man die anpassen, aber auch dann funktioniert das nicht so toll. Ich musste sogar mein Logitech Tastaturprogramm schließen, weil das sich nicht vertragen hat und das Spiel auch nicht als Spiel erkannt hat. Gamepad bringt hier also definitv mehr. Die Grafik ist konsolenniveau und das so richtig. Keine einzige Anpassungsmöglichkeit. Wenn man sich richtig dreht und eine Fackel richtig ins Bild bekommt, sieht man die wunderschönen Pixel...also für PC sollte man da deutlich mehr bringen.

Pro:
- netter Zeitvertreib für Zwischendurch
- Story ist okay
- keine große Einspielphase nötg

Contra:
- schlechte Grafik ohne Anpassung an den PC
- Steuerung mittels Tastatur/Maus eher missraten

Fazit: Wer solche Spiele mag, wird nicht enttäuscht werden, sollte bei der PC Version aber nicht zuviel erwarten. Insgesamt vier Sterne, weil ich persönlich fand das Spiel ganz witzig und freue mich auf eine eventuelle Fortsetzung.


Divinity II: Flames of Vengeance (Add-on)
Divinity II: Flames of Vengeance (Add-on)

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungen, aber kaum Taktik nötig, 4. September 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Alles in allem ist es ein gelungenes Add-On. Allerdings hätte dieses Ende schon im Hauptspiel stattfinden müssen. Der Anfangspreis von ca. 40 Euro war dann doch etwas unverschämt, da das Hauptspiel genauso teuer war. Trotzdem ist viel Witz im Spiel, Geschichten werden weitererzählt und es gibt die ein oder andere Überrauschung.
Als kleines Manko könnte man anmerken, dass es auf "normalem" Schwierigkeitsgrad eher viel zu leicht ist.

Pro:
- Lichteffekte verbessert und können sich sehen lassen
- Story gut zu Ende gebracht und ausreichend Nebenquests eingefügt
- Sammler kommen ebenfalls auf ihre Kosten, Erkunder genauso
- Witz/Überraschung/Suchtfaktor --> was will man mehr ?
- macht Spannung auf den Nachfolger

Contra:
- Gegner respawnen in bereits gesäuberten Gebieten (Untote)
--> das ist mit der Story auch am Anfang verträglich, aber nachdem die Ursache dafür beseitigt wurde, hätte man das Script dafür abschalten müssen. So bleibt das Rätsel, ob das immer weiter so geht
- daraus folgen zuviele EP für mich, außerdem wird man mit Fertigkeitsbüchern überschüttet --> macht das Spiel auf Dauer fast "zu" einfach
- teilweise immer noch kantige Texturen und schlechte Übergänge

Ich persönlich fand es in der deutschen Synchro auch extrem schade, dass der Bellegar-Sprecher nicht mehr derselbe wie im Hauptspiel war. Der hatte das mit dem Reimen irgendwie mehr drauf.
Und Bellegar tritt _sehr_ oft auf :)

Fazit: Gelungenes Ende, einige Makel, die ich in Divinity III nicht sehen will :)

Kaufempfehlung von mir. Jetzt ist der Preis auch langsam okay. Neueinsteiger sollten auf sowas wie Complete oder Gold warten.


Die Gilde 2: Renaissance
Die Gilde 2: Renaissance
Wird angeboten von Korte-EDV Internetmarketing & Vertrieb, Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 3,69

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine super Spielidee, aber stümperhaft programmiert, 5. August 2010
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Die Gilde 2: Renaissance (Computerspiel)
Also die Spielidee ist ja nicht schlecht...eine Art Anno in Perspektive eines Einwohners.
Man hat eine Klasse dazu verschiedene Berufe zur Auswahl und muss eben Geld verdienen, Einfluss gewinnen oder eine andere Familie auslöschen.
Die Grafik ist nicht mehr wirklich zeitgemäß, aber ausreichend. Und das ist schon alles an positiven Dingen.
Denn selbst bei der Grafik hat man es geschafft, bösartige Fehler zu generieren. Da verschwinden Leute teilweise in Wänden, bei einigen Karren fehlt auf einmal der Kutscher, die Kollisionskontrolle funktioniert so "gut", dass sich Karren und Personen im Kreis drehen ohne vorwärts zu kommen.
Bei schnellem Spiel ruckelt es außerdem mächtig.
Die Sprachausgabe und die Musik hätte man sich aber schenken können, die ist einfach nur grauenhaft.
Das Handelssystem ist der wahre Alptraum. Schickt man den Karren automatisch zum Markt zum Abladen, lädt er jedes Fach einzeln ab. Das führt daszu, dass man 20 Einheiten zum Toppreis verkauft und die anderen 20 zum Verlustpreis. Selbstverständlich funktioniert das per automatischer Gebäudeverwaltung genauso. Man muss also alles selbst verkaufen.
Das Preis-System soll sich ja nach Angebot und Nachfrage orientieren. Warum ist dann bei 400 Eisen auf dem Markt der Preis zum Einkauf trotzdem der schlechtmöglichste?!
Aber es gibt auch im sozialen Umfeld ganz interessante Bugs: Da wird einer zur Haftstrafe verurteilt, aber niemals eingesperrt^^

Zusammenfassung:
Pro:
- gute Spielideen
- Grafik gerade so ausreichend
Contra:
- Bugs in Grafik
- Bugs im Handel
- Bugs im Automatisierungsmodus
- habe ich Bugs in der Spieldynamik schon erwähnt ? auch der Patch 4.1 verbessert da nicht wirklich was
- Sound ist eine einzige Qual für den Benutzer

Für mich scheint das eher eine Art Hobby-Projekt zu sein als ein von ernsthaftigen Spieledesignern geschriebenes Spiel. Eigentlich schade, aber ich rate vom Kauf definitv ab.


Black*Out: Thriller
Black*Out: Thriller
von Andreas Eschbach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bekanntes Grundthema, Eschbach like umgesetzt, mit Abstrichen, 2. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Black*Out: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Das Grundthema das Buches scheint aus StarTrek bekannt zu sein. Eine neue Umsetzung der Borg ohne viel Kybernetik. Natürlich sind die Borg sowohl im Film als auch im Buch der zu bekämpfende Zustand, der aber auch seine Reize von Unbesiegbarkeit und Perfektion ausstrahlt. Der Verlust der Individualität wird hier nicht ganz so krass dargestellt, aber zumindest verliert man sich wohl im WorldWideHumanNetwork

Pro:
Die Geschichte wird Eschbach-like durch Rückblenden und aktuelles Geschehen stückweise aufgebaut. Da das hier ein Jugendroman ist, können geübte Leser einige Dinge schon relativ früh erahnen.
Die Lust zum Lesen vergeht dabei aber nicht, weil man sich bestätigt wissen will. (alles ist fast im Cover absehbar: Flucht, Borg, Liebe)
Die Charaktere sind zumindest teilweise verständlich mit Vorgeschichte versehen und erlauben so eine logische Verwicklung in die Geschehnisse.
Insgesamt ist es einfach die Erzählweise, die einen das Buch nicht weglegen lässt.

Contra:
Laut Webseite des Autors ging es hier wohl sehr schnell vom Script zum Buch. Vielleicht auch etwas zu schnell. Trotz der guten Vorgeschichte der Personen sind die eher grob geschnitzt. Eine detailierte Ausführung über das Aussehen hätte hier nicht geschadet.
Auch die Beschreibung der Handlungsorte kommt etwas kurz. Direkt Dinge werden beschrieben z.B. das Camp, aber das Umfeld ist eben Wald mit See oder Fluss. Auch hier hätte man sich ruhig etwas ausgiebiger Auslassen können wie z.B. im Marsprojekt wo sich die Gesamte Anlage beim Lesen im Kopf zusammengesetzt hat.
Das sind so Punkte, die man für einen Jugendroman mit nur einem Stern Abzug bewerten sollte...für einen richtigen Roman hätte das 2 Sterne gekostet.

Dann passt mir persönlich diese riesige Hartcoverbindung überhaupt nicht bzw. die große Schriftart.
Da hätte es auch nen Taschenbuch getan mit deutlich kleinerer Schriftart. So muss man ja ständig blättern und wird dann gefragt, ob man überhaupt liest oder nur überfliegt ^^
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 4, 2010 12:13 PM MEST


Divinity II: Ego Draconis - Collector's Edition
Divinity II: Ego Draconis - Collector's Edition
Wird angeboten von GoForGames
Preis: EUR 59,90

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Logische Quests, voller Humor, Grafik nicht zeitgemäß, 2. August 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Ganz vorn weg: Kein Spiel ist perfekt, Divinity 2 ist aber definitiv einen Blick wert.

Beginnen möchte ich mit den negativen Seiten:

Grafik:
Trotz höchsten Einstellungen wirkt das Spiel eher unbeholfen in Sachen Grafik. Da hier die gleiche Engine wie bei Oblivion verwendet wurde, kann man nur enttäuscht den Kopf schütteln. Meiner Meinung nach kommt es nicht mal annähernd in einen Bereich wo man es als modern bezeichnen könnte.
Die Texturen wirken aufgesetzt, die Animationen nicht durchdacht und die Bewegungsfreiheit des Spielers ist auch eingeschränkt.
In der Drachengestalt erwarte ich, dass ich wirklich auf jedem Gipfel landen kann und nicht nur auf den dafür vorgesehenen.

Performance:
Hardwarehunger ohne erkennbaren Grund.
Wer nur eine ATI Radeon X1xxx hat, sollte es gleich vergessen. Zwar spielbar, aber nur im "Schauder"-modus. Da bei mir Oblivion mit der X1950Pro super lief, kann ich da nur wieder erregt fragen, warum ich mir ne neue HD Karte kaufen musste, um das Spiel ordentlich spielen zu können.

Kampf:
Naja, wie bereits von anderen krisiert.
Was ich ergänzen würde: Das Schadenssystem ist nicht durchdacht.
Wenn ich als Magier eine Nahkampfwaffe benutze, die deutlich höheren Magieschaden als Nahkampfschaden verursacht, warum brauch ich dann einen höheren Stärkelevel als Intelligenzlevel um das Ding zu benutzen ?!
Das leuchtet mir so gar nicht ein.
Auch sonst sind Nahkämpfer meiner Meinung nach immer bevorteilt.
Besonders die, die zwei Waffen benutzen.
(Warum sollte ich eine Waffe nehmen, wenn 2 fast doppelt so viel Schaden anrichten(beim entsprechenden Level des Skills ?!)
Hier hätte jeder Kampfstil einen besonderen Bonus bekommen sollen wie etwa Schildschlagen oder Gruppenschaden bei Zweihänder.

Skills und Klassen:
Klassenlos und man kann alle Fertigkeiten lernen, sobald man die nötige Stufe erreicht. Völlige Freiheit bei der Entwicklung des Charakters. Shön gemacht. Basiert auf Punktevergabe und Erfahrungspunkten. Besser als bei Oblivion, wo das "beste" Leveln schon eine Qual war, damit man immer 5 Punkte bei den Attributen aufsteigt.

Quests:
Also hier gäbe es 10 Punkte, wenn möglich.
Durchdacht, alternativ zu lösen mit unterschiedlichen Belohnungen. Man sollte auch nicht immer nur der komplette Engel sein! Aber trotzdem sind Gutmütige Charaktere bevorzugt. Klar, man soll ja auch die Welt retten und sich Damian nicht anschließen ... oder etwa doch ?! ;-)
Auch muss man immer die Gegend erkunden, wenn man Nebenquests finden will. Überall gibt es kleine Überraschungen, einige Quests stehen nur in rumliegenden Büchern und werden gar nicht als solche gekennzeichnet. Hier kommt richtig Freude auf.
Die Hauptstory ist interessant und endet auch so...mehr wird nicht verraten.

Humor:
Also das Spiel war wirklich lustig.
Da reagiert einer auf den Namen "Maxos" allergisch. Man tötet ihn und begegnet ihm wieder später und eine mögliche Antwortoption auf die Frage, ob man sich freue ihn wieder zu sehen lautet: ... Richtig!
"Maxos"...was die Person richtig in Rage bringt.
Solche kleinen Freuden hält das Spiel einfach parat.

Leider wird das Geschlecht auf männlich vorrausgesetzt an einigen Stellen. Es ist eher unlogisch, dass mein weiblicher Charakter sich unbedingt eine TänzerIN im Drachenturm beschäftigt...Aber naja...Klarer Fall von: Computerspieler sind zu 90% männlich (das die meisten mit weiblichen Charakteren spielen, weil das ... spannender... ist, haben einige Entwickler wohl noch nicht eingepackt)

Fazit:
Man erkennt deutlich, worauf sich die Entwickler konzentriert haben.
Humor, Logik, Rätsel und Quests. Oh die Musik und Sprachausgabe nicht zu vergessen! Die ist ebenfalls genial.
Aber darunter leidet Grafik und Performance sowie ein wenig das Balancing zwischen Nah und Fernkämpfern.
Wenn man noch die Charakterentwicklung wie männlich/weiblich oder hohe Stärke oder hohe Intelligenz irgendwie bei den Dialogen berücksichtig hätte, wäre ich sogar auf 5 Punkte gegangen.

Aber so ist die doch unzeitgemäße Grafik und deren Umsetzung für nur 4 Sterne.
Schade, wäre das Spiel vor 1-2 Jahren erschienen, hätte es wahrscheinlich überall volle Punkte eingebracht.

Aber Fans und Leute, die einfach mal wieder ein schönes, lustiges RPG spielen wollen, sollten zugreifen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 8, 2010 10:25 AM CET


The Last Remnant
The Last Remnant

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schönes Spiel, aber mit Frustfaktor, 29. März 2009
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Last Remnant (Computerspiel)
The Last Remnant ist vom Prinzip her ein gelungenes Spiel.
Vergleiche mit anderen Final Fantasy Spielen, finde ich persönlich Quatsch, da es nun mal ein komplett eigenständiges Spiel ist und keine Fortsetzung.
Auch wer sich über die Steuerung beklagt, hat wohl nicht ganz die Einstellungen durchgeschaut, weil die Tastenhilfe kann von Xbox-Controller auf Tastatur umgestellt werden und somit sind kritische Treffer kein Problem mehr.
Grafisch ist das Spiel okay, die Personen sind für mich gut dargestellt und die Umgebung ist nicht zu überladen.

Jetzt das große ABER:
Man kann je nach Fortschritt immer mehr Einheiten im Kampf einsetzen, aber man kann noch mehr Einheiten rekrutieren, die nie zum Zug kommen, da es sinnlos ist ständig zu wechseln. Daher ist mir diese Spielidee nicht ganz schlüssig. Denn nur wenn Einheiten kämpfen, eintwickeln sie sich weiter und man braucht starke Einheiten für die Bossgegner.
Diese Bosse wiederrum sind manchmal knallhart überdimensioniert. Wenn man nur dabei ist, seine anderen Kollegen wiederzubeleben, macht der Kampf keinen Spaß mehr. Da kommt eine Massenvernichtung nach der anderen.
Außerdem sind die Gildenaufträge der Monsterjagd schlecht umgesetzt.
Man läuft doch nicht ne Stunde durch so eine Karte und stellt am Ende fest, dass der Gegner gar nicht gespawnt ist. Das ist MIST. Wenn dann müssen die immer da sein. Aber das soll wohl das Gameplay herauszögern.

Waffen und Ausrüstung:
Kann man massenhaft kaufen und aufrüsten. Um nicht zu sagen, es ist schirr unmöglich einen Überblick zu behalten. Genauso die Komponenten, die man für deren Entwicklung braucht. Es gibt von Fliegenflügel über -augen und -ohren fast jedes Körperteil als Komponente. Wer soll denn da noch durchsehen ?!? Und wieso braucht ein Schwert, Spinnenaugen oder so einen Quatsch ?!? Nicht ganz logisch und ohne Internethilfe weiß man eh nicht wo man was finden kann.
Das ist auch ein Frustfaktor, weil man sein Schwert nicht verbessern kann, weil die blöden Viecher eben nicht das haben, was man braucht.

Karten der Umgebung:
Muss man finden !!! Die Hauptperson scheint Stift und Papier nicht zu kennen und malt keine Karte selbst. Das ist so richtig bescheuert, weil man sich total verläuft. Also wieder Internethilfe. Und dann sind bei den Karten nichtmal Bohrpunkte und Grabungspunkte eingezeichnet.
Also mal ehrlich...
Außerdem könnte man einen Zielcursor wie bei Oblivion einführen, damit man weiß wo man hinlaufen muss. Würde den Spielspaß nicht mindern.

Fazit:
Das Spiel ist im Grunde gut aufgebaut, aber es hat so seine Macken, die einem in der Mitte den Spaß rauben. Man sitzt Stunden davor und hat doch nichts erreicht.


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