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Beiträge von Dr. Josef Spin...
Top-Rezensenten Rang: 2.312
Hilfreiche Bewertungen: 1001
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Rezensionen verfasst von Dr. Josef Spindelböck "spindelboeck" (St. Pölten)
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8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Hinter seichter Oberfläche steckt doch mehr, 8. März 2008
Die an sich eher anspruchslose Darstellung kann kritisch betrachtet die Augen öffnen für die mit sinnlicher Schönheit mitunter verbundene Tragik: Männer sehen in erotisch anziehenden Frauen oft primär ein Objekt der Begierde, und auch selber haben diese weiblichen Schönheiten (hier konkret in der Person der Juliette verkörpert von Brigitte Bardot) Schwierigkeiten, einem Leben zu entfliehen, das ihrem zweifelhaften Ruf entspricht, der da lautet: Sie können nicht treu sein. Durch die Treue ihres Ehemannes Michel gelingt es Juliette jedoch, auch selber zu Reifung und treuer Hingabe zu finden. Der Lernprozess ist jedoch für alle Beteiligten mühsam und leidvoll; dies erspart der Film dem Zuseher nicht, und daher kann man von der Darstellung profitieren, wenn man nicht nur die seichte Unterhaltung sucht. Die Altersempfehlung von ab 12 müßte jedoch für ab 16 korrigiert werden!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein Klassiker der Tiroler Volkskultur, 8. März 2008
Schon zum 87. Mal ist der Tiroler Reimmichlkalender nunmehr erschienen; jedes Jahr gibt es außer den obligaten kalendarischen Informationen Interessantes und Wissenswertes aus dem kulturellen Umfeld des Tirolerlandes. Die für den Kalender 2008 ausgewählte Erzählung des Reimmichl "Die Großglocknerin" zeigt auf packende Weise, wie eine junge Frau gegen die Vorurteile ihrer Zeit anzukämpfen hat, indem sie als erste Frau den Großglockner besteigt. Für Bergsteiger mag es besonders interessant sein, wie detailgenau der Reimmichl die verschiedenen Aufstiege zum Berg und ihre Reize, aber auch Gefahren beschrieben hat. Summa summarum: Höchst empfehlenswert!
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Anmerkung des Autors, 14. Februar 2008
Die Herausgabe dieser Sammlung von Aufsätzen zur philosophischen und theologischen Ethik entspringt sowohl einem wissenschaftlichen wie auch einem praktischen Bedürfnis und soll der geistigen Auseinandersetzung mit relevanten Themen und Problemen in ihren ethischen und moraltheologischen Aspekten dienen. Was Autor wie Leser thematisch antreibt, ist die Frage nach dem Bezug des christlichen Glaubens zum sittlichen Leben. Im Themenbereich Biblische Grundfragen geht es um den Stellenwert der Feindesliebe in der Ordnung der Liebe und um einen Disput über Glaube und Werke. Im Abschnitt Fundamentalethik wird die Problematik von Sinnfrage und Grundentscheidung sowie des Verhältnisses des christlichen Glaubens zur ethischen Rationalität erörtert. Außerdem werden Notwendigkeit und Grenzen des ethischen Diskurses beleuchtet und die sog. Endentscheidungshypothese und ihre Deutung im Zusammenhang der Grund- und Lebensentscheidung untersucht. Der Abschnitt Sozialethik widmet sich dem Menschen als soziales Wesen und gibt Ermutigungen für das Wertebewusstsein aus sozialethischer Sicht. Auch die Ziele des Menschseins als Anregungen für eine Kriteriologie im Rahmen der Sozialethik kommen in den Blick. Der Bereich Rechts- und Friedensethik greift Themen auf wie die sittliche Beurteilung der Sklaverei durch die Kirche sowie moraltheologische Implikationen des Krieges gegen den Terrorismus. Im Abschnitt Liebe und Sexualität geht es um Bindungswunsch und Bindungsangst, d.h. um Aspekte der theologischen und pastoralen Antwort der Kirche zur Situation unverheiratet zusammenlebender Paare, sowie auch um die sittliche Beurteilung der Homosexualität aus moralhistorischer Sicht und um die Kontroverse zum Thema Sex für Behinderte als Beispiel einer radikalen Fehlinterpretation päpstlicher Aussagen. Im Bereich Medizinische Ethik wird Bezug genommen auf die sittliche Verantwortung in der Medizin aus der Perspektive der theologischen Ethik. Es werden grundsätzliche Überlegungen und konkrete Anwendungen im Hinblick auf die Plastische Chirurgie vorgestellt und im Hinblick auf Rationierung und Rationalisierung im Gesundheitswesen nach der Spannung von medizinischer Qualität und ökonomischer Effizienz gefragt. Der Bereich Sakramentales Leben schließt thematisch Erörterungen über den Schutz des Beichtgeheimnisses und zum endgültigen kirchlichen Nein zum Priestertum der Frau mit ein. Die Beiträge wollen Informationen vermitteln, das Verständnis für die Glaubenslehre und Werthaltung der katholischen Kirche wecken und zur Diskussion anregen!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Anmerkung des Herausgebers, 14. Februar 2008
An der Katholischen Universität Lublin, wohin Karol Wojtyla als Ethikprofessor berufen wurde, hielt er 1957-1959 spezielle Vorlesungen zum Thema von Ehe, Familie und menschlicher Sexualität, woraus dann die polnische Erstausgabe von "Liebe und Verantwortung" entstand, welche 1960 veröffentlicht wurde. Mit dieser Neuausgabe wird das wichtige ethische Werk Karol Wojtylas über den Sinngehalt der ehelichen Liebe einem breiten Leserkreis erneut zugänglich gemacht. Die von der menschlichen Erfahrung ausgehenden und auf das Wort Gottes hingeordneten personalistischen Reflexionen in "Liebe und Verantwortung" erleichtern das Verständnis der lehramtlichen Dokumente "Humanae vitae" und "Familiaris consortio", sodass die anspruchsvolle Schönheit der Berufung zur Liebe, wie sie sich in Ehe und Familie verwirklicht, neu aufleuchtet.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Die große Hoffnung der Menschen in Jesus Christus, 14. Februar 2008
Johannes Paul II. eröffnete sein Pontifikat mit einer Enzykliken-Trilogie über den einen Gott in drei Personen ("Redemptor hominis" über Jesus Christus als Erlöser der Menschen, "Dives in misericordia" über die Barmherzigkeit Gottes des Vaters und "Dominum et vivificantem" über den Heiligen Geist). Benedikt VI. hat ähnliches vor, indem er aus der Perspektive der theologischen Anthropologie die drei göttlichen Tugenden behandelt: Nachdem als erstes die Enzyklika "Deus caritas est" über die Liebe erschienen war, setzte er die Reihe fort mit einer Enzyklika über die christliche Hoffnung ("Spe salvi"). Ein Schreiben über den Glauben soll bald folgen. In der "Hoffnungsenzyklika" geht es Benedikt darum, die vielen "kleinen" Hoffnungen der Menschen auf die eine "große Hoffnung" zu beziehen: Gott hat den Menschen zur Gemeinschaft mit ihm berufen, in der er Glück und Seligkeit findet. Die Hoffnung darauf begleitet den Menschen auf seinem irdischen Lebensweg und gibt ihm Halt und Orientierung. Diese Einladung Gottes gilt allen Menschen und wird durch Jesus Christus in seiner Kirche vermittelt. Zeitkritisch ist die Enzyklika insofern, als sie einem blinden Fortschrittsoptimismus eine Absage erteilt und klar zum Ausdruck bringt, dass es um echten Fortschritt in der Menschlichkeit gehen muss, der ohne Gottesbezug nicht möglich sein wird.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Spannend und humorvoll, 14. Februar 2008
Als Ilke Harders, die eben bei einem Autounfall, der sich bald darauf als Mord herausstellen soll, tödlich verunglückt ist, kurz darauf im Körper ihrer Unfallgegnerin Beatrix Sievert wiedererwacht, ist für die Frau klar: Sie will ein neues Leben beginnen und die Fehler von früher nicht mehr wiederholen. Immerhin war sie zuletzt eine Frau, charakterisiert durch Verzweiflung, fortgesetzten Ehebruch mit ihrem Schwager, eine Abtreibung und zwei Fehlgeburten sowie einen zunehmenden Alkohol- und Pillenkonsum gewesen. Nun aber soll sie, wie ihr (göttlicher?) Auftrag lautet, ein "Segen" für andere werden. Erst allmählich findet Ilke Harders Orientierung in der neuen Umgebung, während die anderen sie für Beatrix Sievert halten. Es gelingt ihr tatsächlich, etwas Ordnung in ihr neues Leben zu bringen, wären da nicht noch gewisse "Altlasten" von früher, die ihr zu schaffen machen. Zuletzt ginge sie um ein Haar jenem Mann in die Falle, der den Mord an Ilke Harders zu verantworten hat ... Eine surreale Geschichte, die das Moment des Unwahrscheinlichen gezielt einsetzt, aber nicht übersteigert und dabei Spannung und Humor auf gekonnte Weise verbindet!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Einfühlsame Nacherzählungen der biblischen Engelgeschichten, 20. Januar 2008
Die vielfach preisgekrönte Kinderbuchautorin Lene Mayer-Skumanz hat im Tyrolia-Verlag unter dem Titel Die großen Engel-Geschichten aus der Bibel" die deutsche Fassung eines Buches gemäß dem englischen Original Encounters with Angels" von Leena Lane vorgelegt; die Illustrationen stammen von Elena Baboni. Biblische Erzählungen, in denen Engel eine wichtige Rolle spielen, werden von Lene Mayer-Skumanz behutsam nacherzählt und interpretiert. Immer geht es letztlich um Gott und seine Liebe und Zuwendung zu den Menschen. Darin liegt ein wesentlicher Unterschied im christlichen und jüdischen Verständnis der Engel gegenüber einer gnostisch-esoterischen Deutung: Die Engel stehen nicht selber im Mittelpunkt, sondern sie verweisen auf Gott. Sie sind dienende Geister, ausgesandt, um denen zu helfen, die das Heil erben sollen" (Hebr 1,14). Es wäre von einem Kinderbuch zu viel verlangt, jene theologische Unterscheidung zu berücksichtigen, dass Engel an vielen Stellen der Bibel tatsächlich Gottes Boten bezeichnen, an anderen hingegen eine literarische Illustration der Größe und Zuwendung Gottes sind, wie dies z.B. für die Erzählung vom brennenden Dornbusch zuzutreffen scheint. Im Hinblick auf die bildlichen Darstellungen ist anzumerken, dass es grundsätzlich nicht leicht ist, einen kindgemäßen Weg der Veranschaulichung zwischen Abstraktheit und Verkitschung zu finden. Die Zeichnerin hat sich in redlicher Weise darum bemüht; wie sehr sich Kinder davon angesprochen wissen, werden diese in entsprechendem Lesealter (8-12) am besten selber beurteilen können.
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5.0 von 5 Sternen
Kindgemäße Hinführung zu den biblischen Geschichten, 20. Januar 2008
Unter dem Titel Die großen Bibel-Geschichten" liegt nun im Tyrolia-Verlag die deutsche Ausgabe des englischen Kinderbuches Classical Bible Stories" vor. Den deutschen Text hat Saskia Hula nach der ursprünglichen Vorlage von Rhona Davies erstellt. Die Illustrationen stammen von Tommaso d'Incalci. Auf 64 Seiten (inkl. des Einbandumschlags) werden die wichtigsten Erzählungen der Heiligen Schrift in kindgemäßer Weise wiedergegeben und durch Bilder anschaulich dargestellt. Unter den Themen der 15 Bibelgeschichten des Alten Testaments finden sich die Schöpfungsgeschichte, Adam und Eva, die Arche Noah, Abraham, Josef und seine Brüder, Mose und die ägyptischen Plagen, der Auszug der Israeliten aus Ägypten, König David, die Geschichten von Jona sowie von Daniel in der Löwengrube. Die 13 Erzählungen aus dem Neuen Testament befassen sich mit der Geburt Jesu, dem Besuch der Weisen, Jesus als Lehrer, dem Sturm auf dem See, der Speisung vieler Menschen durch Jesus, dem barmherzigen Samariter, der Heilung des Blinden, der Berufung des Zachäus, dem Letzten Abendmahl, mit dem Verrat und der Kreuzigung Jesu, dem leeren Grab und der Auferstehung. Vom Anspruchsniveau sind die Bibelgeschichten mit entsprechender pädagogischer und katechetischer Begleitung durchaus für Kinder ab 6 Jahren geeignet, für die selbständige Lektüre ab circa 10 Jahren. Die großformatigen Bilder sind einfach, aber ansprechend. Kritisch kann man die Wahl des Schrifttypus Bernhard Modern" ansprechen, da dadurch sicher manche Volksschulkinder Schwierigkeiten beim flüssigen Lesen haben. Interessant ist, dass nicht nur Spielwaren im Fernen Osten hergestellt werden, sondern auch Kinderbücher: Das Buch wurde nämlich gedruckt und gebunden in Singapur".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Kompetente Einführung in ein zugleich wichtiges, aber auch schwieriges Thema, 17. Januar 2008
In überzeugender Weise versteht es Johann Friedrich Spittler aus neurologischer, neuropsychiatrischer und neurophilosophischer Sicht das Verständnis des menschlichen Todes gemäß der sog. orthodoxen Hirntodtheorie zu begründen. Dabei handelt es sich um den irreversiblen, durch strenge diagnostische Vorgangsweisen festgestellten Gesamtausfall aller Funktionen des Gehirns. Spittler geht ausführlich auf die Frage ein, inwieweit die medizinisch sichere und begründete Auffassung des Hirntodes als des Todes des Menschen kompatibel ist mit anderen Sichtweisen, da sie ja fürs erste dem Augenschein widerspricht: Der hirntote, unter künstlicher Beatmung und damit verbundenem Kreislauferhalt 'überlebende' Körper erscheint nach außen hin wie ein lebendiger Mensch, der in ein tiefes Koma gefallen ist, aus dem er jederzeit erwachen könnte. Da er jedoch endgültig seine personalen Fähigkeiten der Wahrnehmung, des Erinnerns, der Reflexion, des Entscheidens und Handelns verloren hat, ist dieser Mensch - wie Spittler ausführt - als tot anzusehen. Als Konsequenz ergeben sich für das weitere medizinische Handeln ein Therapieverzicht und - das früher ausgedrückte Einverständnis des Betroffenen bzw. seiner Angehörigen vorausgesetzt - womöglich eine Entnahme von Organen zur Transplantation auf einen anderen Menschen. Das Buch ist inhaltlich und methodisch klar aufgebaut und verständlich geschrieben. Insbesondere bemüht sich der Autor um Klärungen von wichtigen Begriffen. Bei aller Konsequenz der vertretenen Position zeigt sich der Respekt vor anderen Auffassungen. Einschränkend muss festgestellt werden, dass der Autor zwar auch philosophische Positionen referiert und würdigt, jedoch primär als Neurologe argumentiert. Dies ist insofern wichtig, da ein philosophisch geschulter Leser vielleicht manche Argumente als weniger stringent und überzeugend ansieht als der in der naturwissenschaftlichen Denkweise beheimatete Neurologe Spittler. Man darf wünschen, dass gerade Andersdenkende und bisher über diese wichtigen neurologischen Erkenntnisse Uninformierte dieses Buch mit Gewinn lesen!
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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Auch für Katholiken ein Gewinn, 11. Januar 2008
Das Werk Gott als Geheimnis der Welt" des protestantischen Theologen Eberhard Jüngel ist längst zu einem Klassiker einschlägiger Thematik aus Fundamentaltheologie und Dogmatik geworden: Es geht wesentlich um die theologische Reflexion des Glaubens an die Möglichkeit der Selbsterschließung Gottes in seinem Sohn Jesus Christus oder anders gesagt um die Denkbarkeit und Sagbarkeit Gottes. Jüngels Ansatz geht von der faktisch erfolgten Offenbarung Gottes in Jesus Christus aus (in Inkarnation und Kreuzesgeschehen sowie in der Sendung des Heiligen Geistes) und zeigt auf dieser Grundlage auf, wie Gott unter den Bedingungen neuzeitlicher philosophischer Infragestellungen durch Atheismus und Deismus denn überhaupt noch länger denkbar und sagbar sein könne. Dabei vertritt Jüngel das hermeneutische Postulat einer Vorgängigkeit der Sprache gegenüber dem Denken, was in praktischer Konsequenz bedeutet, Gott sei nur dann denkbar, wenn er zuvor sagbar ist. Dies aber bedeutet wiederum auf dem Hintergrund der faktisch erfolgten Offenbarung Gottes, dass Gott selber sich in seinem fleischgewordenen Wort ganz als Liebe ausgesprochen und mitgeteilt hat. In diesem Sinn gelte es die Menschlichkeit Gottes" neu zu entdecken, ohne dabei freilich eine Ununterschiedenheit zwischen Gott und Mensch zu behaupten. Liebe bewirke Identität in Differenz, und ein am Inkarnations- und Kreuzesgeschehen gedanklich entwickelter und geschärfter Gottesbegriff könne die Analogie zwischen dem in Jesus Christus menschgewordenen Gott und dem Menschen als solchen nicht mehr nur als je größere Unähnlichkeit in noch so großer Ähnlichkeit" verstehen, sondern müsse sie vielmehr als je größere Ähnlichkeit in noch so großer Unähnlichkeit" begreifen. Gottes Liebe bewähre sich angesichts des Nichts als schöpferisches Wirken ("Gottes Sein ist im Kommen") und überwinde so die Unheilsmacht von Sünde, Tod und Teufel. Das inhaltlich und in der methodischen Durchführung anspruchsvolle Buch ist - mit nötiger Unterscheidung gelesen und bedacht - auch für Katholiken ein Gewinn!
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