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Rezensionen verfasst von
Jochen Milchsack "jochen_m"
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Quadrophenia
Quadrophenia
Preis: EUR 14,99

24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Konzeptalbum!, 3. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Quadrophenia (Audio CD)
Pete Townsends »Quadrophenia« gilt wohl als die Mod-Saga schlechthin. The who hatten nach ihrer ersten Rockoper »Tommy« (mit Pinball Wizard u.a.), eines der besten Live-Alben »Live at Leeds« und der ebenso kraft- wie gefühlvollen »Who's next« ihr achtes Album auf den Markt gebracht, das damals auch prompt Platz zwei der Uk-Charts erreichte. Das Konzeptalbum erzählt in 17 Songs die Geschichte eines typischen Mods in den frühen Sechzigern: Ärger mit den Eltern, Ärger mit der Freundin, Ärger mit dem Chef, Ärger mit Freunden, Ärger mit den Rockern, Ärger mit den Drogen, Ärger...
Wichtiger ist sicherlich die Musik. Townsend setzte, wie bereits in »Who's next« verstärkt Synthezizer ein, spielt aber immer noch brilliant Gitarre (gewiss seine berühmte Windmühlentechnik). Keith Moon, besser bekannt als »Moon the loon (Moon der Lümmel), trommelte sich die Seele aus dem Leib als sei der Leibhaftige hinter ihr her. Roger Daltrey bewies ein weiteres Mal, dass er sowohl als fulminanter Rockshouter als auch als gefühlsbetonter Sänger großartig ist. Im Hintergrund thronte der präzise spielende und zurückhaltende John Entwistle am Bass.
Im Gegensatz zu »Tommy« nervt »Quadrophenia« nicht durch musical-ähnliche Songfragmente. Das Doppelalbum ist jedoch auch eher Rock als Oper und sollte in keiner guten Sammlung fehlen.
...und wenn Sie mal Ärger haben sollten empfehle ich Ihnen: Tür abschließen, »Quadrophenia« einlegen, Verstärker auf Stufe elf von zehn stellen und laut, laut hören!!! :-)


The First Tindersticks Album
The First Tindersticks Album
Wird angeboten von TipTopTonträger
Preis: EUR 16,50

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Soviel Atmosphäre war nie., 3. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: The First Tindersticks Album (Audio CD)
Was gibt es schöneres, als in den ersten warmen Nächten des Jahres an einem Lagerfeuer sitzend und an einem Glas Rotwein nippend dem Genuschel Stuart Staples und seinen »Zundhölzern« zu lauschen? Genuschel? Ja sicher. Selbst Muttersprachler scheinen so ihre Probleme mit der Aussprache des Briten zu haben, wie zahlreiche Internetseiten beweisen, auf den Textauszüge veröffentlicht werden. Die wenigsten sind vollständig. Aber was soll's? Die Musik spricht für sich und so kann man sich die fehlenden Passagen auch zusammenreimen. Manchmal versteht man aber auch etwas: »And I whisper with my tongue between your toes / If there is ever anyone else, don't let them do this« (aus »Jism«). Umwerfend.
Dazu passen die schiefen Geigen und Orgeltöne; die Orchesterpassagen, deren Melodien von einem Kinderklavier weitergespielt werden bis auch das sich plötzlich im Nichts auflöst.
Der Rolling Stone (12/97) schrieb: »Soviel Atmosphäre war nie. Die begnadeten Poseure wurden technisch besser, bewegender nicht.«
Wie wahr. Und ich lege noch einen Holzscheit aufs Lagerfeuer.


Kind of Blue
Kind of Blue
Wird angeboten von Dvd Overstocks UK
Preis: EUR 9,61

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In des Meisters Werk das Meisterwerk, 24. Juli 2000
Rezension bezieht sich auf: Kind of Blue (Audio CD)
Miles Davis' Album »Kind of blue« gilt als eines der größten modernen Jazzalben. Die Titel »So what«, »Freddie Freeloader« sowie »Blue in green« sind zu Standards geworden, die heute von fast jedem guten Jazzmusiker Note für Note nachgespielt werden. Für die damaligen Verhältnisse war Davis' Spielweise der »gestopften Trompete« revolutionär. Man gewinnt den Eindruck, als ob er die Musik stellenweise mit seinem Instrument in das Mikrofon hineinhaucht. Spätestens wenn man erfährt, dass Miles Davis seine musikalischen Ideen kurze Zeit vor der Aufnahme den Musikern nur als Skizzen vorlegte, und dass alle Titel nur in einem Take aufgenommen wurden, merkt man, dass auch die anderen Musiker zu den Großmeistern des Jazz gehören: Cannonball Adderly (Alt Saxofon) und John Coltrane (Tenor Saxofon) die beide später ihre eigenen Combos gründeten; Bill Evans (Klavier), der die Band zur damaligen Zeit eigentlich bereits verlassen hatte; und Davis' damaliges Rhythmusteam Paul Chambers (Bass) und Jimmy Cobb (Schlagwerk); Wynton Kelly spielte nur Klavier auf »Freddie Freeloader« anstelle von Bill Evans.


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