Profil für soso > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von soso
Top-Rezensenten Rang: 182.383
Hilfreiche Bewertungen: 12

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
soso "Soso" (ulm)

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
ELEPHANT Schultertasche JONES BAG Messenger Schultertasche Kuriertasche DIN A 4 // SCHWARZ
ELEPHANT Schultertasche JONES BAG Messenger Schultertasche Kuriertasche DIN A 4 // SCHWARZ
Wird angeboten von bagboom (AGB / Widerruf)
Preis: EUR 19,93

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, 26. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Tasche ist wirklich fast perfekt. Ich habe sie mir fürs Referendariat gekauft und dank des großen Hauptfaches ist es kein Problem den Laptop, Bücher und anderes Material darin unterzubringen. Eine Flasche Wasser, die Lunchbox sind auch gut untergebracht und ein paar Kleinigkeiten (mp3 player, Labello, usw.) kann man in einem weiteren Innenfach gut verstauen. Die vielein kleinen Nebenfächer auf der Vorderseite sind relativ groß und reichen somit aus, um Handy, Schlüssel und co. immer griffbereit zu haben. Somit findet in dieser Tasche alles seinen Platz und ist übersichtlich verstaut. Zudem ist die Tasche selbst sehr robust und vor allem leicht. Das Material ist wasserabweisend (ich habe es zur Sicherheit zusätzlich imprägniert) und man trägt aufgrund des geringen Gewichts eben nur das, was man selber in die Tasche packt und nicht 1 kg allein für die Tasche.
Ich kann das Produkt wirklich nur empfehlen.


Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt: Eine Kindheit in Berlin (West)
Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt: Eine Kindheit in Berlin (West)
von Ulrike Sterblich
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine sehr gelungene Zeitreise, 13. Januar 2013
In „Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt– Eine Kindheit in Berlin (West)“ nimmt Ulrike Sterblich den Leser mit auf einen Zeitreise in ihre Kindheit und Jugend in West-Berlin; eine Stadt, die es so wie sie war nicht mehr gibt. In kurzen Episoden schreibt sie von den einzelnen Schauplätzen ihrer Jugend, erzählt was sie dort erlebte und wie sie es erlebte. Private Eindrücke und Erinnerungen wurden durch fiktive Details angereichert, sodass ein wundervolles abgerundetes Bild des Berlins vor dem Mauerfall entsteht.Der Alltag von Ulrike und ihren Freunden wird witzig und interessant beschrieben. Die Schulzeit auf der katholischen Mädchenschule, die Entwicklung der Partykultur Berlins; die Schauplätze einer ganz normalen West-Berliner Jugend werden mit bekannten Straßennamen, Stadtvierteln und Sehenswürdigkeiten verknüpft. so erlebt man einerseits eine spannende Reise durch Ulrikes Jugend, die eigene Erinnerungen weckt und lernt andererseits viel über die Absurdität in der damaligen "halbe" Stadt West-Berlin kennen, die man selbst nicht unbedingt erlebt hat. Man gewinnt viele Eindrücke darüber, welche Konsequenzen die Teilung der Stadt für die Berliner hatte. Klassenfahrten, die innerhalb der West-Berliner Grenzen stattfanden, versehentliche U-Bahn Fahrten durch die Ost-Berliner Geisterbahnhöfe, der erste Tagesausflug nach Ost-Berlin.. Was damals Normalität war kann man sich heute als Nicht-Berliner kaum vorstellen.
Die einzelnen Kapitel des Buches sind zudem wundervoll aufgebaut. Jedem Kapitel wird eine Straße, eine Sehenswürdigkeit oder ein Stadtteil West-Berlins zugeordnet. Am Anfang jedes Kapitels ist ein kleiner Ausschnitt des Stadtplans von West-Berlin abgedruckt, der eben diesen Schauplatz zeigt, sodass man die ausgeschnittene Karte auf dem Cover des Buches nach und nach wieder füllen kann, während man die Stadt kennenlernt. Am Ende der Kapitel gibt es noch einmal eine kurze Erklärung zu dem jeweiligen Schauplatz. Man erfährt, warum ein Platz so wichtig war, ob er in der Form noch existiert oder was daraus geworden ist.
Die Mischung von privaten Anekdoten und historischen Fakten ist Ulrike Sterblich wirklich sehr gut gelungen. Der Schreibstil ist humorvoll und fesselnd und die einzelnen Episoden sind sehr amüsant erzählt und werden durch historische und geographische Informationen angereichert sodass dem Leser eine wundervoll authentische Reise durch das West-Berlin der 80er Jahre geboten wird.
Alles in allem ist so ein sehr gelungener Rückblick entstanden, der auch für Nicht-Berliner absolut lesenswert ist.


Schwarzer Neckar
Schwarzer Neckar
von Thilo Scheurer
  Broschiert
Preis: EUR 10,90

5.0 von 5 Sternen Der beste Regionalkrimi, den ich seit langem gelesen habe., 3. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Schwarzer Neckar (Broschiert)
Nach 2 Jahren wird Kommissar Treidler wieder in den Polizeidienst der Stadt Rottweil aufgenommen. Eigentlich möchte er nur seine Ruhe haben und den ungelösten Mord an seiner Frau aufklären, dessen er beschuldigt wurde. Als es dann zu einem Mord an einem 80-jährigen Russen kommt, wird ihm Kommissarin Melchior zur Seite gestellt, die aus Berlin kommt und die aufgrund ganz anderer Tatsachen nach Rottweil versetzt wurde. Während beide Ermittler ihre geheimnisvollen Interessen verfolgen, entwickelt sich der Fall des toten Russen mit der Fünf Reichsmark Münze im Rachen und den mysteriösen Tattoos zu einem dritten, ereignisreichen Handlungsstrang. Der Leser hat einiges zu tun bei dem Versuch, diese drei Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen und um auf die Spur des Täters zu kommen. Bis zum Ende bleibt vieles im Unklaren und der Spannungsbogen steigt und steigt.
Das Schwabenland und seine Bewohner werden sehr treffend und mit viel Lokalkolorit beschrieben, was dem Fall und den handelnden Personen eine wirklich gelungene Grundlage bietet.
Ich hoffe nach diesem gelungenen Debüt in Zukunft mehr von Thilo Scheurer lesen zu können und freue mich auf weitere Ermittlungen dieses phantastischen, einzigartigen Duos, Treidler und Melchior.


Was du nicht weißt: Roman
Was du nicht weißt: Roman
von Claus Beling
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Ein Krimi, der einen in die Welt der Kanalinseln eintauchen lässt, 14. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Was du nicht weißt: Roman (Taschenbuch)
Auf der Kanalinsel Jersey wird die Leiche einer jungen Polin gefunden. Kurz darauf wird auch Debbie, ein Mitglied der Inselgemeinde, ermordet aufgefunden kurz nachdem sie wichtige Informationen über den Tod ihres kleinen Sohnes bekommen hat. Im Verlauf der Handlung, trifft der Leser auf viele Personen, die in die Ermittlungen und den komplexen Fall verwickelt sind. Allen voran Emily Bloom, die das absolute Gedächtnis besitzt und bei ihren Nachforschungen auf längst vergangene Geschehnisse stößt.
Neben dem eigentlichen Fall erfährt der Leser viel über das Leben auf der Insel und die recht eigenwilligen Bedingungen, die auch die Ermittlungen im Mordfall beeinflussen, wie zum Beispiel das unabhängige Polizeisystem auf Jersey. Diese
Die zahlreichen Personen werden durch private und geschäftliche Beziehungen miteinander verknüpft, was zu einem großen Netz aus Personenkonstellationen, Intrigen, Geheimnissen und Emotionen führt. Über große Strecken gelingt es dem Autor gut, die Balance zwischen dem Kriminalfall und den privaten Beziehungen der Charaktere zu halten aber manchmal gewinnen Handlungsstränge die Überhand, die am Ende keine Relevanz mehr haben. Manche der Personenkonstellationen standen sich leider gegenseitig im Weg.
Ich hätte mir gewünscht, dass die ausgiebigen Beschreibungen der nebensächlichen Tätigkeiten, die einem zu Beginn des Buches zusätzlich zur Spannung, ein Gefühl für die Atmosphäre auf der Insel bieten, gegen Ende etwas zurücktreten und Platz machen für eine intensivere Behandlung des Falls.
Im großen und Ganzen fand ich das Buch wirklich gut aber die Balance zwischen Krimi und Beschreibung ds Insellebens & der Personenkonstellationen war nicht ganz ausgewogen sodass ich stellenweise die Spannung vermisst habe und mich gefragt habe, ob die emotionsgeladenen Beziehungen wirklich alle einen so hohen Stellenwert verdient haben, während die Klärung der Motive und der Personenkonstellationen in den Mordfällen relativ schnell abgehandelt waren und man sich an einzelne Bruchstücke erinnern musste, die schon einige Seiten zurückliegen.
Der Schreibstil und der formale Aufbau sind allerdings sehr gut. In kurzen Abschnitten, wird die Perspektive häufig geändert und der Leser beobachtet die Ermittlungen aus Sicht mehrerer Personen. Man merkt, dass sich derAutor intensiv mit den Gegebenheiten auf Jersey auseinandergesetzt hat und dass er möglichst viele seiner persönlichen Eindrücke der regionalen Besonderheiten in die Geschichte mit einfließen lassen wollte. Als Urlaubslektüre mit 4 Sternen zu empfehlen aber aufgrund der vielen nebensächlichen Handlungsstränge als Krimi leider nur 3 Sterne.


Wolfswechsel
Wolfswechsel
Preis: EUR 2,99

5.0 von 5 Sternen Eine wundervoll tiefgründige Geschichte, 8. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Wolfswechsel (Kindle Edition)
Der Chirurg Wajda kehrt nach Jahren wieder nach Paris zurück. Dort trifft er eine junge französische Prostituierte mit der er nach einer Razzia in einer Zelle landet. In dieser Situation beginnt er ihr seine Geschichte zu erzählen.Die Geschichte von seinem Weg durch die Vernichtungslager und den letzten Tage des Zweiten Weltkriegs.
Diese Geschichte wird so spannend und tiefgründig erzählt, dass es kaum möglich ist das Buch wieder aus der Hand zu legen. Beim Lesen wird einem schnel klar, dass der Autor selbst großes Interesse an der Darstellung dieser Geschichte hat, dass lange und gut recherchiert wurde um den, oft namenlosen, Schicksalen dieser Zeit ein Gesicht zu geben.
Der Roman umfasst nur knapp 140 Seiten dennoch ist er wundervoll umfangreich und keineswegs unvollständig. Mit jedem Satz werden Bilder und Gefühle beim Leser wachgerufen, die einen nachdenklich werden lassen. Neben der offensichtlichen Geschichte von Wajda, findet wahrscheinlich jeder Leser ein wenig Familiengeschichte in diesen Zeilen.
Formal ist der Roman auch sehr schön strukturiert. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Rahmen- und Binnenhandlung. Während in Erzähler auf Wajda und die Prostituierte Natalie hinabblickt, kommt Wajda selbst zu Wort, wenn er seine Geschichte erzählt. Zudem wird jedes Kapitel von Wajdas Erzählung mit einem wunderbar gewählten Zitat eingeleitet, das den Leser zum Nachdenken anregt und einen noch ein wenig tiefer in diese Geschichte voller Grauen, Trauer und Hoffnung hineinzieht.
Wolfswechsel ist wirklich ein wundervolles Buch, dass einen uch nach dem Lesen noch lange begleitet und das ich nur empfehlen kann.


Harpyienblut
Harpyienblut
von Daniela Ohms
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wundervolle Geschichte, 7. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Harpyienblut (Gebundene Ausgabe)
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass der Klappentext schon ziemlich viel über die Geschichte verrät allerdings merkt man schon nach wenigen Seiten, dass dies auf keinen Fall zutrifft. Auf jeder einzelnen Seite dieses wundervollen Buches erfährt man etwas Neues, fügt sich die wunderbar fantastische Geschichte zu einem großen Ganzen zusammen, in das man immer weiter hineingezogen wird.
Lucie ist ein achtzehnjähriges Mädchen und ein Harpyienblut. Sie besitzt Flügeln und die Fähigkeit die Gedanken anderer Menschen zu lesen. Was genau sie ist, weiß sie jedoch selbst nicht. Sie weiß nur, dass sie ihre Eigenarten vor den anderen Menschen verstecken muss. Doch Lucie verändert sich und irgendwann kann sie ihre Fähigkeiten vor bestimmten Menschen nicht mehr verbergen.
Wie im Klappentext beschrieben, ist es Lucies Aufgabe als Harpyie, die Seelen toter Kinder abzuholen und sie durchs Jenseits zu begleiten. Diese Aufgaben und die damit verbundenen Fragen nach dem Tod und dem Kreislauf des Lebens, werden im Roman sehr sensibel und tiefgründig beschrieben. Das Grauen, dem Lucie begegnet lässt sich nur schwer verarbeiten und lässt den Leser auch nicht kalt. Kinder die durch Unfälle sterben oder von ihren Eltern oder Fremden getötet werden; das lässt einen nicht kalt und obwohl Lucie ihrem Auftrag nachkommt, bleiben die menschlichen Gefühle und die Frage nach dem warum. Lucie und ihre Wegbegleiter stellen sich viele Fragen die ausführlich ergründet werde
Auch die anderen Protagonisten sind sehr glaubwürdigund vielschichtig charakterisiert. Niemand ist bloß Statist, der nur geschaffen wurde, um Seiten zu füllen. Jeder hat mit irgendetwas zu kämpfen, stellt sich seine eigenen Fragen zum Geschehen, bekommt seine eigene Geschichte und eine wichtige Aufgabe. Das alles macht Harpyienblut zu einem wunderbar vielschichtigen, tiefgründigen Roman, den man nur schwer wieder aus der Hand legen kann.
Außerdem faszinierte mich das Konzept der Harpyien. Sie sind großartige mythologische Wesen und dies ist das erste Buch, dass ich lese, in dem sie
so umfangreich beschrieben werden und ihre Aufgabe in einem endlosen Kreislauf bekommen.
Harpyienblut ist ein Buch, dass mich von der ersten bis zur ltzten Seite fasziniert hat. Spannung, Fantasie, tiefgründige Konzepte, Gefühle.. eine Handlung, die sich Stück für Stück zu einem wunderbaren Gesamtbild zusammenfügt.
Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen!


Kudrun: Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch
Kudrun: Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch
von Uta Störmer-Caysa
  Broschiert
Preis: EUR 15,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gute Ausgabe der Kudrun, 7. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe Kudrun im Rahmen meines Staatsexamens im Vergleich zum Nibelungenlied gelesen und bearbeitet. Die Geschichte erstreckt sich über mehrere Generationen und erzäht von Kudrun, ihren Eltern und Großeltern. Es werden verschiedene Auffassungen von Versöhnung und Rachegedanken erläutert und verglichen. Eine sehr gute Ausgabe mit guter Übersetzung und einem hilfreichen Stellenkommentar.


Der Junge, der Träume schenkte
Der Junge, der Träume schenkte
von Luca Di Fulvio
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Ein wundervolles Buch, 7. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Junge, der Träume schenkte (Taschenbuch)
Dieses Buch hält so gut wie keine der Erwartungen, die ich beim ersten Blick auf Titel, Cover und Klappentext hatte und ist trotzdem keinesfalls enttäuschend sondern übertrifft sich vielmehr selbst.

Die junge Italienerin Cetta wandert mit ihrem Sohn und dem Traum von einer besseren Zukunft nach Amerika aus. Cettas Traum weicht schnell der Realität der Stadt New York Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Leser verfolgt, wie Cetta sich in den Armenvierteln der Lower East Side durchschlägt ohne ihren Traum jemals komplett zu verlieren. Sie zieht ihren Sohn auf, dessen im Klappentext angekündigtes, Talent andere Menschen zu verzaubern sich ganz anders entfaltet, als ich es vor dem Lesen erwartet hätte. (An dieser Stelle will ich aber nicht zu viel verraten. Der genaue Inhalt ist, wie immer, im Buch selbst zu finden. ;) ) Liebe, Gewalt, Hoffnung und Angst treffen aufeinander ohne jedoch kitschig zu werden. Vielmehr verschmilzt alles zu einer facettenreichen Realität, in der sich Di Fulvios Charaktere entfalten, in der sie ihre Erfahrungen machen an denen sie wachsen oder auch zerbrechen.

Auf knapp 800 Seiten erschafft Di Fulvio eine Welt voller Menschen und Begebenheiten, die einander beeinflussen, deren Wege sich kreutzen und trennen. Dabei beschränkt er sich keinesfalls auf Cetta und ihren Sohn Natale, der bei der EInreise von einem Beamten einfach übersetzt und somit in Christmas geändert wir, sonder widmet sich allen Charakteren gleichermaßen. Ei gibt ihnen allen eine Geschichte, eine individuelle Bedeutung und Bestimmung.

Trotz der 800 Seiten ist es mir nur mit Mühe und Not gelungen, das Lesevergnügen auf 10 Tage auszudehnen. Am liebsten hätte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand gelegt.


Das alte Kind
Das alte Kind
von Zoë Beck
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

3.0 von 5 Sternen Kein Thriller aber gelungenes Familiendrama, 28. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Das alte Kind (Taschenbuch)
Auf dem Buchcover wird ein Thriller angkündigt. Das ist es auf keinen Fall. Bei "Das alte Kind" handelt es sich eher um ein Familiendrama.
Clara ist eigentlich glücklich mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern. Sie lebt in Berlin und leitet ein erfolgreiches Auktionshaus. Aber eines Tages, nachdem sie im Krankenhaus für eine Woche von ihrer sechs Monate alten Tochter getrennt wurde, legt man ihr ein fremdes Kind in die Arme. Sie bemerkt es sofort doch keiner will ihr glauben.
Auf der anderen Seite gibt es Fiona, eine Frau in Schottland, die eines Tages benommen in der Badewanne mit aufgeschnittenen Handgelenken aufwacht. Alle halten es zunächst für einen Selbstmordversuch aber sie ist überzeugt davon, dass jemand versucht hat sie umzubringen.
Der Leser verfolgt diese beiden Geschichte die etwa 30 Jahre auseinander liegen. Claras Familie zerbricht mehr und mehr, zumal schnell deutlich wird, dass das kleine Mädchen, dass ihr als ihre Tochter überlassen wurde, schwer krank ist.
Wie gesagt: ein Familiendrama. Es gibt zwar Spannungsmomente oder zumindest wird versucht, die Geschichte spannend zu machen aber der Verlauf und das Ende der Geschichte sind so vorhersehbar, dass das leider nicht gelingt. Nach 10 Seiten weiß man, wie die Geschichte endet und auch zwischendrin, wenn in den Geschichten von Clara und Fiona Charaktere auftauchen, die zufällig den gleichen Vornamen aber einen anderen Nachnamen haben, hab ich mich gefragt, ob man wirklich erwartet, dass ein Leser sich so leicht täuschen lässt. Es war wirklich alles sehr durchschaubar. Leider.
Die 3 Sterne gibt es trotzdem, da der Schreibstil recht angenehm ist und ich mich an den 2 Tagen, die ich das Buch gelesen habe schon ganz nett unterhalten gefühlt habe. Wenn man nicht versucht hätte, das Buch als Thriller zu verkaufen und somit potentielle Leser mehr oder weniger bewusst täuscht, wäre vielleicht sogar ein halber Stern mehr drin gewesen.


Little Red Riding Hood - ein Thrillermärchen
Little Red Riding Hood - ein Thrillermärchen
Preis: EUR 0,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer hat Angst vorm bösen Wolf?, 26. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Little Red Riding Hood ist ein sehr gelungenes Werk, dass das Märchen von Rotkäppchen in die heutige Zeit transportiert und in einen spannenden, erotischen Thriller verwandelt.
Cruzot ist siebzehn als sie aus dem Erziehungsheim abhaut und versucht sich in Paris durchzuschlagen. Schnell gerät sie in die Fänge von Loup, einem Modefotografen, der sie als "Covergirl" groß rausbringen will. Schon bald wird Cruzot zum gefragten Model und findet ihren Platz im Modelmillieu und eine mysteriöse Gönnerin lockt Cruzot in ihr privates Spiegelkabinett aus schwarzem Lack und roten Rosen..
Wer ist nun der Wolf? Loup, der seine Mädchen zwischen Shootings und Drogen unter Kontrolle hält? Aline, die klassische femme fatale? Cruzot selbst, die zwischendrin so selbstsicher wirkt, dass es fast schon wieder an Naivität grenzt? ...

Dieses Thrillermärchen weiß wie man den Leser fesselt. Man wird in die Geschichte hineingezogen und legt sie nicht mehr aus der Hand. Zwischendrin hab ich mir gewünscht, sie hätte ein paar Seiten mehr nur damit ich weiterlesen kann aber eigentlich ist die Länge genau richtig. Der knappe, recht innovative Schreibstil passt perfekt zu dieser Geschichte, treibt die Handlung voran und trägt dazu bei, dass man sich komplett in der Geschichte verliert, die Schalg auf Schlag auf das Finale zusteuert. Und am Ende hat man eben genau dieses Gefühl (das auch zur Geschichte gehört): "Wow, es ist vorbei?" Will ich weiterlesen? Nein, aber ich will es nochmal lesen.


Seite: 1