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Lenz "submarine_god"

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Im Banne des Unheimlichen
Im Banne des Unheimlichen
DVD ~ Joachim Fuchsberger

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zwiespältige Angelegenheit, 12. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Im Banne des Unheimlichen (DVD)
Sir Cecil ist mehr als nur beunruhigt. Rund um die Beisetzung seines ungeliebten Bruders kommt es zu unheimlichen Ereignissen, ihm vertraute Personen sterben urplötzlich und er selbst scheint in ein Netz aus Intrigen versponnen zu sein, das eine selbstbewusste Reporterin samt Inspektor Higgins von Scotland Yard zu lösen versuchen.
Das mit Nebelwänden durchsetzte "Im Banne des Unheimlichen" besitzt alle Merkmale eines typischen Wallace, will aber nicht ganz so recht zünden. Bei einem Wallace von Alfred Vorher kaum zu glauben gerät der Einstieg geradezu bieder inszeniert. Die einst innovative und auch stilprägende Kameraführung scheint - abgesehen von dem Spiel mit den Farben - hinter exotischen Kulissen und reißerischen Ansagen zurückzustehen. Erst ab der Mitte des Films entwickelt sich die für Wallace typische Dynamik. Leider beschränken sich die Zweikämpfe auf einen minimalen Umfang. Man vergleiche den finalen Kampf zwischen Fuchsberger und dem Killer mit seinem Kampf mit Kinski in "Die seltsame Gräfin". Dafür dürfen die Opfer vor ihrem Ende erst mal schön in Schockstarre verfallen. Als Kind fand ich das noch furchtbar unheimlich, heute eher nicht.
Dem gegenüber steht der gute Plot, dem - trotz aller Logikfehler - eine ansprechende Variation der üblichen Wallace-Handlung gelingt. Hinzu kommen die engagierten Schauspieler sowie die vor Wortwitz sprühenden Dialogszenen. Hubert von Meyerinck übernimmt als Sir Arthur nicht nur die Nachfolge von Siegfried Schürenberg, sondern übernimmt zugleich die für Eddi Arent (nicht mehr dabei) typische Rolle des Pausenclowns. Damit das Ganze auch zündet, muss sich jedoch der Zuschauer auf die Tatsache einlassen, dass die deutsche Wallace-Welt neben aller Leichen und Intrigen auch immer eine groteske, satirenhafte Seite hatte. Zu loben ist auch Wolfgang Kieling als langsam dem Wahnsinn anheimfallender Sir Cecil Ramsey. Es muss eben nicht immer Kinski sein.
Am ehesten lässt sich der Film mit der Figur des Ramiro beschreiben. Die irrsinnige Aussage, dass Kreolen eben eine Haut wie grüne Schminke haben können, wird mit einer derartigen Überzeugung und Selbstverständlichkeit vorgetragen, dass sie zum Faktum wird. Trotz aller "Macken" bietet der Film gute Unterhaltung und Zerstreuung. Unter der Voraussetzung, dass der Zuschauer im Voraus gewillt ist sich auf die übliche Mischung aus (teilweise biederem) Horror, Krimi und Groteske einzulassen. Innerhalb des ureigenen Wallace-Genres hätte "Im Banne des Unheimlichen" dank Plot, Dialoge und den Leistungen der Zuschauer durchaus Potential für die oberen Plätze gehabt. Etwas mehr Mühe bei bestimmten (für den Film wesentlichen) Masken und mehr Dynamik hätten ihn gar in die Top-Fünf katapultieren können. So bleibt ein solider Platz im Mittelfeld. Für eben mal Interessierte nicht wesentlich, für überzeugte Fans ein kleiner Schatz.
7 von 10


Battle Rages on, the
Battle Rages on, the
Wird angeboten von samurai_media_JPN4DE
Preis: EUR 21,68

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen der Name ist Programm, 12. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Battle Rages on, the (Audio CD)
"Die Schlacht tobt weiter ..." passender hätte man nach dem erneuten Einstieg von Ian Gillan das interne Bandgefüge nicht umschreiben können. Allerdings paßt der Titel auch ganz gut zum Album. Die alten (Vor-)Kämpfer des Rocks ziehen in eine weitere Schlacht und wer mit Hard Rock nichts anzufangen weiß, der sollte erst gar nicht reinhören. Das Flaggschiff klassischen Rocks bleibt seinem Stil treu. Zu Gute kommt ihm dabei die druckvolle Produktion über die sich lediglich Ian Gillan (aber durchaus zu Recht) beschweren könnte.
Gleich zu Beginn spielt die (mal wieder und letztmalig vereinigte) Mk II Formation ihr Können voll aus. Paice und Glover bereiten den Boden auf dem Blackmores Gitarre die ansteigenden Melodien von Gillans Gesang und Lords Orgelspiel konterkariert. Das folgende "Lick it up" gerät trotz aller künstlerischer Klasse doch etwas schwerfällig. Letztlich bleibt es ein Füller an dessen Position das energische "A twist in the tale" besser aufgehoben gewesen wäre. "Anya" geht ganz gut ins Ohr, zitiert aber auch McCartneys "Live and let die". Bei "Talk about love" stauen sich zwar die Riffs auf, allerdings fällt auch dieser Song eher in die Kategorie Füller. Ein Ohrwurm ist die Halbballade "Time to kill" bei der die Band ihr Gespühr für Melodien auspielen kann. Allerdings klingt die Produktion hier insgesamt etwas "verwaschen".
Mit Beginn der zweiten Hälfte führt die Band zurück in (ihre) früheren 70er Jahre. Bei "Ramshackle man" stolzieren Gitarre und Orgel Hand in Hand durchs Gehör. Mit dem anschließenden "A twist in ..." verläßt die Band - ausnahmsweise - den mittleren Tempobereich. Das düstere "Nasty piece of work" bittet schließlich mit seinem dominanten Orgelspiel zum Headbangen. "Solitaire" erscheint dagegen als der haromische Nachfolger von "Perfect strangers". Mit "One man's meat" findet das Album letztlich einen soliden Abschluss (auch hier wäre wohl ein Positionswechsel besser gewesen).
"The Battle Rages On ..." stellt kein Meisterwerk da. Es ist lediglich ein solides Stück Rock, das Liebhabern von klassischen Rock viel Freude bereiten dürfte. Interessant ist jedoch die an einigen Stellen aufklingende Ähnlichkeit zu den späteren Alben mit Steve Morse an der Gitarre.


Superman III - Der stählerne Blitz [Special Edition]
Superman III - Der stählerne Blitz [Special Edition]
DVD ~ Christopher Reeve
Wird angeboten von music_fun
Preis: EUR 11,00

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mehr als eine Parodie, 18. Dezember 2007
In seinen komischen Momenten erscheint Superman III als Satiere auf Superheldencomics. Bei näherer Betrachtung wird jedoch aus der Parodie eine treffende Charakterisierung des Supreman-Mythos. Die Kernelemente hierbei sind Supermans Wandlung zum bösen und Clark Kents Begegnung mit seiner Jugendliebe.
Zunächst mal wird Superman durch das künstliche Kryptonit nicht böse. Seine Persönlichkeit "verliert" lediglich Clark Kent. Was Superman auszeichnet, sind nicht nur seine Stärke und Fähigkeiten. Es gibt unzählige (Super)Helden, die Berge versetzten können. Was Superman aber über all diese Helden stellt, ist sein Charakter bzw. das Gute in seinem Charakter. All sein Anstand, Güte, Sinn für Gerechtigkeit und sein (mitunter naiv anmutender) Glaube an das Gute finden sich bzw. bündeln sich in Clark Kent. Als Superman dem künstlichen Kryptonit ausgesetzt wird, verliert er das Gute in ihm. Es bleibt nur noch seine Stärke zurück, die zu Ignoranz (Sabotage der olympischen Spiele), Egoismus (Sabotage des Tankers gegen einen One-Night-Stand) und schließlich zur Selbstzerstörung (Besäufnis in der Bar) führen. Im anschließenden Zweikampf von Superman mit sich selbst erscheint als die gute Seite folglich Clark Kent. Wobei die gute Seite erst dann gewinnen kann, als Kent seine Brille verliert. Hierdurch kommt es wieder zu dem bei Superman besonderen Gleichgewicht aus Stärke und Gutem.
Clark Kents/Supermans Jugendliebe Lana Lang gelingt, woran die meisten anderen Betrachter von Clark Kent scheitern. Sie bewertet ihn trotz all seiner Schwächen (schüchtern, schußelig, bieder) nach dem Guten in ihm. Da sie erkennt, dass das Gute in ihm nicht geringer ist als das Gute in Superman, entscheidet sie sich letztlich für ihn (sie erzählt Lois, dass sie ihren Ring von Clark bekommen hätte, wobei dieser ansich von Superman stammt - andere Frauen hätten das nicht gemacht).
Wenig später nach Superman III entschloss sich DC Comics dazu den Mann aus Stahl generalzuüberholen. Der große Verlierer dieser Revision war der "alte" Clark Kent. In der "neuen" Version erscheint Clark eher als "gutmütiger Riese" und weinger als Fassade für Superman (weshalb sich auch Lois in Clark verlieben konnte - so geschehen Anfang der 90er Jahre - seit Ende der 90er sind die beiden in den Comics miteinander verheiratet). Superman III kann somit als persönliches Happy End für den "alten" Clark betrachtet werden.


Antikörper
Antikörper
DVD ~ Wotan Wilke Möhring
Preis: EUR 8,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen starker Thriller, 25. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Antikörper (DVD)
Zugegeben, die Story und Charaktere sind etwas klischeebeladen. Allerdings geht es in dem Film auch weniger um die übliche Jagd auf den Mörder. Vielmehr sollen die Grenzen zwischen Gut und Böse, Ordnung und Trieb im Menschen ausgelotet und aufgezeigt werden. Die stereotypen Elemente helfen dabei dem Zuschauer sich leichter zu recht zu finden und sind deshalb keine Schlamperei des Drehbuchs bzw. Regisseurs sondern lediglich Mittel zum Zweck. Bei einem Verzicht auf derartige Elemente (wobei Klischees und Stereotypen zumeist der Realität eher entsprechen als viele Kritiker meinen) hätte die Geschichte des Filmes in einer (Mini)-Serie erläutert werden müssen. Antikörper nutzt schon so - trotz gefühlter Längen - seine zwei Stunden Laufzeit voll aus. Der Sinn vermeintlich überflüssiger Szenen ergibt sich erst im Nachhinein. Rückblickend muss man feststellen, dass jede Szene (auch die monierte Rehszene am Ende) ihren festen Platz hat und letztlich eine tragende Rolle für den Film spielt.
Dem Filmteam gelang eine eindrucksvolle Umsetzung samt ansprechenden Soundtrack. Der Film erbringt dabei den Beweis, dass es nicht mal eines großen Budgets bedarf um ein visuell beeindruckendes Werk abzuliefern. Antikörper ist mit den beiden Riesen dieses Genres (Sieben und Das Schweigen der Lämmer) lediglich aufgrund seiner dichten, atmosphärischen Umsetzung vergleichbar. Inhaltlich geht es weder um die Fazination des Bösen (siehe die Darstellung von Hannibal Lecter) noch um das Ausbrechen blinden, bestialischen Hasses über die Verkommenheit unserer Welt (siehe Sieben). Antikörper beschäftigt sich mit dem allzuleichten Überschreiten der Grenze vom geordneten, bürgerlichen zum triebhafen, bösen Sein.


Destination
Destination
Wird angeboten von HURRICANE RECORDS BERLIN
Preis: EUR 6,60

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen rhythmischer Art Rock, 16. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Destination (Audio CD)
Der Klang des Albums erscheind durchaus kalt und steril. Und ja, Frank Bornemanns Stimme klingt nach wie vor etwas dünn (und seine Aussprache ist genau so gut wie die von Klaus Meine ;).
Bornemann und Gerlach präsentieren sich jedoch als Könner im Wechselspiel zwischen Melodien, sphärischen Klänge und Rhythmen. Letztere bilden das prägende Element des Albums. Weniger Symphonie und mehr Druck könnte das musikalische Motto von Destination lauten zumal die zentralen Stücke Prisoner in Mind und Silent Revolution im Hard Rock Bereich angesiedelt sind. Die Stücke bewegen sich durchgehend im oberen Qualitätsbereich. Zu den Höhepunkten zählen dabei das treibende Silent Revolution und das chorale Jeanne d'Arc.
Destination ist durchaus empfehlenswert. Freunde "ausufernder" Synthie-Symphonien sollten jedoch vorher probehören.


Brand New Morning
Brand New Morning
Preis: EUR 8,72

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen klassischer Breitwandrock, 28. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Brand New Morning (Audio CD)
Machen wir es kurz: "Brand New Morning" mag ein Rocksaurier sein, der an den aktuellen Trends vorbeigeht, dennoch handelt es sich um ein recht beeindruckendes Tier. Wer also (klassischen) Rock mit einprägsamen Melodien im Breitwandformat mag, sollte zu greifen (oder zumindest probehören). Magnum verstehen ihr Handwerk und das vorliegende Werk kann durchaus als Referenzwerk des Genere betrachtet werden.


Princess Alice and the Broken Arrow
Princess Alice and the Broken Arrow
Preis: EUR 12,24

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen solider, schwerer Bombastrock, 28. Juli 2007
Da ich Magnum (leider) erst seit der Reunion kenne, kann ich keinen Vergleich zu den alten Alben ziehen.
Magnum wechseln auf "Alice ..." gekonnt zwischen Rhythmen und Melodiebögen und lassen sich Zeit für ihre Lieder. Das übliche Muster aus Strophe, Refrain, usw. wird dabei strikt eingehalten. Die Höhepunkte des Albums stellen weniger die einzelnen Lieder, sondern die am Ende der Stücke platzierten Zwischensequenzen dar. Letztere reißen die Songs und damit das gesamte Album deutlich nach oben.
Magnum ist ein gutes Album gelungen, das hymnenhaften, soliden Breitwandrock bietet. Allerdings wird das zu Beginn vorgegebene hohe Niveau nicht über die komplette Länge durchgehalten. In Anbetracht des Vorgängers (und anderer Melodic-Rock/Metal Alben) würde ich lediglich 4 Sterne geben. Dennoch sollten Freunde des Bombastrocks bei Gelegenheit auf jeden Fall mal in die Scheibe rein hören.


The Dio Years
The Dio Years
Preis: EUR 10,98

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genreklassiker mit Bonus, 5. April 2007
Rezension bezieht sich auf: The Dio Years (Audio CD)
Es lässt sich wohl lange darüber streiten, ob jetzt wirklich das Beste der Dio Jahre auf dem Album vertreten ist. Zumindest bei "Mob Rules" und "Dehumanizer" wurden einige hochwertige Stücke ausgelassen. In wie weit die neue Audiomischung tatsächlich einen Kauf rechtfertigt kann ich momentan noch nicht beurteilen.

Der eigentliche Reiz des Albums - liegt bei seiner momentanen Preislage - in den neuen Stücken. Alle drei klingen unvergleichbar nach Sabbath. "The Devil Cried" besteht hauptsächlich aus einem konsequent gespielten aber lediglich soliden Doom-Riff. Dennoch hat der Song etwas, zumal er an die frühen 70er erinnert. "Ear in the Wall" könnte man böswillig als die 21st Century Version von "Neon Knights" bezeichen. "Shadow of the Wind" knüpft mit seiner Mischung aus Düsternis, Schwere und Pathos mühelos an die früheren Großtaten an. Insgesamt sind die neuen Songs ein erfreuliches Erlebnis.

Wer die Dio-Alben bereits sein eigen nennt, sollte vielleicht warten bis das Album günstiger oder die einzelnen Tracks online zu haben sind. Für Neulinge in Sachen Sabbath und Metal bietet das Album (zusammen mit der bisherigen "best of") einen hervorragenden Einstieg.


Emotional
Emotional
Preis: EUR 10,98

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen zwischen ausufernden Bombast, Pomp und Genie, 11. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Emotional (Audio CD)
Nach dem Welterfolg "Falco III" begaben sich Hölzel und die Bolland Brüder wiederum in dasselbe stilistische Fahrwasser; nur diesmal sollte alles eine Spur größer werden. Auf der einen Seite führte dies zu den ausgefeilten bis genialen Singles "Coming Home", "Sound of Music" und "Emotional", die zu den Höhepunkten eines jeden Falco Album gehört hätten. Auf der anderen Seite entstanden Nummern wie "Cowboys and Indianz" oder "the Kiss of Kathleen Turner", die zwar textlich oder musikalisch ganz interessant sind, aber mitunter den Eindruck vermitteln, dass weniger mehr gewesen wäre. Dazwischen befinden sich durchweg solide Stücke. Zumal "the Star of Moon and Sun" (warum fällt mir dabei immer nur "Lucky" von Britney Spears ein?) beweißt, dass auch simple Pop-Songs bei Falco noch etwas besonders haben.

In seiner Gänze punktet "Emotional" hauptsächlich durch seine drei Singleauskopplungen, die jede für sich zu den Höhepunkten im Gesamtwerk von Falco zählen. Darin liegt dann auch das heutzutage größte Problem des Albums. Die genannten Highlights dürften weitestgehend auf diversen "Best of"-Veröffentlichungen vertreten sein.


Nachtflug
Nachtflug
Preis: EUR 7,97

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen herausragendes Spätwerk, 11. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Nachtflug (Audio CD)
Hölzels zweitletztes (reguläres) Album führte zur Wiedervereinigung mit den Bolland Brüdern. Folglich wird einem inhaltlich das geboten, was man von "Falco III" gewöhnt ist: tanzbare Rhythmen, einfache Melodiebögen, zwischenspielende E-Gitarren und Hölzels unvergleichbarer (Sprech-)Gesang - mal aufbrausend ("Titanic"), gediegen ("Psychos"), nachdenklich ("Monarchy Now") oder voller Emotionen ("Nachtflug").
"Nachtflug" ist in seiner Gänze betrachtet ein starkes Album geworden, dass auch (leider nur) zu einem Achtungserfolg führte. Allerdings haben sich auch ein, zwei nur als solide zu betrachtende Stücke eingeschlichen. Stellvertretend hierfür kann man "Dance Mephisto" nennen, dass wohl aufgrund seines ausufernden Shyntheziser-Taktes für manchen genial und für andere pures Gedönse sein mag. Hervor zu heben ist die Ausarbeitung der einzelnen Lieder. Die Stücke sind ausgefeilt und detailliert (wie immer kommt dies erst bei entsprechender Lautstärke und Boxen bzw. Kopfhörern zu Trage). Die längere Trennung hatte dem Team Bolland / Falco hörbar gut getan.
Das Album erreicht zwar die Qualität der ersten vier Alben, übertrifft diese aber nicht. Trotzdem kann jeder - nicht nur überzeugte Fans - ,der Falco mag, hier bedenkenlos zugreifen.


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