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H. P. Roentgen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Ausbruch
Ausbruch
von Dominique Manotti
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,00

4.0 von 5 Sternen Ein toter Terrorist wird zum Mythos, 17. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Ausbruch (Gebundene Ausgabe)
Filippo ist ein Kleinkrimineller in Rom. Im Gefängnis teilt er seine Zelle mit dem berühmten Carlo, berühmt, weil er in den Siebzigern ein Führer der terroristischen roten Brigaden in Italien war. Dessen Erzählungen faszinieren Filippo und als Carlo aus dem Gefängnis ausbricht, schließt sich ihm Filippo kurzentschlossen an.

Doch Carlo hält nichts von dem Taschendieb, er trennt sich von ihm und nennt ihm nur eine Adresse in Paris, falls er aus Italien flüchten müsse.

Einen Monat später wird Carlo bei einem mißglückten Banküberfall getötet. Die Polizei und die Zeitungen verdächtigen Filippo, an dem Überfall beteiligt gewesen zu sein und er flieht nach Paris, zu der Adresse, die ihm Carlo gegeben hat: Eine ehemalige Freundin von Carlo. Sie versorgt ihn mit einer Wohnung und einer Nachtwächterstelle, doch ansonsten interessiert sie sich auch nicht mehr als Carlo für Filippo.

Der ist frustriert. Carlo hat ihm die Kämpfe Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger in Italien so farbenprächtig geschildert, er hat davon geträumt, mitzukämpfen, doch jetzt sitzt er in einem Kabuff in einem Hochhaus und beobachtet die Monitore, damit sich niemand nachts in das Gebäude stiehlt.

So beginnt er zu schreiben. Die Geschichte von Filippo und Carlo, wie er sie gerne erlebt hätte. Zwei Freunde, die jeder Gefahr trotzen, zwei Robin Hoods, die zusammenstehen, in guten und in bösen Tagen und nur der Verrat kann sie trennen. Den Bankraub (oder das, was er darüber gelesen hat), baut er geschickt in die Geschichte ein. Er will damit seine Vermieterin beeindrucken, ebenfalls eine politische Italienerin, die aus Italien floh, die ihm aber nicht die Aufmerksamkeit schenkt, die er sich wünscht.

Die Vermieterin ist begeistert und vermittelt ihn an einen Verlag. Und das Verhängnis nimmt seinen Lauf, der Verlag veröffentlicht das Buch, für die Kulturredakteure ist es ein gefundenes Fressen, genau die Geschichte, die sie sich ebenfalls erträumen. Natürlich sind alle überzeugt, es sei autobiografisch.

Leider stößt das Buch nicht überall auf freundliche Aufnahme. Da ist die Ex von Carlo, die immer noch ihren alten Träumen nachtrauert und eifersüchtig ist, dass jetzt ein hergelaufender Kleinkrimineller das Bild von Carlo, dem Bandenchef malt. Da ist die italienische Polizei, die mit dem Bankraub eigene Pläne verfolgt und die extreme italienische Rechte, die Filippos Buch ebenfalls ausnutzen möchte. So kommt es dazu, dass ...

Nein, das müssen Sie jetzt selbst lesen.

Dominique Manotti hat nicht nur einen spannenden Krimi geschrieben, sie hat auch die Literaturschickeria aufs Korn genommen und die Medien, die Mythen so lieben und sie als "wahre Geschichten" verkaufen. Kein Zweifel, die Autorin kennt diese Szene, die Personen stehen dem Leser lebendig vor Augen, die Geschichte reißt den Leser mit.

Leider ist der Anfang mühselig, die ersten fünfzig Seiten im gleichförmigen Stakkato-Stil geschrieben und die Figuren reden hölzern, immer voll ausformulierte Sätze, die den Duden freuen, den Leser aber nicht. Filippo, der Kleinkriminelle, der kaum lesen und schreiben kann, sagt Sätze, die ihm die Autorin in den Mund legt, die aber nicht zu ihm passen. Und Carlo erzählt so platt, dass ich mich wundere, dass diese steifen politischen Glaubensbekenntnisse Filippo so beeindrucken, dass sie ihn zu seinem Buch beflügeln. Sicher, die radikale, terroristische Linke ist nicht für anschaulichen Stil bekannt, sondern dafür, dass ihre Statements sich so aufregend lasen, wie die neuesten EU-Paragraphen. Aber seitenlange Ergüsse in solchem Stil, mit viel Klischee vermengt, fördern nicht den Lesefluss.

"Carlo erzählte von den bald schon täglichen Versammlungen in seiner Fertigungshalle, in seiner Fabrik, wo jedermann das Wort ergriff und wo jedermanns Wort gleich viel wog, wo man tastend ein kollektives Denken, einen kollektiven Willen entwickelte.
Dann flammte Begeisterung in Carlo auf, wenn er beschrieb, wie sie fasziniert die Macht von Menschen entdeckten, die gemeinsam handeln, und die alle gleich sind."

Leider werden diese Erzählungen nie konkret, die Autorin sagt, wie es war, aber der Leser erlebt es nicht. Außer einmal, wenn Carlo eine Szene mit seinem Großvater schildert. Auch die Ex-Freundin Carlos wird nie richtig lebendig. Was in den Teilen über den Literaturbetrieb, über die Intrigen der italienischen Politik und Gerichte so farbig erzählt wird, fehlt in Szenen über die alten Rotbrigadisten leider weitgehend. Ob das deshalb so ist, weil die Autorin den Buchmarkt und die italienische Politik kennt, die Rotbrigadisten aber nur durch ihre Pamphlete? Ich weiß es nicht.

Möglicherweise ist deshalb mancher Leser versucht, das Buch vielleicht vorzeitig zuzuklappen. Doch "Ausbruch" ist eines der wenigen Bücher, bei denen es sich lohnt, einen nur bedingt spannenden Anfang durchzustehen. Die weitere Geschichte entschädigt für alles, das verspreche ich Ihnen.

Fazit: Holpriger Anfang, der aber bald Fahrt gewinnt und den Leser in eine spannende Geschichte über Mythenbildung und Politik verwickelt.

Hans Peter Roentgen


Ein paar Tage Licht
Ein paar Tage Licht
von Oliver Bottini
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein faszinierendes Land, brutale Gewalt und deutsche Waffenhändler, 4. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein paar Tage Licht (Gebundene Ausgabe)
Djamel spielt Fußball, als sein Vater verschwindet. Die Militärs haben ihn abgeholt, er taucht nie wieder auf. Pech gehabt. Einer der hundertausende, die in den Neunzigern zwischen die Fronten von Militär und Islamisten geraten und für immer verschwinden. Berichten darf man in Algerien noch immer nicht davon.

Dann reist ein deutscher Waffenhändler an, Peter Richter, der ein Lizenzwerk in Algerien betreuen will. Das Werk liegt in Constantine und er ist begeistert über die Landschaft. Doch als er Abends die Altstadt besichtigen will, hindern ihn seine Bewacher daran. Zu gefährlich. Und dann wird er entführt. Eine unbekannte islamistische Splittergruppe übernimmt die Verantwortung. Die Islamisten sind oft der Vorwand für die Militärs, ihre Unterdrückung zu perfektionieren. Und aus Deutschland Waffen zu beziehen. Korruption munkelt man, aber Beweise hat niemand. Oder rückt sie nicht heraus.

Ralf Eley ist BKA Kontaktbeamter bei der deutschen Botschaft in Algier. Doch die algerischen Behörden verbieten ihm die Ermittlungen. Zu gefährlich sagen sie. Eley glaubt nicht an die Splittergruppe, er weiß, dass die Islamisten der alten Garde - "le pouvoir" nennen sie die Algerier - oft als Vorwand dienen. Um sich zu bereichern, um sich an der Macht zu halten.

Djamel, nun erwachsen, will seinen Vater rächen. Und damit nimmt eine rasante Geschichte ihren Lauf. Spannend, schockierend, bedrückend.

Oliver Bottini hat sich tief in die Geschichte Algeriens eingearbeitet. Von dem Befreiungskrieg gegen die Franzosen bis heute spannt sich der Rahmen. Er schildert die Landschaften, dass man meint, sie am Fenster vorbeifliegen zu sehen, er lässt die Personen lebendig werden, der Leser begreift, warum es in Algerien keinen arabischen Frühling gegeben hat und wie Waffenexporte in Deutschland laufen.

Schwarz-weiß Malerei ist nicht sein Ding. Alle seine Personen sind in eine Geschichte verwoben, habe ihre eigenen Leichen im Keller, wir verstehen, warum sie handeln, wie sie handeln und gerade das macht den Roman so bedrückend. Ein Roman, der die Liebe zu einem großartigen Land atmet und die Verzweiflung darüber, dass es immer wieder in Blut und politischer Gewalt ertränkt wird. Danach hat man nicht nur einen superspannenden Roman gelesen, man weiß eine Menge über Land, Leute und Geschichte und auch einiges über deutsche Rüstungsexporte. Und am Ende gibt es ein ausführliches Nachschlagekapitel, das aufzählt, was im Buch erfunden und was bittere Wahrheit ist.

Ein wenig erinnert es an Yasmina Khadras "Die Schuld des Tages an die Nacht" oder an "Nacht über Algier", ebenfalls ein guter Roman über Algerien, ebenfalls ein Krimi, der dem Leser staunend und entsetzt zurücklässt.

Ach ja, das Buch stand im April auf der Krimizeit Bestenliste auf Platz 2. Verdient, finde ich.

Hans Peter Roentgen


Fehlurteil: Justiz-Thriller (Krimi im Gmeiner-Verlag)
Fehlurteil: Justiz-Thriller (Krimi im Gmeiner-Verlag)
Preis: EUR 9,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dr Watson und Sherlock Holmes in der Freiburger Justiz, 10. Februar 2014
»Als ich ihn neben ihr stehen und auf sie einreden sah mit seinem schwarzen Hut, von dem der Regen tropfte, der dicken Jacke, deren schwarz-weißes Fischgräten-Muster zuletzt vor 20 Jahren modern gewesen sein mochte, den eindringlichen Gesten und einem Blick, der wie besessen schien, hielt ich ihn für einen Querulanten, wie man sie auf den Gängen der Gerichte, Behörden und Kanzleien immer wieder trifft. Männer meist, oft ungepflegt und ungewaschen, die davon überzeugt sind, dass ihnen bitterstes Unrecht geschehen ist, und nun, bewaffnet mit Stapeln von zerschlissenen Papieren, Unterlagen, Urteilen, ausgerissenen Zeitungsartikeln, Briefen, Bittschriften und Petitionen einen Richter oder einen Anwalt suchen, der ihnen helfen soll, ja, helfen muss, das vermeintliche Unrecht ungeschehen zu machen. Sie fordern Gerechtigkeit!, lautstark und unbedingt, und ahnen dabei nicht, dass das Wort allein schon den Juristen unangenehm berührt«

Ein alter Mann, ein Jude spricht die junge Staatanwältin Margarethe an. Er hatte versucht, das Haus seines Vaters zurück zu gewinnen, das dieser in der Nazizeit einem Deutschen für ein Spottgeld verkaufen musste. Doch ein Gericht hat diese Rückübereignung abgelehnt und nun hat er einen Strafantrag gestellt. Wegen Rechtsbeugung, gegen den Senat eines Oberlandesgerichts.

Rechtsbeugung! Klarer Fall von Querulantentum, so sieht es zunächst aus, so sieht es der junge italienischstämmige Staatsanwalt Tedeschi. Doch seine Kollegin Margarethe bemerkt Ungereimtheiten. Nicht nur die Akte ist verschwunden, auch die zugehörige Karteikarte. Und nach und nach tauchen weitere Merkwürdigkeiten auf. Der Vorsitzende des Senats ist allerdings ein mächtiger Mann im Ländle, war Abgeordneter und Justizminister. Keiner, der in der Justiz etwas werden will, legt sich mit so einem an. Das meint auch Margarethes Verlobter, der als Verteidiger Karriere machen will. Er ist nicht der einzige, der ihr Steine in den Weg legt.

Auch ihr Kollege Tedeschi rät ihr, die Sache einzustellen. Doch dann packt auch ihn dieser Fall und die beiden verfolgen diesen merkwürdigen Fall gemeinsam. Nicht ungefährlich, im Justizsystem sich mit der obersten Hierarchie anzulegen.

Der Schriftsteller und Rechtsanwalt Ellen Stanley Gardner hat vor etlichen Jahrzehnten amerikanische Gerichtsthriller geschrieben und gezeigt, welche Spannung man damit erzeugen kann. Herbert Rosendorfer, ebenfalls ein Jurist, hat in seinen Büchern immer wieder Justizfragen aufscheinen lassen. „Fehlurteil“ erinnert an die beiden Vorbilder. Sascha Berst ist Anwalt und jede Zeile seines Buches zeigt, dass er weiß, wovon er schreibt. Wir tauchen in die Freiburger Justiz ein, erleben Anwälte, Richter und Staatsanwälte, ihre Träume und ihren Berufsalltag, die Intrigen und die Arroganz der Macht.

Nicht zu vergessen: der kleine, dickliche Tedeschi, Sohn eines italienischen Gastarbeiters, der in Sindelfingen am Band schuftete. In der sehr deutschen Justiz der Neunziger Jahre eine ungewöhnliche Figur, die meisten Juristen stammen aus alteingesessenen Bürgerfamilien. Tedeschi, dieser schwäbelnde Deutsch-Italiener weiß nicht genau, wo er eigentlich zu Hause ist, und er ist auch nicht wirklich der Held der Geschichte. Er ist Dr. Watson neben Sherlock Margarethe. Aber Watson alias Tedeschi erzählt sie uns, erzählt über seine Kollegin, die er heimlich verehrt, über Männerbünde und Burschenschaften, über Freiburg und Skandale, über eine Frau, die sich so auf Männer versteht und sie für sich einspannen kann und doch wählt sie sich den falschen Freund aus.

Ein spannender Gerichtskrimi also. Aber es ist noch viel mehr. Da ist einmal die genaue Beschreibung, jeder Ort, jede Person steht lebendig vor dem Leser; da ist die Sprache, bei der jedes Wort genau gewählt wurde und passt; da ist der langsame, aber gekonnte Aufbau einer Spannung, die einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. Obwohl: Soviel passiert dort gar nicht. Kein Blut, kein Serienkiller, keine Schießerei und doch ist es spannender als viele, viele Krimis voller Action. Dass wir dabei auch eine Zeitreise durch die Geschichte der deutschen Justiz machen, kommt noch hinzu. Krimi at his best und gleichzeitig gute Literatur.

Hans Peter Roentgen


Todesengel: Roman
Todesengel: Roman
von Andreas Eschbach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brutale Gewalt - und die Folgen, 5. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Todesengel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Erich Sassbeck war bei den DDR Grenzschutztruppen. Er selbst hat auf keinen DDR Flüchtling geschossen, hat nicht schießen müssen. Stolz ist er auf seinen Job nicht, aber ein wenig Nostalgie auf die Zeiten, als Berlin noch weit friedlicher war, die hat er schon. Seine Schwiegertochter wirft ihm vor, er hätte keine Zivilcourage gehabt damals.

Und dann erlebt er eines Nachts in der Ubahn, wie zwei Jugendliche ihre Wut an einer Sitzbank auslassen. Er ermahnt sie und die beiden schlagen ihn zusammen und treten auf ihn ein, als er längst hilflos am Boden liegt. Das wars wohl, denkt er sich. Doch da erscheint eine leuchtende Gestalt mit zwei Pistolen und erschiesst seine Peiniger. "Wie ein Engel", schildert er es später der Polizei. Die glaubt ihm nicht, sondern ermittelt gegen ihn, weil sie glaubt, er habe die Notwehr überzogen. Dass der Bruder des Staatsanwalt an der Mauer von einem Grenzschützer erschossen wurde, stimmt ihn nicht milder.

Ingo Praise ist ein Loser, ein Journalist, der sich den Opfern von Gewalttaten widmet. Nicht unbedingt das, was Auflage bringt. Doch dann erfährt er, dass es noch weitere Fälle gibt, in denen die leuchtende Gestalt Schläger erschossen hat. DIe Polizei will es geheim halten, Praise veröffentlicht es und plötzlich ist er berühmt. Eine eigene Fernsehsendung erhält er, um Opfer von Gewalttaten vorzustellen, um Retter zu zeigen, die anschließend von der Polizei verfolgt wurden. Und der "Todesengel" erschießt weiter in Berlin Schläger, die Menschen zusammentreten.

Andreas Eschbach hat sich eines aktuellen Themas angenommen: Selbstjustiz, wenn die Justiz versagt. Und er spinnt seine Geschichte konsequent fort. Was geschieht mit den Opfern von brutalen Schlägern, was mit Kindern, die erleben, wie vor ihren Augen ein Erwachsener zu Tode getreten wird, der sie schützen wollte?

Und was würde passieren, wenn Menschen die Bestrafung der Täter selbst in die Hand nähmen?

Das Buch ist ein spannender Thriller, den man nicht aus der Hand legen kann - zumindest die ersten zwei Drittel. Im letzten Drittel flacht es ein wenig ab.

Aber es ist weit mehr, eben weil es sich mit dem beschäftigt, was in den Medien meist außer Acht bleibt, weil wenig auflagesteigernd: Den Opfern solcher Taten. Schon Hitler war lange Jahrzehnte faszinierender als die Opfer der Nazis.

"Todesengel" lässt einen ratlos zurück, voller Gedanken, einer der wenigen Thriller, der einen auch noch Tage später verfolgt. In den letzten Jahren gab es immer mehr spektakuläre Fälle brutalster Schläger. Steigt also die Kriminalität? Oder hat nur das Interesse der Medien zugenommen? Die über Ubahn-Schläger berichten, aber dem brutalen Mord an der Ex-Geliebten nur zehn Zeilen widmen? Was ist mit den immer strikter gefassten Regeln zur Notwehr, die dazu führen, dass jeder, der sich gegen Brutalos stellt, Opfer schützen will, nicht nur in Todesgefahr seitens der Schläger gerät, sondern auch mit einem Bein im Gefängnis steht? Das Buch der Jugendrichterin Kirsten Heisig fällt mir dazu ein: Das Ende der Geduld. Die viel zu früh durch Selbstmord starb und sich dafür einsetzte, möglichst frühzeitig einzugreifen, Konsequenz zu zeigen und die Gerichtsverfahren nicht erst nach vielen Monaten zu beginnen. Betül Durmas' Erfahrungen an einer Schule mit "sozial problematischen" Schülern: Döner, Machos und Migranten. Und ist es tatsächlich die schlimme Kindheit, die solche Brutalos hervorbringt? Schließlich gibt es jede Menge Menschen, die trotz schlimmer Kindheit nicht zum Totschläger wurden. Andererseits: Kaum einer der Brutalos blickt auf eine schöne, liebevolle Kindheit zurück.

Und was ist mit all den Tätern, die im dritten Reich zu zig-tausenden allerbrutalste Taten begannen, die keinen Vergleich mit heutigen U-Bahnschlägern scheuen müssen? Darunter tausende liebevolle Familienväter mit glücklicher Kindheit? Hat der Mordermittler Josef Wilfing recht, der sagt: Jeder kann zum Mörder werden (Unheil: Warum jeder zum Mörder werden kann)?

Ist es Ihnen aufgefallen? Auch ich habe mich in meinen Überlegungen vornehmlich den Tätern gewidmet. Das scheint tatsächlich eine typisch menschliche Eigenschaft zu sein: Wir interessieren uns mehr für die Täter als für die Opfer.

Todesengel ist auf jeden Fall spannender Thriller, aber auch ein Buch, das lange nachwirkt. Weil es soviele Fragen aufwirft und ein Spiegelbild unserer Mediengesellschaft liefert. Nicht zuletzt, weil es auch zeigt, welche Folgen Selbstjustiz haben kann.

Hans Peter Roentgen


A Delicate Truth
A Delicate Truth
Preis: EUR 5,49

5.0 von 5 Sternen Private Geheimdienste, vertuschte Entführungen und neue Gesetze, 20. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Delicate Truth (Kindle Edition)
Paul, ein Diplomat im Dienste ihrer Majestät, spielt das rote Telefon bei einer geheimen Aktion in Gibraltar. Ein privater Geheimdienst soll einen islamistischer Waffenhändler dingfest machen. Doch die Aktion geht schief und Paul, der gar nicht Paul heißt, wird vor dem Ende abgezogen - und befördert.

Ein junger Nachwuchsdiplomat wird Sekretär eines Ministers und erfährt Dinge, die er nicht erfahren soll.

Und der Offizier, der die Aktion befehligte, geht vor die Hunde, weil er seine Erinnerungen nicht zum Schweigen bringen kann.

Le Carre hat ein Meisterwerk geschrieben, so aktuell, dass man glauben mag, dass es eine Dokumentation ist, keine ausgedachte Geschichte. Der drittklassige Minister ohne Moral; der smarte Chef des privaten Geheimdiensts, den er beauftragt; der Botschafter, der weiß, wie verkehrt die Außenpolitik läuft und der dennoch mitmacht und all die anderen Figuren aus Politik und Geheimdienst sind so realistisch gezeichnet, dass man glaubt, man habe sie gestern in den Nachrichten gesehen, wie sie die Horch- und Guck-Aktionen von NSA und anderen Geheimdiensten verteidigten und neue Gesetze zur Überwachung vorschlagen.

Langsam erzählt Le Carré seine Geschichte, Stück für Stück enthüllt er sie, lässt den Hintergrund lebendig werden und die Figuren und quält den Leser, der wissen will, wie es weitergeht. Spannung pur.

Ein beklemmendes Buch, politisch aktuell und literarisch meisterhaft geschrieben vom Altmeister der Geheimdienst-Thriller.

Hans Peter Roentgen


Empfindliche Wahrheit
Empfindliche Wahrheit
Preis: EUR 19,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Private Geheimdienste, vertuschte Entführungen und neue Gesetze, 26. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Empfindliche Wahrheit (Kindle Edition)
Paul, ein Diplomat im Dienste ihrer Majestät, spielt das rote Telefon bei einer geheimen Aktion in Gibraltar. Ein privater Geheimdienst soll einen islamistischer Waffenhändler dingfest machen. Doch die Aktion geht schief und Paul, der gar nicht Paul heißt, wird vor dem Ende abgezogen - und befördert.

Ein junger Nachwuchsdiplomat wird Sekretär eines Ministers und erfährt Dinge, die er nicht erfahren soll.

Und der Offizier, der die Aktion befehligte, geht vor die Hunde, weil er seine Erinnerungen nicht zum Schweigen bringen kann.

Le Carre hat ein Meisterwerk geschrieben, so aktuell, dass man glauben mag, dass es eine Dokumentation ist, keine ausgedachte Geschichte. Der drittklassige Minister ohne Moral; der smarte Chef des privaten Geheimdiensts, den er beauftragt; der Botschafter, der weiß, wie verkehrt die Außenpolitik läuft und der dennoch mitmacht und all die anderen Figuren aus Politik und Geheimdienst sind so realistisch gezeichnet, dass man glaubt, man habe sie gestern in den Nachrichten gesehen, wie sie die Horch- und Guck-Aktionen von NSA und anderen Geheimdiensten verteidigten und neue Gesetze zur Überwachung vorschlagen.

Langsam erzählt Le Carré seine Geschichte, Stück für Stück enthüllt er sie, lässt den Hintergrund lebendig werden und die Figuren und quält den Leser, der wissen will, wie es weitergeht. Spannung pur.

Ein beklemmendes Buch, politisch aktuell und literarisch meisterhaft geschrieben vom Altmeister der Geheimdienst-Thriller.

Hans Peter Roentgen


Abgehauen: Ein Mitschnitt und ein Tagebuch
Abgehauen: Ein Mitschnitt und ein Tagebuch
von Manfred Krug
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5.0 von 5 Sternen Eine Tragikomödie aus der DDR, 20. November 2013
Im November 1976 passierte etwas verblüffendes. Die DDR liess Wolfgang BIermann, einen kritischen Liedermacher, nach Westdeutschland ausreisen. Dort ist er auf ein Konzert der IG Metall eingeladen. Das Konzert wird vom dritten Programm nach Mitternacht übertragen und die DDR ist wütend, hat Biermann doch Kritik an der DDR und vor allem an ihrer Führung geübt. Das geht nun gar und das Politbüro beschließt, dass Biermann ausgebürgert wird und nicht zurück darf ins Paradies der Bauern und Arbeiter.

Doch Biermann will zurück. Bald meldet sich Protest gegen den Beschluss, nicht nur in Westdeutschland, selbst in der DDR setzen zwölf Künstler eine (gemäßigte) Protestnote an das Politbüro auf. Bald schließen sich zahlreiche andere an, die DDR Führung möchte das unterbinden und vereinbart mit ihnen ein geheimes Gespräch. Drei hochrangige Politker sprechen mit den zwölfen in der Wohnung von Manfred Krug. Der ist der beliebteste Schauspieler der DDR. Und er tut, was einigen Mut erfordert: Er versteckt ein Tonband und nimmt das Gespräch auf. Dieses Gespräch bildet den ersten Teil des Buches. Wir hören Christa Wolf, Stefan Heym, Jurek Becker und andere, die mit Verve ihre Argumente vorbringen, warum Biermann die Rückkehr erlaubt werden sollte. Und drei Politbürokraten, die eigentlich nur ein Argument haben: Man darf nicht gegen die Partei protestieren, denn das nutzt dem Klassenfeind. Ein Lehrstück, das uns mehr über die DDR verrät und das Denken der Partei, die sich für die Hauptverwaltung ewiger Wahrheiten hielt.

Die Künstler ziehen ihre Protestnote nicht zurück, sie sind auch nicht bereit, diese abzuschwächen. Die Partei belegt sie mit Veröffentlichungsverboten, sie erhalten keine Engagements mehr und viele von ihnen stellen schließlich frustriert Ausreiseanträge wie auch Manfred Krug. Diese Zeit danach, diese Zeit kleiner oder größerer Schikanen durch die allmächtige Partei schildert der zweite Teil des Buches.

Der dritte Teil enthält die Stasi Berichte über Manfred Krug. Ein Nachbar hat sie verfasst.

Wer etwas über die DDR wissen will, darüber, wie deren Machthaber dachten und handelten, erhält hier Anschauungsmaterial. Besser kann man sie kaum charakterisieren und wir müssen Krug danken, dass er den Mut hatte, das Gespräch aufzunehmen.

Ein Lehrstück über Diktatur, über Bürokraten, die glauben, sie dürften, ja müssten alles bestimmen und denen jede auch noch so kleine abweichende Meinung eine Katastrophe erscheint, die man umgehend und mit allen Mitteln unterbinden müsse. Dass auch die CDU die Übertragung im Fernsehen unterbinden wollte (allerdings nicht mit der Begründung, dass BIermann die DDR verunglimpft habe, sondern weil es nicht angehe, Kommunisten Wort und Gesang im Fernsehen zu gestatten) zeigt, dass Politbürokraten überall ähnlich denken. Zum Glück haben sie in der Bundesrepublik nicht die Macht, die sie in der DDR hatte.

Ein Lehrstück, wie lächerlich, aber auch gefährlich, solche Typen sind.

Hans Peter Roentgen


Mein letztes Gefecht. Abschied und Beichte eines Genossen
Mein letztes Gefecht. Abschied und Beichte eines Genossen
von Peter Schütt
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Abrechnung mit der Hauptverwaltung ewiger Wahrheiten, 15. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die DKP war die westdeutsche Filiale der DDR Staatspartei SED, auch wenn dieser Zusammenhang oft geleugnet wurde.

Peter Schütt hat zwei Jahrzehnte in ihr gelebt, sie war seine Familie, er trat in die Partei ein, wie in eine Kirche, auch als Sühneopfer für seinen faschistischen Vater. Die Partei schenkte ihm ein chronisch gutes Gewissen und ein Schwarz Weißbild der Wirklichkeit, mit dem sich alles erklären ließ: Die Reaktion war böse, vom CIA und BND ferngesteuert, die fortschrittlichen Kräfte (sprich: die Partei) gut und würde irgendwann siegen, auch wenn die böse Reaktion mit finsteren Machenschaften die Arbeitermassen manipulierte, so dass diese leider nicht die wählten, die ihre wahren INteressen vertrat, nämlich die Partei der Arbeiterklasse.

Peter Schütt schildert eine Fülle von Szenen aus diesem "fortschrittlichen" Lager. Anders als manch anderer beschränkt er sich nicht auf die Auseinandersetzung mit der Theorie der Partei, sondern schildert eine Fülle von Szenen, die das Lebem im diesem Lager schildern. Das lässt die Szenerie lebendig werden und er verfällt nicht in den Fehler anderer Konvertiten, die einfach alles, was sie früher getan und gedacht hatten, verteufeln und sich eine neue Weltsicht zulegen, die sie genauso fanatisch verteidigen.

Er schildert, wie er in Alma Atta in der Sowjetunion eine junge Frau kennenlernt, in die er sich verliebt, von der er glaubt, dass sie der Beweis für die Richtigkeit des Sozialismus sei. Zwanzig Jahre später erfährt er die Wahrheit: Kaum dass der KGB seine Verliebtheit bemerkte, zwang er die Frau, mit ihm Kontakt zu halten, Briefe zu schreiben, die vom KGB diktiert wurden. Der Mann der Frau wurde auf einem Atom-U Boot so verstrahlt, dass er daran später starb. Er hatte mit anderen Physikern sich für den Dissidenten Sacharow eingesetzt, der Dienst auf dem Atom-Uboot war die Strafe.

Wie kam es zu dieser Verblendung, die einfach nicht wahrnehmen konnte, nicht wahrnehmen wollte, was tatsächlich im Arbeiterparadies geschah? Und wenn es doch mal gelang, etwa bei der Ausbürgerung Biermanns, gegen die Schütt protestierte, dann holte ihn die Partei bald wieder zurück auf den rechten Pfad, man muss zusammenhalten gegen die Reaktion.

Peter Schütt hatte sich auch engagiert an der Vergangenheitsbewältigung des westdeutschen VS (Verband deutscher Schriftsteller) beteiligt. Auch der war in den Siebziger- und Achzigerjahre sehr DDR nahe und dass ein Autor so offen über seine Vergangenheit schrieb, wurde ihm von vielen als "Nestbeschmutzung" ausgelegt, er selbst als "Renegat" beschimpft. Dieser Teil seiner Biographie findet sich leider kaum in dem vorliegenden Buch, wohl aber in dem Buch Die Biermann-Ausbürgerung und die Schriftsteller. Ein deutsch-deutscher Fall. Protokoll der ersten Tagung der Geschichtskommission vom 28. Februar bis 1. März 1992 in Berlin.

Was aber auch aus Schütts Buch klar wird. Sosehr die DDR und die SED die DKP steuerte, die Mitglieder waren keine Marionetten, sondern Überzeugungstäter. Die manchmal opponierte, aber immer hing das Damoklesschwert des Ausschlusses über ihren Köpfen, die Angst, "der Reaktion zu nützen". Beides trieb sie schnell wieder zurück in den Schoß der Partei, der ruhmreichen, antifaschistischen Hauptverwaltung ewiger Wahrheiten, die anzuzweifeln so sinnlos war, wie die Naturgesetze anzuzweifeln.

Neben unterschiedlichen Artikeln über die DKP, aus der DKP und der revolutionären Weltbewegung finden sich viele Gedichte Schütts aus der Zeit. Lange war er Hausdichter der Partei.

Dass die DKP viele Züge einer Sekte hatte, das wird in dem Buch deutlich. Vor der DKP war Schütt begeisterter Katholik gewesen, auch dort fest von der richtigen Weltsicht überzeugt. Mittlerweile ist er ebenso begeisterter, ebenso naiver Muslim geworden.

Fazit: Wer sich für die Siebziger und Achziger Jahre interessiert, erfährt hier eine Menge beklemmendes Material. Schade, dass es das Buch nur noch antiquarisch zu kaufen gibt.

Hans Peter Roentgen


Von der Idee zum fertigen Text: Tipps, Tricks & Kniffe für kreatives Schreiben
Von der Idee zum fertigen Text: Tipps, Tricks & Kniffe für kreatives Schreiben
von Mara Laue
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solider Ratgeber mit vielen Beispielen, 29. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mara Laue schreibt Spannungsliteratur und sie hat einen Schreibratgeber verfasst, in dem sie aus dem Nähkästchen plaudert.

Über Plot und Personen, Perspektive und Rückblende, Dialog und „show, don’t tell“, Setting, Recherche, Titel, die Sprache, Überarbeiten, Exposé und viele mehr. Immer mit vielen Beispielen versehen, aus eigenen und aus vielen anderen Büchern.

Wie Elisabeth George in ihrem Buch „Wort für Wort“ lässt sie den Leser an ihrer Erfahrung teilhaben und stellt nicht nur eine, sondern verschiedene Möglichkeiten vor, um ein Schreibproblem zu lösen. Interessant vor allem ihre Techniken Spannungen zu erzeugen, die dürften nicht nur viele Nachwuchsautoren, sondern auch auch alte Hasen interessieren. Denn eine solche Zusammenstellung sucht man bisher vergebens.

Die Sprache ist einfach und leichtverständlich, das Buch umfasst so gut wie alle Themen, die für Autoren wichtig sind und so ist es eine gute Einführung für Anfänger in das Handwerk des Schreibens.

Alles in allem ein solider Schreibratgeber mit vielen Beispielen und Tipps und Tricks aus der Praxis einer erfahrenen Autorin.

Hans Peter Roentgen


Vogelweide: Roman
Vogelweide: Roman
von Uwe Timm
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen gut geschrieben - aber wenig Inhalt, 26. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Vogelweide: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eschenbach lebt auf einer kleinen Insel in der Nordsee als Vogelwart. Und immer wieder erinnert er sich, an seine Zeit mit Selma, an Elma und Anna, ein befreundetes Paar. Beide gehören zum gehobenen Bildungsbürgertum, ein bißchen Schickeria, ein bißchen auf intelligent machen und viel Geld.

Eschenbach hatte eine Softwarefirma, in der er - laut Timm - überflüssiges wegrationalisierte. Eine Aussage, so sinnfrei, wie ein Arzt, der "Krankheiten heilt". Dann fängt Eschenbach ein Verhältnis mit Anna an und geht pleite. Das Verhältnis, so klärt uns Timm auf, hat mit Begehren zu tun und über Begehren wird im Buch viel geredet - allerdings spüre ich nirgendwo Begehren, höchsten "Begehren light". So flach, wie die Figuren bleiben, sind sie für wirkliches Begehren wohl auch kaum geschaffen.

In einem Nebenplot hat eine alte Leiterin eines Umfrageinstituts (gemeint ist wohl Noelle Neumann) Eschenbach engagiert, um "Begehren" zu untersuchen. Allerdings agiert die Dame (und Eschenbach) so naiv, dass es fast schon unfreiwilliger Humor ist. Was ein derart flacher Strang in dem Roman zu suchen hat, weiß ich nicht.

Positiv ist anzumerken, dass Timm erzählen kann und deshalb bleibt das Buch trotz aller Untiefen lesbar und ich habe es zu Ende gelesen, was ich normalerweise bei solchen Büchern nicht tue. Timm beherrscht das Schreibhandwerk perfekt, schade, dass er das nicht mit einer besser Geschichte, mit lebendigern Figuren kombiniert hat.

Fazit: Gut geschriebenes Fast Food.

Hans Peter Roentgen


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