Profil für Dr. Josef Spindelböck > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Dr. Josef Spin...
Top-Rezensenten Rang: 2.318
Hilfreiche Bewertungen: 1001

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Dr. Josef Spindelböck "spindelboeck" (St. Pölten)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-15
pixel
Lena in Waldersbach: Eine Erzählung
Lena in Waldersbach: Eine Erzählung
von Eduard Habsburg
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lena und der Lenz - die Geschichte einer Verstörung und Heilung, 3. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Mit einer für das Detail geschulten und dennoch nicht die wesentlichen Linien verlierenden Regie führt der Autor Eduard Habsburg den Leser ein in die Erlebniswelt der 17jährigen Lena. Diese ist fluchtartig von zuhause aufgebrochen und wandelt nun in und um Waldersbach auf den Spuren des Lenz aus der gleichnamigen Novelle von Georg Büchner. Lena vermag Wahn und Wirklichkeit nicht zu unterscheiden, sodass das Geschehen einem Höhepunkt entgegen eilt.

Wie es zur Wende im Leben Lenas kommt, möchte der Rezensent hier nicht verraten. Anders als beim Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz, der den berühmten Pfarrer Johann Friedrich Oberlin im Januar 1778 aufsuchte und trotz seiner Hoffnungen doch keine Heilung von seinen Wahnvorstellungen fand, tut sich für Lena durch Vermittlung von Menschen, denen sie vertrauen kann, das Tor zur Wirklichkeit neu auf, sodass sich eine hoffnungsvolle Zukunft ankündigt.

Lena leidet im Gegensatz zum realen Lenz, auf den in Büchners Novelle Bezug genommen wird, nicht an einem allzu präsenten Über-Vater, sondern daran, dass sich dieser einfach aus dem Staub gemacht und Mutter und Tochter allein zurückgelassen hat. Die einfühlsame Darstellung der psychischen Krankheit Lenas kann Betroffenen und ihren Familien helfen, die Situation besser zu bewältigen und womöglich sogar Heilung zu erlangen.

Jesus von Nazareth: Prolog - Die Kindheitsgeschichten
Jesus von Nazareth: Prolog - Die Kindheitsgeschichten
von Benedikt XVI.
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,00

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant, kompetent und sogar erbaulich, 30. Dezember 2012
Der Band „Prolog: Die Kindheitsgeschichten“ von Joseph Ratzinger / Benedikt XVI. versteht sich nicht als gleichwertiger dritter Teil zu den bereits vorliegenden Bänden („Erster Teil: Von der Taufe im Jordan bis zur Verklärung“, „Zweiter Teil: Vom Einzug in Jerusalem bis zur Auferstehung“). Es geht Benedikt XVI. in diesen nicht mit lehramtlicher Autorität, sondern theologischer Kompetenz vorgetragenen Überlegungen vielmehr um eine reflektierte Hinführung zum spezifischen Genus litterarium der Kindheitserzählungen Jesu bei den Evangelisten Matthäus und Lukas.

Nach einem einführenden ersten Kapitel, in dem es um die Frage „Woher bist du?“ (Joh 19,9) geht, widmet sich Benedikt XVI. im 2. Kapitel der Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers und der Geburt Jesu, im 3. Kapitel der Geburt Jesu in Bethlehem und im 4. Kapitel den Weisen aus dem Morgenland und der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten. Ein Epilog geht auf die Erzählung über den zwölfjährigen Jesus im Tempel ein.

Benedikt XVI. bekräftigt die jungfräuliche Empfängnis und Geburt Jesu durch Maria; auch Bethlehem als Geburtsort Jesu und die Geschichtlichkeit des Kindermordes durch Herodes werden nicht in Frage gestellt. Entgegen einem, auch unter wissenschaftlichen Exegeten weit verbreiteten Vorurteil werden in diesen Teilen der Evangelien geschichtliche Ereignisse dargestellt, die in theologischer Deutung mit Bezug auf die Erfüllung der Verheißungen der alttestamentlichen Propheten erschlossen werden. Benedikt XVI. sucht die großen Linien aufzuspüren und nachzuzeichnen und leistet so einen wertvollen Dienst am Wort Gottes. Die Exegese und Bibeltheologie der Kirchenväter, auf die das vorliegende Buch immer wieder zurückgreift, vermag Einseitigkeiten und Abwege der an sich anerkennenswerten historisch-kritischen Exegese auszugleichen und zu korrigieren.

Ein Anhang des Verlags bietet neben dem Abkürzungsverzeichnis auch ein Glossar und ein thematisches Register sowie ein Register der Bibelstellen sowie der Eigennamen.

Benedikt XVI. erschließt mit seinem Gesamtwerk „Jesus von Nazareth“ in den nun vorliegenden drei Bänden die Person und Sendung des menschgewordenen Sohnes Gottes. Er tut dies nicht aus einem rein historischen oder exegetischen Interesse, sondern weil er zur persönlichen Begegnung mit Gott in seinem Sohn Jesus Christus hinführen will. Für jeden, der sich auf diesen Anspruch des Glaubens einlassen will, ist die Buchreihe insgesamt zu empfehlen! Dies gilt auch für den nun vorliegenden „Prolog“.

Chant - Amor et Passio
Chant - Amor et Passio
Preis: EUR 13,99

36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine willkommene Hinführung zu meditativer Gottesbegegnung, 7. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Chant - Amor et Passio (Audio CD)
Die Zisterziensermönche des Stiftes Heiligenkreuz sehen sich berufen, das Lob Gottes im monastischen Stundengebet zu verkünden. Dabei trägt der auf Latein gesungene gregorianische Choral dazu bei, dass das Herz des Beters vor Gott zur Ruhe kommt und er eintreten kann in den Dialog mit Gott. In den Psalmen wird das Wort Gottes meditiert und werden sowohl das persönliche Lebensschicksal des Beters als auch die vielen Schicksale der Menschen in der Welt in Anbetung, Lobpreis, Dank und Bitte vor Gott gebracht.

Die neue CD schließt an die bereits vorgelegten Produktionen an und wird deshalb all jene mit innerer Freude erfüllen, die schon einen Zugang haben zum gregorianischen Choral. Gewiss werden auch so manche, denen diese Form des Gesangs noch nicht vertraut ist, durch die vorliegende CD hingeführt werden zur meditativen Stille und daraus Kraft für den Alltag schöpfen.

Mit David Ianni haben die Mönche von Heiligenkreuz einen exzellenten Musiker gefunden, der einige gesungene Gebete mit dem Klavier begleitet. Dies stellt für gregorianische Puristen gewiss eine Herausforderung dar; der Rezensent meint aber, man soll sich auch darauf vorurteilsfrei einlassen und dies auf sich wirken lassen!

Über die Eucharistie und den Messkanon
Über die Eucharistie und den Messkanon
von Michael Stickelbroeck
  Broschiert
Preis: EUR 16,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtige Neuedition von Scheeben-Aufsätzen, 3. Oktober 2011
Als Band 2 der Schriften der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten ist nun im Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, ein bisher auch der Fachwelt nur schwer zugängliches Werk in einer Neuedition mit Kommentar erschienen.

Es handelt sich um zwei Aufsätze des Kölner Theologen Matthias Joseph Scheeben aus den Jahren 1862 und 1866, die nun vom St. Pöltner Dogmatikprofessor Dr. theol. habil. Michael Stickelbroeck neu herausgegeben worden sind und kommentiert werden.

Die 128 Seiten umfassende Schrift trägt den Titel: 'Über die Eucharistie und den Messkanon'. Prof. Stickelbroeck meint in seiner Hinführung, dass Scheeben der Theologie 'wegen seiner intuitiven Arbeitsweise ' viele Impulse zu weiterem Forschen gegeben' habe. Dies treffe vor allem für eine 'Theologie des Messopfers' zu, die bis heute ein 'unerfülltes Desiderat' darstelle (S.11).

Umso erfreulicher ist es, dass nun maßgebliche dogmatische Ausführungen von Matthias Joseph Scheeben über die heilige Messe als Grundvollzug des christlichen Lebens in neuer Edition vorliegen. Sie werden bestimmt aufmerksame Rezipienten finden, nicht nur unter Fachtheologen, sondern auch unter interessierten Laien!

Die vergessenen Erfinder: Wie im Mittelalter die moderne Wissenschaft entstand
Die vergessenen Erfinder: Wie im Mittelalter die moderne Wissenschaft entstand
von James Hannam (Autor)
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,95

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lehrreich und interessant, 26. Juni 2011
Der britische Historiker James Hannam hat ein vielbeachtetes Buch vorgelegt, das den Titel trägt 'God's Philosophers. How the Medieval World Laid the Foundations of Modern Science'. Es war im Jahr 2010 für den 'Book Prize' der Royal Society nominiert. Dank der Übersetzungstätigkeit von Katrin Krips-Schmidt und der Bereitschaft des St. Ulrich Verlags Augsburg ist dieses Buch nun 2011 auf Deutsch erschienen: 'Die vergessenen Erfinder. Wie im Mittelalter die moderne Wissenschaft entstand'.

Auf 448 Seiten (inkl. Zeittafel, Liste der Schlüsselfiguren und Anmerkungsteil) wird die wechselvolle Geschichte mittelalterlicher Pioniere der später in der Neuzeit ausdifferenzierten Naturwissenschaften und der damit verbundenen technischen Anwendungen aufgespürt und dargestellt. Die Wegbereiter der modernen Naturwissenschaft kommen oft aus dem Bereich von Theologie und Philosophie, aber auch aus den Gebieten der Astrologie und Astronomie sowie der Alchemie und der sich erst allmählich entwickelnden Medizin.

Die überaus detailreiche und kundige Darstellung verweist undifferenzierte Pauschalurteile ('Finsteres Mittelalter') in das Reich der Legende. Es gibt, wie wohl in jeder geschichtlichen Epoche, vielmehr ein Auf und Ab von Fortschritt und Niedergang. Wichtige Entdeckungen wurden oft eher zufällig gemacht; manchmal wissen wir nicht einmal mehr den Namen des Entdeckers oder Erfinders, wie bei der Brille oder der mechanischen Uhr.

Das scholastische Denken öffnete den Weg für eine wissenschaftliche Systematik und empirische Absicherung auch im naturwissenschaftlichen Bereich. Gerade die mittelalterliche Kirche erwies sich trotz ihres großen gesellschaftlichen Einflusses in dieser Hinsicht nicht als Bremse des Fortschritts, sondern als Instanz, die von der Glaubenswahrheit der guten Schöpfung Gottes, die sich der Mensch untertan machen solle, zu Wissenschaft und Forschung ermutigte, im Dienst des Wohls der Menschen und zur Ehre Gottes. Dabei wurden auch Erkenntnisse aus dem nichtchristlichen Raum rezipiert und in eigenständiger Forschung vorangetrieben.

Aus der Vielzahl der naturwissenschaftlich-technischen Pioniere seien hier nur Roger Bacon, Richard von Wallingford, Nikolaus Kopernikus und Galileo Galilei genannt. Sie und viele andere werden in ihrer Biografie und in dem, was zu ihren Entdeckungen führte, ausführlich dargestellt. Ein interessantes und lehrreiches Buch!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 21, 2013 10:49 PM CET


Maria von Nazareth: Geschichte - Archäologie - Legenden
Maria von Nazareth: Geschichte - Archäologie - Legenden
von Michael Hesemann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jedenfalls lesenswert, 7. Juni 2011
Der Historiker Michael Hesemann hat im Sankt Ulrich Verlag, Augsburg, ein 304 Seiten umfassendes populärwissenschaftliches Buch über die Gottesmutter Maria vorgelegt. Es trägt den Titel: 'Maria von Nazareth. Geschichte, Archäologie, Legenden'.

Die historische Spurensuche nach der Jungfrau Maria, die von Gott auserwählt war, die Mutter des Erlöser zu werden, beginnt mit einer kunstgeschichtlichen und zugleich von Frömmigkeit und theologischer Einsicht inspirierten Reise zur Advocata-Ikone vom Monte Mario in Rom. Möglicherweise geht die 'Advocata' als Urbild aller Marien-Ikonen auf ein zeitgenössisches Portrait der Gottesmutter zurück; so oder so spricht sie jedenfalls zum Herzen.

Hesemann zeigt die geistesgeschichtliche Situation unmittelbar vor der Geburt des Erlösers auf. Auch im heidnischen Bereich der griechisch-römischen Antike war die Erwartung eines Heilbringers groß; dafür gibt es sowohl literarische als auch archäologische Zeugnisse. Vor allem aber im jüdischen Volk kulminierten die Verheißungen der Propheten in der baldigen Ankunft eines von Gott gesandten Messias, in dem Gottes selbst als Immanuel bei seinem Volk gegenwärtig sein würde. Der grausame König Herodes, der von Roms Gnaden regierte, sah sich selbst als Heilbringer und wollte als Messias anerkannt werden, weshalb er auch den Tempel von Jerusalem in bisher ungekannter Pracht und Machtentfaltung neu erbauen ließ.

Hesemann unternimmt als Historiker den Versuch, auch außerbiblische Zeugnisse mit einzubeziehen, wenn er nach dem Leben der Jungfrau und Gottesmutter Maria fragt. Zwar sind die sogenannten Apokryphen mit Vorsicht heranzuziehen, da sie teilweise gnostisch-häretischen Ursprungs und historisch unzuverlässig sind. Doch gilt es auch hier nach Hesemann die Spreu vom Weizen zu scheiden; in manchen apokryphen, d.h. von der Kirche nicht als kanonisch und damit als göttlich inspiriert anerkannten Schriften findet sich doch ein historischer Kern von gewissen Begebenheiten, die mit der Heiligen Familie in Zusammenhang gebracht werden. Dies wird insbesondere dann plausibel, wenn sich damit übereinstimmende archäologische Zeugnisse finden lassen und es auch andere literarische Quellen gibt, die mit bestimmen Aussagen konvergieren.

So manche Zusammenhänge, auf die hier im Detail nicht eingegangen werden kann, beispielsweise in Bezug auf die Verwandtschaft Jesu werden auf diese Weise aufgehellt. Inhalte des sogenannten Protevangelium des Jakobus gehen nach Überzeugung des großen Benediktiner-Archäologen P. Bargil Pixner (+ 2002) auf Überlieferungen der Jesus-Familie zurück und helfen beim Verstehen der historischen Hintergründe, die Abstammung Mariens betreffend. Entgegen der Auffassung des exegetischen Mainstream erachtet es Hesemann als historisch möglich, ja sogar wahrscheinlich, dass Maria tatsächlich als junges Mädchen schon von ihren Eltern dem Herrn für den Dienst im Tempel überantwortet wurde. Später sei dann für sie ein Bräutigam ausgesucht worden ' eben Josef von Nazareth ', der ihr Keuschheitsgelübde zu respektieren bereit war. Zu viel Gewicht wird der apokryphen Tradition indes in der Einschätzung beigelegt, Josef könne bei seiner Verehelichung mit Maria bereits ein älterer Witwer gewesen sein. Darf man es Gott nicht zutrauen, dass er als Beschützer der Jungfräulichkeit Mariens und des von ihr empfangenen und geborenen Kindes nicht einen Mann jüngeren Alters auserwählte, der ebenfalls zeit seines Lebens jungfräulich lebte? Allein der Umstand der Flucht nach Ägypten, die übrigens von Hesemann mit Rückgriff auf koptische Traditionen sehr ausführlich dargestellt wird, lässt an einen gesunden und leistungsfähigen Mann denken, der all dies auf sich nehmen konnte und nicht an einen älteren, vielleicht schon kränklichen Witwer!

Besonders interessant sind die Ausführungen Hesemanns zum Stammbaum Jesu. Die Divergenz der Stammbäume bei Matthäus und Lukas lässt sich durch eine nach jüdischem Recht mögliche Adoption Josefs in der Familie Mariens erklären. Maria war als einziges Kind ihrer Familie eine Erbtochter; Josef wurde durch Adoption zum Sohn Elis, des Vaters Marias; Eli ist eine Kurzform von Eliachim, d.h. Joachim. Auf diese Weise hatte Josef gleichsam zwei Stammbäume: einen leiblichen (bei Matthäus bezeugt) und einen durch Adoption (bei Lukas referiert). Der Stammbaum Josefs durch Adoption ist zugleich der leibliche Stammbaum Mariens, die daher ebenso wie Josef von Nazareth aus dem Geschlecht Davids stammte. Das Jesuskind war also nicht nur rechtlich ein Nachkomme Davids, sondern auch der leiblichen Abstammung nach.

Weitere Themen, die behandelt werden, sind das 'Heilige Haus' (Santa Casa), das in Loreto verehrt wird und tatsächlich, wie sich archäologisch und dokumentarisch nachweisen lässt, im Auftrag einer Familie Angeloi (der Legende nach durch 'Engel') als Mitgift für eine Hochzeit in den Jahren 1291 bis 1294 von Nazareth über Rijeka nach Loreto gebracht wurde.

Hesemann geht weiter den Spuren der Weisen nach, die das neugeborene Jesuskind besuchten, und gelangt auch hier zu überraschenden archäologischen und astronomischen Bestätigungen der biblischen Wahrheit. Abschließend befasst er sich mit der Rolle Mariens, die ihrem Sohn auf menschliche Weise beistand, als er das Leiden auf sich nahm und am Kreuze starb, sowie mit der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel, wofür er unübersehbare Spuren der Bezeugung dieser Wahrheit in der geschichtlichen Überlieferung ausmachen kann.

Auch wenn man nicht jedem Detail der Darstellung in derselben Weise Gewicht beimisst, wie dies Michael Hesemann tut, so wird der interessierte Leser doch großen Gewinn aus der sachkundigen und vom Glauben getragenen Auseinandersetzung mit den geschichtlichen Umständen des Lebens Mariens schöpfen! Ein jedenfalls lesenswertes Buch.

Das Kreuz aus Krippenholz: Christliche Gedichte
Das Kreuz aus Krippenholz: Christliche Gedichte
von Harald Stollmeier
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,90

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höchst anregend für das Nachdenken über Gott und die Welt, 12. März 2011
Der Historiker und Pressesprecher Harald Stollmeier legt unter dem tiefgründigen Titel "Das Kreuz aus Krippenholz" auf 86 Seiten eine Sammlung christlicher Gedichte vor, die in vier Kapitel aufgeteilt sind: 1. Gottverlassen - Gott verlassen?, 2. Gott in den Menschen begegnen, 3. Geistliche Jahreszeiten, 4. Deo gratias. Die Gedanken bringen die Erfahrungen bereits glaubendender, aber auch suchender und zweifelnder Menschen zum Ausdruck. Die Frage nach Gott brennt allen Texten unter den Nägeln. Sowohl die persönliche Lebenssituation wie auch die Feste und Ereignisse des Kirchenjahres finden Beachtung.
Es liegt in der Natur dieser Lyrik, dass sie zum Nachdenken anregen und keine fertigen Antworten vorgeben will. Dem gläubig praktizierenden Katholiken Stollmeier ist es jedoch gewiss eine Freude, wenn Menschen durch seine hier formulierten Gedanken dem persönlichen und uns liebenden Gott, der sich in Jesus Christus offenbart hat, näherkommen und die Glaubensgemeinschaft der Katholischen Kirche als wirkliche Hilfe für die Gottesbegegnung erfahren!

Globale Medienkultur: Technik, Geschichte, Theorien
Globale Medienkultur: Technik, Geschichte, Theorien
von Frank Hartmann
  Broschiert
Preis: EUR 7,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, kompetent und hilfreich zur eigenen Urteilsbildung, 5. Februar 2011
Das vorliegende Buch des Medienphilosophen Frank Hartmann führt ein in die globale Medienkultur. Was an diesem Werk mit 240 Seiten so überzeugt, ist die Zusammenschau geschichtlicher, technischer und soziokultureller Aspekte der medialen Kommunikation. In drei Hauptgruppen wird auf unterschiedliche Medientypen eingegangen (Kabel, Wireless und Online); dabei werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet.

Eine Einsicht, die sich immer wieder neu bestätigt, ist folgende: Die Durchsetzung eines bestimmten Medientyps im Lauf der Geschichte hängt nicht nur von der technischen Verfügbarkeit ab, sondern noch mehr von einer durch gesellschaftspolitische und auch ökonomische Faktoren bestimmten Bedürfnis- und Interessenslage.

Nicht selten aber geht die Entwicklung ihre eigenen Wege, abseits jeder Planung und jedes Kalküls. Mitunter treten gleichsam als Nebenprodukt einer Entwicklung neue Formen der medialen Kommunikation auf, die sich dann als äußerst vielseitig und produktiv, auch im geistigen Sinn erweisen.

Die immer wieder vorgebrachten medienphilosophischen Überlegungen hinterfragen bestimmte Theorien in kritischer Weise nach ihrem Wirklichkeitsbezug und sind insofern besonders hilfreich zur eigenen Urteilsbildung.

Der Anhang bietet eine Zeittafel der technischen Entwicklungen, ein Literaturverzeichnis und Namensregister.

Empfehlenswert!

Olivia Newton John - Simply Olivia
Olivia Newton John - Simply Olivia

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein übler Verschnitt - die Sängerin hätte sich besseres verdient!, 22. Januar 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Olivia Newton John - Simply Olivia (DVD)
Die vorliegende DVD stellt einen Verschnitt aus verschiedenen Konzerten und TV-Auftritten der britisch-australischen Sängerin, Schauspielerin und Songwriterin Olivia Newton-John dar.
Die Bildqualität ist unzureichend; der Ton lässt meist zu wünschen übrig. Zwischen den einzelnen Titeln erfolgt oft ein ruckartiger Übergang, der auf eine kaum vorhandene Schnittqualität zurückzuführen ist. DVD-Menü gibt es selbstverständlich auch keines.
Wahrlich, die talentierte Sängerin, von der man wunderbare Songs auf anderen Ton- und Videodatenträgern hören kann, hätte sich Besseres verdient! Vom Kauf dieses Produkts ist abzuraten.

Medienwissenschaften (Uni-Taschenbücher basics M)
Medienwissenschaften (Uni-Taschenbücher basics M)
von Werner Faulstich
  Broschiert
Preis: EUR 5,90

4.0 von 5 Sternen Hilfreiche Einführung in die Medienwissenschaft, 21. Januar 2011
In zugleich kompetenter und kompakter, didaktisch gut aufbereiteter Weise führt Werner Faulstich, seit 1989 Inhaber des Lehrstuhls für Medienwissenschaft in Lüneburg, in das betreffende Fach ein.
Zur Sprache kommen ausführlich die verschiedenen, in der Geschichte der Menschheit bisher aufgetretenen bzw. relevanten und dominanten Medien, seien es Primärmedien (wie traditionelle Menschmedien und Theater), Druckmedien (Brief, Blatt, Buch, Heft, Plakat, Zeitung, Zeitschrift), analoge Medien (Foto, Telefon, Tonträger, Film, Hörfunk, Fernsehen, Video) und digitale Medien (Computer, Multimedia, World Wide Web, Intranet/Extranet, Email, Chat). Die Grenzen sind konkret mitunter schwer zu definieren, und im multimedialen Zeitalter verschwinden diese zusehends.
Auch traditionelle Rollen wie Kommunikator und Rezipient bleiben zwar prinzipiell aufrecht, doch die mediale Kommunikation zielt darauf ab, eben keine Einbahnstraße zu sein, sondern einen wechselseitigen Austausch zu ermöglichen.
Faulstich geht auch auf die Methoden der Medienwissenschaft ein, wobei er empirische und hermeneutische Methoden darstellt. Im Abschnitt über Medien und Gesellschaft erfährt man Hilfreiches und Interessantes über die Mediengeschichte als Systemgeschichte, es wird auf Medienpolitik, Medienrecht und Medienethik eingegangen sowie auf die Medienproduktion, die Medienorganisation und die Medienrezeption Bezug genommen.
Die Vielfalt der verhandelten Themen und Aspekte kann klarerweise nur einführend behandelt werden. Es ist daher wichtig und hilfreich, dass der Autor jeweils am Ende einzelner kurzer Abschnitte ausführliche Literaturhinweise anbietet.
Die Geschichte der Medien schreitet voran; das 2004 erschienene Buch ist zwar immer noch in den Grundzügen aktuell und relevant, jedoch so manche neuere Entwicklungen vor allem im Bereich der digitalen Medien konnte es klarerweise noch nicht berücksichtigen.

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-15