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Rezensionen verfasst von
EHZ "hiltifinger" (Berlin)

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Panasonic TX-P55VT50E 140 cm (55 Zoll) Plasma Fernseher (Full HD, Triple Tuner, 3D, Smart TV)
Panasonic TX-P55VT50E 140 cm (55 Zoll) Plasma Fernseher (Full HD, Triple Tuner, 3D, Smart TV)
Preis: EUR 2.538,12

27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel Licht aber auch Schatten (Update nach Geräteaustausch), 28. Juni 2012
Nachdem in den vorherigen Rezensionen schon einiges an Superlativen und leichten bzw. offensichtlichen Mängeln aufgelistet wurde, will ich mich auf einige Ergänzungen beschränken. Zumal ich nun schon das zweite Gerät bei mir zuhause zu stehen habe, weil das erste umgetauscht wurde - aber dazu im Folgenden mehr...

Ja - das Bild ist sensationell, gerade bei Bluray oder HD-Zuspielung!!! Die Schwarzwerte haben mich umgehauen, zumal ich von einem Samsung LE55 A956 mit Local Dimming gewechselt bin. Es gibt wahrscheinlich kein plastischeres Bild, vor allem in dunklen Szenen. Auch gut ist der THX Bright Room Modus. Bei Tageslicht eine stromintensivere aber vor allem leuchtstarke Alternative, er neigt aber zu heftigem Überstrahlen. 3D ist gut aber nicht sensationell. Bei überwiegend hellen Bildern flackert es schon mal deutlich. Die Tiefenschärfe ist je nach Zuspielung beeindruckend. Mir hat hier sogar die 2D-3D Konvertierung gut gefallen. Je nach Zuspielung wird auch hier zwar keine grosse Räumlichkeit aber doch der eine oder andere Effekt geboten. Momentan wird man meiner Meinung nach kein besseres Gerät am Markt für einen derartigen Preis bekommen.

Auf der anderen Seite fallen dann aber auch kleine Unstimmigkeiten auf, die einem gelegentlich den Spass verderben könnten. Hier einige Beispiele:

Beim Schauen einer DVD steht z. B. eine Person vor einem Bildschirm, auf dem im Hintergrund hellgrün leuchtende Schriftzüge von oben nach unten ablaufen. Diese Schriftzüge legen sich mal locker hinter das Gesicht der Person und das sieht schon seltsam aus.

Beim Zuspielen von der PS3 fällt auf, dass die Menüleisten im Bild seltsame vertikale und teilweise auch horizontale Streifen verursachen, je nach Farbgebung und Hintergrundbild (und das liegt NICHT an meinen Kabeln) - ich glaube man nennt es auch Line Bleeding. UNd das gibt es auch bei Material vom Tuner oder generell im Menü. Wer es selbst probieren will: Einfach mal beim Fussballschauen das Zoom-Menü anwählen und von oben nach unten die verschiedenen Bildmodi durchschalten. Deutlich ist zu sehen, wie die Schriftzüge über die gesamte Bildschirmbreite Linien ziehen und mitwandern. Ebenso bei weissen oder gelben Schriftzügen bei Filmen, so gesehen in den Opening Credits von der alten "Footloose" Fassung.

Und beim Fussballschauen oder anderen Abbildungen grosser einfarbiger Flächen sehe ich bei meinem Gerät im rechten Bild einen kaum wahrzunehmenden vertikalen, fünf cm breiten Streifen - kaum mehr als ein Schatten, der bei Bewegungsabläufen umso deutlicher zu Tage tritt. Bei meinem ersten Gerät befand sich in der Mitte dieses Streifens sogar ein heller Lichtfleck. Ob nun bei HD Zuspielung per Tuner oder per Bluray, der Effekt blieb immer an derselben Stelle - und meistens bei Blau-, Grün- oder Grautönen. Panasonic wollte das Gerät deshalb einschicken, obwohl es gerade eine woche alt war. Freundlicherweise habe ich innerhalb der Umtauschfrist von meinem Händler ein neues Gerät bekommen - und siehe da - kein Fleck mehr da! Der Streifen ist jedoch geblieben - er befindet sich nun etwas weiter am rechten Bildrand. Ich habe keine Ahnung ob man das "Banding" nennt, der Panasonic Kundendienst tat jedenfalls schon beim ersten Gerät ganz überrascht, ganz im Gegenteil zu den Kommentaren einiger Pingel-Köpfe in Foren.

Es befindet sich bereits das aktuellste Update auf dem Fernseher - und ich stelle fest, das trotz CI-Plus Modul und Kabelnetz-Zuspielung bei bestimmten langsamen Kameraschwenks oder Bewegungsabläufen ein gewisses Ruckeln vorhanden sein kann (!!!). Hier ist mein Eindruck, dass es mit der Qualität der Zuspielung zusammenhängt, da dieser Effekt bei mir mal mehr oder mal gar nicht auftritt. Auch ich habe die Bildbearbeitung auf "aus" oder "niedrig". Irgendwie seltsam, da bei Bluray und bestimmten HD-Sendern die Bewegtschärfe einfach sensationell ist - ganz ohne Einstellhilfen...

Empfindlichen Ohren sei übrigens von längerem Fernsehkonsum abgeraten. Sofern man den Ton nicht lauter stellt, sind die Lüfter dann deutlich hörbar, auch in 4m Entfernung. Das Panelsurren kann ich bei meinem Gerät nicht als störend aber durchaus als vorhanden bezeichnen.

Bisher habe ich es nicht geschafft alle meine mkv-Dateien ruckelfrei abzuspielen. Schade.

Wie lautet mein Fazit?

Bis auf den Fleck, bleiben die erwähnten Schwächen (aber auch Stärken) bei beiden Geräten identisch.

Was den besagten Streifen betrifft, habe ich Glück, dass er bei meinem jetzigen Gerät am äussersten rechten Bildrand liegt und so wirklich nur dem suchenden Auge auffällt - und ohnehin nur in ganz wenigen Kameraschwenks bei grossen einfarbigen Flächen zutage tritt. Bei meinem ersten Gerät hat er mich durch den Fleck mehr gestört.

Auch das Problem des Line Bleeding kann zumindest ich verschmerzen, da es nur sehr selten (!) auftritt.

Mangels besserer Alternativen kann ich mich doch mit den überwiegend positiven Eigenschaften anfreunden: Design, Bedienbarkeit und Bild passen (weitestgehend)! Wer das Vorgängermodell besass, wird sich sicherlich über lieblosere Verpackungen ärgern oder darüber, dass die 3D-Brillen nicht aufladbar sind (Wie macht man die übrigens sauber???) Aber dafür ist das jetzige Gerät einfach heller!

Alles in allem ein sehr gutes Gerät, doch eben leider kein "überragendes", welches die typischen Plasma-Krankheiten ausmerzt. Vor allem stört, dass man einfach Glück haben muss, um ein relativ gutes Panel zu erwischen. Für den Preis finde ich dieses "Glückspiel" allerdings nicht angemessen. Von einem Spitzen-Gerät dieser Kategorie darf man getrost mehr erwarten. Offensichtlich haben die Rezensenten einschlägiger Testmagazine einfach dieses Glück gehabt - bei ihren Geräten war scheinbar alles bestens. Doch bei meinem Austauschgerät ist das noch immer nicht der Fall.

Man muss sich eben entscheiden, ob man mit den kleineren Übeln auch dieses Plasma-Gerätes leben kann, will oder eben - mangels Alternativen - muss! Für den normalen Fernseh- und Bluray-Konsumenten fallen viele der beschriebenen Schwächen wahrscheinlich nicht ins Gewicht - für den notorischen Heimkinofreak bleibt allerdings ein nicht geringer Rest Ernüchterung.

Also Augen auf beim Kauf - die Wahrheit liegt in diesem Fall in der "Mitte"!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 26, 2012 12:13 AM MEST


Game of Thrones - Die komplette erste Staffel (inkl. Fotobuch) [Blu-ray] [Limited Edition]
Game of Thrones - Die komplette erste Staffel (inkl. Fotobuch) [Blu-ray] [Limited Edition]
DVD ~ Sean Bean

15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A Game Of Brilliant Blurays - auch für den Freund der englischen Fassung!, 29. März 2012
So, nun hat das Warten ein Ende.

Zur Geschichte wurde nun schon so einiges gesagt. Entweder man lässt sich auf das komplexe Intrigenspiel in Westeros ein oder man schaut eben weg.

Ich möchte mich daher auf die Ausstattung, die Bild- und Tonqualität beschränken.

Beim Einlegen der Bluray findet man zunächst eine deutsche Menüführung vor. Das Bonusmaterial in Textform kann leider auch nur in Deutsch aufwarten, was bedeutet, dass Informationen zu Adelshäusern und ähnlichem in der für manchen ungeliebten eingedeutschten Schreibweise vorliegen. Das gilt auch für die Episodenbezeichnungen. Wer befürchtet, dass auch die Untertitel in den Episoden selbst dann deutsch eingebrannt sind, z. B. Casterly Stein, Königsmund oder Hochehr, der kann beruhigt sein. Sofern man die englische Fassung anwählt, tauchen auch die Namen in Englisch auf. Wem das alles egal ist, auch gut. Was die Tonqualität betrifft, so überzeugt mich die Originalspur mehr, was Druck und räumliche Brillianz betrifft. Merkwürdigerweise findet man im Bluray-Menü keinen Hinweis, ob es sich um DTS oder HDMA 5.1 handelt - dort steht nur "Deutsch" oder "Englisch". Die Verpackung gibt bei näherem Hinsehen dann doch eines ganz unten auf der Rückseite preis - Audio: Deutsch, Englisch (DTS-HDMA 5.1). Für micht riecht und klingt das nach der Originalspur im HD-Master und nach einer komprimierten Deutschen Fassung. Wer also auf das englische Original in seiner reinsten Form wert legt, der kann beruhigt zuhören und zusehen.

Die Verpackung ist recht solide. Aussen Deutsch - positiv - das FSK Logo kann man entfernen. Streift man die äußere Hülle ab, kommt innen ein englischer Pappschuber zum Vorschein - auch der ohne Altersbezeichnung. Die Beigabe in Form einer Karte von Westeros wartet ebenfalls mit den englischen Bezeichnungen auf. Auf der Rückseite findet sich eine Übersicht der Adelshäuser - die ist nun wiederum in Deutsch.

Wer noch auf die limitierte Erstauflage zurückgreifen konnte - das Buch ist ein Witz. Ein paar nette Bilder - und das Ganze noch mit einem extrem schlecht ablösbaren Klebstoff befestigt. Nur für den wirklich hartgesottenen Fan notwendig.

Fazit:

Wer die Serie kennt, bekommt in Deutsch wie auch im Original wirklich alles geboten - bild- wie tontechnisch. Ich konnte nur in wenigen Szenen eine geringe Artefaktbildung feststellen. Abstriche in den Bonusmaterialien gibt es hier nur für den englischen Sprachpuristen. Ansonsten wird hier alles an Zusatzmaterial geboten, was man sich wünscht, vom Making of, bis hin zu Informationen zu den Hauptpersonen und Kommentaren (Und ja - die Serie ist uncut)!

Also ab dafür!!!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 4, 2012 9:45 PM MEST


A Game of Thrones: The Graphic Novel: Volume One
A Game of Thrones: The Graphic Novel: Volume One
von George R. R. Martin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A Game Of Brilliant Comic Art (Bantam-Ausgabe), 28. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Braucht man nach dem Lesen der Romane und dem Anschauen der Serie noch eine Comicadaption?

Wenn ich mir die vorliegende Ausgabe des ersten Teils der Graphic Novel von "A Game Of Thrones" anschaue, kann meine Antwort auf diese Frage nur "JA" lauten.

Mit Daniel Abraham, der bereits die Comic Ausgaben von George R.R. Martins "Fevre Dream" und "Skin Trade" textete und Tommy Patterson, der u. a. die Serie "Farscape" als Comic adaptierte, warten zwei Künstler Ihres Faches auf, die "A Game Of Thrones" zu wahrlich höheren Comic Art Weihen verhelfen.

Die Zeichnungen sind (wie man auch bereits Amazons "Blick ins Buch" für die Bantam-Ausgabe entnehmen konnte) sehr plastisch und detailliert, was besonders in den größeren Abbildungen der Städte, des Festes in Winterfell oder der Hochzeit Khal Drogos mit Daenerys beeindruckt. Im Hinblick auf Blutvergießen und Freizügigkeit steht der Comic dem Roman nicht nach, allerdings ohne dabei zu übertreiben. Die Darstellung der Charaktere mag teilweise ungewohnt erscheinen - sofern man durch die preisgekrönte HBO Serie vorbelastet ist. Und will man überhaupt Kritik üben, dann vielleicht daran, dass so manchem etwas zu oft der Mund offen steht - oder an der Darstellung König Robert Baratheons Krone ("der gehörnte Spiesser"). Aber das gleicht nur dem Suchen des Haares in der mehr als exzellenten Suppe!

Sprachlich bewegt sich Abraham sehr dicht am Original - sprich am Roman. Man hat mitunter das Gefühl ganze Passagen vor seinem Auge wiederzufinden, was dem Wiedererkennungwert der Persönlichkeiten und dem Geist des Buches nur allzu gerecht wird.

Die Geschichte des ersten Teils vorliegender gebundener Ausgabe besteht aus sechs "issues", inklusive der Rückseiten - insgesamt 183 Seiten lang. Daran schliesst sich ein Making of an. Das Format entspricht dem gängigen amerikanischen Comicformat, also irgendwo zwischen Din A4 und Din A5. Die Verarbeitung ist für den Preis sehr gut. Wie bei allen Büchern aus den USA bzw. UK ist es nicht eingeschweisst.

Und hier nun für manchen ein Wehrmutstropfen - es handelt sich NICHT um eine Comic Ausgabe des GESAMTEN ersten Romans - es ist nur der ERSTE Teil des ERSTEN Buches. Die Handlung unterbricht in den Weiten des gräsernen Meeres mit Daenerys Ankündigung, dass sie schwanger sei. Man hätte sich hier vielleicht einen dramaturgisch besseren Cliffhanger wünschen können, mich stört es jedoch nicht. Weitergehen soll es übrigens mit den "issues" sieben bis zwölf im Dezember diesen Jahres. Bis dahin kann man sich mit dieser großartigen Version vortrefflich (!!!) die Zeit vertreiben.

Für Comicliebhaber eine absolute Kaufempfehlung!!!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 24, 2016 2:49 PM MEST


Kein Titel verfügbar

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel "Lied von Eis und Feuer", 23. Juli 2011
Sie haben die aufwändig von HBO produzierte Serie "Game of Thrones" gesehen und Ihnen ist das Titelthema nicht mehr aus den Ohren gegangen?

Dann könnte vorliegender Soundtrack unter Umständen etwas für Sie sein?

Warum unter Umständen?

Bisher ist Ramin Djawadi als Komponist von Filmmusik z.B. zu "Iron Man" oder "Clash of the Titans" in Erscheinung getreten! Bei der Musik zu einer Serie fragt man sich allerdings, ob - mal abgesehen von einem eingängigen Titelstück - auch der Rest in Melodie und Eingängigkeit überzeugen kann. Betrachtet man vorliegenden Soundtrack, erscheint diese Frage angesichts der Zahl von 29 Titeln mehr als angebracht.

Hat man die Serie gesehen, dann bietet der Soundtrack eine hervorragende Gelegenheit, wieder mit dem geistigen Auge in einzelne Handlungsstränge einzutauchen. Djawadi gelingt es vortrefflich den verschieden Adelshäusern, Schauplätzen, wie auch der jeweiligen Situation, Gehör zu verschaffen. Musikalisch bedient er sich in erster Linie bei Synthesizer-Klängen und Beats bzw. Schlagzeug und Perkussion, welche er mit Streichern, Flötentönen und Zupfinstrumenten kombiniert (seine musikalischen Wurzeln deutet sein Dank an Hans Zimmer in den Credits an...).

Das alles überragende Titelthema wird in einigen anderen Stücken leicht in Tempo und Melodie variiert (The Kingsroad, Game of Thrones), für andere Stücke findet Djawadi völlig neue Themen oder Variationen (the Things I do for Love, The Pointy End, Finale). Die Kälte der Welt des Walls verbindet er mit teilweise sphärischen Klangeffekten (Nord of The Wall, The Night's Watch) - die Andersartigkeit der Dothraki mit orientalischen und meditativen Klängen (To Vaes Dothrak, Fire and Blood). Einiges ist sehr dramatisch und kraftvoll (The Kings Arrival, The Assassins Dagger, Small Pack of Wolves) - anderes nach innen gerichtet oder bedrohlich (Winter is Coming, Await the King's Justice, You win or you die). Und ja - manches ist angesichts der Kürze der Stücke tatsächlich fragmentarisch! Wirklich eingängig sind da nur wenige Stücke (Main Title, Game of Thrones, Kingsroad, Jon's Honor, King of the North und Finale) - aber was ist schon eingängig?

Für mich, der ich die Serie gesehen habe, bleibt unter dem Strich jedoch die Freude darüber, das ich meine Lieblingsmomente klangvoll wiederfinde. Ob das nun Arya's "bravoo"röses Fechttraining ist (The Pointy End) - die emotionale Wucht, als Lady Stark ihren Sohn Robb nach gewonnener Schlacht desillusioniert an einem Baum herumhackend wiederfindet (Kill them all) - oder der dramatische Schlussakt Danaerys Targaryens in den Weiten des gräsernen Meeres (Fire and Blood). Das ist mir schon fünf Sterne wert.

Sollten Sie die eingangs gestellte Frage jedoch mit "Nein" beantworten...nun - "Winter is coming" - und (leider nur) auf TNT damit auch die Erst-Ausstrahlung der Serie in Deutschland.

Zum Einstimmen ist dieser Soundtrack bestens geeignet...


Game of Thrones
Game of Thrones
Preis: EUR 19,39

34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel "Lied von Eis und Feuer", 23. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Game of Thrones (Audio CD)
Sie haben die aufwändig von HBO produzierte Serie "Game of Thrones" gesehen und Ihnen ist das Titelthema nicht mehr aus den Ohren gegangen?

Dann könnte vorliegender Soundtrack unter Umständen etwas für Sie sein?

Warum unter Umständen?

Bisher ist Ramin Djawadi als Komponist von Filmmusik z.B. zu "Iron Man" oder "Clash of the Titans" in Erscheinung getreten! Bei der Musik zu einer Serie fragt man sich allerdings, ob - mal abgesehen von einem eingängigen Titelstück - auch der Rest in Melodie und Eingängigkeit überzeugen kann. Betrachtet man vorliegenden Soundtrack, erscheint diese Frage angesichts der Zahl von 29 Titeln mehr als angebracht.

Hat man die Serie gesehen, dann bietet der Soundtrack eine hervorragende Gelegenheit, wieder mit dem geistigen Auge in einzelne Handlungsstränge einzutauchen. Djawadi gelingt es vortrefflich den verschieden Adelshäusern, Schauplätzen, wie auch der jeweiligen Situation, Gehör zu verschaffen. Musikalisch bedient er sich in erster Linie bei Synthesizer-Klängen und Beats bzw. Schlagzeug und Perkussion, welche er mit Streichern, Flötentönen und Zupfinstrumenten kombiniert (seine musikalischen Wurzeln deutet sein Dank an Hans Zimmer in den Credits an...).

Das alles überragende Titelthema wird in einigen anderen Stücken leicht in Tempo und Melodie variiert (The Kingsroad, Game of Thrones), für andere Stücke findet Djawadi völlig neue Themen oder Variationen (the Things I do for Love, The Pointy End, Finale). Die Kälte der Welt des Walls verbindet er mit teilweise sphärischen Klangeffekten (Nord of The Wall, The Night's Watch) - die Andersartigkeit der Dothraki mit orientalischen und meditativen Klängen (To Vaes Dothrak, Fire and Blood). Einiges ist sehr dramatisch und kraftvoll (The Kings Arrival, The Assassins Dagger, Small Pack of Wolves) - anderes nach innen gerichtet oder bedrohlich (Winter is Coming, Await the King's Justice, You win or you die). Und ja - manches ist angesichts der Kürze der Stücke tatsächlich fragmentarisch! Wirklich eingängig sind da nur wenige Stücke (Main Title, Game of Thrones, Kingsroad, Jon's Honor, King of the North und Finale) - aber was ist schon eingängig?

Für mich, der ich die Serie gesehen habe, bleibt unter dem Strich jedoch die Freude darüber, das ich meine Lieblingsmomente klangvoll wiederfinde. Ob das nun Arya's "bravoo"röses Fechttraining ist (The Pointy End) - die emotionale Wucht, als Lady Stark ihren Sohn Robb nach gewonnener Schlacht desillusioniert an einem Baum herumhackend wiederfindet (Kill them all) - oder der dramatische Schlussakt Danaerys Targaryens in den Weiten des gräsernen Meeres (Fire and Blood). Das ist mir schon fünf Sterne wert.

Sollten Sie die eingangs gestellte Frage jedoch mit "Nein" beantworten...nun - "Winter is coming" - und (leider nur) auf TNT damit auch die Erst-Ausstrahlung der Serie in Deutschland.

Zum Einstimmen ist dieser Soundtrack bestens geeignet...


Ironclad - Bis zum letzten Krieger - Steelbook [Blu-ray] [Limited Edition]
Ironclad - Bis zum letzten Krieger - Steelbook [Blu-ray] [Limited Edition]
DVD ~ Derek Jacobi
Preis: EUR 17,64

96 von 119 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen BLURAY REZENSION - Mittelalterliche Schlachteplatte ohne Anspruch auf historische Genauigkeit, 22. Juli 2011
Bevor mich einige hier verdammen - meine Rezension ist der englischen Ausgabe der Bluray entlehnt. Bis auf die Tonspur gehe nicht davon aus, dass die deutsche Bluray in technischen Dingen wesentliche Änderungen parat halten wird...Mit vielleicht einer Ausnahme, zu der ich noch kommen werde...

Zum Film: Ironclad beruht auf der wahren Geschichte der Belagerung von Rochester Castle im Jahr 1215 durch King John, nachdem der gezwungen war, die Magna Charta zu unterzeichnen. Rochester Castle hatte sich vormals im Besitz des Königs befunden, er musste es jedoch an den Erzbischof von Canterbury abtreten.

Soviel zur Historie - als Steilvorlage für einen gelungenen mittelalterlichen Ritterfilm wirklich brauchbar. Was der Film daraus macht, ist für mich leider zu wenig.

Ob einem der Film glaubhaft erscheint, hängt für mich nicht unbedingt davon ab, wie historisch genau er ist - das ist er nämlich nur mit sehr (!) starken Abstrichen. Ob er als Geschichte funktioniert, hat wesentlich damit zu tun, ob man es der im Film dargestellten geringen Anzahl von Kämpfern tatsächlich zutraut, der Belagerung einer guten Anzahl von Tausend über mehrere Monate standzuhalten. Und da hatte zumindest ich so meine Probleme...

In der Realität hielten da wesentlich mehr der Belagerung stand, als die im Film gerade mal zwanzig (?) vorhandenen Streiter. Die zu Beginn des Filmes eingesammelten Hauptpersonen (so ein wenig die Glorreichen Sieben) wissen leider nicht wirklich zu überzeugen, da relativ schnell klar wird, dass hier nach dem üblichen Strickmuster der "zehn kleinen Negerlein" verfahren wird - der Verbleib einiger ist nicht wirklich von Interesse. Einzig John Purefoy als strauchelnder Kreuzritter weiss zu überzeugen, obgleich die ihm angehängte Beziehung zur Gattin des Burgherren seltsam aufgesetzt wirkt - bei mir wollte der Funke einfach nicht überspringen. Paul Giamatti als King John wie auch Brain Cox bestechen durch präzises Overacting - der dänische Krieger stattlicher Grösse ist manchem vielleicht noch aus dem "13. Krieger" in Erinnerung.

Und auch wenn nun einige Elemente der Geschichte wirklich den historischen Ereignissen entsprechen, ohne dass sie einem als logisch erscheinen (Warum z. B. die Unterminierung der Feste, wenn das Schloss behalten werden soll, um den Süden abzusichern?), so weiss der Film immerhin diejenigen zu unterhalten, die einfach nur eine mittelalterliche Schlachteplatte erwarten. Dass die englische Altersfreigabe von 15 der deutschen ab 16 entsprechen wird, erachte ich angesichts umherfliegender Körperteile und einiger sehr gespaltener Persönlichkeiten für einen Scherz. Die Angabe von 120 Minuten als Lauflänge für die deutsche Fassung von amazon ist übrigens schlichtweg irreführend weil falsch. Sowohl englisches als auch deutsches Bluray-Cover geben die Lauflänge mit 121 Minuten an - auch die deutsche Version ist also uncut!

Zum Bild: Gehobener Durchschnitt, gelegentlich Bildrauschen und Stufenbildung. Gute bis sehr gute Schärfe - bei einigen Nebel-Szenen und Wechseln von Hell zu Dunkel hatte mein Equipment (?) allerdings Probleme. Der englische Originalton ist druckvoll, wie der deutsche ausfällt, bleibt ebenfalls abzuwarten. Der Soundtrack von Lorne Balfe aus der Hans Zimmer-Schmiede ist vortrefflich!!!

Effekte: Blut, Blut, Blut...und etwas CGI - Kulissen? Leider manchmal als solche zu erkennen...Solide!

Bonus: Fragen und Antworten an Cast und Crew, hier bekommt man wenigstens eine Ahnung der Intention des Films.

Fazit: Wer keine zu hohen Ansprüche an Storytelling und historische Genauigkeit stellt, der wird gut unterhalten. Ich hätte mir ein differenzierteres Drehbuch gewünscht. Manches wirkt leider zu grobmaschig zusammengestrickt, auch leidet man nicht wirklich mit den Protagonisten mit. Die explizite Darstellung von Gewalt (keinesfalls Sex!!!) wird sowohl der englischen wie auch der deutschen Altersfreigabe zu keinem Zeitpunkt gerecht. Wer es härter mag, den wird das allerdings nicht stören...

Sagen Sie nicht, sie wären nicht gewarnt...
Kommentar Kommentare (12) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 31, 2012 3:47 PM MEST


WARNER HOME VIDEO Ironclad [BLU-RAY]
WARNER HOME VIDEO Ironclad [BLU-RAY]
Wird angeboten von RAREWAVES-DE
Preis: EUR 10,58

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen UK BLURAY REZENSION - Mittelalterliche Schlachteplatte ohne Anspruch auf historische Genauigkeit, 17. Juli 2011
Vorab - da die deutsche Bluray erst für Oktober angekündigt ist, liegt auf vorliegender englischer Bluray nur der Originalton in 5.1 vor - also keine deutsche Tonspur!

Zum Film: Ironclad beruht auf der wahren Geschichte der Belagerung von Rochester Castle im Jahr 1215 durch King John, nachdem der gezwungen war, die Magna Charta zu unterzeichnen. Rochester Castle hatte sich vormals im Besitz des Königs befunden, er musste es jedoch an den Erzbischoff von Canterbury abtreten.

Soviel zur Historie - als Steilvorlage für einen gelungenen mittelalterlichen Ritterfilm wirklich brauchbar. Was der Film daraus macht, ist für mich leider zu wenig.

Ob einem der Film glaubhaft erscheint, hängt für mich nicht unbedingt davon ab, wie historisch genau er ist - das ist er nämlich nur mit sehr (!) starken Abstrichen. Ob er als Geschichte funktioniert, hat wesentlich damit zu tun, ob man es der im Film dargestellten geringen Anzahl von Kämpfern tatsächlich zutraut, der Belagerung einer guten Anzahl von Tausend über mehrere Monate standzuhalten. Und da hatte zumindest ich so meine Probleme...

In der Realität hielten da wesentlich mehr der Belagerung stand, als die im Film gerade mal zwanzig (?) vorhandenen Streiter. Die zu Beginn des Filmes eingesammelten Hauptpersonen (so ein wenig die Glorreichen Sieben) wissen leider nicht wirklich zu überzeugen, da relativ schnell klar wird, dass hier nach dem üblichen Strickmuster der "zehn kleinen Negerlein" verfahren wird - der Verbleib einiger ist nicht wirklich von Interesse. Einzig John Purefoy als strauchelnder Kreuzritter weiss zu überzeugen, obgleich die ihm angehängte Beziehung zur Gattin des Burgherren seltsam aufgesetzt wirkt - bei mir wollte der Funke einfach nicht überspringen. Paul Giamatti als King John wie auch Brain Cox bestechen durch präzises Overacting - der dänische Krieger stattlicher Grösse ist manchem vielleicht noch aus dem "13. Krieger" in Erinnerung.

Und auch wenn nun einige Elemente der Geschichte wirklich den historischen Ereignissen entsprechen, ohne dass sie einem als logisch erscheinen (Warum z. B. die Unterminierung der Feste, wenn das Schloss behalten werden soll, um den Süden abzusichern?), so weiss der Film immerhin diejenigen zu unterhalten, die einfach nur eine mittelalterliche Schlachteplatte erwarten. Die englische Altersfreigabe von 15 wird sicherlich nicht der deutschen entsprechen (Beispiel Centurion) - angesichts umherfliegender Körperteile und einiger sehr gespaltener Persönlichkeiten, halte ich eine Freigabe ab 18 für sinnvoller weil zutreffender.

Zum Bild: Gehobener Durchschnitt, gelegentliches Bildrauschen und Stufenbildung. Gute bis sehr gute Schärfe - bei einigen Nebel-Szenen und Wechseln von Hell zu Dunkel hatte mein Equipment (?) allerdings Probleme. Der Ton war druckvoll - der Soundtrack von Lorne Balfe aus der Hans Zimmer-Schmiede vortrefflich!!!

Effekte: Blut, Blut, Blut...und etwas CGI - Kulissen? Leider manchmal als solche zu erkennen...Solide!

Bonus: Fragen und Antworten an Cast und Crew, hier bekommt man wenigstens eine Ahnung der Intention des Films.

Fazit: Wer keine zu hohen Ansprüche an Storytelling und historische Genauigkeit stellt, der wird gut unterhalten. Ich hätte mir ein differenzierteres Drehbuch gewünscht. Manches wirkt leider zu grobmaschig zusammengestrickt, auch leidet man nicht wirklich mit den Protagonisten mit. Die explizite Darstellung von Gewalt (keinesfalls Sex!!!) wird der englischen Altersfreigabe zu keinem Zeitpunkt gerecht.

Sagen Sie nicht, sie wären nicht gewarnt...


Ironclad
Ironclad
Preis: EUR 20,46

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kopfkino - Mächtig gewaltig..., 7. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Ironclad (Audio CD)
Wie unterlegt man die Belagerung von Rochester Castle durch König John im Jahr 1215 musikalisch?

Ganz einfach - man nehme einen Komponisten, der bisher nur als Mit-Produzent namhafter Hans Zimmer-Soundtracks in Erscheinung getreten ist. Wie weiland Klaus Badelt, tritt nun mit Lorne Balfe ein weiterer Newcomer in die hoffentlich bald vorderste Reihe bedeutender Filmmusik-Schaffender...

Denn was er auf vorliegendem Soundtrack abliefert, sprengt für ein Debüt nahezu alle Grenzen. Klingt es doch nicht wie "Hans Zimmer plus Lisa Gerrard" sondern eben wie "Lorne Balfe multipliziert mit Dead can Dance"!

Grundsätzlich werden bis zu drei (?) verschiedene musikalische Themen ineinanderverwoben. Vielschichtigkeit bedeutet hier auch wirklich VIELschichtigkeit - auch wenn es so etwas wie ein herausragendes musikalisches Grundthema gibt, so wird dieses nicht - wie bei so manch anderem renommierten Künstler - bis zur Erbarmungslosigkeit ausgereizt. Vielschichtigkeit bedeutet hier Dynamik, Spannung aber auch Momente der Stille. Angefangen von einem getragenen hymnenartigen Grundthema in "The Magna Charta" bis hin zu stakkatohaften Steicherm, wie in "The battle begins" oder "The final battle", unterlegt von stampfenden Trommeln. Mitunter werden die verschieden Stile auch vortrefflich gemischt - Beispiel "Ciminatio". In anderen Stücken kann man den Aufmarsch der Truppen förmlich vor Augen sehen - hier setzt er u.a. akzentuiert Hörner ein - z. B. in "King John arrives".

Was den Soundtrack jedoch für mich so heraussragend macht, sind sein perfekt ausbalancierter Einsatz mittelalterlicher Choräle. So wird die fast hoffnungslose Atmosphäre gelegentlich auch durch die Stimme eines einzigen Tenors unterstützt. Weitere mittelalterliche Elemente finden sich auch in der Instrumentalisierung wieder. Beispiel: "God protect us" oder das brilliante (!!!) "Corvus Cantus".

Und auch wenn einige Stücke etwas kürzer ausfallen, so wirkt das Ganze keineswegs fragmentarisch. Selten traf auf eine Filmmusik so deutlich zu, dass sie aus "einem Guss" sowohl in die Ohren als auch ins Hirn dringt.

Fazit: Kopfkino - mächtig und gewaltig!


Krakatoa: East of Java [UK Import]
Krakatoa: East of Java [UK Import]
Wird angeboten von ZOverstocksDE
Preis: EUR 2,43

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen UK-DVD Bewertung - das Original in guter Qualität!, 21. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Krakatoa: East of Java [UK Import] (DVD)
Muss man verstehen, dass Rezensenten diese Fassung mit einem Stern bewerten, weil die deutsche Fassung fehlt?

Nein!

Mittlerweile müsste jeder wissen, dass im Gegensatz zu den meisten britischen Blurays, DVDs aus ebenselber Region meist nur mit der englischen Tonspur aufwarten.

Vorliegender Abenteuerfilm stammt aus den siebziger Jahren.

Vor dem Hintergrund des Ausbruchs des Vulkans Krakatoa im 19. Jahrhundert, wird die teilweise spannende Schatzsuche eines Kapitäns und mehrerer Glücksjäger bei gleichzeitiger Meuterei einiger Sträflinge an Bord seines Schiffes geschildert. Der Film ist nicht ohne Längen und auch die Effekte werden so manchen heute auch nicht mehr hinter dem Ofen hervorholen. Der Liebhaber klassischer Abenteuerfilme kommt allerdings voll auf seine Kosten. Und - Maximilian Schell sah nie besser aus!!!

Das Bild ist 2:35:1 Breitwand anamorph (!), der Ton wartet leider nur in Stereo und in Englisch auf. Bonusmaterial ist ebenfalls Fehlanzeige, ich habe nicht einmal eine Kapitelanwahl entdeckt. Und doch weiss die Bildqualität für einen Film dieses Alters auf DVD zu überzeugen.

So lange es also keine adäquate Veröffentlichung auf deutscher DVD, geschweige denn eine geplante Bluray gibt, bleibt diese Version nur ein Geheimtip für Liebhaber der englischen Sprache.


Beowulf:Music from the Motion
Beowulf:Music from the Motion

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brachiales Klanggewitter, 9. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Beowulf:Music from the Motion (Audio CD)
Was wäre "Conan der Barbar" ohne Basil Poledouris oder die "Der Herr der Ringe" Trilogie ohne Howard Shore? Genau...herzlich wenig!

Das gleiche Schicksal teilt auch Robert Zemeckis umstritten animiertes Heldenepos "Beowulf" - es soll sogar böse Zungen geben, die behaupten, die Musik sei besser - was sag ich - sehr viel besser als der Film.

Aber urteilen Sie selbst...

Was für Steven Spielberg ein John Williams ist, stellt für Robert Zemeckis nun mal Alan Silvestri dar. Nachdem der schon die "Zurück in die Zukunft" Trilogie, "Cast Away", "Der Polarexpress" und "Forrest Gump" vertonte, durfte er auch an neuestem Werk Hand anlegen.

Herausgekommen ist ein druckvoller, brachialer und teilweise bombastischer Soundtrack, der mit Chorälen, Pauken und Trompeten - aber auch gelegentlich elektronischen Einflüssen - aufzuwarten weiss.

Im Wesentlichen variiert Silvestri zwei musikalische Themen des Films. Zum Einen das Hauptthema "Beowulfs", ein stampfendes, rythmisches Klanggewitter, welches von stakkatohaften Chorälen begleitet wird. Selbiges Thema findet sich besonders lautstark in den Kampfsequenzen des Films wieder, mit einzelnen Blechbläsern aber auch getragener in einigen langsameren Stücken. Zum Anderen wird das liebliche "A Hero Comes Home" variiert. In mittelalterlicher Art auch von Robin Wright-Penn intoniert, die ausserdem noch "Gently As She Goes", beides mit Harfenklang begleitet, vortrefflich zum Besten gibt.

Doch wo viel Licht ist, gibt es leider auch Schatten. Und so findet der geneigte Soundtrack-Sammler auch einiges zu bemängeln.

Gerade zu Beginn nehmen sich die Stücke erstaunlich kurz aus. Begonnen mit nicht einmal einer Minute Länge beim Hauptthema bis gerade mal etwas mehr als zwei Minuten bei manch anderen Stücken. So manches gerät da zu fragmentarisch. Wie schön es hätte sein können, macht das mit knapp über sechs Minuten längste "Beowulf Slays The Beast" deutlich. Hier fährt Silvestri alles auf, was das "Wagner Herz" höher schlagen lässt. Schade nur, dass neben dem etwas mehr als vierminütigen "Second Grendel Attack" nicht noch mehr Stücke eine ähnlich monumentale Wuchtbrumme epischer Breite und Länge abfeuern.

Wirklich hinten runter fällt dann die "End Credit Version" von "A Hero Comes Home" von Idina Menzel. Wem noch die Songs des "Herrn der Ringe" einer Annie Lennox, Emiliana Torrini oder Enya im Ohr klingen, der schüttelt nur ungläubig den Kopf, ob der völlig überproduzierten, fast schmalzigen Popnummer, die hier geboten wird. Robin Wright-Penns Version entschädigt dafür um Längen, obgleich sie um einiges kürzer ausfällt.

Mein Fazit - Wer den Film gesehen hat und auf brachiale Klanggewitter steht, die ihn noch einmal einige Szenen vor dem geistigen Auge Revue passieren lassen, der greife zu. Wer sich auch Soundtracks kauft, ohne den Film zu kennen, dem werden nur die wenigen längeren Stücke Einblick in die Welt "Beowulfs" verleihen - der aber kann sich hören lassen!


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