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Beiträge von Bruno Calgagni
Top-Rezensenten Rang: 965
Hilfreiche Bewertungen: 1106
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Rezensionen verfasst von Bruno Calgagni
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1.0 von 5 Sternen
Billiges Material, 8. Juni 2013
Das Plastik ist weich und biegsam, minderwertiges Material. Die Klarsichtabdeckung ist in 3 von 5 Fällen gebrochen. Dies ist meine 2. Bestellung mit identischen Erfahrungen. Es gab Zeiten, da bedeutete Zubehör von Hama Qualität. Ich bin maßlos enttäuscht und werde zu einem anderen Hersteller wechseln.
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37 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
She is a flower, 16. Mai 2013
Seit 1 Woche nenne ich das Album 'A' mein eigen, und ich versuche in Worte zu fassen was mich bewegt, es funktioniert nicht, ich schaffe es nicht, objektiv zu bleiben. Agnetha ist nicht nur irgendeine Sängerin, die irgendein Pop Album im Jahre 2013 veröffentlicht. Agnetha ist wie ein Familienmitglied, kein entferntes, sondern die große Schwester, die man immer bewunderte, die ich bewundere, heute so wie damals im April 1974, als ich 8-jährig meine große Liebe fand in diesem kleinen blonden Mädchen, das mit diesem schiefen Lächeln, der süßen Zahnlücke und den neugierigen Augen in diese Welt sah und mit ein paar schrägen Tönen, die es in der Live-Performance von 'Waterloo' ganz klar gab, mein Leben für immer veränderte, ohne, dass ich damals wusste oder auch nur ahnen konnte, dass es genau einen solchen Umfang, ein solches Ausmaß haben würde: meine musikalische Betrachtung wurde für die kommenden Jahrzehnte abba-esque geprägt. Sei es die traurige Grundstimmung dunkel verhangener Oktobertage, die eisige Dezemberluft oder die nicht enden wollende Januarnacht, die sich in vielen Abba-Songs fühlen lässt - all' das hat mich für immer verändert. Wie soll ich denn da objektiv bleiben und Anstoß nehmen an der offensichtlich gefilterten Stimme auf 'A'? Man verzeihe mir, dass ich mich blenden lasse, und es auch noch genieße. Agnetha hat ein neues Album gemacht! Agnetha hat mir mit der Ankündigung auf ebendieses Album schon vor Monaten den Kick verpasst, den ich vor mehr als 35 Jahren immer dann bekam, wenn Mal Sandock zu Beginn seiner 'Diskothek im WDR' in seinem unnachahmlichen Denglish eine neue Abba-Single ankündigte und ich bis zur entscheidenden Minute fieberte, um den Aufnahmeknopf an meinem ITT-Kassettenrekorder zu drücken und 4 Minuten absolutes Glück auf Erden zu spüren. Agnetha hat ein neues Album gemacht! Agnetha feiert ein Comeback mit 63! Agnetha war doch nie weg. 2004 gab es das sehr intime Malbuch, welches ein Ausflug in Agnethas Jugend und ihre persönlichen Erinnerungen war und doch im Grunde keine Fragen mehr offen ließ, es war doch ein so lang ersehntes Statement: Ja, ich kann noch immer Musik. Wenn ich an Agnetha denke, dann denke ich an 'The winner takes it all', 'My love my life', 'Disillusion', 'One of us' und natürlich 'Slipping through my fingers' - ich denke nicht an Agnethas Solo-Alben der 80er Jahre. 'A' erinnert mehr an Agnethas schwedische Anfänge, an ein kleines freches Mädchen, das unverblümt von Liebe singt und von Traurigkeit, selbst komponiert, ein wenig naiv und im Grunde doch abgeklärt. 'A' hat nichts von dem, was ich heute höre, es hat keine dampfenden Beats, es hat keine elektronischen Raffinessen, aber es hat die tröstliche Wärme und die ehrliche Zuneigung einer vertrauten Umarmung eines Freundes oder eben einer großen Schwester. 'A' gehört jetzt schon zur Familie, es ist wie ein viel zu seltener Besuch, für den man Kuchen backt und mit dem man in Erinnerungen schwelgt. Agnetha hat ein neues Album gemacht. Und ich höre 'The day before you came' seit mehr als 30 Jahren mit der gleichen Entdeckungsfreude und Zuneigung wie beim ersten Hören im Oktober 1982 in Mal Sandocks Hitparade. I must have left my house at eight because I always do... die Textzeilen sind für immer eingebrannt, ich könnte sie womöglich aus dem Schlaf gerissen aufsagen. Wie kann ich da 'A' von Abba trennen? Im Interview in der Mai-Ausgabe des Zeit-Magazins sagt Agnetha, dass kein Tag in ihrem Leben vergehe, an dem sie nicht an Abba denke, und sie sich manchmal wünsche, dass der Erfolg nicht ganz so groß gewesen sei, er hätte dann vielleicht länger angehalten... Ich freue mich darüber, dass Abba nicht mehr gemeinsam auf die Bühne gehen und, dass die Erinnerung an sie unwiderruflich an jeden Tag meiner Kindheit gekoppelt bleiben wird. Abba bildet das ideale Gefäß für die nicht gelebten Träume und hebt mich immer dann wenn's ausweglos zu werden scheint. Agnetha gehört genau in dieses Gefühl. If I could leave one thing behind Let it touch the heart of others Make a difference in your time If I could give what you gave me Your beating heart, unselfishly the Kind of love that lasts, past forever [Past forever] So ist es nicht das Album, es ist nicht ein einzelner Song, es ist diese Stimme, die sich über die Lieder legt und aus jedem einzelnen, noch so kitschigen, Titel etwas macht, das mir seit ewigen Jahren dieses unsagbare Gefühl in die Magengegend zaubert, das nur mit Glück zu beschreiben ist. Wenn Agnetha Fältskog in 'I Keep them on the floor beside my bed' davon singt, dass sie die Bilder ihrer Liebe neben dem Bett aufbewahrt, so nah und immer noch fühlbar ist die Erinnerung, dann muss ich mich nicht schämen, wenn ich meine Abba-Platten (und es sind wahrlich viele...) neben meinem Bett stehen habe, um mich sicherer zu fühlen... ganz schön albern und sentimental, was ich hier schreibe, aber ich erwähnte es zu Beginn, ich kann nicht objektiv bleiben... und ich muss es auch gar nicht! 'A' ist ganz einfacher Pop, exzellent produziert, leicht verdaulich, nichts, was im Radio auffällt, aber es gehört zum schönsten und intensivsten Teil meines Lebens, und darum wollte ich einfach ein paar Zeilen dazu schreiben. Meine Anspieltipps: The one who loves you now, I was a flower, Past forever, Bubble
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Dieser Groove..., 28. April 2013
... ist einfach unglaublich... Ich habe mich immer gegen JT gewehrt. Aber dieser elegante Groove der swingt und geht in die Beine... Ich liebe diesen Song! Hab' ich das jetzt laut gesagt?!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Uih bist Du schön..., 28. April 2013
... und doch wusste ich nichts von Dir bis ich Dich vor ein paar Tagen bei 1 Live entdeckte... Der Moderator moderierte und sinnierte über Deine Lieder und fragte sich was das wohl sei was Du da tust, die Musik sei kaum zu bestimmen, Schlager, Chanson, Pop? Brauchen wir immer ein Label, eine Schublade, eine Zuordnung? Ich habe mich gleich wohl gefühlt in Deinem Lied über die Freunde, die Du nicht magst. Du siehst so aus wie jemand, der man gerne ist, Du klingst wie jemand, der von allem zu viel hat oder zu wenig. Ich mag was Du beschreibst. Irgendwie klingt's nachvollziehbar aber auch wirr und fremd, so wie ich mich manchmal fühle wenn die Nacht voller Schatten war und ich morgens um halb 4 kaum weiß warum ich wieder (oder noch immer) wach liege und in die Dunkelheit starre. Ein ganzes Leben voller Lust für immer mehr... und es treibt mich zu Dir... morgens um halb 4... Ich werde von nun an Deine Lieder hören wenn ich nicht schlafen kann, und ich glaube, dass ich mich dann ein klein wenig sicherer fühlen werde, und vielleicht mache ich das Licht dann wieder aus und bleibe traumlos, aber vielleicht kann ich durch Dich wieder schlafen... wer weiß? Danke jedenfalls dafür, dass ich mit 'Ich mag Deine Freunde nicht' zurück kam zum Radio. Nicht, dass es mir fehlte, aber nach all' dem Einheitsbrei bist Du das, was ich nicht suchte aber fand. Und nun fühle ich mich ein klein wenig wohler als zuvor, das war doch das was Musik mal konnte... Dagobert?! Irgendwie ein alberner Name... Bruno aber auch... oder? Danke für die Musik! Anspieltipps: Ich mag Deine Freunde nicht, Morgens um halb 4, Raumpilot, Raub
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
In the waves I've lost every trace of you..., 25. April 2013
... oh where are you? Ist bereits viel geschrieben worden und gesagt, in Interviews und in einschlägigen Magazinen. Woodkid (oder Yoann Lemoine, so soll er per Geburt wohl heißen) singt um sein Leben oder für oder über im Sinne von an... Bilder vom Meer, Gedanken und Erinnerungen an eine Zeit, die sein wird und an eine Zukunft, die war. Seine Stimme trägt sicherlich dazu bei, dass man seine Musik mag oder liebt, oder (was mir kaum erklärbar wäre) hasst. Live ist er unglaublich präsent, auch wenn ich den Eindruck nicht verliere er sei lieber der Marodeur hinter der Bühne. Seine Texte scheinen intim und privat, mag sein, dass ich irre - ist vielleicht nur einstudierte Geste in einem Zirkus der pittoresken Manierismen. Wenn's so wäre, es wäre mir gleich, mich bewegt seine Stimme, die nach langen einsamen Nächten klingt und ein wenig nach Lausbub. Wenn wir fänden was wir suchen, wir sähen doch nur was wir nicht sehen wollten. So bleiben wir immer auf der Suche, immer im eigenen Radius. Wir kommen nicht an, wir suchen den Schatten, den wir selber erst in der Sonne werfen. Die Musik: groß, die Texte: Poesie. Für mich. Als spielte es eine Rolle. Where the light shivers offshore through the tides of oceans we are shining in the rising sun. As we are floating in the blue I am softly watching you. Oh boy your eyes betray what burns inside you. Whatever I feel for you you only seem to care about you. Is there any chance you could see me too? 'Cos I love you Is there anything I could do just to get some attention from you? In the waves I've lost every trace of you oh where are you? After all I drifted ashore through the streams of oceans whispers wasted in the sand. As we were dancing in the blue I was synchronized with you but now the sound of love is out of tune. Whatever I feel for you you only seem to care about you. Is there any chance you could see me too 'cos I love you. Is there anything I could do just to get some attention from you? In the waves I've lost every trace of you oh where are you? (Lyrics 'I love you') Anspieltipps: The Shore, I Love You, The Other Side
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5.0 von 5 Sternen
Dimitri from Paris to Cologne and back..., 7. April 2013
Mit seinen knapp 7 Stunden feinsten Discofunks, allergeschmeidigst abgemischt von Herrn Dimitris Yerasimos, besser bekannt unter seinem Alter Ego Dimitri from Paris, eignete sich der Soundtrack bestens zur Untermalung einer Zugfahrt von Paris nach Köln und zurück im TGV. Abgemischt im Stile der 80er, mit einem ohrenschmelzenden Groove à la Terry Lewis und Jimmy Jam, Shep Pettibone oder Ben Liebrand, mit Samples von Janet Jackson, SOS Band, Alexander O'Neal, Klymaxx, Jaki Graham, Jolley & Swain, Imagination, The GAP Band, George Benson, um nur einige wenige zu benennen, legen die vorliegenden 7 Stunden ein entspanntes und groovendes Zeugnis über die Herkunft von (Garage) House und Detroit Techno ab. Dimitri from Paris, der schon in den 90ern für bekannte Modeschöpfer wie Gaultier arbeitete und die Soundtracks ihrer Shows zusammenstellte, ist bekannt für seine zahllosen Remixe namhafter Künstler wie Björk, Cardigans, Kid Loco oder Sister Sledge und Labelarbeiten wie die für Defected. Mit 'Back in the house' erklärt er warum er zu den ganz Großen der Szene zählt, und das nicht nur wegen seines sagenhaften Auftritts in Hugh Hefners Playboy Mansion. Oder um mit Dimitris eigenen Worten zu sprechen 'Music to swing to, lovingly crafted for your ukltimate aural pleasure.' Anspieltipps: A Night At The Horse & Groom, Take It Slow, Stand Up, I'll Take You There
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5.0 von 5 Sternen
I want you as you are..., 22. Januar 2013
... singt der Herr im Titel 'Sugarplum' und ich unterschreibe es: ja, so will ich guten Pop. 10 rundum schnieke Perlen, die sich retro geben und mit allen möglichen Popstilen der letzten 3 bis 4 Dekaden spielen: Elvis Costello, Morrissey, Beatles, The Libertines, James Last und Abba scheinen sich allesamt ein Stelldichein zu geben, ganz große Geste und dann wieder schnörkelloses Geklampfe. Entdeckt habe ich den jungen Mann, der hier bereits sein drittes Studioalbum abliefert, auf meinem favorisierten Frühstücksbegleitsender und allmorgendlichen Freudenspender IM1 in der Trendshow, da läuft das Video zu 'Sugarplum' des Öfteren. Und ähnlich wie dieser Song stecken die restlichen 9 Stücke voller Gags und enormem Ohrwurmpotenzial: sei es die elektronische Liebesgeschichte in 'Japanese cars' oder die Hits à gogo Nummern 'Thunderbolt' und 'Shotgun', die aus jedem beliebigen Soundtrack der 60er stammen könnten. Eugene McGuinness' Stimme erinnert in den besten Momenten an David Byrne ('Harlequinade' oder 'Lion'), hat dennoch eine sehr eigenständige Prägung, wie man sie vor allem im britischen Pop findet. Für mich sind die knapp 37 Minuten von 'Invitation to the voyage' viel zu kurz aber definitiv und ohne Einschränkung sehr unterhaltsam und ein berechtigter Anlass zur Freude. Ich wage zu behaupten, dass Mister McGuinness eine große Nummer werden könnte... Dringende Empfehlung für Leute, die auch The Squeeze oder Hot Chip hören. Meine Anspieltipps: Sugarplum, Japanese cars, Concrete moon
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5.0 von 5 Sternen
Musique pour la dernière heure du jour, 16. Dezember 2012
Musik für die letzte Stunde des Tages, irgendwo zwischen Erlöschen der Straßenlaternen und Dämmerung... Sehr entspannt gehen hier Biolays sonore Stimme und die sanft groovenden Beats eine gelöste Verbindung ein, die diese kleine Remix EP, die im Zusammenhang mit dem Album 'Rose Kennedy' Ende 2001 erschien, zum idealen Soundtrack für den Weg vom Club nach Hause macht. Besonders gelungen sind der Alpha Mix von 'Novembre toute l'année', der den Song mit einem undurchdringlichen Nebel umschließt als wolle er ihn in Novembertraurigkeit ertränken sowie der Mypal Remix von '72 trombones avant la grande parade', der dem ursprünglich nur knapp 3 Minuten langen Stück nicht nur 4 Minuten mehr Leben schenkt, sondern einen treibenden Beat unterlegt, der sich trotzig auf Keren Anns und Benjamins Sprechgesang einstellt und dem im Original eher schrägen Song nicht nur Stringenz sondern auch Dynamik und schlafwandlerische Leichtigkeit einhaucht, fast so als wolle er zwei Tänzer zum letzten Tanz bitten. Erwähnenswert auch die unerhört stilvolle Arbeit von Towa Tei im Falle einer meiner absoluten Biolay-Lieblinge 'Les cerfs-volants'. Benjamin Biolay in den Händen von Remixern geht gut, vor allem wenn es kreative Köpfe wie diese hier sind. Anspieltipps: die komplette EP
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5.0 von 5 Sternen
Last christmas - next christmas, 18. November 2012
Seit Wochen schallt 'Last Christmas' in immer wiederkehrender Dauerschleife in allen Kaufhäusern aus den Lautsprechern, und wie jedes Jahr, schaudert's mich. Für viele Menschen gehört die Nummer von Wham, neben Glühwein und Spekulatius, jedoch zur vorweihnachtlichen Stimmung dazu. Ich mache mich davon frei, ich bin ja kein Weihnachtsfan, Kitsch liegt mir nicht, damit hab' ich nichts am Hut... Nur ganz heimlich setze ich mich daheim auf's Sofa, packe Dominosteine aus, zünde Kerzen an, mache mir einen Adventstee oder einen Grogg und schwelge in diesem opulenten, meisterlich aufwendig arrangierten Werk von Mastermind Jon Anderson. Die Single 'Easier said than done'/'Three ships' lebt schon lange nicht mehr, aber die Empfindungen sind heute noch dieselben, wie damals bei Erscheinen des Vinylalbums. Für mich gehört zu einem perfekten Weihnachtsfest 'Die Muppets Weihnachtsgeschichte' nach Charles Dickens, 'The Bishop's Wife' mit Cary Grant und David Niven, 'Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern' in der Europa-Ausgabe, gesprochen von Hanns Paetsch mit Heike Kintzel als Großmutter, und eben Jon Andersons 'Three Ships' auf CD. Für Fans des Prog-Rock sicherlich schwer verdaulich, für einen Pop'per wie mich jedoch ganz große Marzipantorte! Stimmungsvoll, süffig, schmalzig, grandios gesungen, wunderschöne Melodienbögen, mehrstimmige Refrains... hätten Abba je ein Weihnachtsalbum veröffentlicht, es hätte vermutlich so geklungen wie 'Three Ships'. Und mit allem anderen hat Rezensent 'Erbs' Recht... :-) Merry Christma(d)s! Meine Anspieltipps: Easier Said Than Done, 3 Ships, Candle Song, Ave Verum, How It Hits You
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5.0 von 5 Sternen
Feiner Gitarrenpop aus Frankreich, 18. November 2012
Hierzulande nahezu unbekannt sind Kaolin seit Ende der 90er Jahre in Frankreich eine feste Institution, beachtenswert vor allem wegen ihrer mehrstimmigen Gesänge und der wohligen Melodien, die sie zaubern. Vorbilder, laut eigener Aussage, seien u.a. Bob Dylan und Nada Surf. Beim Hören von Stücken wie 'Bang Bang' oder 'Petite Peste' fallen mir aber auch The Crowded House und die frühen Weezer ein, bei 'Tu M'emmerdes' denke ich an die Beatles. Aufmerksam wurde ich auf Kaolin durch ihren Song 'Partons Vite' vom Album 'Mélanger Les Couleurs' aus dem Jahre 2006, der noch heute im französischen Radio läuft: ein Lied mit einer verliebten Leichtigkeit, die von Sänger Guillaumes Stimme und einer scheinbar einfachen Melodie getragen wird, die sich unmittelbar einprägt und Geist und Seele in Hochstimmung versetzt. Das Album 'Kaolin' ist aus dem Jahre 2010, es ist das vierte Langwerk und beinhaltet u.a. die in Frankreich erschienene Single 'Crois-Moi'. Mir gefällt vor allem, dass Kaolin mit vielen unterschiedlichen Stilen arbeiten. 'Le Geste' mit seinem satten Basslauf ist fast schon Disco im Stile von Chic und George Benson, 'On S'en Va' ist echter Funk, 'Shanana' erinnert mich an Fleetwood Mac. Über allen Titeln schimmert eine Musikalität und eine schier nicht endenwollende Melodienlust, die dieses Album zu etwas ganz besonderem machen. Der Bonustrack 'Ce Matin' ist leider nur im Downloadalbum erhältlich, dafür sind beim Silberling alle Lyrics im Booklet abgedruckt. P.S. Sänger Guillaume Cantillon hat 2009 bereits sein erstes Soloalbum veröffentlicht '(Des ballons rouges'). Meine Anspieltipps: Le Geste, Plus Rien, Sans Importance, Le Monde Court Toujours
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