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Rezensionen verfasst von
dingdong (Nähe Augsburg, Bayern)

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1.0 von 5 Sternen Wackelig, 31. Oktober 2014
In Bayern haben wir ein Wort für so etwas: "Glump". Wer das nicht versteht, kann es gerne auf der bairischen Wikipedia nachschlagen.

Mein Hauptkritikpunkt: die beiden Schrauben, die man benötigt, um den Ständer am Fuß zu befestigen, sind nicht versenkt und stehen etwas über. Dadurch ist die ganze Konstruktion wackelig und meines Erachtens unbrauchbar.

Da will ich gar nicht groß davon reden, dass auf dem Fuß etwas eingraviert ist, von dem ich mir nicht sicher bin, ob der Azubi den Brennstift zur Hand genommen hat, oder ob das wirklich ein Schriftzug sein soll.

Entscheidend ist für mich alleine, dass das Ding nicht vernünftig steht. Wer mit "Glump" nichts anfangen kann - vielleicht wisst ihr ja, was ein "Kruscht" ist - das steht auch in der deutschen Wikipedia.


24 Weihnachtsdüfte: Ein Adventskalender zum Besinnen und Genießen
24 Weihnachtsdüfte: Ein Adventskalender zum Besinnen und Genießen
von Katia Simon
  Spiralbindung
Preis: EUR 12,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen fühle mich getäuscht, 2. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenn ich einen Adventskalender mit dem Titel "24 Weihnachtsdüfte" kaufe, gehe ich nicht davon aus, dass die Düfte nur beschrieben bzw. bildlich dargestellt werden, und dass für das Dufterlebnis ausschließlich meine Phantasie zuständig sein soll.

Ich bin sehr ENTtäuscht und fühle mich GEtäuscht, weil das der Produktbeschreibung nicht eindeutig zu entnehmen ist.


Der Wolkenatlas
Der Wolkenatlas
von David Mitchell
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

175 von 186 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationell - das beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe!, 28. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Wolkenatlas (Taschenbuch)
Sensationell - das ist das einzige Wort, das mir zu diesem Buch einfällt. Das Beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe! Schade, dass ich keine sechs Sterne vergeben kann, eigentlich müsste ich jetzt das meiste von dem, was ich in den letzten Jahren rezensiert habe, um einen Stern herabsetzen, um diesem Buch gerecht zu werden.

Selten habe ich erlebt, dass jemand zwei Qualitäten so in einem Buch vereint:
* das zu schreiben, was ich "große Literatur" nennen möchte und
* dennoch das abzuliefern, was neudeutsch "Pageturner" heißt, also ein Buch, das einen nicht mit dem Lesen aufhören lässt, weil man immer noch wissen will, wie es wohl auf der nächsten Seite weitergeht.

Zur Handlung fasse ich mich kurz, denn dazu ist hier bei Amazon an anderer Stelle schon etliches gesagt: der Autor erzählt sechs Kurzgeschichten in einem Band. Soweit wäre das nicht ungewöhnlich. Spannender wird es schon dadurch, dass alle Geschichten miteinander verwoben sind - mal mehr, mal weniger. So ein bisschen in der Art von Pulp Fiction, vielleicht ist Mitchell ja Tarantino-Fan?

Hier ein Kurzabriss über die sechs Geschichten:
* Das Pacifiktagebuch des Adam Ewing
ein bisschen wie die Abenteuergeschichten von Jack London oder Karl May, spielt auch in etwa zu dieser Zeit und ist in Tagebuchform erzählt

* Briefe aus Zedelghem
1931 schreibt der Komponist Robert Frobisher an seinen besten Freund etliche Briefe aus dem belgischen Exil - nicht nur über seine erotischen Wirrungen.

* Luisa Reys erster Fall
Ein Thriller rund um die Atomlobby und die Anti-AKW-Bewegung der USA in den 1970ern

* Das grausige Martyrium des Timothy Cavendish
Eine Mischung aus Thriller und Schelmenroman, dargeboten als Ich-Erzählung und angesiedelt irgendwann in unseren Tagen. Von der Handlung her ein bisschen wie "Einer flog über das Kuckucksnest".

* Sonmis Oratio
Ein (wie ich finde genialer) Science Fiction. Eine Jahreszahl wird nicht genannt, aber man könnte so ungefähr das Jahr 2150 vermuten. Die Konzerne haben die Herrschaft über die Welt. Es gibt keine Regierungen mehr, sondern einen "Vorstand". Klone sind die modernen Sklaven. Ein weiblicher Klon begehrt auf. Erzählt in der Form eines Verhörs dieses Klons nach seiner Verhaftung.

* Sloosha's Crossin' un wies weiterging
Spielt noch deutlich weiter in der Zukunft. Die Zivilisation ist so gut wie untergegangen. Wilde, unzivilisierte Stämme kämpfen gegen die, die sich einen Rest Zivilisation bewahrt haben. Das Ganze erzählt in einer wilden, unzivilisierten Sprache, wie es der Titel schon erahnen lässt.

Und dann das Ganze wieder zurück. Alle sechs Geschichten werden an einem bestimmten Punkt durch die nächste Geschichte unterbrochen und dann wird der Faden rückwärts wieder aufgewickelt, so dass das Buch wieder mit dem "Pacifiktagebuch" endet.

Allein schon diese Form des Erzählens finde ich einzigartig. Robert Frobisher komponiert in "Briefe aus Zedelghem" am Werk seines Lebens, dem "Wolkenatlassextett". Er beschreibt es so:

"'Sextett für einander überschneidende Solostimmen' (...). Klavier, Klarinette, Cello, Flöte, Oboe, Violine, jedes Instrument mit einer ganz eigenen Sprache aus Tonart, Melodik und Klangfarbe. Im 1. Satz wird jedes Solo vom nachfolgenden unterbrochen, im 2. setzen sich die unterbrochenen Soli in umgekehrter Reihenfolge fort."

Besser kann man die Struktur des Buches nicht umschreiben. Und Mitchell nimmt sich gleich selbst auf den Arm, indem er Frobisher die Frage stellen lässt: "Revolutionär oder effekthascherisch? Werde das erst erfahren, wenn es fertig ist, und dann ist es zu spät (..)" .

Ein Grundthema aller sechs Erzählungen ist die Freiheit. Ob es nun im "Pacifiktagebuch" um den unterdrückten Pazifikstamm der Moriori geht, in den "Briefen" um die fehlende materielle Freiheit des Küstlers, die Dominanz der Konzerne bei "Luisa Rey" und "Sonmis Oratio", die dort auch dargestellte Unterdrückung der Klone oder die der sanfteren, zivilierteren Völker durch die brutaleren in "Sloosha's Crossin'".

So endet das Buch auch (ich glaube nicht, dass das was jetzt kommt ein Spoiler ist, aber man muss ja an dieser Stelle nicht weiterlesen, wenn man nicht will) mit dem Entschluss des jungen Notars Ewing, sich den Abolitonisten (also der Antisklavenbewegung) anzuschließen und für die Freiheit zu kämpfen. Wissend, dass man ihm entgegenhalten wird, "dass dein Leben nicht mehr gewesen ist als ein Tropfen in einem grenzenlosen Ocean!" "denn was aber ist ein Ocean anderes als eine Vielzahl von Tropfen?"

Also ein hoffnungsvolles Ende, ein Appell, Verantwortung für den Tropfen zu übernehmen, den man selbst beisteuert.

Fazit:
Das Buch befasst sich mit wichtigen und interessanten Themenstellungen. Der Autor legt eine berauschende Sprachgewalt und Experimentierfreudigkeit an den Tag. Und er zieht den Leser in eine spannende Handlung hinein - was will man mehr?
Kommentar Kommentare (16) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 29, 2014 4:04 PM MEST


Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg
Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg
von Hape Kerkeling
  Audio CD
Preis: EUR 10,50

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Weg ist das Ziel, 8. Juli 2009
So, nun habe ich ihn also endlich auf seinem Jakobsweg begleitet, den Hape. Literarisch meine ich. Wie es war? Schwer zu sagen. Mir ging es ein bisschen wie ihm. Es gab Höhen und Tiefen. Aber am Ende bin ich ganz froh, durchgehalten zu haben.

Während des ersten Viertels war ich durchaus mehrmals versucht, abzubrechen. Aber irgendwie ist er mir dann ans Herz gewachsen.

Es gibt vieles in diesem Buch, was mich genervt hat. Die Selbstbeweihräucherung zum Beispiel. Er spricht ja ach so viele Sprachen. Nicht nur Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch - nein, auch noch Holländisch! Und er lässt keine Gelegenheit aus, das seinem Leser (oder in meinem Fall: Zuhörer) unter die Nase zu reiben.

Auch tat ich mich zunächst schwer damit, dass er den Jakobsweg zu einer Art Mini-Autobiographie nutzt. Aber das habe ich später nicht nur akzeptiert, sondern erkannt, dass das geradezu unabdingbar zu diesem Buch dazugehört. Es ist konzipert als Selbstfindungsbuch. Und natürlich muss Hape - oder "Hans", wie ihn seine englischsprachigen neugewonnenen Freunde nennen - dazu sein bisheriges Leben reflektieren.

Wehleidig fand ich ihn zuerst auch. Bis ich mir bewusst machte, was es für eine Leistung ist, 600 Kilometer zu gehen - egal, ob man dann zwischendurch mal den Bus nimmt. Ich, der ich diese Leistung bisher nicht erbracht habe, habe ganz sicher kein Recht, jemanden, der das auf sich genommen hat "wehleidig" zu nennen.

Und auch über einige seiner Positionen habe ich mich aufgeregt. Er bezeichnet sich zum Beispiel als "Buddhisten mit christlichem Unterbau" (oder war es "Überbau"?). Das ist mir zu beliebig. Aber auch in dieser Frage habe ich Respekt davor gewonnen, wie sich hier einer seelisch buchstäblich bloßstellt. Klar gehört dazu eine bestimmte Lust am Exhibitionismus. Aber dass Hape die hat, hat er ja auch schon in anderen Rollen bewiesen.

Bei einigen seiner Erlebnisse fragt man sich schon, ob sie wirklich so passiert sind, oder ob sie dem Buch ein bisschen mehr "Pfeffer" verleihen sollen. Ich habe mich entschieden, ihm zu glauben.

Mein Fazit? Wie gesagt: Höhen und Tiefen, aber im Ganzen für mich durchaus ein Gewinn. Vier Sterne.


Gut aufgestellt: Kleiner Phrasenführer durch die Wirtschaftssprache (HERDER spektrum)
Gut aufgestellt: Kleiner Phrasenführer durch die Wirtschaftssprache (HERDER spektrum)
von Burkhard Spinnen
  Taschenbuch

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz anders als erwartet, 1. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich mag ich "Kolumnenbücher" ganz gern. Damit meine ich Bücher, in denen Zeitungskolumnen zusammengefasst veröffentlicht werden. Sie setzen sich mit einem bestimmten Thema meist in kurzen Anekdoten auseinander - man kann sie quasi in "Häppchen" lesen. Das passt mir sicher nicht immer, oft genug will ich kein Häppchen, sondern ein ganzes Menü oder auch mal einen schönen Braten - will heißen "richtige" Literatur oder ein interessantes Fachbuch oder auch einfach nur einen dicken unterhaltenden Roman. Aber so zwischendurch passen eben auch mal die Häppchen aus diesem Genre.

Prominente Beispiele sind die Bücher von Bastian Sick (Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod: Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache. Die Zwiebelfisch-Kolumnen Folge 1-3 in einem Band), Rainer Erlinger (Wenn Sie mich fragen: Antworten zu Fragen der Alltagsmoral) oder Axel Hacke (Der kleine Erziehungsberater: Mit Bildern von Michael Sowa). Diese drei haben gemeinsam, dass sie mich gut unterhalten haben. Wenn mich ein Buch amüsiert, hat es schon mal EINEN Zweck erfüllt.

Irgendwie hatte ich - auch durch den Untertitel "Kleiner Phrasenführer durch die deutsche Wirtschaftssprache" - erwartet, dass Burkhard Spinnen (den ich durch Der schwarze Grat: Die Geschichte des Unternehmens Walter Lindenmaier aus Laupheim schätzen gelernt habe) in "Gut aufgestellt" mit spitzer Feder die leeren Worthülsen der Wirtschaftsprache entlarvt. Er tut das auch - auf eine sehr nachdenkliche, philosophische Art. Er macht sich - ganz anders als Bastian Sick - über niemand lustig. Von dieser Art der (Zitat) "Mischung aus Comedy und Besserwisserei" distanziert er sich im Vorwort sogar ganz ausdrücklich (wobei die mir persönlich ganz gut gefällt...).

Er versucht dem Geist nachzuspüren, der in den Wörtern steckt. Ein Beispiel? Nun, er erkennt in dem Wort "Brückentag" eine Grundhaltung, die Arbeit als Strafe versteht, als "gefährliche oder gefährlich langweilige oder hässliche" Tätigkeit, "...denn was überbrückt man? In der Regel unbegehbares, vielleicht sogar feindliches Terrain".

Dieses Beispiel spiegelt recht gut wider, was man von diesem Buch erwarten darf und was nicht: Philosphische Überlegungen: ja - witzige, spitzige Formulierungen, die man auch mal der eigenen Marketingabteilung unter die Nase halten kann: nein.

Vor diesem Hintergrund hätte ich immerhin noch vier Sterne vergeben, wenn mich die philosophischen Überlegungen mehr angesprochen hätten. Aber sie bleiben mir oft zu platt und oberflächlich. Da wird mancher Zehntklässler, der über das eine oder andere Wort in einem Aufsatz sinniert, auf mindestens genauso tiefschürfende Ergebnisse kommen...


Der schwarze Grat: Die Geschichte des Unternehmers Walter Lindenmaier aus Laupheim
Der schwarze Grat: Die Geschichte des Unternehmers Walter Lindenmaier aus Laupheim
von Burkhard Spinnen
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Lehrreicher, unterhaltsamer Perspektivwechsel, 16. Juni 2009
Vor der Lektüre dieses Buches konnte ich mir keine rechte Vorstellung davon machen, was mich erwartet: Ein Roman? Eine Biografie? Ein Sachbuch zu Wirtschaftsthemen an einem konkreten Beispiel?

Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, kann ich sagen: es ist nichts von alledem - zumindest nicht in Reinkultur. Und doch ist es all das - und noch mehr, viel mehr.

Burkhard Spinnen berichtet, wie er zufällig einen schwäbischen Unternehmer kennenlert, der - als er vom Beruf Spinnens erfährt - glaubhaft versichert, seine Unternehmensgeschichte sei es wert, niedergeschrieben zu werden. Spinnen erzählt von seinen Zweifeln und seiner Zurückhaltung, dann berichtet er von den Gesprächen, die er mit Walter Lindenmaier, dem Unternehmer, führt. Der Kniff ist, dass man durch die Schilderung dieser Gespräche schon mittendrin ist in der spannenden Geschichte dieses Unternehmens und dieser Familie.

Doch der Autor bleibt immer ein Stück auf der Metaebene und bewahrt sich eine gewisse Distanz. Während des ganzen Buches reflektiert und hinterfragt er, wie er das, was ihm da erzählt worden ist, wohl in Buchform gießen soll. Und durch dieses Hinterfragen hat er es auch schon erzählt.

So erfährt der Leser anhand der Firma "Lindenmaier Präzision" mehr über die Geschichte des deutschen Wiederaufbaus und die jüngere Wirtschaftsgeschichte bis ins Jahr 2001 als es durch zahlreiche sogenannte "Sachbücher" wohl möglich wäre. Und er bekommt einen Einblick in das, was vermutlich viele mittelständische Unternehmer umtreibt. Verantwortung für die Arbeitsplätze, Stolz auf das Lebenswerk (das eigene oder das eines Vorfahren), Streit mit Aufsichtsrat und Banken, aber auch Prestige- und Machtdenken.

Heute - mitten in der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit - wird man dieses Buch wohl ganz anders lesen, als bei seinem Erscheinen vor sechs Jahren. Hier wird das Auf und Ab des Wirtschaftslebens aus der Perspektive des Unternehmers geschildert. Und zwar auf eine Art, der man anmerkt, dass sich Burkhard Spinnen und Walter Lindenmaier während der Entstehungsgeschichte angefreundet haben, und auch, dass ein Erscheinen des Buches ohne Zustimmung der Hauptfigur nicht möglich gewesen wäre. Die Perspektive der Arbeitnehmer, deren Arbeitsplätze in der wechselvollen Unternehmensgeschichte so oft gefährdet waren, bleibt weitestgehend außen vor. Das ist aufgrund der Natur des Buches unvermeidlich.

Manchem wird es gut tun, mal durch die Unternehmerbrille aufs Wirtschaftsleben zu schauen und auf diese Art eine neue Perspektive zu gewinnen. Für manch anderen wird es ein Luxusproblem bleiben, wenn jemand sein 3 Millionen DM-Anwesen als Sicherheit für einen Unternehmenskredit verpfänden muss.

Der Traurige Epilog der Geschichte ist ebenfalls Teil der genannten Krise und kann im Buch nicht mehr behandelt werden, das endet 2002: Walter Lindemaier gab die Unternehmensleitung anlässlich seines 65. Geburtstages Anfang 2009 an die nächste Generation ab, da musste schon kurzgearbeitet werden. Im April 2009 ging das Unternehmen in die Insolvenz.

Mein Fazit:
Ein Buch, wie es von seiner Art her wohl kein zweites gibt (zumindest kenne ich keines). Ein lehrreicher Perspektivwechsel, der dazu noch gut unterhält (ich habe das Buch trotz wenig Freizeit in nicht mal fünf Tagen ausgelesen) - was will man mehr? Fünf Sterne!


Die Sterndeuterin: Historischer Roman
Die Sterndeuterin: Historischer Roman
von Peter Dempf
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen einer von vielen, 22. April 2009
Peter Dempf hat seinen Roman Anfang des 16. Jahrhunderts angesiedelt und in drei Kapitel - oder soll man sagen "Akte"? - aufgeteilt. Das erste Kapitel spielt in Augsburg, das dritte in Venedig und das zweite beschreibt den Weg dazwischen.

Damit liefern zwei der bedeutendsten Städte des damaligen Europa die Kulisse für "Die Sterndeuterin". Dies nutzt Dempf zu zahlreichen historischen Bezügen. So stellt er anschaulich den Einfluss der Fugger dar, auch die politische Lage in Venedig, das sich damals im Krieg mit der Liga von Cambrai befand, spielt eine Rolle. Aber der historische Hintergrund bleibt seltsam blass. Es gelingt Dempf nicht, wie in seinem Roman "Das Geheimnis des Hieronymus Bosch", den Leser zu fesseln. Und das, obwohl ich als gebürtiger Augsburger sicher noch mehr Bezüge gefunden habe, als viele andere Leser.

Vielleicht liegt es auch daran, dass der zentrale Gegenstand, die Horoskopmaschine, bei weitem nicht so mysteriös und interessant ist, wie das Bild in dem og. Roman.

Mein Fazit:
Ein historischer Roman, wie es Hunderte gibt. Sprachlich durchschnittlich, mäßig spannend. Die Kirche bekommt ihre üblichen Seitenhiebe ab. Man kann seine Zeit sicher mit besserer Lektüre verbringen.


CD WISSEN - Große Frauen und Männer der Weltgeschichte (Sammel-Box): 100 Personen der Weltgeschichte von Ramses II. bis Michail Gorbatschow (Teil 1 - 25), 25 CDs
CD WISSEN - Große Frauen und Männer der Weltgeschichte (Sammel-Box): 100 Personen der Weltgeschichte von Ramses II. bis Michail Gorbatschow (Teil 1 - 25), 25 CDs
von Achim Höppner
  Audio CD

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurz und knackig - macht Lust auf mehr, 31. Juli 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zu den vier Sternen führte mich die Betrachtung folgender Kriterien:

1.) Die Idee:
Das Leben von 100 Personen der Zeitgeschichte wird in jeweils ca. einer Viertelstunde knackig aufbereitet. Dieser Ansatz gefällt mir gut, er regt an, sich mit den Personen, die einen näher interessieren über andere Quellen tiefer zu befassen.

2.) Auswahl der portraitierten Personen:
Das erklärte Ziel der Kollektion ist es, 100 Personen zu porträtieren, die den Lauf der Weltgeschichte maßgeblich beeinflusst haben. Eine solche Auswahl muss zweifellos subjektiv sein und kann nie allen Wünschen gerecht werden. Vor diesem Hintergrund ist die Auswahl meines Erachtens mit einer Ausnahme hervorragend gelungen. Die Ausnahme: mir bleibt unerklärlich, wie man Buddha, König David, Konfuzius, Mohammed und Luther aufnehmen kann - auf Jesus Christus aber verzichten mag. Egal, wie man nun zur jeweiligen Lehre oder zur historischen Wahrheit steht: auch im Fall David ist man in erster Linie auf biblische Quellen angewiesen und die historische Bedeutung der Begründung des Christentums dürfte ja außer Frage stehen. Vielleicht hat man sich gescheut, Jesus in eine Viertelstunde zu packen?

Unten füge ich eine Liste mit einigen Beispielen der behandelten Personen an. Diese verschafft einen ganz guten, exemplarischen Überblick über das breit gefächerte Spektrum, das abgedeckt wird.

3.) Die Umsetzung als Hörbuch:
Achim Höppner als Sprecher macht seine Sache hervorragend, die einzelnen "Kapitel" sind im richtigen Maß mit Musik unterlegt - will heißen: die Musik untermalt angenehm und ist nicht aufdringlich.

Und hier nun die versprochene Liste mit einer - nicht repräsentativen - Auswahl vorgestellter Personen:

- Ramses
- David
- Buddha
- Konfuzius
- Sokrates
- Platon
- Cäsar
- Karl der Große
- Mohammed
- Leonardo
- Luther
- Napoleon
- Einstein
- Hitler
- Adenauer
- Gandhi
- Gorbatschow
- Mandela
- Joh. Paul II.


Kuhhandel
Kuhhandel
Wird angeboten von g-e-t-b-o-o-k-s
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seit Jahren eines meiner Lieblingsspiele, 29. Mai 2007
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Kuhhandel (Spielzeug)
Den "Kuhhandel" kenne ich noch aus meiner frühen Jugend von gemütlichen Hüttenabenden in den Bergen. Jetzt - fast zwanzig Jahre später - habe ich mir das Spiel endlich selbst zugelegt. Für mich hat es nichts von seiner Faszination verloren.

Mit solch einfachen Mitteln soviel Spaß zu produzieren - genial.

Einziger kleiner Kritikpunkt: das alte Design hat mir besser gefallen - aber das ist nicht entscheidend.

Entscheidend ist, dass hier die Mischung aus Taktik und Strategie, psychologischem Einfühlungsvermögen und Glück genau stimmt. Das Triumphgefühl, wenn man dem Mitspieler bei einem "Kuhhandel" ein Pferd für nur 10 Euro abgeluchst hat (oder die Enttäuschung, wenn es andersrum gelaufen ist) - so müssen Spiele sein.

Und das Ganze in einem Format, das es nahelegt, dieses Spiel auf jede Reise - oder eben zu den eingangs erwähnten Hüttenabenden - mitzunehmen.

Fazit: Sehr empfehlenswert für alle ab 10 Jahren.


Milchgeld: Kluftingers erster Fall (Piper Boulevard, Band 6227)
Milchgeld: Kluftingers erster Fall (Piper Boulevard, Band 6227)
von Volker Klüpfel
  Taschenbuch

29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lustig, spannend, launig - wie das wahre Leben, 29. Mai 2007
Ich habe das Buch zum großen Teil im Flieger gelesen und mir wegen lauten Lachens öfters irritierte Blicke meiner Mitreisenden eingehandelt.

Das Schönste: Der Kluftinger ist so lebendig, so menschlich, so realitätsnah, vor allem auch was sein "Innenleben" angeht - ich fühlte mich sofort mitten ins Allgäu und in die - durchaus spannende - Handlung hineinversetzt. A propos Spannung: die ist vorhanden und eine nette Ergänzung zu den lebendigen Charakter- und Landschaftsstudien. Aber was mich an dem Buch am meisten begeistert, ist der bayerisch-schwäbische Humor.

Ich freue mich schon auf "Erntedank" und auf die hoffentlich noch folgenden vielen Fortsetzungen!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 16, 2014 12:51 PM CET


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